Mixtape des familiären Zusammenlebens

Wenn man sich schon auf einem Selbstfindungstrip befindet flammen in Gedanken immer wieder dieselben Partykillerthemen auf wie: Familie, Freunde, Gesellschaft, Identifikation, Zukunft und noch sehr viele mehr… Manche mehr, manche weniger philosophisch verpackt. Nichtsdestotrotz lässt sich nicht von der Handweisen, dass vorausblickend das Wort Zukunft in fetten Großbuchstaben über mir steht sowie rückblickend der Schriftzug: Familie. Man kann sie sich eben nicht aussuchen, sodass es häufig zu zwei Pendants tendiert: Geliebt oder verhasst. Davon mal abgesehen braucht der Mensch dennoch ein Rudel obwohl er über Abgrenzung funktioniert. Faszinierende Wesen diese Menschen, aber ich schweife mal wieder ab.

Ich persönlich bin ich kein Großfamilienmensch, war ich nie und ich finde die Vorstellung persönlich grauenhaft. Ich war allerdings auch noch nie in der Situation mit einer „blutsverwandten“ Horde Kontakt aufnehmen zu müssen… Vorteile: Weniger Anfahrtskosten zu diversen Hordentreffen die eher einem Speeddating ähneln, weniger Klatsch und Tratsch, weniger Wangenknuffen und der Stress irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen stinkt.

 

Nachteile: Man hat eben nicht den coolen Cousin (er war es mal, bis er seinen Berufswunschäußerte) oder die coole Cousine, die Seelenverwanten gleichen wie in vielen jungen Erwachsenen Romanen, eine möglich geringere Sozialkompetenz und man bekommt weniger Geschenke. Gut, letzterer Punkt wäre zu kapitalistisch und zu undankbar als ihn jemals zugeben zu wollen.

Mein innersten Kreis würde ich als Kleinstfamilie bezeichnen, den größeren Bereich dagegen eher als Standard. Selbst dort fangen die Grenzen an zu verschwimmen, denn bereits dort verschwindet die „Blutsverwandtschaft“ und weicht der, der „geistigen Wellenlänge“. Was ich damit eigentlich sagen will, egal wer oder was eure Familie bildet ihr werdet ihr fehlen bemerken… Vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht an den fehlenden Geräuschen in der Küche oder dem Bad, aber in irgendetwas immer. Weshalb es jetzt irgendwie eine Art Abrechnungspflaster gibt, denn trotz fehlendem Liebesglück gab es wie bei allem nicht immer nur die Honigkuchenseite. Jedoch darf ich stolz behaupten, dass ich wie immer gerne polarisiere. Mir ging es nicht halb so schlecht wie man annehmen könnte. Sonst hätte ich hier noch ganz andere Sachen aufgefahren.

 

Jede Familie hat ihr eigenen Leichen im Keller:

 

Dennoch, Familie als Ganzes betrachtet ist schon irgendwie was tolles:

 

Wie hält man eigentlich bis zur Eisernen Hochzeit durch?

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„Realistische“ Männer in Serien

Ich gebe zu, ich war schockiert wie lange es mich gebraucht hat realistische Männer in Serien zu finden. Wobei ich bei „realistisch“ wieder die Parameter in Erinnerung rufen darf. Jedoch schaue ich eindeutig zu viel Sci- Fi und Fantasy, denn die einzigen Serienhelden die mir als erstes in durch den Kopf schossen waren: Geister, Vampire, Werwölfe, die Söhne Satans oder irgeneines anderen Dämonen. Wunderbar realistisch wirklich, als nächstes kamen diverse Detektivserien glaubt mir. Ich hatte hier eine ganze Liste von Spionen, Geheimagenten oder Sondereinsatzkommandosoldaten hier liegen doch auch diese fantastischen Charaktere fallen nicht unbedingt unter den Begriff realistisch? Ich meine wie viele Prozent nimmt der Beruf des Geheimagenten in der allgemeinen Berufsstatistik ein? Nicht viele glaube ich. Letzendes bin ich dennoch auf eine recht ansehnliche Liste gekommen, die das Gleichgewicht zwischen den Prädikaten „Interessant“ und „Realistisch“ wahren… Deshalb Viel Spaß!

 

Sid Jenkins (Skins)

Sid Jenkins ist einer dieser Menschen, die in die Schublade „Zu gut für diese Welt“ gesteckt werden könnten. Er ist intelligent, kann es aber aufgrund des gesellschaftlichen sowie elterlichen Stresses nicht zeigen. Seine Geschicklichkeitsfähigkeiten im Allgemeinen unterliegen dem Status: Zwei linke Hände. Sein Erscheinungsbild ist ebenfalls alles andere als optisch ansprechend. Seine Vorliebe für Cartoonshirts, lassen ihm zusammen mit seinem tollpatschigen Verhalten und magischen Anziehung für Dreck eher an einen achtjährigen erinnern, als an einen Jugendlichen.

