Medien

Starke Frauen in Videospielen

Die Reihe, sie lebt wieder! Gut, sie war eigentlich nie tot. Ich brauchte nur eine kleine Verschnaufpause, die sich mächtig in die Länge zog aufgrund ellenlager Recherche. Ich möchte eins sagen, es gibt verdammt viele starke Frauen in Videospielen nur muss man diese eben erst einmal finden. Ihr wisst ich bin kein Freund von Mainstream. Zumindest nicht in dem Sinne, dass man populäre Charaktere nicht noch breiter treten muss als sie schon sind. Ihr versteht? Nahezu jeder Gamer kennt Ellie aus The Last of Us, Samus Aran aus Metroit, Bayonetta oder Claire Redfield aus Resident Evil, aber was nützt uns dass? Die kennen wir, sie sind auf ihre eigene Art wunderbar ber wir wollen noch Neues. Also hier kommt das Futter. Übrigens möchte ich anmerken, dass ich noch gerne so viel mehr Charaktere hier eingebaut hätte, aber wirklich stark wären diese nicht gewesen. Eher gebrochen oder einfach nur Bad-Ass. Die zwei Eigenschaften tauchen hier auch hin und wieder auf (zwei bekannte Charaktere musste ich hier auch einfach einbauen), jedoch soll es ja nicht das Haupkriterium werden. Übrigens wer wissen will wie alles angefangen hat, der darf hier klicken… und wer dann noch Lust hat auf Film sowie Serien, der ist herzlichst eingeladen sich das ebenso zu Gemüte zu führen.

Nariko aus Heavenly Sword

Narikos Geburt stand eigentlich unter einem perfekten Stern. Im Jahre des Feuerpferdes, sollte ein göttlicher, junger Krieger geboren werden, der später die Gottesklinge beherrschen konnte und Frieden sollte einkehren. Aus dem jungen Krieger wurde jedoch eine junge Kriegerin und ihre Mutter starb kurz nach der Geburt. Der Vater war außer sich, seine Tochter umbringen konnte er jedoch auch nicht. Von dort an lebte das Volk in dem Glauben, dass die Prophezeiung vielleicht etwas ungenau gewesen war.

Das Böse ließ nicht lange auf sich warten und so forderte eines Tages der machthungrige König Bohan das heilige Schwert. Sein Ziel? Natürlich die Weltherrschaft. Wieder Nariko noch ein anderer Angehöriger ihres Stammes kann dies zulassen und so kommt es zur Schlacht. In der bekommt sie die berühmt berüchtigte Gottesklinge in die Hand gedrückt, zusammen mit dem Auftrag so ziemlich alles und jeden damit einmal zu Schaschlik zu verarbeiten. Nur besitzt dieses Schwert einen großen Haken, das Schwert zu führen kostet enorme Kraft. Lebenskraft. Ist man kein göttlich Auserwählter, sieht es damit irgendwann verdammt schlecht aus und in diesem Moment soll sich das Schwert gegen den Träger richten.

Den Haken ignorierend kämpft Nariko wie eine Furie. Sie wird entführt, besiegt und traumatisiert. Dennoch rappelt sie sich immer wieder auf, woran ihr Vater und ihre Schwester (?) nicht ganz unschuldig sind. Zum Schluss jedoch nützt es alles nichts und sie stirbt. Doch selbst dann ist es für sie noch nicht ganz zu Ende, denn sie schließt einen Pakt mit dem Schwert. Sie darf noch einmal wiederkehren, um König Bohan zu besiegen, sich an ihm zu rächen und ihr Volk zu retten. Als Gegenzug muss sie dann endgültig sterben.

Traurig und doch irgendwie wundervoll. Ich meine, es gibt wohl keinen größeren Einsatz als das eigene Leben. Zumal Nariko sich erst einmal eingestehen musste, dass sie eben nicht der göttliche Krieger ist für den sie immer alle gehalten haben. Wenn das eigene Lebensbild mal eben flöten geht… Und trotzdem opfert sie sich für ihre Familie und ihren Stamm. Die emotionale Bindung war mir ein Erwähnen wert. Seien wir ehrlich wie wahrscheinlich ist es, dass von dort an ihr Volk auf ewig friedlich weiterleben wird?

Terra Branford

Terra Branford ist Soldatin, eigentlich die Soldatin schlechthin. Unterstellt ist sie Imperator Gestahls sowie Kefka Palazzo jedoch nicht ganz freiwillig. Sie trägt eine Art Sklavenhalsband, was jegliche Ungehorsam verbietet.

Während einer „missglückten“ Mission wird der Knechtreif endgültig zerstört und Terra ist frei. Die plötzliche Freiheit nützt ihr dagegen wenig, denn sie leidet von dort an unter Amnesie.

Da sie die Rebellen gefunden haben wird sie so unfreiwillig zum Instrument ihrer ehemaligen Gegner und ehe sie es sich versieht wird sie zum Spielball der beiden Parteien.

Für Terra zählt reichlich wenig, sie hält nicht viel von Politik weshalb sie sich auf dieses politische Machtspiel mal einlässt mal nicht. Das Einzige was für sie zählt, ist die Wiedergewinnung ihres Gedächnises. Mit der Zeit fügen sich alles wieder zusammen, weshalb sich Terra in einer völlig neuen Rolle sieht.

