Monat: August 2015

Herzliches Durcheinander

Am selben Abend nach dem Abschlussessen und den Escape-Games hieß es nun… Party Time! Für viele, aber nicht für mich. Spätestens als unsere, vor Müdigkeit hyperaktive Freunde, ins Zimmer stolperten, bepackt mit einer riesen Tüte voller Energy- Drinks wussten Marvinchen* und Ich: Nein, wir würden die Nacht nicht zum Tage machen. Wir wollten die spießigen Langweiler spielen und keinen Zuckerkater am nächsten Morgen adoptiert haben. Unsere Augenringe alias Augengräber reichten uns schon. Der Concealer war mittlerweile leer. Also rein in die Federn. bzw. rein in die merkwürdig gemusterte Giraffenüberdecke und durchstarten in Richtung ‚Traumland‘. Die um 3 Uhr nachts reinschwärmenden Zimmermitbewohner bekam ich nicht mehr mit, ebenso wenig wie das anscheinend folgende einstündige Gequatsche, auch ohne Ohropax. Danke Tiefschlaf! Trotzdem hieß es am nächsten morgen eher mäßig erholt aufwachen. Ab zum Frühstück, was genauso karg wie am Morgen davor ausfiel. Gemüse, Obst vom Supermarkt und der wenige Jogurth. Ein Hoch auf meinen letzen Müsliriegel. Danach wollte ich eigentlich meinen Rucksack packen, aber das vergaß ich beim Anblick der Uhr wieder ganz schnell. 8:00, die Anderen würden garantiert erst um 10.00 Uhr aufwachen, wenn überhaupt. Es hätte mich nicht gewundert, wenn erst ihr Märchenprinz hätte kommen müssen um sie wach zu küssen. Ob ein Märchenprinz, allerdings in einem solchen Hostel in Krakau nach seiner Traumfrau suchen würde? Vermutlich. Schließlich ist der Prinz für Dornröschen ebenfalls ziemlich lange gereißt.

Nun hieß es meiner seits sich beschäftigen bis entweder die Anderen aufwachten oder ich selber einschliefe. Die zweite Variante erschien mir verlockender und so verzichtete ich auf meine Reiselektüre und hörte mir BBC WorldRadioStation an. Spätestens bei den neusten Ergebissen irgendwelcher Cricket und Ice Hockey Mannschaften schlief ich ein. Sportnachrichten sind doch zu irgendetwas gebbrauchen. Irgendwann mischten sich in meine Träume allerdings merkwürdige näselnde Geräusche. Ich wachte auf und hatte zu erst gar keine Ahnung wo ich war. Ich lag normalerweise nie angezogen in einem fremden Bett. Verdammt?! Doch ich behruhigte mich merklich, als ich das näselnde Geräusch als Schnarchen einer Zimmermitbewohnerin identifizierte. Die gedanklichen Nunchakus konnte ich wieder in meinem imaginären Rucksack verpacken. Schade eigentlich… Power-Napping sei Dank (sind 90 Minuten noch Power-Napping?), war ich gefühlsmäßiger erholter und hatte auch bessere Laune. Selbst lächeln konnte ich. Meine Laune änderte sich aber schlagartig als ich von meinem Schlafplatz zu Boden sprang und prommt in einem Nest voller Salzstangen landete. Krasch. Wisst ihr eigentlich wie schmerzhaft sich zerbrochene Salzstangen am Morgen an den Fußsohlen anfühlen können? Ich würde, dass nicht wegmachen. Schließlich waren es deren Salzstangen, nicht meine. Überhaupt: Unser Zimmar sah aus wie eine einzige Müllhalde. Dem Anschein nach zu urteilen hatten meine Mitbwohner nachdem aufstehen irgendwie leise weiter gefeiert oder sämmtliche Verpackungen Krakaus umweltfreundlich gesammelt und wahllos aufgerissen. Das Zimmer war, außer mir und dem mittlerweile nicht mehr schnarchenden Wecker, leer. Alle beim Frühstück. Also noch eine Runde Tee für mich… Den jammernden Wecker ignorierte ich.

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Die unverhoffte Hölle

Im Frühstücksraum saßen bereits einige Morgenvögel, (alles Messebesucher) inklusive riesiger Cosplay- Versammlung bestehen aus: einer Maid, Totoro, Shiggy, Pikatchu, Yoshi und einem Kabuki Mario… Viele Nintendofans.

