Mein Leben und Ich

Beinhaltet kurze Einträge, wie z.B Lebensweisheiten, Überlebenstipps oder einfach nur sinnlose Infos.

„Realistische“ Männer in Serien

Ich gebe zu, ich war schockiert wie lange es mich gebraucht hat realistische Männer in Serien zu finden. Wobei ich bei „realistisch“ wieder die Parameter in Erinnerung rufen darf. Jedoch schaue ich eindeutig zu viel Sci- Fi und Fantasy, denn die einzigen Serienhelden die mir als erstes in durch den Kopf schossen waren: Geister, Vampire, Werwölfe, die Söhne Satans oder irgeneines anderen Dämonen. Wunderbar realistisch wirklich, als nächstes kamen diverse Detektivserien glaubt mir. Ich hatte hier eine ganze Liste von Spionen, Geheimagenten oder Sondereinsatzkommandosoldaten hier liegen doch auch diese fantastischen Charaktere fallen nicht unbedingt unter den Begriff realistisch? Ich meine wie viele Prozent nimmt der Beruf des Geheimagenten in der allgemeinen Berufsstatistik ein? Nicht viele glaube ich. Letzendes bin ich dennoch auf eine recht ansehnliche Liste gekommen, die das Gleichgewicht zwischen den Prädikaten „Interessant“ und „Realistisch“ wahren… Deshalb Viel Spaß!

 

Sid Jenkins (Skins)

Sid Jenkins ist einer dieser Menschen, die in die Schublade „Zu gut für diese Welt“ gesteckt werden könnten. Er ist intelligent, kann es aber aufgrund des gesellschaftlichen sowie elterlichen Stresses nicht zeigen. Seine Geschicklichkeitsfähigkeiten im Allgemeinen unterliegen dem Status: Zwei linke Hände. Sein Erscheinungsbild ist ebenfalls alles andere als optisch ansprechend. Seine Vorliebe für Cartoonshirts, lassen ihm zusammen mit seinem tollpatschigen Verhalten und magischen Anziehung für Dreck eher an einen achtjährigen erinnern, als an einen Jugendlichen.

Er kommt weder mit seinen Eltern klar, noch mit sich selbst oder seiner Entwicklung, weshalb er gerne kifft und sich an seinen besten vorzeige Freund Tony klammert. Jedoch lässt ihn der bestehende Kontrast zu Tony noch unattraktiver wirken. Was sein Freund sehr wohl weiß und Sid deshalb gerne ausnutzt und emotional manipuliert. Das Hin und Her zwischen Michelle, Cassie und seinen verwirrenden Hormoncocktail macht alles nur noch schlimmer und es dauert lange, sehr lange bis er reinen Tisch sowohl mit sich selbst als auch mit jedem anderen seiner Freunde macht. Mit den Jahren lernt er mehr für sich selbst einzustehen, wird selbstsicherer und landet eben nicht auf Straße wie von jedem prophezeit!

 

Eric Forman (Dr. House)

Foreman war für mich der Einzige der jemals mit House auf derselben Augenhöhe stand. Schleimen hatte er nicht nötig, sich anbiedern ebenso wenig, geschweige denn stets die Flagge der Ethik zu schwingen. Trotz seiner schweren Kindheit und kriminellem Hintergrund besitzt er die beste Ausbildung in House Team, welche er auch nutzt. Seine Argumentationsfähigkeiten sind ähnlich stark wie die seines Chefs, weshalb ich mich immer gefreut habe wenn die zwei im Klinsch der Diagnostik miteinander lagen. Was Foreman leider meist zu Fall brachte war, dennoch sein Gewissen. Selbst House schätzt ihn,wenn auch nur als Bereicherung für seine Arbeit. Wie sehr House Foreman respektiert zeigt sich als er kündigt. Der Grund war, dass Foreman niemals so werden wollen würde wie House. Die Moral aus der Geschicht: Trotz Differenzen kann man ein hervorragendes Team abgeben.

 

 

Ravi Chakrabarti (iZombie)

Ich war ab dem ersten Moment großer Ravi- Fan. Er hat eine Obsession bezüglich Star Wars, Dungeons and Dragons und Zombiefilmen zumal das noch lange nicht das Ende seines Nerdherzes ist. Darüberhinaus ist er stets enthusiastisch, unheimlich intelligent, humorvoll und ambitioniert. Wenn er sich ein Ziel gesetzt hat, dann will er dieses um jeden Preis erreichen. Zwei Leichen in einem riesigen Acker finden? Nimmt er in Angriff. Ein Gegenmittel gegen Zombies herstellen? Wird dran gearbeitet… Die Zombieapokalypse der Stadt verhindern? Lässt sich einrichten. Übrigens ist er ein Mensch mit wenigen Vorurteilen. Selbst Zombies gegenüber ist er freundlich gesinnt, weshalb er wenig schockiert darüber ist dass seine Kollegin einer ist. Umso besser für neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Seine fürsorgliche Art wird von der immer größer werdeden Untotenpopulation in Seattle größtenteils geschätzt. Gewalt lehnt er grundsätzlich ab, was ihm später ein wenig zum Verhängnis wird. Trotz Videospielnerddaseins, ist er nicht der geborenen Held für gefährliche Geheim- sowie Rettungsmissionen, was er im Kampf um seine Traumfrau leider zu spüren bekommt. Armer Ravi, er ist einfach zu gut für diese Welt.

 

Niles (The Nanny)

Wer ist ein großer Fan von Serien aus den Neunzigern? Ich. Wer ist mit den Serien aus den Neunzigern aufgewachsen? Ich. Wer kennt die Nanny und liebt vor allem Niles? Ihr habt es erraten.

Niles ist Buttler im Haushalt von einem der Protagonisten Mr. Sheffield, sie kennen sich seit Kindheitstagen da Niles Vater der Buttler des Vaters von Mr. Sheffield war. Soweit so gut. Als Niles Berufswunsch Rechtsanwalt zu werden zerbricht, stellt Sheffield seinen alten Freund bei sich als Butler ein und seit dem fristet Niles ein verbittertes Dasein… Buttler war so zeimlich das letzte was er werden wollte und seinem Kindheitfreund zu dienen alles andere als ehrenvoll. Dennoch, aufgrund der Vertrautheit der beiden und Niles unbändiger Neugier sind sie das Traumgespann eines Chefes sowie Butlers. Niles ist Mädchen für alles immer und überall zu finden und daurch ih  haben die Wände Ohren, weshalb nahezu jeden Klatsch und Tratsch der Familie weiß sowie diesen stets gerne zynisch oder sarkastisch kommentiert. Selbst der verbittertste Mann der Serie hat irgednwo ein Herz, weshalb er letztendlich dafür verantwortlich ist dass Frann und Sheffield doch noch zueinander finden. Das nenne ich familiäres Engagement.

