Monat: Oktober 2018

Die gesammelten Schätze des Monats des elektronischen Wahnsinns

Nach ganzen drei Wochen Universität kann ich jetzt schon sagen, dass ich eine ambivalente Beziehung zu diesem Konstrukt haben werde. Übersetzt heißt es so viel wie, so lange ich mich nicht auf andere Menschen verlassen muss läuft alles topp. Dumm nur, dass es so etwas wie Termine, Absprachen und Gruppenarbeit gibt. Ich sehe „The lone Wolf“ wird hier zwar leichter als auf der Schule, aber immer noch schwerer als in der isländischen Einöde. Wir werden sehen…

Wenn ich jedenfalls weiterhin Babys um mich herumsitzen habe, die noch nicht einmal wissen wie man sich seine Fachliteratur zusammensucht oder korrekt seine Quellen angibt, dann werde ich schlicht weg durchdrehen. Oder diese neunzig Minuten einfach verschlafen. Alles ist sinnvoller sich dieses Gebrabbel anzuhören. Die Folien werden eh Internet hochgeladen. Was nicht heißen soll, dass wir ein Hightech Studiengang sind. Oh nein, eine Professorin musste erst kürzlich den Technischen Support kommen lassen, weil sie nicht wusste welcher Lichtschalter für welches Licht verantwortlich war.

Ein wirkliches Klientel haben wir tatsächlich nicht in unserem Studienfach. Wir haben diverse Rentner, die ihre Rente ein wenig spannender Gestalten wollen, Menschen die bereits eine Berufsausbildung hinter sich haben oder parallel noch arbeiten, Menschen, die bereits Kinder haben und meine Altersgruppe die sich dem spießigen Partyfolk zugehörig fühlt. Party machen wollen, aber konservativ oder noch schlimmer neoliberal sein. Bin gespannt wie lange es dauern wird bis die ersten Merken, dass mein Wille zu lernen nicht nur übermotivierte Erstsemestereuphorie ist. Selbst die Identitätskrise wird mich nicht umhauen können, dafür bin ich ein zu chronisch kriselndes Krisengebiet. 

Meine Tutorinnen für die Einführungswoche waren da übrigens nicht ganz unschuldig bei. Bekomme ich am Sonntagabend um 18 Uhr eine Mail mit der Nachricht, dass sich die Begrüßungsveranstaltung mal eben um vier Stunden nach vorne verschoben hat. Wie soll man Sonntagabends den eigenen Chef noch erreichen?! Richtig man setzt sich hin und betreibt Telefonterror und hängt gleich Messenger und Mail hinten dran. Doppelt hält bekanntlich besser und ich war bereits am Ende mit den Nerven. Bevor das Studium überhaupt angefangen hat lag mein Counter der Mails bereits bei 10 Stück und es sollten noch viele folgen. Sehr, sehr viele… Dass ich mit den Nerven bereits am Ende war, stimmt deshalb so nämlich auch nicht. Es geht immer schlimmer…

Die Kursvergabe läuft mittlerweile über digitalem Wege. Nur hat das System ein paar Defizite. Mit anderen Worten: Es ist unbrauchbar. Vorlesungen die im Verzeichnis angegeben werden, sind im System nicht an wählbar und anders herum. Es gibt Vorlesungen/ Seminare, die erfordern spezielle Qualifikationen was nicht kenntlich gemacht wurde und was ganz besonders genial gelöst ist die einmal fest gesetzte Teilnehmerzahl. Die sitzt dann bombenfest und selbst wenn sich der Professor dazu entschließt, sie hoch zu setzen wird es nicht funktionieren. Weil das System es so will! Spätestens ab diesem Zeitpunkt habe ich mich gefragt wann wohl diese Sätze vom System ausgesprochen wird: I’m sorry, Dave. I’m afraid I can’t do that und dann Dave, this conversation can serve no purpose anymore. Goodbye.

