Kunst

Thy Art is murder #19

Der Juni ist vorbei, der Juli ist angebrochen und ich bin immer noch abstinent. Beschwert euch bei der Universität meiner Heimatstadt… Zumindest das Referat werde ich dafür heute Nachmittag losgeworden sein, ein Hoch auf mich und hoffentlich auf meine Contenance. Aber davon mal abgesehen und was viel wichtiger ist als diese dämlichen Prüfungsleistungen: Happy Birthday to me und Happy Birthday to my Blog. Als Geschenk gibt es gleich noch mehr Blumenzeichnungen oben drauf. Dieses Mal die gelungeren schwarz-weiß Zeichnungen ohne Farbe.

 

Es war kein Fingerhut, so viel kann ich sagen auch wenn er so aussieht:

 

 

Der Versuch einer geschlossenen Rose:

 

 

Schmetterling (es war ein Zitronenfalter) auf und mit Blume:

 

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Thy Art is murder #18

Der Status Quo meines Lebens beläuft sich darauf, dass ich für den Juni wohl in die Bibliothek gezogen bin. Ich schwöre ich hatte den Verlauf des Junis anders geplant, aber ein Referat und zwei Klausuren sind recht Raum einnehmend. Sofern ich also nicht in in Seminaren, Vorlesungen oder eben in den Bibliotheken des Campus sitze, schlafe ich oder nutze das großartige Konzertangebot dieser Stadt. Hilft mir ein wenig, euch leider absolut nicht und gleichzeitig vermisse ich das Schreiben schmerzlichst… Die Beitragsliste wächst und wächst und ich weiß nicht wann und wie viel Senf ich noch zu verteilen habe. Glaubt mir, ihr müsst euch auf einige Out of date Themen einstellen schlichtweg aus dem Grund, dass ich all die Artikel begonnen habe und sie nun in der ewigen Warteschleife hängen. Deshalb hier ein kleines Amuse-Gueule bestehend aus meine Zeichnungen aus dem Mai für meine Kunstmappen. Dieses Mal eine kleine Galerie aus vorher/ nacheher Gegenüberstellungen. Koloriert wurden alle schwarz-weiß Zeichnungen, die entweder langweilig aussahen oder ein wenig verunglückt sind…. Es hat außerordentlich gut funktioniert wie ich finde.

Aus dem künstlerischen Nähkästchen geplaudert #2

Zu diesem Thema vielmehr Künstler hatte ich zwar nie ein Seminar, aber es ist mir ein persönliches Anliegen den Beitrag einfach mal in den Raum zu schupsen, um mal zu schauen was dann so passiert. Es geht um einen Künstler, der von meinen Freunden tendenziell mit: Die Tier von Kunst ist mir dann doch zu hoch oder Da geht es doch auch nur noch um den Prozess des Malens… beschrieben wird. Letztere Person hatte dabei zwar einen definitiv abwertenden Ton in der Stimme, aber gar nicht mal so unrecht. Ich rede von einem Künstler, der 1912 Wyoming auf dem platten Land geboren wurde und zurecht den Beinamen Jack the Dripper trug und dessen Werke sich heute für knapp 52 Millionen US-Dollar verkaufen lassen. Die Rede ist vom sowohl gefeierten als auch ebenso missverstandenen Jackson Pollock. Fangen wir also ganz am Anfang an.

Die Idee Kunst zu studieren kam von seinem großen Bruder, weshalb er 1930 nach New York zog um dort an der Art Students League zu studieren. Einer seiner Professoren war der damals sehr renommierte Thomas Hart Benton gewesen. Jahre später rebellierte Pollock zwar gegen den Stil seines Meisters, ließ es sich jedoch nicht nehmen die Gemäldestruktur und den Hell-Dunkel-Kontrast seiner Gemälde beizubehalten. Darüber hinaus entwickelte er ein Faible für den europäischen Modernismus. Künstler wie Miró oder Picasso (wie in Pollock beschrieben hat: That bastard misses nothing) sollten schon bald zu seiner Stilentwicklung beitragen ähnlich wie die beiden mexikanischen Künstler: José Orozco (Begründer der zeitgenössischen mexikanischen Malerei) und David Siqueiros. Besonders letzterer musste es Pollock angetan haben, denn 1936 besuchte er regelmäßig Siqueiros Workshops. Einer der Gründe, weshalb Pollock von seinem Kollegen so fasziniert gewesen sein könnte war dessen Einstellung zur damals zeitgenössischen Kunst. Seiner Meinung nach wäre der Pinsel nur ein Werkzeug aus Haar und Holz in einem Zeitalter von Stahl. Zeitgenössische Künstler müssten innovativer denken, ein neues Zeitalter erfordere auch neue Materialen und Denkrichtungen.