 

Eli Loker (Lie to me)

Das Stichwort schlecht hin: Radikale Ehrlichkeit. Am Anfang dachte ich er könnte einfach nicht anders, da ihn irgendein Gendefekt oder so dran hindert zu lügen. Jedoch wurde ich eines besseren belehrt, denn der Herr hat sich absolut freiwillig dazu entschieden. Ein Schritt den ich erstens sehr bewundere und zweitens sehr schätze. Sicherlich immer die Wahrheit u sagen ist hart und macht einem nicht viele Freunde, aber es ist besser als in einer dieser rosa roten vor Nettigkeit triefenden und schleimenden Blasen zu leben. Bei ihm weiß man einfach woran man ist, davon mal abgesehen ist er ein völlig normaler Mitarbeiter. Er arbeitet hart für seine Berufung, er empfindet trotz Wahrheitsdrang Neid, Freude, Wut, Liebe und Trauer und einen Wunsch nach Anerkennung Seiten seines Chefs, die dieser jedoch sehr selten zeigt.

Was ich den Drehbuchautoren hoch anrechnen muss, dass sie Loker in eine denkbar ungünstige Situation gesteckt haben. Er musste kurzerhand eine Gruppe von Drittklässlern von einer nah gelegenen scharfen Bombe ablenken… Was macht er? Er singt das Lied White Lies… Der Held der Schüler, Lehrerin und auch sonst den dort Versammelten. Alles ganz ohne Lügen zu müssen.

 

 

Floki (Vikings)

Als ich meinte realistische Männer seien keine Fabelwesen und dass diese hier nicht auftauchen würden hielt ich Wort. Damit es hier aber nicht allzu langweilig wird, kommt hier ein unglaublich herzerwärmender schizophrener Wikinger… Genauer gesagt ist er Bootsbauer, Nichtschwimmer, redet mit Bäumen, hört die Stimmen der Götter und sieht ab und zu merkwürdige Omen die nicht selten blutig daherstolzieren. Ein durch und durch verschroben fröhlicher Mensch mit einem Sinn für zynischen Optimismus der stets mit deKopf in den Wolken hängt. Doch wehe man reizt ihn oder gefährdet seine Freunde… Doktor Jekyll wird so schnell zu Mister Hyde, dass man kaum noch Langboot sagen kann und schon liegt man am Boden. Das Problem dabei, oftmals entscheidet er was oder wen er für gefährlich hält und wann er seine freund eben schützen muss. Da können sich Freundschaftsverhältnisse schon mal arg verschieben. Nichtsdestotrotz dieser kleine Kerl ist nicht zu unterschätzen. und er bewahrt sich sein großes herz, was bei weitem harte Arbeit ist. Wikinger zusein ist kein saß schon gar nicht wenn man nahezu alle lieben verliert.

 

 

Zuko (Avatar- The last Airbender)

Zu wegfallenden Kategorien gehört ebenfalls der Anime. Demnach bin ich euch eine Aufklärung schuldig und dass akzeptiere ich auch. Die Definition eines Anime ist, dass es eine in Japan produzierte Zeichentrickserie ist, diese Zeichentrickserie wurde aber in den USA gefertigt, demnach ein Cartoon.

Was hat es nun mit dem Sohn des Feuerlords auf sich? Er ist wohl die realistischste Person, die ich jemals in einer Serie in jungen Jahren zu Gesicht bekommen habe. Seit seiner Geburt steht er im Schatten seiner viel begabteren größeren Schwester. Egal wie sehr er sich anstrengt er ist stets schlechter als sie. Demnach ist er in allem benachteiligt, Leistung zählt nichts anderes. Über die Jahre entwickelt der kleine einen Minderwertigkeitskomplex aller erstens grades, trotz dessen seine Mutter ihm immer wieder versucht aufzuheitern. eines Tages fasst r den Mut zusammen widerspricht seinem Vater in einer Krisensitzung vor allen Ministern, entehrt ihn und muss gegen ihn kämpfen. das ganze geht nicht sonderlich gut aus, seine Mutter verschwindet spurlos und er wird verbannt.

Die einzige Lösung seine Ehre wiederherzustellen und damit endlich am Hofe geachtet zu werden liegt darin den sogenannten Avatar (Retter der Welten, Universums) zu töten. Die Jagd nach dem Avatar dient im Laufe der als eine Art Selbstfindungsstrip. Sein Onkel und Begleiter ist das genaue Gegenteil von seinem Bruder (Zukos Vater ist) und je mehr Zeit Zuko gezwungener Weise mit seinem Onkel verbringt, da beide verbannt worden sind desto mehr beginnt er Dinge zu hinterfragen. Er überwindet seine Sturheit und lässt sich auf den meditativen Charakter seines Onkels ein. Allmählich realisiert er den Machtmissbrauch, die Fehler und Verbrechen der Vergangenheit, den Hass, die Wut…

Es dauert wirklich lange, wirklich sehr lange bis Zuko wirklich letztendlich die Einsicht hat, dass sein Wunsch von seinem Vater, Schwester und Hofstaat anerkannt zu werden und er hat seine Höhen sowie Tiefen. Jedoch ist dass doch nur realistisch. Ihr wachst in einer völlig machtbesessen Familie auf, der einzige Anker (eure Mutter) verschwindet spurlos und lässt euch zurück i dem Wahnsinn und ihr habt keine Ahnung mehr wohin ihr wollt. Das dauert bis ihr akzeptiert, dass ihr euch auf keinen mehr verlassen könnt und es dauert auch sich zu überwinden, seinen stolz hinunter zu schlucken sich für diversen Mist, den man verbrochen hat zu entschuldigen und es dauert auch bis man seinen Charakter/ Einstellung  die man 16 Jahre beherbergt hat zu wechseln.

Ja, er schafft die 180° Drehung, nicht Bravour und er strauchelt doch letztendlich kämpft er  Harmonie, seine neuen Freunde, die ihn nehmen wir er ist und für seine Heimat wie sie sein könnte. Weder verhasst noch gefürchtet sondern geachtet und als  Handelspartner geschätzt.

