Politik

Rezension, »Projekt Epilog« von Peter Georgas Frey

Ich habe schon fast so etwas wie ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht 24 Stunden pro Tag lese, aber auch nur fast ;D Ein wenig Spannung gehört eben zum Leben dazu. Ich kann allerdings verstehen, wenn die Nerven mit einem durchgehen erst recht nach so einem Stress. Denn Peter Georgas Frey hat nun seinen sowohl dritten als auch letzten Band seiner ehemaligen Aurumer-Dilogie veröffentlicht. Ganz ehrlich, meine Erwartungen waren keinesfalls gering. Schließlich wurde man immer mal wieder gerne angeteasert und am Ende gewann dann doch die Neugier auf ein Rezensionsexemplar.

Deshalb Vorhang auf für den neuen Roman „Projekt Epilog“ von Peter Georgas Frey.

Wir erinnern uns (dank des kleinen Vorworts) an die Geschehnisse gen Ende des zweiten Bandes der Trilogie: Menschen sterben, Wesen sterben, Alles geht drunter und drüber und am Ende bleibt eine große, sehr große Leere. Daher ist es glaube ich nicht zu viel verraten, dass dieser dritte und voraussichtlich wirklich letzte Band auch noch die letzten Handlungsstränge ergänzt und jede Frage beantwortet.

Der Plot an sich beginnt zwei Jahre nach den letzten Seiten des zweiten Romans und in dieser Zeit hat sich so einiges verändert. Die Welt liegt wieder friedlich in einer scheinheiligen Homöostase, die allerdings zu kippen droht. An dem Tag, an dem W. Peck mit einem Ultimatum seitens des Präsidenten konfrontiert wird, tut es das auch und wie.

So viel zur Handlung. Kommen wir als erstes zum Äußeren, beispielsweise dem Cover. Ich liebe das Cover, ich liebe allerdings auch warme Farben: rot, gelb und orange sind mein Ding. Die Schrift in der das Buch verfasst worden ist, ist dagegen dieselbe wie schon in Band eins und zwei. Gute Größe, schlichte Buchstaben, wunderbar. Für die Verstreuten unter euch, steht der jeweilige Romantitel nebst Reihenfolge auch noch einmal hinten ganz klein unter dem Klappentext. Sehr zuvorkommend, wobei ich bezweifle, dass ich warm mit kalt verwechsle.

Des Weiteren bedient der Autor bereits altbekannte Elemente. Das Wichtigste wäre wohl der klare sowie leicht verständliche Schreibstil, gebettet innerhalb von prägnanten Sätzen. Das Lesetempo kann aufgrund dessen teilweise erheblich an Fahrt aufnehmen. Mag ich persönlich besonders gerne, da ich es nicht leiden kann beim Lesen da Gefühl zu bekommen auf der Stelle zu stehen.

Was ich ebenso schätze, ist die abermalige Unterteilung der Geschichte in drei große Abschnitte inklusive kurzer Kapitel. Das Gesamtbild wird/wirkt dadurch erheblich strukturierter und ist einfacher zu verfolgen. Gerade für Leser, die ohne Lesezeichen lesen. Ja, ich bin sehr dankbar dafür, wenn ich mir das Heraussuchen von Seiten oder Zeilen ersparen kann.

Zumal ich jemand bin, der gerne ohne Lesezeichen liest und sehr dankbar dafür bin wenn ich während des Beendens und wieder Anfangens eines Buches nicht jedes Mal ewig nach den Seiten oder Zeilen suchen will.

Ohne allzu viel zu vorwegzunehmen, sage ich nur so viel: Die Handlung des neuen Romans ist ähnlich spannend wie die der vorherigen. Das Gefühl von dunklen Vorahnungen ist von Anfang an da, ähnlich wie die Vermutung, dass alles nur noch schlimmer wird. Ein zukunftsorientiertes Game of Thrones mit vielleicht nicht ganz so vielen Ebenen. Mitschuldig daran sind die recht häufig vorkommenden Plottwists oder Planstörungen der Helden aufgrund anderer Parteien. Eins kann man sich merken: Egal wie sicher sich die Protagonisten wirken, sie werden alle mehr oder weniger ihr Fett wegbekommen. Immer. So oft es nur geht.

Ebenfalls beibehalten wurden die Ortsangaben, bewährt und beliebt würde ich sagen. Wenigstens bei mir, ich spiele ja immer gerne Vögelchen. Ich maße mir hier einfach mal an zu behaupten ich könne Dinge auf Herz und Nieren prüfen. Normalerweise wäre ich übrigens für eine Karte im Anhang, allerdings weiß ich auch, dass eine vollständige Weltkarte auf DINA4-Format definitiv zu klein und viel zu ungenau wäre. Die lieben Suchmaschinen waren mir auch so behilflich.

Die altbekannten Charaktere wieder zu treffen, war ein bisschen wie nach Hause kommen.

Alle Figuren fühlen sich irgendwie bekannt an, aber auch irgendwie nicht. Schließlich sind zwei Jahre vergangen und der Abgang im vorherigen Band war von vielen recht traumataverdächtig. Ich habe mich während des Lesens übrigens allen ernstes gefragt wie so manch einer das bereits Erlebte verarbeitet hat. Vermutlich leiden deshalb ein zwei Charaktere unter Momenten der geistigen Umnachtung. Ich verstehe, dass Menschen nicht immer rational handeln und schon gar nicht erst logisch denken, aber es knirschte trotzdem gewaltig. Die Gedanken und die Intention des Autors dahinter kann ich noch irgendwo verstehen aber irgendwo auch wieder nicht. Nur weil einem plötzlich bewusst wird, dass alles und jeder vergänglich ist gleich solche Pheromone zu bilden. Halleluja.

