Monat: August 2017

Gesammelte Schätze des Monats der Fremde

 

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Irlands, das Land der Kobolde, der Schafe und des Islams?! Anscheinend soll die islamische Bevölkerung bis 2030 hier um 188% gewachsen sein. Ja gut… 2011 lebten 1,1% in Irland (48.130 Menschen).  Ich wusste nicht, dass dieser Umstand so weltbewegend ist, dass er auf der Googlesuche auf Platz drei der Suchanfragen erscheint, aber bitte. Jetzt aber zu wichtigergem, beispielsweise meiner Wenigkeit.

Dieser Monat sollte eigentlich jeden Rahmen sprengen in Sachen Spannung und Erlebnissen und sicherlich tut er das auch, jedoch bin ich vermutlich so reizüberflutet dass der Status schon mittlerweile bei Routine angekommen ist.

Irlands, das Land der Kobolde, der Schafe und des Islams?! Anscheinend soll die islamische Bevölkerung bis 2030 hier um 188% gewachsen sein. Ja gut… 2011 lebten 1,1% in Irland (48.130 Menschen).  Ich wusste nicht, dass dieser Umstand so weltbewegend ist, dass er auf der Googlesuche auf Platz drei der Suchanfragen erscheint, aber bitte. Jetzt aber zu wichtigergem, beispielsweise meiner Wenigkeit.

Dieser Monat sollte eigentlich jeden Rahmen sprengen in Sachen Spannung und Erlebnissen und sicherlich tut er das auch, jedoch bin ich vermutlich so reizüberflutet dass der Status schon mittlerweile bei Routine angekommen ist.

Die Besitzer meiner Unterkunft sind im Großen und Ganzen wirklich nett, wenn auch ein wenig speziell. Politischer Aktivismus, gepaart mit einen folkloristischen, yoga- orientiertem Nachtleben prallt auf Vollblut Italienerin mit frischem Baby. Zwischen all dem mal wieder ich. Weder Yoga, noch Baby oder gar Nachtleben orientiert. Ich hätte alles hervorragend ausblenden können, wäre da nicht der Umstand gewesen, dass ich die ersten 29 Tage im Wohnzimmer verbringen musste. Mein eigentlicher Raum war noch von AirBnB Gästen besetzt… Liebhaber des Nachtlebens und das Feingefühl eines Elefantens besitzend. Siehe laut um fünf Uhr morgens die Wohnungstürzuschlagen und dann minütlich abwechseln Zimmer- Badezimmertür und dann zur jeweiligen Begleitung flüstern: We have to be quiet. Jeder Guerilla-Krieger hätte die beiden an den nächstbesten Baum gebunden und den wilden Tieren überlassen, besser sie würden gefressen als der Rest der Mannschaft.

Ansonsten hält sich unser Verhältnis in der Waage. Wir teilen eine gewisse Neigung für dieselbe Filmgenres und die Liebe zur Geschichte (zumindest mit meinem Vermieter), jedoch ist die Haltung von Grundsatzdiskussionen recht unterschiedlich. Ich weiß nicht ob er schon dahinter gekommen ist, aber ich sehe zu dass ich diese Themen großräumig meide. Mit seiner Freundin habe ich nichts gemeinsam. Außer dass wir beide nicht sonderlich gut Englisch sprechen. Ich bin eben nur halb so geistreich, was mich tierisch nervt. Ich bin nicht dumm wie Stroh, wirke aber so. (Mein zweiter unabsichtlicher Reim des Tages).

Wobei, dass eigentlich zuerst meine kleinste Sorge gewesen war. Es gab da noch eine ganz andere Nummer. Wenn mein Vermieter früh morgens/ mitten in der Nacht von der Arbeit nach Hause kam legte er sich dann öfters mal ins Wohnzimmer. Wir erinnern uns, ich schlief dort. Nein, ich habe ihn nie reinkommen hören und nein wir haben auch nicht im selben Bett bzw. auf der Couch geschlafen sondern an entgegensetzen Enden des Raumes! Keine Angst. Mein Problem war einfach nur, dass ich beim Aufwachen lediglich eine dunkle Silhouette erspähen konnte, wenn ihr alleine eingeschlafen seid dann ist es überhaupt nicht witzig zu zweit aufzuwachen auch wenn der Andere mehrere Meter von dir entfernt friedlich liegt. Was mich besonders wahnsinnig macht ist, dass die Wohnung eine offene Küche besitzt… Im Wohnzimmer quasi. Habt ihr schon mal versucht im Dunkeln euer Frühstück zu kochen und zu essen? Ihr werdet die Taschenlampenfunktion eures Handy lieben lernen. Sachen packen und sich blind Klamotten für den Tag herauszusuchen wird ebenfalls zu einer Herausforderung. Egal wie leise ich war, ich habe ihn meist doch aufgeweckt. Er hat sich aber nie beklagt. Besser ist… Ich meine was kann ich dafür, dass sein Sohn gerade seine Schreiphase hat. Es ist sein Sohn, nicht meiner. Oropax würden helfen…

Daraus folgere ich einfach mal… Die Stärke meines Heimwehs sowie meiner Verfassung hängt also ganz stark von meiner Verfassung ab: Wie gut/ lang ich geschlafen habe, welche Wetterlage gerade herrscht herrschte und was ich an diesem Tag machen würde. Bis sich die Parameter verschieben, wird es noch eine ganze Weile dauern. Meine oben genannte Routine besteht meist darin mit den Stimmungsschwankungen zurecht zu kommen. Alleine… Permanent an der Wange eines irgendjemanden zu hängen schickt sich nicht. Man muss lernen, alleine klar zu kommen weshalb ich bereits stolz bin bereist drei gute Tage hinter einander gehabt zu haben. Zur Verdeutlichung, bei einem Graph der Gleichung f(x)= 20sin(20x)  hab ihr schnell einen ersten  Eindruck. Es ist kein Wunder wenn ich um neun bereits im Bett verschwinde und um vier schon wider aufstehe. Danke Zeitverschiebung…

Zumal sich neben einem unfreiwilligen Mitbewohner seines/ meines Zimmers noch  eine Spanne von weiteren Problemen auftaten. Fehlende Privatsphäre heißt für mich als introvertierter Mensch die pure Hölle. Das Wohnzimmer wird tagsüber gerne als Babyzimmer benutzt und eben Wohnzimmer. Wenn man keine Menschen sehen will, könnte dies schwierig werden. Sicherlich ich hätte rausgehen können, ich hab mir nichts anderes gewünscht nur wenn du dir das Knie beim draußen Joggen zu zerschießt, dass Gehen zum Spießroutenlauf wird ist das ganze verdammt unangenehm. So zahle ich das Fitnessstudio in dem ich mich hier angemeldet habe seit gut zwei Wochen umsonst, wobei ich nun pausieren werde denn irgendwann saß ich in der Notaufnahme. Brav früh morgens und wartete auf Diagnose, Ergebnisse, Hilfe. Kühlen, Kampferöl und eine entzündungshemmende Salbe inklusive Schonen hatten eher weniger geholfen und so hatte ich die Faxen dicke. Den ganzen Tag zu Hause sitzen ohne bis dato eigenen Rückzugsort?!