 

 

Sokka (Avatar- The last Airbender)

Ja, der zweite Charakter aus ein und derselben Serie. Was kann ich denn dafür, dass diese so gut konzipiert ist?!

Sokka musste als Kind miterleben wie Soldaten der Feuernation sein Heimatdorf überfielen und alle dort ansässigen Wasserbändiger ermordeten, unter jenen war seine Mutter. Wenig später verließ sein Vater seine beiden Kinder, um mit den restlichen Männern in den Krieg gegen die feindliche Nation zu ziehen. In Anbetracht dessen, dass Sokka damals zu jung gewesen war blieb er in der Heimat und wurde sobald er alt genug war das neue Oberhaupt des südlichen Wasserstammes. Die Kinderjahre und die Jugend waren schnell vergessen, zu sehr war er von der Rolle des Anführer eingenommen. Vor allem seine jüngere Schwester macht ihm Sorgen, sie hat im Gegensatz zu ihm die Bändigerkräfte ihrer Mutter geerbt. Je älter Katara wird, desto mehr will sie sich emanzipieren und ihre Kräfte besser beherrschen lernen. Mit dieser neuen Entwicklung kommt Sokka allerdings gar nicht zurecht. Erstens ist Emanzipation gegen die Ideologie seines Stammes, zweitens ist das Bändigen viel zu gefährlich und drittens soll Katara auf immer und ewig seine kleine, süße, unschuldige Schwester bleiben. Die Beziehung der zwei bröckelt immer mehr, bis die zwei ausversehen den Avatar aus dem Eis befreien und dieser Katara überredet ihm zum nördlichen Wasserstamm zu begleiten um dort in besseren Konditionen zu leben und zu trainieren. Sokka ist entsetzt von dieser Idee und setzt alles daran seine Schwester bei sich zu behalten. Selbst als er bemerkt, dass sein Vorhaben scheitern wird weicht er seiner Schwester nicht von der Seite, kehrt seiner Heimat den rücken und begleitet sie gegen alles gelernte zum Nordpol.

Dennoch, das einzige was er möchte ist ein ganz gewöhnliches Leben führen, mit einer ganz gewöhnlichen Familie. Fast wäre es ihm auch gelungen, jedoch entpuppt sich seine erste große Liebe als Prinzessin, welche sich zum allen Überfluss auch noch für das Universum opfert.

Seine Schwester wird erwachsen, trainiert, wird besser und ist in allem so viel mehr talentierter als er. Er ist lediglich tollpatschig. Jedoch wird im Laufe der Zeit sowohl sein Teamgeist, als auch seine taktischen Fähigkeiten sowie Kampfkünste mit Schwert und Bumerang unersetzlich. Am Ende rettet er quasi die Welt im Alleingang auf seine Weise… und lässt seine Schwester ziehen, denn er akzeptiert dass sie mittlerweile ganz gut auf sich alleine aufpassen kann.

 

 

Jonathan Quayle Higgins III (Magnum P.I.)

Higgings hätte allein schon für seinen vollen Namen eine Auszeichnung verdient, jedoch hätte er diese bestimmt längst schon. Geboren 1920 war er sowohl Soldat im Zweiten Weltkrieg als auch im Indochinakrieg, in denen er beide tapfer und erfolgreich diente. Daher rührt sein Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Aufgaben wie das Verwalten des Anwesens des Star- Schriftsteller Robin. Sein Stolz ist unerschütterlich ebenso wie sein trockener Humor, seine Allgemeinbildung insbesondere die über Geschichte sowie Militärrelevantes sind exzellent, weshalb er Tom sowie seinen Kollegen öfters mal aus brenzligen Situationen hinaus hilft. Jedoch nicht, weil er das Trio besonders sympathisch findet nein eher ruft die Pflicht. Denn Robins Schützlinge sind auch seine. Zusammen mit seinen beiden Dobermännern Zeus und Apollo ist er der Fels in der Brandung der alles und jedem trotzt sollte er ihm in die Quere kommen und sei es nur beim Blumengießen.

 

 

Jake Siskio (Star Trek)

Jake Sisko ist im Star Trek Universum sicherlich nicht der berühmteste Stern am Himmel der Flotte, jedoch nicht zu verachten. Seine Mutter verliert er im Alter von 11 während der Schlacht bei Wolf 359. Seit dem muss der überlebende Vater allein für seinen Sohn sorgen, was alles andere als einfach ist. Schließlich ist ein Soldat für alles gemacht nur nicht dazu dazu Mama zu spielen. Dennoch pflegen Vater und Sohn stets ein gutes Verhältnis, erstaunlicherweise. Es gerät das ein oder andere Mal arg in Schräglage zum Beispiel, als Jake immer mehr mit seinem besten Freund Nogs unternimmt. Nogs gehört zur Rasse der Ferengi an und ist meist alles andere als überlegt. Zusammen geben die beiden eine herrliche Teenager-Freundschaft ab. Sie teilen Geheimnisse, bringen sich dank Nogs gerne in Schwierigkeiten und stehen für sich gegenseitig ein. Was ich an Jake so mag ist, dass er so unheimlich bodenständig und realistisch gezeichnet wurde. Er ist eines der Kinder die auf der Deep Space 9 geboren werden, aber nicht gefragt wurden. Jakes Generation hat sich nicht freiwillig dazu entschieden Soldat zu werden oder im Weltraum zu wohnen. Das wird deutlich gezeigt: Während des Klingonenangriffs hilft er als Sanitäter, jedoch bleibt es mein Versuchen. Denn beim Anblick seines ersten Krieges mit all dem Leid, der Gewalt, der Willkürlichkeit dreht er völlig durch und erleidet einen mehr oder weniger ernsthaften Schock.

Im Krieg gegen die Dominion wird es nicht besser. Nogs und Jakes Schiff geraten durch eine Rettungsmission auf die USS Valiant. Zum großen Glück beider, werden sie abermals gerettet denn der Kapitän schickt sich sowie seine Crew auf eine Selbstmordmission. Letztendlich beendet Jake seine Karriere als „Nachwuchssoldat“ in dem er sich für Journalismus an einer Schule in Neu Seeland einschreibt. Die Jahre danach verbringt er mit dem Verfassen zwei Werke sowie seiner Berufung Kriegsjournalist zu sein. Gewalt bleibt ihm fremd, jedoch nicht das Klientel in dem er aufgewachsen ist. Ein aufgeweckter junger Mann, der vermutlich mehr Stärke bewiesen hat als kaum eine andere größere Randfigur.