Ihr Standpunkt verändert sich abermals mit dem Anbruch der großen Apokalypse. Nach dieser riesigen Katastrophe fängt ihr selbstbestimmtes Leben erst richtig an. Terra wird Ersatzmutter für Waisen, deren Eltern während des Unglücks gestorben sind. Ruhe wird ihr trotzdem keine gegönnt, denn Kefka ist immer noch auf Terras Spur. Je bedröhlicher Kefka für die Kinder wird, desto stärker wird Terras Willen.

Plötzlich ist sie gar nicht mehr so verloren. Denn wenn jemand versucht ihren Lieben (die einzigen Wesen zu der sie eine positive emotionale Bindung hat) etwas anzutun ist Schluss mit lustig. Terra beschließt endlich für etwas in ihrem Leben aktiv Partei zu ergreifen und sie beginnt zu verstehen was Liebe ist, Freundschaft bedeutet und dass das Schreckensregime ein Ende haben muss. Was gibt es besseres und stärkeres als eine junge Frau die sich selbst findet? Recht wenig würde ich behaupten.

Cerys an Craite

Das Witcher Universum hat so einiges an starken Frauen zu bieten. Ich persönlich würde mich weder mit Yennefer noch mit Triss oder mit einer anderen Zauberin der Loge und erst recht nicht mit Ciri anlegen.

Nun haben alle diese Frauen das Glück mit übernatürlichen Kräften gesegnet zu sein. Die Fähigkeit zu zaubern oder durch Zeit und Raum zu reisen setzen den Badass-Faktor erheblich nach oben. Es ist nicht wirklich ein Wunder, dass sich jeder vernünftige Mensch in the Witscher von diesen Damen fernhält. Deshalb ist es gerade hier wichtig, ein wenig Abseits des Trubels zu schauen. Abseits der ganzen Höfe, Burgen, Schlachtfeldern, Schlössern oder Festungen. Auf in den hohen Norden!

Aufgrund tragischer Umstände suchen die Skelliger eines Tages nach einem neuen Anführer. Jemanden der die zerstrittenen Stämme wieder zusammenbringt und dafür sorgt, dass Skellige sich sowohl wirtschaftlich als auch territorial positiv entwickelt.

Es gibt mehrere Anwärter, darunter Cerys. Eine Frau als Anführer? Für die Skelliger etwas völlig revolutionäres, aber auch nicht völlig abwegiges. Wenn sich Geralt aka der Spieler sich nicht allzu blöd anstellt gewinnt Cerys den. Sie ist keinesfalls auf den Kopf gefallen, stur wie ihr Bruder, hat jedoch einen entscheidenen Vorteil. Sie weiß wie wichtig Kommunikation vor allem miteinander ist. Mit ihrem strengen jedoch diplomatischen Führungsstil bringt sie frischen Wind in den eisigen Norden. Falls sie Anführerin bei euch wird kann ich euch verraten, dass sie ihren südlicheren Rivalen ziemlich auf den Kopf haut. Das schaffte vorher keiner ihrer männlichen Vorfahren, durch sie erlebt Skellige einer der besten Zeiten seit seiner Gründung. Wer kann schon von sich behaupten, dass er mit Köpfchen ein gesamtes Königreich besiegt hat?

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Was ich so höre #1

Während meiner neun Monate Ausland war ich auf Hörbuchsuche gewesen und natürlich habe ich keine gefunden. Genauer gesagt ich habe keine Hörbücher für wenig Geld gefunden, die mir zugesagt hätten. Später ist mir dann auch eingefallen, dass ich sie eh nicht hätte abspielen können. Die Hörbuchplattform im Internet war mir zu teuer und ein gratis Monat bei neun Monaten machte den Unterhaltungsfisch nicht sonderlich fetter. Deshalb stöberte ich mal wieder auf der allseits beliebten Katzenvideoplattform, dort gab es jedoch

mehr oder weniger schlecht geschriebene Thriller. Irgendwann kam ich dann aufgrund von einer Videoempfehlung zum Thema Podcast und arbeitete mich mal ein bisschen mehr in die Materie ein. Dabei ist folgendes herausgekommen (eigentlich noch vieles mehr, aber man muss ja mal irgendwo anfangen)

Deutsch:

Eine Stunde Historie

Das kommt davon, wenn man den Schulgeschichtsunterricht so vermisst. Was den Podcast eigentlich schon allein rechtfertigt beziehungsweise rechtfertigen würde. Ich will euch trotzdem noch ein bisschen mehr Inhalt bieten.

Ergo, eine Stunde History ist ein Format des Deutschlandfunkes Nova und beschäftigt sich eben mit der Historie der Menschheit. Von der Antike bis hin zur Neuzeit bleibt nichts unangerührt. Ich muss allerdings sagen, dass es jetzt auch keine Tiefenanalyse eines Themas. Dafür sind die meist 40 Minuten langen Aufnahmen dann doch zu kurz. Ich sehe deshalb viel mehr als Auffrischung meines Allgemeinwissens, denn seien wir ehrlich der Geschichtsunterricht deckt weiß Gott nicht die gesamte Weltgeschichte ab.

PodGedichtung:

Shame on me, die neuste Folge ist seit sechs Tagen draußen und ich habe sie noch nicht gehört. Junge, ambitionierte coole Socke, die auch noch Song schreibt, singt und es auch noch kann. Ohne sie würde ich vermutlich 24/7 meine Old School Metal Playlist hören, einfach weil ich momentan nicht die Zeit dazu habe aktiv nach guter Musik zu suchen. Darüber hinaus redet sie auch noch über Bücher sowie soziale/ gesellschaftliche Themen. Übrigens fette Daumen nach oben, dass sie (fast) die einzige weibliche Person in meinen Bekannten ist, der ch ewig zuhören könnte ohne nich schreiend wegzurennen. Ich will damit sagen, dass junge Menschen keinesfalls unreflektiert und völlig desinteressiert gegenüber ihrer Umwelt sind.