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Thy Art is murder #4

Trotz Wohnortwechsels wird natürlich fleißig weitergezeichnet, hier sind einige der Werke. Weitere werden folgen:


 

Cowspiracy

Wenn auf einmal einen die Langeweile auf der Arbeit plagt. Das Lager war zum größten Teil aufgeräumt geworden, die Kunden blieben dank strahlendem Sonnenschein lieber an der frischen Luft und wir durften trotzdem all die herrlichen Schätze bewachen. Eine wunderbare Sache, dank der mittlerweile fast zahllosen Zeichentutorials auf diverse Plattformen man sich immer mehr in seinen eigenen Zeichenfähigkeit üben kann vielmehr muss. Ignorieren wir die Umstände, dass das linke Ohr definitiv zu hoch sitzt und der Unterkiefer ein wenig zu lang geraten ist… Jetzt sieht die Kuh fast schon perfekt aus. Um die Frage nachdem gestreiften Papier gleich hinter her zu schieben. Ich kann und werde sie auf zweierlei Wege beantworten. Die erste Möglichkeit und wesentlich weniger glamouröse: In Dublin bezahlbare Collegeblöcke ist trotz „Back to School“ Fieber unmöglich. 2,50€ für 80 Blatt…. Sehe ich aus wie Dagobert Duck, der in seinem Geld baden kann? So entdeckte ich dank Sonderpreis schließlich sowohl gestreifte und später auch blanko Blöcke ebenso zum Preis von 2,50€ jedoch mit 300 Blatt. Der gestreifte Block zog eben früher ein weshalb die ersten Zeichnungen eben nur auf gestreiftem Papier existieren. Besser als nichts. Die zweite und wesentlich künstlerisch wertvollere Antwort: Stellt euch die Querstreifen etwas dicker vor und schon habt ihr ein Portrait einer Kuh in meinem Masentierhaltungstransporters.

 

 

Zoo

Die Langweile währte etwas länger wie ihr seht, weshalb sich zur Kuh zwei weitere Wesen gesellten.  Im Massentierhaltungstransporter muss es schließlich kuschelig zugehen. Ihr seht nur eine Gemeinschaft aus Sperling und Libelle. Die Flügel der Libellenseitenansicht hätte ich gerne etwas größer gezeichnet, nur fehlte mir dafür schlicht weg der Platz dank des Sperlings. Ich notiere: Proportionen unbedingt noch üben oder nicht so sparsam sein mit dem Platz.

 

 

AXII

Vor, während und nach meiner Abreise war und bin ich immer noch im Witcher Fieber. Zumindest zwei der fünf Zeichen konnte ich in der Nacht vor dem Abflug noch fertig zeichnen. Eines der beiden wäre die Runde des Verstandes/ Beeinflussung. Durch sie kann Geralt und so manch anderer Hexer Menschen zu ihrem Nutzen geistig Manipulieren. Informationen verraten, an verbotene Orte gelangen, den ursprünglich ausgemachten Lohn ausgezahlt bekommen. Sicher, geistige Manipulation ist nicht nett, aber wesentlich besser als Gewalt sprechen zu lassen. Man bleibt definitiv einfach unauffälliger… Wenn der Spieler sich ganz besonders in Zeug legt kann dieser sogar seine Feinde dahingehend beeinflussen, dass sie zu seinen temporären Verbündeten werden.

 

IGNI

IGNI oder auch die Rune des Feuer ruft eine pyrogentische Feuerwelle (wer hätte es gedacht?) hervor. Diese hat die wertvolle Eigenschaft so ziemlich alles und jeden in Brand zu setzen, der sich in Reichweite befindet. Wer nicht so gewalttätig sein möchte der nutz die Gabe um Fackeln oder Lagerfeuer zu entzünden.

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Im Westen viel neues

Nun bin ich weder Soldat, noch Frontkämpfer oder gar Unteroffizier, doch ist die Überschrift ja ein wenig verändert worden damit es auch zu keinen Missverständnissen kommt. Denn im Gegensatz zu diesem einem Erzähler, habe ich sehr wohl neues zu berichten und es ist auch nicht alles ruhig.

Als aller erstes kann und möchte ich berichten, dass ich heil angekommen bin. Sogar ein einem Stück und ohne einen Kratzer, nur mit angefressenen Nerven. Ich bin mir sicher, die Iren machen sich regelmäßig einen mächtigen Spaß daraus Touristen in den Wahnsinn zu treiben. Steigt man aus dem Flugzeug aus, wird man in einen Dschungel von Menschen, Gängen und Gassen geschmissen. Ohne Vorwarnung, darf man sich selbstständig mit ziviler Machete einen Weg zu den Gepäckbändern bahnen, jedoch dabei bloß nicht die Passkontrolle, Zoll, oder gar das Badezimmer zu vergessen. Am Flughafen ist nahezu nichts ausgeschildert. Weder die Gepäckbänder, die Gepäckbandzuteilung oder die Toiletten. Lediglich wenn man direkt davor steht hat man überhaupt eine Chance. Hat man letztendlich seinen Koffer gerade noch so vor dem Flughafenmitarbeiter gerettet, der ihn schon als vermisst abstempeln wollte darf man sich dann in die Traufe wagen. Die Busse sind genauso wenig ausgeschildert wie der Rest. Wo, welche Linie fährt ebenso… Die einzige Lösung besteht darin sich brav von Ecke zu Ecke zu fragen. Klappt wunderbar und man lernt gleich, das irische Englisch schätzen.