 

Gesammelte Schätze des Monats der Reisevorbereitungen

In dem Moment in dem ihr dies lest, sitze ich bereits in einem hoffentlich wundervollen Zimmer mitten in Dublin. Ich schreibe diesen Bericht ganz frech vorab, meine letzte Freizeit bewusst zu nutzen. Die Behördengänge sind erledigt, mein Führungszeugnis ist ebenfalls angekommen diverse Abonnements sowie Beitragszahlungen gekündigt und nun sitze ich hier, warte nur darauf das die Sonne aufgeht um Dublin vollständig zu erkunden. Als allerstes steht natürlich das Touri-Pflichtprogramm an…

Sämtliche Museen, Büchereien und natürlich das Trinity College, was genau wird sich dann wohl dort herausstellen. Ich weiß nur, dass ich hoffe daran zu denken mich noch mit der irischen Geschichte auseinander zu setzen, sonst wird es peinlich.

Aber zurück zum Anfang des Monats. Mein Geburtstag wurde entsprechend ein letztes Mal zelebriert. Also nicht ein allerletztes Mal, sondern lediglich ein letztes Mal mit den mir bis dato bekannten Gesichtern. Erste Erkenntnis des Monats, ich werde nie eine glorreiche Gastgeberin. Ich liebe es zwar Vorträge über jeden erdenklichen Krams zu halten, vier von grundauf verschiedene Freundeskreise zusammenzubringen ist eine Herausforderung, die ich in Zukunft dankend ablehnen werde. Lieber vier Mal Geburtstag feiern…

Am Ende wurde es dann doch ganz romantisch, nur war das gar nicht so beabsichtigt gewesen und nach kurzen Eklat wurde es dann endlich ruhig und ich konnte endlich schlafen. Weshalb muss jeder in meinem Freundeskreis auch eine Nachteule sein… Dank Schlafmangels, emotionaler Unentschlossen bis Genervtheit ging ich die nächsten Tage auf dem Zahnfleisch.

Was meinen Zustand allerdings erheblich verbesserte, war der eher kurzfristige Besuch einer neu gefundenen Freundin und ich stand mit Vergnügen Pate als sie in meine Heimatstadt kam, um ihr zumindest all dass zu zeigen wo sie vorher noch nicht gewesen war. Das „Alles“ unter den wachsamen Augen der Hundertschaft… Damit uns ja nichts geschah.

Hat geklappt, darüber hinaus verwandelten wir zwei uns in eine verwandte Form der Shadowhunters, uns wurde die Ehre erwiesen in dem Moment an einem Drogeriemarkt vorbeizugehen in dem ein junge Dogge sich gerade ihres Halsbandes entledigte. Plötzlich stand das unglaublich niedliche Riesending zwanzig Meter neben seiner Leine, völlig verängstigt da weder Herrchen oder Frauchen zu sehen waren und trabte immer weiter die Straße herunter. Je weiter wir uns dem Hund näherten um ihn von der Hauptverkehrsstraße wegzulocken desto schneller wich er zurück in Richtung Autos. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ein LKW-Fahrer das arme Ding zusammenhupte und der Hund nun panisch in die entgegensetze Richtung durch startete. Uns entgegen rennend versuchten wir in aufzuhalten, was nicht klappte. Ich reagierte blitzschnell und rannte hinter ihr her, meine Freundin rannte ins Geschäft um den Besitzer zu finden. Hungrig, eine junge Dogge zu jagend ist nicht dass was ich in meiner Freizeit möchte. Vor allem wenn die Kreuzung zweier Hauptverkehrsadern immer schneller entgegen rückt. Zumal ich das Gefühl bekam, dass hinterher sprinten sie nur noch panischer werden ließ. Aber ich durfte sie weder aus den Augen lassen, noch zu lassen dass sie auf die Straße lief.

Ich weiß nicht warum, aber dem Himmel sei dank rannte der Doggenteenager in die nächst gelegene Metrostation und Himmel sei dank öffnete kein anderer den gegenüberliegenden Eingang, weshalb sie nun in der Falle saß. So wartete ich in gebührendem Abstand auf den Besitzer und auf meine Freundin. Von der Ferne aus panische Hunde zu beruhigen habe ich noch nie versucht und wirklich begnadet bin ich darin auch nicht, aber zumindest hat es dafür gereicht dass sie nicht auch noch auf die Gleise sprang. Schließlich kamen dann die zwei Herrchen bzw. Frauchen. Mutter und Tochter. Was für ein Nervenkitzel…

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»But in the end it doesn’t even matter…«

Ich weiß weder wie ich anfangen soll, noch was ich überhaupt zu sage hätte. Ich weiß, dass die Sonne scheint, ich durchgeschwitzt und verstört bin, restlos bis zum Ende. Ich weine mehr als bei dem Tod meiner Großmutter und ich weiß nicht ob ich mich dafür schämen sollte oder nicht. Hinnehmen muss ich es so oder so. Der Tod lässt sich nicht wieder rückgängig machen und die Entscheidung sich umzubringen ist endgültig. Ich weiß nicht ob ich es in Worte fassen kann was mir diese Lieder gegeben, bedeutet oder mich gelehrt haben. Depressionen sind hart, das Leben als Teenager sowieso. Missverstanden, allein und fremd… Dabei hat mir Linkin Park geholfen, dass alles zu verkraften, zu akzeptieren. Mir irgendwie klar gemacht, dass es irgendwie okay ist sich so zu fühlen. Man ist doch nicht alleine, obwohl man es glaubt. Hoffnung war dabei das Stichwort genauso wie Verständnis. Numb, Castle of Class, In the End oder Wastelands waren dabei irgendwie die Wichtigsten.

Sie waren mein Einstieg zum Rock, Hard Rock, Metal und überhaupt dazu mal die Musik laut aufzudrehenden, denn dass ist an heißen Sommertagen einfach wunderbar.  Heute geht es mir besser und daran sind Linkin Park und vor allem Chester Bennington nicht ganz unschuldig. Zum Glück! Ich habe zwar in dem letzen Jahr mich mehr auf Metal fokussiert, dennoch LP war und wird ständig in meinem Herzen bleiben.