Soziologisches Kaffeekränzchen

Dieser Podcast stand tatsächlich auf der Empfehlungsliste, welche ich via YouTube gefunden habe. Irgendwie war ich dann von der ersten Minute an angefixt. Die Kaffeetafel zählt drei Personen und wohl das hübscheste Maskottchen dass ich kenne: Flocke, die Hundedame.

Zu den menschlichen Mitgliedern der Kaffeerunde zählen eine Soziologin, der man wirklich nicht im Dunkeln begegnen möchte, ein studierender/ angehender Soziologe, der unfassbar viel über Tee weiß und ein Soziologie-Englischlehrer, der gefühlt schon alles mal studiert hat und bei dem ich mich immer wieder frage weshalb er eigentlich in Bayern wohnt.

Zu dritt diskutieren sie über recht freie Themen wie Identität, Selbstoptimierung, Inklusion-Exklusion oder über Trauer und Tod. Sehr interessant, sehr lustig, und unfassbar lehrreich. Selbst für eine Leihe wie mich, die mit Adorno und Soziologie bis dato so viel anfangen konnte wie ein Vogel mit einem Flugzeug.

Ich habe durch die drei mehr gelernt, als von sämtlichen Personen denen ich begegnet bin innerhalb meines Auslandjahres. Deshalb: Empfehlung des Jahres!

Nachtrag: Ich hatte ganz vergessen ihren supercoolen Introsong zu erwähnen.

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Die gesammelten Schätze des Monats der Kreislaufattitüden

The Master is back! So seit dem 4. Mai bin ich wieder im Land und es ist himmlisch!

Kurzer Teaser, den alle meine Freunde und Bekannten sich schon anhören mussten: Ich habe wieder eine Wasch-, Spülmaschine und einen leckeren gefüllten Kühlschrank!

Die Abreise verlief erstaunlich entspannt, nur organisieren können isländische Taxiunternehmen nicht wirklich. Da ruft man schon an und bestellt ein großes Taxi (großer Koffer und Übergepäck) und was kommt? Das kleinste Taxi von ganz Island, mit einem Fahrer der beim Aussteigen fast an seinem eigenen Raucherhusten erstickt. Den Koffer haben wir dann doch noch irgendwie versaut bekommen….

Das kam dann übrigens auch zwischenzeitlich, denn es waren immerhin noch -2°C und der Schnee wollte sich wohl noch einmal in seiner ganzen Pracht zeigen. Eine wahre Naturgewalt, die mir fast den Flug verdorben hat. Glücklicherweise hielt er gerade mal eine Stunde an, und die Räumungsfahrzeuge in Reykjavik sind extra schnell.

Danach ging es weiter zu Security, die übrigens sämtlichen Südeuropäern oder Arabern Ehre gemacht hätte. Sie reden laut und gestikulierend wild dabei, half mir allerdings auch nicht sie zu verstehen. Es ist recht schwierig sich an irgendwelche angeblichen Ansagen zu halten, wenn man diese nicht versteht und keiner einem hilft sie zu verstehen. So stand ich dort mehr oder minder völlig verloren, bis sich mal ein Herr dazu erbarmte mir zu erklären was denn die Dame letztendlich wollte. Fazit: Sie wollte, dass ich eine zweite Schale für meinen Rucksack holte. Die Verweigerung Englisch zu sprechen vermisse ich definitiv nicht!

Was das Sicherheitskontrollpersonal übrigens immer hassen, sie aber nichts dagegen tun können ist eine leere Trinkflasche mitzunehmen. Sie können euch die nicht wegnehmen und ihr könnt sie hinter der Security wieder auffüllen. Übrigens, selbst die Duty-Free Shops sind auf Island teuer. Allerdings haben sie eine hervorragend sortierte Spirituosenabteilung. Für einen Festbetrag und dem Vorzeigen des eigenen Passes dürft ihr euch sogar an einer der Bars dort besaufen. Ich sag mal so, als ich an ihr vorbeischlurfte war es gerade mal sieben Uhr morgens und sie war voll. Denkt euch den Rest.

Mehr kann ich eigentlich gar nicht mehr erzählen. Alleine Reisen ist in Kombination mit dem isländischen Flughafen ist nicht allzu spannend. Es sei denn ihr seid zwei ältere Isländer, die ins falsche Flugzeug aussteigen und plötzlich rausbegleitet werden müssen. Diese zwei älteren Herren, saßen in meiner Maschine und waren fest der Überzeugung, dass sie nach Oslo fliegen würden. Ich frage mich heute noch wie man dies Verwechseln kann. Beide Städte sind unterschiedlich groß, werden Unterschiedlich geschrieben und liegen überhaupt wo ganz anders. Sobald die zwei in ihrem richtigen Flugzeug saßen starteten wir auch schon.

Wobei sich zuvor noch ein sehr übervorsichtiger Vater bei der Stewardess genau erkundigte wie genau man denn die Schwimmweste unter dem Sitz hervorholen kann. Als nächste Frage kam dann auch noch ob das Flugzeug auch sicher sei… Am liebsten hätte ich ihm erzählt, dass die Tragflächen eines Flugzeugs lediglich geklebt werden.