Ich gebe euch einen Rat: Seid ihr einigermassen finanziell gut aufgestellt, dann nehmt euch ein Taxi zu eurer Unterkunft. Gehört ihr zu der Spezies arme Bagpacker wie ich oder zur Spezies Masochist nehmt den Bus… Das Schlimme dabei ist lediglich die recht ruppige Fahrweise der Busfahrer oder die endlose Wartezeit, die gerne schonmal bis zu 20 Minuten betragen kann. Im typischen Wechselbad der Gezeiten eine Herausforderung. Die Iren selbst sind dagegen höflich und zuvorkommend, hilft bei dem Verkehrsaufkommen und der ebenso endlos erscheinenden Fahrzeit auch keine Lösung. Wenn man darüberhinaus die Dreiviertelstunde auf dem Behindertenplatz stehend verbringt, da spürt man die Massage des Kupplung kommen lassen, Kupplung vergeigen, Bremsen, erneut Kupplung kommen lassen, diesmal es irgendwie schaffen nur um an der nächsten Ampel eine Vollbremsung hinzulegen. Dann wiederholte sich die Prozedur… Nein, ich konnte mich nicht hinsetzen, weil der Kollos von Gepäckstück keine Bremsen besitzt und so pflanzte sich mein eigener Leib dekorativ davor.

Abgesehen von dem Kuppelunglück sind die Fahrkünste der Iren sehr solide. Liegt allerdings auch an dem Umstand, dass weder völlig größenwahnsinnige Rikscha-, Tuk- Tuk-, Taxifahrer oder Kuriere unterwegs sind. Ein persönlicher Chauffeur ist in dem Sinne sicherlich stilvoller und nervenschonender. Dafür erhält man, aber bei den Einheimischen weniger anerkennende Blicke. Im Gegensatz zu meiner Heimatstadt ist hier das Fahrradfahren übrigens kein Selbstmord. Auch Laufen ist eine angemessene Fortbewegung, dank der geringen Größe der Hauptstadt braucht man maximal lediglich 45 Minuten zu einem der entlegensten Orte. Wie eben schon subtil geäußert sollte man den Bus dringend melden… Das Bussystem an sich ist ein riesiges Chaos. Befindet man sich weiter draußen wäre Busfahren vermutlich kein Problem, jedoch verschmilzt der Busplan downtown zu einer einzigen undefinierbaren Masse. Es gibt gefühlte hundert Buslinien, die an jeder Ecke halten. Eine Ordnung ist dort Fehlanzeige. An meinem ersten Arbeitstag habe ich einen Kollegen gebeten mir den Weg nach Hause vie Bus zu beschreiben, aus Gründen wie er später erfahren werdet. Er tat es und was dabei herauskam war ein solches Chaos, dass ich doch lief. Die Haltestelle, die ich hätte anpeilen sollen habe ich bis heute (eine Woche) später immer noch nicht gefunden.

Damit ihr nicht so aufgeschmissen seid wie ich, gibt es jetzt einen kleinen Einführungskurs in die wichtigsten Dinge, die man hier beachten sollte:

Der Linksverkehr

Wie in Japan, Australien und natürlich dem Vereinten Königreich und tausend anderen Ländern herrscht hier Linksverkehr. Dieser Umstand war mir zwar irgendwie geläufig, macht das immer noch bestehende Desaster aber nicht minder schlimmer. Ich denke ich habe es einzig und allein den Schriftzügen auf dem schicken Beton zu verdanken, dass ich noch lebe. Denn neben dem jeweiligen „Look- Right“ sowie „Look- Left“ ist daneben noch ein kleiner Pfeil gemalt worden in der entsprechenden Richtung versteht sich. Danke liebe Stadtverwaltung, endlich seit ihr mal zu etwas nütze. Ebenso wie die Autofahrer selbst, es gibt nämlich keine Raser…. Ein großer Großteil hält sich allen ernstes an de empfohlenen Tempomaxima.

 

Die Ampeln

Andere Städte sind für ihre verrückten Radfahrer oder Mopedfahrer bekannt. Dublin wohl für seine waghalsigen Fußgänger. Dubliner interessiert es ähnlich wie Parisienne oder die Bewohner Lissabons nicht im geringsten welche Farbe die Ampel zeigt. Ob Rot, Gelb oder Grün ist einerlei dabei hat man uns Deutschen doch diese nette Eselsbrücke beigebracht: Rotgänger, Totgänger Grüngänger leben länger. So wartete ich mein erstes Mal geduldig ab. Musste aber bald feststellen, würde ich hier so schnell nicht vom Fleck kommen. Verwesungsprozess mit inbegriffen.

Solange kein Auto fährt ist für alle Dubliner grün, ausnahmslos wann und wo. Sämtliche Auto-, Bus-, Taxi-, Mottorad- Fahrer akzeptieren dieses stille Abkommen übrigens einvernehmlich. Selbst die Polizei, wobei die so einiges Akzeptieren. Was sie augenscheinlich nicht sehen, damit müssen sie sich auch nicht befassen. Wer arbeitet schon gerne?

 

Die Sprache

Das schöne an Irland ist, es ist so vielfältig. Beispielsweise in der Sprache, Irisch ist bis heute die offizielle Landessprache und wird noch in vielen Schulen (zum Leiden der Schüler unterrichtet), dass lustige dabei ist. Gerade mal 30% der Iren sprechen wirklich gälisch regelmäßig bzw. scheinen es zu beherrschen. 1% aller Iren gibt diesen Umstand als offiziell an. Das schöne an Gälisch: Die Aussprache ist noch fantasievoller als die des Französischen und die drei am häufigst vertretenen Dialekte (Munster, Ulster sowie Connacht) bilden die Sprache selbst, da niemals ein einheitliches Gälisch existiert hat. Der Lárchanúint ist der künstlich geschaffene Standarddialekt, der vor allem auf sämtlichen Verkehrs- Hinweisschildern steh sowie auf offiziellen Plänen.

 

Der Sport

In Dublin gibt es recht viele Sportgeschäfte. Die meisten bedienen gälisches Fußball, Hurling/Camogie, oder Rugby. Eben alles seht landestraditionell… Ausgetragen werden diese bei mir direkt um die Ecke, von der GAA- Organisation gesponsert. Besonders im August sowie September, wenn hier die Finalrunden der Landesmeisterschaften stattfinden ist hier die Hölle los. Jedes Wochenende inklusive Bank Holiday pilgern Tausende in Richtung Stadion. Alle feiern, es dröhnt überall laute Musik, Konfetti fliegt, Grafschaftsbänder werden verkauft und am Ende des Abends stinkt überall nach Bier. Das Besondere, alle Sportler der GAA sind Amateure. Es kann also durchaus sein, dass man sein Idol vom letzen Wochenende plötzlich beim Bäcker vor der Nase stehen hat und er einem die frisch, dampfenden Brötchen über den Tresen reicht.