Und bitte an alle, die ihn feige nennen wegen seiner Familie. Denkt ihr ernsthaft, dass er sie vergessen hat, verstoßen, verdrängt aus dem eigenen Leben? Dass er sie gehasst hat nach seinen Scheidungen? Ich weiß es nicht, aber ich denke nicht. Vielleicht hat er sie nicht so geliebt wie er sie hätte lieben wollen: Drogen, Tourneen, Musikerleben… Alls das ist anstrengend, mörderisch und unheimlich vereinnahmend. Dennoch er wollte mit seinem Tod vermutlich keinem eins auswischen wie ein nerviger Erstklässler einem Freund. Es gibt tausend mögliche Gründe für einen Selbstmord. Wer selbst an Depressionen/ Suchterkrankungen litt/ leidet weiß dies auch. Man plant meist nicht von langer Hand einen Selbstmord, man weiß oftmals noch nicht einmal wie bestechend so ein Gedanke werden kann! Wie verzweifelt muss also ein Mensch sein, seine Familie, Freunde, Band, Kollegen und Fans „zurück zu lassen“?

Was mich damals schon an Robin Williams Suizid schon unheimlich genervt hat, war dieses lamentieren, ausschlachten… Wie schlimm Depressionen doch seien, oder Drogen, oder Missbrauch. Im Allgemein psychische Probleme, man müsse den Kampf dagegen aufnehmen, für mehr Aufklärung sorgen. Das war 2014… und was ist seit dem passiert? Nichts.

Die Massen fallen weiterhin sensationsgeil über jeden Fehltritt eines Promis her. Normale Menschen, werden untergebuttert wie auch? Jeden Tag begeht jemand Selbstmord. Dennoch hat sich schon mal jemand Gedanken um die Selbstmorde von Chris Cornell, Fran­ti­sek Ra­j­to­ral oder Kazim Akboga Gedanken gemacht? Ich weiß es nicht….

Ich will keinen belehren. Ich weiß ich genauso wenig wie der Rest der Welt, weshalb Chester Benninton sich umgebracht hat. Vermutlich war und wird er der einzige sein, der es wusste. Falls er es wirklich wusste.

Worum ich dennoch bitten würde und zwar jeden der dies ließt. Lasst die betroffenen Menschen doch in Ruhe trauern, denn tot ist tot. Daran wird sich nichts ändern, daran kann keiner etwas ändern und Nachtreten ist dass letzte. Insbesondere für die Familie. Können wir ihn nicht einfach gehen lassen? In Frieden wäre am schönsten. Danke…

Gesammelte Schätze des Monats, der abgelegten Reifeprüfung

Halleluja was hat sich diesen Monat alles ereignet? Vieles, wäre meine Antwort wenn ich noch wüsste was alles… Der Monat ist an mir vorbei gerast. Denn die bejammerte Langeweile verflog schlagartig als die Bestätigung beider Praktikas via Mail vor meinen Augen aufploppte.

Das angekündigte Bewerbungsgespräch via Skype seitens der Isländer hat mich übrigens eine Menge an Zeit, Geduld sowie Nerven gekostet. Ich bin definitiv kein Skype- Experte, weshalb die Kontaktanfragen erst einmal entfielen. Danke an der Stelle an meine mitfiebernde Helferin, die mir das Schritt für Schritt beigepuhlt hat. Leider hat meine Bewerbungsgesprächspartnerin ebenso wenig Ahnung gehabt wie ich, darüberhinaus kam auch noch eine extrem schlechte Internetverbindung so klappte es erst beim dritten Versuch… Wenn auch nur per Zufall aufgrund einer halbdurchwachten Nacht war ich so fertig, dass ich die isländische Zeitzone schlichtweg nach vorne verschob. Deshalb saß ich um Punkt 10.00 Uhr morgens vor meinem Laptop, als keiner auftauchte klappte ich wütend den Bildschirm herunter widmete mich stinkig meinem Tagesgeschäften. Zufälligerweise kam ich um 14.00 Uhr mehr oder minder zurechnungsfähig wieder nach Hause und wurde mit einer Nachricht meines Handys darüber hinformiert, dass meine Bewerbungsgesprüchspartnerin nun online war und es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Ich also noch in Straßenklamotten in mein Zimmer gehechtet und den Laptop hochgefahren. Ergebnis die Verbindung funktionierte mal wieder nicht und sie beschloß mir die Bewerbungsfragen per Mail zu schicken. Warum denn nicht gleich so? Es hätte mir jede Menge Stress erspart.

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NordCon 2017, Live und in Farbe

Was macht man, wenn man in seiner posttraumatischen Abiturdepression versinkt? Richtig, man sucht sich Arbeit. In diesem falle sogar sinnvolle und freiwillige Arbeit, ergo ohne Bezahlung. Ich etabliere mich immer mehr in die sozialen Strukturen unseres Systems ob mir das so gefällt….? Ich bejahe pauschal kopfnickend. So ganz ohne Bezahlung stimmt übrigens nicht ganz, denn die Crew bekam nicht nur freien Eintritt sondern ebenso freie Kost sowie ein semi-modisches Kurzarmshirt. Auf dem groß der Name der Veranstaltung steht, in diesem Jahr ist es nämlich nicht die Magnology statt dessen prangt in großen Lettern auf meinem Bauch: Nordcon 2017.

Da ich das Thema Cosplay für diesen Lebensabschnitt genug durchekzoerziert und in gewisser Weise auch zelebriert habe waren nun LARP, Tabletop sowie Pen& Paper dran. Übrigens Messerhelfer zu sein ist wirklich „lukrativ“, sicherlich man würde als professioneller Helfer bezahlt doch auch so hatte ich jede Menge Spaß und war sogar gezwungen mit Menschen beziehungsweise Gestalten zu reden, denn ich bekam glatte zwei Schichten an der Garderobe zugeteilt. Einmal von abends bis nachts und einmal nachmittags bis abends. Der Overkill für meinen Biorythmus, jedoch nicht für meine Geruchsnerven denn ich musste zu Glück weder die Müllkörbe leeren noch die Sanitäranlagen reinigen.

Und weil diese zweieinhalb Tage recht einscheinend waren möchte ich euch darüber ein wenig berichten, in der Hoffnung das ihr vielleicht auch mal eines Tages dort als Helfer auftaucht denn das Ganze Spektakel basiert wirklich nur auf freiwilligen Arbeit….

Aber was ist überhaupt diese NordCon?

