Monat: Juli 2019

Was ich so höre #3

Anlässlich des alljährlichen Jubiläums des virtuellen Versandunternehmens mit dem lächelnden, orangefarbenen Pfeil geht nicht nur deren Umsatz durch die Decke sondern ebenso die Warnungen und Leek-Berichte diverser dort angestellten Personen, die erneut schildern wie mies die Arbeitsbedinungen dort und in den jeweiligen Partnerfirmen sind. Nichts neues, aber vielleicht doch immer wieder erwähnenswert. Was wesentlich interessanter ist, ist die Liste der Nebenfirmen denn schaue ich mir die so durch fallen mir so ein zwei Unternehmen ins AUge bei denne ich es entweder nicht gedacht hätte oder wohl irgendwie verdrängt. Demnach die berühmte Höbuchplattform bei der man ein ein monatliches Hörbuch gratis bekommt gehört dazu ebenso wie eine maerikanische Biomarktkette und dem sehr berühmten Streaterplattform.

Demnach würde ich sagen rücken wir alle ein wenig weg vor allem von der Hörbuchplattform und wenden wir uns unserem extravaganten und absolut individualistischen Potchatcher zu, der brav jeden Tag das World Wide Web für euch nach neuen Audioformaten durchsucht. Der schläft auch nie und sollte neben dem Lob für die Versandhausmitarbeiter auch mal ein Lob bekommen. Wobei letztere lebendige Wesen viielicht trotzdem mehr Annerkennung verdent haben. Wie auch immer Podcasts sind cool und ich werde nicht müde, einige euch an den Kopf zu werfen

 

Stadt. Land. Schwul (deutschsprachig)

Der Name sagt eigentlich schon alles. Der kleine, völlig eigene Szenepodcast (?) von zwei homosexuellen nicht gebürtigen Berlinern (ursprünglich vom Lande), die aus ihrem Alltag und ihrem Subkulturleben erzählen. Lacher und vor allem anzügliche Wortspiele inklusive…

 

Hell Yeah, Hell No (deutschsprachig)

Sie hören: Drei weibliche Nerds loben und nehmen gleichzeitig diverse Inhalte unserer heutigen Popkultur auseinander. Von völlig überholten Klischees jeder Art, abgefrühstückten Handlungsverläufen, typische Anfängerfehlern beim Schreiben oder Konzipieren von Geschichten aller Art, ganzen Analysen von popkulturellen Werken und Charakteren. Inklusive lebenswichtigen Fragen wie: Welche Eigenschaften sollte eine authentische heldenhafte Person haben? Und wie verhält es sich mit deren Gegenspieler? Weshalb ist die remastered Version von „Die Königin und das Biest“ vielleicht dort gar nicht so schlecht? Inwiefern brauchen wir Charaktertode und wie sollte man sich auf keinen Fall geschehen lassen… Zu meinem Bedauern wird der Podcast mangels Zeitgründen, aller drei Beteiligten nicht mehr produziert. Dennoch die 16 Folgen, die existieren bieten einmaliges Unterhaltungs- sowie teils auch Bildungspotenzial.

 

Golden Age of Islam (englischsprachig)

Wäre diese eine nervenaufreibende Vorlesung nicht gewesen, ich hätte diesen Podcast nicht entdeckt. So gesehen hatte die gesamte Aktion vielleicht doch einen Mehrwert, denn mein Verständnisses und Interesse diesbezüglich der Geschichte des Vorderen Orients und vor allem des Islams, kann ich nun weiter privat ihn meinem Tempo, ohne Leistungsdruck und schlechte Präsentationen weiterführen. Eine eindeutige Win-Win Situation für mich und vielleicht für euch sofern ihr euch für die Geschichte des Vorderen Orients interessiert. Jedoch solltet ihr des Englischen mächtig sein und nicht allzu lange aus der Übung, denn trotz angenehmen Sprechtempo und kaum vorhandenem Akzent findet umfassendes Infodumping statt und wer völlig unvorbereitet in die Folgen reinläuft wird erst einmal nur Bahnhof verstehen.

