Music

Gesammelte Schätze des Monats der Belastungsproben

Mein Dasein losgelöst von Zeit und Raum hat ein Ende! Wenn dieses Semester ein Marathon gewesen wäre, ich wäre angeschossen und in Zeitlupe humpelnd über die Ziellinie getaumelt. Überlebt ja, elegant? Auf keinen Fall. Ärgert mich es? Natürlich, aber ich habe momentan gerade nicht die Kraft mich darüber so wirklich aufzuregen, stattdessen schreibe ich diesen Beitrag hier. Wohin er führt, bleibt unabsehbar denn trotz Klausurphase ist eindeutig zu viel (?) passiert. Ich weiß mittlerweile, dass ich diesen Satz quasi jeden Monat schreibe aber irgendwie hört die Achterbahnfahrt in ungeahnte Höhen und Tiefen eben nicht mehr auf. Vielleicht ist der Clou auch, dass sie eben nie aufhört aber könnte die Strecke dann zumindest mal aufhören Loopings oder Haifischrollen hervorzuzaubern?

Fangen wir damit an, dass Anfang Juni endgültig alle Absagen der Kunstfachhochschulen eingetroffen sind und es mir unterbewusst wohl doch mehr Ärger bereitet als ich eigentlich wahrhaben wollte und immer noch will. Trotz drölfzigtausendmal durchkauen und therapeutischen Gesprächen mit der Mitbewohnerin bleibt momentan noch ein großes gähnendes, bedrohlich Aussehendes Fragezeichen zurück. Daran änderten die überstandenen zwei Referate auch nichts, denn es standen noch zwei Klausuren und ein drittes Referat. Klingt stressig und unter uns, Stress ist für die letzten vier Wochen meines Lebens gar kein Ausdruck. Sofern ich diesen Monat jetzt schildere, dürft ihr euch bitte vorstellen, dass ich in jeder freien Minute entweder Podcast zu den Klausurthemen gehört habe oder mich mit einer schicken Abfrageapp (die Dinger sind wahnsinnig praktisch!) abgefragt habe. Genützt hat es zumindest bei einem Thema recht viel möchte ich meinen, beim zweiten Thema absolut nichts denn 4000 Jahre in eine Klausur zu packen ist und bleibt utopisch. Gerade, wenn der Herr Professor noch nicht einmal im Ansatz artikulier was wichtig sein könnte. Das Ganze spitzte sich zu, als er die Klausur auch noch um eine Woche nach hinten verschob nur um noch eine weitere Vorlesung mit in die Klausur zu quetschen. An diesem Zeitpunkt schaltete mein Gehirn auf Tilt und wäre meine Mitbewohnerin nicht gewesen, ich wäre an dieser Stelle nicht mehr zurechnungsfähig gewesen. Es folgte ein Drama in fünf Akten, über mehrere Tage hinweg, dessen emotionale Aufarbeitung wortwörtlich ein Bühnendrama wert wäre. Das Studentenleben von heute sind nichts Gegen die Leiden des Jungen Werters. Und das ist absolut keine Übertreibung. Nach der Entscheidung, dieses Seminars übrigens zu verlassen und mir diese Prüfung zu sparen, ging es mir augenscheinlich besser. Ich schlief wieder durch, mein Reizdarm stellte sofort das Reizdarmdasein ein und ich habe mich heute tatsächlich wieder mal an rohe Möhren gewagt und es folgt kein Sodom und Gomorra.

Was ich aus der gesamten Miserie lerne?

Nächstes Semester penibel auf die Verteilung der Prüfungen achten, ich werde nie wieder so viel auf einmal in ein Zeitfenster packen. Vor allem die Kombination Referat und Klausur ist tödlich. Ergo so manches Referat möglichst früh im Semester halten und die Zeit nach hinten raus für das Lernen für Klausuren verwenden, sofern nötig.

Ich werde die Fachrichtung Islamwissenschaften/ Arabistik/Iranistik wie den Teufel meiden, denn beide Disziplinen haben ein absolut unfaires Leistungssystem. Das sage übrigens nicht nur ich, sondern ebenso zwei bis drei weitere Kommilitonen bei denen ich mal vorsichtig angeklopft habe wie sie das Ganze sehen.