Dagegen gefallen mir immer noch die kleinen Anspielungen, durch die leichte Veränderung der Originalbezeichnungen/ Originalnamen. Vermutlich ist es dem Lektorat durch die Lappen gegangen, aber an manchen Stellen müsste da noch ein bisschen nachgebessert werden. Denn es gäbe dort einen Whistleblower, der unter dem selben Namen läuft wie sein reales Pendant ebenso wie zwei Fastfoodketten sowie diverse ominöse Nachrichtendienste.

Wenn ich gerade schon einmal dabei bin… Ich weiß mit der Sprache und dem Reisen ist das in Büchern so eine Sache, aber mir ist trotzdem etwas aufgefallen. Im Roman gibt es eine Szene, in der sitzen zwei höchstwahrscheinlich deutschsprachige Charaktere zusammen und neben ihnen ein Amerikaner (bis jetzt dachte ich zumindest, dass er Amerikaner sei) und einer der Deutschen fragt den anderen, ob er ihn nichts duzen könne. Auch wenn die Erzählung in unserer Realität auf deutsch verfasst worden ist, wäre es irgendwie nicht sinnvoller den Satz umzuformulieren oder zu ersetzen, weil die Charaktere doch eigentlich (innerhalb der Handlung) Englisch reden würden? Schließlich gibt es dort kein „Sie“ als Anredepronomen. Falls ich da was missverstanden haben sollte, großes Sorry ich bin da wohl ein wenig Känguru geschädigt.

Mal von fünf kleinen Grammatikpatzern abgesehen, (ist vermutlich beim Kürzen oder Umschreiben von Sätzen passiert) wäre mein Gemecker damit auch beendet. Ich hätte zwar gerne noch ein bisschen mehr von den Aurumern gelesen, kann allerdings verstehen, dass der Roman „Projekt Epilog“ nur die Erde behandeln soll.

Deshalb hier mein Fazit: Dieser dritte Band steht den beiden vorherigen in nichts nach. Die Handlung ist genauso spannend wie in Band eins, die Charaktere sind sich größtenteils treu geblieben und wer einen gelungenen Abschluss des Abenteuers lesen will, der sollte sich unbedingt überlegen dieses Buch zu kaufen. Vielleicht aber erst, wenn die kleinen Schönheitsfehler behoben worden sind.

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Rezension, „die Heimkehr“ von Peter Georgas Frey

Was lange währt, wird endlich gut und deshalb präsentiere ich nun die lang versprochene Rezension zum ersten Teil der geplanten Aurumer-Trilogie von Peter Georgas Frey. Wer zur Rezension des zweiten Teils möchte, der darf gerne hier klicken. An dieser Stelle übrigens noch einmal ganz lieben Dank an den Herren Autor, der mich mit dem Bücherpaket ein klein wenig gerettet hat ansonsten wäre Irland vermutlich nur halb so spannend geworden.

Die grobe Handlung habe ich bereits im Rahmen des Prologs des zweiten Bandes grob wiedergegeben, jedoch wäre eine Rezension ohne Handlungsbesprechung keine Rezension.

Vor gut 100.000 Jahren stürzte ein Raumschiff einer extraterrestrischen Rasse auf die Erde herab.

Das Schiff war hinüber. Reparieren war mit den ihnen zugänglichen Mitteln unmöglich, denn das Einzige was die Aurumer auf der Erde vorfanden, waren Neandertaler und andere Homospezies.  Von dort an planten die Gestrandeten den Bewohnern der Erde technisch ein wenig auf die Sprünge zu helfen und so nahm die Neolithische Revolution ihren lauf.

Je länger das kleine Grüppchen jedoch auf der Erde verweilte, desto ungeduldiger wurden es. Die Folgen sind verheerend, der menschliche Geist zu langsam um den Fortschritt angemessen zu verarbeiten und so kommt es über Jahrhunderte hinweg zu Aufständen, Weltkriegen und dem heutigen politisch- ökonomischen Machtgefüge wie wir es heute kennen. Letztendlich beginnen auch noch ihre menschlichen Identitäten zu bröckeln, ebenso verändert sich das Selbstverständnis einiger Alienzugehöriger drastisch und damit die gesamte Gruppendynamik. Plötzlich sehen sich die Aurumer ganz anderen Problemen gegenübergestellt als nur nach Hause zu kommen…

Ich weiß dieser Punkt dürfte nur für mich gelten, dennoch möchte ich hervorheben das die Einleitung diesbezüglich des Plots und der einzelnen Charaktere einen wesentlich größeren Teil einnimmt als im Folgeband. Absolut logisch und verständlich, was mir ermöglichte die geschlossene Gesellschaft der Besucher auf Erden noch einmal genauer kennen zu lernen.

Was mir dagegen sehr wohl bekannt war, war das Setting der Geschichte. Zu dem lässt sich allerdings nicht sonderlich viel sagen, da die Handlung in einer Welt spielt, die unsere zu 99,9% gleicht. Nur zwei Umstände unterscheiden die Umwelt des Romans von unserer Welt. Erstens gewisse Personen wurden per Annagramme anonymisiert oder umbenannt und zweitens die Menschheit wurde von Alien infiltriert. Was mich ebenso erfreut hat ist, dass der erste Band noch mehr Science-Fiktion als der zweite Band beinhaltet. Nicht selten werden extraterrestrische Besucher instruiert ohne näheren Hintergrund und der Leser muss den Fakt dass eine funktionierende außerirdische Rasse die Erde beherrscht schlichtweg hinnehmen. Hier ist es nicht so, es werden einzelne Aspekte des Aurumerlebens auf der Erde beleuchtet sowie der Vorgang mit dem sich die Aurumer am Leben erhalten ohne zu sterben. Denn keine menschliche Hülle hält 100.000 Jahre. Aber nicht nur Technik wird beschreiben, nein auch die näheren Schauplätze insbesondere das CERN liegt im Augenmerk des Autors. Zwar waren diese manchmal dann doch etwas zu lange, aber darauf gehe ich später noch einmal tiefer ein.

