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Thy Art is murder #7

Wer sagt denn, dass nur gezeichnetes oder gemaltes Kunst sein muss. Gerade für Berufsfotografen ist die Suche nach dem perfekten Licht, Winkel und Motiv an so manchen Tagen eine wahre Tortur. Wozu gibt es denn so genannte Fotogallerien und die schönsten Bilder aus 2017 muss ich ja auch noch irgendwo unterbringen. Demnach hier meine schönsten Eindrücke per Schnappschuss.

 

Es gibt nichts schöneres am Morgen

 

 

Weil die Stimmung so großartig war…

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Gesammelte Schätze des Monats der Verabschiedungen

Der Oktober verabschiedete sich mit einem Magendarminfekt und der November hatte absolut nichts gegen meinen Okkupanten einzuwenden. Statt den magischen drei Tagen blieb der Gast eine ganze Woche, der All-Inklsuiv Urlaub für die gesamte Viren-Belegschaft. Darüber hinaus gab es dann auch noch eine Standpauke der Chefin weil man ja trotz Krankheit zur Arbeit kommen würde. Wobei ich lediglich die eine Stunde überbrücken wollte in der sie nicht da gewesen ist. Es war nicht meine Schuld, dass sie letztendlich ganze zwei Stunden später als geplant kam. Das akademische Viertel scheinen hier die Wenigsten zu kennen. Der aufgezwungene Urlaub wurde leider nicht mir Artikelvorschreiben genutzt, da ich schlichtweg nicht in der Lage dazu war. Vielmehr entdeckte ich mal wieder Netflix für mich. Mein Retter in der Not, denn nach Attack on Titan oder Thief ist es wieder stiller geworden. So ging es gleich mit ID-0 weiter. Kurze Notiz an euch: ID-0 ist eine der Netflixeigenproduktionen und besitzt eine Staffel à 12 Folgen. Was soll ich sagen um drei Uhr morgens angefangen abends um 19 Uhr beendet. Es kommt recht selten vor, dass ich eine Serie an einem Tag durchschaue. Kann nur für die Serie sprechen. Alles in allem lag ich zwei Tage im Bett (okay eher im Bad) Trotz selbstgemischter Elektrolyte: Zucker, Salz, Zitronensaft und Kartoffelmöhrenbrei wurde dann auch erst einmal eine Art Herpes entwickelt. Es war zwei keiner, aber die Schuppenflechte oder trockene Haut breitete sich immer weiter aus bis der Angriff mit der Geheimwaffe namens Vitamin A Salbe beendet wurde. Auf mein Magen-Darm-Infekt folgte eine ebenso fette Erkältung und die langersehnte Ankunft meiner Mitbewohnerin.

Diese fand meine Entwicklung natürlich überhaupt nicht prickelnd, weshalb min Körper erst die volle Ladung Zink, Eisen und Vitamin C bekam. Abermals einen Tag Bett gehütet, wobei es an dem Tag wirklich nur aus Eimern geregnet hat… Nicht wirklich etwas verpasst.

Meine Chefin war in der Zeit vor der Ankunft meiner Mitbewohnerin umso anstrengender. Es reichte ja schon, dass ich zwei Tage nicht bei der Arbeit gewesen war… Demnach sagte sie mir am Donnerstag Nachmittag, dass ich dich bitte am Freitag kommen solle, da sie ihre Freundin zum Flughafen wollen würde. Freitag ist mein freier Tag und ich hatte schon genug zu tun von Sport machen einkaufen, Zimmer reinigen, Betten beziehen sowie weiter Zeichnen üben und den Schrank umräumen. Zwei Personen haben in einem Raum ein anderes Teilungsverhältnis.

Ich machte sehr deutlich, dass mir das dieses Wochenende zu knapp sei und ich nicht könnte aus eben so genannten Gründen und eine ellenlange Diskussion brach aus. Also sie Diskutiere bzw. hielt Vorträge über Fleiß, Disziplin sowie Buisness-Benehmen. Wie gut dass ich zur deslben Zeit zuhören, vergessen und ignorieren kann. Sonst hätte es vermutlich Tote geben.

Ihr Ansprüche orientieren sich an einem Full-time Job, was gerade bei ihr und bei zwei meiner Ex- Kollegen auch zutraf. Nur eben nicht bei mir. Ich funktioniere gänzlich anders, ich werde für meine Arbeit nicht bezahlt noch anders honoriert. Erst recht nicht spiele ich freiwillig das Zimmermädchen, welches den Dreck anderer Leute wegmacht. Die elendige Auseinandersetzung hielt mich dennoch nicht davon ab, pünktlich am nächsten an der Bushaltestelle zu stehen und auf meine Mitbewohnerin zu warten, die mich besuchen kam. Zusammen verbrachten wir eine wunderbare Woche, ich fror mir dank dem biologisch eingebauten Heizkörper meiner neuen Zimmergenossin nicht mehr den Arsch ab, eher schwitze ich. Der vernachlässigte Schlaf wurde aufgeholt und gen Nachmittag besichtigten Museen, Kaufhäuser, Parks und ich nutze die Gelegenheit aus und räumte die Supermärkte leer.