Das Frühstück habe ich euch erspart zu fotographieren… Apfel und Brot mit Veggie aufstrich. Das Highlight schlecht hin. Nach der Nahrungsaufnahme, dann selbst mit dem Mitbewohner wieder in den zweiten Stock zurück gelaufen um mich endlich fertig zu stylen. Mit passendem T-Shirt, Haaregl und Kayal. Nur gab es ein Problem bei dem Kayalstift, der lag nämlich bei mir zu Hause auf dem Schreibtisch wie ich feststellte. Verdammt, mein Cosplay ohne Kayal war nur nun ja irgendwie sinnlos und meine Augenringe reichten dafür so gar nicht aus. Es war auch noch zu früh, um zum nächsten Drogeriemarkt zu laufen um sich einen zu kaufen. Also was tun? Zigaretten schnorren und dann mit der Asche? Neee. Mein Mitbewohner wusste Abhilfe. Ich solle einfach seinen Kayalstift nehmen. Warum mein Mitbewohner Kayalstift benutzt, habe ich bis heute verstanden. War mir zu dem Zeitpunkt ziemlich egal, hauptsache die Augenringe saßen.

Weiter gepackt für den Tag, anschließend in ein gerade vorbei kommendes Taxi hineinhechten. Ich wollte den Luxus nicht, aber mein Mitbewohner bestand darauf. Die Straßenbahn war nicht nur überfüllt sondern fuhr fast im Schritttempo an uns vorbei. Tokio zur Rushhour ist dagegen reinste Entspannung. Das beste war allerdings der Blick des Taxifahrers, er mussterte mich nur von oben bis unten mit versteinerter Mine und sah dann zu meinem Mitbewohner. Dann fragte er einfach nur Messe?

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Fragen über Fragen!

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So als erstes sollte man sich laut Regeln ja bedanken. Also Danke Trivial 😉 Nach langem Warten ist das Zeugs jetzt endlich beantwortet und wie ich finde sogar sehr gewissenhaft. Scheiß auf Eigenlob stinkt. Einige Fragen waren äh… sehr komplikreativ.

So jetzt aber. Ich glaube die Regeln muss ich für alle jetzt nicht noch einmal die Regeln kopieren oder?

1. Was war der surrealste Moment in deinem Leben?

Der liegt gar nicht mal so weit zurück. Es war, wie sollte es anders ein, an einem Montag. Der Morgen war schon grauenhaft gewesen (verschlafen, nicht lecker gefrühstückt und meine lieben Klassenkameraden waren auch in keiner guten Verfassung) kurz gesagt, ich war dünnheutig, gereizt und unglaublich müde. In Englisch durften wir dann den Film Extremely loud & Incredible close schauen und natürlich habe ich angefangen zu weinen wie ein Schlosshund (bei Filmen und Büchern bin hypersensibel!). Dies wäre an sich kein Problem gewesen, denn es war dukel und keiner interssierte sich für das halbschlafende- halbverweinte Bündel roter Jacke in der vorletzten Reihe. Wenn da nicht meine Englischlehrerin gewesen wäre, sie rief mich dann zu meiner Notenbesprechung rief. In dem Nebenraum brannte nur Licht. Statt aufzuhören und einen neutralen Gesichtsausdruck zu wahren, weinte ich noch schlimmer, dieses Mal wegen Peinlichkeit, der Absurdität und des Nicht-Wollens dieser bescheidenen Note!!*. Bei dem Versuch mich zu trösten musste sie dann auch anfangen zu weinen… Zusammengefasst: Meine Hass-Lehrerin und ich saßen zusammen alleine an einem Montag morgen im Hinterraum und weinten uns die Augen aus dem Kopf wegen eines Films, der noch nicht einmal super traurig war. Ich kenn definitiv schlimmere und ich rede hier nicht von Titanic. Nachdem wir uns beruhigt hatten diskutierten wir anschließend über die Ungerechtigkeit, aber auch über die Schönheit des Lebens. Das war verdammt schräg…

2. Worüber ärgerst du dich bei dir selbst am meisten?

Wenn man mich nach etwas fragt und ich die Antwort nicht weiß. Ich hasse es Dinge nicht zu wissen, dass ist vermutlich völlig menschlich, dennoch, wenn ich in der Schule in einer meiner Lieblingsfächern sitze und nicht sofort weiß aus wie vielen Aminosäuren Titin besteht… (1. Das länsgte Protein der Welt und 2. 300) kriege ich höllenartige schlechte Laune.

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