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Rezension, „Die Rückkehr“ von Peter Georgas Frey

Nachdem ich Sontland beendet und zugegebenermaßen Blut geleckt hatte, bat oder vielmehr fragte ich nach meinem Abschlussstress PGeofrey mir doch zumindest den ersten Band seiner Sci-Fi- Reihe zu schicken. Das Paket kam und zwar obwohl ich bereits ins Irland war und an dieser Stelle noch mal vielen dank, denn der zweite Band wurde gleich mitgeliefert. Gewissermaßen war das auch mein Verhängnis, denn statt den ersten Band zu lesen griff ich weshalb auch immer gleich zum zweiten Band. Mit Klappentexten nehme ich es wohl nicht so genau… Oder ich bevorzuge die Farbe grün gegenüber blau. Letztendlich ist es denke ich nicht so wichtig, denn es wird hoffentlich noch einige andere Testleser geben und diese lesen vermutlich erst den ersten Teil und dann den zweiten. So bin ich wohl die erste Rezensentin, die das ganze Feld von hinten aufrollt. Demnach habe ich versucht etwaige Spoiler komplett zu vermeiden. Nun zum eigentlichen Inhalt, dieses Beitrags.

Die Rückkehr ist der zweite Band der politischen Sci-Fi- Reihe des Autoren Peter Georgas Frey.

Sowohl der erste als auch der zweite Band beschäftigen sich mit extraterrestrischen Wesen, namens Aurumer, welche vor Jahrtausenden aufgrund eines Fehlers in ihrem Raumschiff auf der Erde strandeten. Als ob auf einem fremden Planeten zu stranden nicht schon genug Probleme bürgen würde, ist der Organismus der Aurumer nicht sonderlich gut an den der Erde angepasst. Das klare Ziel, so schnell wie möglich den Rückflug nach Hause antreten. So beginnen die Wesen, die Homo sapiens sapiens mit ihrem wahnwitzigen Wissen zu füttern, so dass innerhalb von 10.000 Jahren die Evolution statt findet wie wir sie heute im Geschichtsunterricht lernen.

Dummerweise wird die Existenz der Aurumer vorzeitig aufgedeckt und von dem Moment an treten die unterschiedliche Wert, Moralvorstellungen und vor allem die Gier nach Macht zu tage. Mit dieser ganzen Thematik beschäftigt sich der erste Band.

Die Handlung von die Rückkehr setzt logischerweise ein wenig später nach dem Ende des ersten Teils ein und ich kann euch sagen seit dem ist recht viel passiert. Nicht nur auf Alienseite.

In Anbetracht dessen, dass meine Unaufmerksamkeit zum entstandenem Problem führte, war ich außer ordentlich froh über den Prolog. Wer mich und mein Leseverhalten schon länger kennt, der weiß wie sehr ich dieses Stilmittel liebe… Hier passt es sogar, denn im Kurzen wird die eigentliche Handlung des ersten Bandes geschildert. Allerdings muss ich erwähnen, dass der Plot des zweiten Bandes auch ohne Einleitung Sinn ergäben hätte. Abgesehen von der abgefahrenen Idee eine Alienrasse für unseren Fortschritt verantwortlich zu machen.

Jedoch bietet diese Thematik ein hervorragendes Konfliktpotenzial, gerade dann wenn die Aliens nicht mehr allein in dem großen Mächtespiel sind. Mit all den vorkommenden Parteien, Charakteren sowie Motiven ergibt sich eine herrliche Erzähldynamik. Die Kunst dabei, sie hält fast über das gesamte Buch an. Gut, die ein oder andere Senkung des Spannungsbogens existiert aber was wäre ein Berg ohne Tal? Richtig kein Berg, zumal ich die Spannungstäler nicht wirklich als Täler empfunden habe. Vermutlich lag es an den verschiedenen Perspektiven aus denen die eigentliche Handlung erzählt wurde. Jede Fraktion in diesem Spiel um Macht, Ethik und Zeit wird mindestens von einer Person vertreten und gerade dann wenn es wirklich spannend wird, blättert man eine Seite um und findet sich in einer völlig anderen Situation wieder. Diese ist meist nicht weniger spannend. Dennoch werden die Hauptpersonen nicht außer Acht gelassen, weshalb ich als Leser der Geschichte trotz recht vieler Nebenfiguren problemlos folgen konnte. Ein weiter positiver Punkt muss ich übrigens anmerken, Nebenfiguren lassen eine Geschichte immer lebendiger werden gerade wenn die Geschichte globale Umfänge annimmt. Wer dennoch hin und wieder Probleme haben sollte die Charaktere auseinander zu halten, kann hinten im dafür zuständigen Glossar nachlesen. Alphabetisch sortiert steht dort jeder relevante Charakter mit entsprechender Kurzbeschreibung.

Kommen wir zum eigentlich wichtigsten Aspekts einer Rezension. Die Beurteilung des Schreibstils: wie auch schon Sontland ist das Buch in einer sehr klaren Sprache verfasst. Gerade in den spannenden Phasen des Buches war ich darüber sehr dankbar. Nichts ist schlimmer als die Beschreibung einer Pfütze während die Welt in „Flammen“ aufgeht.

Zwei kleine Mankos gibt es dennoch. Das erste, was ich wohl nach dem Lesen des ersten Bandes revidieren werde) ist, dass das moralische Konfliktpotenzial insbesondere zwischen Aurumer sowie ihren Gegenspielern nicht wirklich ausgespielt wurde. Die Besucher wussten davon, der Autor beschrieb und nichts passierte zumindest nicht so wie erhofft. Ich hatte das Gefühl, dass alle Ereignisse und angedeuteten Diskussionen im ersten Band somit für die Katz waren. Jedoch wissen tue ich es ja nicht.