NordCon steht eigentlich Für NordConvention. Eine Convention ist ein Zusammentreffen von Gleichgesinnten um sich auszutauschen, spaß zu haben und zusammen Passanten mit Tomaten zu bewerfen die neugierig über den Zaun starren. Wer das ethisch nicht mit sich vereinen kann, der widme sich den mannigfaltigen Angeboten von den bereits erwähnten LARP, Pen& Paper, Tabletopspielen und Brettspielen. Genug Programm hättet ihr und zwar für die gesamten 48 Stunden die diese Versammlung tagt. 48 NonStop, ein sehr cooles Konzept übrigens. Zwar haben die Stände geschlossen, doch die Pen& Paper Runden finden die ganze Nacht über statt. Wer seit 1997 besteht, der hat Klasse und es beweist die Geselligkeit von Menschen immerhin mit bis zu 7.000 Besuchern.

Natürlich musste sie wachsen, angefangen hat es in einem winzigen Rahmen und heute finden Vorträge von Spielentwicklern, Spielleitern und Autoren statt. Neben bei werden Trainingsstunden sowie Vorführungen

zum mittelalterlichen Fecht sowie Schwertkampftechniken angeboten. Wer lieber seinen Geist bemühen will, der beschäftigt sich mit Magic the Gathering, Strategiebrettspielen oder schmiedet Strategien in stressigen Situationen man von Zombies gejagt wird live, in Farbe und in echt Zeit.

Jetzt wisst ihr zumindest wo ich war und was ich so ungefähr getan haben könnte. Wobei ich euch ein wenig enttäuschen muss, dass ich den Freitag mehr oder minder verschlafen habe. Denn am Ankunftstag abends ist bei der Garderobe so gut wie nichts los. Zumal der Arbeitsplatz noch eingerichtet werden musste, woran ich scheiterte denn ich bekam weder Stuhl noch Tisch zu greifen weshalb ich mich provisorisch seitlich neben der Tür positionierte mit amateurhaft vor mir liegenden Kleidertickets.

Insgesamt durfte ich den gesamten Abend übrigens genau auf fünf Gepäckstücke aufpassen von vier Personen. Ein adliger Jungbursche, ein Waldläufer mit riesigem fake Kuschelwolfsfell, ein Bauerssohn und zu guter letzt ein irischer Kobold später dann ein Mensch in Zivilkleidung. Die drei Gefährten des Ringes (Bauerssohn, Waldläufer und Kobold) hatten es sich wohl zur Aufgabe gemacht zu den Gefährten des Vergessens zu mutieren, denn in der ersten Stunde nach Ankunft wollte jeder von ihnen mindestens einmal an seine Tasche, da er etwas vergessen hatte. War ich froh, dass ich weder Tisch noch Stuhl besaß… Ich hätte deren Gepäck nicht über die beiden bekommen, statt dessen wurde fleißig hindurch gewunken. Zumindest hatte ich ein gutes Buch, meine Zeichensachen sowie mein Handy dabei um Musik zu hören… Der Empfang selbst war nur vorhanden wenn man sich direkt vors Fenster setzte. Wofür ich sehr dankbar war, war dass ein sehr lieber Mensch vorher daran gedacht hat in der Garderobe ordentlich durchzulüften. Denn der Raum war an sich eine Mädchenumkleidekabine. Vorprogrammierter, klischeehafter Käsesockengeruch blieb mir so zumindest erspart.

Ab 20.30 schaltete sich dann der Bewegungsmelder ein… Das hieß, energiesparend wie die modernen Gebäude sind, dass das Licht ausging. Welch Überraschung ich weiß, nur war ich irgendwann so müde dass ich es aufgab alle fünf Minuten aufzustehen nur damit meine Augen wieder anfingen zu brennen. So blieben meine Augen zwar verschont doch die Müdigkeit stieg, verschlimmbesserte meinen Zustand eher.

Wäre das Gepäck nicht gewesen… Denn es kamen schließlich genügend Menschen auf dem Gang vorbei, die potenziell neugierig genug sein könnten um mal vorbei zu gucken.

So ereignete es sich irgendwann, dass ich begann im sitzen zu dösen. Kapuze auf, Musik an und dösen… Im Dunkeln. So ereignete es sich, dass ich ähnlich wie Léon quasi im Semischlafzustand verharrte. Sobald jemand vorbei kam und das Licht anging saß ich dort bewegungslos. Ich kann euch sagen, die meisten haben sich tierisch verjagt und ich hatte mein neues Hobby für folgende zwei stunden entdeckt. Herrlich… So ging der Abend ereignislos ins Land und gen Ende meiner Schicht ging es dann ans Abschließen und ich durfte nach Hause….

Bevor ich mit dem Artikelmarathon der zwei Tage beginne kommen hier allerdings noch einmal selbst geschriebene Erläuterungen. Damit ihr zumindest eine Ahnung habt wovon ich rede.

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Gesammelte Schätze des Monats der puren Freiheit

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Wie schnell so viele freie Wochen an einem vorbei ziehen, unglaublich. Wobei ich darf nicht meckern, mir bleiben noch gute zwei Wochen Freiheit… Insgesamt wären dass die längsten Sommerferien, die ich je gehabt habe. Merkwürdiges Gefühl nie wieder an Ferien denken zu müssen. Von nun an heißen die freien Tage Urlaubstage. Dabei empfinde ich auch nur zu einem sehr geringen Prozentsatz Schadenfreude, wenn ich morgens die noch verpflichteten Schüler sehe wie sie sich abhetzen um pünktlich zu kommen. Um ehrlich zu sein nimmt der Pünktlichkeitsfanatismus mit den Jahren ab meist nur in bestimmten Fächern. Irgendwie beginne ich jetzt die kinderlose Erwachsenen zu verstehen, die nie wussten ob und wann man Ferien bekam. Für mich ein Ding der Unmöglichkeit, eine wahre Wissenslücke. Heute bin ich einer von Ihnen, ich weiß noch nicht einmal wann Pfingsten statt findet. Die Daten meiner drei relevantesten Termine der Schulzeit schlecht hin habe ich im Kopf und mehr muss ich auch nicht wissen.

Ich bin nämlich raus.

Es sei denn ich hätte alle Prüfungen so derartig in den Sand gesetzt, dass ich mich noch einmal nachprüfen müsste. Das Fach mit höchsten Fehlerquote wäre dann Mathe. Es ist unglaublich wie man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, vor allem eigentlich sind es doch nur Zahlen. Warum fangen die an zu tanzen? Sie sind doch in dicke Papierfasern statisch festgestanzt worden. Nach 45 Minuten sah es für mich jedenfalls so aus als ob ich ein drittel des Abiturs leer hätte abgeben müssen. Mehrere Panikattacken später hatte ich gut 80% ausgefüllt, wenn die mal richtig sind…

Tut mir Leid für dich, dieses mal haben wir leider kein Abitur für dich. Mit Stil gescheitert, immerhin.