Ich war schwer verwundert zu erfahren, dass es kaum enthusiastischere Fans als die Iren gibt. Selbst die Mädels schreien sich à la Wacken die Kehle aus dem Hals und wenn die Familie folgt ist alles um so besser. Das beste daran, trotz Bier es bleibt gewaltfrei. Während der ganzen spiele habe ich max zwei Hand voll Polizisten registriert die das ganze beaufsichtigen. verliert die eigene Mannschaft wird zwar gejammert, geflucht und wild diskutiert aber niemand wird handgreif. das wäre in Deutschland undenkbar, man schaue sich die Reiterstaffeln und getrennten Bahnverkehr an.

Das Benehmen

Wie ihr bereits erahnen konntet sind die Iren ein sehr höfliches Volk. Keine Spur von den eher ruppigen, einsilbigen Schotten. Die Iren sind ganz britisch. Ein „How are you?“ gehört wie ein „Have a nice day“ zum täglichen Umgang ergänzt durch ein nettes Lächeln. Das Einzige, was so manch einer vermissen könnte ist vielleicht der Humor. Man muss etwas tiefer schürfen um an das geistige Gold zu gelangen. Wenn man den Hacken dann raus hat findet man ihn meist in sehr schwarzer und sehr trockener Form. Muss man mögen, falls der Witz einem überhaupt auffällt… Wie gesagt man muss tief schürfen.

Darüber hinaus hält sich die Formalität wacker, angebotene Dinge erst dreimal abzulehnen bevor man sie annimmt. Ansonsten besteht die Gefahr als rude abgestempelt zu werden oder gar als etwas schlimmeres. Ähnlich unauffällig ist die Lenkung der Entscheidungen anderer. Ein klares Nein wird man selten vernehmen… Dagegen Diese Vorhänge passen doch viel besser in deinem Wohnzimmer als die letzten sehr viel öfters. Ein Müsstest du nicht auf Toilette?, ist ein Zeichen dafür dass der jeweilige gegenüber dringend auftreten müsste. Werdet ihr gefragt ob ihr nicht den Pub wechseln wollt, sagt einfach ja es wird seine Gründe geben besonders bei Einheimischen. Die jüngeren Generationen werden allerdings in dieser Hinsicht wesentlich lockerer, ist auch irgendwie unpraktisch.

 

Das Essen- Essengehen

Vegetarisch und glutenfrei sind in Dublin in der Innenstadt fast kein Problem mehr. Viele Ost- Asiaten sowie Inder bieten hier Vegetarische oder glutenfreie Speisen an. Vegan wird etwas klniffliger, ist aber auch irgendwie machbar. Meist bezieht sich, dass vegane Angebot mehr auf Cafés als Restaurants. Jedoch ist als Praktikant, dass Essengehen hier definitiv zu teuer weshalb ich wie immer zum Jäger und Sammler geworden bin. Mit wachsamen Augen schleiche ich also regelmäßig durch Supermärkte, in der Hoffnung etwas ansprechendes zu finden.

 

Der Alkoholkonsum

Das Klischee stimmt, allein in Dublin soll es angeblich 666 offizielle Pubs geben. Die tatsächliche Anzahl liegt laut so manchem Fremdenführer bei 1000. Was genau war ist, kann ich euch nicht sagen denn ich werde den Teufel tun alle zu zählen. Das einzige was ich weiß, dass ein Feierabendbier meist nicht eins ist, sämtliche Sportveranstaltungen mit Massen von Bierfässern begleitet werden und das in Dublin umgerechnet täglich 10 Millionen Pints produziert werden wundert dann auch nicht mehr. Übrigens hier gibt es existiert immer noch die alte Einheit Pint. Etwas anderes werdet ihr hier kaum finden. Demnach für alle dort draußen ein Pint= 0,568 Liter. Da irisches Bier, allerdings weniger Alkohol beinhaltet als deutschen dürft ihr trotz größeren Krügen gerne noch mehr trinken. Die Iren werden euch begeistert danken, 50% der Dubliner sind sogar noch unter 25 erklärt weshalb, sie vielleicht noch so viel Bier trinken können. Guinnes ist übrigens immer noch Markführer mit einem höheren Alkoholanteil als andere irische Starkbiere.

Lebensmittel einkaufen

Frisches Gemüse sowie Obst kauft man entweder bei den beiden deutschen Diskounter oder auf dem Markt. Alles andere ist zu teuer…Wenn hier Glück habt findet hier bei der britischen Supermarktkette angefangen mit T ebenso Tiefkühlgemüse wie bei beiden Discountern, was preiswert ist und schmeckt. Dabei muss beachtet werden, dass der Discounter mit dem blauen A zur Süd- Kette gehört und so mein Leben rettet… Wenn hier jemals bei der T- Kette einkaufen solltet beachtet dabei, je näher ihr dem Stadtzentrum kommt desto teurer werden die Preise. Ernsthaft die Preisschwankungen liegen teilweise bei einem Euro. Alle anderen schnell Supermärkte oder billig Läden verkaufen lediglich Süßigkeiten und Chips… Die Regalreihen nehmen dort endlose Maße an. Frische Lebensmittel? Fehlanzeige…

Dank der relativ hohen Immigranterate gibt es neben zahlreichen:

asiatischen Supermärtkten (nur dort bekommt ihr Tofu zum bezahlbaren Preis!),

indische Supermärkte (Palak Paner aus der Dose kann ein sehr leckrer Notfall sein)

persische Supermärkte (ich empfehle die zwei Kilogrammpackung Kichererbsen)

polnisch/ slawische Supermärkte (jede Menge Fleisch… und vegetarische Pasteten sowie deutsche Schokolade zu Wucherpreisen)

sowie brasilianische Supermärkte (Tapiokastärke und glutenfreie Käsebrötchen ich komme!)