Das zweite, gemeinsames Ziel hin oder her aber ich hätte ich mich nie so leicht überzeugen lassen. Zwischen zwei Parteien entsteht ein Konflikt, es wird fünf Sätze lang diskutiert und dann findet sich eine Lösung. Ich kann verstehen, dass man das Buch nicht unbedingt strecken muss aber den einen oder anderen Schlagabtausch im Nachhinein muss es doch wohl geben.

Alles in allem kann ich diese Schnitzer wegatmen, finde ich die Story sowie die Charaktere einfach großartig. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man die Spannung geradezu weglesen kann. Also lasst euch gesagt sein, kauft dieses Buch!

PS: Zu den Charakteren sage ich hier absichtlich nichts, um euch nicht all zu viel vom ersten Band weg zu nehmen. Die Rezension zum ersten Band wird wesentlich ausführlicher.

Starke Frauen in Serien

Ich hatte ja  bereits angekündigt, diese Serie jetzt weiter zu führen. Zuvor gab es die stärksten beziehungsweise realistischsten Charaktere in der Literatur und nun geht es mit den Serien weiter. Ich hoffe natürlich, dass ich Rollen ausgewählt habe, die euch nicht allzu bekannt sein dürften hoffentlich. Ergo keine Claire Underwood, keine Jessica Jones, weder eine Annalise Keating oder gar Carol Peletier. Dafür jede Menge andere Spoilerwarnungen… Ich bin eben schlecht im Umschreiben und wenn es um die Genialität von Charakteren geht, muss man eben Dinge auf den Punkt bringen Gott verdammt nochmal!  Jetzt gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, außer habt Spaß und erfreut euch an der Diversität der Menschheit und TV- Branche.

 

Rita (Rita)

Jedes Mal wenn ich gewisse Top Ten der unterbewertetsten Serien auf Netflix Beiträge einsehe, werde ich jedes aufs neue enttäuscht. Noch nie war Rita dabei. Wer kennt diese Serieeigentlich noch außer mir und zwei Personen aus meinem weiteren Umfeld. Mit der einen habe sich diese Serie fast am Stück durchgeschaut von der anderen habe ich es empfohlen bekommen. Warum kennt sie niemand. Sie hat so viel Mehrwert, denn gesellschaftlich ist sie nicht ganz uninteressant. Zeigt sie dich das Leben einer dänischen Lehrerin Anfang/ Mitte Vierzig an der Folkeskole. Nicht nur dass, es erwartet den Zuschauer kein Schuldrama im Sinne vom Krankenhausseriendrama sondern ein viel realeres. Schüler sowie Lehrer haben Probleme mit dem Schulsystem, Schüler mobben Lehrer und umgekehrt, ebenso haben Schüler und Lehrer neben der Schule ein eigenes Leben mit ihren eigenen Dramen. So kommt es, dass Rita nicht nur an der vordersten Front für ihre eigene Familie kämpf, sondern ebenso an der Front contra Schulpolitik, Liebeslebens sowie Sozialpolitik. Sie ist alles andere als perfekt und auch ihre Methoden könnten für das Empfinden aller anderen wesentlich bürokratischer und kooperativer sein, dennoch wen sie schätzt dem rettet sie das Leben komme was wolle.

 

 

 

Galina „Red“ Reznikov (Orange is the new Black)

Um ihrer rebellischen Art etwas Luft zu machen arbeitete sie in ihrer Heimat im Schwarzhandel mit. Später erschlich sie sich gemeinsam mit ihrem Freund ein Visa sowie Greencard. Dort angekommen und einigermaßen immigriert führte sie ihre rebellische Art fort und demonstrierte weiter gegen das vorherrschende System. Bis dahin verläuft ihr Leben relativ legal, bis eines Tages sie aus Wut Körperverletzung begeht. Um der Strafe zu entgehen lässt sich das Paar auf Hilfsarbeiten der ansäßigen russischen Mafia ein. Immer tiefer rutschen sie in die Bredouille und ehe sie es sich versehen muss Red in ihrem russischen Feinkostladen fünf Leichen verstecken, in der Tiefkühltruhe. Selbstverständlich werden die vermissten Personen gefunden. Um ihren Geliebten zu schützen, wandert sie statt dessen hinter Gittern und stößt zu den anderen Gefangenen in Litchfield.  Angekommen arbeitet sie sich sehr schnell zur Chefköchin der Gefängnisküche hoch und gewinnt damit schnell an Respekt . Recht und Ordnung sind ihre Prinzipien und die gehören erfüllt. Dank Charisma sowie Intelligenz ist sie das Pendant zu McGonagall: Streng, gerecht, absolut ehrlich und so ziemlich die einzige zuverlässige Person im gesamten Gefängnis. Wenn man ihre mütterliche art für sie gewinnt bleibt man sich gegenseitig treu bis zu Entlassung.

 

 

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Rezension zu »Sontland«

Lang lang ist es her, dass ich ein Rezensionsexemplar des Herren Peter Georgas- Frey angefragt sowie wenig später in einem Briefkasten hatte. Ich gebe zu ich hatte des dementsprechend zügig durch, doch was kam nicht alles dazwischen. Abitur, mündliche Prüfung und diverses Privates… Jetzt aber, jetzt bin ich wach genug mich vernünftig diesem Werke zu widmen.

(Zur Quelle kommt ihr in dem ihr auf das Bild klickt)

Der erste Eindruck gilt dem Cover des Buches, zu sehen ist nicht viel außer ein Denkmal bestehend aus Mutter und Kind, welche zum Gedenken gewisser Kriegsopfer errichtet wurden. Was ich daran hervorheben möchte, ist dass es ein anderes Design als jeder x-beliebige Banhofsbuchhandelthriller einschlägt. Es ziert weder Bilder einer Postapokalyptischen Welt noch teuflische Symbolik noch hat es einen reißerischen Titel, der eher an die Boulevardpresse erinnert.