Wenden wir uns den zwei anderen Prüfungsleistungen zu wie zum Beispiel dem Referat. Thema „Re-enactment der Ausstellung: When Attitudes become form“ von dem damaligen Kurator Harald Szeemann. Ein super interessantes Thema, leider habe ich es zu komplex umgesetzt und daher das Thema erfolgreich in den Sand gesetzt. Verstanden hat es niemand außer mir und die Dozentin und das beste Beispiel war diese Ausstellung für mein Thema eben auch nicht. Fachlich top, Thematik eher im verfehlt Bereich anzusiedeln. Aus einem Referat eine Bachleorarbeit machen zu wollen, ist immer eine schlechte Idee. Dabei möchte ich noch einmal anmerken, dass meine Dozentin mich absolut nicht blöd hat auffahren lassen. Ihre tatsächliche konstruktive Kritik war valide und teilweise habe ich auch wirklich strukturelle Fehler gemacht, ich versuche es als Wachstum an mir selbst zu sehen. Machen wir uns aber nichts vor, ich ärgere mich bis heute zu Tode, fühle mich wie ein Versager und kann natürlich nicht einfach loslassen. Meinen 21. Geburtstag habe ich mir anders vorgestellt…

Was mich vor allem fertig macht ist, dass ich für die Hausarbeit wieder von vorne anfangen muss und mich der Gedanke daran jetzt schon wieder überfordert, da ich diese Semesterferien eigentlich Zeit für mich eingeplant habe und die im Angesicht meiner Hausarbeit, Quelleninterpretation sowie Essay gerad ein weite Ferne verschwindet. Oder zu verschwinden droht und ich jetzt schon wieder innerlich panisch im Kreis renne. Die Rettung in der Not an dem Tag oder viel mehr die erste Hilfe, war übrigens meine Lieblingskomilitonin. Immer wieder schön Leute zu treffen (innerhalb der eigenen Fachdisziplin), die auf einer ähnlichen Wellenlänge reiten wie man selbst. Ohne sie hätte ich den Bubble Tea Laden, der gerade frisch eröffnet hatte nämlich vermutlich nie ausprobiert und ich gestehe ich habe das Zeug wirklich vermisst. Denn der damalige Hype dauerte in Deutschland damals vielleicht gerade mal sechs Monate und dann verschwand er wieder. Seitdem gibt es nur noch gefühlte zwei Länden in der Stadt, die dafür top sind aber der Besuch einem Tagesausflug gleichkommt da die Verbindung unfassbar schlecht ist.

Meine Lieblingskombi ist übrigens ganz klassisch reiner Grüner Tee, Azuki Bohnen, Tapioca Perlen (die weißen leider oftmals schwarzen klassischen) oder Pudding Jelly und 25% Sugar mit 50% Eis. Reicht völlig aus und ich finde den Umstand, dass ich einen Teil meines Tees kauen kann wahnsinnig faszinierend und witzig.

Was darauf folgte war die letzte Klausur des Semesters, die tatsächlich gut lief. Ob sich bestanden habe werde ich bald erfahren und ich würde es mir wünschen. Zumindest habe ich ein gutes Gefühl, was ich jedoch nicht beschreien will. Ich bin einer der Menschen, die sich ganz schlecht einschätzen können. Zu Oberstufenzeiten war ich immer einer der Personen, die meinte die gesamte Klausur in den Sand gesetzt zu haben und dann wurde es (gerade in Geschichte) eine Eins. In Mathe war es dann gegenläufig, ein einigermaßen gutes Gefühl gehabt und über die Ergebnisse muss man nicht großartig reden. In Deutsch lief es irgendwann ähnlich. Ich bin meinem Dozenten übrigens sehr dankbar, dass er weder die persischen Vokabeln abgefragt hat noch die acht bis zwölf Eheformen der Sassaniden. Ja, es gibt tatsächlich Völker die hatten acht bis zwölf verschiedene Eheformen. So wie ihr vermutlich gerade schaut, habe ich auch ausgesehen. Glaubt mir die heutigen revolutionären Ansätze von polyamoren Beziehungen oder Patchworkfamilien haben die perfektioniert.

