Bücher

Rezension, »Projekt Epilog« von Peter Georgas Frey

Ich habe schon fast so etwas wie ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht 24 Stunden pro Tag lese, aber auch nur fast ;D Ein wenig Spannung gehört eben zum Leben dazu. Ich kann allerdings verstehen, wenn die Nerven mit einem durchgehen erst recht nach so einem Stress. Denn Peter Georgas Frey hat nun seinen sowohl dritten als auch letzten Band seiner ehemaligen Aurumer-Dilogie veröffentlicht. Ganz ehrlich, meine Erwartungen waren keinesfalls gering. Schließlich wurde man immer mal wieder gerne angeteasert und am Ende gewann dann doch die Neugier auf ein Rezensionsexemplar.

Deshalb Vorhang auf für den neuen Roman „Projekt Epilog“ von Peter Georgas Frey.

Wir erinnern uns (dank des kleinen Vorworts) an die Geschehnisse gen Ende des zweiten Bandes der Trilogie: Menschen sterben, Wesen sterben, Alles geht drunter und drüber und am Ende bleibt eine große, sehr große Leere. Daher ist es glaube ich nicht zu viel verraten, dass dieser dritte und voraussichtlich wirklich letzte Band auch noch die letzten Handlungsstränge ergänzt und jede Frage beantwortet.

Der Plot an sich beginnt zwei Jahre nach den letzten Seiten des zweiten Romans und in dieser Zeit hat sich so einiges verändert. Die Welt liegt wieder friedlich in einer scheinheiligen Homöostase, die allerdings zu kippen droht. An dem Tag, an dem W. Peck mit einem Ultimatum seitens des Präsidenten konfrontiert wird, tut es das auch und wie.

So viel zur Handlung. Kommen wir als erstes zum Äußeren, beispielsweise dem Cover. Ich liebe das Cover, ich liebe allerdings auch warme Farben: rot, gelb und orange sind mein Ding. Die Schrift in der das Buch verfasst worden ist, ist dagegen dieselbe wie schon in Band eins und zwei. Gute Größe, schlichte Buchstaben, wunderbar. Für die Verstreuten unter euch, steht der jeweilige Romantitel nebst Reihenfolge auch noch einmal hinten ganz klein unter dem Klappentext. Sehr zuvorkommend, wobei ich bezweifle, dass ich warm mit kalt verwechsle.

Des Weiteren bedient der Autor bereits altbekannte Elemente. Das Wichtigste wäre wohl der klare sowie leicht verständliche Schreibstil, gebettet innerhalb von prägnanten Sätzen. Das Lesetempo kann aufgrund dessen teilweise erheblich an Fahrt aufnehmen. Mag ich persönlich besonders gerne, da ich es nicht leiden kann beim Lesen da Gefühl zu bekommen auf der Stelle zu stehen.

Was ich ebenso schätze, ist die abermalige Unterteilung der Geschichte in drei große Abschnitte inklusive kurzer Kapitel. Das Gesamtbild wird/wirkt dadurch erheblich strukturierter und ist einfacher zu verfolgen. Gerade für Leser, die ohne Lesezeichen lesen. Ja, ich bin sehr dankbar dafür, wenn ich mir das Heraussuchen von Seiten oder Zeilen ersparen kann.

Zumal ich jemand bin, der gerne ohne Lesezeichen liest und sehr dankbar dafür bin wenn ich während des Beendens und wieder Anfangens eines Buches nicht jedes Mal ewig nach den Seiten oder Zeilen suchen will.

Ohne allzu viel zu vorwegzunehmen, sage ich nur so viel: Die Handlung des neuen Romans ist ähnlich spannend wie die der vorherigen. Das Gefühl von dunklen Vorahnungen ist von Anfang an da, ähnlich wie die Vermutung, dass alles nur noch schlimmer wird. Ein zukunftsorientiertes Game of Thrones mit vielleicht nicht ganz so vielen Ebenen. Mitschuldig daran sind die recht häufig vorkommenden Plottwists oder Planstörungen der Helden aufgrund anderer Parteien. Eins kann man sich merken: Egal wie sicher sich die Protagonisten wirken, sie werden alle mehr oder weniger ihr Fett wegbekommen. Immer. So oft es nur geht.

Ebenfalls beibehalten wurden die Ortsangaben, bewährt und beliebt würde ich sagen. Wenigstens bei mir, ich spiele ja immer gerne Vögelchen. Ich maße mir hier einfach mal an zu behaupten ich könne Dinge auf Herz und Nieren prüfen. Normalerweise wäre ich übrigens für eine Karte im Anhang, allerdings weiß ich auch, dass eine vollständige Weltkarte auf DINA4-Format definitiv zu klein und viel zu ungenau wäre. Die lieben Suchmaschinen waren mir auch so behilflich.

Die altbekannten Charaktere wieder zu treffen, war ein bisschen wie nach Hause kommen.

Alle Figuren fühlen sich irgendwie bekannt an, aber auch irgendwie nicht. Schließlich sind zwei Jahre vergangen und der Abgang im vorherigen Band war von vielen recht traumataverdächtig. Ich habe mich während des Lesens übrigens allen ernstes gefragt wie so manch einer das bereits Erlebte verarbeitet hat. Vermutlich leiden deshalb ein zwei Charaktere unter Momenten der geistigen Umnachtung. Ich verstehe, dass Menschen nicht immer rational handeln und schon gar nicht erst logisch denken, aber es knirschte trotzdem gewaltig. Die Gedanken und die Intention des Autors dahinter kann ich noch irgendwo verstehen aber irgendwo auch wieder nicht. Nur weil einem plötzlich bewusst wird, dass alles und jeder vergänglich ist gleich solche Pheromone zu bilden. Halleluja.

Dagegen gefallen mir immer noch die kleinen Anspielungen, durch die leichte Veränderung der Originalbezeichnungen/ Originalnamen. Vermutlich ist es dem Lektorat durch die Lappen gegangen, aber an manchen Stellen müsste da noch ein bisschen nachgebessert werden. Denn es gäbe dort einen Whistleblower, der unter dem selben Namen läuft wie sein reales Pendant ebenso wie zwei Fastfoodketten sowie diverse ominöse Nachrichtendienste.