Ohne zu viel zu verraten stimmt in etwa die Botschaft des Denkmals mit dem Thema des Romans überein, die Statuen dagegen eher weniger. Aber vielleicht ist dies Interpretationssache.

Die Handlung des Buches spielt in Sontland einem kommunistisch, diktatorisch geprägtem Land welches sich jedoch im Wandel befinden. Sowohl Ost als auch West rütteln ganz gehörig an den Werten, kulturellen Fixpunkten und die Jugend spaltet sich zusehends von ihren älteren Vorgesetzten ab. Die Menschen sind arm, suchen nach Freiheit und Veränderung sind aber zu unwissend um zu begreifen wo man denn nun genau in diesem komplexen Staatssystem anpacken muss, damit sich zumindest eine Forderung erfüllt.

Hier greift der Autor die Handlung auf und lässt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte erzählen. Mal aus der Sicht des diktatorischen Präsidenten mal aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln der einzelnen Oppositionsanhänger. Vielschichtigkeit ist hier die Devise und wird unglaublich gut erfüllt. Aufgrund der großen Diversität der Charaktere bekommt der Leser einen umfassenden Einblick in einen solch komplizierten politischen Prozess. Das Staatsoberhaupt ist nicht per se böse nur weil er augenscheinlich das alles beherrschende Staatsoberhaupt ist. Weshalb er so regiert wie er regiert, hat durchaus seine berechtigten Gründe. Denn es wäre ein leichtes zu sagen, er wäre der Alleinherrscher des Landes schlecht hin.

Auch sieht es ähnlich bei der oppositionellen Formation aus, jede erdenkliche Gesellschaftsschicht wurde vertreten: jung, alt, revolutionär, sicherheitsliebend, fremd, Akademiker oder Handwerker. Das Ganze bildet eine komplexe Plausibilität von Dingen die Funktionieren oder genau deshalb nicht, da Menschen oft zu unterschiedlich sind, als dass sie an einem Strang ziehen können. Zwar haben alle ein ungefähr übereinstimmendes Ziel die demokratische Revolution doch der Weg dorthin, was danach kommt und das Verständnis von Demokratie sind von Grund auf verschiedene. So verschwimmt Gut und Böse ein einem vermeintlich grauen Einheitsbrei und der Leser wird arg auf die moralische Probe gestellt mit wem er nun mitfiebert.

Darüber hinaus ist der Schreibstil dem Setting hervorragend angepasst worden pragmatisch, schnörkellos und präzise damit werden die sowohl politischen als auch gesellschaftlichen Denkanstöße und Philosophien verständlich auf den Punkt gebracht.

Was ich anmerken muss, dass es sich trotz pragmatischem Schreibstil anfangs etwas zieht. Die Geschichte will nicht recht voran kommen. Man ahnt worauf es hinaus laufen wird, man will dass die Revolution endlich seinen Anfang nimmt und doch brauchen die Charaktere Zeit sich zu entfalten. Was keineswegs schlecht ist, denn wie oben schon beschrieben werden die einzelnen Figuren Träger verschiedener Perspektiven. Auch wenn es mir schwer gefallen ist, das erste Drittel braucht dieses Buch dennoch um schlichtweg authentisch zu bleiben, denn selbst die Französische Revolution entflammte innerhalb einer Nacht.

Ein Spannungsbogen der sich immer mehr aufbaut, immer unheilvoller wird und sich am Ende entlädt und als ob das nicht schon genug wäre bekommt der Leser oder viel mehr alle Charaktere die Folgen zu spüren. Hier wird nichts geschönt, nichts und niemand vergessen ein Schicksal dagegen zumal in dieser Konstellation scheint mir dagegen nicht geschönt doch etwas sehr weit hergeholt. Nicht unwahrscheinlich, jedoch absolut nicht aus dem Kontext und Thema des Buches begründbar.

Ich wäge gerade ab was mir helfen würde das Buch am Anfang besser aufzunehmen. Es genau so zu lassen, da die etablierten Bedingungen erst gezeigt werden müssen, damit die Figuren mehrdimensional werden oder diesen Polit-Thriller tatsächlich mit mehr politischer Kritik füttern um eine Miniaturabhandlung zu schaffen. Potenzial hätte die fiese Geschichte auf jeden Fall dazu! Denn die angesprochenen Themen wie Revolutionsarten, politische Vorstellungen, Veränderungen, Verhaltensweisen im Volk sowie Regierung und vor allem wie die Regierungen funktionieren könnten noch sehr viel mehr vertieft werden.

Trotz allem ein sehr empfehlenswertes Buch und für Menschen, welche weder Geschichte noch Politik studiert haben gerade das Richtige.

Mixtape der absoluten Systemkritik

Dies gilt gerade für so ziemlich jedes System, welches mir bekannt ist. Ganz pauschal, unglaublich undifferenziert und aus reinem Trotz… Ich bin gerade in dezenter Punk- Stimmung als Folge von dem Beginn der mündlichen Prüfungsphase und sich wieder an den Schreibtisch zu setzen ist eine Herausforderung, wobei ich nicht meckern darf… Ich liege gut in der Zeit und habe ein cooles Thema. Trotzdem darf ich meinen Unmut über das mich immer noch nervende Bildungssystem kundtun.

Deshalb… Lasst uns doch alle gemeinsam sämtliche Lobbyisten, Volksverhetzer, Diktatoren oder im allgemeinen Menschen mit bösen Absichten auf die Venus schießen und das Leben genießen.

Ach ja, und da bemüht man sich mal sich in Sachen Musikvideoplattformen weiter zu bilden und dann unterstützt das mal wieder keiner… Folgt einfach dem aufploppenden Link….

 

Hast du dagegen etwas einzuwenden, hm?

 

Warum nicht? 

 

Wie war das noch mal mit dem unendlichen Wachstum auf einem endlichen Planeten?

 

Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit…?