(mehr …)

Werbeanzeigen

Längst vergangener Spielewahnsinn

Neben der NordCon und dem Bereich Studium und mich vor einer Krise zu bewahren, wurde indirekt die E3 abgearbeitet. Die Live-Streams sparte ich mir allerdings, Ferien hin oder her aber nachts extra für Spieletitel aufzustehen ist mir dann doch ein wenig zu viel des Guten. Erst Recht wenn es um Firmen wie EA oder Bethesda geht, denn seit Sony raus ist spielen die zwei sich mächtig auf ohne wirklichen Grund. Ihre Firmenpolitik ist grauenhaft und ihre Leistungsbereitschaft nahezu inexistent. Hält sie natürlich nicht davon ab diverse Spielereien aufzukaufen und zu ruinieren, in dem sie nur noch halb fertige Spiele herausbringen. Aber sich dann wundern, weshalb Projekte wie Fallout 76 grandios scheitern. Ein wahnwitziges Träumchen. 

Haken wir zu anfangs gleich den Blockbustertitel der Messe ab: Cyberpunkt 2077. Seit dem CD Project Red The Witcher 3 erfolgreich auf den Markt und vor allem an die Spielenden gebracht hat, haben sie nahezu Narrenfreiheit. Egal welches Projekt sie angehen, es muss gut werden schließlich war es The Witcher 3 und die beiden DLC auch. Dieser Annahme bin ich auch gefolgt, denn schließlich ist es zumindest für einen kurzen Augenblick einfach zu schön sich der Illusion hinzugeben dass zumindest ein Spielentwickler vernünftige, solide Qualitätsarbeit leistet. 

Un dann wurde Footage einer zweifelhaften In-Game Werbekampagne veröffentlicht und Twitter protestierte und wie es protestierte. Es ging um dieses Plakat, was offensichtlich eine Frau mit Penis abbildet. Darunter der Slogan: “16 flavours you’d love to mix.” Die Phrase bezieht sich sowohl auf das eigentliche angeworbene Produkt dem Energydrink als auch auf die Geschlechter/ Geschlechtsidentitäten unserer beziehungsweise des Spieleuniversums Cyberpunk 2077. Wie auch immer Twitter explodierte und die entstehenden politischen Lager steinigten sich gegenseitig. Das Ergebnis? Es gibt nicht wirklich eins… CD Projekt hält sich fein raus, einzig und alleine die verantwortliche Künstlerin dieser Werbekampagne steht Rede und Antwort. Vermutlich wäre das Ganze nicht so eskaliert, hätte die PR Abteilung ihres Unternehmens eine nicht ganz so problematische Vergangenheit mit fragwürdige Tweets. Ganz zu schweigen von ihrer Tochterfirma, die sich ein paar Monate zuvor ähnlich zwiespältig verhielt. CD Project äußerte sich zu beiden Sachverhalten eher mäßig schnell und am Ende verschwindet de ganze Vorfall so wie dieses Jahr wieder in Schall und Rauch.

Ich persönlich blicke da mittlerweile absolut nicht mehr durch und oftmals sind mir die Diskussionen einfach zu anstrengend. Meine persönliche Hauptfrage, die diese gesamte Diskussion jedoch aushebeln würde wäre weshalb es überhaupt Sex sells Anzeigen geben muss, selbst im Jahre 2077. Ich meine selbst in der Zukunft haben wir es immer noch nicht geschafft, die neoliberale Marktwirtschaft zu besiegen oder eher auf Qualität zu setzen, als auf freizügige Werbung? Ich weiß schon, weshalb ich nicht vorhabe unfassbar alt zu werden. Deprimierende Aussichten…

Kommen wir daher zu wesentlich erfreulicherem beispielsweise dazu, dass Trials of Mana tatsächlich erstmalig in Europa oder überhaupt auf dem westlichen Markt erscheint (es wurde niemals außerhalb Japans publiziert) und den Tailer von und Ghostwire Tokyo feiern, obwohl wir absolut noch nichts von diesem Spiel wissen… Außer das es sich in Planung befindet

 

Elden Ring

Release: Vermutlich vor den beiden GoT Büchern…

Eine mystische Fusion zwischen dem Sekiro Shadow dies Twice Schöpfer und R. R. Martin. Diese Prämisse setzt schon einmal hohe Erwartungen vor raus, mein Problem dabei ist der Trailer. Cinematisch eine Augenweide, inhaltlich absolut nichts sagend: Der Sprecher redet kryptisches Zeugs, es wird vermutlich ein Fantasy Rollenspiel werden, vielleicht Open World noch dazu? und es gibt noch nicht einmal ein Releasedatum geschweige denn Gameplayaufnahmen. Mittlerweile denke ich mir eher, braucht die Welt wirklich noch ein weiteres Fantasy-RPG? Davon hat der Markt eigentlich genug. Zumal Mr. Martin eigentlich noch zwei Bücher offen hat, aber was weiß ich schon.