Neben der Farbe gesellten sich auf die Werke des Mexikaners Schichten aus Autolack oder Farbverdünner. Neue Techniken wie AirBrush, Malen mit Schablonen oder das Schleudern der Farbe auf die Leinwand kamen ebenfalls dazu. Der berühmte gelenkte Zufall bahnte sich seinen Weg in die Kunstwelt. Pollock (experimentierfreudig wie er war) klaute sich hier und da einige Inspiration und mischte die Ideen mit seinem eigenen Stil. Denn auch die Kunst der Native Americans hatte es ihm angetan und insbesondere in seinen frühen Schaffensjahren trotzten seine Bilder nur so von deren Mythen, Geschichten sowie Symboliken alles durchzogen von einem Hauch Surrealismus.

Trotz seines sehr coolen Spitznamens war er tatsächlich nicht der erste, der seine Farbe aufs Papier drippen ließ. Künstler wie Gorky oder Hoffman waren in aller Munde und demnach Wegbereiter gewesen. Seinen wirklichen Durchbruch dagegen erlebte Pollock erst 1942 dank Peggy Guggenheim, die eines seiner Gemälde mit in eine Gemeinschaftsausstellung nahm. Damals war Pollock noch meilenweit von seinen ikonischen Bildern entfernt, genauso wie von der Gunst der Ms. Guggenheim. Diese stand dem neuen Zögling noch sehr skeptisch gegenüber, aber ihr Assistent Putzel und Duchamp (der Mann mit dem Pissoir, ihr wisst schon) überredeten sie schließlich doch Pollock unter die Fittiche zu nehmen. Daraufhin sollte Pollock ihr ein Mural für ihr New Yorker Stadthaus malen. Der Auftrag kam mit einem Vertrag einher, welcher sich auf 150 US-Dollar im Monat belief. Damals eine Seltenheit zumal Pollock das Stipendium wirklich gebrauchen konnte..

Die Legende besagt, dass der Künstler das Mural in nur einer einzigen Nacht (die Nacht direkt vor Abgabetermin) gemalt haben soll. Diese Geschichte ist allerdings eine reichliche Übertreibung, wenn auch nicht völlig falsch. Die Grundlage des Murals entstand nämlich über Wochen, die wirklich finale Farbschicht dagegen stammt wirklich nur aus einer einzigen Nacht. Der finale Anstrich der Leinwand enthielt und enthält heute noch Wandfarbe und die Maltechnik ist mit der Ich-schmeiße-Farbe-an die-Wand nahezu identisch. Die Besucher der Vernisage waren begeistert und Jahre später spendete es Guggenheim an die Universität of Iowa, wo es bis heute hängt. Der heutige Wert beläuft sich ca. auf 140 Mio. Us-Dollar. Zurück zu Gemeinschaftsausstellung in Guggenheims Räumen. Pollocks Durchbruch lag nämlich nicht zu letzt daran, dass Mondrian selbst Pollocks Werk als das Interessanteste, was der amerikanische Kunstmarkt jeh gesehen habe bezeichnete. Ein solches Lob musste natürlich Folgen nach sich ziehen. Sein erste Solo-Show ließ nicht lange auf sich warten, der Erfolg ebenso wenig.

Archaisch, künstlerisch, wild, feurig, unberechenbar. All diese Ausdrücke fielen im Zusammenhang mit Pollocks damaligen Werken. Dann hieß es, dass sich die jungen Leute von heute sich ein Beispiel am impulsiven Malen nehmen sollten. 1945 zog er zusammen mit seiner frischen verheirateten Frau und richtete sich auf dem Land neben dem Haus sein Studio ein. 1947 begann er schließlich seine Leinwände einfach auf den Boden zu legen und die Farbe drauftropfen zu lassen. Sein Stil entfernte sich von seinen narrativen Elementen und wandte sich immer mehr dem Experimentellen und Archaischen zu. Immer mehr Wandfarbe tauchte in seinen Bildern auf ähnlich wie Lack, Öl, Sand, Nägel oder Schnüre. Irgendwann hörte er auf seinen Gemälden einen sinngemäßen Titel zu geben, mit anderen Worten: Er nummerierte sich einfach durch wie ein Komponist seine Kompositionen. Bezeichnungen wie Action-Painting oder abstrakter Expressionismus wurden zusammen mit Pollock groß, viele folgten… Alle Beteiligten nutzen nämlich die Abstraktion ihrer Kunstwerke um Gefühle zu transportieren. Vermutlich ein weiterer Grund, weshalb die Stilrichtung so schnell wuchs. Schließlich bedingt diese Stilrichtung die beste Theraphiemethode überhaupt zu sein, zumindest unter kunstafinen Soldaten oder deren Angehörigen.