 

Die irische Nationalgeschichte:

 

Mixtape des familiären Zusammenlebens

Wenn man sich schon auf einem Selbstfindungstrip befindet flammen in Gedanken immer wieder dieselben Partykillerthemen auf wie: Familie, Freunde, Gesellschaft, Identifikation, Zukunft und noch sehr viele mehr… Manche mehr, manche weniger philosophisch verpackt. Nichtsdestotrotz lässt sich nicht von der Handweisen, dass vorausblickend das Wort Zukunft in fetten Großbuchstaben über mir steht sowie rückblickend der Schriftzug: Familie. Man kann sie sich eben nicht aussuchen, sodass es häufig zu zwei Pendants tendiert: Geliebt oder verhasst. Davon mal abgesehen braucht der Mensch dennoch ein Rudel obwohl er über Abgrenzung funktioniert. Faszinierende Wesen diese Menschen, aber ich schweife mal wieder ab.

Ich persönlich bin ich kein Großfamilienmensch, war ich nie und ich finde die Vorstellung persönlich grauenhaft. Ich war allerdings auch noch nie in der Situation mit einer „blutsverwandten“ Horde Kontakt aufnehmen zu müssen… Vorteile: Weniger Anfahrtskosten zu diversen Hordentreffen die eher einem Speeddating ähneln, weniger Klatsch und Tratsch, weniger Wangenknuffen und der Stress irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen stinkt.

 

Nachteile: Man hat eben nicht den coolen Cousin (er war es mal, bis er seinen Berufswunschäußerte) oder die coole Cousine, die Seelenverwanten gleichen wie in vielen jungen Erwachsenen Romanen, eine möglich geringere Sozialkompetenz und man bekommt weniger Geschenke. Gut, letzterer Punkt wäre zu kapitalistisch und zu undankbar als ihn jemals zugeben zu wollen.

Mein innersten Kreis würde ich als Kleinstfamilie bezeichnen, den größeren Bereich dagegen eher als Standard. Selbst dort fangen die Grenzen an zu verschwimmen, denn bereits dort verschwindet die „Blutsverwandtschaft“ und weicht der, der „geistigen Wellenlänge“. Was ich damit eigentlich sagen will, egal wer oder was eure Familie bildet ihr werdet ihr fehlen bemerken… Vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht an den fehlenden Geräuschen in der Küche oder dem Bad, aber in irgendetwas immer. Weshalb es jetzt irgendwie eine Art Abrechnungspflaster gibt, denn trotz fehlendem Liebesglück gab es wie bei allem nicht immer nur die Honigkuchenseite. Jedoch darf ich stolz behaupten, dass ich wie immer gerne polarisiere. Mir ging es nicht halb so schlecht wie man annehmen könnte. Sonst hätte ich hier noch ganz andere Sachen aufgefahren.

 

Jede Familie hat ihr eigenen Leichen im Keller:

 

Dennoch, Familie als Ganzes betrachtet ist schon irgendwie was tolles:

 

Wie hält man eigentlich bis zur Eisernen Hochzeit durch?

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„Realistische“ Männer in Serien

Ich gebe zu, ich war schockiert wie lange es mich gebraucht hat realistische Männer in Serien zu finden. Wobei ich bei „realistisch“ wieder die Parameter in Erinnerung rufen darf. Jedoch schaue ich eindeutig zu viel Sci- Fi und Fantasy, denn die einzigen Serienhelden die mir als erstes in durch den Kopf schossen waren: Geister, Vampire, Werwölfe, die Söhne Satans oder irgeneines anderen Dämonen. Wunderbar realistisch wirklich, als nächstes kamen diverse Detektivserien glaubt mir. Ich hatte hier eine ganze Liste von Spionen, Geheimagenten oder Sondereinsatzkommandosoldaten hier liegen doch auch diese fantastischen Charaktere fallen nicht unbedingt unter den Begriff realistisch? Ich meine wie viele Prozent nimmt der Beruf des Geheimagenten in der allgemeinen Berufsstatistik ein? Nicht viele glaube ich. Letzendes bin ich dennoch auf eine recht ansehnliche Liste gekommen, die das Gleichgewicht zwischen den Prädikaten „Interessant“ und „Realistisch“ wahren… Deshalb Viel Spaß!

 

Sid Jenkins (Skins)

Sid Jenkins ist einer dieser Menschen, die in die Schublade „Zu gut für diese Welt“ gesteckt werden könnten. Er ist intelligent, kann es aber aufgrund des gesellschaftlichen sowie elterlichen Stresses nicht zeigen. Seine Geschicklichkeitsfähigkeiten im Allgemeinen unterliegen dem Status: Zwei linke Hände. Sein Erscheinungsbild ist ebenfalls alles andere als optisch ansprechend. Seine Vorliebe für Cartoonshirts, lassen ihm zusammen mit seinem tollpatschigen Verhalten und magischen Anziehung für Dreck eher an einen achtjährigen erinnern, als an einen Jugendlichen.

Er kommt weder mit seinen Eltern klar, noch mit sich selbst oder seiner Entwicklung, weshalb er gerne kifft und sich an seinen besten vorzeige Freund Tony klammert. Jedoch lässt ihn der bestehende Kontrast zu Tony noch unattraktiver wirken. Was sein Freund sehr wohl weiß und Sid deshalb gerne ausnutzt und emotional manipuliert. Das Hin und Her zwischen Michelle, Cassie und seinen verwirrenden Hormoncocktail macht alles nur noch schlimmer und es dauert lange, sehr lange bis er reinen Tisch sowohl mit sich selbst als auch mit jedem anderen seiner Freunde macht. Mit den Jahren lernt er mehr für sich selbst einzustehen, wird selbstsicherer und landet eben nicht auf Straße wie von jedem prophezeit!

 

Eric Forman (Dr. House)

Foreman war für mich der Einzige der jemals mit House auf derselben Augenhöhe stand. Schleimen hatte er nicht nötig, sich anbiedern ebenso wenig, geschweige denn stets die Flagge der Ethik zu schwingen. Trotz seiner schweren Kindheit und kriminellem Hintergrund besitzt er die beste Ausbildung in House Team, welche er auch nutzt. Seine Argumentationsfähigkeiten sind ähnlich stark wie die seines Chefs, weshalb ich mich immer gefreut habe wenn die zwei im Klinsch der Diagnostik miteinander lagen. Was Foreman leider meist zu Fall brachte war, dennoch sein Gewissen. Selbst House schätzt ihn,wenn auch nur als Bereicherung für seine Arbeit. Wie sehr House Foreman respektiert zeigt sich als er kündigt. Der Grund war, dass Foreman niemals so werden wollen würde wie House. Die Moral aus der Geschicht: Trotz Differenzen kann man ein hervorragendes Team abgeben.