Wenn ich gerade schon einmal dabei bin… Ich weiß mit der Sprache und dem Reisen ist das in Büchern so eine Sache, aber mir ist trotzdem etwas aufgefallen. Im Roman gibt es eine Szene, in der sitzen zwei höchstwahrscheinlich deutschsprachige Charaktere zusammen und neben ihnen ein Amerikaner (bis jetzt dachte ich zumindest, dass er Amerikaner sei) und einer der Deutschen fragt den anderen, ob er ihn nichts duzen könne. Auch wenn die Erzählung in unserer Realität auf deutsch verfasst worden ist, wäre es irgendwie nicht sinnvoller den Satz umzuformulieren oder zu ersetzen, weil die Charaktere doch eigentlich (innerhalb der Handlung) Englisch reden würden? Schließlich gibt es dort kein „Sie“ als Anredepronomen. Falls ich da was missverstanden haben sollte, großes Sorry ich bin da wohl ein wenig Känguru geschädigt.

Mal von fünf kleinen Grammatikpatzern abgesehen, (ist vermutlich beim Kürzen oder Umschreiben von Sätzen passiert) wäre mein Gemecker damit auch beendet. Ich hätte zwar gerne noch ein bisschen mehr von den Aurumern gelesen, kann allerdings verstehen, dass der Roman „Projekt Epilog“ nur die Erde behandeln soll.

Deshalb hier mein Fazit: Dieser dritte Band steht den beiden vorherigen in nichts nach. Die Handlung ist genauso spannend wie in Band eins, die Charaktere sind sich größtenteils treu geblieben und wer einen gelungenen Abschluss des Abenteuers lesen will, der sollte sich unbedingt überlegen dieses Buch zu kaufen. Vielleicht aber erst, wenn die kleinen Schönheitsfehler behoben worden sind.

Advertisements

Analyse der vier magischen Heime Teil I

Ehe man sich versieht läuft einem eines Tages der Gedanke über den Weg, sich doch mal wieder mit Harry Potter zu beschäftigen. Lesen wäre zu einfach und so wurde es der grafische Aspekt. Beschäftigen wir uns doch mal mit den Wappen und den Häusern. Hier habt ihr zumindest den ersten Teil.

Das Hause Slytherin:

Das Haus, was sich selbst so erschaffen hat wie wir es heute kennen. Ich denke jeder kennt die weit verbreitetsten Vorurteile gegenüber Slytherin: böse, arrogant, hochnäsig sowohl feige als auch elitär. Kurz um, Mitglieder dieses Hauses sind die perfekten Antagonist von Harry und seinen Freunden. Leider, denn Slytherin ist mit Hufflepuff wohl eines der missverstandensten Häuser überhaupt. Das Problem liegt sehr viel tiefer als „alle Slytherin sind böse“.

Es fing damit an, dass der Gründer Salazar Slytherin nicht mit den Auswahlkriterien der anderen Hausgründer übereinstimmte. Er strebte nach größerem, besserem. Er wollte ein eindeutiges Indiz für die Identifizierung seiner Schüler, denn Leistung oder Charakterzüge konnten sich im Laufe eines Lebens ändern. Was sich jedoch nicht so leicht ändern ließ, war die eigene Blutlinie. Reinblut, Mischblut oder gar Schlammblut. In Salazars Augen war man nur dann ein echter Zauberer wenn auch eigenen Eltern, Großeltern und Urgroßeltern schon welche gewesen waren. So kam Slytherin zu seinem zwiespältigen Ruf, der sich im Laufe der Geschichte noch verschlimmerte.

Es gibt unter den Slytherin-Potter-Fans übrigens zwei verschiedene Stellungsnahmen zu dieser Vorgeschichte. Die einen (und damit auch ein Großteil) schüttelt darüber nur den Kopf und entschuldigt sich inständigst für den Rassismus „ihres“ längst verstorbenen Hausherren.

Die andere Gruppe versucht das ganze historisch zu rechtfertigen (und entschuldigt sich danach, im besten Falle). Die Zaubererwelt war nicht immer so versteckt gewesen. Mensch und Zauberer sollen einst dicht nebeneinander gelebt haben bis es zu einer Zeit kam, in der die Menschen angefangen haben die Zauberer und ihre Kultur zu verteufeln, zu verbannen und zu hassen. Die Zauberer mussten fliehen, untertauchen und so verfrachteten sie ihre gesamte Welt mal eben ins Unsichtbare. In dieser Zeit der Verfolgung wurde anscheinend Hogwarts gegründet. Salazar wollte somit nur sicher gehen, dass weder Spione noch anderweitig manipulierte Schüler in sein Haus kommen könnten. Denn jeder Schüler, der mindestens ein menschliches Elternteil hatte war natürlich ein Spion oder geisteskrank oder ein Monster, am besten alles zusammen… Ihr seht Salazar war ein ganz klein wenig paranoid unterwegs.

Die Kammer des Schreckens unterstützt diesen Gründungsmythos auch noch hervorragend. Die einen meinen sie sei lediglich als Verteidigungsinstrument gegen den Feind gedacht, andere vermuten dass Salazar die Kammer des Schreckens als Folterkammer für muggelstämmige Schüler genutzt hat. Salazar war womöglich nicht nur rassistisch sondern auch noch verdammt rachsüchtig. Kein angenehmer Zeitgenosse. Biegen wir von den Mythen zurück auf den Pfad der Realität und stützen wir uns auf Dinge, die wir tatsächlich wissen.

Beispielsweise die Symbolik der Schlange. Da fällt mir besonders ein Wort ein: ambivalent. Selbst heute halten sich diverse Vorurteile gegenüber der bösen Schlange hartnäckig und lassen dieses Tier mehr als Mordmaschine als ein bloßes Reptil dastehen. Ganz anders sieht es dagegen in Ost-Asien (Indien) aus, wo noch heute die Schlange als Schutzpatronin verehrt wird. Auch im antiken Griechenland stand die Schlange für Heilung. Nicht umsonst haben wir das Ärztesymbol mit der Schlange des Asklepios über jeder Apotheke hängen. Ebenso war in Rom Asklepios einer der meist verehrtesten Götter und damit einhergehend das Symbol der Schlange. Wenn nicht die Bibel um die Ecke gerauscht wäre, würde die Schlange vermutlich nach wie vor ihr nobles Ansehen genießen können. Dann plötzlich wurde die Schlange zur „bösen“ Verführung Gottes der Adam und Eva nicht standhalten konnten. Zack, Bum wurden sie aus dem Paradies herausgeschmissen. Selbst Schuld…

Des weiteren gehören Eigenschaften wie Ehrgeiz, Willenskraft sowie List ebenfalls zur Schlange.