Er kommt weder mit seinen Eltern klar, noch mit sich selbst oder seiner Entwicklung, weshalb er gerne kifft und sich an seinen besten vorzeige Freund Tony klammert. Jedoch lässt ihn der bestehende Kontrast zu Tony noch unattraktiver wirken. Was sein Freund sehr wohl weiß und Sid deshalb gerne ausnutzt und emotional manipuliert. Das Hin und Her zwischen Michelle, Cassie und seinen verwirrenden Hormoncocktail macht alles nur noch schlimmer und es dauert lange, sehr lange bis er reinen Tisch sowohl mit sich selbst als auch mit jedem anderen seiner Freunde macht. Mit den Jahren lernt er mehr für sich selbst einzustehen, wird selbstsicherer und landet eben nicht auf Straße wie von jedem prophezeit!

 

Eric Forman (Dr. House)

Foreman war für mich der Einzige der jemals mit House auf derselben Augenhöhe stand. Schleimen hatte er nicht nötig, sich anbiedern ebenso wenig, geschweige denn stets die Flagge der Ethik zu schwingen. Trotz seiner schweren Kindheit und kriminellem Hintergrund besitzt er die beste Ausbildung in House Team, welche er auch nutzt. Seine Argumentationsfähigkeiten sind ähnlich stark wie die seines Chefs, weshalb ich mich immer gefreut habe wenn die zwei im Klinsch der Diagnostik miteinander lagen. Was Foreman leider meist zu Fall brachte war, dennoch sein Gewissen. Selbst House schätzt ihn,wenn auch nur als Bereicherung für seine Arbeit. Wie sehr House Foreman respektiert zeigt sich als er kündigt. Der Grund war, dass Foreman niemals so werden wollen würde wie House. Die Moral aus der Geschicht: Trotz Differenzen kann man ein hervorragendes Team abgeben.

 

 

Ravi Chakrabarti (iZombie)

Ich war ab dem ersten Moment großer Ravi- Fan. Er hat eine Obsession bezüglich Star Wars, Dungeons and Dragons und Zombiefilmen zumal das noch lange nicht das Ende seines Nerdherzes ist. Darüberhinaus ist er stets enthusiastisch, unheimlich intelligent, humorvoll und ambitioniert. Wenn er sich ein Ziel gesetzt hat, dann will er dieses um jeden Preis erreichen. Zwei Leichen in einem riesigen Acker finden? Nimmt er in Angriff. Ein Gegenmittel gegen Zombies herstellen? Wird dran gearbeitet… Die Zombieapokalypse der Stadt verhindern? Lässt sich einrichten. Übrigens ist er ein Mensch mit wenigen Vorurteilen. Selbst Zombies gegenüber ist er freundlich gesinnt, weshalb er wenig schockiert darüber ist dass seine Kollegin einer ist. Umso besser für neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Seine fürsorgliche Art wird von der immer größer werdeden Untotenpopulation in Seattle größtenteils geschätzt. Gewalt lehnt er grundsätzlich ab, was ihm später ein wenig zum Verhängnis wird. Trotz Videospielnerddaseins, ist er nicht der geborenen Held für gefährliche Geheim- sowie Rettungsmissionen, was er im Kampf um seine Traumfrau leider zu spüren bekommt. Armer Ravi, er ist einfach zu gut für diese Welt.

 

Niles (The Nanny)

Wer ist ein großer Fan von Serien aus den Neunzigern? Ich. Wer ist mit den Serien aus den Neunzigern aufgewachsen? Ich. Wer kennt die Nanny und liebt vor allem Niles? Ihr habt es erraten.

Niles ist Buttler im Haushalt von einem der Protagonisten Mr. Sheffield, sie kennen sich seit Kindheitstagen da Niles Vater der Buttler des Vaters von Mr. Sheffield war. Soweit so gut. Als Niles Berufswunsch Rechtsanwalt zu werden zerbricht, stellt Sheffield seinen alten Freund bei sich als Butler ein und seit dem fristet Niles ein verbittertes Dasein… Buttler war so zeimlich das letzte was er werden wollte und seinem Kindheitfreund zu dienen alles andere als ehrenvoll. Dennoch, aufgrund der Vertrautheit der beiden und Niles unbändiger Neugier sind sie das Traumgespann eines Chefes sowie Butlers. Niles ist Mädchen für alles immer und überall zu finden und daurch ih  haben die Wände Ohren, weshalb nahezu jeden Klatsch und Tratsch der Familie weiß sowie diesen stets gerne zynisch oder sarkastisch kommentiert. Selbst der verbittertste Mann der Serie hat irgednwo ein Herz, weshalb er letztendlich dafür verantwortlich ist dass Frann und Sheffield doch noch zueinander finden. Das nenne ich familiäres Engagement.