Pollocks Zitat: New needs need new techniques erinnert zwar stark an Sequiros Statement war aber zu dem Zeitpunkt die beste Beschreibung die man für die Weltordnung im Zusammenhang mit dem Kunstmarkt abgeben konnte. In den folgenden Jahren der 50er setzte Pollock seinen Siegesritt weiter fort. Er produzierte unfassbar viele Kunstwerke, stellte aus, gab sogar einige Interviews. Ab 1954 dagegen fiel sein Schaffenstrieb drastisch ab und er selbst malte nie wieder so viel wie vorher. Pollock gab dazu nur den Kommentar ab, dass er nichts mehr zu sagen habe. Er trennte sich von seiner Frau, unterlag endgültig dem Alkoholismus und starb schließlich bei einem selbst verursachten Autounfall, bei der seine damalige Freundin schwer verletzt wurde und deren beste Freundin starb. Er war damals gerade mal 44 Jahre alt. Nach seinem Tod kam so wie es kommen musste. Die amerikanische Kunstwelt stilisierte ihn zu einem der Künstler schlechthin. Vor allem während des Kalten Krieges galten seine Werke als ein Symbol für das was in einer Demokratie möglich wäre. Darüber hinaus stand er stellvertretend für die landesweite Freiheit und die Furchtlosigkeit des Volkes. Das die damit angesprochene Bevölkerung weiß, hetero, männlich und außerordentlich gut situiert war, wurde wie immer außer Acht gelassen. Genauso wie den Umstand, dass Pollock eigentlich Mitglied in der kommunistischen Partei gewesen war.

Trotz oder gerade wegen seines frühen, dramatischen Todes schaffte er es den amerikanischen Kunstmarkt des 20 Jahrhunderts in zwei Hälften zu teilen. Die erste Hälfte bezieht sich dabei auf die 20er Jahre sowie 30er in denen Pollock wenig bis gar nicht aktiv war und die Zeit nach und während seiner Karriere. Manche schrieben ihm zu, er habe sogar ganze Kunstrichtungen zerstört. Was absolut nicht stimmt, Pollock hat nie irgendetwas zerstört, er hat lediglich das Verständnis von Kunst aufgebrochen, verändert und umgedeutet. Das allerdings wesentlich früher, denn abermals sollten viele Künstler in den 60er Jahren folgen.

Kommen wir zu dem Punkt, den ich euch eigentlich mitteilen wollte. Nämlich weshalb ich Pollock so liebe, obwohl er heutzutage recht unterpräsentiert ist in meiner Generation (will nicht viel heißen, weiter als da Vinci reicht der geistige Horizont meist nicht). Pollocks Gemälde ist für mich optische Musik. Man erkennt den Flow, die Takte, die Intonation anhand der verschiedenen Farbschichten. Man sieht sowohl den Anfang als auch das Ende und beides ist auf keinen Fall perfekt. Muss es auch gar nicht, denn Pollocks Werke sind tatsächlich ein Symbol des Lebens. Mehr Energie sowie Emotionen in einem Gemälde gibt es nicht. Ich brauche keine in Reihe schwimmenden Seerosen in der Abendsonne, ich brauche ein Zeichen wofür es sich zu leben lohnt und dass man es überhaupt kann: dieses Leben. Da kommt jemand mit dem man auf einer emotionalen Welle schwimmt gerade richtig.