Ich hatte übrigens eine Sitzreihe für mich alleine, schlafen war trotzdem nicht drin. Es macht Stewardessen immer wieder Spaß die wehrlosen Füße von Passagieren mit ihrem verdammten Wagen zu traktieren. Ich habe es dann irgendwann aufgeben und bei dem besorgten Vater durch die Sitzlücke erneut Dunkirk geschaut. Irgendwie ironisch. Ein total überfürsorglicher Vater, der vermutlich eine leichte Flugangst hat schaut sich Dunkirk zur Beruhigung an? Die Kompensationsmethoden von Menschen sind schon faszinierend. (mehr …)

Reiseführer über die Katzenvideplattform #3

Lang, lang ist’s her, jedoch hat sich so einiges in meiner Abonnentenliste getan und dies möchte ich euch nicht vorenthalten. Weshalb so genau weiß ich auch nicht, aber vielleicht bekomme ich den ein oder anderen doch noch dazu den Glauben in die jetzige heranwachsende Generation nicht zu verlieren. Wenn man gut 90% des Inhalts auf der Katzenvideoplattfom ignoriert, klappt das sogar ganz gut. Deshalb bin ich viel mehr durch einen Artikel auf dieses Problem aufmerksam geworden, als durch das reine Betrachten meines Accounts. Die Startseite ist und bleibt bei mir konstant gesperrt. Zum gesamten Artikel geht es übrigens hier, was mich jedoch besonders stutzig gemacht hat war die Aussage, dass YouTube immer radikaler Links setzen würde und zu einem Desinformationsportal verkommen könnte. Ich zitiere:

Wer YouTube-Videos schaut, sagt Chaslot, Zeynep Tufeci, der Guardian und andere, bekommt immer krassere, immer radikalere „weiterführende“ Clips empfohlen. Hierzu gehören vor allem bei politischen Themen Verschwörungstheorien und Fake News. Wer sich beispielsweise Nachrichten-Videos zum Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida ansieht, landet schnell bei anderen Clips, die behaupten, die Tragödie hätte nie stattgefunden und wäre ein Hoax.

Wired, Jonny Haeusler Ausgabe vom 15.03.2018

Zu aller erst: (Es wird kein zweitens folgen, jedoch fällt mir kein besserer Satzanfang an. Jeder Lektor darf sich bei mir beschweren…) Weshalb denken Menschen schon wieder, dass irgendetwas gefälscht ist? Seid mir nicht böse aber menschliche Leichen in einer verdammten Schule wären schon ein extremer Scherz. Ich meine, wer würde so etwas tun? Natur lass es doch bitte Gehirne regnen. So genug aufgeregt….

Davon mal ganz abgesehen, kann ich dem Artikel nicht ganz folgen. Seien wir mal ehrlich, mittlerweile sollte jeder genügend Medienkompetenz besitzen um zu wissen dass heut zu Tage viel mit Clickbait gearbeitet wird oder mit recht interessanten Videotitelbildern. Darüber hinaus muss man die empfohlenen Videos auch nicht anklicken sondern kann statt dessen eiskalt ignorieren oder nicht interessiert wählen. Die besagten Videos werden dann nämlich nicht mehr angezeigt. Wenn YouTube, Google oder sämtliche anderen Firmenmonster schon das Angebot geben euch selbst eine Filterblase zu basteln macht doch mit. Wenn ihr lediglich Bildungskanäle oder eher in der Stimmung links-versiftes Rosabrillenbalett seid, werdet ihr auch nicht so schnell eine eigene Akte beim Bundesnachrichtendienst oder der CIA haben. Gut für euch, weniger Flughafenkontrollen und ihr habt mehr Zeit im Duty-Free Shop. Ich merke, ich werde schon wieder sarkastisch. Damit das Ganze hier nicht ganz so ausufert komme gleich zu meinen neuen Empfehlungen. Denn ich steh auf mein links-versiftes Rosabrillenbalett, bräuchten wir alle viel mehr von.

 

Wolf Performance Coaching:

Ich denke keiner meiner Leser ist sonderlich in die Fitness-Instagram Bewegung involviert. Wenn ich Unrecht haben sollte, dann entschuldigt dies bitte. Ich kann leider nicht hellsehen, um all eure faszinierenden Fassetten warnehmen zu können. Aber darum soll es eigentlich gar nicht gehen. Es soll sich um diesen Herren drehen und darum wie er mit einigen anderen die Bewegung #NoBullshit oder #changetheIndustry ins Leben gerufen hat. Er möchte die Allgemeinheit über die Abzocke von gewissen Fitnessmodeln, Fitness Trainern, Personal Trainern und sogar teilweise Ärzten aufdecken und bekämpfen. Er regt zum Hinterfragen an, zeigt wie Hinterfragen geht und erklärt wie man profane nicht-tragende Argumente entlarven kann. Er räumt mit Ernährungs- sowie Trainingsmythen auf und sorgt hoffentlich dafür, dass Menschen erst selbst denken und dann Unsummen von Geld für etwas zahlen müssen was sie sich auch hätten selbst anlesen können. So kompliziert ist das Ganze gar nicht.