Soviel zu meinem Semesterende. Auf in die vorlesungsfreie Zeit und auf erfolgreiche Hausarbeiten. Ich hoffe, dass es auch hier ein wenig lauter wird, jedoch bezweifle ich das leider stark denn bei dem Pensum was ich leider erledigen muss sieht es ein wenig schlecht aus. Finde ich außerordentlich bescheiden, aber ich kann nichts machen. Aber nun zu erfreulicheren Dingen.

Wie angekündigt war ich im Juni mal auf einem der kleineren Mittelalter Spektakel. Der Grund? Das ausgesprochen schöne Gelände (viel Wald!), aber leider eher mäßiger Musikauswahl. Viel zum zu Hören, sehr wenig um wirklich mit zu tanzen. Dafür gab es tatsächlich einen Tanzkurs, zu dessen Beisuchung ich förmlich gezwungen wurde. Immerhin weiß ich jetzt wieder wie man Shaba tanze. Habe den Tanz fast schon vermisst, sehr zum Leitwesen meiner andere Mittänzer denn scheinbar mag mein Freundeskreis den Tanz nicht. Vieleicht nicht mittelalterliche genug keine Ahnung. Dass ich Shaba übrigens gerne tanze, heißt noch lange nicht, dass ich ihn wirklich beherrsche. Das typisches Karaoke-Phänomen: viel Spaß, niedriges Niveau, leichter fremdschäm Charme, aber störten tat es keinen denn ich war bei weitem nicht die Katastrophe schlechthin. Es gab sehr viel Schlimmere. Ich würde auch noch (gern) erwähnen wollen, dass ich zum großen Teil das Festival letztendlich verschlafen habe. Viel Aktion war dort eben nicht und nach meinem ersten Referatsmarathon war mir das irgendwie Ganz recht. Die Krönung des Abends war wiedererwartend das große Saltatio Mortis Konzert. Im September letzten Jahres hatte ich es für Fiddler’s Green verpasst (absolut zurecht, ich bereue nichts!) und es sollte nun nachgeholt werden. Zu Beginn hatte ich meine Bedenken, ich bin ja kein wirklicher Fan von den neueren Songs (zu „poppige“ Texte), aber auf dem Konzert spielten sie eine bunte Mischung aus den Liedern, die ich noch am ehesten mochte weshalb das gar nicht so auffiel und wir absolut großen Spaß hatten. Ich meine drei Minuten und 45 Sekunden durchzuspringen ohne Pause muss man mal bringen und vor allem auch schaffen. Zwei Tage später bin ich fast an Wadenmuskelkater gestorben.

Ähnlich wie nach der Nordcon, die dieses Jahr zum Glück nicht direkt mit der E3 kollidierte, weshalb ich nicht völlig dem absoluten Schlafentzug erlag. Auch dieses Jahr wieder tolle (neue) Crew-Mitglieder, die einem die Warte- sowie Wachzeit versüßen einhergehend mit tollen Gesprächen und sogar teils philosophischen Disputen. Ganz besonders genial war der Vortrag von Roll-Inclusive (sehr cooles Rollenspielprojekt, kann ich nur empfehlen sich mal zur Gemüte zu führen), der mir unfassbar viel Spaß gemacht hat und ich es gar nicht cool fand früher gehen zu müssen, weil meine nächste Schicht anfing.

An dieser Stelle jedoch noch mal einen kleinen Aufruf an den Dude, der neben meinem Lieblingsmenschen saß. Falls du dich jemals noch einmal trauen solltest zu fragen, wo in der Gesellschaft Frauen denn marginalisiert werden würden… Glaub mir, ich haue dir Paragraph 219a so um die Ohren, dass dir Hören und Sehen vergehen wird. Das wäre dann auch nur der Anfang.