 

Eli Loker (Lie to me)

Das Stichwort schlecht hin: Radikale Ehrlichkeit. Am Anfang dachte ich er könnte einfach nicht anders, da ihn irgendein Gendefekt oder so dran hindert zu lügen. Jedoch wurde ich eines besseren belehrt, denn der Herr hat sich absolut freiwillig dazu entschieden. Ein Schritt den ich erstens sehr bewundere und zweitens sehr schätze. Sicherlich immer die Wahrheit u sagen ist hart und macht einem nicht viele Freunde, aber es ist besser als in einer dieser rosa roten vor Nettigkeit triefenden und schleimenden Blasen zu leben. Bei ihm weiß man einfach woran man ist, davon mal abgesehen ist er ein völlig normaler Mitarbeiter. Er arbeitet hart für seine Berufung, er empfindet trotz Wahrheitsdrang Neid, Freude, Wut, Liebe und Trauer und einen Wunsch nach Anerkennung Seiten seines Chefs, die dieser jedoch sehr selten zeigt.

Was ich den Drehbuchautoren hoch anrechnen muss, dass sie Loker in eine denkbar ungünstige Situation gesteckt haben. Er musste kurzerhand eine Gruppe von Drittklässlern von einer nah gelegenen scharfen Bombe ablenken… Was macht er? Er singt das Lied White Lies… Der Held der Schüler, Lehrerin und auch sonst den dort Versammelten. Alles ganz ohne Lügen zu müssen.

 

 

Floki (Vikings)

Als ich meinte realistische Männer seien keine Fabelwesen und dass diese hier nicht auftauchen würden hielt ich Wort. Damit es hier aber nicht allzu langweilig wird, kommt hier ein unglaublich herzerwärmender schizophrener Wikinger… Genauer gesagt ist er Bootsbauer, Nichtschwimmer, redet mit Bäumen, hört die Stimmen der Götter und sieht ab und zu merkwürdige Omen die nicht selten blutig daherstolzieren. Ein durch und durch verschroben fröhlicher Mensch mit einem Sinn für zynischen Optimismus der stets mit deKopf in den Wolken hängt. Doch wehe man reizt ihn oder gefährdet seine Freunde… Doktor Jekyll wird so schnell zu Mister Hyde, dass man kaum noch Langboot sagen kann und schon liegt man am Boden. Das Problem dabei, oftmals entscheidet er was oder wen er für gefährlich hält und wann er seine freund eben schützen muss. Da können sich Freundschaftsverhältnisse schon mal arg verschieben. Nichtsdestotrotz dieser kleine Kerl ist nicht zu unterschätzen. und er bewahrt sich sein großes herz, was bei weitem harte Arbeit ist. Wikinger zusein ist kein saß schon gar nicht wenn man nahezu alle lieben verliert.

 

 

Zuko (Avatar- The last Airbender)

Zu wegfallenden Kategorien gehört ebenfalls der Anime. Demnach bin ich euch eine Aufklärung schuldig und dass akzeptiere ich auch. Die Definition eines Anime ist, dass es eine in Japan produzierte Zeichentrickserie ist, diese Zeichentrickserie wurde aber in den USA gefertigt, demnach ein Cartoon.

Was hat es nun mit dem Sohn des Feuerlords auf sich? Er ist wohl die realistischste Person, die ich jemals in einer Serie in jungen Jahren zu Gesicht bekommen habe. Seit seiner Geburt steht er im Schatten seiner viel begabteren größeren Schwester. Egal wie sehr er sich anstrengt er ist stets schlechter als sie. Demnach ist er in allem benachteiligt, Leistung zählt nichts anderes. Über die Jahre entwickelt der kleine einen Minderwertigkeitskomplex aller erstens grades, trotz dessen seine Mutter ihm immer wieder versucht aufzuheitern. eines Tages fasst r den Mut zusammen widerspricht seinem Vater in einer Krisensitzung vor allen Ministern, entehrt ihn und muss gegen ihn kämpfen. das ganze geht nicht sonderlich gut aus, seine Mutter verschwindet spurlos und er wird verbannt.