Die gesammelten Schätze des Monats der falschen Grundsteinlegung

Feststellung des Tages am letzten Tag des Monats: Mit Pflastern an den Händen lässt es sich sehr schlecht tippen. Die beste Nachricht zu erst: Ich habe wieder ein funktionierendes Handy! Wer sich noch an den Totalschaden dank Wassers erinnern kann darf sich einmal fett auf die Schulter klopfen. Aus Mangel an Zeit sowie Nerven half ich mir mit einem alten Modell aus meiner Familie und war damals erst einmal im sicheren Hafen. Dachte ich, an dieser Stelle verweise ich auf mein neues Lebensmotto: Do not mess with life. Ich glaube übrigens nicht an vor determiniertes Schicksal, aber in dem Sinne… Keine drei Wochen später vergas ich nämlich den Pin für die Sim Karte sowie den Puk. Dementsprechende Unterlagen lagen bei mir nicht mehr herum, wurden also vermutlich mit anderen Papieren zerstört. Ich wurde also (un)freiwillig zu einem Mitstreiter in der Opposition gegen die Digitalisierung vor allem bei Kindern und Schülern. Zumindest funktionierte das Handy, selbst als es mir erneut herunterfiel und das Display komplett zerbrach. Ein sehr treues Teil, was definitiv zu wenig Speicherplatz hatte. Ich meine 8GB… Was soll ich denn mit 8GB?! Da passt noch nicht einmal meine gesamte Musik drauf. Willkommen in den frühen 90ern, in dem Jahrzehnt in dem man sich noch einfach so verabredet hat und wenn was dazwischenkam man ziemlich aufgeschmissen gewesen war. Ähnlich wie mit Wegen… Teils bin ich eine Stunde früher losgefahren und diese 60 Minuten Puffer habe ich jedes Mal gebraucht. Diesen Monat durfte ich 45 Minuten eine verdammte Hausnummer suchen. Fragt mich nicht, es war außerordentlich nervig und peinlich.

Zumindest lernt man so viele neue Menschen kennen, ich verzichte in Zukunft jedoch dankend. Was dagegen deutlich mehr vorkommen darf wären gute Bands. Es gab auf dem Festival, auf dem ich war eine. Eine ist zwar besser als keine, dennoch generischer Black beziehungsweise Death Metal ist eben nicht meins. Die Bands wären wirklich besser gewesen wären die Musiker einfach ohne ihren jeweiligen Sänger aufgetreten. An dieser Stelle war ich über die Begleitung meiner Freunde außerordentlich dankbar, zum einen hatten wir viel zu erzählen zum anderen habe ich nun definitiv einen wesentlich besser gefüllten Konzertkalender als vorher. (Mundpropaganda und Flyer sind eben doch zu etwas gut, vor allem unter Rollenspielern.)

Apropos Rollenspieler, bald ist das Semester vorbei. Unsere Kampagne dagegen noch lange und wir boulen bereits jetzt um außerplanmäßige Termine, um den Rest zu schaffen. Die Pause, die wir gezwungenermaßen Einlegen mussten, war dieses Mal leider erforderlich. Zumindest in unserer D&D Runde ist so ziemlich alles schief gelaufen, was schief laufen konnte. Man kann tatsächlich zu wenig Plan haben (für einen Gegner), selbst wenn der Standardsatz für Rollenspieler lautet: Der eigene Plan überlebt meist den Erstkontakt mit dem Spielleiter nicht. Im Großen und Ganzen sind drei unserer NPCs wegen uns über den Jordan gegangen und unsere Charaktere saßen quasi allesamt im Hochsicherheitsgefängnis der Nation (berechtigterweise). Ein Gefängnisausbruch ohne Magie ist gleichzeitig Nervenkitzel und wirklich ätzend. Fazit unseres letzten Treffen: Unsere Gruppenoral existiert förmlich nicht mehr (fragt sich ob wir überhaupt je eine hatten), doch stehen wir nun am Fuße des Gefängnis in Freiheit. Dafür haben wir allerdings auch alle Insassen des gesamten Gefängnisses befreit und das Anti-Magiefeld aufgehoben.

Unsere Game of Thrones Runde dagegen läuft wie immer auf Messerschneide. Meine Ehefrau hat aufgrund von einem riesigen Familienzwist (wir erinnern uns an die Verlobte meines Adoptivbruder) sich das Leben genommen, mein Charakter dreht daher momentan ein wenig durch doch dem Rest geht es dafür ziemlich gut. Der Master of Spies wurde (mit der dämlichsten Falle aller Zeiten ins Jenseits geschickt), Tywin Lannister hasst uns weiterhin wohingegen der König uns weiterhin mag, der neue Master of Spies ist tatsächlich Varys (wir alt ist der Typ bitte in der Serie?) und mein Knappe ist mittlerweile ein Mitglied der Königsgarde und somit ein noch jüngeres Mitglied als Jaime Lannister. Unser Septon muss dagegen muss sich nun entscheiden ob er dem hohen Septon dienen will oder weiterhin unserem Haus und er schwitzt bereits jetzt. Die Black Fire Rebellion, die gerade vor den Toren des Reiches steht lasse ich hier mal unbeachtet.  Für den restlichen den Monat habe ich mich ausschließlich nur mit meiner ersten Hausarbeit beschäftigt und mit meinen weiteren fünf Bewerbungsmappen für die jeweiligen Kunsthochschulen.