Was leider meine Ent-Täuschung des Monats war, war das Alien Weaponry Konzert. Deren Bandprämisse schien absolut fantastisch, die Musik gefiel mir und selbst die Location war die letzte auf meiner Clubliste meiner Heimatstadt, die ich unbedingt mal besucht haben wollte. Was daraus wurde, war ein Konzert was ich aus Magenschmerzgründen vorzeitig verlassen musste, denn mein Kumpel musste mich am Ende fast nach Hause tragen, weil absolut nichts mehr ging. Darüber hinaus war ich ein wenig entzaubert, denn das Motiv der Band ist Maori-Metal. Meine Annahme bestand darin, dass tatsächlich echte Maori ihre Sprache sowie Kultur in Metalform den Menschen näherbringen wollten. Es wäre natürlich ein absolut großartiges Projekt, denn die Kolonialisierung hat ja sowohl in Australien als auch in Neuseeland deutliche Spuren im Leben der Natives hinterlassen. Selbst heute noch herrscht ein ähnlicher struktureller Rassismus wie in US-Amerika. Was am Ende statt fand, war alles nur nicht das. Ich weiß nicht inwiefern dass nun noch problematischer sein könnte, durch meine eigene Sichtweise aber die Band bestand aus drei männlichen, weißen, blond und blauäugigen Teenagern. Sie sangen zwar auf Maori, wobei ich mir selbst dort nicht mehr wirklich sicher bin. Denn schlechter Sound und eindeutig zu viele Trashmetal-Schreipassagen, machten das zu Hören zunehmend anstrengend. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war die mögliche Kulturelle Aneignung die, den Jungs vielleicht nicht zusteht. Man sein, dass sie Maori Vorfahren hatten aber… In welcher Generation?  Es tut mir leid, aber die drei sahen mir nicht so aus als ob sie zu den Native selbst gehören und dann sich der Kultur zu bedienen um eine Metalband zu gründen und die Kultur als cool und hip zu verkaufen. Schwierig. Was ich damit genauer meine, könntet ihr hier nachlesen. Damit ist der Monat endlich beendet und abgeschlossen, auf schönere Tage. Es kann nur besser werden.

 

Ich bei so ziemlich jedem Konzert:

Denn in diesem Augenblick begriff ich etwas, das mir bislang noch nicht klar gewesen war, dass Musik nicht einfach nur Musik ist, sondern auch Magie. Sie kann Empfindungen heraufbeschwören, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt, und sie kann Gefühle wieder zum Leben erwecken, die man für mausetot gehalten hatte.

S. 91ff. – Der nächstferne Ort von Hayley Long

 

Ergo Universitätsbibliotheken gleichzusetzen mit Elfenreichen? Merk ich mir…

Im Elfenreich gibt es keine Fischstäbchen, keinen Ketchup, kein Fernsehen.

S. 19- Elfenkrone von Holly Black

 

Ja. Nein. Der Vorsatz hat genau 90 Minuten gehalten:

Er hat recht. Es wäre besser. Den Mund zu halten, die Wut runterzuschlucken. Um den nächsten Tag zu erleben.

S. 20- Children of Blood and Bone von Toni Adeyemi

 

Damit lassen sich unseren neuen Nachbarn hervorragend beschreiben:

Die Familienvilla war zum kotzen.

S. 20- Magnus Chase von Rick Riordan

 

Vorsätze. So schön, so utopisch:

Der Vorsatz »das nächste Mal werde ich es besser machen« ist nicht viel mehr als die Selbsttäuschung, dass es auch ein «nächstes Mal» geben wird.

S. 6- Prophet der sechs Provinzen von Robin Hobb

 

Literally einer meiner Gedanken 24h pro Tag:

Wenigstens musste ich mich morgen Abend nicht verloben.

S. 15- Prophet der sechs Provinzen von Robin Hobb

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Mixtape der verschiedensten Berufungen einer fantastischen Welt

Die akute Stressphase ist wie bereits berichtet vorbei und ich habe mal wieder ein wenig mehr Zeit gehabt mich meinen Hobbys zu widmen. Unter anderem Rollenspiel sowie neue Musik entdecken und auch wenn hier einige alte Stücke dabei sind, so macht es immer wieder Spaß Dinge zu verbinden, die eins liebt.

Barbar: Die beste musikalische Prämisse für I would like to rage

 

Barde: Entweder man liebt sie oder man hasst sie, aber es gibt einfach nichts dazwischen

 

Dieb: Besser könnte man den Rouge einfach nicht portraitieren. Der Song erzählt einfach schon die perfekte Lebensgeschichte

 

Druide: Braucht man da wirklich noch ne Erklärung zu? 

 

Kleriker: Wenn die Person es nicht nur lebt sondern das Gefühl auch weiter verbreiten kann ist der Job quasi schon erfüllt. 

 

Kämpfer: Also was an Warriors of the World habt ihr nicht verstanden?

 

Mönch: Bekomme bei dem Soundtrack heut enoch eine Gänsehaut und das sollte ein sPIELER Auch bekommen, der einem Mönch gegenübersteht. 