 

Lorerunner:

Diesen Herren dürftet ihr auch schon kennen zumindest wenn ihr meine Blade-Runner Analyse gelesen habt. (Sollte dies nicht der Fall sein. Tut. Es. Sofort!) Dabei wären wir eigentlich schon beim Thema seines Kanals. Er produziert verschiedene Formate, die allesamt etwas mit Spielen zu tun haben oder Filmen, oder Serien. Im Großen und Ganzen könnte man die verschiedenen Angebote unter Analysen zusammenfassen. Darunter läuft momentan das gesamte Star Trek Universum dies bedeutet, dass er schlicht weg jede Folge der vollständigen Serie von Raumschiff Enterprise bis Star Trek Enterprise bespricht. Er hat auch die Herr der Ringe-Trilogie inklusive die des Hobbits analysiert oder Star Wars Episode I bis VI. Das waren erst die bekanntesten Vertreter… Er hat Humor, er ist intelligent, er bringt Dinge auf den Punkt und vor allem liebt er Mass Effekt eins bis zwei genauso sehr wie ich (selbst drei, ein bisschen). Einziges Manko: Er spricht lediglich Englisch und seine Videos sind ungeschnitten. Genauso wie seine Spiele-Analysen, die gerne mal sechs Stunden am Stück dauern da er während des Spielens analysiert. Ihr solltet also Zeit mitbringen und euch nicht am Computerspiele-Design der neunziger Jahre stören, da er diese Art gerne als Hauptgestaltungsthema in sämtlichen Videos verwendet. Ich kriege davon regelmäßig Augenkrebs, aber ich bin auch ein verwöhnter Jungspund. Macht es wie ich, hört seine Analysen als Hörspiel da ist die Optik dann auch egal.

 

CocuriRuby:

Die einzige Booktuberin, die ich mir überhaupt anschaue und die es wert ist geschaut zu werden. Es tut mir Leid, falls ich hier Abstriche machen sollte. Jedoch tue ich mich mit der Szene im Allgemeinen eher schwer. Oft sehe ich vor mir keinen Rezensenten, der etwas eloquentes zu sagen hat sondern viel mehr einen völlig über- emotionalen Teenager, der wild gestikulieren jedes zweite Buch in den Himmel lobt und am Ende dann doch nur beispielsweise 3 Sterne vergibt. Die Story, Kontext oder den Plot zu hinterfragen würde im Leben niemandem einfallen und eben genau das tut diese junge Dame. Sie schildert ehrlich und meist sachlich ihre Meinung, gibt konstruktive Kritik und vor allem hinterfragt Dinge. Eine wunderbare Anlaufstelle wenn man sich hauptsächlich für das Genre Contemporary/ Contemporary-Romance und im allgemeinen Jugendliteratur interessiert.

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Avatar- Eine Analyse Teil III

Nun zum letzen Teil, des Liebesbriefes an meine Lieblingsserie. Auch hier erneut eine massive Spoilerwarnung für die gesamte Serie: Avatar- Herr der Elemente. Lesen auf eigene Gefahr. Zu Teil I geht es hier und zu Teil II hier…

Bändigen im Allgemeinen- It’s magic… not

Nicht jeder Bewohner des Avatar-Universums ist ein Bändiger. Bändigen ist eine Gabe die angeboren ist oder nicht. Man kann es trainieren, aber nicht erlernen. Wie es genau vererbt wird ist nicht ganz klar, wobei man folgendes feststellen kann: Zwei nicht Bändiger können durchaus ein Kind gebären, welches bändigen kann. Ein perfektes Beispiel dafür wäre Katara sowohl Vater als auch Mutter konnten es nicht und siehe da, die Tochter ist ein riesen Talent. Auch können zwei Bändiger einen normalen Menschen ohne Gabe bekommen. Wenn die Elternteile aus verschiedenen Nationen zusammenkommen, beispielsweise Feuer und Erde kann das Kind ein Nichtbändiger, ein Feuer oder ein Erdbändiger werden, aber zwei Elemente bändigen funktioniert nicht. Denn mehrfach-bändigen ist nur dem Avatar möglich. Es existieren auch gewisse Sondergaben oder Talente, welche hin und wieder Auftreten. Der Stamm der Pflanzenbändiger ist eine gesamte Gruppe von Sonderlingen. Normalerweise die Voraussetzung für solche Ausnahmen ebenfalls angeboren, manchmal erfordernden sie jedoch noch sehr langes und hartes Training.

Aufgrund dessen das Bändigen rein auf den Körper beschränkt ist und es keine magischen oder obskuren Artefakte gibt die es verstärken oder schwächen können ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bändiger völlig übermächtig wird relativ gering. Selbst der Avatar kann besiegt werden, auf dem Weg wie jeder andere Mensch auch, oder wenn er sich im Avatar Zustand befindet. Das Problem dabei ist eben, sobald man stirbt wird nie wieder ein Avatar geboren werden. Nie, nie, nie wieder. Natürlich birgt die Story das ein oder andere Hintertürchen jedoch übertreiben die Autoren es hierbei nicht. Was wäre eine Story auch ohne Plottwists. Demnach kommen die Sondertalente zwar vor, jedoch stehen sich nicht an jeder Ecke. Schon gar nicht solltet ihr in den Glauben verfallen, dass in dieser Welt Nicht-Bändiger schwächer sein könnten als Bändiger.