Die einzige Lösung seine Ehre wiederherzustellen und damit endlich am Hofe geachtet zu werden liegt darin den sogenannten Avatar (Retter der Welten, Universums) zu töten. Die Jagd nach dem Avatar dient im Laufe der als eine Art Selbstfindungsstrip. Sein Onkel und Begleiter ist das genaue Gegenteil von seinem Bruder (Zukos Vater ist) und je mehr Zeit Zuko gezwungener Weise mit seinem Onkel verbringt, da beide verbannt worden sind desto mehr beginnt er Dinge zu hinterfragen. Er überwindet seine Sturheit und lässt sich auf den meditativen Charakter seines Onkels ein. Allmählich realisiert er den Machtmissbrauch, die Fehler und Verbrechen der Vergangenheit, den Hass, die Wut…

Es dauert wirklich lange, wirklich sehr lange bis Zuko wirklich letztendlich die Einsicht hat, dass sein Wunsch von seinem Vater, Schwester und Hofstaat anerkannt zu werden und er hat seine Höhen sowie Tiefen. Jedoch ist dass doch nur realistisch. Ihr wachst in einer völlig machtbesessen Familie auf, der einzige Anker (eure Mutter) verschwindet spurlos und lässt euch zurück i dem Wahnsinn und ihr habt keine Ahnung mehr wohin ihr wollt. Das dauert bis ihr akzeptiert, dass ihr euch auf keinen mehr verlassen könnt und es dauert auch sich zu überwinden, seinen stolz hinunter zu schlucken sich für diversen Mist, den man verbrochen hat zu entschuldigen und es dauert auch bis man seinen Charakter/ Einstellung  die man 16 Jahre beherbergt hat zu wechseln.

Ja, er schafft die 180° Drehung, nicht Bravour und er strauchelt doch letztendlich kämpft er  Harmonie, seine neuen Freunde, die ihn nehmen wir er ist und für seine Heimat wie sie sein könnte. Weder verhasst noch gefürchtet sondern geachtet und als  Handelspartner geschätzt.

 

 

Sokka (Avatar- The last Airbender)

Ja, der zweite Charakter aus ein und derselben Serie. Was kann ich denn dafür, dass diese so gut konzipiert ist?!

Sokka musste als Kind miterleben wie Soldaten der Feuernation sein Heimatdorf überfielen und alle dort ansässigen Wasserbändiger ermordeten, unter jenen war seine Mutter. Wenig später verließ sein Vater seine beiden Kinder, um mit den restlichen Männern in den Krieg gegen die feindliche Nation zu ziehen. In Anbetracht dessen, dass Sokka damals zu jung gewesen war blieb er in der Heimat und wurde sobald er alt genug war das neue Oberhaupt des südlichen Wasserstammes. Die Kinderjahre und die Jugend waren schnell vergessen, zu sehr war er von der Rolle des Anführer eingenommen. Vor allem seine jüngere Schwester macht ihm Sorgen, sie hat im Gegensatz zu ihm die Bändigerkräfte ihrer Mutter geerbt. Je älter Katara wird, desto mehr will sie sich emanzipieren und ihre Kräfte besser beherrschen lernen. Mit dieser neuen Entwicklung kommt Sokka allerdings gar nicht zurecht. Erstens ist Emanzipation gegen die Ideologie seines Stammes, zweitens ist das Bändigen viel zu gefährlich und drittens soll Katara auf immer und ewig seine kleine, süße, unschuldige Schwester bleiben. Die Beziehung der zwei bröckelt immer mehr, bis die zwei ausversehen den Avatar aus dem Eis befreien und dieser Katara überredet ihm zum nördlichen Wasserstamm zu begleiten um dort in besseren Konditionen zu leben und zu trainieren. Sokka ist entsetzt von dieser Idee und setzt alles daran seine Schwester bei sich zu behalten. Selbst als er bemerkt, dass sein Vorhaben scheitern wird weicht er seiner Schwester nicht von der Seite, kehrt seiner Heimat den rücken und begleitet sie gegen alles gelernte zum Nordpol.

Dennoch, das einzige was er möchte ist ein ganz gewöhnliches Leben führen, mit einer ganz gewöhnlichen Familie. Fast wäre es ihm auch gelungen, jedoch entpuppt sich seine erste große Liebe als Prinzessin, welche sich zum allen Überfluss auch noch für das Universum opfert.