Museumsbesuche zu zweit sind gleich so viel schöner… Besonders wenn man sich sowohl gemeinsam an Kunst erfreuen kann als auch sich fragen darf ob das Ausstellungsstück nicht wirklich in die Mülltone könnte oder zumindest an seinen ursprünglichen Einsatzort. Meine Chefin kontaktierte mich und fragte wie es laufen würde, nebenbei erwähnte sie wie anstrengend die Arbeit doch sei, sie dringend eine Pause bräuchte etc. Weder ich noch meine Mitbewohnerin wollten ein zweites Mal an den Ort der Arbeit zurückkehren, weshalb ich fleißig weiter krank spielte. Ich würde meinen wohl verdienten Urlaub, für den ich sogar noch kämpfen müsste für nichts und niemanden hergeben. Es hätte alles so perfekt weiter laufen können, wäre mein Stubentiger nicht schon wieder am abnibbeln gewesen. Zwei mal Lungenpunktion, dann Stabilisierungsphase etc. Diverse Tage sowie Heul und Wutanfälle später die Diagnose. Symptome eines bösartigen Tumors ohne Tumorzellen… Als er wieder zu Hause war wurde er beschmust und gefüttert und zwar mit Fischbrei und Garnelen à la Mitbewohnerin. Gute zwei Wochen später gab es zum Abend mehrere kryptische Nachrichten per SMS und mir war klar, das Kerlchen würde ich lebend nicht wiedersehen. Am nächsten Tag kam dann auch die Bestätigung. Irgendwie war ich in dem Moment verdammt froh, dass meine Vermieter gerade im Urlaub waren. Um ehrlich zu sein, weiß es auch noch keiner außer eine gute Freundin und nun ihr.

Aber zurück in die noch weit aus vergangenere Vergangenheit (gibt es das Wort überhaupt?) bevor die Hiobsbotschaft in mein Leben trat und mich erneut von den Füßen fegte. Denn ich verbrachte mit meiner Mitbewohnerin noch weitaus schöne Tage. Zumal wir eine sehr leckere Restaurantkette entdeckt haben. Nachdem meine Mitbewohnerin wieder ins Flugzeug gestiegen war ging es mit mir erneut bergab. Wer denkt man hat sich nach einer Woche gefangen liegt leider falsch. Der Schlaf wurde kürzer, die Laune erneut schlechter. Der Höhepunkt waren zwei Gespräche die folgten. Das erste fand zwischen meiner Chefin, einer Zeichnerin und mir statt. Die Zeichnerin wollte ich schon lange treffen, denn sie ist großartig. Dann waren wir zusammen und fingen uns an uns zu unterhalten. Über das Leben, das Universum und natürlich über meine Bewerbung für die Kunsthochschule, weil meine Chefin von meinem privaten Kram immer noch nicht die Finger lassen kann. Was folgt war eine endlose Litanei über das Leben, die Probleme welche die beiden hatten, wie sie sie lösen mussten, dass sie so viel mehr erfahrener seien als ich, dass meine Kunst nicht so düster sein solle, ich mehr Studien malen müsste. etc. Mich nervte es zusehends von gleich zwei Menschen in die Mangel genommen zu werden… Ich würde gerne mehr Zeichnen, ich habe aber nicht die Zeit dazu entweder ich bin krank oder muss arbeiten oder mein Alltagsleben auf die Reihe bekommen unfallfrei… Das ist nicht einfach! Zum anderen nervt es mich ständig belehrt zu werden. Ich weiß was für mich gut ist und was nicht. ich weiß wie ich mit mir umgehen müsste und im allgemeinen ist mir verdammt vieles sehr Bewusst, denn ein Jahr Intensivtherapie gehen an einem nicht spurlos vorbei.

Irgendwann endete der Tag und ich fühlte mich irgendwie in die Welt des Circles versetzt. Meine Chefin vertrat wohl den Vorsatz charing is caring. Kann bitte irgendjemand einen zweiten Snowden bringen, der dieses Netzwerk in die Luft gehen lässt? So sehr sie es liebt die Probleme andere zu diskutieren, so schwer schweigt sie ihre Probleme tot. Schließlich möchte sie keinen damit belasten, sie sei alt genug mit ihren Problemen alleine klar zu kommen, sie müsse es lernen etc. Die alte Leier des letzend Monats und ich rollte die Augen was dass Zeug hält. Gefühle in sich hinein fressen ist und endet niemals gut.

Die zweite Unterhaltung ging erneut über eben angesprochenes Thema, über Lebensphilosophien und endlich gab es einem Menschen der ähnlich dachte wie ich. Eine großartige Frau übrigens und eine ebenso großartige Straßenkünstlerin dazu. Fazit mit dem ich konform gehen kann, man sollte aus jeder Erfahrung die man im Leben macht etwas positives ziehen. Sollte deshalb, weil Ausnahmen immer wieder die Regel bestätigen jedoch gibt es derartige Schicksalsschläge recht selten. Was mich fertig gemacht hat, war umso mehr die Tatsache, dass wir Stunden gebraucht haben um zu diesem Punkt zu kommen. Jede Minute, die ich die beiden Frauen diskutieren hörte wurde mir schlechter und elendiger, das ich dieses philosophieren ums große und Ganze nicht ertragen kann. Ich will mir keine Gedanken über den Sinn des Lebens machen, über den perfekten Lebensstil, über das Sein im Kollektiv. Ich will eifach nur leben, eifach nur ich sein und einfach nur genommen werden wie ich bin mit allen Vorzügen, Fehlern, Macken und Talenten. So mache ich es bei meinen Freunden doch auch, wenn ich bei einsam anderen nicht kann meide ich ihn eben. Schluss. Fertig. Aus. Zum Schluss gab es die große Frage Wer bist du eigentlich?, damit ist das reine „Ich“ gemeint und darauf hatte keiner wirklich eine Antwort. Ich habe nun eine dank meiner Mitbewohnerin, die mich irgendwie daran erinnert hat. Eigentlich war es mehr der Fuchs mit dem ich früh morgens an der Ampel. Ich glaube ich will gar nicht wirklich wissen wer ich genau bin. Wenn man jede Reaktion von sich kennt und jeden Winkel, dann kann man doch gar nicht mehr überrascht von sich selbst sein. Kann weder Herausforderungen annehmen oder wirklich leben, denn man kennt sich ja schon im kleinsten Detail. Würde dieser Zustand eintreten kann man doch sterben, es lohnt ich ja nicht mehr irgendetwas zu tun. Deshalb ich bin für kontrolliertes Umherwabern im inneren Selbst. Wer macht mit?