 

 

Ravi Chakrabarti (iZombie)

Ich war ab dem ersten Moment großer Ravi- Fan. Er hat eine Obsession bezüglich Star Wars, Dungeons and Dragons und Zombiefilmen zumal das noch lange nicht das Ende seines Nerdherzes ist. Darüberhinaus ist er stets enthusiastisch, unheimlich intelligent, humorvoll und ambitioniert. Wenn er sich ein Ziel gesetzt hat, dann will er dieses um jeden Preis erreichen. Zwei Leichen in einem riesigen Acker finden? Nimmt er in Angriff. Ein Gegenmittel gegen Zombies herstellen? Wird dran gearbeitet… Die Zombieapokalypse der Stadt verhindern? Lässt sich einrichten. Übrigens ist er ein Mensch mit wenigen Vorurteilen. Selbst Zombies gegenüber ist er freundlich gesinnt, weshalb er wenig schockiert darüber ist dass seine Kollegin einer ist. Umso besser für neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Seine fürsorgliche Art wird von der immer größer werdeden Untotenpopulation in Seattle größtenteils geschätzt. Gewalt lehnt er grundsätzlich ab, was ihm später ein wenig zum Verhängnis wird. Trotz Videospielnerddaseins, ist er nicht der geborenen Held für gefährliche Geheim- sowie Rettungsmissionen, was er im Kampf um seine Traumfrau leider zu spüren bekommt. Armer Ravi, er ist einfach zu gut für diese Welt.

 

Niles (The Nanny)

Wer ist ein großer Fan von Serien aus den Neunzigern? Ich. Wer ist mit den Serien aus den Neunzigern aufgewachsen? Ich. Wer kennt die Nanny und liebt vor allem Niles? Ihr habt es erraten.

Niles ist Buttler im Haushalt von einem der Protagonisten Mr. Sheffield, sie kennen sich seit Kindheitstagen da Niles Vater der Buttler des Vaters von Mr. Sheffield war. Soweit so gut. Als Niles Berufswunsch Rechtsanwalt zu werden zerbricht, stellt Sheffield seinen alten Freund bei sich als Butler ein und seit dem fristet Niles ein verbittertes Dasein… Buttler war so zeimlich das letzte was er werden wollte und seinem Kindheitfreund zu dienen alles andere als ehrenvoll. Dennoch, aufgrund der Vertrautheit der beiden und Niles unbändiger Neugier sind sie das Traumgespann eines Chefes sowie Butlers. Niles ist Mädchen für alles immer und überall zu finden und daurch ih  haben die Wände Ohren, weshalb nahezu jeden Klatsch und Tratsch der Familie weiß sowie diesen stets gerne zynisch oder sarkastisch kommentiert. Selbst der verbittertste Mann der Serie hat irgednwo ein Herz, weshalb er letztendlich dafür verantwortlich ist dass Frann und Sheffield doch noch zueinander finden. Das nenne ich familiäres Engagement.

 

Eli Loker (Lie to me)

Das Stichwort schlecht hin: Radikale Ehrlichkeit. Am Anfang dachte ich er könnte einfach nicht anders, da ihn irgendein Gendefekt oder so dran hindert zu lügen. Jedoch wurde ich eines besseren belehrt, denn der Herr hat sich absolut freiwillig dazu entschieden. Ein Schritt den ich erstens sehr bewundere und zweitens sehr schätze. Sicherlich immer die Wahrheit u sagen ist hart und macht einem nicht viele Freunde, aber es ist besser als in einer dieser rosa roten vor Nettigkeit triefenden und schleimenden Blasen zu leben. Bei ihm weiß man einfach woran man ist, davon mal abgesehen ist er ein völlig normaler Mitarbeiter. Er arbeitet hart für seine Berufung, er empfindet trotz Wahrheitsdrang Neid, Freude, Wut, Liebe und Trauer und einen Wunsch nach Anerkennung Seiten seines Chefs, die dieser jedoch sehr selten zeigt.

Was ich den Drehbuchautoren hoch anrechnen muss, dass sie Loker in eine denkbar ungünstige Situation gesteckt haben. Er musste kurzerhand eine Gruppe von Drittklässlern von einer nah gelegenen scharfen Bombe ablenken… Was macht er? Er singt das Lied White Lies… Der Held der Schüler, Lehrerin und auch sonst den dort Versammelten. Alles ganz ohne Lügen zu müssen.

 

 

Floki (Vikings)

Als ich meinte realistische Männer seien keine Fabelwesen und dass diese hier nicht auftauchen würden hielt ich Wort. Damit es hier aber nicht allzu langweilig wird, kommt hier ein unglaublich herzerwärmender schizophrener Wikinger… Genauer gesagt ist er Bootsbauer, Nichtschwimmer, redet mit Bäumen, hört die Stimmen der Götter und sieht ab und zu merkwürdige Omen die nicht selten blutig daherstolzieren. Ein durch und durch verschroben fröhlicher Mensch mit einem Sinn für zynischen Optimismus der stets mit deKopf in den Wolken hängt. Doch wehe man reizt ihn oder gefährdet seine Freunde… Doktor Jekyll wird so schnell zu Mister Hyde, dass man kaum noch Langboot sagen kann und schon liegt man am Boden. Das Problem dabei, oftmals entscheidet er was oder wen er für gefährlich hält und wann er seine freund eben schützen muss. Da können sich Freundschaftsverhältnisse schon mal arg verschieben. Nichtsdestotrotz dieser kleine Kerl ist nicht zu unterschätzen. und er bewahrt sich sein großes herz, was bei weitem harte Arbeit ist. Wikinger zusein ist kein saß schon gar nicht wenn man nahezu alle lieben verliert.

 

 

Zuko (Avatar- The last Airbender)

Zu wegfallenden Kategorien gehört ebenfalls der Anime. Demnach bin ich euch eine Aufklärung schuldig und dass akzeptiere ich auch. Die Definition eines Anime ist, dass es eine in Japan produzierte Zeichentrickserie ist, diese Zeichentrickserie wurde aber in den USA gefertigt, demnach ein Cartoon.

Was hat es nun mit dem Sohn des Feuerlords auf sich? Er ist wohl die realistischste Person, die ich jemals in einer Serie in jungen Jahren zu Gesicht bekommen habe. Seit seiner Geburt steht er im Schatten seiner viel begabteren größeren Schwester. Egal wie sehr er sich anstrengt er ist stets schlechter als sie. Demnach ist er in allem benachteiligt, Leistung zählt nichts anderes. Über die Jahre entwickelt der kleine einen Minderwertigkeitskomplex aller erstens grades, trotz dessen seine Mutter ihm immer wieder versucht aufzuheitern. eines Tages fasst r den Mut zusammen widerspricht seinem Vater in einer Krisensitzung vor allen Ministern, entehrt ihn und muss gegen ihn kämpfen. das ganze geht nicht sonderlich gut aus, seine Mutter verschwindet spurlos und er wird verbannt.