 

 

Baldurs Gate 3

Release: Voraussichtlich 2021

Es ist das Computerspiel für Dungeons and Dragon Fans, denn schließlich spielt die Baldurs-Gate bald Trilogie eben innerhalb dieses Universums. Seit meinem Beginn meiner Rollenspielkarriere kann ich mit dem Titel sehr viel mehr anfangen, als all die vorherigen Jahre. Daher meine aufrichtige Begeisterung und Vorfreude. Es wäre der erst Teil, dem ich mich mal witmen würde wie so viele. Was ich begrüße ist, dass es auf dem Regelwerk der fünften Edition basiert. Alle vorangegangenen Versionen, neigten zu teils abstrusen Werten und schrägen Regelkonzeptionen. Wie sie die Regeln für die digitale Spielwelt letztendlich anpassen ist natürlich die alles entscheidende Frage und auch gewissermaßen die Basis für ein gutes Spiel. Sie sollten die Königsdisziplin zumindest erfüllen. 

Was mich völlig im dunkeln stehen lässt, ist die Prämisse der Story. Liegt nich daran, dass sie völlig abwegig ist nur spiele meine Runden in der persönlichen Welt meines DMs und bis her haben wir noch keine Mind Flayer (humanoide Oktopusse, die mit ihren Tentakeln einem das Gehirn aussaugen wollen) angetroffen, die mit dem wiederentdeckten Wissen der Luftfahrt die Oberwelt bedrohen. 

Gemischten Gefühlen stehe ich ja auch dem Bekanntheitsgrad des Spieles gegenüber. Denn anlässlich zu der Ankündigung wurde vom Verlag/ Firma Dungeons and Dragons ein Starter Kit mit den wichtigsten Informationen und Regelwerken herausgebracht. Die Community wächst und wächst und ich bin mir sehr unsicher ob mir der Zuwachs gefällt. Sicherlich, ein Großteil davon findet sowieso in den USA statt und wird uns nicht weiter beeinflussen. Dennoch neigen extrem große Communitys zu unverhältnismäßig extremer Gruppendynamik Stichwort: Star Wars oder Game of Thrones und ich habe jetzt schon keine Lust auf die möglichen Diskussionen im Netz, nur weil irgendjemand mal wieder irgendetwas in den falschen Hals bekommen hat. Aber da es vermutlich erst 2021 erscheinen wird, weshalb jetzt schon Gedanken machen?

 

 

Doom Eternal (Switch, PC, Xbox One, PlayStation 4)

Release: 22. November 2019

Doom Eternal ist vermutlich der einzige Titel, den Bethesda sowohl dieses Jahr als auch in nächster Zukunft nicht vollkommen in den Sand gesetzt hat. Ihre Firmenpolitik wird von Jahr zu Jahr irgendwie immer schlimmer und ich frage mich so langsam ob die realisieren, dass ihre Fangemeinde gerade alles andere als gut auf sie zu sprechen ist oder ob sie sich immer noch von ihrem harten Kern beweihräuchern lassen, da diese Menschen scheinbar alles genial finden was das Unternehmen so raus oder oder eben gerade nich raushaut. Einerlei, buntes, völlig übertriebenes Aliengeschnetzel geht irgendwie immer. Ich hoffe lediglich, dass der Battlemode nur optional und kein Muss ist. Ich bin wirklich kein Fan von Player gegen Player, es sei denn es ist Borderlands… oder Left4Dead. Bei beiden ist der Spielemodus, aber auch einfach wirklich das Kaufargument. Wobei es dieses Jahr bei Doom tatsächlich auf den Himmel hinauslaufen könnte. Denn Doom und Himmel?! Wie?? Offiziell existiert kein Himmel, es sei denn der Himmel ist noch schlimmer als die Hölle… 

Ps: Liebes Bethesda, du solltest dich für nächstes Jahr wirklich um gute Moderatoren kümmern. Es gibt einen Grund, weshalb „Entwickler“ die Videospiele entwickeln und nicht vermarkten. Charisma kann selbst für ein schlechtes Spiel eine einigermaßen passable Präsentation hinzaubern, so dass sich die Fans nicht völlig an der Nase herumgeführt fühlen. Gameplay präsentieren könnt ihr schließlich immer noch nicht. 