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Gesammelte Schätze des Monats, der Mikroherzinfakte

Schon wieder einen Monat vergangen… Die Zeit rast aber auch, die Halloweendeko wird durch Lametta und Weihnachtsmänner ersetzt, die Tage werden kürzer und irgendwie macht mir das alles nicht wirklich viel aus. Also es macht mir nichts aus, dass die Zeit rast. Der letzte Monat war extrem anstrengend und die Dramatik des Septembers konnte noch einmal getoppt werden. Gefühlsausbrüche ungeahnter Kraft sowie eine wenig hilfreiche Chefin sind niemals eine gute Kombi, ähnlich wie Bohnen und Zwiebeln. Meine Chefin begann damit zu predigen, wie sehr man sich lieben sollte, was die Macht der Sprache alles ausmachen könne, dass Heimweh immer einen tieferen Grund hätte und dass man die eigenen Eltern auf keinen Fall mit negativen Dingen belasten sollte. Die Welt drehe sich schließlich nicht immer um einen selbst.

Nein tut sie nicht? Da habe ich wohl etwas verpasst, ich dachte immer über seine Gefühle zu sprechen könnte helfen? Es tut mir ja leid für sie und für mich, dass meine Freunde nicht meine Babysitter sind. Dumm gelaufen. In Zukunft werde ich alles für mich behalten, alles in mich hineinfressen und einfach wieder im Krankenhaus landen wie vor zwei Jahren. Wird sicherlich super, schließlich sind alle guten Dinge drei und nein ich schalte meinen Zynismus nicht aus verdammt nochmal! Was raus muss, muss eben raus. Weshalb ich auch weiter hin meine Freunde mit extrem ausfallenden Sprachnachrichten begrüßen werde. Ich warne sie mir per SMS fairerweise vor… Übrigens wenn ein Mann mit einem Pitbull an euch vorbeigeht und er den völlig desinteressierten Hund zur Seite nimmt und euch misstrauisch bis verschreckt anschaut, dann wisst ihr dass ich gerade verdammt laut brüllt und nicht gerade vertrauenserweckend ausseht. Wie war dass nochmal mit den Gefühlsausbrüchen?

Ich weiß übrigens sehr wohl was ich wem erzählen darf und vor allem wieviel. Ich bilde mir ein meinen Familien- Freundeskreis sehr viel länger zu kennen als sie. Auf die Idee ist sie vermutlich noch nicht einmal gekommen. Eins muss ich übrigens feststellen, sie ist Meisterin darin Salz in so ziemlich jede offene Wunde zu streuen. »Alles zu deinem Besten« könnte sowohl ihr Lebensmotto als auch der Weltuntergang sein. Ich finde es jedenfalls ein Unding, über private Probleme mitten im Bus zu sprechen und dann einen auch noch von gewissen Lebensweisheiten überzeugen. Eins muss ich der Schule lassen, sie hat mich hervorragend darauf trainiert redende Menschen auszublenden.

Was ist denn eigentlich passiert, dass meine Gefühlswelt so aufgewirbelt wurde? Ganz einfach, das Ableben zweier lieber Vierbeiner, inklusive des Fast-über-den-Jordan- Gehens des eigenen Stubentigers. Ich sage fast, er ist mittlerweile wieder einigermaßen auf dem Damm. Mein Vermieter machte es mir nicht leichter, denn teilweise legte der ein Verhalten an den Tag … Traditionelle Erziehung hin oder her, dieser Mann braucht eine feministische Dusche. Zumal er mittlerweile die  Vertretung für Väterchen Frost angetretenist. Keiner darf mehr gute Laune haben, nur weil er Trübsal bläst. Zu guter letzt geriet ich dann auch noch in zwei sehr (für meine Wahrnehmung) unangenehme Situationen, sodass ich plötzlich anfing zu schwitzen. Das Zittern kam einige Sekunden später und die Übelkeit eine Minute danach, Kreislauf sackte ab. Hallo Panikattacke… Ich dachte ich sei euch losgeworden. Die nächsten neunzig Minuten lag ich einfach nur regungslos auf meinem Bett und tat gar nichts, außer ununterbrochen mit irgendjemandem per Sprachnachricht zu reden und zwar über alles erdenkliche. EBen alles was die Panik in dem Moment so zu bieten hatte. Bester Satz: „Das goldene Huhn spielt Tik Tak To“. Übrigens hat der Satz in dem damaligen Kontext Sinn ergeben, keinen Grund zur ernsthaften Sorge.

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Herzenkramen, Klappe die Dritte: Orte

Im Rahmen des Projektes Herzenskramen von Random Randomses hier nun das dritte Thema:

Es gibt nichts schöneres auf der Welt, als das eigene Zuhause. Allerdings muss häufiger so einige Irrungen und Wirrungen gehen bis man diesen Umstand feststellt. Dementsprechend hier elf Orte, die ich noch gerne zu Lebzeiten bereisen würde… Sei es auch nur in meinen Träumen.

