Gesammelte Schätze des Monats in dem es mal wieder viel zu wenig geschneit hat.

 

Heute ist Sylvester und demnach der letzte Monatsrückblick für 2019. Vielleicht sogar für das Jahrzehnt? Über den Jahrzehntewechsel streiten sich momentan die Geister, aber meines Wissens gibt es sowieso zwei verschiedene valide Zählarten. Die eine plädiert für 2019-2020 die andere für 2020-2021, es werden sich also weiterhin alle die Köpfe einschlagen wegen nichts. 

Weit wichtiger war dagegen, unsere letzte Pen and Paper Sitzung diesen Jahres und ich glaube sogar auch die erste diesen Monats aufgrund Spielleiterurlaubs. Dafür konnten wir mit frischer Energie in die Runde starten und dieses Mal hat es sich sogar rentiert. Wir haben nämlich nicht nur den Bösewicht erwischt (dafür müssen wir der Polizei nun erklären, weshalb wir einen reichen Makler der Stadt angeschossen haben) sondern ebenso Väterchen Frost (in unserem Falle gleichgesetzt mit Czorneboh) mit der magischen Silberkette aus dem Uralgebirge. Die magische Silberkette mussten wir zuvor aus dem Haus des reichen Maklers stehlen und durch das Erwischen des Frostmonsters konnten wir gerade noch so verhindern, dass einer unserer Lieblingsnpcs stirbt.

Des Weiteren wurde die Unilektüre mehr in den Fokus gerückt. Die Bibel ist immer noch nicht meins, dafür sind die Apokryphen wesentlich erfrischender. Zumindest sind sie leichter zu lesen und einfacher geschrieben. Gerade die Kindheit von Jesus ist sehr zu empfehlen. Irdische Kinder zerdrücken Käfer, Jesu bringt fremde Kinder auf der Straße durch bloßes Fluchen um (das eine Kind lediglich, weil s Jesus angerempelt hat) und erweckt an anderer Stelle seinen Lieblingsspielkameraden wieder zum Leben (er war vom Baum gefallen).

Das Jesus per tugendhafter Jungfrauengeburt zur Welt gebracht wurde, weiß glaube ich jeder. Was vermutlich nicht jeder weiß, dass es bei Maria bereits genauso war. Damit Maria nicht unter die katholische Prämisse der Erbsünde fällt, gebar ihre Mutter Anna sie ebenfalls als Jungfrau. Dafür ist Maria bereits mit drei Jahren allein in den Tempel hochgestiegen (perfekt Sprechen und Beten konnte sie natürlich schon), um eine fromme Frau zu werden. Mit 13 Jahren wurde sie dann an Joseph vermittelt, was mir irgendwie immer noch stinkt. Denn Joseph wurde als „alter Mann“ beschrieben. Immerhin wollte er sie eigentlich gar nicht haben und dann kam Gott. Es gibt übrigens eine Version von der Jesusgeburt, die in einer Grotte mitten in der Wüste stattfindet und nicht in einem Stall in Bethlehem.

Adam hatte übrigens drei Frauen anstatt nur einer. Je nachdem welche Quelle dazu gezählt wird lautet die Reihenfolge der Frauen: Lilith, Eva und Eva. Richtig, Adam hatte zwei Evas. Lilith war seine erste Frau, wollte sich jedoch nicht von ihm unterwerfen lassen und ist schließlich davon geflogen. Ihr wird nachgesagt, dass sie sich in die Schlange verwandelt hat um sich an Adam und Eva zu rächen. Die zweite Eva wollte sich ebenfalls nicht von Adam unterwerfen lassen und ist schließlich weggelaufen. Ihre Spuren verlieren sich jedoch mit den Jahren. Als Drittes kam dann die Eva, die wir heute kennen und den Rest ist Geschichte.

Ansonsten kreiste ich mich diesen Monat um folgende Fragen: Wie würde sich Kunst als Konsumware im Sozialismus/ Kommunismus verhalten? Und was rechtfertigt Kunst überhaupt eine markttaugliche Ware zu handeln? Infolgedessen kam ich auf den Zahn der Gesellschaftskritiker der Frankfurter Schule, hatte mehrere Aha-Erlebnisse (welche natürlich nichts mit meinen Ausgangsfragen zu tun hatten) und die Fragen sind wieder vergessen worden. Lag allerdings auch an der Abfolge von: Geburtstag des Lieblingsmenschen feiern und dann sich eine fette Erkältung einfangen. Eine Woche vor Uniferien und ich lag erst einmal krank im Bett. Supi, so hatte ich mir die letzte Woche nicht vorgestellt.