 

(mehr …)

Gesammelte Schätze des Monats der Belastungsproben

Mein Dasein losgelöst von Zeit und Raum hat ein Ende! Wenn dieses Semester ein Marathon gewesen wäre, ich wäre angeschossen und in Zeitlupe humpelnd über die Ziellinie getaumelt. Überlebt ja, elegant? Auf keinen Fall. Ärgert mich es? Natürlich, aber ich habe momentan gerade nicht die Kraft mich darüber so wirklich aufzuregen, stattdessen schreibe ich diesen Beitrag hier. Wohin er führt, bleibt unabsehbar denn trotz Klausurphase ist eindeutig zu viel (?) passiert. Ich weiß mittlerweile, dass ich diesen Satz quasi jeden Monat schreibe aber irgendwie hört die Achterbahnfahrt in ungeahnte Höhen und Tiefen eben nicht mehr auf. Vielleicht ist der Clou auch, dass sie eben nie aufhört aber könnte die Strecke dann zumindest mal aufhören Loopings oder Haifischrollen hervorzuzaubern?

Fangen wir damit an, dass Anfang Juni endgültig alle Absagen der Kunstfachhochschulen eingetroffen sind und es mir unterbewusst wohl doch mehr Ärger bereitet als ich eigentlich wahrhaben wollte und immer noch will. Trotz drölfzigtausendmal durchkauen und therapeutischen Gesprächen mit der Mitbewohnerin bleibt momentan noch ein großes gähnendes, bedrohlich Aussehendes Fragezeichen zurück. Daran änderten die überstandenen zwei Referate auch nichts, denn es standen noch zwei Klausuren und ein drittes Referat. Klingt stressig und unter uns, Stress ist für die letzten vier Wochen meines Lebens gar kein Ausdruck. Sofern ich diesen Monat jetzt schildere, dürft ihr euch bitte vorstellen, dass ich in jeder freien Minute entweder Podcast zu den Klausurthemen gehört habe oder mich mit einer schicken Abfrageapp (die Dinger sind wahnsinnig praktisch!) abgefragt habe. Genützt hat es zumindest bei einem Thema recht viel möchte ich meinen, beim zweiten Thema absolut nichts denn 4000 Jahre in eine Klausur zu packen ist und bleibt utopisch. Gerade, wenn der Herr Professor noch nicht einmal im Ansatz artikulier was wichtig sein könnte. Das Ganze spitzte sich zu, als er die Klausur auch noch um eine Woche nach hinten verschob nur um noch eine weitere Vorlesung mit in die Klausur zu quetschen. An diesem Zeitpunkt schaltete mein Gehirn auf Tilt und wäre meine Mitbewohnerin nicht gewesen, ich wäre an dieser Stelle nicht mehr zurechnungsfähig gewesen. Es folgte ein Drama in fünf Akten, über mehrere Tage hinweg, dessen emotionale Aufarbeitung wortwörtlich ein Bühnendrama wert wäre. Das Studentenleben von heute sind nichts Gegen die Leiden des Jungen Werters. Und das ist absolut keine Übertreibung. Nach der Entscheidung, dieses Seminars übrigens zu verlassen und mir diese Prüfung zu sparen, ging es mir augenscheinlich besser. Ich schlief wieder durch, mein Reizdarm stellte sofort das Reizdarmdasein ein und ich habe mich heute tatsächlich wieder mal an rohe Möhren gewagt und es folgt kein Sodom und Gomorra.

Was ich aus der gesamten Miserie lerne?

Nächstes Semester penibel auf die Verteilung der Prüfungen achten, ich werde nie wieder so viel auf einmal in ein Zeitfenster packen. Vor allem die Kombination Referat und Klausur ist tödlich. Ergo so manches Referat möglichst früh im Semester halten und die Zeit nach hinten raus für das Lernen für Klausuren verwenden, sofern nötig.