Erinnert irgendwie an das charakterliche Komplettpaketes eines Politikers, Hegemons, Waffenhändler, Lobbyist, Bänker oder Intrigants.

Sie alle haben eines gemeinsam sie wollen ihre Machtposition auf keinen Fall verlieren, ergo keine Veränderungen im System damit sie die Kontrolle behalten können. Vielleicht hatte Salazar auch nur vor Kindern Angst, die beide Seiten der Gesellschaftsmedallie kannten: Schlammblüter sind mit beiden Kulturen aufgewachsen, können sich in beiden womöglich bewegen und haben in beiden gute Beziehungen. Wenn es in einer der beiden Welten nicht klappt, dann passt es immer noch woanders. Schlammblüter sind nicht so einfach zu beeinflussen wie reine Zaubererkinder. Wer weiß, vielleicht ahnte Salazar auch dass sich manche Schlammblüter besonders beweisen wollen würden. Schaut man sich Hermine Granger an, weiß man plötzlich weshalb er auch soviel Angst hatte. Mit dem Mädchen will sich vermutlich keiner so schnell anlegen.

Wie bei so vielem, gibt es einen großen Haken: Die Zeit. Sie schreitet voran und Dinge, Werte etc. verändern sich und damit der Umgang oder Regeln für das zwischenmenschliche Miteinander. Wenn aus der Not irgendwann Tradition wird, da es als schicker Lebensstil gilt dann ist man irgendwo ganz falsch abgebogen. Das Streben nach Höherem, Wissen, Macht, Reichtum oder schlichtweg Ehrgeiz sind ganz besonders leicht zu instrumentalisieren, es braucht nur einen Tom Riddle.

Sowohl die Schlange als auch die Slytherin sind ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sieht man eindeutig die Bösen wie Bellatrix, Voldemort aber es gibt auch auf der anderen Seite graue Schatten wie Snape oder sogar Draco Malfoy. Snape als der Doppelagent schlechthin und Draco als ein hilfloser völlig verkorkster Teenager, der überhaupt so gar keine Ahnung hat was sein Platz in der Welt ist. Ich meine, er konnte/wollte Dumbledore nicht töten, er kann gar nicht so böse sein.

Zu aller letzt will ich hier auch noch Narzissa Malfoy erwähnen, die hat Harry letztendlich gerettet. Ich bezweifle allerdings stark, dass sie erleuchtet wurde. Ich glaube eher dass ihre Entscheidung bloßes Kalkül war. Ihr war Ehrverlust unter den Todessern lieber, als mit ihnen nach Askaban zu gehen. Ein wenig feige, vielmehr durchtrieben, berechnend und listig. Eine Slytherin durch und durch, was Harry jedoch geholfen hat.

Zum Schluss möchte ich noch einmal eine kleine Pointe in den Raum werfen, denn der sprechende Hut erwähnte in Buch Eins, dass man vielleicht in Slytherin seine wahren Freunde finden könnte…

Ob es heißt, dass wenn man weiß wie man ein zweischneidiges Schwert führt freundschaftlich ausgesorgt hat? Vielleicht.

Das Hause Hufflepuff: 

Im Gegensatz zum Hause Slytherin findet man hier sehr viele „nette“ Leute. Sympathisch, lustig, loyal, treu und womöglich auch gerne ein wenig treudoof bzw. naiv. Es war das Haus, was ich von Anfang an nicht mochte und völlig unterschätzt habe. Vermutlich wäre ich trotz heutigem Wissensstand persönlich beleidigt, würde man mich als Hufflepuff bezeichnen. Trotzdem sind sie so viel mehr als die augenscheinlich netten Ottonormalverbraucher der Zaubererwelt.

Wie sooft ist die Geschichte des Hauses nicht ganz unschuldig an der gegenwärtigen Darstellung des Hauses. Der Legende nach soll Helga Hufflepuff geäußert haben „sie nähme auch den Rest, der in kein anderes Haus passe.“ Auf der einen Seite sticht das Wort „Rest“ schon sehr penetrant ins Herz. „Rest“ bezeichnet normalerweise Dinge, die oftmals verschmäht werden oder schlichtweg übrig bleiben. Von einer ganz anderen Seite betrachtet ergibt sich durch den „verschmähten Rest“ die größte Vielfalt an Menschen auf relativ engem Raum. Es besteht aus Menschen, die sich womöglich nicht richtig einordnen lassen können, die vielleicht sogar zu sehr Freigeist sind um feste Charakterzüge oder Denkweisen zu besitzen. Sie selbst könnten schlichtweg schwerer zu beeinflussen sein als die restlichen Mitglieder der anderen Häuser. Da fällt die Wahrscheinlichkeit von Gegnern instrumentalisiert zu werden beträchtlich.

Gerne wird den Hufflepuffs ebenso vorgeworfen, dass sie faul sein. Zwar sieht oder vielmehr liesst man von

ihnen recht selten, dass sie entweder in der Bibliothek lernen oder sich gar an irgendwelchen anderen Orten der geistigen Horizonterweiterung aufhalten. Jedoch betonte Helga, dass für sie nicht anderes als harte Arbeit zählt, ob an sich, an der Umwelt oder sonst wo im Harry Potter Universum wird offen gelassen.

Im Laufe der Bücher und der Jahre gewinnt Hufflepuff ein wenig mehr an Plastizität. Es werden immer mehr Anforderungen für die Hausmitglieder bekannt und seien wir ehrlich, Sie sind keineswegs un-anspruchsvoll. Ein guter Hufflepuff sollte folgende Werte in sich tragen: Treue, Loyalität, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit sowie Aufrichtigkeit. Das ist eine ganze Menge und gleichzeitig kenne ich sehr wenig Menschen, auf die diese Eigenschaften zutreffen. Wer von euch kennt denn einen Menschen, dem er blind alles erzählt oder ihm sein Leben anvertrauen würde. Im besten Falle maximal zwei oder? (Falls nicht… Was hast du bitte für geniale Freunde/Familie?!)

Um das ganze noch ein wenig salonfähiger zu machen präsentiere ich euch an dieser Stelle mal den beispielhaftesten Hufflepuff, den wir in Harry Potter treffen: Cedric Digory. Ich weiß nicht mehr in welchem Band Harry und Cedric gleichzeitig (während des Quidditschspiels) den Schnatz jagen, aber am Ende gewinnt Cedric. Allerdings nicht ganz fair, denn Harry wäre schneller gewesen wäre er nicht urplötzlich und uneigenverschuldet vom Besen gefallen. Cedric hätte die Situation so hin nehmen können und sich freuen können gegen Harry Potter gewonnen zu haben, jedoch bietet er Harry an das Spiel zu wiederholen. Der Moment sei so unfair gewesen. Wie oft hört man diesen Satz in unserer Welt?