 

Hier geht’s zum Thema: Sprache

Gesammelte Schätze des Monats, der Talfahrten

Und hier geht es zur lieben Administratorin dieses Projektes

 

Der September startete durchwachsen. Ihr erinnert euch sicherlich an die Erwähnung meinerseits über das Babysitten spielen? Das wurde knallhart durchgezogen. DramaQueen war zwar gewillt ein wenig zu helfen, dennoch war ich plötzlich der Chef. Die Ansprechpartnerin für zwei pubertierenden Jungs, die kaum englisch Sprachen und nicht wirklich eine Ahnung von Kunst noch von Computern hatten. Beides ganz schlechte Voraussetzungen. So kam es, dass ich durch mehr oder weniger erfolgreichen Scherzen erfuhr, dass ich als Chef für die beiden von meiner Chefin strafbar gemacht werden konnte. Nicht Eltern haften für ihre Kinder, sondern Praktikantin haftet für zwei Praktikanten der Praktikantin. Zwei Tage später war es dann nur noch einer. Der Andere war zu einem weiteren Projekt versetzt worden. Nun hatte meine Chefin die grandiose Idee dem Jungen die Aufgabe zu überlassen, die PowerPoint Präsentation erstellen zu lassen welche ihren geplanten Vortrag vor dem Bürgermeister der Stadt untermalen sollte. Wichtiger Termin und ganz wichtige Präsentation. Wir Erinnern uns der Junge konnte nicht mit Computern um gehen, geschweige denn mit englischen Texten umgehen… Die ganze Idee war also definitiv keine Glanzleistung. Zumal sich herausstellte, dass er noch nicht einmal wirklich Ahnung von unserem Projekt hatte. Ihr dürft also eins und eins zusammen zählen und euch denken wie die Präsentation ausgesehen hat. Die Computer hassten ich wohl ähnlich, denn der eine funktioniert bis heute eher schlecht als recht und der andere besitzt eine zu alte Betriebsversion, die nicht mehr geupdatet wurde. Es musste also an meinem privatem Laptop gearbeitet… Arbeitet mal zu zweit an einem Projekt ohne eine wirkliche Aufteilung zu haben. Die unternahm ich zwar, jedoch scheiterte es schon an der Mitteilung dieser. Gleichzeitig war ich für den jungen Herren verantwortlich ergo ebenso für die Fertigstellung einer vernünftigen PowerPoint.

Kurz gesagt ich hatte eine Woche lang abends keine Freizeit mehr, sobald ich nach Hause kam wurde sich erneut vor den Laptop begeben und weiter gearbeitet. Aus den Textzitaten, die über mehrere Zeiten gingen) wurden Stichpunkte, Layout sowie Fotos wurden angepasst. Nein, ich tat es beim besten Willen nicht für den Praktikantin. Ich tat es um meine Haut zu retten sowie den Ärger so zu minimieren wie es nur möglich war.

Dem ganzen Streß auseinandergesetzt zu sein fan mein Körper wohl nicht so genial. Ich wachte dank extrem trockener Nase eines nachts mit laufender Nase auf. Kein Problem dachte ich und wichte sie im dunkeln ab und drehte mich um. Das Problem die Flüssigkeit lief weiter und es fühlte sich weder nach Nasensekret noch nach dem guten alten Schnodder an. Was war es dann Böses Ahnen schlich ich ins Badezimmer und siehe da. Richtig vermutet, ich sah aus wie eine der Jungfrauen in den alten Vampirromanen, die gerade gebissen worden waren. Sexy und musste schmunzelnd da ich eher so etwa wie ein Zombiegesicht erwartet hatte. Das Gefühl hielt allerdings nicht lange. Denn was alles andere als sexy war, war der Umstand dass sich alles wie wild zu drehen anfing. Meine Beine zu Pudding zerflossen, mein Herz anzurasen anfing und ich wie blöd anfing zu schwitzen. Vielleicht war ich unterzuckert? In die Küche wankend, stellte ich fest einen Müsliriegel zu verspeisen wurde zu einer Unmöglichkeit, den Notruf zu holen ebenso und ich war mir nicht sicher ob, wenn ich mich jetzt, hinlegen würde mich nicht ernsthaft verletzte. Also den Weg zu der Freundin meiner Vermieterin gewankt, die ja nun zwei Wochen bei mir wohnte.

Sie erschreckte sich tierisch. Spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem ich mich zu erklären versuchte: Denn Löffel abgeben, war unter dem Gefühl des Dahinscheidens schwierig zu erklären.   ins Englische schwer zu übersetze für einen  versuchte ihr verständlich zu erklären, dass ich Dementsprechend verstand sie erst einmal nichts. Ihr Freund dafür umso mehr, der war nämlich von meine Kollaps wachgeworden. Ich erspare euch die genauen Informationen und ich dachte so etwas kommt nur in Filmen vor. Wie auch immer, außer drehen konnte ich nicht wirklich viel. Einer der Gründe, weshalb ich von meiner Mitbewohnerin runter rollte.

Während beide beratschlagten was beste und vor allem schnellste Weg ins Krankenhaus wäre lag ich mehr oder minder daneben. Krankenwagen war anscheinend keine Option, denn anscheinend traf das englische Klischee: Der Pizzabote wär zuverlässiger als der Krankenwagen wohl auch auf Irland zu. Darüberhinaus würden wir eh viel zu nah dran wohnen. Diese Feststellung half mir in dem Moment verdammt wenig. Den Gedanken zu laufen verwarfen sie gott sei Dank binnen Sekunden. Inzwischen ging es mir soweit besser, dass ich das gesamte Drama mitbekam und mir bereits dachte wenn ich gerade einen Herzinfarkt gehabt hätte wäre ich bereits tot. Letztendlich wurde sich auf ein Taxi geeinigt, was allerdings erst geholt werden musste. Nicht per Telefon sondern mehr Straßenhüpfperformance im schneidendem Regen und undankbaren Temperaturen.