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Ich, als was-auch-immer

Soso… meine liebe Franzi hat mich mal wieder im Nacken gepackt und jetzt hast den Salat bzw. den Liebsten Award ;) Ich habe mich tierisch gefreut! (Wir erinnern uns, ich liebe Fragebögen, danke dafür…) Manche Fragen haben mich sogar richtig ins Schwitzen gebracht, so hoffe ich einfachmal dass du dich mit meinen Antworten zufrieden gibst und auf so manche erlesene Kreativität verzichten kannst. Die liegt im Moment wieder bei Zeichnen und beim Lesen… Kollidiert gerade mit der Klausurenphase ganz schlechte Kombi. Wie auch immer, allzeit Vorhang auf und los geht’s….

In welcher Situation hast du dich das letzte Mal so richtig typisch deutsch gefühlt?

Um ehrlich zu sein, sobald ich aus der Tür trete und feststelle das der Bus mal wieder eine Minute zu spät ist oder das sämtliche Menschen wohl zu undiszipliniert sind um ihre Jobs richtig ausführen zu können. Insbesondere Menschen und E-Mailverkehr bzw. Beratungsgespräche sind mir inzwischen ein Graus. Da bereitet man sich extra vor, geht alle Unterlagen noch einmal durch, überfliegt die Notizen und der Gesprächspartner am anderen Ende hat eine Ahnung von? Richtig: Nichts. Man darf ihm alles noch einmal doppelt und dreifach vorkauen, weil der oder diejenige es nicht gebacken bekommt mit zuschreiben.

Warum zur Hölle können nicht alle Menschen den Calvinismus gefressen haben? Ich meine von der angeblichen Leistungsgesellschaft bekomme ich jedenfalls nichts mit. Sorry… Ihr seht… Ich bin so Erz- Deutsch, dass es fast schon wieder undeutsch ist…

Meine liebe zu Kartoffeln zählt übrigens nicht, denn diese stammen nämlich aus Südamerika.

Hattest du eine Eigenart als Kind, die dir jetzt im Nachhinein doch recht exzentrisch vorkommt?

Eine? Ähm… Ich glaube ich war als Kind etwas mehr als exzentrisch… Siehe die Weigerung weder Kleid noch Rock anzuziehen, selbst für Strumpfhosen war eine große Überredungskunst nötig, die auch genau drei mal erfolgreich gewirkt hat. Ansonsten konnte ich eben nur schlafen wenn ich schaukelnd herumgetragen zu werden. Eine Schunkelwiege war ebenso wenig ein Ersatz, es musste schon schön menschenwarm sein.

Das Beste war allerdings meine einzigartige Neinphase. Alles war ein Nein ohne wenn und aber… Der Gipfel des Ganzen war, dass ich meine Mitbewohnerin dazu bewegte mir ein riesen Schild zu basteln auf dem Nein geschrieben stand und dies wurde auch überall mit hin genommen. Befestigt an einer Schnur wurde es quasi mein neues Accessoire und dazu auf längere Zeit.

Tja andere kaufen sich Handtaschen, mir wird ein großes NEIN gebastelt.

In welchen Filmwelten/Serienwelten fühltest du dich als Kind zuhause? Was hast du mit Freunden oder auf dem Schulhof nachgespielt?

Am Anfang war es Petzi, und Petzi war fantastisch und abenteuerlich, aber irgendwann war Petzi nicht mehr genug und ich schwebte hinüber zu Muriel. Und ich sprach: Ich will eine größere Familie! Und Anton und Franz nahmen mich in ihren Reigen auf. Und Ich sah, daß Weihnachten sowie Fehler machen an einem Tag gut war. Da schied ich mich von der Familie Tümpel hinüber dem Bär im blauen Haus. Ich nannte Luna meine Tante und Shadow meine Schwester. Da ward aus Neugier, Wissbegier geworden und Morgen sollte die erste Unterhaltung mit einem Schatten statt finden…. Und nach der Entäuschung,dass mein Schatten nicht antowrtete sprach ich: Es werde ein Held geboren zwischen Grünland und Arktos’s Eispalast und so schied ich gemeinsam mit dem grünen Drachen in Gedanken Grünland von der Eisdecke.

Und dann nannte ich das nun freundliche Eisland Altenberg, da ward aus Fantasie Realität geworden und wir begeben uns in die mehr menschlichere Welt.  Und ich sprach: Es sammle sich das Magische unter dem Himmel an besonderem Orte, daß man gegen Mulgarath kämpfen könne. Und es geschah so. Und ich sprach mit dem Phooka, und verhandelte mit den Elfen. Und ich merkte, daß es gut war.

Und ich sprach: Lauf wie der Fluss, Ripred und die Ratte lief. Lasse die Pest untergehen, die Gesundheit bringen und die Menschen genesen, die im Kampf gegen die grausamen Ratten bestanden haben. Und es geschah so. Und ich sah, daß es gut war. Da ward aus Unterland und New York City die Welt der vier Nationen geworden.

Und ich sprach: Es werden Feuerbändiger an der Feste des Felsens, Erfolg verzeichnen, Zeiten, Tage und Jahre werden vergehen und ein größenwahnsinniger Satan wird erscheinen um Diskriminierung, Zwietracht und Ungerechtigkeit zu sähen. Und es geschah so. Und ich befreite zwei große Lichter: ein großes Licht, das mit über und über mit Fell bedeckt war und ein kleines Licht, das über die vier Elemente herrschen sollte, dazu auch über die Energie. Und das kleine Licht hütete nun das friedliche Reich mit seinen Freunden bis ans Ende seiner Tage.

So wurden vollendet meine kindliche Entwicklung und die heutige begann mit ihrem ganzen Heer an Erinnerungen. Und so vollendete ich meine Reise, die ich unternahm und freue mich noch heute was ich so alles erlebt und mitbewirkt habe.