Ich werde die Fachrichtung Islamwissenschaften/ Arabistik/Iranistik wie den Teufel meiden, denn beide Disziplinen haben ein absolut unfaires Leistungssystem. Das sage übrigens nicht nur ich, sondern ebenso zwei bis drei weitere Kommilitonen bei denen ich mal vorsichtig angeklopft habe wie sie das Ganze sehen.

Wenden wir uns den zwei anderen Prüfungsleistungen zu wie zum Beispiel dem Referat. Thema „Re-enactment der Ausstellung: When Attitudes become form“ von dem damaligen Kurator Harald Szeemann. Ein super interessantes Thema, leider habe ich es zu komplex umgesetzt und daher das Thema erfolgreich in den Sand gesetzt. Verstanden hat es niemand außer mir und die Dozentin und das beste Beispiel war diese Ausstellung für mein Thema eben auch nicht. Fachlich top, Thematik eher im verfehlt Bereich anzusiedeln. Aus einem Referat eine Bachleorarbeit machen zu wollen, ist immer eine schlechte Idee. Dabei möchte ich noch einmal anmerken, dass meine Dozentin mich absolut nicht blöd hat auffahren lassen. Ihre tatsächliche konstruktive Kritik war valide und teilweise habe ich auch wirklich strukturelle Fehler gemacht, ich versuche es als Wachstum an mir selbst zu sehen. Machen wir uns aber nichts vor, ich ärgere mich bis heute zu Tode, fühle mich wie ein Versager und kann natürlich nicht einfach loslassen. Meinen 21. Geburtstag habe ich mir anders vorgestellt…

Was mich vor allem fertig macht ist, dass ich für die Hausarbeit wieder von vorne anfangen muss und mich der Gedanke daran jetzt schon wieder überfordert, da ich diese Semesterferien eigentlich Zeit für mich eingeplant habe und die im Angesicht meiner Hausarbeit, Quelleninterpretation sowie Essay gerad ein weite Ferne verschwindet. Oder zu verschwinden droht und ich jetzt schon wieder innerlich panisch im Kreis renne. Die Rettung in der Not an dem Tag oder viel mehr die erste Hilfe, war übrigens meine Lieblingskomilitonin. Immer wieder schön Leute zu treffen (innerhalb der eigenen Fachdisziplin), die auf einer ähnlichen Wellenlänge reiten wie man selbst. Ohne sie hätte ich den Bubble Tea Laden, der gerade frisch eröffnet hatte nämlich vermutlich nie ausprobiert und ich gestehe ich habe das Zeug wirklich vermisst. Denn der damalige Hype dauerte in Deutschland damals vielleicht gerade mal sechs Monate und dann verschwand er wieder. Seitdem gibt es nur noch gefühlte zwei Länden in der Stadt, die dafür top sind aber der Besuch einem Tagesausflug gleichkommt da die Verbindung unfassbar schlecht ist.

Meine Lieblingskombi ist übrigens ganz klassisch reiner Grüner Tee, Azuki Bohnen, Tapioca Perlen (die weißen leider oftmals schwarzen klassischen) oder Pudding Jelly und 25% Sugar mit 50% Eis. Reicht völlig aus und ich finde den Umstand, dass ich einen Teil meines Tees kauen kann wahnsinnig faszinierend und witzig.

Was darauf folgte war die letzte Klausur des Semesters, die tatsächlich gut lief. Ob sich bestanden habe werde ich bald erfahren und ich würde es mir wünschen. Zumindest habe ich ein gutes Gefühl, was ich jedoch nicht beschreien will. Ich bin einer der Menschen, die sich ganz schlecht einschätzen können. Zu Oberstufenzeiten war ich immer einer der Personen, die meinte die gesamte Klausur in den Sand gesetzt zu haben und dann wurde es (gerade in Geschichte) eine Eins. In Mathe war es dann gegenläufig, ein einigermaßen gutes Gefühl gehabt und über die Ergebnisse muss man nicht großartig reden. In Deutsch lief es irgendwann ähnlich. Ich bin meinem Dozenten übrigens sehr dankbar, dass er weder die persischen Vokabeln abgefragt hat noch die acht bis zwölf Eheformen der Sassaniden. Ja, es gibt tatsächlich Völker die hatten acht bis zwölf verschiedene Eheformen. So wie ihr vermutlich gerade schaut, habe ich auch ausgesehen. Glaubt mir die heutigen revolutionären Ansätze von polyamoren Beziehungen oder Patchworkfamilien haben die perfektioniert.