Seine Schwester wird erwachsen, trainiert, wird besser und ist in allem so viel mehr talentierter als er. Er ist lediglich tollpatschig. Jedoch wird im Laufe der Zeit sowohl sein Teamgeist, als auch seine taktischen Fähigkeiten sowie Kampfkünste mit Schwert und Bumerang unersetzlich. Am Ende rettet er quasi die Welt im Alleingang auf seine Weise… und lässt seine Schwester ziehen, denn er akzeptiert dass sie mittlerweile ganz gut auf sich alleine aufpassen kann.

 

 

Jonathan Quayle Higgins III (Magnum P.I.)

Higgings hätte allein schon für seinen vollen Namen eine Auszeichnung verdient, jedoch hätte er diese bestimmt längst schon. Geboren 1920 war er sowohl Soldat im Zweiten Weltkrieg als auch im Indochinakrieg, in denen er beide tapfer und erfolgreich diente. Daher rührt sein Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Aufgaben wie das Verwalten des Anwesens des Star- Schriftsteller Robin. Sein Stolz ist unerschütterlich ebenso wie sein trockener Humor, seine Allgemeinbildung insbesondere die über Geschichte sowie Militärrelevantes sind exzellent, weshalb er Tom sowie seinen Kollegen öfters mal aus brenzligen Situationen hinaus hilft. Jedoch nicht, weil er das Trio besonders sympathisch findet nein eher ruft die Pflicht. Denn Robins Schützlinge sind auch seine. Zusammen mit seinen beiden Dobermännern Zeus und Apollo ist er der Fels in der Brandung der alles und jedem trotzt sollte er ihm in die Quere kommen und sei es nur beim Blumengießen.

 

 

Jake Siskio (Star Trek)

Jake Sisko ist im Star Trek Universum sicherlich nicht der berühmteste Stern am Himmel der Flotte, jedoch nicht zu verachten. Seine Mutter verliert er im Alter von 11 während der Schlacht bei Wolf 359. Seit dem muss der überlebende Vater allein für seinen Sohn sorgen, was alles andere als einfach ist. Schließlich ist ein Soldat für alles gemacht nur nicht dazu dazu Mama zu spielen. Dennoch pflegen Vater und Sohn stets ein gutes Verhältnis, erstaunlicherweise. Es gerät das ein oder andere Mal arg in Schräglage zum Beispiel, als Jake immer mehr mit seinem besten Freund Nogs unternimmt. Nogs gehört zur Rasse der Ferengi an und ist meist alles andere als überlegt. Zusammen geben die beiden eine herrliche Teenager-Freundschaft ab. Sie teilen Geheimnisse, bringen sich dank Nogs gerne in Schwierigkeiten und stehen für sich gegenseitig ein. Was ich an Jake so mag ist, dass er so unheimlich bodenständig und realistisch gezeichnet wurde. Er ist eines der Kinder die auf der Deep Space 9 geboren werden, aber nicht gefragt wurden. Jakes Generation hat sich nicht freiwillig dazu entschieden Soldat zu werden oder im Weltraum zu wohnen. Das wird deutlich gezeigt: Während des Klingonenangriffs hilft er als Sanitäter, jedoch bleibt es mein Versuchen. Denn beim Anblick seines ersten Krieges mit all dem Leid, der Gewalt, der Willkürlichkeit dreht er völlig durch und erleidet einen mehr oder weniger ernsthaften Schock.

Im Krieg gegen die Dominion wird es nicht besser. Nogs und Jakes Schiff geraten durch eine Rettungsmission auf die USS Valiant. Zum großen Glück beider, werden sie abermals gerettet denn der Kapitän schickt sich sowie seine Crew auf eine Selbstmordmission. Letztendlich beendet Jake seine Karriere als „Nachwuchssoldat“ in dem er sich für Journalismus an einer Schule in Neu Seeland einschreibt. Die Jahre danach verbringt er mit dem Verfassen zwei Werke sowie seiner Berufung Kriegsjournalist zu sein. Gewalt bleibt ihm fremd, jedoch nicht das Klientel in dem er aufgewachsen ist. Ein aufgeweckter junger Mann, der vermutlich mehr Stärke bewiesen hat als kaum eine andere größere Randfigur.

 

Starke Frauen in Serien

Ich hatte ja  bereits angekündigt, diese Serie jetzt weiter zu führen. Zuvor gab es die stärksten beziehungsweise realistischsten Charaktere in der Literatur und nun geht es mit den Serien weiter. Ich hoffe natürlich, dass ich Rollen ausgewählt habe, die euch nicht allzu bekannt sein dürften hoffentlich. Ergo keine Claire Underwood, keine Jessica Jones, weder eine Annalise Keating oder gar Carol Peletier. Dafür jede Menge andere Spoilerwarnungen… Ich bin eben schlecht im Umschreiben und wenn es um die Genialität von Charakteren geht, muss man eben Dinge auf den Punkt bringen Gott verdammt nochmal!  Jetzt gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, außer habt Spaß und erfreut euch an der Diversität der Menschheit und TV- Branche.