Spinnen wir das Rad noch weiter, man sagt dass ein Hufflepuff jedem hilft sofern er sich dazu berufen fühlt. Cedric hätte Harry nicht während des trimagischen Turniers helfen müssen und dennoch hat er es gleich zwei Mal getan (zum einen mit dem Drachen und zum anderen Mal mit der Spinne). Wer hätte denn das Turnier am Ende gewonnen? Richtig Cedric, nicht Harry….

Hat J. K. Rowling eigentlich auch die Wappentiere zu den Häusern gezeichnet? Sie wird sie sich zwar grob ausgedacht haben, aber so genau konzipiert? Es bedarf Nachforschungen. Schaut man sich das Hausemblem erneut genauer an, sollten nach meiner Erläuterung bitte ein paar magisch erhellende „Ahhhhs“ und „Ohhs“ durch die Luft fliegen.

Der Dachs ist auf den ersten Blick kein besonders beliebtes/populäres Tier. Das einzige was ihm Wiedererkennungswert gäbe, wäre sein schicker schwarz-weißer Streifen auf dem Rücken. Doch das erste Erscheinungsbild des Dachses täuscht gewaltig. Er ist ein verdammt fleißiges Tier, seine Tunnelsysteme erstrecken sich häufig über hunderte von Metern darüber hinaus sagen die Ureinwohner Nordamerikas ihm heilende Kräfte nach. Ob die Huffplepuffs besonders medizinisch bewandert sind sei mal dahin gestellt, jedoch sind sie ähnlich unbeliebt wie die Dachse aber eben auch genauso fleißig. Cedric wäre nicht soweit gekommen, wenn er so faul gewesen wäre wie alle es den Hufflepuffs immer unterstellen würden.

Anderes Beispiel: Nymphadora Tonks. Ich denke da sind keine weiteren Erklärungen mehr nötig. Sie ist alles nur nicht faul, beschränkt oder gar etwas langsamer.

Vorurteile hin oder her die meisten Hufflepuffs arbeiten hart, sie sind die Helden der zweiten Reihe. Sie sind die Menschen, die eine Stadt/ Zivilisation am Laufen halten ohne groß in der Öffentlichkeit zu stehen. Sie brauchen weder besonders viel Aufmerksamkeit noch Ruhm oder Skandale um sich wertgeschätzt zu fühlen. Ein Danke, Nicken oder einfaches Lächeln reicht bereits, denn sie tun diese Dinge um ihren Selbstwert. Krankenpfleger, Pädagogen, Erzieher möglicherweise auch Handwerker wären ihre bevorzugten Berufe, vielleicht auch Straßenkehrer oder Pfleger von magischen Geschöpfen. Interessant dabei ist, dass viele Menschen (ja du und ich) Hufflepuffs als den idealen Freundestyp ansehen und sie liebend gerne hätten, nur möchte gleichzeitig niemand ein Hufflepuff sein eben aufgrund der Vorurteile.

Es kommt sogar noch besser, Hufflepuff ist wohl eines der loyalsten Häuser schlecht hin. Selbst ein größerer Unsympath wie Zacharias Smith (Quidditsch- Jäger der Hufflepuffs, Kommentator, Jenny fliegt in seine Sprecherkabine) würde niemals jemanden hinters Licht führen. Auch wenn Smith niemals von Harry oder gar Dumbledors Armee begeistert war.

Ich spanne mal den Faden weiter zu den Wappenfarben: Schwarz, Gelb. Geld ist eine der Primärfarben und steht für folgende Attribute: Freundlich, glücklich, optimistisch. Schwarz dagegen bedeutet selten etwas gutes, es kann jedoch in der richtigen Kombination die andere Farbe zusätzlich hervorheben. So wie bei dem Wappen, das Schwarz ist mehr funktional als wirklich symbolisch.

Die gesammelten Schätze des Monats der Kreislaufattitüden

The Master is back! So seit dem 4. Mai bin ich wieder im Land und es ist himmlisch!

Kurzer Teaser, den alle meine Freunde und Bekannten sich schon anhören mussten: Ich habe wieder eine Wasch-, Spülmaschine und einen leckeren gefüllten Kühlschrank!

Die Abreise verlief erstaunlich entspannt, nur organisieren können isländische Taxiunternehmen nicht wirklich. Da ruft man schon an und bestellt ein großes Taxi (großer Koffer und Übergepäck) und was kommt? Das kleinste Taxi von ganz Island, mit einem Fahrer der beim Aussteigen fast an seinem eigenen Raucherhusten erstickt. Den Koffer haben wir dann doch noch irgendwie versaut bekommen….

Das kam dann übrigens auch zwischenzeitlich, denn es waren immerhin noch -2°C und der Schnee wollte sich wohl noch einmal in seiner ganzen Pracht zeigen. Eine wahre Naturgewalt, die mir fast den Flug verdorben hat. Glücklicherweise hielt er gerade mal eine Stunde an, und die Räumungsfahrzeuge in Reykjavik sind extra schnell.

Danach ging es weiter zu Security, die übrigens sämtlichen Südeuropäern oder Arabern Ehre gemacht hätte. Sie reden laut und gestikulierend wild dabei, half mir allerdings auch nicht sie zu verstehen. Es ist recht schwierig sich an irgendwelche angeblichen Ansagen zu halten, wenn man diese nicht versteht und keiner einem hilft sie zu verstehen. So stand ich dort mehr oder minder völlig verloren, bis sich mal ein Herr dazu erbarmte mir zu erklären was denn die Dame letztendlich wollte. Fazit: Sie wollte, dass ich eine zweite Schale für meinen Rucksack holte. Die Verweigerung Englisch zu sprechen vermisse ich definitiv nicht!

Was das Sicherheitskontrollpersonal übrigens immer hassen, sie aber nichts dagegen tun können ist eine leere Trinkflasche mitzunehmen. Sie können euch die nicht wegnehmen und ihr könnt sie hinter der Security wieder auffüllen. Übrigens, selbst die Duty-Free Shops sind auf Island teuer. Allerdings haben sie eine hervorragend sortierte Spirituosenabteilung. Für einen Festbetrag und dem Vorzeigen des eigenen Passes dürft ihr euch sogar an einer der Bars dort besaufen. Ich sag mal so, als ich an ihr vorbeischlurfte war es gerade mal sieben Uhr morgens und sie war voll. Denkt euch den Rest.