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Thy Art is murder #17

Kaum zu fassen, dass es schon Beitrag Nummer 17 ist. Freut mich, auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass das schreiben definitiv zu kurz kommt. Gut, mein Blog kommt zu kurz das schreiben an sich nicht wenn ich mir die Notizen aus Vorlesungen, Seminaren und meinen Referats Vorbereitungen so anschaue. Wisst ihr wie sinnvoll es ist Referate im Fließtext zu halten? Richtig gar nicht… Was man nicht alles für den Bildungsweg tut. Ich sitze übrigens immer noch an den Referaten und ich bin froh so früh angefangen zu haben. Ottonische Buchmalerei hat es hin sich und das sage ich jetzt auch nicht einfach so… aber zumindest ist es interessanter als ich dachte. Genug Statusmeldungen, jetzt kommt hier mal ein bisschen Farbe.

Endlich mal ein Selbstportrait, was mir ähnlich sieht. Ich gebe zu auf Instagram gibt es noch ein besseres, allerdings liegt das schon brav in einer der Kunstmappen für die Hochschulbewerbung und das nun daraus zu kramen. Nicht mehr heute…. Außerdem kann ich gerade so schamlose Eigenwerbung betreiben ;)

 

Letzte Woche war Asexuality Awareness Week, da musste das mal eben herhalten und ich meine wer kann Kuchen schon widerstehen?

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Thy Art is murder #16

Es ist Sonntagabend und ich bin immer noch am… machen. Die Uni hat angefangen und ich laufe mal wieder die Wände hoch. So manche Referatsthemen sollten von der Dozentin mal vor-recherchiert werden oder vorgeplant. Ich steh nämlich mal wieder auf nem Sonderposten, auf dem ich eigentlich gar nicht stehen möchte. Dazu später mehr, demnach wurde auch aus meinem Vorsatz jeden Tag zu zeichnen nichts. Aber zumindest habe ich noch ein paar Reserven gehabt und in der ersten Woche doch relativ viel geschafft und deshalb gibt es jetzt mal wieder ein wenig Gekrakel.

Pen and Paper Charakter

 

Wappen der Blackbloods

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Mixtape des International Comming Out Days

So, ich war und bin diese Woche ein wenig beschäftigt gewesen. Ein wenig sehr, Einführungswoche der Uni… und ich hatte viel Zeit für Musik. Deshalb gibt es heute eine kleine Auswahl zum International Comming Out Day, auf dass alle Menschen sich heute wohl fühlen und freuen können. Letztendlich sind wir nämlich alle im gleichen Boot und alle gleich angeschmiert wenn wir uns weiter so hassen. Ich würde sagen, Spread the Love mit Einhornregenbogenkotze.

 

Was hält schon ewig?

 

Ich finde, dieses Lied sollte jede Frau(*) auf ihrem Handy haben. Nur für den Fall…

 

Für alle Frauen(*) dort draußen:

 

Wenn ich den Song gekannt hätte, wenn ich sechzehn gewesen wäre. Besser später als nie!

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„Realistische“ Männer in Videospielen

Habt ihr eigentlich eine Ahnung wie schwer es ist auch nur ansatzweise Männer in Videospielen zu finden, die kein zweiter Hulk oder Serious Sam sind?! Soviel zum Thema Frauen seien unter repräsentiert. Sind sie sicherlich, realistische Männerbilder aber ebenso. Ich habe mein möglichstes getan und hoffe, dass sie Liste einigermaßen der Realität nahe kommt. Los geht’s:

Warren aus Life is Strange 

Warren ist der Junge, der einen egal wie betrunken man sein mag sicher nach hause bringt, er wäre derjenige der einem dem Kopf hält während man die Klobrille knutsch und er wäre derjenige, der einem die Hausarbeit schreiben würde oder still schweigend für sich behält, wo man sich die letzten Nächte so herum getrieben hat wenn die Eltern oder Lehrer fragen würden. Der perfekte Kompagnon eben und vermutlich der ewige beste Freund. Nerdig, sympathisch, zuvorkommen und loyal. Das will man eben nicht auf Spiel setzen und ich weiß nicht wie oft Warren bereits von Mädchen einen Korb bekommen hat verbittert er nicht. Er bleibt sympathisch, er ist weiterhin zuvorkommend und ehrlich. Vermutlich macht er sich als kleiner Romantiker immer noch Hoffnung, aber vielleicht klappt es ja eines Tages. Ich würde es ihm wirklich wünschen, denn man findet nicht alle Tage einen Freund der sich als geborener Nicht-Kämpfer vor einen stellt, damit man selbst nicht verprügelt wird.