Wie ernst es allerdings wirklich um mich steht erfahre ich erst Ende Juni… Zwei Tage vor meiner Präsentation. Dieser Umstand lindert die Aufregung natürlich extrem.

Nichtsdestotrotz nutze ich die neu gewonnene Freizeit hauptsächlich zwar um mich abzulenken, aber wen stört es? Es wurde gezeichnet, gemalt, geschrieben, gesportelt und sogar geresozialisiert und zwar mit Gleichaltrigen.

Das passiert übrigens, wenn man seine Post-Abitur-Gothik-Phase auch beim Essengehen auslebt…

Selbst mein Thema Studienwahl und Auslandsjahr/ Praktikum bin ich weiter gekommen und zwar ein ganzes Stück. Im Glauben, dass sich die Iren nicht mehr melden würden habe ich mich vor gut einer Woche auch noch in Island beworben und ich schwöre euch ich habe am ein und dem selben Tag beide Zusagen bekommen. Irland sowie Island… Jetzt habe ich Anfang Juni mein erstes Bewerbungsgespräch in meinem Leben per Skype, auf Englisch und mit Zeitverschiebung. Entweder ganz oder gar nicht. Wenn alles klappt könnte ich Ende Juli/ Anfang August nach Irland und dann im Februar weiter nach Island, ebenfalls in eine moderne Kunstgalerie. Dabei habe ich gestern erst bemerkt, dass wenn ich zurückkomme, ich stein alt bin. Die Professoren an der Uni werden sich freuen. Übrigens drückt mir gefälligst die Daumen! Ich brauche den Freiraum ;D

So und nun zu einem weitaus mehr in der Ferne liegenden Thema: Das Studienfach.

Ursprünglich hatte ich geplant Freie Kunst zu studieren und begang dann den Fehler mir die Bewerbungsmappen anderer Bewerber anzuschauen. Tut. Dies. Nicht. Niemals! Eine längere Identitätskrise folgte und auch der Satz: „Professoren suchen Rohdiamanten und keine fertigen Künstler“, machte mir keinen Mut. Der Rohdiamant namens Moi müsste nämlich erst aus dem Berg gesprengt werden, bevor man überhaupt in die Gelegenheit käme ihn zu schleifen.

Mappenabgabe hin oder her, dass bei den wenigsten Hochschulen ein vorgegebenes Alter der Werke angeben wird macht mir wiederum Hoffnung. Zumal Freie Kunst auch nicht immer technisches Zeichnen bedeutet… Bitte nicht…

Eines der wenigen, brauchbaren Fotos vom Konzert

Ansonsten fällt der Master sowohl in Geschichte als auch in Kunstgeschichte flach, denn Voraussetzung für beide Studiengänge wäre das Latinum. Schön, dass ich genau zwei Wörter auf Latein kann und eins davon ein Fluch ist. Es gäbe zwar die Möglichkeit den Geschichtsmaster in Berlin zu machen, (dort könnte ich Französisch anstatt Latein angeben wenn ich die Moderne studieren würde), aber die Frage der Jobaussichten ohne Latein ist eben eine ganz Andere.

Für Kunstgeschichte spricht man übrigens am Besten nicht nur Latein, Englisch und Französisch sondern ebenso Russisch und Chinesisch. Je mehr Sprachen, desto besser die Jobaussichten. Wozu war noch einmal die Weltsprache Englisch gut? Richtig, dass man sie konsequent ignoriert…

Wer mir jetzt kommt mit, dann lern doch neben dem Studium Latein der kann gleich wieder gehen. Ich werde nämlich kein Latein lernen, aus dem einfachen Grund dass diese Sprache mausetot ist. In der Zeit, die ich für Latein benötigen würde könnte ich gleich die Sprache lernen für die man ursprünglich Latein lernt um besagt Zielsprache wesentlich schneller zu lernen. Zwei Sprachen lernen, um eine dann zu nutzen? Bin ich die Einzige die meint, dass das kein guter Deal ist wenn man Profit darauf schlagen möchte?

Zumal ich mir sicher bin, dass Latein außerhalb der romanischen Sprachen allzu effizient ist. Schaue ich mir nämlich die Struktur des Chinesischen oder des Farsi an schwinden die Gemeinsamkeiten mit Lichtgeschwindigkeit dahin.

Aber wenn die Kunstgeschichte fehlt so öffnen sich andere Türen, in meinem Falle: Kulturwissenschaften, Theaterwissenschaften, Regie/ Drehbuch, Journalismus/ Kreatives Schreiben. Ihr seht alles Fächer die brotlose Kunst nach sich ziehen und ich es dennoch durchziehen will. Beworben würde sich gefühlt in ganz Deutschland… Auch in den allerkleinsten Studentenkaffs. Ob allerdings überhaupt bei der Wahl bleibe dürfte sich gut erst in einem Jahr entscheiden. Gut Ding will eben Weile haben.

Ich bin übrigens ganz dezent begeistert über den Release der 2 Staffel von iZombie. Dagegen finde ich es ausgesprochen ärgerlich, dass Streaming in Deutschland endgültig verboten worden ist. Woher bekomme ich jetzt die restlichen Game of Thrones Folgen? Aus dem Orbit?

Ansonsten habe ich das endgültige Glück im Besitz von zwei Onigiriförmchen zu sein und sie sind die Erfindung meines Lebens! Zusammen mit den Natto-Bohnen sind eines meiner neuen Hauptnahrungsmittel (Haferbrei jetzt mal ausgeklammert, denn der geht immer und überall).

 

Wenn ich nicht jedes Mal erschossen oder aufgefressen würde:

»Wenn es so verdammt leicht ist, warum träumst du dann nicht mehr?«

S. 14- GoodDreams: Wir kaufen Träume von Claudia Pietschmann

 

Sein Abitur zu pokern ist etwas für Überlebenskünstler:

»Du hast unfassbares Glück gehabt«, sagte er. »Und du warst unausprchlich dumm, obwohl das bei dir ein und daselbe zu sein scheint.«

S. 151- Das dunkle Herz des Waldes von Naomi Novik

 

Unser gegenwärtiges Klima lässt sich Momentan leider eher so beschreiben….