 

Paladin: Versucht nach bestem Gewissen die Welt in Ordnung zu bringen. Einen besseren Job gibt es eigentlich nicht

 

Ranger: Einmal Ziel des Rangers, immer Ziel des Rangers. Bis zum Ende

 

Sorcerer: Ein gigantischer Feuerball ist nicht immer DIE Lösung, aber ein absolut legitimer Weg

 

Warlock: Von Gott gegeben ist gut, ein Pakt mit dem Teufel trifft es schon eher

 

Zauberer: Falls ein Zauberer jemals so wirklich loslegen sollte, ist dies eine akkurate Beschreibung des Aftermaths

Gesammelte Schätze des Monats der Arbeiteritis

Besser spät als nieund das Beste kommt bekanntermaßen eh immer zum Schluss. Unter diesen beiden Phrasen lasse ich den Beitrag hier mal stehen. Ich wäre gerne pünktlicher gewesen, doch Dinge wie Lebenund vor allem Universitätpassieren und dann gehöre ich ja auch noch zu der Sorte von Mensch, die sich zusätzlich Findlinge in den Weg räumen muss. Einerlei, ehe ich mich hier noch weiter einjammere lasse ich den Mai mal einfach ein wenig revue passieren. Zu erzählen gibt es nämlich wie immer viel zu viel:

Der Monat begann mit vielversprechendem Angrillen und anschließendem Karten spielen, Reden, Lachen, Kinderserienintros raten und dass alles bis spät in die Nacht hinein. Was Nerds eben alles so machen um die Walpurgisnacht gebührend zu feiern, ohne dabei im Auge des Sturmes zu sitzen. Weshalb ich dann mehr oder weniger spontan noch übernachtete, denn am ersten Mai alleine nachts mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein ist keine gute Idee. Zumal Aufräumen und Frühstücken als Doppeldate eh sehr viel mehr Spaß macht als alleine und wir unserem Grillmeister auch noch beim Beichten beistehen mussten, denn er hatte einen Blumentopf auf dem Gewissen. Feuer kann verdammt heiß werden…

Kleiner Fun Fact an dieser Stelle: Der 2. Mai ist Leonardo da Vincis offizieller Todestag, dieses Jahr war es sogar sein 500ster. Das ist irgendwie verdammt alt, auch wenn der Herr schon lange nicht mehr lebt. Auf seine Arbeiten wird dennoch fast jeden Tag bei mir im Studiengang referenziert. Ich gebe gerne zu, dass der Künstlerkult um ihn herum teilweise ein wenig anstrengend ist.

Wem die Gesellschaft gerne mehr Aufmerksamkeit schenken könnte wäre übrigens Fiddler’s Green. Die Jungs waren endlich mal so freundlich, in meiner Heimatstadt halt zu machen und uns ein Konzert zu kredenzen. Nach dem einmaligen Konzerterlebnis auf dem MPS letztes Jahr, war es folglich unsere Pflicht dem Ruf folge zu leisten. Zwei Stunden Irish Power Folk, was will Mensch mehr? Wobei ich das Power selbst hinzugedichtet habe… Recht habe ich wie immer trotzdem, denn das Konzert war quasi eine zweistündige Cardiosession bestehend aus Hüpfen, Springen und Tanzen. Die Wahnsinnigen hatten aber auch die Chuzpe gehabt ihre drei größten Hits (Rocky Road to Dublin, Yindy und Victor and his Demons) ganz am Ende des Konzertes zu spielen, alle hintereinander weg.

Ich kann nun mit Fug und Recht behaupten meinen ersten Moshpit überlebt zu haben. Der Moshpit war eigentlich nicht als Moshpit angelegt gewesen sondern als Wall of Folk. Nur wurde das liebende aneinander vorbeigleiten dann doch zu einer Wall of Death. Dumm nur, dass ich es irgendwie geschafft habe stets in der ersten Reihe zu stehen und dafür waren es verhältnismäßig wenig Ellenbogen. Dementsprechend wenig blaue Flecke hatte ich am nächsten Tag und selbst mein T-Shirt habe ich heil wiederbekommen.