Mehr kann ich eigentlich gar nicht mehr erzählen. Alleine Reisen ist in Kombination mit dem isländischen Flughafen ist nicht allzu spannend. Es sei denn ihr seid zwei ältere Isländer, die ins falsche Flugzeug aussteigen und plötzlich rausbegleitet werden müssen. Diese zwei älteren Herren, saßen in meiner Maschine und waren fest der Überzeugung, dass sie nach Oslo fliegen würden. Ich frage mich heute noch wie man dies Verwechseln kann. Beide Städte sind unterschiedlich groß, werden Unterschiedlich geschrieben und liegen überhaupt wo ganz anders. Sobald die zwei in ihrem richtigen Flugzeug saßen starteten wir auch schon.

Wobei sich zuvor noch ein sehr übervorsichtiger Vater bei der Stewardess genau erkundigte wie genau man denn die Schwimmweste unter dem Sitz hervorholen kann. Als nächste Frage kam dann auch noch ob das Flugzeug auch sicher sei… Am liebsten hätte ich ihm erzählt, dass die Tragflächen eines Flugzeugs lediglich geklebt werden.

Ich hatte übrigens eine Sitzreihe für mich alleine, schlafen war trotzdem nicht drin. Es macht Stewardessen immer wieder Spaß die wehrlosen Füße von Passagieren mit ihrem verdammten Wagen zu traktieren. Ich habe es dann irgendwann aufgeben und bei dem besorgten Vater durch die Sitzlücke erneut Dunkirk geschaut. Irgendwie ironisch. Ein total überfürsorglicher Vater, der vermutlich eine leichte Flugangst hat schaut sich Dunkirk zur Beruhigung an? Die Kompensationsmethoden von Menschen sind schon faszinierend. (mehr …)

Reiseführer über die Katzenvideplattform #3

Lang, lang ist’s her, jedoch hat sich so einiges in meiner Abonnentenliste getan und dies möchte ich euch nicht vorenthalten. Weshalb so genau weiß ich auch nicht, aber vielleicht bekomme ich den ein oder anderen doch noch dazu den Glauben in die jetzige heranwachsende Generation nicht zu verlieren. Wenn man gut 90% des Inhalts auf der Katzenvideoplattfom ignoriert, klappt das sogar ganz gut. Deshalb bin ich viel mehr durch einen Artikel auf dieses Problem aufmerksam geworden, als durch das reine Betrachten meines Accounts. Die Startseite ist und bleibt bei mir konstant gesperrt. Zum gesamten Artikel geht es übrigens hier, was mich jedoch besonders stutzig gemacht hat war die Aussage, dass YouTube immer radikaler Links setzen würde und zu einem Desinformationsportal verkommen könnte. Ich zitiere:

Wer YouTube-Videos schaut, sagt Chaslot, Zeynep Tufeci, der Guardian und andere, bekommt immer krassere, immer radikalere „weiterführende“ Clips empfohlen. Hierzu gehören vor allem bei politischen Themen Verschwörungstheorien und Fake News. Wer sich beispielsweise Nachrichten-Videos zum Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida ansieht, landet schnell bei anderen Clips, die behaupten, die Tragödie hätte nie stattgefunden und wäre ein Hoax.

Wired, Jonny Haeusler Ausgabe vom 15.03.2018

Zu aller erst: (Es wird kein zweitens folgen, jedoch fällt mir kein besserer Satzanfang an. Jeder Lektor darf sich bei mir beschweren…) Weshalb denken Menschen schon wieder, dass irgendetwas gefälscht ist? Seid mir nicht böse aber menschliche Leichen in einer verdammten Schule wären schon ein extremer Scherz. Ich meine, wer würde so etwas tun? Natur lass es doch bitte Gehirne regnen. So genug aufgeregt….

Davon mal ganz abgesehen, kann ich dem Artikel nicht ganz folgen. Seien wir mal ehrlich, mittlerweile sollte jeder genügend Medienkompetenz besitzen um zu wissen dass heut zu Tage viel mit Clickbait gearbeitet wird oder mit recht interessanten Videotitelbildern. Darüber hinaus muss man die empfohlenen Videos auch nicht anklicken sondern kann statt dessen eiskalt ignorieren oder nicht interessiert wählen. Die besagten Videos werden dann nämlich nicht mehr angezeigt. Wenn YouTube, Google oder sämtliche anderen Firmenmonster schon das Angebot geben euch selbst eine Filterblase zu basteln macht doch mit. Wenn ihr lediglich Bildungskanäle oder eher in der Stimmung links-versiftes Rosabrillenbalett seid, werdet ihr auch nicht so schnell eine eigene Akte beim Bundesnachrichtendienst oder der CIA haben. Gut für euch, weniger Flughafenkontrollen und ihr habt mehr Zeit im Duty-Free Shop. Ich merke, ich werde schon wieder sarkastisch. Damit das Ganze hier nicht ganz so ausufert komme gleich zu meinen neuen Empfehlungen. Denn ich steh auf mein links-versiftes Rosabrillenbalett, bräuchten wir alle viel mehr von.

 

Wolf Performance Coaching:

Ich denke keiner meiner Leser ist sonderlich in die Fitness-Instagram Bewegung involviert. Wenn ich Unrecht haben sollte, dann entschuldigt dies bitte. Ich kann leider nicht hellsehen, um all eure faszinierenden Fassetten warnehmen zu können. Aber darum soll es eigentlich gar nicht gehen. Es soll sich um diesen Herren drehen und darum wie er mit einigen anderen die Bewegung #NoBullshit oder #changetheIndustry ins Leben gerufen hat. Er möchte die Allgemeinheit über die Abzocke von gewissen Fitnessmodeln, Fitness Trainern, Personal Trainern und sogar teilweise Ärzten aufdecken und bekämpfen. Er regt zum Hinterfragen an, zeigt wie Hinterfragen geht und erklärt wie man profane nicht-tragende Argumente entlarven kann. Er räumt mit Ernährungs- sowie Trainingsmythen auf und sorgt hoffentlich dafür, dass Menschen erst selbst denken und dann Unsummen von Geld für etwas zahlen müssen was sie sich auch hätten selbst anlesen können. So kompliziert ist das Ganze gar nicht.