Ansonsten wurde das Monatsende mal wieder von Existenzkrisen und Sinnfragen begleitet, aber vielleicht ist dem bald Abhilfe geschaffen. Sobald ich es geschafft habe diverse Anträge auszufüllen sowie Gänge zum Bezirksamt hinter mich gebracht zu haben. Des Weiteren wurden die Winterferien mit einigen Serien eingeläutet, die ich noch lange nicht durch habe aber zumindest angefangen oder vielmehr wieder aufgenommen habe. Nein, the Dragon Prince Staffel 3 ist leider immer noch nicht dabei.

Steven’s Universe:

Kann ich jedem nur empfehlen. Könnte Seiten darüber schreiben wie gut diese Serie ist. Starke Frauencharaktere, exzellentes Passing und vor allem konsequentes und stringentes Worlbuilding. Auf einer Stufe mit Avatar- The Last Airbender. Volle Punktzahl.

Hunter x Hunter:

Meine Serie für gute Laune momentan leider soll sie ungenügend aufgelöst werden. So etwas finde ich ja immer ätzend. Da werden Probleme aufgemacht, nie beantworten und Plotholes einfach so stehen gelassen. Dabei wird es der Serie einfach nicht gerecht, denn sie hat nach wie vor unfassbar viel Potenzial.

Noragami:

Ich mochte bereits die erste Staffel und die Prämisse der Serie und die zweite Staffel macht vielversprechend weiter. Ich bin tatsächlich ganz froh, dass der anfängliche Konflikt sich aufgelöst hat, der Plot ein wenig komplexer wird, die Problemstellung sich verlagert und manche Charaktere sogar eine Entwicklung durchmachen. Bei Animes doch recht selten…

The Witcher:

Ich persönlich bin tatsächlich recht überrascht von der Serie, wenn auch immer noch sehr vorsichtig. Es gibt vernünftige Rüstungen für Frauen, starke Frauenfiguren, einen recht diversen Cast und einen sehr coolen Soundtrack. Sicher, sie hätten vermutlich noch mehr an der Diversität arbeiten können, aber dafür wie Reddit teilweise die Entscheidungen kritisiert hat und da jede Menge weiße, alte Männer lauerten ist das Endergebnis gar nicht so schlecht geworden. Ob und inwiefern Geralt nun ein gutgeschriebener Held ist fraglich, aber mich stört es jetzt nicht unbedingt. Was mich dagegen stört, ist der permanente Game of Thrones Vergleich. Als erstes, The Witcher ist zwar ebenso eine Literaturverfilmung aber das erste Buch der Geralt-Saga ist 1992 erschienen, der erste Roman der Westeros-Serie 1996…. Zweitens finde ich es ein wenig ätzend, dass sowohl visuell als auch inszenatorisch in dieselbe stilistische Kerbe geschlagen wird wie Game of Thrones. Ich hätte mir gerne die ganzen Debatten rund um die historische Authentizität gespart. Ja, frontale Aufmärsche sind absolut nicht sinnvoll, ebenso wenig wie der dort gezeigte Einsatz der Kavallerie und Schlachten mit 3000 gefallenen Rittern schlichtweg utopisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass Writer einer Serie jemals Historiker_innen zur Beratung befragen werden ist gering, zumal die Epik dann erheblich darunter leiden würde.

Bevor ich es ganz vergesse diverse winterliche Festivitäten waren ja auch noch. In unserem Falle wurde es ein sehr entspanntes Weihnachten mit leckerem Essen und guten Filmen. Dieses mal in voller Absicht lediglich Schmonzetten und Feel-Good Filme, denn nach einem halben Semester voll von koreanischen oder russischen Propagandafilmen, Anti-Kriegsfilmen oder Melodramen brauchte ich dringend mal wieder etwas zum Lachen. Podcast hören half da nur bedingt, aber besser als gar nichts. Zumal Weihnachten auch noch vor der Tür stand, leider war nur irgendwie dieses Jahr die Luft raus. Was ich bis jetzt sehr schade finde, denn Weihnachten war immer toll und eigentlich liebe ich Weihnachten. Der Duft nach Anis, Nelken und Mandarinen, die Weihnachtsbeleuchtung, das Wichteln, die Vorfreude, die netten Gespräche…. Aber je älter ich werde, desto mehr geht der Zauber verloren. Wobei ich nicht weiß, ob es lediglich der Nostalgie liegt oder vielmehr an der Gewissheit, dass eine heile Welt sowieso nie passieren wird und selbst der Gedanke an Besinnlichkeit auch nur für gefühlt 1% der Menschheit überhaupt möglich ist.