Welche Legende werden wir in 20, 30 Jahren betrauern? Oder gibt es dann nur noch Youtube- und Realtity-TV-Stars und musikalische Eintagsfliegen?

Um ehrlich zu sein finde ich ziehmt sich die Frage nicht so richtig, ich finde sie impliziert indirekt dass ich nun dazu genötigt werde niederzuschreiben welche genialen Genies die 120 nicht erreichten werden… Deshalb: Für mich werden gewisse Menschen (auch wenn sie mir persönlich gänzlich unbekannt sind) stets weiter leben.

Klischeehafterweise eben in meinem schwarzen Herzen und auf gigantischen Postern. Ich hoffe ganz stark, dass YouTube sowie Reality TV-Stars ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwinden… Denn, dass diese Eintagsfliegen überdauern welche sich wirklich für alles kaufen lassen brauche ich in meinen Erinnerungen und Heldenepen für die Nachwelt nicht. Höchstens als Kanonenfutter.

Was ist dein Lieblingsgericht? Und warum?

Ich muss mich für eins Entscheiden?! Bist du irre? Was sind deine Lieblingsgericht? Und warum? Klingt doch gleich viel besser… Hier nun eine chronologische Reinfolge.

PuddingOats 

Haferbrei mit Pudding, kaltgestellt. Eine genauere Erklärung dieser genialen Schöpfung wird es nächste Woche geben. So lange müsst ihr euch also noch gedulden. Ich sage euch gleich googeln hilft nichts, denn es gibt mehrere Fassungen und nur die eine ist so genial wie schmackhaft.

Haferschleim mit Jogurt

Eigentlich kann man als den besten Jogurt nur dieses eine isländische Milchprodukt anprangern, aber Sojajogurth hat ebenfalls seine Vorteile. Dafür lässt man es dann länger einkochen, ansonsten wird es eher weniger cremig sondern eben nur matschig. Ein sehr leckerer Matsch der getoppt mit Früchten und Nüssen auch noch mal ohnehin schmackhafter wird.

Bananeneis 

Die ganzen hipster Instagrambezechnungen lasse ich hier bewusst außen vor, denn mir geht es eher um den einfachen wie geialen Aspekt einfach Obst in die Tiefkhltruhe zu hauen. Über nacht dort liegen zu lassen um die am nächsten Morgen mit dem Pürierstab/ Mixer zu zerrkleinern und so ein sauleckeres Eis herauszu bekommen. Je nach geschmack dann dort ebenfalls wieder alles mögliche ergänzt werden. Kurkuma, Kakao, Puddingpulver etc. Ein kalter Gaumenschmaus, der mit Erdnüssen einfach der Oberkiller ist.

Sommerollen

Nicht frittierte Frühlingsrollen, die man mit allem füllen kann was der Herr/ die Frau gerade braucht. Süß oder herzhaft beides ist möglich. Herrlich vielseitig, und igiotensicher. Genau das richtige für einen Snack oder leichtes Abendessen. Wer sich nun fragt, was dies für allseits köstliche Kreationen sind der muss sich entweder auf nächste Woche gedulden oder fragt mal eben ganz schnell den allwissenden Gott Google.

Sushi

Gehört mittlerweilezum Mainstreamsortiment eines jeden Foodie, doch ich bin damit quasigroß geworden. Wenn es nicht so kompliziert zu machen wäre… Wobei kompliziert realtiv gesehen werden muss. Eigentlich dauert es nur lange, besonders das Aufräumen hinterher… Die bereits zubereiteten Häppchen sind allerdings zu teuer, als dass man sie jeden Tag schnabulieren könnte.

Hältst du dich für einen intelligenten Menschen? Warum?

Es gibt sicherlich intelligentere Menschen als mich, aber auch weniger intelligentere. Außerdem muss man differenzieren zwischen schlau, intelligent, klug… Man könnte auch noch weise dazu zählen doch das bin ich definitiv nicht (höchstens altklug) somit können wir diesen Charakterzug gleich abhacken. Was bleibt also übrig… Früher inhalierte ich gerade zu jedes Buch, es ist zwar nich alles hängen geblieben aber doch recht viel sodass ich mich durchaus als klug bezeichnen würde. Oberes Mittelmaß, vor jeder Klassenarbeit rette ich jedem dem Arsch bin aber noch menschlich genug um nicht als Stufenstreber abgestempelt zu werden.

Ich besitze zwar ein überdurchschnittlich hohes logisches Denkvermögen, allerdings zweifle ich daran mittlerweile denn so manche Logikrätsel verstehe ich selbst mit Musterlösung nicht, da sie stets unlogisch sind. An Transferaufgaben scheitere ich zudem genauso weshalb ich manchmal an meiner Intelligenz zweifle. Ich denke, dass ist menschlich. Hochbegabt bin ich (zum Glück/leider?) nicht.

Und klug…? Laut Pottermore habe ich einen gehörigen Slytherin mir und solange ich gewisse Menschen nicht mag habe ich kein Problem die mal zur Rate zu ziehen. Mathe bringt sich nicht von alleine bei…

Was mir am meisten zu schaffen macht ist die digitale Demenz… Ich habe das Gefühl, dass ich mit Zugang des Internets nicht mehr so viel weiß wie früher. Ich sauge weniger Wissen auf, bzw. brauche dafür wesentlich länger was mich sehr, sehr nervt.

Fazit: Recht schlau, intelligent und klug aber für die Superlative reicht es noch lange nicht ;)

Wann hat dich das letzte Mal ein Mensch durch sein Verhalten etc. überrascht?

Ich gestehe, im Moment überraschen mich so einige Menschen mit ihrem Verhalten und zwar im positiven Sinne, diese sind allerdings nicht in meiner Stufe anzufinden. Es hat den Anschein, dass sich in mein Leben immer mehr sympathische Menschen einfinden. Gruselig…  Weshalb sind Menschen plötzlich so freundlich, eloquent und lustig?! (Ihr seid mitschuldig!) Meine Misanthropie muss ich demnächst womöglich im Schrank einsperren…

Gibt es etwas (ein Gedicht, ein Zitat etc.), was du jederzeit aufsagen kannst?