 

Lorerunner:

Diesen Herren dürftet ihr auch schon kennen zumindest wenn ihr meine Blade-Runner Analyse gelesen habt. (Sollte dies nicht der Fall sein. Tut. Es. Sofort!) Dabei wären wir eigentlich schon beim Thema seines Kanals. Er produziert verschiedene Formate, die allesamt etwas mit Spielen zu tun haben oder Filmen, oder Serien. Im Großen und Ganzen könnte man die verschiedenen Angebote unter Analysen zusammenfassen. Darunter läuft momentan das gesamte Star Trek Universum dies bedeutet, dass er schlicht weg jede Folge der vollständigen Serie von Raumschiff Enterprise bis Star Trek Enterprise bespricht. Er hat auch die Herr der Ringe-Trilogie inklusive die des Hobbits analysiert oder Star Wars Episode I bis VI. Das waren erst die bekanntesten Vertreter… Er hat Humor, er ist intelligent, er bringt Dinge auf den Punkt und vor allem liebt er Mass Effekt eins bis zwei genauso sehr wie ich (selbst drei, ein bisschen). Einziges Manko: Er spricht lediglich Englisch und seine Videos sind ungeschnitten. Genauso wie seine Spiele-Analysen, die gerne mal sechs Stunden am Stück dauern da er während des Spielens analysiert. Ihr solltet also Zeit mitbringen und euch nicht am Computerspiele-Design der neunziger Jahre stören, da er diese Art gerne als Hauptgestaltungsthema in sämtlichen Videos verwendet. Ich kriege davon regelmäßig Augenkrebs, aber ich bin auch ein verwöhnter Jungspund. Macht es wie ich, hört seine Analysen als Hörspiel da ist die Optik dann auch egal.

 

CocuriRuby:

Die einzige Booktuberin, die ich mir überhaupt anschaue und die es wert ist geschaut zu werden. Es tut mir Leid, falls ich hier Abstriche machen sollte. Jedoch tue ich mich mit der Szene im Allgemeinen eher schwer. Oft sehe ich vor mir keinen Rezensenten, der etwas eloquentes zu sagen hat sondern viel mehr einen völlig über- emotionalen Teenager, der wild gestikulieren jedes zweite Buch in den Himmel lobt und am Ende dann doch nur beispielsweise 3 Sterne vergibt. Die Story, Kontext oder den Plot zu hinterfragen würde im Leben niemandem einfallen und eben genau das tut diese junge Dame. Sie schildert ehrlich und meist sachlich ihre Meinung, gibt konstruktive Kritik und vor allem hinterfragt Dinge. Eine wunderbare Anlaufstelle wenn man sich hauptsächlich für das Genre Contemporary/ Contemporary-Romance und im allgemeinen Jugendliteratur interessiert.

(mehr …)

Die gesammelten Schätze des Monats des Unerwarteten

Gut diesen Monat zusammen zu fassen wird wieder eine Aufgabe für Einstein oder jemanden der sehr gut darin ist waghalsige Abenteuer auf drei Sätze hinab zukürzen. Nur ist mein Blog kein Klappentext eines Buches, weshalb ich euch meine Erlebnisse der letzen Tage lang und breit erzählen darf. Mit allen (un)wichtigen Details. Übrigens bin ich doch sehr froh, dass mein Blog kein Klappentext ist, denn es gibt leider sehr viele, sehr sagenhaftschlechte. Wer will die schon lesen?

Auf dem Weg zur Arbeit

Genauso will man übrigens Kieferorthopädiebroschüren lesen, welche in der zahnärztlichen Notaufnahme auslagen. Wir erinnern uns: Mein Retainer hatte sich an einer Stelle verabschiedet und die Gefahr, dass der Rest auch noch flöten gehen würde machte mir extreme Sorgen. Zumal kauen nur auf einer Seite erlaubt war und ich davon gehörig Muskelkater bekam. Normaler Kieferorthopäden nehmen einen übrigens nicht in Irland an, auch nicht als Notfall. Hätte ich keine Krankenkassenkarte oder gar einen deutschen Pass hätte mich meine Behandlung auch noch 70€ gekostet. Überhaupt kann ich wohl froh gewesen sein, dass die Damen am Empfang mich aufnahmen, denn normalerweise würden sie keine Retainer reparieren. Erst recht keine ausländischen… Mein Glück bestand in einem Zahnmedizinstudenten, der seinen Schein machen musste. Beziehungsweise musste dieser üben wie man Retainer austauscht, da kam ich wie gerufen. Da ich da noch halbtags arbeitete kam von der Ecke keine Beschwerde.

Dafür aus einer anderen Ecke um so lauter. Mein Vermieter ließ vermelden (per SMS) noch nicht einmal persönlich, das sich ihm ja noch Miete schulden würde. Diese Miete, die er haben wollte war allerdings nicht abgemacht gewesen weshalb ich erst ein Mal blöd aus der Wäsche guckte. Zumal ich diese SMS abends las, nach dem ich bereits schon einmal geschlafen hatte. Der Schlaf war hin und wäre da nicht eine gewisse Fee gewesen, wäre ich vermutlich durchgedreht. Es hat sich dann innerhalb von fünf Stunden wieder geklärt… da war es dann 3.00 Uhr morgens. Vielen Dank auch…

Dementsprechend freute ich mich auf den Samstag, an dem es ausschlafen hieß (ich versuchte es zumindest). Es stand nichts besonderes an, weshalb die Zeit genutzt wurde um das Paket für die Heimat zuschnüren um potenzielles Übergepäck vorzubeugen. Sweater, Schuhe, Deko, Bücher, CDs alles war dabei sowie das vermeintlich halbe Kilo Koks, was sich später als Maismehl entpuppte. Ich kenne zwar 60% der Dubliner Junkies und hätte den Zugang gehabt und damit ausgesorgt, jedoch will man die Zöllner ja nicht allzu sehr strapazieren. Übergepäck hatte ich übrigens trotzdem, sage und schreibe 7 Kilo zu viel und ich musste zahlen… Die Dame am Schalter empfahl mir ja noch umzupacken. Ja, klar sieben Kilo atme ich mal eben ein oder was? Zumindest war mein Koffer, der Einzige der einen großen knall orangefarbenen Sticker mit dem Wort „heavy“ verpasst bekam.

Die weiteren Tage wurde mit Abschiedsgeschenken Malen sowie Karten kaufen verbracht, was leichter gesagt als getan war. Der Valentinstag stand vor der Tür und außer I love you, Be my Valentine oder Happy St. Paricksday war es recht schwierig adäquate und noch bezahlbare Karten zu finden. Am Ende wurden es ultra-kitschige Katzen, sind unverbindlich und gehen immer.