 

Rita (Rita)

Jedes Mal wenn ich gewisse Top Ten der unterbewertetsten Serien auf Netflix Beiträge einsehe, werde ich jedes aufs neue enttäuscht. Noch nie war Rita dabei. Wer kennt diese Serieeigentlich noch außer mir und zwei Personen aus meinem weiteren Umfeld. Mit der einen habe sich diese Serie fast am Stück durchgeschaut von der anderen habe ich es empfohlen bekommen. Warum kennt sie niemand. Sie hat so viel Mehrwert, denn gesellschaftlich ist sie nicht ganz uninteressant. Zeigt sie dich das Leben einer dänischen Lehrerin Anfang/ Mitte Vierzig an der Folkeskole. Nicht nur dass, es erwartet den Zuschauer kein Schuldrama im Sinne vom Krankenhausseriendrama sondern ein viel realeres. Schüler sowie Lehrer haben Probleme mit dem Schulsystem, Schüler mobben Lehrer und umgekehrt, ebenso haben Schüler und Lehrer neben der Schule ein eigenes Leben mit ihren eigenen Dramen. So kommt es, dass Rita nicht nur an der vordersten Front für ihre eigene Familie kämpf, sondern ebenso an der Front contra Schulpolitik, Liebeslebens sowie Sozialpolitik. Sie ist alles andere als perfekt und auch ihre Methoden könnten für das Empfinden aller anderen wesentlich bürokratischer und kooperativer sein, dennoch wen sie schätzt dem rettet sie das Leben komme was wolle.

 

 

 

Galina „Red“ Reznikov (Orange is the new Black)

Um ihrer rebellischen Art etwas Luft zu machen arbeitete sie in ihrer Heimat im Schwarzhandel mit. Später erschlich sie sich gemeinsam mit ihrem Freund ein Visa sowie Greencard. Dort angekommen und einigermaßen immigriert führte sie ihre rebellische Art fort und demonstrierte weiter gegen das vorherrschende System. Bis dahin verläuft ihr Leben relativ legal, bis eines Tages sie aus Wut Körperverletzung begeht. Um der Strafe zu entgehen lässt sich das Paar auf Hilfsarbeiten der ansäßigen russischen Mafia ein. Immer tiefer rutschen sie in die Bredouille und ehe sie es sich versehen muss Red in ihrem russischen Feinkostladen fünf Leichen verstecken, in der Tiefkühltruhe. Selbstverständlich werden die vermissten Personen gefunden. Um ihren Geliebten zu schützen, wandert sie statt dessen hinter Gittern und stößt zu den anderen Gefangenen in Litchfield.  Angekommen arbeitet sie sich sehr schnell zur Chefköchin der Gefängnisküche hoch und gewinnt damit schnell an Respekt . Recht und Ordnung sind ihre Prinzipien und die gehören erfüllt. Dank Charisma sowie Intelligenz ist sie das Pendant zu McGonagall: Streng, gerecht, absolut ehrlich und so ziemlich die einzige zuverlässige Person im gesamten Gefängnis. Wenn man ihre mütterliche art für sie gewinnt bleibt man sich gegenseitig treu bis zu Entlassung.

 

 

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Gesammelte Schätze des Monats der Reisevorbereitungen

In dem Moment in dem ihr dies lest, sitze ich bereits in einem hoffentlich wundervollen Zimmer mitten in Dublin. Ich schreibe diesen Bericht ganz frech vorab, meine letzte Freizeit bewusst zu nutzen. Die Behördengänge sind erledigt, mein Führungszeugnis ist ebenfalls angekommen diverse Abonnements sowie Beitragszahlungen gekündigt und nun sitze ich hier, warte nur darauf das die Sonne aufgeht um Dublin vollständig zu erkunden. Als allerstes steht natürlich das Touri-Pflichtprogramm an…

Sämtliche Museen, Büchereien und natürlich das Trinity College, was genau wird sich dann wohl dort herausstellen. Ich weiß nur, dass ich hoffe daran zu denken mich noch mit der irischen Geschichte auseinander zu setzen, sonst wird es peinlich.