Nach neun Stunden Notaufnahme, jede Menge Dösen und fast vom Stuhl fallen, Langeweile und vielen Diskussionen mit den dortigen Schwestern lautete meine Diagnose… Ein ganz kleines Fitzel zu wenig Eisen im Blut. Ich bekam eine Krankschreibung für zwei Tage und ein Rezept für ein schickes Eisenpräparat, welches ich dann auch noch selbst zahlen durfte.

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Gesammelte Schätze des Monats der Fremde

 

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Irlands, das Land der Kobolde, der Schafe und des Islams?! Anscheinend soll die islamische Bevölkerung bis 2030 hier um 188% gewachsen sein. Ja gut… 2011 lebten 1,1% in Irland (48.130 Menschen).  Ich wusste nicht, dass dieser Umstand so weltbewegend ist, dass er auf der Googlesuche auf Platz drei der Suchanfragen erscheint, aber bitte. Jetzt aber zu wichtigergem, beispielsweise meiner Wenigkeit.

Dieser Monat sollte eigentlich jeden Rahmen sprengen in Sachen Spannung und Erlebnissen und sicherlich tut er das auch, jedoch bin ich vermutlich so reizüberflutet dass der Status schon mittlerweile bei Routine angekommen ist.

Irlands, das Land der Kobolde, der Schafe und des Islams?! Anscheinend soll die islamische Bevölkerung bis 2030 hier um 188% gewachsen sein. Ja gut… 2011 lebten 1,1% in Irland (48.130 Menschen).  Ich wusste nicht, dass dieser Umstand so weltbewegend ist, dass er auf der Googlesuche auf Platz drei der Suchanfragen erscheint, aber bitte. Jetzt aber zu wichtigergem, beispielsweise meiner Wenigkeit.

Dieser Monat sollte eigentlich jeden Rahmen sprengen in Sachen Spannung und Erlebnissen und sicherlich tut er das auch, jedoch bin ich vermutlich so reizüberflutet dass der Status schon mittlerweile bei Routine angekommen ist.

Die Besitzer meiner Unterkunft sind im Großen und Ganzen wirklich nett, wenn auch ein wenig speziell. Politischer Aktivismus, gepaart mit einen folkloristischen, yoga- orientiertem Nachtleben prallt auf Vollblut Italienerin mit frischem Baby. Zwischen all dem mal wieder ich. Weder Yoga, noch Baby oder gar Nachtleben orientiert. Ich hätte alles hervorragend ausblenden können, wäre da nicht der Umstand gewesen, dass ich die ersten 29 Tage im Wohnzimmer verbringen musste. Mein eigentlicher Raum war noch von AirBnB Gästen besetzt… Liebhaber des Nachtlebens und das Feingefühl eines Elefantens besitzend. Siehe laut um fünf Uhr morgens die Wohnungstürzuschlagen und dann minütlich abwechseln Zimmer- Badezimmertür und dann zur jeweiligen Begleitung flüstern: We have to be quiet. Jeder Guerilla-Krieger hätte die beiden an den nächstbesten Baum gebunden und den wilden Tieren überlassen, besser sie würden gefressen als der Rest der Mannschaft.

Ansonsten hält sich unser Verhältnis in der Waage. Wir teilen eine gewisse Neigung für dieselbe Filmgenres und die Liebe zur Geschichte (zumindest mit meinem Vermieter), jedoch ist die Haltung von Grundsatzdiskussionen recht unterschiedlich. Ich weiß nicht ob er schon dahinter gekommen ist, aber ich sehe zu dass ich diese Themen großräumig meide. Mit seiner Freundin habe ich nichts gemeinsam. Außer dass wir beide nicht sonderlich gut Englisch sprechen. Ich bin eben nur halb so geistreich, was mich tierisch nervt. Ich bin nicht dumm wie Stroh, wirke aber so. (Mein zweiter unabsichtlicher Reim des Tages).

Wobei, dass eigentlich zuerst meine kleinste Sorge gewesen war. Es gab da noch eine ganz andere Nummer. Wenn mein Vermieter früh morgens/ mitten in der Nacht von der Arbeit nach Hause kam legte er sich dann öfters mal ins Wohnzimmer. Wir erinnern uns, ich schlief dort. Nein, ich habe ihn nie reinkommen hören und nein wir haben auch nicht im selben Bett bzw. auf der Couch geschlafen sondern an entgegensetzen Enden des Raumes! Keine Angst. Mein Problem war einfach nur, dass ich beim Aufwachen lediglich eine dunkle Silhouette erspähen konnte, wenn ihr alleine eingeschlafen seid dann ist es überhaupt nicht witzig zu zweit aufzuwachen auch wenn der Andere mehrere Meter von dir entfernt friedlich liegt. Was mich besonders wahnsinnig macht ist, dass die Wohnung eine offene Küche besitzt… Im Wohnzimmer quasi. Habt ihr schon mal versucht im Dunkeln euer Frühstück zu kochen und zu essen? Ihr werdet die Taschenlampenfunktion eures Handy lieben lernen. Sachen packen und sich blind Klamotten für den Tag herauszusuchen wird ebenfalls zu einer Herausforderung. Egal wie leise ich war, ich habe ihn meist doch aufgeweckt. Er hat sich aber nie beklagt. Besser ist… Ich meine was kann ich dafür, dass sein Sohn gerade seine Schreiphase hat. Es ist sein Sohn, nicht meiner. Oropax würden helfen…