In den darauffolgenden Tagen wurde meine letzte Bewerbungsmappe für das Vorhaben Kunststudium auf den Weg gebracht. Dafür bekam ich gleich zwei wieder inklusive Absagen. Einen Punkt mehr und ich wäre bei der einen zur Aufnahmeprüfung zugelassen worden. Knapp daneben ist auch vorbei und das miese Gefühl mal wieder irgendwo nicht hinein zu passen bleibt.

Darauf folgte die Vorbereitsungsphase für meine zwei Referate und einer Klausur. Gute sechs Wochen purer Horror. Meine Freizeit implodierte und wich den Bibliotheken meines Campus, dem Kopier- sowie Druckerraum und mein Gehirn glich mal wieder einer gerade frisch eröffneten Nervenheilanstalt. Professoren, die nicht schreiben können machen mich fertig. Wer braucht schon klare Satzstrukturen, klar definierte Begriffe oder logisch aufgebaute Argumentationen? Anscheinend niemand, denn davon war zumindest im Bereich der Kunstgeschichte nichts zu spüren. Geschafft habe ich es dennoch allerdings auch nur, weil mir ein guter Freund geholfen hat ansonsten wäre ich mit leeren Händen am Tag der Präsentation aufgetaucht. Ein Hoch auf Lebkuchenhäuser! (mehr …)

Mixtape der besten Videospielsoundtracks aller Zeiten

Es ist mal wieder der letzte Tag des Monats und eigentlich sollte hier ein Monatsrückblick erscheinen, der muss jedoch ein bisschen auf sich warten lassen. Ich schwimme nämlich gerade um meinen akademischen Hintern in einem Meer von semi-seriösen Quellen und absolut voreingenommener Fachliteratur. Für objektives Forschen keine gute Grundlage, weshalb ich mir mal wieder alles aus allem und von jedem zusammen klauen muss. Interessant, lehrreich und unfassbar stressig. Demnach gibt es mal wieder etwas kurzweiliges auf die Ohren. Wir hatten ja bereits, das Beste aus 2018 nun kommt das Beste of all time…  Ich wünsche euch hier mit viel Spaß und tauche wieder ab in den Ozean aus Buchrücken, Regalwänden und Buchstaben.

Platz 15:

Eindeutig die musikalische Begleitung, wenn ich mal wieder zu spät dran bin und trotzdem pünktlich sein will

Platz 14:

Ein wunderbares Spiel, was sich in der Musik nur widerspiegelt. Zumal ich dazu einfach jedes Mal perfekt einschlafen kann.

 

Platz 13:

Afrikanische Gesänge werden in der Soundtrackwelt eh viel zu selten genutzt, aber dann zu diesem Opener. Göttlich…

 

Platz 12:

Sowohl Spielchaos als auch Spielspaß ist hier absolut gegeben. Eigentlich ist viel zu schade, dass man mit den permanenten Diskussionen die wunderbare Untermalung übertönt

 

Platz 11:

Irgendwie scheine ich mein Nicht existenten Alkoholkonsum mit einer Vorliebe für Barsoundtracks auszugleichen

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Mixtape der unterschiedlichen Bewohner einer anderen Welt

Mein zweites Semester hat zwar schon längst wieder begonnen, aber Rollenspielkampagnen brauchen eben immer etwas länger sodass wir uns erst heute erneut zusammen gefunden ahben um neue Runden zu bestimmen. Auf der einen Seite freut es mich natürlich, denn neue Abenteuer, in neuen Welten und teils coolen neuen Leuten ist einfach cool auf der anderen Seite vermisse ich meine alte Truppe bereits jetzt schon. Auch wenn dieses Mal unser Abenteuer ein wenig eskaliert ist und am Ende die Moralstandards unserer Charaktere deutlich gen Erdboden sanken. Dennoch, wir hatten auch lustige Momente. Die Erinnerungen bleiben und im Zuge dessen, dass ich bis zu den großen Sommerferien wohl erst mal nicht mehr durch eine High Fantasy Welt wandeln werde habe ich mir ein kleines Andenken gebastelt. Eine hoffentlich repräsentative Auswahl von den Bewohnern eines Universums, welches so vielen Menschen so unfassbar viele Möglichkeiten gibt. 