Das Chi-Blocken ist eine der am häufig vorkommenden Techniker der Nicht-Bändiger, falls se jemals in die Verlegenheit eines Kampfes kommen sollten. Diese uralte Technik ermächtigt den Ausführenden durch schnelle Schläge auf bestimmte Körperpunkte die jeweiligen Nerven und damit verbunden Muskeln für vorübergehende Zeit zu lahmen. Bewegungsunfähig lässt es sich schlecht bändigen…

Superkräfte müssen eben ausgeglichen werden, sonst wird es auf Dauer sehr vorausschaubar und die Geschichte langweilig. Eben diese Balance macht unheimlich Lust auf mehr. So sind die Kämpfe doch recht realistisch im Gegensatz zu den herkömmlichen Shonin Animes, in denen ich mich jede Sekunde frage wie die Charaktere es schaffen, dass Universum nicht zu zerstören. Physik? Schwerkraft? Gilt zwar für jeden, außer für uns. Dieser Spruch macht es auf Dauer ebenfalls nicht spannender.

 

The greatest Story ever told… 

Die wohl wichtigste Folge für die Hintergrundgeschichte Aangs und seinem Konflikt mit Zuko ist 12 Folge der ersten Staffel (Buch Wasser). Innerhalb dieser knapp 25 Minuten erfährt der Zuschauer Aangs Kindheit und den Grund weshalb er damals aus dem Tempel geflohen ist und vor allem warum er gute 100 Jahre im Eis eingeschlossen gewesen ist. Bezüglich Zuko sehen wir eine ähnliche Darstellung seines Lebenslaufes: eine recht glückliche Kindheit, das nicht mehr ganz so schöne Älterwerden und schließlich den augenscheinlichen Drehpunkt seiner Persönlichkeit. Bei beiden Charakteren wird dem Zuschauer nur so viel Hintergrundwissen zugetragen, wie er braucht um die eigentlichen Beweggründe des einen oder des anderen verstehen zu können.

Es gibt dabei verschiedene Schreibtechniken wie man dies bewerkstelligen kann ohne dabei ins plumpe Aufzählen zu verfallen. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass dem Protagonisten etwas schreckliches widerfährt. Am besten so schrecklich, dass es ihn nachhaltig prägt und sein späteres Handeln beeinflusst bzw. beeinflussen könnte. Eine Variante der ersten ist, dass der Protagonist sich für das traumatisierende Erlebnis auch noch die Schuld gibt. Das Paradebeispiel hierfür wären Spider- oder Batman. Letzterer sieht den tödlichen Raubüberfall der eigenen Eltern und gibt sich die Schuld dafür, dass er es nicht verhindern konnte. Ersterer muss den Tod seines geliebten Onkels beiwohnen ohne etwas tun zu können.

Normalerweise wird dem Avatar erst mit 16 Jahren sein Schicksal offenbart und dies nicht ohne Grund. Mit dem Wissen der Avatar zu sein, geht eine Menge Verantwortung so wie Reife einher. Beides hatte Aang mit einen zwölf Jahren definitiv nicht. Wie soll er auch, er war zwölf! Jedoch spürten die Luftnomaden das etwas unheilvolles in der Luft lag, weshalb sie Aang vor einweihten ebenso wie die anderen Schüler und Nomaden des Tempels. Während der Junge recht wenig mit dieser Information anfangen konnte, begannen ihn seine Freunde immer mehr auszuschließen, aus Angst, dass er bei Spielen oder spaßigen Turnieren schneller schlagen könnte. Er wäre schließlich der Avatar und somit etwas Besonderes… Aang fühlte sich immer mehr in die Ecke gedrängt und allein gelassen. Sein einziger Freund, der blieb war sein Vorgesetzter. Als eines Tages der Junge, dann noch ein Gespräch belauschte welches besagte, dass Aang in einen anderen Tempel geschickt werden sollte schmiedete er den Plan davon zu laufen. Selbst als er aus dem Eis befreit wird, und Katara ihn in ein Gespräch über den Avatar verstrickt lügt er sie an. Anhand seiner Gesichtszüge erkennen wir, dass er immer sich immer noch nicht damit wohlfühlt. War Aang eimal mit seinem Flugbison und seinem Lemur (ja es gibt in Avatar fliegende Bisons, nehmt es einfach so hin) über dem Meer, gerieten sie in einen schweren Sturm. Kurz bevor die drei ertranken, geriet Aang wohl das erste Mal in den Avatar zustand und schloss sich inklusive seiner Begleiter in eine Luftblase ein, die dann gefror.

Aufgrund Aangs Angst Verantwortung zu übernehmen und somit erwachsen zu werden entkommt er dem Genozid der Feuernation. Vielleicht hätte der den Krieg verhindern können, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Als Aang aus dem Eis befreit wird und später feststellen muss, was während seiner Abstinenz mit seinen Freunden und seinem Volks passiert ist flippt er gelinde gesagt ein wenig aus. Schließlich ist nicht nur sein Vorgesetzer wegen seines Nicht-Daseins gestorben, sondern sein gesamtes Volk. Für einen immer noch zwölf Jährigen, der nun eigentlich 112 Jahre alt ist immer noch ein großer Schock. Deshalb ist Aangs Ziel nicht nur alle vier Elemente zu beherrschen und den Frieden wieder einkehren zu lassen, vielmehr muss er lernen Verantwortung zu übernehmen. Zukos Challenge besteht darin zu erkennen, dass er damals richtig gehandelt hat und sein Vater falsch liegt. Vor allem muss er lernen sich über seinen Vater hinweg zu setzen, denn er braucht niemanden der ihm sein Ansehen und seine Ehre zurückgibt, dass kann nur er selbst. Sich seine eigenen Schwächen und Fehler einzugestehen und diese zu überwinden weckt genug Drama und genügend Identifiaktionsmöglichkeiten für jeden Zuschauer. Schuldgefühle und Reue sind die besten Voraussetzungen um einen Charakter wachsen zu lassen.