Daraus folgere ich einfach mal… Die Stärke meines Heimwehs sowie meiner Verfassung hängt also ganz stark von meiner Verfassung ab: Wie gut/ lang ich geschlafen habe, welche Wetterlage gerade herrscht herrschte und was ich an diesem Tag machen würde. Bis sich die Parameter verschieben, wird es noch eine ganze Weile dauern. Meine oben genannte Routine besteht meist darin mit den Stimmungsschwankungen zurecht zu kommen. Alleine… Permanent an der Wange eines irgendjemanden zu hängen schickt sich nicht. Man muss lernen, alleine klar zu kommen weshalb ich bereits stolz bin bereist drei gute Tage hinter einander gehabt zu haben. Zur Verdeutlichung, bei einem Graph der Gleichung f(x)= 20sin(20x)  hab ihr schnell einen ersten  Eindruck. Es ist kein Wunder wenn ich um neun bereits im Bett verschwinde und um vier schon wider aufstehe. Danke Zeitverschiebung…

Zumal sich neben einem unfreiwilligen Mitbewohner seines/ meines Zimmers noch  eine Spanne von weiteren Problemen auftaten. Fehlende Privatsphäre heißt für mich als introvertierter Mensch die pure Hölle. Das Wohnzimmer wird tagsüber gerne als Babyzimmer benutzt und eben Wohnzimmer. Wenn man keine Menschen sehen will, könnte dies schwierig werden. Sicherlich ich hätte rausgehen können, ich hab mir nichts anderes gewünscht nur wenn du dir das Knie beim draußen Joggen zu zerschießt, dass Gehen zum Spießroutenlauf wird ist das ganze verdammt unangenehm. So zahle ich das Fitnessstudio in dem ich mich hier angemeldet habe seit gut zwei Wochen umsonst, wobei ich nun pausieren werde denn irgendwann saß ich in der Notaufnahme. Brav früh morgens und wartete auf Diagnose, Ergebnisse, Hilfe. Kühlen, Kampferöl und eine entzündungshemmende Salbe inklusive Schonen hatten eher weniger geholfen und so hatte ich die Faxen dicke. Den ganzen Tag zu Hause sitzen ohne bis dato eigenen Rückzugsort?!

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Im Westen viel neues

Nun bin ich weder Soldat, noch Frontkämpfer oder gar Unteroffizier, doch ist die Überschrift ja ein wenig verändert worden damit es auch zu keinen Missverständnissen kommt. Denn im Gegensatz zu diesem einem Erzähler, habe ich sehr wohl neues zu berichten und es ist auch nicht alles ruhig.

Als aller erstes kann und möchte ich berichten, dass ich heil angekommen bin. Sogar ein einem Stück und ohne einen Kratzer, nur mit angefressenen Nerven. Ich bin mir sicher, die Iren machen sich regelmäßig einen mächtigen Spaß daraus Touristen in den Wahnsinn zu treiben. Steigt man aus dem Flugzeug aus, wird man in einen Dschungel von Menschen, Gängen und Gassen geschmissen. Ohne Vorwarnung, darf man sich selbstständig mit ziviler Machete einen Weg zu den Gepäckbändern bahnen, jedoch dabei bloß nicht die Passkontrolle, Zoll, oder gar das Badezimmer zu vergessen. Am Flughafen ist nahezu nichts ausgeschildert. Weder die Gepäckbänder, die Gepäckbandzuteilung oder die Toiletten. Lediglich wenn man direkt davor steht hat man überhaupt eine Chance. Hat man letztendlich seinen Koffer gerade noch so vor dem Flughafenmitarbeiter gerettet, der ihn schon als vermisst abstempeln wollte darf man sich dann in die Traufe wagen. Die Busse sind genauso wenig ausgeschildert wie der Rest. Wo, welche Linie fährt ebenso… Die einzige Lösung besteht darin sich brav von Ecke zu Ecke zu fragen. Klappt wunderbar und man lernt gleich, das irische Englisch schätzen.

Ich gebe euch einen Rat: Seid ihr einigermassen finanziell gut aufgestellt, dann nehmt euch ein Taxi zu eurer Unterkunft. Gehört ihr zu der Spezies arme Bagpacker wie ich oder zur Spezies Masochist nehmt den Bus… Das Schlimme dabei ist lediglich die recht ruppige Fahrweise der Busfahrer oder die endlose Wartezeit, die gerne schonmal bis zu 20 Minuten betragen kann. Im typischen Wechselbad der Gezeiten eine Herausforderung. Die Iren selbst sind dagegen höflich und zuvorkommend, hilft bei dem Verkehrsaufkommen und der ebenso endlos erscheinenden Fahrzeit auch keine Lösung. Wenn man darüberhinaus die Dreiviertelstunde auf dem Behindertenplatz stehend verbringt, da spürt man die Massage des Kupplung kommen lassen, Kupplung vergeigen, Bremsen, erneut Kupplung kommen lassen, diesmal es irgendwie schaffen nur um an der nächsten Ampel eine Vollbremsung hinzulegen. Dann wiederholte sich die Prozedur… Nein, ich konnte mich nicht hinsetzen, weil der Kollos von Gepäckstück keine Bremsen besitzt und so pflanzte sich mein eigener Leib dekorativ davor.