Ja sogar mehrere… Okay es sind lediglich zwei…  (Den Erlkönig schaffe ich auch noch!)

Ich bleibe jetzt auch nur bei Gedichten, denn meine geistige Zitatesammlung würde hier den Rahmen sprengen…

Das erste Gedicht kenne ich mittlerweile seit gut zehn Jahren. Im zarten Alter von 2920 Tagen (ohne Schaltjahre) bekam ich eine HörprobenCD von meinem Mitbewohner geschenkt, welche anschließend bis zum Umfallen gespielt wurde. Dabei war auch diese eine Rezitation von Paul Maars Meisterwerk aus seinem damaligen brandneuen Gedichtsband. Nach mehrmaligem Vernehmen begann ich die Verse und Strophen aufzusaugen um nach dem gefühlten hundertsten Mal festzustellen, dass sie dort geblieben waren. Bis heute in diesem Moment an dem du mir diese Frage stelltest.

Ich kann dafür allerdings nicht so ganz bestimmen was genau mir an diesem Gedicht so zusagt… Vielleicht finde ich es lustig, vielleicht ist es vielmehr das Spiel zwischen Ja und Nein oder lediglich die Liebe zu einer neologistisch geschaffene Raubkatze.

Jaguar und Neinguar,
die treffen auf ein Schwein.
Das sagt: „Ich lad euch beide
in meine Stallung ein!“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Neinguar bleibt draußen,
der Jaguar geht rein.

Jaguar und Neinguar
besuchen einen Stier.
Der Stier ist hocherfreut und fragt:
„Bleibt ihr heut Abend hier?“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar geht fort,
der Jaguar bleibt da.

Jaguar und Neinguar,
die treffen auf drei Finken.
Die fragen: Wollen wir uns mal
ganz fürchterlich betrinken?“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Neinguar trinkt Himbeersaft,
der Jaguar trinkt Wein.

Jaguar und Neinguar,
die treffen auf ein Huhn.
Das sagt: „Wir sollten alle mehr
für die Gesundheit tun!“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Jaguar lernt schwimmen,
der Neinguar Latein.

Das Gedicht hier, durfte ich vor einigen Wochen im Deutschunterricht präsentieren. Im Rahmen des Thema Lyrik sollte jeder ein Gedicht vorlegen, welches ihm besonders viel bedeutet oder er es einfach mag. Nun schätze ich mehrere Gedichte, die meisten davon sind allerdings ziemlich Gassenhauer wie Paul Celans Todesfuge, Goethes Erlkönig oder News von Barbara Köhler. Also musste etwas Frisches her, etwas was nicht jeder kannte und dazu noch einigermaßen witzig war. Denn tiefsinnig und deprimierend würde die Stunde definitiv werden…

So schmökerte ich mich so durch die lyrischen Archive meiner heimischen sowie der heimischen Bibliothek meiner Mitbewohner. Nur fand ich leider nie wirklich das passende Stück zum Problemanteil, bis mir einfiel dass einer meiner liebsten Sänger ja den einen oder anderen Gedichtband veröffentlich hat… Folgendes Werk ist so ehrlich, klar, einfach wie genial. Kurz, humorvoll und wie gesagt unheimlich ehrlich. Zumal ich das lyrische Ich eins zu eins nachvollziehen kann. Hier ist es:

Fleisch

Ich fand Fleisch im Garten
War doch nur ein Stein
Konnte man nicht essen
Warf Scheibe ein

Ich fand Fleisch im Hof
Das wälzte dich im Dreck
Wollte darauf schlagen
Lief schnell weg

Ich fand Fleisch am Bett
Das hatte ein Gesicht
Ich dacht es wäre Liebe
War es aber nicht.

–Till Lindemann: In stillen Nächten
Welche Themen des unnützen Wissens haben sich den größten Platz in deinem Hirn verschafft?

Kein Wissen ist unnütz, aber zum Thema große Interessensgebiete wäre da wohl die Geographie bzw. Topografie. Beispielsweise ist der höchste Berg Sloweniens der Triglav. Bhutans Hauptstadt Timpuh ist die einzige Hauptstadt ohne Ampeln, zumal kann ich sämtliche Hauptstädte der Welt sowie Nationalflaggen aus dem FF. Eine kleine Kostprobe?

Madagaskar: Antananrivo

Burkina Faso: Wagadougou

Myanmar (Burma): Naypyidaw

Liechtenstein: Vaduz

Venezuela: Caracas

Uruguay: Montevideo

Trinidad und Tobago: Port of Spain

Ich sage euch es ist alles zu 100% richtig….

Woher das kommt? Ich weiß es nicht, mein erstes Puzzle war ein Flaggenpuzzle mit den Mitglieds- Beitrittstaaten der EU und irgendwann hat sich das Interesse dann verselbstständigt.

In welche Richtung soll die Unterhaltungsindustrie in Zukunft gehen?

Eine ohne Reality TV, ohne sich verkaufende Jugendvorbilder, ohne Propagandaserien, ohne Unterhaltungsmonopole… Ich denke dass reicht jetzt schon. Wir wollen die liebe Menschheit ja nicht allzu überfordern.

Wann und durch was hat dich das letzte Mal ein Medium deiner Wahl (oder medienrelevante Person) richtig in Rage gebracht?

Zu guter letzt, nominiert euch einfach selbst! Das meine ich völlig ehrlich, denn ich habe versäumt mir eine Strichliste anzulegen wenn ich bereits wie oft nominiert habe und wer dabei überhaupt mitmacht… Also falls euch die Fragen zusagen, ich freue mich aufs Stalken!