Aber zurück zum Anfang des Monats. Mein Geburtstag wurde entsprechend ein letztes Mal zelebriert. Also nicht ein allerletztes Mal, sondern lediglich ein letztes Mal mit den mir bis dato bekannten Gesichtern. Erste Erkenntnis des Monats, ich werde nie eine glorreiche Gastgeberin. Ich liebe es zwar Vorträge über jeden erdenklichen Krams zu halten, vier von grundauf verschiedene Freundeskreise zusammenzubringen ist eine Herausforderung, die ich in Zukunft dankend ablehnen werde. Lieber vier Mal Geburtstag feiern…

Am Ende wurde es dann doch ganz romantisch, nur war das gar nicht so beabsichtigt gewesen und nach kurzen Eklat wurde es dann endlich ruhig und ich konnte endlich schlafen. Weshalb muss jeder in meinem Freundeskreis auch eine Nachteule sein… Dank Schlafmangels, emotionaler Unentschlossen bis Genervtheit ging ich die nächsten Tage auf dem Zahnfleisch.

Was meinen Zustand allerdings erheblich verbesserte, war der eher kurzfristige Besuch einer neu gefundenen Freundin und ich stand mit Vergnügen Pate als sie in meine Heimatstadt kam, um ihr zumindest all dass zu zeigen wo sie vorher noch nicht gewesen war. Das „Alles“ unter den wachsamen Augen der Hundertschaft… Damit uns ja nichts geschah.

Hat geklappt, darüber hinaus verwandelten wir zwei uns in eine verwandte Form der Shadowhunters, uns wurde die Ehre erwiesen in dem Moment an einem Drogeriemarkt vorbeizugehen in dem ein junge Dogge sich gerade ihres Halsbandes entledigte. Plötzlich stand das unglaublich niedliche Riesending zwanzig Meter neben seiner Leine, völlig verängstigt da weder Herrchen oder Frauchen zu sehen waren und trabte immer weiter die Straße herunter. Je weiter wir uns dem Hund näherten um ihn von der Hauptverkehrsstraße wegzulocken desto schneller wich er zurück in Richtung Autos. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ein LKW-Fahrer das arme Ding zusammenhupte und der Hund nun panisch in die entgegensetze Richtung durch startete. Uns entgegen rennend versuchten wir in aufzuhalten, was nicht klappte. Ich reagierte blitzschnell und rannte hinter ihr her, meine Freundin rannte ins Geschäft um den Besitzer zu finden. Hungrig, eine junge Dogge zu jagend ist nicht dass was ich in meiner Freizeit möchte. Vor allem wenn die Kreuzung zweier Hauptverkehrsadern immer schneller entgegen rückt. Zumal ich das Gefühl bekam, dass hinterher sprinten sie nur noch panischer werden ließ. Aber ich durfte sie weder aus den Augen lassen, noch zu lassen dass sie auf die Straße lief.

Ich weiß nicht warum, aber dem Himmel sei dank rannte der Doggenteenager in die nächst gelegene Metrostation und Himmel sei dank öffnete kein anderer den gegenüberliegenden Eingang, weshalb sie nun in der Falle saß. So wartete ich in gebührendem Abstand auf den Besitzer und auf meine Freundin. Von der Ferne aus panische Hunde zu beruhigen habe ich noch nie versucht und wirklich begnadet bin ich darin auch nicht, aber zumindest hat es dafür gereicht dass sie nicht auch noch auf die Gleise sprang. Schließlich kamen dann die zwei Herrchen bzw. Frauchen. Mutter und Tochter. Was für ein Nervenkitzel…

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아이고 it’s spreading!

Nachdem ich den Schock des Donners- bzw. Freitags so einigermaßen verdaut habe, geht es musikalisch gleich weiter. Allerdings wesentlich fröhlicher wofür ihr und ich vermutlich sehr erfreut seid…

Mit dem Release von PSYs Gangam Style erfreut sich der Trend des sogenannten K-POPs immer mehr in aller Welt. Bevor ihr nun angsterfüllt reiß aus nehmt bleibt bitte an der dritten Abzweigung stehen, stoppt, atmet durch und kommt ganz langsam zurück. Weder beiße ich, noch werde ich zu einem Fangirl aller erster Klasse mutieren für Songs die ich nicht verstehe, Bandmitgliedernamen die ich mir nicht merken kann oder gar irgendwelche konzipierten Persönlichkeiten unterstützen. Jedoch muss ich zugeben, dass meine Barriere gegenüber K-Pop im letzen Jahr stark gesunken ist. Der Grund ist schlicht weg der, dass sich in meinem Freundeskreis mittlerweile recht viele Otakus tummeln und diese nicht nur die japanische Kultur besonders schätzen, sondern nun sich ebenso auf die Musik der Koreaner stürzen. Sie ist ähnlich schrill, exotisch und unterhalten wie so mancher Anime. Je mehr ich mit diesem Thema anfangs Zwangskonfrontiert wurde, wurde ich zugegebenermaßen immer neugieriger. Was ist an diesem Genre, denn so besonders, dass es inzwischen so derartig angepriesen und fanatisch geliebt wird?