Garrus, The Vakarian aus Mass Effekt 1, 2 & 3

Was wäre Shepard ohne Garrus? Richtig, gar nichts. Ich meine er ist der Sidekick schlecht hin. Eine coolere Sau findet man schlichtweg nicht in diesem Universum. Er ist nicht nur „einfacher“ Soldat, sondern gleichzeitig Agent, Ermittler, Scharfschütze und bedient sich gerne Mal der Selbstjustiz. „Do things right or don’t do them at all.“, ist sein Standardsatz und darauf lässt er nichts kommen. Egal wer vor ihm steht, Garrus macht ihn platt. Sofern sein Gegenüber keine edlen Motive vorweisen kann. Mag der Leitsatz noch so ehrenvoll und Garrus noch so taktisch erhaben sein, manchmal kostet sein Glauben an das Gute eben doch einen saftigen Preis. Getrieben von seinem Durst nach Gerechtigkeit verliert er zehn seiner Männer und vom elften wurde er vorher verraten. Noch Jahre danach nagt es an ihm…  Ein fast schon zu perfekter Charakter, mit einem enormen Hang zur Selbstjustiz und Glauben an das Gute im Menschen. Stellt sich nur die Frage wer oder was das Gute bestimmt.

Meat Boy aus Super Meat Boy

Meat Boy ist ein kleiner junge, der ohne Haut geboren wurde. Ergo ein Köttbullar in Rohform, dessen Freundin Bandage Girl vom bösen Dr. Fetus entführt worden ist. So überwindet der Spieler in Form eines Fleischhaufens die wahnwitzigsten und grausamsten Hindernisse, nur um der eigenen Freundin zu helfen. So einen Freundschaftsdienst sieht man selten. Jedoch wird die Story wesentlich bedrückender, wenn man den Hintergrund dieses Spieles kennt. Es war eine Art Therapie für den Programmierer, der wurde in der Schule nämlich regelmäßig gemobbt und hat bis heute noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen. An dieser Stelle würde ich den Entwickler mal ganz stark paraphrasieren: Für ihn sei Meat Boy ein Junge der ohne Haut/ Panzer/ Schutz geboren wurde. Er trägt seine Gefühle und sein Herz eben auf der Zunge. Deshalb mache er sich auch extrem angreifbar, aber in dem er seine Freundin rettet steht er dazu und fasst Selbstvertrauen in sich, dass er etwas schaffen kann. Wie Zucker ist das denn bitte…

Rufus aus Deponia 1, 2, 3 & 4

Ich halte ja absolut nichts von dem Twitter Hashtag MenareTrash, aber bei Rufus… Einen so selbstgerechten Mann habe ich selten treffen dürfen. Er ist kindisch, wie gesagt sehr aufgeblasen, anmaßend, gerne narzisstisch, besitzt vor allem hat eine verdammt große Klappe und hat sadistische Tendenzen. Definitiv kein Traummann, noch nicht einmal ein bester Freund. Trotz allem hängt er an ganz genau einer Person, eine wunderhübsche Mitbewohnerin des Schrottplaneten Deponais und somit der Lichtblick in der trostlosen Welt. Im Laufe der Spiele versucht Rufus alles mögliche, um sie zu beeindrucken. Nur ist gut gemeint, nicht immer gleich die romantischste Darbietung, die Goal haben möchte. Weshalb sie eher eine Hass-Liebe miteinander führen. So blöd er sich aber auch anstellt, im entscheidenen Moment opfert er sich sogar für sie. Das traurigere daran sie bemerkt es noch nicht einmal….

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