Soviel zu meinem Semesterende. Auf in die vorlesungsfreie Zeit und auf erfolgreiche Hausarbeiten. Ich hoffe, dass es auch hier ein wenig lauter wird, jedoch bezweifle ich das leider stark denn bei dem Pensum was ich leider erledigen muss sieht es ein wenig schlecht aus. Finde ich außerordentlich bescheiden, aber ich kann nichts machen. Aber nun zu erfreulicheren Dingen.

Wie angekündigt war ich im Juni mal auf einem der kleineren Mittelalter Spektakel. Der Grund? Das ausgesprochen schöne Gelände (viel Wald!), aber leider eher mäßiger Musikauswahl. Viel zum zu Hören, sehr wenig um wirklich mit zu tanzen. Dafür gab es tatsächlich einen Tanzkurs, zu dessen Beisuchung ich förmlich gezwungen wurde. Immerhin weiß ich jetzt wieder wie man Shaba tanze. Habe den Tanz fast schon vermisst, sehr zum Leitwesen meiner andere Mittänzer denn scheinbar mag mein Freundeskreis den Tanz nicht. Vieleicht nicht mittelalterliche genug keine Ahnung. Dass ich Shaba übrigens gerne tanze, heißt noch lange nicht, dass ich ihn wirklich beherrsche. Das typisches Karaoke-Phänomen: viel Spaß, niedriges Niveau, leichter fremdschäm Charme, aber störten tat es keinen denn ich war bei weitem nicht die Katastrophe schlechthin. Es gab sehr viel Schlimmere. Ich würde auch noch (gern) erwähnen wollen, dass ich zum großen Teil das Festival letztendlich verschlafen habe. Viel Aktion war dort eben nicht und nach meinem ersten Referatsmarathon war mir das irgendwie Ganz recht. Die Krönung des Abends war wiedererwartend das große Saltatio Mortis Konzert. Im September letzten Jahres hatte ich es für Fiddler’s Green verpasst (absolut zurecht, ich bereue nichts!) und es sollte nun nachgeholt werden. Zu Beginn hatte ich meine Bedenken, ich bin ja kein wirklicher Fan von den neueren Songs (zu „poppige“ Texte), aber auf dem Konzert spielten sie eine bunte Mischung aus den Liedern, die ich noch am ehesten mochte weshalb das gar nicht so auffiel und wir absolut großen Spaß hatten. Ich meine drei Minuten und 45 Sekunden durchzuspringen ohne Pause muss man mal bringen und vor allem auch schaffen. Zwei Tage später bin ich fast an Wadenmuskelkater gestorben.

Ähnlich wie nach der Nordcon, die dieses Jahr zum Glück nicht direkt mit der E3 kollidierte, weshalb ich nicht völlig dem absoluten Schlafentzug erlag. Auch dieses Jahr wieder tolle (neue) Crew-Mitglieder, die einem die Warte- sowie Wachzeit versüßen einhergehend mit tollen Gesprächen und sogar teils philosophischen Disputen. Ganz besonders genial war der Vortrag von Roll-Inclusive (sehr cooles Rollenspielprojekt, kann ich nur empfehlen sich mal zur Gemüte zu führen), der mir unfassbar viel Spaß gemacht hat und ich es gar nicht cool fand früher gehen zu müssen, weil meine nächste Schicht anfing.

An dieser Stelle jedoch noch mal einen kleinen Aufruf an den Dude, der neben meinem Lieblingsmenschen saß. Falls du dich jemals noch einmal trauen solltest zu fragen, wo in der Gesellschaft Frauen denn marginalisiert werden würden… Glaub mir, ich haue dir Paragraph 219a so um die Ohren, dass dir Hören und Sehen vergehen wird. Das wäre dann auch nur der Anfang.