Es ist eine Sache einen monsterschweren Koffer einen sehr kurzen Weg von der Haustür zur Bushaltestelle und von der Endhaltestelle zum Check-IN zu bringen. Eine ganz Andere eben diesen Koffer über einen völlig verschneiten sowie vereisten riesen Parklatz zu zerren. Noch schöner ist es, dann fest zu stellen dass man beim falschen Shuttle- Bus gelandet ist. So musste der Koffer den ganzen Weg zurück und noch viel weiter in die entgegengesetzte Richtung. Beim Shuttle-Bus angekommen wurde ich vom Busfahrer belächelt, was ich jedoch recht schnell unterbinden konnte.

(mehr …)

Die gesammelten Schätze des Monats des erschöpften Haareraufens

Statt eines Headers des Hosts des Bloggs erwartet euch diesen Monat einfach mal ein passendes Video zum Monat. Normalwerweise werden alle Beiträge dieser Reihe auf einem gewissen Blog gesammelt, nur hat dieses Jahr wohl keiner Zeit dies zu tun. Ganz ehrlich, ich habe darüber lange nachgedacht, denn Lust hätte ich auf jeden Fall, jedoch keine Zeit. Wenn diese Monate soweiter gehen wie dieser geendet hat, na dann Gute Nacht. Noch ehrlich habe ich keine lust diversen Leuten hinterzu schreiben, wann sie denn ihre jeweiligen Beiträge dann hochladen würden. Deshalb dieses Jahr ohne Host, aber immer noch mit mir.

Da blinzele ich einmal kurz mit den Augen und schon sind die ersten vier Wochen des neuen Jahres um. Ich dachte schon der Dezember hätte mich zeitlich überrannt, aber der Januar war dagegen ein wahrer Sprinter. Natürlich sprintete er auch fehlerlos auf der wunderbaren Rennbahn seine Runden, nein selbstverständlich schlug er einige Haken und schleuderte mir als ahnungsloser, unschuldiger Zuschauer eine jede Menge Dreck ins Gesicht. Gleich an meinem ersten Arbeitstag des Jahres 2018 schaffte ich es doch glatt unser Türschloss der Galerie in den ewigen Urlaub zu schicken. Wie ich das geschafft habe? Ich weiß es bis heute nicht, meine Tat bestand lediglich darin ganz normal abzuschließen. Dann zu bemerken, dass ich etwas Wichtiges vergessen hatte und wieder rein wollte. Schwups drehte sich der Schlüssel im Schloss wie Butter im Kreis, nur bewegte sich die Tür keinen Millimeter.  Keiner meiner Kollegen schaffte es und der Schlüsseldienst sollte aufgrund der immensen Kosten auf keinen Fall geholt werden. Nur lagen (fast) alle meine Besitztümer inklusive Wohnungsschlüssel hinter dieser Tür. Es war kurz vor Feierabend gewesen und es war niemand zu Hause. Nachbarn, welche einen zweiten Schlüssel besaßen existierten nicht.

In aller Ultra-Kürze: Ein weiterer Kollege wurde geholt, der selbst Schlosser spielte und nach sage und schreibe vier Stunden war ich endlich wieder mit meinen Habseligkeiten vereint. Übrigens sind Brecheisen wohl nicht gerade etwas, was Iren gerne verleihen. Rumänen dagegen, scheinen damit überhaupt kein Problem zu haben.

Wirklich ruhiger wurde es die nächsten Tage nicht, denn eines nachts ließ mich ein tierischer Lärm an der Haustür aus dem Tiefschlaf aufschrecken. Mein Puls schoß hoch auf die 180, und ich überlegte ob es bei Einbrechern half sich schlafend zu stellen. Statt den Panzerknackern stand plötzlich mein lautfluchender Vermieter im Flur, knipste alle Lichter an, fluchte noch lauter und trampelte erst ins Bad und dann in die Küche um sich noch etwas zu essen zu machen und danach noch einen Film zu schauen ohne Kopfhörer um 00 Uhr. Ja ich dachte meine Zimmertür offen, einfach damit ein wenig Luftzirkulation stattfinden könnte. Bei 12° Grad Außentemperatur ist man über eine laufende Heizung, welche man nicht ausstellen kann; nicht froh! Er hat sich übrigens nie entschuldigt. Bedankt wurde sich für das Kümmern des Kefirs, Waschen oder Saubermachen auch nicht. Als seine Freundin wiederkam, bekam ich auch noch eine vermutlich nicht ganz so nett gemeinte SMS mit der Botschaft, dass ich es wohl doch bitte nicht gewagt haben sollte diesen einen riesigen Parmesanblock aus dem Kühlschrank gegessen zu haben. Für alle, nein ich habe ihn nicht gegessen. Ich hätte schon gerne, aber der Schimmel war mir leider zuvorgekommen. Zumal mir besagte Freundin noch vor ihrem Abflug nahe gelegt hatte doch bitte alles auf zu essen, da es sonst schlecht werden könnte. Selbst wenn ich ihn also gegessen hätte, wäre ich nicht schuld da sie nicht davon gesagt hatte die Finger vom Parmesan zu lassen.

Unter uns, der Parmesan war gerade drei Tage nach Abflug mit Schimmel übersät gewesen. Sie ist damals aber 14 Tage weggeblieben, wie hätte der Parmesan also in weiteren 11 Tagen ausgesehen? Der wäre weggelaufen!

Weitere Tage gingen ins Land, meine Chefin kam unerholt aus dem weihnachtlichen Familienurlaub zurück und ich fühlte mich irgendwie unwohl. Ihr ging es ähnlich wobei wir beide trotzdem die zwei neuen Praktikanten empfingen mussten. Zwei Franzosen, Minderjährig und absolut planlos von allem. Die Schwarmintelligenz zwei junger Erwachsener kann verdammt niedrig sein. Zwei Dumme ein Gedanke eben, nur, dass es sich dabei immer um den falschen handelte. Schlechter Zustand, wenn ich bedenke, dass die zwei in den kommenden vier Wochen die Galerie halbtags alleine führen sollten. So folgten ganze drei weitere Einweisungen, jedes Mal von einem anderen Galeriemitglied. Jetzt kommen wir zu der guten Nachricht, denn ab Mitte Januar würde ich nur noch halbtags arbeiten. Die Praktikanten würden die Morgenschicht übernehmen, ich die Nachmittagsschicht. Das große Hindernis dabei, meine Chefin würde nicht ansprechbar sein da sie einige Tage später in die USA fliegen würde. Somit war ich der Chef und glaubt mal ja nicht, dass die zwei mich ernstnahmen. Es hat eine Woche gebraucht bis sie angefangen haben die Regale zu streichen) was sie von Anfang an tun sollten) und Essmanieren besitzen sie ebenso wenig.