Abgesehen von dem Kuppelunglück sind die Fahrkünste der Iren sehr solide. Liegt allerdings auch an dem Umstand, dass weder völlig größenwahnsinnige Rikscha-, Tuk- Tuk-, Taxifahrer oder Kuriere unterwegs sind. Ein persönlicher Chauffeur ist in dem Sinne sicherlich stilvoller und nervenschonender. Dafür erhält man, aber bei den Einheimischen weniger anerkennende Blicke. Im Gegensatz zu meiner Heimatstadt ist hier das Fahrradfahren übrigens kein Selbstmord. Auch Laufen ist eine angemessene Fortbewegung, dank der geringen Größe der Hauptstadt braucht man maximal lediglich 45 Minuten zu einem der entlegensten Orte. Wie eben schon subtil geäußert sollte man den Bus dringend melden… Das Bussystem an sich ist ein riesiges Chaos. Befindet man sich weiter draußen wäre Busfahren vermutlich kein Problem, jedoch verschmilzt der Busplan downtown zu einer einzigen undefinierbaren Masse. Es gibt gefühlte hundert Buslinien, die an jeder Ecke halten. Eine Ordnung ist dort Fehlanzeige. An meinem ersten Arbeitstag habe ich einen Kollegen gebeten mir den Weg nach Hause vie Bus zu beschreiben, aus Gründen wie er später erfahren werdet. Er tat es und was dabei herauskam war ein solches Chaos, dass ich doch lief. Die Haltestelle, die ich hätte anpeilen sollen habe ich bis heute (eine Woche) später immer noch nicht gefunden.

Damit ihr nicht so aufgeschmissen seid wie ich, gibt es jetzt einen kleinen Einführungskurs in die wichtigsten Dinge, die man hier beachten sollte:

Der Linksverkehr

Wie in Japan, Australien und natürlich dem Vereinten Königreich und tausend anderen Ländern herrscht hier Linksverkehr. Dieser Umstand war mir zwar irgendwie geläufig, macht das immer noch bestehende Desaster aber nicht minder schlimmer. Ich denke ich habe es einzig und allein den Schriftzügen auf dem schicken Beton zu verdanken, dass ich noch lebe. Denn neben dem jeweiligen „Look- Right“ sowie „Look- Left“ ist daneben noch ein kleiner Pfeil gemalt worden in der entsprechenden Richtung versteht sich. Danke liebe Stadtverwaltung, endlich seit ihr mal zu etwas nütze. Ebenso wie die Autofahrer selbst, es gibt nämlich keine Raser…. Ein großer Großteil hält sich allen ernstes an de empfohlenen Tempomaxima.

 

Die Ampeln

Andere Städte sind für ihre verrückten Radfahrer oder Mopedfahrer bekannt. Dublin wohl für seine waghalsigen Fußgänger. Dubliner interessiert es ähnlich wie Parisienne oder die Bewohner Lissabons nicht im geringsten welche Farbe die Ampel zeigt. Ob Rot, Gelb oder Grün ist einerlei dabei hat man uns Deutschen doch diese nette Eselsbrücke beigebracht: Rotgänger, Totgänger Grüngänger leben länger. So wartete ich mein erstes Mal geduldig ab. Musste aber bald feststellen, würde ich hier so schnell nicht vom Fleck kommen. Verwesungsprozess mit inbegriffen.

Solange kein Auto fährt ist für alle Dubliner grün, ausnahmslos wann und wo. Sämtliche Auto-, Bus-, Taxi-, Mottorad- Fahrer akzeptieren dieses stille Abkommen übrigens einvernehmlich. Selbst die Polizei, wobei die so einiges Akzeptieren. Was sie augenscheinlich nicht sehen, damit müssen sie sich auch nicht befassen. Wer arbeitet schon gerne?

 

Die Sprache

Das schöne an Irland ist, es ist so vielfältig. Beispielsweise in der Sprache, Irisch ist bis heute die offizielle Landessprache und wird noch in vielen Schulen (zum Leiden der Schüler unterrichtet), dass lustige dabei ist. Gerade mal 30% der Iren sprechen wirklich gälisch regelmäßig bzw. scheinen es zu beherrschen. 1% aller Iren gibt diesen Umstand als offiziell an. Das schöne an Gälisch: Die Aussprache ist noch fantasievoller als die des Französischen und die drei am häufigst vertretenen Dialekte (Munster, Ulster sowie Connacht) bilden die Sprache selbst, da niemals ein einheitliches Gälisch existiert hat. Der Lárchanúint ist der künstlich geschaffene Standarddialekt, der vor allem auf sämtlichen Verkehrs- Hinweisschildern steh sowie auf offiziellen Plänen.

 

Der Sport

In Dublin gibt es recht viele Sportgeschäfte. Die meisten bedienen gälisches Fußball, Hurling/Camogie, oder Rugby. Eben alles seht landestraditionell… Ausgetragen werden diese bei mir direkt um die Ecke, von der GAA- Organisation gesponsert. Besonders im August sowie September, wenn hier die Finalrunden der Landesmeisterschaften stattfinden ist hier die Hölle los. Jedes Wochenende inklusive Bank Holiday pilgern Tausende in Richtung Stadion. Alle feiern, es dröhnt überall laute Musik, Konfetti fliegt, Grafschaftsbänder werden verkauft und am Ende des Abends stinkt überall nach Bier. Das Besondere, alle Sportler der GAA sind Amateure. Es kann also durchaus sein, dass man sein Idol vom letzen Wochenende plötzlich beim Bäcker vor der Nase stehen hat und er einem die frisch, dampfenden Brötchen über den Tresen reicht.