Die einzige Lösung seine Ehre wiederherzustellen und damit endlich am Hofe geachtet zu werden liegt darin den sogenannten Avatar (Retter der Welten, Universums) zu töten. Die Jagd nach dem Avatar dient im Laufe der als eine Art Selbstfindungsstrip. Sein Onkel und Begleiter ist das genaue Gegenteil von seinem Bruder (Zukos Vater ist) und je mehr Zeit Zuko gezwungener Weise mit seinem Onkel verbringt, da beide verbannt worden sind desto mehr beginnt er Dinge zu hinterfragen. Er überwindet seine Sturheit und lässt sich auf den meditativen Charakter seines Onkels ein. Allmählich realisiert er den Machtmissbrauch, die Fehler und Verbrechen der Vergangenheit, den Hass, die Wut…

Es dauert wirklich lange, wirklich sehr lange bis Zuko wirklich letztendlich die Einsicht hat, dass sein Wunsch von seinem Vater, Schwester und Hofstaat anerkannt zu werden und er hat seine Höhen sowie Tiefen. Jedoch ist dass doch nur realistisch. Ihr wachst in einer völlig machtbesessen Familie auf, der einzige Anker (eure Mutter) verschwindet spurlos und lässt euch zurück i dem Wahnsinn und ihr habt keine Ahnung mehr wohin ihr wollt. Das dauert bis ihr akzeptiert, dass ihr euch auf keinen mehr verlassen könnt und es dauert auch sich zu überwinden, seinen stolz hinunter zu schlucken sich für diversen Mist, den man verbrochen hat zu entschuldigen und es dauert auch bis man seinen Charakter/ Einstellung  die man 16 Jahre beherbergt hat zu wechseln.

Ja, er schafft die 180° Drehung, nicht Bravour und er strauchelt doch letztendlich kämpft er  Harmonie, seine neuen Freunde, die ihn nehmen wir er ist und für seine Heimat wie sie sein könnte. Weder verhasst noch gefürchtet sondern geachtet und als  Handelspartner geschätzt.

 

 

Sokka (Avatar- The last Airbender)

Ja, der zweite Charakter aus ein und derselben Serie. Was kann ich denn dafür, dass diese so gut konzipiert ist?!

Sokka musste als Kind miterleben wie Soldaten der Feuernation sein Heimatdorf überfielen und alle dort ansässigen Wasserbändiger ermordeten, unter jenen war seine Mutter. Wenig später verließ sein Vater seine beiden Kinder, um mit den restlichen Männern in den Krieg gegen die feindliche Nation zu ziehen. In Anbetracht dessen, dass Sokka damals zu jung gewesen war blieb er in der Heimat und wurde sobald er alt genug war das neue Oberhaupt des südlichen Wasserstammes. Die Kinderjahre und die Jugend waren schnell vergessen, zu sehr war er von der Rolle des Anführer eingenommen. Vor allem seine jüngere Schwester macht ihm Sorgen, sie hat im Gegensatz zu ihm die Bändigerkräfte ihrer Mutter geerbt. Je älter Katara wird, desto mehr will sie sich emanzipieren und ihre Kräfte besser beherrschen lernen. Mit dieser neuen Entwicklung kommt Sokka allerdings gar nicht zurecht. Erstens ist Emanzipation gegen die Ideologie seines Stammes, zweitens ist das Bändigen viel zu gefährlich und drittens soll Katara auf immer und ewig seine kleine, süße, unschuldige Schwester bleiben. Die Beziehung der zwei bröckelt immer mehr, bis die zwei ausversehen den Avatar aus dem Eis befreien und dieser Katara überredet ihm zum nördlichen Wasserstamm zu begleiten um dort in besseren Konditionen zu leben und zu trainieren. Sokka ist entsetzt von dieser Idee und setzt alles daran seine Schwester bei sich zu behalten. Selbst als er bemerkt, dass sein Vorhaben scheitern wird weicht er seiner Schwester nicht von der Seite, kehrt seiner Heimat den rücken und begleitet sie gegen alles gelernte zum Nordpol.

Dennoch, das einzige was er möchte ist ein ganz gewöhnliches Leben führen, mit einer ganz gewöhnlichen Familie. Fast wäre es ihm auch gelungen, jedoch entpuppt sich seine erste große Liebe als Prinzessin, welche sich zum allen Überfluss auch noch für das Universum opfert.

Seine Schwester wird erwachsen, trainiert, wird besser und ist in allem so viel mehr talentierter als er. Er ist lediglich tollpatschig. Jedoch wird im Laufe der Zeit sowohl sein Teamgeist, als auch seine taktischen Fähigkeiten sowie Kampfkünste mit Schwert und Bumerang unersetzlich. Am Ende rettet er quasi die Welt im Alleingang auf seine Weise… und lässt seine Schwester ziehen, denn er akzeptiert dass sie mittlerweile ganz gut auf sich alleine aufpassen kann.

 

 

Jonathan Quayle Higgins III (Magnum P.I.)

Higgings hätte allein schon für seinen vollen Namen eine Auszeichnung verdient, jedoch hätte er diese bestimmt längst schon. Geboren 1920 war er sowohl Soldat im Zweiten Weltkrieg als auch im Indochinakrieg, in denen er beide tapfer und erfolgreich diente. Daher rührt sein Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Aufgaben wie das Verwalten des Anwesens des Star- Schriftsteller Robin. Sein Stolz ist unerschütterlich ebenso wie sein trockener Humor, seine Allgemeinbildung insbesondere die über Geschichte sowie Militärrelevantes sind exzellent, weshalb er Tom sowie seinen Kollegen öfters mal aus brenzligen Situationen hinaus hilft. Jedoch nicht, weil er das Trio besonders sympathisch findet nein eher ruft die Pflicht. Denn Robins Schützlinge sind auch seine. Zusammen mit seinen beiden Dobermännern Zeus und Apollo ist er der Fels in der Brandung der alles und jedem trotzt sollte er ihm in die Quere kommen und sei es nur beim Blumengießen.