 

Aasimar: 

 

Dragonborn:

 

Elf:

 

Firbolg:

 

Gnome: 

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Mixtape der besten Videospielsoundtracks aus 2018

Es hat ja auch nur gute 12 Wochen gedauert bis ich alles beisammen hatte, aber Soundtracks benötigen eben ihre Zeit um sie vollends zelebrieren zu können. Zumal diese Auswahl nur ein Bruchteil vom Eisberg ist, der im Internet schlummert und ich rede tatsächlich nur vom Jahr 2018. Dennoch der Weg ist das Ziel und falls jemand noch etwas hinzuzufügen hat, der möge sich bitte zu Wort melden. Ich bin auf jeden Fall zufrieden was das letzte Soundtrackjahr angeht, auch wenn viele elektronische Stücke mich irgendwie nicht packen konnten. Vielleicht dieses Jahr, wer weiß.

 

Man kann ja über World of Warcraft sagen was man will, aber die Soundtracks sind immer noch unübertroffen

 

Ranger muss man einfach lieben…

 

Drama Baby, Drama

 

Falls jemand noch die musikalische Untermalung für das nächste Halloween sucht

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Mixtape, das Fest der Liebe #3

Es ist endlich Weihnachten! Gut, eigentlich ist er am 25. Weihnachten und heute Heiligabend, aber so genau nehme ich es damit wirklich nicht. Defacto wäre für mich eher fröhliches Geschenkefest angesagt oder eben fröhliches Jul und da Jesus sowieso eigentlich im Juli geboren worden ist, können wir eigentlich alle gleich nach Hause gehen. Chanukka ist schließlich auch schon vorbei, fehlen nur noch die Hindus und die Moslems. Falls ich Leser habe, die diesen Religionen angehören: Was ist euer Äquivalent zu Weihnachten? Divali und Ramadan? Falls ich mich gerade mal wieder total beliebt bei diversen Gläubigen oder Religionslehrern mache… Macht euch nichts draus, das Christentum schneidet bei mir genauso schlecht ab.

Wie auch immer, damit ich zumindest irgendetwas zum Sammelsorium der Feste beitragen kann, (wenn hier schon kein einziger Beitrag kommt) dann gibt es hiermit zumindest etwas auf die Ohren. Die Weihnacht (Verzeihung, Heiligabend) kommt wie jedes Jahr immer so überraschend. Von heut auf morgen schleicht der sich ans Bett, dann pünktlich am 24. Dezember wirft er einen aus den gemütlichen Federn und dann heißt es im besten Falle rennen was das Zeug hält. Die achso liebe Verwandtschaft ist dann nämlich gar nicht mehr so lieb wenn sie ganz nach Befana-Tradition Kohle statt Süßes geschenkt bekommt und dann auch noch gut zwei Wochen später.

Dass sich hier zu lande das Geschenkefest wie jedes Jahr seit Ende September ankündigt erwähne ich mal lieber nicht. Ich hatte übrigens dieses Jahr schon im September Lust auf Spekulatius und Lebkuchen. Um euch in eurem Friede-Freude-Eierkuchen-Dasein zu bestärken überspringt sicherheitshalber die ersten drei Stücke meiner Sammlung. Es sei denn ihr wollt die Verwandtschaft verschrecken, dann nehmt die auf jeden Fall mit rein. Ist euch schon mal aufgefallen, dass Werte wie Kultiviertheit, Beliebtheit, Freude, Spaß oder Liebe genauso relativ werden wie die Daten von Heiligabend und Weihnachten selbst? Jetzt ergibt die Redewendung Zwischen den Jahren so viel Sinn. Die Tage zwischen dem 24. und dem 31. Dezember befinden sich schlicht weg in einem Quantentunnel außerhalb von Raum und Zeit. Jetzt wissen wir auch alle, weshalb fast niemand ans Telefon geht oder weshalb das Fernsehprogramm so schlecht ist.

Damit euch jetzt Fröhliche Festtage

 

Beschreibt das Weihnachten von vielen Menschen in meinem Alter vermutlich besser zusammen als die Bibel es jeh könnte:

 

Wer kennt sie nicht?

 

Im Laufe der Jahre ist dieses Lied zusammen mit Halleluja irgendwie eines meiner Lieblingslieder geworden:

 

Modern, aber doch getragen:

 

Dieses Jahr bin ich irgendwie bei den Norwegern hängen geblieben, die Lieder sind aber auch einfach schön:

 

Für die Heiden unter euch:

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