Der Himmel ist hier ganz anders. In Norddeutschland ist der Himmel riesengroß und er erdrückt einen fast. Manchmal fällt es einem schwer, unter einem norddeutschen Himmel gescheit zu atmen. Dann steht man da, auf dem flachen Land, und diese großen dunkelgrauen Wolken ziehen über einen weg, und dann bekommt man keine Luft mehr, so, als ob die Lungen das kommende Gewitter nicht ertragen könnten. Aber hier unten im Süden ist alles anders. Hier ist der Himmel ein Teil des Landes, ein Teil der Welt. Wenn es hier gewittert, dann ist das eben eine ganz ruhige und milde Sache, und nicht so ein Wagner-Nazigewitter wie da oben im Norden.

S. 101- Faserland von Christian Kracht

 

Hätte ich den Ruf mal vor den Prüfungen empfangen:

Der Berg rief nach mir. Ich musste einfach weglaufen. Ich konnte nicht anders.

S. 9- Die wirkliche Wahrheit von Dan Gemeinhart

 

Glaubt mir ich Lächle mittlerweile jeden Morgen einfach nur aus Schadenfreude:

»Alle scheinen morgens immer mit einem Lächeln auf den Lippen aufzustehen… und du denkst, wieso kann ich das nicht? Wieso kann ich nicht ganz normal sein? Warum muss ich so anders sein als die anderen?« »Und das ist es am Ende, was dich fertigmacht, stimmt’s?«

S. 129- Jessicas Geist von Andrew Norriss

 

Mein derzeitiges Verhältnis zum Schreiben:

Früher war das alles so schön pubertär hingerotzt und jetzt ist es angestrengte Literatur.

S. 9- Axolotl Roadkill von Helene Hegemann

 

Ich bin mittlerweile definitiv älter und es geht mir immer noch so?!

Ich bin sechzehn Jahre alt und momentan zu nichts anderem mehr in der Lage, als mich trotz kolossaler Erschöpfung in Zusammenhängen etablieren zu wollen, die nichts mit der Gesellschaft zu tun haben, in der ich zur Schule gehe und depressiv bin. Ich bin in Berlin.

S. 24- Axolotl Roadkill von Helene Hegemann

 

Faust aufs Auge, mein Lieber. Faust aufs Auge…

Ich will nicht, dass man versucht zu verstehen, warum ich so bin, wie ich bin, weil ich die Erste sein möchte, die es versteht. Und ich verstehe es noch nicht. Ich will nicht, dass man sich einmischt. Ich will nicht, dass man in meinem Kopf herumstochert und meine kaputten Teile ausgräbt. Wenn Freunde so was tun, dann will ich keine. Er lächelt. Ein echtes Lächeln. Dann lacht er. »Du hast wirklich ein Riesenproblem damit zu akzeptieren, dass du anderen nicht egal bist!« Ich sage nichts dazu. Er hat recht.

S. 248- Solitaire von Alice Oseman

 

Haha und ehe ich es vergesse 😉 Teil 2 meiner Geschichte ist draußen, also als Hörbuch ebenso wie Teil 3, Teil 4 und Teil 5, Teil 6 und 7… Ich hab mir die Einteilung nicht ausgesucht^

 

Impressionen aus 2016

Also böse Zungen würden jetzt behaupten, dieser Beitrag könnte nur als Platzhalter dienen…

Was ich als Autorin natürlich vehement abstreite, schließlich wollte ich diesen Beitrag schon längst verfasst haben. Fotographien haben eben auch ein Recht auf ihre Existenz, zumal sie sogar noch hoffentlich atmosphärisch unterlegt worden sind. Von der Heimatstadt, über Berlin bis hin zu Florenz ist alles dabei.

 

Fee, wir versuchen gerade zu streiten. – Tschuldigung. Nicht alle arbeiten nur eine Nacht im Jahr.

-Die Hüter des Lichts

Allvater

 

Setzlinge haben auch ein Leben. Sie dürfen nicht zu dicht nebeneinander stehen, sonst können sie nicht richtig wachsen. Das ist wie bei den Menschen. Sie müssen Respekt voreinander haben. Nur dann können wir friedlich miteinander leben.

-Fearless

Japanischer Frost

 

I’m on the way to the promised land
I’m on the highway to hell

-ACDC

Street by Street

 

What was another sunny day
Suddenly a deathly shade of dark
You and your children now on my grill
Silhouettes on my door, show who I kill

– Cattle Decapitation

Zur Zierde

 

The lure of an imaginary land. Traveling somewhere that doesn’t exist. Of course I’m comming….

-Floki

Bis zum Horizont

 

Erzähl mir mal, was Dir im Wald passieren könnte… was glaubst Du?

Antichrist

Extraterrestrischer Düsterwald

 

Reise, Reise Seemann Reise … Jeder tut’s auf seine Weise

– Till Lindemann, Rammstein

Reise, Reise

 

Es ist so schwierig, auf elegante Weise Menschen umzubringen, zu denen man keine freundschaftlichen Beziehungen hat.

– Adel verpflichtet

Freunde fürs Leben

 

Alles südlich der Elbe ist Norditalien!

Auf Wiedersehen!

 

Die Feindseligkeit der Gesellschaft gegenüber der Homosexualität ist lediglich ein Sonderfall ihrer grundsätzlichen Feindseligkeit gegenüber dem adoleszenten Geist.

– Paul Rosenfels

Vielfalt ist grenzenlos

 

Aus diesem hier habe ich einen Hustensaft gemacht, der zwar nicht besonders gut gegen Husten hilft, aber wenn du ihn genommen hast, fangen deine Haare so schön an zu singen, dass du den Husten völlig vergisst.

Walter Moers, Der Schrecksenmeister

Heimisches Gewächshaus

 

Hey, alter Perser! Wir haben uns zigtausend Jahre nicht gesehen. Reich mal ne Franse rüber. Ja, zeigs mir du alter Fußabtreter.

Disneys Aladdin

 

Aladdins Teppich

 

Kann ich aus dieser Horrorstory noch aussteigen?

Alien- Die Rückkehr

Exzentrische Schaufensterpuppe

 

 

Was ist das?- Tageslicht.

–  Ali

Bube, Dame, König…

 

I have not let myself be stultified by science, whose highest goal is to furnish a `waiting room‘, which it would be best to tear down.
― Gustav Meyrink, The Golem

Steingolem