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Avatar- Eine Analyse Teil II

Weiter geht es mit dem zweiten Teil. Zum ersten Teil geht es hier und auch für diesen Abschnitt gibt es eine ausdrückliche Spoilerwarnung. Für die gesamte Serie nur damit ihr es wisst!

 

Die Bewohner- Vielseitigkeit macht’s!

Wasserstamm

Insgesamt existieren zwei Wasserstämme und eine sonderbare Ausnahme, die hier aber keine Rolle spielt. Der Stamm im Norden ist sowohl sehr viel liberaler als auch größer als der südliche Vertreter. Aufgrund dessen, wurde der Süden das zweite Opfer der Feuernation in dem 100-Jährigen Krieg. Doch selbst davor besaß er keine große Handelsflotte oder nennenswerte Beziehungen zu Wirtschaftspartnern. Das Aussehen der Kleidung sowie die Umgebung beider Stämme erinnern stark an die Inuits bzw. an verschiedene Urstämme im Norden Sibiriens und Kanadas. Die Kultur dagegen: das friedliche Miteinander, die Zweisamkeit basierend auf Heirat und die Bodenständigkeit erinnert eher an Süd-Ost Asien. Eine recht interessante Symbiose. Die beiden Charaktere (Sokka plus Katara) mit denen die Serie beginnt stammen übrigens vom südlichen Wasserstamm.

 

Erdkönigreich

Das Erdkönigreich ist die größte der vier Nationen, damit einhergehend ist die gesamte Lage (sozial, ökonomisch sowie politisch) nicht gerade unproblematisch. Homogenität existiert hier jedenfalls nicht. Neben Kolonien, autonom sein wollenden Regionen sowie armen Niemandsländern existiert darüber hinaus ein großes Sozialgefälle. Eben davon abhängig in welcher Region man wohnt, und welchem Fürst/ Feudalherren man untersteht. Zieht man die eine oder andere Parallele in unsrige heutige Welt fällt einem recht schnell China ein. Um es weiter zu spezifizieren, könnte man sein Augenmerk auf die Qing- Dynastie legen und wer in chinesischer Geschichte bewandert ist weiß, dass dies ebenfalls keine goldene Zeit war.

Es fängt bereits bei dem Namen der Hauptstadt des Reiches an. Damals in der Qing- Dynastie lautete der Name der kaiserlischen Residenz die Verbotene Stadt in der Welt von Avatar heißt sie Ba Sing Se oder vielmehr die Stadt der Geheimnisse und Lügen. Aus ihren Mauern dringt nichts hinaus was nicht auch hinaus soll und dass etwas ungefragt hineinkommt ist gar unmöglich. Nicht umsonst werden die Stadtmauern Ba Sing Ses gerne mit der großen chinesischen Mauer verglichen. Bewacht bis zum geht nicht mehr und unüberwindbar.

Herrschen tut hier das Militär und die Art von Bürokratie, die ihre Widersacher ganz schnell und heimlich im nächsten Brunnen ertränken lässt oder wegsperrt. Die beiden eigentlichen Herrscher Kaiser Puyi sowie sein Ebenbild in der Serie (König Kuei) sind daher mehr Marionetten als wirkliche Regierungsoberhäupter. Im Falle des Erdkönigs Kuei wird dieser von Long Feng dem Leiter des Geheimdienstes in Ba Sing Se beraten. Um den Leiter des Geheimdienstes kurz zu charakterisieren: Er ist ein Verräter aller erster Güte, ohne Skrupel aber mit verdammt viel Macht. Diese Macht kann er sich allerdings auch nicht zu schreiben, denn im Laufe seines Lebens ist er immer mehr Marionette der Feuernation geworden. Der Höhepunkt dabei bildet die Besetzung Ba Sing Ses von der Feuernation, weshalb die Tochter des Feuerlords die endgültige Macht über Long Feng, den Erdkönig und der gesamten Nation zugeschrieben bekommt. Nichts desto trotz hat er es geschafft dem König einen gesamten Krieg zu verheimlichen. Einen Krieg! Das Ganze endet darin, dass Aang persönlich den Erdkaiser darüber aufklärt was außerhalb der Mauern seines Palastes und seiner Stadt vorgeht.

Damit nicht genug, der liebe Kulturminister Long Feng verschleppte über Jahre hinweg junge Erdbürgerinnen und unterzog sie der Folter, Gehirnwäsche und einer einhergehenden Umerziehung zur perfekten Sklavin. Es gibt in der gesamten Geschichte von Avatar kein einzigen Hinweis darauf, ob die Gehirnwäsche jemals rückgängig gemacht werden konnte. Dafür wissen sowohl Zuschauer als auch die einzelnen Charaktere der Geschichte zu wenig über die Prozedur. Denn Bevor Aang etwas genaueres erfahren konnte zerstörte Long Feng das Geheimversteck unter dem See namens Laogai sowie alle dazugehörigen Informationen. Darüber was mit dem Gefangenen passierte spekulieren Fans noch heute. Eins steht jedoch fest, alle Theorien haben kein glückliches Ende für die Betroffenen. Wann die Entführungen übrigens angefangen haben, weiß ebenso niemand so genau. Viele Thesen verweisen eher auf den Anfang des Krieges, da schon damals die Flüchtlingslager eine einzige Katastrophe waren und niemand wirklich irgendjemanden vermisste. Ich erinnere gerne daran, dass der Krieg bereits seit 100- Jahren tobt. Mal mehr mal weniger, dennoch stellt euch bitte eine staatliche Organisation vor die fast seit mehreren Jahrzehnten Bürgerinnen entführt. Um gleich eins drauf zu setzen, Laogai heißt übersetzt so viel wie Reform durch Arbeit und ist nichts anderes als ein noch heute bestehendes System aus Arbeitslagern in denen alle Gefangene ihre Haft welche durch ein ordentliches Gericht verurteilt werden. Was auch immer dass heißen mag…