Was leider meine Ent-Täuschung des Monats war, war das Alien Weaponry Konzert. Deren Bandprämisse schien absolut fantastisch, die Musik gefiel mir und selbst die Location war die letzte auf meiner Clubliste meiner Heimatstadt, die ich unbedingt mal besucht haben wollte. Was daraus wurde, war ein Konzert was ich aus Magenschmerzgründen vorzeitig verlassen musste, denn mein Kumpel musste mich am Ende fast nach Hause tragen, weil absolut nichts mehr ging. Darüber hinaus war ich ein wenig entzaubert, denn das Motiv der Band ist Maori-Metal. Meine Annahme bestand darin, dass tatsächlich echte Maori ihre Sprache sowie Kultur in Metalform den Menschen näherbringen wollten. Es wäre natürlich ein absolut großartiges Projekt, denn die Kolonialisierung hat ja sowohl in Australien als auch in Neuseeland deutliche Spuren im Leben der Natives hinterlassen. Selbst heute noch herrscht ein ähnlicher struktureller Rassismus wie in US-Amerika. Was am Ende statt fand, war alles nur nicht das. Ich weiß nicht inwiefern dass nun noch problematischer sein könnte, durch meine eigene Sichtweise aber die Band bestand aus drei männlichen, weißen, blond und blauäugigen Teenagern. Sie sangen zwar auf Maori, wobei ich mir selbst dort nicht mehr wirklich sicher bin. Denn schlechter Sound und eindeutig zu viele Trashmetal-Schreipassagen, machten das zu Hören zunehmend anstrengend. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war die mögliche Kulturelle Aneignung die, den Jungs vielleicht nicht zusteht. Man sein, dass sie Maori Vorfahren hatten aber… In welcher Generation?  Es tut mir leid, aber die drei sahen mir nicht so aus als ob sie zu den Native selbst gehören und dann sich der Kultur zu bedienen um eine Metalband zu gründen und die Kultur als cool und hip zu verkaufen. Schwierig. Was ich damit genauer meine, könntet ihr hier nachlesen. Damit ist der Monat endlich beendet und abgeschlossen, auf schönere Tage. Es kann nur besser werden.

 

Ich bei so ziemlich jedem Konzert:

Denn in diesem Augenblick begriff ich etwas, das mir bislang noch nicht klar gewesen war, dass Musik nicht einfach nur Musik ist, sondern auch Magie. Sie kann Empfindungen heraufbeschwören, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt, und sie kann Gefühle wieder zum Leben erwecken, die man für mausetot gehalten hatte.

S. 91ff. – Der nächstferne Ort von Hayley Long

 

Ergo Universitätsbibliotheken gleichzusetzen mit Elfenreichen? Merk ich mir…

Im Elfenreich gibt es keine Fischstäbchen, keinen Ketchup, kein Fernsehen.

S. 19- Elfenkrone von Holly Black

 

Ja. Nein. Der Vorsatz hat genau 90 Minuten gehalten:

Er hat recht. Es wäre besser. Den Mund zu halten, die Wut runterzuschlucken. Um den nächsten Tag zu erleben.

S. 20- Children of Blood and Bone von Toni Adeyemi

 

Damit lassen sich unseren neuen Nachbarn hervorragend beschreiben:

Die Familienvilla war zum kotzen.

S. 20- Magnus Chase von Rick Riordan

 

Vorsätze. So schön, so utopisch:

Der Vorsatz »das nächste Mal werde ich es besser machen« ist nicht viel mehr als die Selbsttäuschung, dass es auch ein «nächstes Mal» geben wird.

S. 6- Prophet der sechs Provinzen von Robin Hobb

 

Literally einer meiner Gedanken 24h pro Tag:

Wenigstens musste ich mich morgen Abend nicht verloben.

S. 15- Prophet der sechs Provinzen von Robin Hobb

Thy Art is murder #19

Der Juni ist vorbei, der Juli ist angebrochen und ich bin immer noch abstinent. Beschwert euch bei der Universität meiner Heimatstadt… Zumindest das Referat werde ich dafür heute Nachmittag losgeworden sein, ein Hoch auf mich und hoffentlich auf meine Contenance. Aber davon mal abgesehen und was viel wichtiger ist als diese dämlichen Prüfungsleistungen: Happy Birthday to me und Happy Birthday to my Blog. Als Geschenk gibt es gleich noch mehr Blumenzeichnungen oben drauf. Dieses Mal die gelungeren schwarz-weiß Zeichnungen ohne Farbe.

 

Es war kein Fingerhut, so viel kann ich sagen auch wenn er so aussieht:

 

 

Der Versuch einer geschlossenen Rose:

 

 

Schmetterling (es war ein Zitronenfalter) auf und mit Blume:

 

(mehr …)