Was soviel bedeutet wie, ich hatte genau 1,5 Semesterwochen wirklich Ferien von insgesamt acht Wochen. Wenn mir jemand sagt Studenten würden nur faul auf der Haut liegen, den hänge ich am nächsten Kleiderhaken auf. Auch wenn niemand mehr von euch studiert hier ein paar gelernte Weisheiten meinerseits: Schreibt euch die Fußnoten in euren Referatstext gleich mit hinein. Ihr könnt beides nämlich recht gut für die Hausarbeit recyceln und ihr spart euch damit eine Menge Zeit und Nerven. Sofern euer Referatsthema nämlich nicht allzu schrecklich war, dürft ihr nämlich auch das für eure Hausarbeit wiederverwenden. Eigentlich solltet ihr das sogar auch tun. So verlockend es auch ist fangt nichts neues an, es gibt nur Ärger. Egal mit welchem Textverarbeitungsprogramm ihr schreibt, kümmert euch als aller letztes um das Layout. Ansonsten schreibt euren Text am Stück im Blocksatz ohne jegliche Absätze herunter. Alles andere ergibt ähnlich viel Ärger wie ein völlig neues Thema für die Hausarbeit zu wählen. Layouts basteln ist in Word ein wirklicher Horror, zumindest wenn es genau fünf verschiedene Leitfäden für das Aussehen der Hauarbeit gibt und die auch noch Begriffe verwenden, die man erst nach einer Woche intensiven Bearbeiten er versteht, zumal man die Einstellungen dann auch erst einmal finden muss weil die Werkzeugleiste aus unerfindlichen Gründen nicht mehr funktioniert. Danke Computer…

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Mixtape der besten Videospielsoundtracks aus 2018

Es hat ja auch nur gute 12 Wochen gedauert bis ich alles beisammen hatte, aber Soundtracks benötigen eben ihre Zeit um sie vollends zelebrieren zu können. Zumal diese Auswahl nur ein Bruchteil vom Eisberg ist, der im Internet schlummert und ich rede tatsächlich nur vom Jahr 2018. Dennoch der Weg ist das Ziel und falls jemand noch etwas hinzuzufügen hat, der möge sich bitte zu Wort melden. Ich bin auf jeden Fall zufrieden was das letzte Soundtrackjahr angeht, auch wenn viele elektronische Stücke mich irgendwie nicht packen konnten. Vielleicht dieses Jahr, wer weiß.

 

Man kann ja über World of Warcraft sagen was man will, aber die Soundtracks sind immer noch unübertroffen

 

Ranger muss man einfach lieben…

 

Drama Baby, Drama

 

Falls jemand noch die musikalische Untermalung für das nächste Halloween sucht

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Aus dem künstlerischen Nähkästchen geplaudert #1

Wo zieht Kunst die Grenzen? Oder auch, wenn ich schon mal Kunstgeschichte studiere kann ich euch gleich mal teilhaben lassen. Das erste Fachsemester in der Kunstgeschichte ist fast überstanden und endlich schreibe ich mal über ein Thema, welches ich mal hier irgendwo angekündigt habe. Der Rahmen, in dem die interessantesten Sachverhalte meines Studiums aufgeworfen wurden wäre wohl ein Seminar gewesen, welches sich mit der Bedeutung von Hexendarstellungen vom Altertum bis in die Neuzeit beschäftigt. Von Goja, Waterhouse über Kenneth Anger, W.I.T.C.H, bis zu LaVeys war alles dabei. Schließlich kamen wir zu einer bis dato mir restlos unbekannten Dame namens Ana Mendieta. Das Referat offenbarte folgendes: 

Im Jahre 1972 stand die Studentin Ana Mendieta nackt vor einer weißen Wand in einem der Räume der Intermedia Studios und sah zu wie ein Huhn von ihrem Professor mit Hilfe eines anderen Studenten enthauptet wurde. Anschließend greift sie das (immer noch zappelnde Huhn) an den Füßen und hält es nun mühsam vor ihrem Körper fest. Die Flügel des kopflosen Huhns schlagen immer noch, das Blut verteilt sich in alle Richtungen.

So viel zum Performanceablauf. Die Aktion der Künstlerin wird gerne mit dem Glauben der Santería in Verbindung gebracht. Dies ist zwar nicht falsch, aber auch nicht wirklich richtig. In erster Linie wollte die Studentin die Gewalt, die sowohl von der Gesellschaft als auch von den Männern ausging aufzeichnen. Gleichzeitig wollte sie sich gegenüber ihren männlichen Seminarsteilnehmern beweisen, denn sie war damals die einzige Frau.

Das Motiv des Tieropfers hat Ana Mendieta wie bereits erwähnt aus der ethischen Religion namens Santería. Santería ist afrikanischen Ursprungs und kam sowohl im 18. Jahr als auch im 19. Jhr aufgrund des spanischen Sklavenhandels nach Kuba rüber geschippert. 

Darüber waren die Spanier damals auch noch so freundlich gewesen ihr menschliches Eigentum zu zwangschristianisieren. Die frisch gebackenen nicht ganz freiwilligen neuen Gläubigen wurden zu regelmäßigen Gottesdienste gezwungen, was ihnen allerdings gar nicht so unrecht kam. Unter dem Mantel des Katholizismus gelang es den Sklaven ihre ursprüngliche Religion weiterhin zu praktizieren. Das Fehlen ihrer heiligen Statuen revidierten sie durch die Umdeutung der katholischen Ikonen. 

Aufgrund der vielen verschiedenen Plantagen auf denen die Sklaven mehr oder weniger abgeschottet lebten entwickelten sich im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Nuancen der Santería. Begünstigt wurde die rasche Differenzierung, durch das Fehlen (bis heutige Fehlen) einer einheitlichen Heiligen Schrift wie wir und eigentlich alle großen Weltreligionen kennen. Damals sowie heute gab es schlichtweg niemanden, der sich dazu ermächtigt genug sah zu bestimmten was allgemeiner Konsens werden sollte und was nicht.

Essentiell an dieser Religion ist (wie bei allen anderen Religionen) die Huldigung ihrer Ikonen. Mit der Opferung des Huhnes soll einem der vermenschlichten Geistwesen/Götter (Orishas) gehuldigt werden. Das Blut dient dabei als Symbol der Eigenermächtigung der Frau gegenüber des Mannes, der Welt und der Gesellschaft. In unserem Seminar kam nach der Vorstellung des Projektes dann im Laufe der Diskussion, die Frage nach der Ethik hoch und die Gesprächsrunde endete (leider) in einer Grundsatzdiskussion. Meine persönliche Meinung ist dazu übrigens recht eindeutig, aber dröseln wir das Thema einfach mal auf. Mit Fragen wie: 

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Thy Art is murder #17

Kaum zu fassen, dass es schon Beitrag Nummer 17 ist. Freut mich, auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass das schreiben definitiv zu kurz kommt. Gut, mein Blog kommt zu kurz das schreiben an sich nicht wenn ich mir die Notizen aus Vorlesungen, Seminaren und meinen Referats Vorbereitungen so anschaue. Wisst ihr wie sinnvoll es ist Referate im Fließtext zu halten? Richtig gar nicht… Was man nicht alles für den Bildungsweg tut. Ich sitze übrigens immer noch an den Referaten und ich bin froh so früh angefangen zu haben. Ottonische Buchmalerei hat es hin sich und das sage ich jetzt auch nicht einfach so… aber zumindest ist es interessanter als ich dachte. Genug Statusmeldungen, jetzt kommt hier mal ein bisschen Farbe.

Endlich mal ein Selbstportrait, was mir ähnlich sieht. Ich gebe zu auf Instagram gibt es noch ein besseres, allerdings liegt das schon brav in einer der Kunstmappen für die Hochschulbewerbung und das nun daraus zu kramen. Nicht mehr heute…. Außerdem kann ich gerade so schamlose Eigenwerbung betreiben ;)

 

Letzte Woche war Asexuality Awareness Week, da musste das mal eben herhalten und ich meine wer kann Kuchen schon widerstehen?

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