Ich war schwer verwundert zu erfahren, dass es kaum enthusiastischere Fans als die Iren gibt. Selbst die Mädels schreien sich à la Wacken die Kehle aus dem Hals und wenn die Familie folgt ist alles um so besser. Das beste daran, trotz Bier es bleibt gewaltfrei. Während der ganzen spiele habe ich max zwei Hand voll Polizisten registriert die das ganze beaufsichtigen. verliert die eigene Mannschaft wird zwar gejammert, geflucht und wild diskutiert aber niemand wird handgreif. das wäre in Deutschland undenkbar, man schaue sich die Reiterstaffeln und getrennten Bahnverkehr an.

Das Benehmen

Wie ihr bereits erahnen konntet sind die Iren ein sehr höfliches Volk. Keine Spur von den eher ruppigen, einsilbigen Schotten. Die Iren sind ganz britisch. Ein „How are you?“ gehört wie ein „Have a nice day“ zum täglichen Umgang ergänzt durch ein nettes Lächeln. Das Einzige, was so manch einer vermissen könnte ist vielleicht der Humor. Man muss etwas tiefer schürfen um an das geistige Gold zu gelangen. Wenn man den Hacken dann raus hat findet man ihn meist in sehr schwarzer und sehr trockener Form. Muss man mögen, falls der Witz einem überhaupt auffällt… Wie gesagt man muss tief schürfen.

Darüber hinaus hält sich die Formalität wacker, angebotene Dinge erst dreimal abzulehnen bevor man sie annimmt. Ansonsten besteht die Gefahr als rude abgestempelt zu werden oder gar als etwas schlimmeres. Ähnlich unauffällig ist die Lenkung der Entscheidungen anderer. Ein klares Nein wird man selten vernehmen… Dagegen Diese Vorhänge passen doch viel besser in deinem Wohnzimmer als die letzten sehr viel öfters. Ein Müsstest du nicht auf Toilette?, ist ein Zeichen dafür dass der jeweilige gegenüber dringend auftreten müsste. Werdet ihr gefragt ob ihr nicht den Pub wechseln wollt, sagt einfach ja es wird seine Gründe geben besonders bei Einheimischen. Die jüngeren Generationen werden allerdings in dieser Hinsicht wesentlich lockerer, ist auch irgendwie unpraktisch.

 

Das Essen- Essengehen

Vegetarisch und glutenfrei sind in Dublin in der Innenstadt fast kein Problem mehr. Viele Ost- Asiaten sowie Inder bieten hier Vegetarische oder glutenfreie Speisen an. Vegan wird etwas klniffliger, ist aber auch irgendwie machbar. Meist bezieht sich, dass vegane Angebot mehr auf Cafés als Restaurants. Jedoch ist als Praktikant, dass Essengehen hier definitiv zu teuer weshalb ich wie immer zum Jäger und Sammler geworden bin. Mit wachsamen Augen schleiche ich also regelmäßig durch Supermärkte, in der Hoffnung etwas ansprechendes zu finden.

 

Der Alkoholkonsum

Das Klischee stimmt, allein in Dublin soll es angeblich 666 offizielle Pubs geben. Die tatsächliche Anzahl liegt laut so manchem Fremdenführer bei 1000. Was genau war ist, kann ich euch nicht sagen denn ich werde den Teufel tun alle zu zählen. Das einzige was ich weiß, dass ein Feierabendbier meist nicht eins ist, sämtliche Sportveranstaltungen mit Massen von Bierfässern begleitet werden und das in Dublin umgerechnet täglich 10 Millionen Pints produziert werden wundert dann auch nicht mehr. Übrigens hier gibt es existiert immer noch die alte Einheit Pint. Etwas anderes werdet ihr hier kaum finden. Demnach für alle dort draußen ein Pint= 0,568 Liter. Da irisches Bier, allerdings weniger Alkohol beinhaltet als deutschen dürft ihr trotz größeren Krügen gerne noch mehr trinken. Die Iren werden euch begeistert danken, 50% der Dubliner sind sogar noch unter 25 erklärt weshalb, sie vielleicht noch so viel Bier trinken können. Guinnes ist übrigens immer noch Markführer mit einem höheren Alkoholanteil als andere irische Starkbiere.

Lebensmittel einkaufen

Frisches Gemüse sowie Obst kauft man entweder bei den beiden deutschen Diskounter oder auf dem Markt. Alles andere ist zu teuer…Wenn hier Glück habt findet hier bei der britischen Supermarktkette angefangen mit T ebenso Tiefkühlgemüse wie bei beiden Discountern, was preiswert ist und schmeckt. Dabei muss beachtet werden, dass der Discounter mit dem blauen A zur Süd- Kette gehört und so mein Leben rettet… Wenn hier jemals bei der T- Kette einkaufen solltet beachtet dabei, je näher ihr dem Stadtzentrum kommt desto teurer werden die Preise. Ernsthaft die Preisschwankungen liegen teilweise bei einem Euro. Alle anderen schnell Supermärkte oder billig Läden verkaufen lediglich Süßigkeiten und Chips… Die Regalreihen nehmen dort endlose Maße an. Frische Lebensmittel? Fehlanzeige…

Dank der relativ hohen Immigranterate gibt es neben zahlreichen:

asiatischen Supermärtkten (nur dort bekommt ihr Tofu zum bezahlbaren Preis!),

indische Supermärkte (Palak Paner aus der Dose kann ein sehr leckrer Notfall sein)

persische Supermärkte (ich empfehle die zwei Kilogrammpackung Kichererbsen)

polnisch/ slawische Supermärkte (jede Menge Fleisch… und vegetarische Pasteten sowie deutsche Schokolade zu Wucherpreisen)

sowie brasilianische Supermärkte (Tapiokastärke und glutenfreie Käsebrötchen ich komme!)

 

Die irische Nationalgeschichte: