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Avatar- Eine Analyse Teil III

Nun zum letzen Teil, des Liebesbriefes an meine Lieblingsserie. Auch hier erneut eine massive Spoilerwarnung für die gesamte Serie: Avatar- Herr der Elemente. Lesen auf eigene Gefahr. Zu Teil I geht es hier und zu Teil II hier…

Bändigen im Allgemeinen- It’s magic… not

Nicht jeder Bewohner des Avatar-Universums ist ein Bändiger. Bändigen ist eine Gabe die angeboren ist oder nicht. Man kann es trainieren, aber nicht erlernen. Wie es genau vererbt wird ist nicht ganz klar, wobei man folgendes feststellen kann: Zwei nicht Bändiger können durchaus ein Kind gebären, welches bändigen kann. Ein perfektes Beispiel dafür wäre Katara sowohl Vater als auch Mutter konnten es nicht und siehe da, die Tochter ist ein riesen Talent. Auch können zwei Bändiger einen normalen Menschen ohne Gabe bekommen. Wenn die Elternteile aus verschiedenen Nationen zusammenkommen, beispielsweise Feuer und Erde kann das Kind ein Nichtbändiger, ein Feuer oder ein Erdbändiger werden, aber zwei Elemente bändigen funktioniert nicht. Denn mehrfach-bändigen ist nur dem Avatar möglich. Es existieren auch gewisse Sondergaben oder Talente, welche hin und wieder Auftreten. Der Stamm der Pflanzenbändiger ist eine gesamte Gruppe von Sonderlingen. Normalerweise die Voraussetzung für solche Ausnahmen ebenfalls angeboren, manchmal erfordernden sie jedoch noch sehr langes und hartes Training.

Aufgrund dessen das Bändigen rein auf den Körper beschränkt ist und es keine magischen oder obskuren Artefakte gibt die es verstärken oder schwächen können ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bändiger völlig übermächtig wird relativ gering. Selbst der Avatar kann besiegt werden, auf dem Weg wie jeder andere Mensch auch, oder wenn er sich im Avatar Zustand befindet. Das Problem dabei ist eben, sobald man stirbt wird nie wieder ein Avatar geboren werden. Nie, nie, nie wieder. Natürlich birgt die Story das ein oder andere Hintertürchen jedoch übertreiben die Autoren es hierbei nicht. Was wäre eine Story auch ohne Plottwists. Demnach kommen die Sondertalente zwar vor, jedoch stehen sich nicht an jeder Ecke. Schon gar nicht solltet ihr in den Glauben verfallen, dass in dieser Welt Nicht-Bändiger schwächer sein könnten als Bändiger.

Das Chi-Blocken ist eine der am häufig vorkommenden Techniker der Nicht-Bändiger, falls se jemals in die Verlegenheit eines Kampfes kommen sollten. Diese uralte Technik ermächtigt den Ausführenden durch schnelle Schläge auf bestimmte Körperpunkte die jeweiligen Nerven und damit verbunden Muskeln für vorübergehende Zeit zu lahmen. Bewegungsunfähig lässt es sich schlecht bändigen…

Superkräfte müssen eben ausgeglichen werden, sonst wird es auf Dauer sehr vorausschaubar und die Geschichte langweilig. Eben diese Balance macht unheimlich Lust auf mehr. So sind die Kämpfe doch recht realistisch im Gegensatz zu den herkömmlichen Shonin Animes, in denen ich mich jede Sekunde frage wie die Charaktere es schaffen, dass Universum nicht zu zerstören. Physik? Schwerkraft? Gilt zwar für jeden, außer für uns. Dieser Spruch macht es auf Dauer ebenfalls nicht spannender.

 

The greatest Story ever told… 

Die wohl wichtigste Folge für die Hintergrundgeschichte Aangs und seinem Konflikt mit Zuko ist 12 Folge der ersten Staffel (Buch Wasser). Innerhalb dieser knapp 25 Minuten erfährt der Zuschauer Aangs Kindheit und den Grund weshalb er damals aus dem Tempel geflohen ist und vor allem warum er gute 100 Jahre im Eis eingeschlossen gewesen ist. Bezüglich Zuko sehen wir eine ähnliche Darstellung seines Lebenslaufes: eine recht glückliche Kindheit, das nicht mehr ganz so schöne Älterwerden und schließlich den augenscheinlichen Drehpunkt seiner Persönlichkeit. Bei beiden Charakteren wird dem Zuschauer nur so viel Hintergrundwissen zugetragen, wie er braucht um die eigentlichen Beweggründe des einen oder des anderen verstehen zu können.

Es gibt dabei verschiedene Schreibtechniken wie man dies bewerkstelligen kann ohne dabei ins plumpe Aufzählen zu verfallen. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass dem Protagonisten etwas schreckliches widerfährt. Am besten so schrecklich, dass es ihn nachhaltig prägt und sein späteres Handeln beeinflusst bzw. beeinflussen könnte. Eine Variante der ersten ist, dass der Protagonist sich für das traumatisierende Erlebnis auch noch die Schuld gibt. Das Paradebeispiel hierfür wären Spider- oder Batman. Letzterer sieht den tödlichen Raubüberfall der eigenen Eltern und gibt sich die Schuld dafür, dass er es nicht verhindern konnte. Ersterer muss den Tod seines geliebten Onkels beiwohnen ohne etwas tun zu können.

Normalerweise wird dem Avatar erst mit 16 Jahren sein Schicksal offenbart und dies nicht ohne Grund. Mit dem Wissen der Avatar zu sein, geht eine Menge Verantwortung so wie Reife einher. Beides hatte Aang mit einen zwölf Jahren definitiv nicht. Wie soll er auch, er war zwölf! Jedoch spürten die Luftnomaden das etwas unheilvolles in der Luft lag, weshalb sie Aang vor einweihten ebenso wie die anderen Schüler und Nomaden des Tempels. Während der Junge recht wenig mit dieser Information anfangen konnte, begannen ihn seine Freunde immer mehr auszuschließen, aus Angst, dass er bei Spielen oder spaßigen Turnieren schneller schlagen könnte. Er wäre schließlich der Avatar und somit etwas Besonderes… Aang fühlte sich immer mehr in die Ecke gedrängt und allein gelassen. Sein einziger Freund, der blieb war sein Vorgesetzter. Als eines Tages der Junge, dann noch ein Gespräch belauschte welches besagte, dass Aang in einen anderen Tempel geschickt werden sollte schmiedete er den Plan davon zu laufen. Selbst als er aus dem Eis befreit wird, und Katara ihn in ein Gespräch über den Avatar verstrickt lügt er sie an. Anhand seiner Gesichtszüge erkennen wir, dass er immer sich immer noch nicht damit wohlfühlt. War Aang eimal mit seinem Flugbison und seinem Lemur (ja es gibt in Avatar fliegende Bisons, nehmt es einfach so hin) über dem Meer, gerieten sie in einen schweren Sturm. Kurz bevor die drei ertranken, geriet Aang wohl das erste Mal in den Avatar zustand und schloss sich inklusive seiner Begleiter in eine Luftblase ein, die dann gefror.

Aufgrund Aangs Angst Verantwortung zu übernehmen und somit erwachsen zu werden entkommt er dem Genozid der Feuernation. Vielleicht hätte der den Krieg verhindern können, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Als Aang aus dem Eis befreit wird und später feststellen muss, was während seiner Abstinenz mit seinen Freunden und seinem Volks passiert ist flippt er gelinde gesagt ein wenig aus. Schließlich ist nicht nur sein Vorgesetzer wegen seines Nicht-Daseins gestorben, sondern sein gesamtes Volk. Für einen immer noch zwölf Jährigen, der nun eigentlich 112 Jahre alt ist immer noch ein großer Schock. Deshalb ist Aangs Ziel nicht nur alle vier Elemente zu beherrschen und den Frieden wieder einkehren zu lassen, vielmehr muss er lernen Verantwortung zu übernehmen. Zukos Challenge besteht darin zu erkennen, dass er damals richtig gehandelt hat und sein Vater falsch liegt. Vor allem muss er lernen sich über seinen Vater hinweg zu setzen, denn er braucht niemanden der ihm sein Ansehen und seine Ehre zurückgibt, dass kann nur er selbst. Sich seine eigenen Schwächen und Fehler einzugestehen und diese zu überwinden weckt genug Drama und genügend Identifiaktionsmöglichkeiten für jeden Zuschauer. Schuldgefühle und Reue sind die besten Voraussetzungen um einen Charakter wachsen zu lassen.

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Avatar- Eine Analyse Teil II

Weiter geht es mit dem zweiten Teil. Zum ersten Teil geht es hier und auch für diesen Abschnitt gibt es eine ausdrückliche Spoilerwarnung. Für die gesamte Serie nur damit ihr es wisst!

 

Die Bewohner- Vielseitigkeit macht’s!

Wasserstamm

Insgesamt existieren zwei Wasserstämme und eine sonderbare Ausnahme, die hier aber keine Rolle spielt. Der Stamm im Norden ist sowohl sehr viel liberaler als auch größer als der südliche Vertreter. Aufgrund dessen, wurde der Süden das zweite Opfer der Feuernation in dem 100-Jährigen Krieg. Doch selbst davor besaß er keine große Handelsflotte oder nennenswerte Beziehungen zu Wirtschaftspartnern. Das Aussehen der Kleidung sowie die Umgebung beider Stämme erinnern stark an die Inuits bzw. an verschiedene Urstämme im Norden Sibiriens und Kanadas. Die Kultur dagegen: das friedliche Miteinander, die Zweisamkeit basierend auf Heirat und die Bodenständigkeit erinnert eher an Süd-Ost Asien. Eine recht interessante Symbiose. Die beiden Charaktere (Sokka plus Katara) mit denen die Serie beginnt stammen übrigens vom südlichen Wasserstamm.

 

Erdkönigreich

Das Erdkönigreich ist die größte der vier Nationen, damit einhergehend ist die gesamte Lage (sozial, ökonomisch sowie politisch) nicht gerade unproblematisch. Homogenität existiert hier jedenfalls nicht. Neben Kolonien, autonom sein wollenden Regionen sowie armen Niemandsländern existiert darüber hinaus ein großes Sozialgefälle. Eben davon abhängig in welcher Region man wohnt, und welchem Fürst/ Feudalherren man untersteht. Zieht man die eine oder andere Parallele in unsrige heutige Welt fällt einem recht schnell China ein. Um es weiter zu spezifizieren, könnte man sein Augenmerk auf die Qing- Dynastie legen und wer in chinesischer Geschichte bewandert ist weiß, dass dies ebenfalls keine goldene Zeit war.

Es fängt bereits bei dem Namen der Hauptstadt des Reiches an. Damals in der Qing- Dynastie lautete der Name der kaiserlischen Residenz die Verbotene Stadt in der Welt von Avatar heißt sie Ba Sing Se oder vielmehr die Stadt der Geheimnisse und Lügen. Aus ihren Mauern dringt nichts hinaus was nicht auch hinaus soll und dass etwas ungefragt hineinkommt ist gar unmöglich. Nicht umsonst werden die Stadtmauern Ba Sing Ses gerne mit der großen chinesischen Mauer verglichen. Bewacht bis zum geht nicht mehr und unüberwindbar.

Herrschen tut hier das Militär und die Art von Bürokratie, die ihre Widersacher ganz schnell und heimlich im nächsten Brunnen ertränken lässt oder wegsperrt. Die beiden eigentlichen Herrscher Kaiser Puyi sowie sein Ebenbild in der Serie (König Kuei) sind daher mehr Marionetten als wirkliche Regierungsoberhäupter. Im Falle des Erdkönigs Kuei wird dieser von Long Feng dem Leiter des Geheimdienstes in Ba Sing Se beraten. Um den Leiter des Geheimdienstes kurz zu charakterisieren: Er ist ein Verräter aller erster Güte, ohne Skrupel aber mit verdammt viel Macht. Diese Macht kann er sich allerdings auch nicht zu schreiben, denn im Laufe seines Lebens ist er immer mehr Marionette der Feuernation geworden. Der Höhepunkt dabei bildet die Besetzung Ba Sing Ses von der Feuernation, weshalb die Tochter des Feuerlords die endgültige Macht über Long Feng, den Erdkönig und der gesamten Nation zugeschrieben bekommt. Nichts desto trotz hat er es geschafft dem König einen gesamten Krieg zu verheimlichen. Einen Krieg! Das Ganze endet darin, dass Aang persönlich den Erdkaiser darüber aufklärt was außerhalb der Mauern seines Palastes und seiner Stadt vorgeht.

Damit nicht genug, der liebe Kulturminister Long Feng verschleppte über Jahre hinweg junge Erdbürgerinnen und unterzog sie der Folter, Gehirnwäsche und einer einhergehenden Umerziehung zur perfekten Sklavin. Es gibt in der gesamten Geschichte von Avatar kein einzigen Hinweis darauf, ob die Gehirnwäsche jemals rückgängig gemacht werden konnte. Dafür wissen sowohl Zuschauer als auch die einzelnen Charaktere der Geschichte zu wenig über die Prozedur. Denn Bevor Aang etwas genaueres erfahren konnte zerstörte Long Feng das Geheimversteck unter dem See namens Laogai sowie alle dazugehörigen Informationen. Darüber was mit dem Gefangenen passierte spekulieren Fans noch heute. Eins steht jedoch fest, alle Theorien haben kein glückliches Ende für die Betroffenen. Wann die Entführungen übrigens angefangen haben, weiß ebenso niemand so genau. Viele Thesen verweisen eher auf den Anfang des Krieges, da schon damals die Flüchtlingslager eine einzige Katastrophe waren und niemand wirklich irgendjemanden vermisste. Ich erinnere gerne daran, dass der Krieg bereits seit 100- Jahren tobt. Mal mehr mal weniger, dennoch stellt euch bitte eine staatliche Organisation vor die fast seit mehreren Jahrzehnten Bürgerinnen entführt. Um gleich eins drauf zu setzen, Laogai heißt übersetzt so viel wie Reform durch Arbeit und ist nichts anderes als ein noch heute bestehendes System aus Arbeitslagern in denen alle Gefangene ihre Haft welche durch ein ordentliches Gericht verurteilt werden. Was auch immer dass heißen mag…

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Avatar- Eine Analyse Teil I

Als aller erstes. Ja, es kam gefühlte Ewigkeiten auf diesem Blog nichts mehr und ja, ich habe sogar dafür sogar eine Erklärung. Stichwort: Aufbau einer Ausstellung. Damit wäre das Thema auch schon abgehakt, dazu gibt es später einen Bericht. Kurzer Teaser: Hölle auf Erden.

Jetzt aber zu einem anderen Thema und damit Beitrag, der seit ebenfalls Ewigkeiten auf meiner Festplatte schlummert. Ich war drauf und dran ihn wieder zu löschen, jedoch steckt in diesem Essay zu viel Arbeit drin, als dass ich ihn auf Nimmerwiedersehen ins Datenuniversum schicke. Tod geschrieben habe ich ihn ebenso mehrere Male, es wird einfach Zeit dass er endlich das Tageslicht erblickt. Mal wieder in drei Teilen, da meine Begeisterung mal wieder etwas entgleist ist. Wenn mir mal etwas am Herzen liegt, gibt es eben kein zurück.

Worum geht es überhaupt? Der Essay handelt davon, weshalb einer meiner Lieblingsserien so genial ist, weshalb sich andere Serien von ihr eine Scheibe abschneiden können und weshalb sie absolut keine Kinderserie ist auch wenn sie als solche oft verschrien wird.

Die Rede ist von Avatar- Herr der Elemente oder im Original: Avatar- The Last Airbender. Sie lief meines Wissens im Jahre 2005 an und endete 2008. Sie beinhaltet 3 Staffeln, welche insgesamt 61 Folgen umfassen. Obwohl Avatar, im Zeichentrickstil präsentiert wird ist es kein Anime sondern ein Cartoon. Kommt eben davon, wenn die Produktion in den USA statt findet und nicht in Japan.

Zu Avatar existiert eine gesamte Sequel- Serie „The Legend of Korra“ die etwa 70 Jahre nach den Ereignissen spielt, die ich hier allerdings nicht mit einbeziehen werde ansonsten würde ich endgültig die Seitenzahlen sprengen. Ebenso wie die dazugehörige Comic-Serie, die Aang Abenteuer nach dem Ende der Originalen Serie erzählt. Damit ihr das Ganze auch versteht und nicht völlig auf dem Holzweg herumirrt, hier der Prolog, der erst einmal alles klären dürfte. Übrigens möchte ich eindeutig darauf Hinweisen: Dies ist eine Analyse. Spoiler sind vorprogrammiert. Dies ist eine Spoilerwarnung, der die Serie noch schauen möchte lest diesen Beitrag nicht. Es sei denn ihr wollte gespoilert werden! 

 

Worldbuilding- Realismus darf ruhig auch mal ein wenig fantastisch sein

Jeder der in Avatar vorkommenden vier Nationen ist nicht nur einem Element zugeordnet, dahinter steckt tatsächlich etwas mehr als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Sowohl der Lebensstil als auch die jeweilige Kultur bauen auf den Eigenschaften des jeweiligen Elementes auf. Beispielsweise nutzen die Wasserstämme Boote um sich fortzubewegen. Betrachtet man ihren Lebensraum (Süd- bzw. Nordpol) ist dies nur logisch, schließlich gibt es dort nichts anderes als Wasser. Und entweder es wird herkömmlich gerudert oder eben das Wasser unter dem Boot gebändigt. Die Luftbändiger konnten ihre Tempel lediglich mit ihren fliegenden Bisons oder Gleitern erreichen.

Die geographischen Anpassungen sind eben recht offensichtlich, kommen wir nun zu den politisch/kulturellen. Das beste Beispiel dafür wäre das riesige Erdkönigreich. In diesem existiert nämlich zwischen der Stadt- Landbevölkerung ein großes Sozialgefälle. Einkommen, Lebensstil sowie die Kleidungsart unterscheiden sich drastisch. Zum einen liegt es eben an der Berufung der Bewohner zum anderen am politischen Oberhaupt. Das Erdkönigreich ist ein Kaiserreich, demnach keinesfalls homogen. Im Norden herrschen andere Fürsten als im Süden oder Osten, und damit einhergehen eben auch die allgemeinen Werte, Regeln, Traditionen etc.

Vom Erdkönigreich völlig autonom sind dagegen die Feuerkolonien, lernt man den Feuerlord besser kennen weiß man ziemlich schnell wer den schlechtesten Platz in der Gesellschaft hat. Nun ist es eines wie die Welt im Individuellen aufgebaut ist und etwas völlig anderes wie sie präsentiert wird. Beides meistert Avatar ganz hervorragend inklusive des Storytellings.

 

„Storytelling is the most powerful way to put ideas into the world today“ – Robert McKee

Das Wunderbare an letzterem ist, dass der Zuschauer am Anfang ähnlich ahnungslos ist wie die beiden Charaktere Sokka und Katara. Sowohl wir als auch sie kennen die Vorgeschichte bzw. wir kennen den Prolog. Weder wir noch das Geschwisterpaar kennen die gesamte Welt, noch können wir erahnen welche Abenteuer auf sie warten. Im Laufe der Serie wird der Zuschauer mit den Charakteren selbst zum Entdecker. Wir steigen quasi durch den magischen Schrank und erleben einen Aha-Moment nach dem nächsten, kurz um wir haben Spaß. Alles ist neu, unbekannt, aufregend und irgendwie verdammt cool.

Das Problem dabei, selbst alles Neue und noch so coole wird irgendwann langweilig. Beide Parteien (Zuschauer und Charaktere) konsumieren zunächst nur, können aber nichts beisteuern. Man läuft Gefahr wieder zu eindimensional zu werden. Doch wozu hat man denn Aang? Aang kennt immer noch die Welt vor 120 Jahren als wäre es gestern gewesen. Dank seinen Erinnerungen fängt an ein Austausch zwischen alt und jung oder Vergangenheit und Gegenwart statt zu finden. Erst währenddessen wird einem selbst klar, was sich alles verändert hat und vor allem wie viel zum Schlechten. Dabei wird vor allem immer wieder ein Thema aufgegriffen: Krieg. Dieser Sachverhalt ist in einer Kinderserie recht happig. Trotzdem schafft es die Serie dieses Thema wahrheitsgemäß, aber nicht zu traumatisieren aufzubereiten. Die verpasste Zeit holt Aang nun anhand von Einzel oder Gruppenschicksalen auf. Beginnend mit Kataras und Sokkas Familiengeschichte, fortführend mit den Schicksalen der Erdbürger in den Feuerkolonien oder den Widerstandsgruppen von politisch Gefangen und Waisen etc.

Aufgrund der ganzen Dramen, welche nach und nach aufgefächert werden, wird dem Zuschauer gezeigt was das eigentliche Ziel dieser Serie bzw. des Handelns der Charaktere ist. Für den Krieg, der einen Großteil der Welt in Unheil gestürzt hat, hat irgendwo seinen Ursprung. Dieser liegt bei Zosin beziehungsweise seinem ebenso machtgierigen und kranken Enkel Feuerlord Ozai. Nur wenn Ozai besiegt ist kann wieder Frieden in die Welt einkehren. Das Problem bis dato war, dass niemand so mächtig war um ihn besiegen zu können. Deshalb wird nun der Avatar gefordert. Doch damit nicht genug, denn selbst Aang ist in seiner Anfangsform noch zu schwach. Seine Kräfte stehen erst am Anfang der Entwicklung.

Das Ziel ist nämlich die Perfektion des Bändigens aller vier Elemente. Eins meistert er bereits hervorragend, sein eigenes: Luft. Im Gegensatz zu so manch älteren Superheldenfilmen existiert hier bei nicht wirklich eine Stringenz. (Weshalb ich hier „nicht wirklich“ anstatt „gar nicht“ schreibe erkläre ich später.) Der junge Avatar muss zwar die Welt retten, jedoch bleibt dabei sehr viel Zeit für sehr viel Nebensächliches wie eben persönliche Geschichten, Charakterentwicklung, Zusatzabenteuer, Plottwists und natürlich die allseits beliebten Insider, die dem ganzen die gewisse extra Würze geben. Bevor wir jetzt uns jetzt ans wahre Eingemachte herantrauen, hier ein kurzer Stopp. Dieser kurze Teil war quasi nur die Einführung in das Thema. Als nächstes folgt ein Artikel zu sämtlichen Fakten der Avatar Welt, und zum Schluss widmen wir uns dann noch einmal der Storyline mit einem passenden Schlusswort.

„Realistische“ Männer in Filmen

Hallueluja, die Serie findet ihre gebürtige Fortsetzung. Hat eine Weile gedauert, jedoch viel es mir tatsächlich noch schwerer realistische Männer in Filmen zu finden als die Frauen. Meine Güte… Auch hier sind es nur fikitionale Charaktere, ansonsten hätte ich es mir doch zu leicht gemacht. Deshalb geniest einfach das Ergebnis und sagt bescheid, wenn euch noch andere Charaktere einfallen.

 

Lee Chandler- Manchester by the Sea

Lee ist nicht gerade einer der freundlichsten Menschen unter der Sonne, schon gar nicht wenn er abends auf seine regelmäßigen Kneipentouren geht. Seine Laune verbessert sich erst recht nicht, als er erfährt, dass sein Bruder Joe letztendlich an seinem Herzleiden gestorben ist. Schließlich offenbart der Anwalt sowohl Lee als auch Joes Sohn Patrick, dass Lee nun auch noch der Erziehungsberechtigte von Patrick werden soll. Beide sind davon eher weniger angetan, um nicht zu sagen entsetzt. Lee hat weder Lust nach Manchester-by-the-Sea zurück zu ziehen, noch will Patrick aus seiner Heimat weg. Wie nun das Dilemma lösen? Da wird der Film so hervorragend, denn er zeigt wie es ist, wenn Mann ob jung oder alt oder Frau vor vollendeten Tatsachen steht. Keiner der beiden hat eine Antwort darauf. Nicht nur auf die Ortsfrage, sondern irgendwie auf alles was die beiden plötzlich miteinander verbindet. Besonders Lee muss sich nun mit der Frage auseinandersetzen, wie er auf Leute wirkt, was ihm wichtig ist und wie junge Menschen überhaupt funktionieren und was aus deren Sicht Leben überhaupt bedeutet. Da ist es kein Wunder, dass der Zuschauer auch irgendwann erfährt, weshalb Lee Chandler eigentlich so unausstehlich ist und weshalb er auf keinen fall in Manchester bleiben möchte. Je mehr Zeit vergeht, desto besser kommen Patrick und Lee miteinander klar. Fragen werden zu Antworten und Lösungen finden sich auf allen Gebieten. Aber nur, weil beide nicht lockerlassen, Kommunikation und sich auseinander zu setzen mit dem Miteinander sowie der Umwelt und sich selbst ist unheimlich wichtig. Egal wie alt man ist.

 

Jackie Elliot- I will dance

So weit ist es nun schon, die Nebenfiguren werden herangezogen, jetzt aber mal im Ernst. Der Vater von Billy könnte für jedes Elternteil stehen, welches mit dem Umstand konfrontiert wird, dass das eigene Kind einen Traum verfolgt, der den eigenen Vorstellungen nicht wirklich entspricht… Viel mehr alleine die Idee, dass dies das eigene Kind tatsächlich wagen könnte den Eltern, jeweils eine Gänsehaut beschert. Sei es, weil dieser Traum viel zu gefährlich oder die Wahrscheinlichkeit einfach so unfassbar gering ist, dass es mit der Traumerfüllung klapp, dass man als Elternteil seinem Kind davon gleich abraten möchte bevor es die harte Erfahrung selbst machen muss.

Wie gesagt hier das Beispiel von Jackie Elliot. Er ist nordenglischer Kohlarbeiter in den 80er Jahren, verwitwet und gemessen an seinem Alter hat er mindestens den zweiten Weltkrieg miterlebt. Es klingt böse, aber die Voraussetzung für einen liberalen Geist, welcher frei von Vorurteilen ist sehen anders aus. Das Einzige was dieser Mann vermutlich erfahren hat in seinem Leben ist, harte, rohe, körperlich anstrengende Arbeit. Da ist es zumindest nachvollziehbar weshalb er die Liebe seines Sohnes zum Ballett erst einmal vollständig verdrängt und sie nicht wahrhaben will. Schließlich müssen Männer besonders „männlich“ sein, was sie nur beim Boxunterricht lernen. Hart, roh und möglich unzerstörbar. Zum Glück hat Billy gewisse Hilfen, weshalb sich der Vater irgendwann erbarmt und der Liebe seines Sohnes eine Chance gibt.

Sobald sich Jackie auf seinen Sohn einlässt, viel mehr noch das Talent seines Sohnes erkennt fängt er an sich dafür einzusetzen. Von dort an versucht er alles um seinen Sohn zu unterstützen. Er wird sogar zum Streikbrecher während des Kohlarbeiterstreiks und zieht damit den gesamten Zorn seiner Kollegen auf sich, nur um das Geld für seinen Sohn zusammen zu kratzen.

 

Sherlock Holmes- Mr. Holmes

Ist die Romanfigur dagegen völlig überhypet macht dieser Film vieles richtig, es braucht nur eine Weile bis man dies erkennt. Denn ein typisch schnellgeschnittener Aktionstreifen ist dies auf keinen Fall. Diese Geschichte ist soviel mehr, denn sie erzählt vom Älterwerden. Dem Älterwerden des berühmten Sherlock Holmes und das damit einhergehende schlechter werdende Gedächtnis. Richtig, Holmes leidet bereits jetzt schon unter dem Anfangsstadium der Demenz. Für jeden normalen Menschen tragisch, jedoch leider immer noch recht normal. Nur nicht für Sherlock Holmes, und das Ganze wird auch nicht besser als er in seinen „letzten“ Fall hineinrutscht und erst dort wirklich bemerkt und wahrhaben muss, dass er seine Denkarbeit von früher so nicht mehr leisten kann. Für ein Genie ein Graus. Gerade wenn der ehemalige Kollege Watson einen seiner Fälle im Übermaß fiktionalisiert. So sucht Holmes nach einer Lösung für seinen Verlust seine grauen Zellen und findet sie augenscheinlich im Gelee Royale der Bienen. Während er sich der Bienenzucht widmet nähert er sich dem Sohn der Haushälterin immer mehr an und beide entwickeln eine tiefe Freundschaft. Weshalb es Roger langsam gelingt Holmes Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Dieser wusste er musste an Watsons geschildertem Fall gescheitert, sein. Nur was war geschehen? In diesem Film lernt der alte Sherlock, was es wirklich heißt sich um jemanden zu kümmern, weil man ihn liebt. Die Intelligenzbestie des Jahrhunderts erfährt was es heißt Verantwortung zu übernehmen, sich schuldig zu fühlen und letztendlich zu sehen, dass es wichtigere Dinge gibt als das Genie zu sein. Denn eine Familie zu haben und auch mal sein zu dürfen ohne alles zu zerdenken ist ebenfalls etwas Wundervolles.

 

Nazaret Manoogian- The Cut

Seine Töchter habe ich bereits in diesem Beitrag erwähnt, jedoch hat ihr Vater eine ebenso große Berechtigung erwähnt zu werden. Als christlicher Armenier gerät Nazaret unter das gnadenlose Rad des Völkermordes seitens der Osmanen an den Armenier. Unfähig irgendwie zu helfen, wird Nazaret entführt, muss ansehen wie seine Freunde und Verwandten ermordet werden und er selbst überlebt nur durch ein gewisses Wunder, verliert dabei aber seine Fähigkeit zu sprechen.

Von dort an immer auf der Flucht erfährt er irgendwann, dass seine beiden Töchter überlebt haben und fliehen konnten. Er besitzt keinerlei Gewissheit ob es sich dabei nicht nur um ein Gerücht handeln könnte, noch hat er Geld. Er schlägt sich durch, immer mit der Angst als Armenier enttarnt zu werden und erlebt dabei ungeheuerliches. Er wird verraten, erniedrigt, sieht allerhand blutiges sowie verstörendes und gibt dennoch die Hoffnung nie auf, eines Tages seine beiden Töchter wieder in die Arme schließen zu können. Wenn dies keine Vaterliebe ist, weiß ich es auch nicht.

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Starke Frauen in Serien

Ich hatte ja  bereits angekündigt, diese Serie jetzt weiter zu führen. Zuvor gab es die stärksten beziehungsweise realistischsten Charaktere in der Literatur und nun geht es mit den Serien weiter. Ich hoffe natürlich, dass ich Rollen ausgewählt habe, die euch nicht allzu bekannt sein dürften hoffentlich. Ergo keine Claire Underwood, keine Jessica Jones, weder eine Annalise Keating oder gar Carol Peletier. Dafür jede Menge andere Spoilerwarnungen… Ich bin eben schlecht im Umschreiben und wenn es um die Genialität von Charakteren geht, muss man eben Dinge auf den Punkt bringen Gott verdammt nochmal!  Jetzt gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, außer habt Spaß und erfreut euch an der Diversität der Menschheit und TV- Branche.

 

Rita (Rita)

Jedes Mal wenn ich gewisse Top Ten der unterbewertetsten Serien auf Netflix Beiträge einsehe, werde ich jedes aufs neue enttäuscht. Noch nie war Rita dabei. Wer kennt diese Serieeigentlich noch außer mir und zwei Personen aus meinem weiteren Umfeld. Mit der einen habe sich diese Serie fast am Stück durchgeschaut von der anderen habe ich es empfohlen bekommen. Warum kennt sie niemand. Sie hat so viel Mehrwert, denn gesellschaftlich ist sie nicht ganz uninteressant. Zeigt sie dich das Leben einer dänischen Lehrerin Anfang/ Mitte Vierzig an der Folkeskole. Nicht nur dass, es erwartet den Zuschauer kein Schuldrama im Sinne vom Krankenhausseriendrama sondern ein viel realeres. Schüler sowie Lehrer haben Probleme mit dem Schulsystem, Schüler mobben Lehrer und umgekehrt, ebenso haben Schüler und Lehrer neben der Schule ein eigenes Leben mit ihren eigenen Dramen. So kommt es, dass Rita nicht nur an der vordersten Front für ihre eigene Familie kämpf, sondern ebenso an der Front contra Schulpolitik, Liebeslebens sowie Sozialpolitik. Sie ist alles andere als perfekt und auch ihre Methoden könnten für das Empfinden aller anderen wesentlich bürokratischer und kooperativer sein, dennoch wen sie schätzt dem rettet sie das Leben komme was wolle.

 

 

 

Galina „Red“ Reznikov (Orange is the new Black)

Um ihrer rebellischen Art etwas Luft zu machen arbeitete sie in ihrer Heimat im Schwarzhandel mit. Später erschlich sie sich gemeinsam mit ihrem Freund ein Visa sowie Greencard. Dort angekommen und einigermaßen immigriert führte sie ihre rebellische Art fort und demonstrierte weiter gegen das vorherrschende System. Bis dahin verläuft ihr Leben relativ legal, bis eines Tages sie aus Wut Körperverletzung begeht. Um der Strafe zu entgehen lässt sich das Paar auf Hilfsarbeiten der ansäßigen russischen Mafia ein. Immer tiefer rutschen sie in die Bredouille und ehe sie es sich versehen muss Red in ihrem russischen Feinkostladen fünf Leichen verstecken, in der Tiefkühltruhe. Selbstverständlich werden die vermissten Personen gefunden. Um ihren Geliebten zu schützen, wandert sie statt dessen hinter Gittern und stößt zu den anderen Gefangenen in Litchfield.  Angekommen arbeitet sie sich sehr schnell zur Chefköchin der Gefängnisküche hoch und gewinnt damit schnell an Respekt . Recht und Ordnung sind ihre Prinzipien und die gehören erfüllt. Dank Charisma sowie Intelligenz ist sie das Pendant zu McGonagall: Streng, gerecht, absolut ehrlich und so ziemlich die einzige zuverlässige Person im gesamten Gefängnis. Wenn man ihre mütterliche art für sie gewinnt bleibt man sich gegenseitig treu bis zu Entlassung.

 

 

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Gesammelte Schätze des Monats der Wintersonnenwende

Die Gesammelten Schätze werden auch diesen Monat wieder offenbart… Aber bevor der extra Jahresrückblick erscheint, hier mein schier unglaubliches, subjektive, einzigartiges, kreatives sowie innovatives Monatresumé…

Also was habe ich diese 31 Tage so erlebt?

Definitiv sehr viel mehr als im November. Beispielsweise fing es gleich am ersten Dezember an mit dem Start meines selbsterstellten Adventskalenders. Dieser wollte schließlich jeden Tag umsorgt und behütet werden. Zumal endlich Sternchen zurück zu den Lebenden gekehrt ist und so mal wieder ordentlich Schwung in die Kommentarbox kam. Ihr anderen seid aber auch so still ;)

Tja, und kaum ist man Volljährig durfte ich auch schon die erste Überweisung meines Lebens schreiben. War gar nicht so schlimm wie erwartet… Im Grunde genommen ist es auch nicht anderes als irgendwelche Arbeitsblätter in Mathe auszufüllen und man hat sogar für gewöhnlich sogar noch die Lösungen für die einzelnen Felder. Im Gegensatz zu Mathe ein Kinderspiel würde ich sagen.

Danach kam nicht minder spannendes E-Mailgeschreibsel auf mich zu, denn endlich fand ich auch nun mal Zeit mich mit meinem geplanten Auslandsjahr nach dem Abi zu widmen. Ebenso steht im neuen Jahr vielleicht ein neues Hörbuchprojekt an, aber das steht noch in den Sternen. Ich darf nur hoffen und Tatzen drücken.

Jetzt aber näheres zum Projekt: Raus aus zu Haus!

Der letzte Stand von euch müsste Irland als Ziel gewesen sein oder? Wenn nicht, jetzt wisst ihr es. Die gründe sind ebenso vielfältig wie die Farben des Regenbogens an dessen Ende wir bitte den Goldtopf finden werden. Bei dem Ziel ist es vorerst auch geblieben und eigentlich wollte ich nun auch nicht mehr umschwenken. Denn die Finnen sollen ein sehr verschlossenes Völkchen sein und um ehrlich zu sein bin ich dafür dann wiederum viel zu introvertiert und der Hauptgrund wäre für leidliches Bereisen dieses wundervollen Landstrichs: Die Sprache. Ähnlich wie walisisch oder gar gälisch herrschen teilweise in einem Wort lediglich Konsonanten und meine Zunge bibbert schon beim Anblick des Wortes.

Mein derzeitiges irisches Problem wäre der schlichtweg nicht vorhandene Wohnraum. Oder präzisier ausgedrückt. Der Wohnraum der auch nur einigermaßen in leidlicher Stadtnähe liegt ist schlicht weg ausgebucht für die nächsten Monate und ist dazu quasi für mich als Student unbezahlbar. Jeden Morgen anderthalb Stunden dann mit dem Rad, Bus oder der Bahn zu fahren macht dann auch nicht wirklich Spaß. Schließlich will ich ein wenig Irland erleben und dass nicht nur in dieversen Pendlerverkehrswegen.

Darum bin ich jetzt tatsächlich auf das Umgestiegen, was ich am wenigsten wollte. Nein keine Sorge, ich habe mich nicht in einem irischen Kindergarten als Erzieherin angemeldet, viel mehr habe ich jetzt um die vier Reiseorganisationen angeschrieben ob sie mir nicht helfen könnten. Diese vermitteln einem nicht nur ein Praktikum in der Wunschbranche, nein ich haben sie Beziehungen zu Gastfamilien sowie Wohnheimen/ WGs.  Die Entscheidung nagt schon arg an meinem Stolz, da ich eigentlich vor hatte das gesamte Projekt allein durch zu ziehen nur will ich keinen 0815-Job in den Wochen machen schon gar nicht bei einem Magazin als Kaffebräuerin…. Auch will ich nicht das Jahr ständig in irgendwelchen Hostels wohnen müssen, was richtig ins Geld gehen kann.  Es ist ja auch nicht so, als dass ich es nicht versucht hätte. Nur was bei der Wohnungssuche heraus kam habt ihr ja gelesen und mit der unabhängigen Jobsuche erging es mir ähnlich. Denn zwar gibt es eine sicherlich wunderbare Seite für Jobsuchende, nur ist die nur für Iren selbst bestimmt. Dies habe ich aber viel zu spät gelesen… Brav also sämtliche Fragebögen ausgefüllt, gläsern geworden abgeschickt und dann eine Rück-E-Mail erhalten, dass ich jetzt doch bitte zu meinem Einwohnermeldeamt gehen soll mit Sozialversicherungsnummer und allem um dann einen Anmeldecode für Einheimische Arbeitslose zu erhalten, denn ich dann hier gegen eine Gebühr einlösen konnte. Ah ja… Klar.

Erst meine Daten klauen und mich dann auch noch auflaufen lassen. Dankeschön… die 60 Minuten hätte ich mir auch sparen können.

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Blogparade: Kill them off! 10 Most Hated Characters

Halleluja so spät mit einem Beitrag war ich noch nie dran! Aber ich habe es ja noch ganz knapp vor Abpfiff geschafft. Ich schiebe es jetzt einfach erst einmal auf das Lange hin und her schieben der Plätze sowie der Charakterauswahl, sich auf 10 zu einigen war doch eine größere Herausforderung als ich dachte sowie das erst sehr späte Entdecken der Blogparade. Jetzt sind meine Beitrage für den November nun auch vollständig. Ergo Häckchen setzen, fehlen nun nur noch tausend andere. Genug gesabbelt, ich bin vermutlich gerade eh schon wieder zu spät dran wofür auch immer. Deshalb legen wir doch lieber hier jetzt, sofort los! Los geht’s mit der berühmt, berüchtigten Nummer eins!

Und seit vorgewarnt Spoiler sind definitiv vorhanden und wer sich die Spannung bei diesen Serien nicht nehmen lassen möchte sollte diesen jeweiligen Absatz dann einfach überlesen. 

 

 

1. Rem (Death Note) 

Dieses Monster! Es ist mir wurscht wie Menschen orientiert sie war, es ist mir wurscht viel Leid sie ertragen musste, es ist mir zu hochdeutsch wirklich scheibenhonig egal wie edel Rem Misa gerettet hat. Das Einzige was für mich zählt und zwar auf ewig ist, dass dabei Lawliet sterben musste und dafür hasse ich sie abgrundtief. Bodenlos, auf ewig ohne Reue. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, diesen Hass möchte ich hier auch nicht weiter ausweiten. Sonst wird es gesundheitlich zu gefährlich für euch und für meine Umwelt. Außerdem einem toten Todesgott den Tod an den Hals zu wünschen ist schon paradox genug.

 

 

2. Mendez (Orange is the new Black)

Alles. an. diesem. Typen. ist. ekelig. einfach. nur. widerlich. Ich weiß nicht was für Probleme der Serienautor hatte, als er Mendez kreierte aber seine Fantasien möchte ich auf jeden Fall nie erfahren! Niemals. Nie. Dieser Charakter kann nichts anderes als aufdringlich, schmierig, ekelhaft sowie vugulär sein und dass findet er dann auch noch herrlich anziehend. Jedes Mal wenn er auftauchte war ich kurz vor dem Erbrechen. Wenn so jemand jemals in meine Nähe kommen wird rufe ich die Polizei und lasse denjenigen selbst seine eigene Seife essen… Aufhaben kann er sie vorher alleine.

 

 

3. Vee (Orange is the New Black)

Was soll ich sagen sobald Mendez vom Fenster weg war und ich mich schon auf eine gute Serie ohne Arschkriecher, Psychopathen oder schlichte Vollidioten gefreut. Diese Freude hielt genau drei Stunden an? Oder sogar noch weniger? Ich weiß es leider nicht mehr, denn statt dem ekeligen, grünen betörend wirkenden Liebesschleim tauchte nun die ultimative, herrische, habgierige, berechnende Vee auf. Weder Moralvorstellungen, noch Nächstenliebe oder gar Mitgefühl lassen sich in diesem riesigen schwarzen Loch der Gier finden. Sie zelebriert es gerade zu und zwar zu jeder Zeit an jedem Ort. Es verging keine Minute und ich wusste sie würde Ärger geben. Sie verkörpert einfach all dass was ich an Menschen nicht schätze. Bei diesem Charakter ist nicht mit: Liberté, Égalité, Fraternité ergänzt um Probité und Loyauté und zwar bis zum Gott verdammten Ende so schwer ist dass nun auch nicht. Aber dies würde Vee noch nicht einmal 10 Sekunden durchstehen sie würde an ihrem Egoismus ersticken! Oder viel mehr überfahren werden… Was habe ich mich gefreut. Serien machen psychopathisch.

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