Während die Praktikanten fröhlich vor sich hin arbeiteten bzw. faulenzten, bekam ich einen Anruf aus der Heimatstadt, dass die Dokumente für Island doch nicht so leicht zu beglaubigen wären wie angedacht. Die jeweiligen Formulare müssten in Anwesenheit eines deutschen Notars unterschrieben werden. Ich hatte weder Notar noch einen deutschen Notar in Griffbereitschaft.  Wozu gibt es schließlich die deutsche Botschaft in Dublin?  Weshalb liegen eigentlich 90% der Botschaften in der Innenstadt und ausgerechnet die deutsche mal wieder am Allerwertesten der Stadt? Irische Busfahrten sind selbst mit Leap-Card noch viel zu überteuert, die Straßen sind in einem grausigen Zustand, der Fahrstil des Fahrers suizidverdächtig und besonders schreiende Kleinkinder und staubtrockene Heizungsluft machen mir immer noch zu schaffen.

Die besagte Haltestelle lag natürlich auch nicht genau vor der Tür, sodass noch ein Weilchen laufen musste. Als ich dann ankam, bot sich mir wenigstens ein Bild eines Hochsicherheitstraktes schlechthin, nur noch die britische Botschaft konnte dies toppen. Passkontrolle, Taschenkontrolle, sowie Metaldetektoren alles war dabei.  Handy sowie Laptop wurden einkassiert und selbst dann durfte ich die Botschaft nicht betreten, sondern blieb in dem Wartezimmer festgenagelt.

Nach einem Tag unaufregendem Drama und erneutem Warten erfuhren wir, dass das Landesgericht in Köln trotz Beglaubigung meiner Unterschrift keine Apostille ausstellen wollten. die Bestätigung der deutschen Botschaft würde bereits reichen. Um ehrlich zu sein, hoffe ich es für den deutschen Staat, denn ich habe keine Lust den Isländern zu erklären, dass die deutschen Beamten zu faul für eine Unterschrift und einen Stempel wären.

Am Abend beim schließen der Galerie bemerkte ich was die Schwarmintelligenz zweiter 17-jähriger alles anrichten konnte und so war mein Vormittagsprogramm für den folgenden Tag erneut bestimmt. Ich würde trotz Freizeit um 10.00 dort aufschlagen müssen um ihnen die Leviten zu lesen.

(mehr …)

Rezension, „die Heimkehr“ von Peter Georgas Frey

Was lange währt, wird endlich gut und deshalb präsentiere ich nun die lang versprochene Rezension zum ersten Teil der geplanten Aurumer-Trilogie von Peter Georgas Frey. Wer zur Rezension des zweiten Teils möchte, der darf gerne hier klicken. An dieser Stelle übrigens noch einmal ganz lieben Dank an den Herren Autor, der mich mit dem Bücherpaket ein klein wenig gerettet hat ansonsten wäre Irland vermutlich nur halb so spannend geworden.

Die grobe Handlung habe ich bereits im Rahmen des Prologs des zweiten Bandes grob wiedergegeben, jedoch wäre eine Rezension ohne Handlungsbesprechung keine Rezension.

Vor gut 100.000 Jahren stürzte ein Raumschiff einer extraterrestrischen Rasse auf die Erde herab.

Das Schiff war hinüber. Reparieren war mit den ihnen zugänglichen Mitteln unmöglich, denn das Einzige was die Aurumer auf der Erde vorfanden, waren Neandertaler und andere Homospezies.  Von dort an planten die Gestrandeten den Bewohnern der Erde technisch ein wenig auf die Sprünge zu helfen und so nahm die Neolithische Revolution ihren lauf.

Je länger das kleine Grüppchen jedoch auf der Erde verweilte, desto ungeduldiger wurden es. Die Folgen sind verheerend, der menschliche Geist zu langsam um den Fortschritt angemessen zu verarbeiten und so kommt es über Jahrhunderte hinweg zu Aufständen, Weltkriegen und dem heutigen politisch- ökonomischen Machtgefüge wie wir es heute kennen. Letztendlich beginnen auch noch ihre menschlichen Identitäten zu bröckeln, ebenso verändert sich das Selbstverständnis einiger Alienzugehöriger drastisch und damit die gesamte Gruppendynamik. Plötzlich sehen sich die Aurumer ganz anderen Problemen gegenübergestellt als nur nach Hause zu kommen…

Ich weiß dieser Punkt dürfte nur für mich gelten, dennoch möchte ich hervorheben das die Einleitung diesbezüglich des Plots und der einzelnen Charaktere einen wesentlich größeren Teil einnimmt als im Folgeband. Absolut logisch und verständlich, was mir ermöglichte die geschlossene Gesellschaft der Besucher auf Erden noch einmal genauer kennen zu lernen.

Was mir dagegen sehr wohl bekannt war, war das Setting der Geschichte. Zu dem lässt sich allerdings nicht sonderlich viel sagen, da die Handlung in einer Welt spielt, die unsere zu 99,9% gleicht. Nur zwei Umstände unterscheiden die Umwelt des Romans von unserer Welt. Erstens gewisse Personen wurden per Annagramme anonymisiert oder umbenannt und zweitens die Menschheit wurde von Alien infiltriert. Was mich ebenso erfreut hat ist, dass der erste Band noch mehr Science-Fiktion als der zweite Band beinhaltet. Nicht selten werden extraterrestrische Besucher instruiert ohne näheren Hintergrund und der Leser muss den Fakt dass eine funktionierende außerirdische Rasse die Erde beherrscht schlichtweg hinnehmen. Hier ist es nicht so, es werden einzelne Aspekte des Aurumerlebens auf der Erde beleuchtet sowie der Vorgang mit dem sich die Aurumer am Leben erhalten ohne zu sterben. Denn keine menschliche Hülle hält 100.000 Jahre. Aber nicht nur Technik wird beschreiben, nein auch die näheren Schauplätze insbesondere das CERN liegt im Augenmerk des Autors. Zwar waren diese manchmal dann doch etwas zu lange, aber darauf gehe ich später noch einmal tiefer ein.

(mehr …)