Ein Hoch auf ein stressfreies Weihnachten, was ich fast verschlafen hätte (so schlimm wars dann doch nicht). Lecker Essen, lecker Kuchen, einen wundervollen Weihnachtsbaum (wie jedes Jahr, aber jedes Jahr ist er anders wundervoll) und jede Menge Schoki. Lecker Schoki. Die ultimative Weihnachtsplaylist bestehend aus 92 Titeln, hat übrigens genau einmal fürs Kochen und Backen gereicht. Danach war jeder Titel einmal durchgespielt und wir konnten essen. Perfektes Timing. Die nächsten Tage folgten Couch auf Couch und Film (schaut euch unbedingt Klaus den Film an, er ist wundervoll!) auf Serie. Dazwischen Uni Pflichtlektüre für das Referatsthema. 55 Seiten Notizen, that escalted quickly. Was soll ich denn machen wenn das Thema tatsächlich interessant ist? Zu einem gewissen Grad weiß ich nun auch wie aztekische Namen ausgesprochen werden beispielsweise: Tlahuizcalpantecuhtli oder Huitzilopochtli. Wer braucht schon isländische Vulkane wenn der Götternamen haben kann.

Zwischen den Jahren wurde auch noch im Planetarium verbracht (natürlich mit dem Lieblingsmenschen) und es hat uns beiden gefallen. Zumal ich vorher erst einmal dort gewesen war und eigentlich viel öfters dort hingehen müsste. Planetarien sind wirklich genial, ganz zu schweigen von unserem Weltraum und der Astrophysik. Ich glaube auch, dass letzteres ein ganz gutes Fazit ist für den letzten Monat des Jahres. Deshalb Frohes Neues! und genießt noch euren restlichen Urlaub oder zumindest den Feiertag morgen.

 

Ich wusste nicht, dass wir mittlerweile in einer Monarchie leben. Die Parallelen sind jedoch verblüffend…

Die Feste, mit denen die Häuser daraufhin die Austreibung der Habenichtse feierten, gefielen dem König so gut, dass er einen Entschluss traf: In Zukunft würde die Stadt jedes Jahr im Winter von Vagabunden gesäubert werden.

S. 23- Die Rebellin. Die Gilde der Schwarzen Magier von Trudi Canavan

 

Selbst eine Romanfigur wünscht sich, nicht erwachsen geworden zu sein:

Doch ganz gleich, wie oft sie den Test wiederholten, die Fragen änderten und alles analysierten: Es blieb dabei. Er (…) galt als mündig.

S. 13- Chrysaor von James A. Sullivan

 

„Sie“ ist übrigens eine Variable für so ziemlich alles und jeden. Jedenfalls in meinem Leben:

Es war nicht höflich, sie zu ignorieren, aber die Alternative wäre schlimmer gewesen.

S. 14- Der Wendekreis der Schlangen. Lady Trents Memoiren von Marie Brennan

 

Ich hätte wirklich nichts gegen inneren oder zumindest gegen Weltfrieden. Lacht ruhig, aber Weltfrieden wäre manchmal wirklich echt nicht schlecht:

Es geht nicht darum, Frieden zu finden. Frieden wird es nie mehr geben.

S. 53- Sadie. Stirbt sie, wird niemand die Wahrheit erfahren von Courtney Summers

 

Was auch immer das Ungeheuer morgen sein mag, ich hoffe mir bekommen zumindest die derzeit wütenden erledigt:

In den Geschichten verlor immer das Ungeheuer. Doch ich wusste besser als alle anderen, dass Geschichten und Wahrheit nicht dasselbe waren.

S. 384- Amani. Heldin des Morgenrots von Alwyn Hamilton

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