 

 

Jake Siskio (Star Trek)

Jake Sisko ist im Star Trek Universum sicherlich nicht der berühmteste Stern am Himmel der Flotte, jedoch nicht zu verachten. Seine Mutter verliert er im Alter von 11 während der Schlacht bei Wolf 359. Seit dem muss der überlebende Vater allein für seinen Sohn sorgen, was alles andere als einfach ist. Schließlich ist ein Soldat für alles gemacht nur nicht dazu dazu Mama zu spielen. Dennoch pflegen Vater und Sohn stets ein gutes Verhältnis, erstaunlicherweise. Es gerät das ein oder andere Mal arg in Schräglage zum Beispiel, als Jake immer mehr mit seinem besten Freund Nogs unternimmt. Nogs gehört zur Rasse der Ferengi an und ist meist alles andere als überlegt. Zusammen geben die beiden eine herrliche Teenager-Freundschaft ab. Sie teilen Geheimnisse, bringen sich dank Nogs gerne in Schwierigkeiten und stehen für sich gegenseitig ein. Was ich an Jake so mag ist, dass er so unheimlich bodenständig und realistisch gezeichnet wurde. Er ist eines der Kinder die auf der Deep Space 9 geboren werden, aber nicht gefragt wurden. Jakes Generation hat sich nicht freiwillig dazu entschieden Soldat zu werden oder im Weltraum zu wohnen. Das wird deutlich gezeigt: Während des Klingonenangriffs hilft er als Sanitäter, jedoch bleibt es mein Versuchen. Denn beim Anblick seines ersten Krieges mit all dem Leid, der Gewalt, der Willkürlichkeit dreht er völlig durch und erleidet einen mehr oder weniger ernsthaften Schock.

Im Krieg gegen die Dominion wird es nicht besser. Nogs und Jakes Schiff geraten durch eine Rettungsmission auf die USS Valiant. Zum großen Glück beider, werden sie abermals gerettet denn der Kapitän schickt sich sowie seine Crew auf eine Selbstmordmission. Letztendlich beendet Jake seine Karriere als „Nachwuchssoldat“ in dem er sich für Journalismus an einer Schule in Neu Seeland einschreibt. Die Jahre danach verbringt er mit dem Verfassen zwei Werke sowie seiner Berufung Kriegsjournalist zu sein. Gewalt bleibt ihm fremd, jedoch nicht das Klientel in dem er aufgewachsen ist. Ein aufgeweckter junger Mann, der vermutlich mehr Stärke bewiesen hat als kaum eine andere größere Randfigur.

 

Starke Frauen in Serien

Ich hatte ja  bereits angekündigt, diese Serie jetzt weiter zu führen. Zuvor gab es die stärksten beziehungsweise realistischsten Charaktere in der Literatur und nun geht es mit den Serien weiter. Ich hoffe natürlich, dass ich Rollen ausgewählt habe, die euch nicht allzu bekannt sein dürften hoffentlich. Ergo keine Claire Underwood, keine Jessica Jones, weder eine Annalise Keating oder gar Carol Peletier. Dafür jede Menge andere Spoilerwarnungen… Ich bin eben schlecht im Umschreiben und wenn es um die Genialität von Charakteren geht, muss man eben Dinge auf den Punkt bringen Gott verdammt nochmal!  Jetzt gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, außer habt Spaß und erfreut euch an der Diversität der Menschheit und TV- Branche.

 

Rita (Rita)

Jedes Mal wenn ich gewisse Top Ten der unterbewertetsten Serien auf Netflix Beiträge einsehe, werde ich jedes aufs neue enttäuscht. Noch nie war Rita dabei. Wer kennt diese Serieeigentlich noch außer mir und zwei Personen aus meinem weiteren Umfeld. Mit der einen habe sich diese Serie fast am Stück durchgeschaut von der anderen habe ich es empfohlen bekommen. Warum kennt sie niemand. Sie hat so viel Mehrwert, denn gesellschaftlich ist sie nicht ganz uninteressant. Zeigt sie dich das Leben einer dänischen Lehrerin Anfang/ Mitte Vierzig an der Folkeskole. Nicht nur dass, es erwartet den Zuschauer kein Schuldrama im Sinne vom Krankenhausseriendrama sondern ein viel realeres. Schüler sowie Lehrer haben Probleme mit dem Schulsystem, Schüler mobben Lehrer und umgekehrt, ebenso haben Schüler und Lehrer neben der Schule ein eigenes Leben mit ihren eigenen Dramen. So kommt es, dass Rita nicht nur an der vordersten Front für ihre eigene Familie kämpf, sondern ebenso an der Front contra Schulpolitik, Liebeslebens sowie Sozialpolitik. Sie ist alles andere als perfekt und auch ihre Methoden könnten für das Empfinden aller anderen wesentlich bürokratischer und kooperativer sein, dennoch wen sie schätzt dem rettet sie das Leben komme was wolle.

 

 

 

Galina „Red“ Reznikov (Orange is the new Black)

Um ihrer rebellischen Art etwas Luft zu machen arbeitete sie in ihrer Heimat im Schwarzhandel mit. Später erschlich sie sich gemeinsam mit ihrem Freund ein Visa sowie Greencard. Dort angekommen und einigermaßen immigriert führte sie ihre rebellische Art fort und demonstrierte weiter gegen das vorherrschende System. Bis dahin verläuft ihr Leben relativ legal, bis eines Tages sie aus Wut Körperverletzung begeht. Um der Strafe zu entgehen lässt sich das Paar auf Hilfsarbeiten der ansäßigen russischen Mafia ein. Immer tiefer rutschen sie in die Bredouille und ehe sie es sich versehen muss Red in ihrem russischen Feinkostladen fünf Leichen verstecken, in der Tiefkühltruhe. Selbstverständlich werden die vermissten Personen gefunden. Um ihren Geliebten zu schützen, wandert sie statt dessen hinter Gittern und stößt zu den anderen Gefangenen in Litchfield.  Angekommen arbeitet sie sich sehr schnell zur Chefköchin der Gefängnisküche hoch und gewinnt damit schnell an Respekt . Recht und Ordnung sind ihre Prinzipien und die gehören erfüllt. Dank Charisma sowie Intelligenz ist sie das Pendant zu McGonagall: Streng, gerecht, absolut ehrlich und so ziemlich die einzige zuverlässige Person im gesamten Gefängnis. Wenn man ihre mütterliche art für sie gewinnt bleibt man sich gegenseitig treu bis zu Entlassung.

 

 

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