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Gedankenschnipsel zum Oscar 2018, Teil II

Tapfer geht es mit dem zweiten Teil (hier geht’s zum ersten). Ich bin schon unglaublich gespannt wer von euch bis zum Ende durchhält… Übrigens, im vorherigen Teil habe ich die Trailer der einzelnen Filme nur im Titel des jeweiligen verlinkt. In diesem und im nächsten Teil allerdings direkt eingefügt, einfach weil ich will dass die kleineren Streifen mehr Aufmerksamkeit bekommen…

Kategorie: Beste Regie

Christopher Nolan:

Der Mann hängt mir langsam zum Hals raus. Ich habe das Gefühl, der haut jedes Jahr mindestens einen Film raus… Der Markt ist auch irgendwann übersättigt

Jordan Peele:

Der Typ scheint echt nur aufgrund von Get Out so gehypt zu werden. Wenn der Film so gut ist vermutlich gerechtfertigt?

Paul Thomas Anderson:

There will be Blood war absolut grandios, wenn auch nicht ohne.

Guillermo del Toro:

Ich weiß nicht wie viel er Regie geführt hat und wie frei die Schauspieler waren, jedoch ist das Endprodukt ein sehr Gutes genauso wie Pans Labyrinth.

Greta Gerwig:

Eine Frau? Das sieht man selten? Freut mich, vor allem weil ich mir Ladybird echt anschauen möchte. Ob sie gewinnen sollte? Da gehe ich ganz nach dem Leitsatz, der Beste hat’s verdient.

Ich meine ich habe zwar Schauspielerische Erfahrung, jedoch bin ich immer noch eine Laie. Erst recht in den Kategorien: Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Originaldrehbuch… Weder habe ich die Original Vorlagen noch die Drehbücher gelesen noch weiß ich was ein gutes Drehbuch so wirklich ausmacht. Genauso wie Schnitt oder Ton. Ich habe absolut keine Ahnung von Technik und bin froh, wenn ich mit Klick sowie Doppelklick oder Neustart durch den Alltag stolpern kann.

Kategorie: Bester Dokumentarfilm

Abacus- Small Enough to Jail:

Halleluja, ist der Film als kontrovers betitelt worden. Für alle die ihn nicht kennen, definitiv sehenswert. Es geht um Bank, die tatsächlich vor Gericht verurteilt wurde. Normalerweise ist der Satz Too big too fail Programm. Es wird alles daran getan, die Zentralbanken finanziell zu stabiliesieren, egal wie viel Geld sie verschwulden oder falsch investieren. Alles nur damit das globale Finanzsystem nicht einbricht. Dass dies seit Jahren trotzdem der Fall ist, wird knallhart ignoriert. Noch ist es ja nicht so weit. Aber zurück zum Film. Abacus war wohl ein Vorreiter. Besonders in China, dumm nur dass die internationalen Kräfte es gar nicht mögen, wenn jemand neues, einflussreiches auf der Fläche erscheint. Never touch a running system, weshalb hin und wieder gerne mal künstlich Sand ins Getriebe der Konkurrenz geworfen wird. Hoppala, tja Kolleteralschaden. Abakus war ebenso schon so groß genug Konkurenz zu bieten, jedoch immer noch zu klein um in den Ring der Too big too fail-Leader aufgenommen zu werden. Das sollte ihr Untergang werden…

 

Faces Places:

Eine schöne Geschichte, nur erinnert es mich eben mehr an reine Street Art. Es ist eben ein tolles Projekt, aber dann würde ich dem Film eben mehr einen Kunstpreis geben für Street Art als einen cineastischen wenn ihr versteht was ich meine.

 

Icarus:

Der russische Doping-Skandal diesbezüglich Olympias. Jetzt mal ernsthaft, ein Skandal ist es doch nur, wenn man damit nicht gerechnet hat. Welcher naive Depp denkt denn bitte heute noch, dass bei Olympia nur Amateure herumlaufen?! Ich meine Olympia ist das Spiel der Besten der Besten… Der sportliche Machtkampf der Weltnationen. Da stecken so unglaublich viele Milliarden dahinter, da gilt es Gold zu gewinnen und nichts Anderes. 100% Leistung reichen da schon lange nicht mehr aus. Weshalb ich denke, dass 99% der Olympioniken gedopt sind. Selbst die Anwärter aus den klitzekleinen Staaten, denn die bekommen schließlich auch internationale Fördergelder von Sponsoren.

Der Leiter des Doping-Labors war einfach nur zu blöd sich erwischen zu lassen. Dumm gelaufen für die Russen, aber ernst kann ich das ganze Theater um den vermeintlichen Skandal nicht nehmen.

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