Um euch vielleicht ein wenig aufzuklären gibt es hier einen etwas größer gewordenen Einblick, damit ihr vielleicht auch nicht jedes Mal vor einer kreischenden Teenagermenge steht und verblüfft feststellt, dass weder ein Justin Bieber, EdSheeran oder ein irgendein anderer westlicher Star zu sehen ist.

Fangen wir mit den Basics an: K-Pop ist eine Abkürzung für Korean Pop und bezeichnet inzwischen zwei Formen. Zum einen den ursprünglichen koreanischen Pop, der sich um 1945 etablierte und sich bis in die 1990s hielt und zum anderen, dass danach folgende Phänomen des zeitgenössischen K-Pops. Denn in den Neunzigern erfuhr die Szene eine gewaltige Veränderung. Der Gesang war nicht mehr schlicht, sondern wurde beschleunigt, elektronisch unterlegt, mit Rap-Bridges verfeinert und man begann Sprachen miteinander zu vermixen. Das schwierige dabei ist ein genaues Genre für K-Pop zu definieren. Eine weitere Besonderheit dieses Business ist es, dass es eben keine musikalische Begrenzungen gibt von Hip- Hop, über Rap, Pop, Soul, Eurodance oder R&B ist vieles vertreten. Darüber hinaus ist es sogar typisch, dass selbst innerhalb eines Songs mehrmals die musikalischen Genres gewechselt werden. Eintief emotionale Ballade die binnen Sekunden sich als Dupstep- Tanznummer outet ist dort keine Seltenheit.

Neben den typischen Pop-Themen der Welt wie zuckersüße Liebe, Erfolg oder das Leben zu genießen gibt es hier und da auch kritischere Themen, welche oftmals in Form von Metaphern publiziert werden. Natürlich wissen sowohl die Plattenfirmen als auch manche Fans, um die augenscheinliche Rebellion das tut dem Hype allerdings keinen Abbruch. Was ähnlich schräg (wie das Verhalten der Fans) anmutet, sind die Lyrics der einzelnen Songs. Oft auf Koreanisch, immer häufiger mit Nonsenssilben versehen und getopt von einer Prise Englisch.

Während ihrer Gesangs- Schullaufbahn müssen die Sänger meist mehr als nur eine Fremdsprache erlernen. Neben Englisch stehen häufig Japanisch, Chinesisch oder sogar Russisch auf dem Stundenplan. Das Ganze ergibt sogar Sinn hält man sich vor Augen, dass viele K-Pop Gruppen nicht nur durch Korea touren sondern mittlerweile sich international bewegen. Zumal ihre Alben regelmäßig vollständig ins Japanische oder Chinesische übersetzt werden. Die Idee dahinter: Mehr Reichweite, noch mehr Fan Interaktion sowie Identifikation. Die Boy-Group EXO ist sogar extra in eine koreanische sowie chinesische Subgruppe gesplittert, die einen singen auf koreanisch (EXO-K) die anderen auf Mandarin (EXO-M).

Neben dem Gesang einer Band spielt das Auftreten und vor allem das Image eine enorme Rolle. So gehören aufwendig produzierte Musikvideos zum Pop- Business dazu. Mehrere nahezu filmreife ausgestattete Sets sind ein Muss ebenso wie extravagante Kostüme und Make- Up. Wovon aber die koreanische Musikszene hauptsächlich lebt, sind die einzelnen Performer, Künstler oder Musikgruppen. Wobei K-Pop hier eindeutig den Focus auf Boy bzw. Girlsgroups legt. Einzelne Künstler gibt es hier kaum und wenn, dann oftmals weil sie sich mehr oder weniger freiwillig abgespalten haben. Die Sänger selbst werden Idols gennant und sind nichts anderes als gewöhnliche Popstars. Nur dürft ihr, dass gewöhnlich ganz schnell als Beschreibung streichen, denn sind wir mal ehrlich was macht Asien aus? Richtig, das Leistungsprinzip und ich sage euch das Leben eines Popstars in den USA ist dagegen Urlaub. Idol wird man mal eben nicht einfach so, aus gut Glück oder weil Daddy eine eigene Plattenfirma hat. Oh, nein…

Bevor man überhaupt diesen Traum vom perfekten K- Popstarleben träumen darf, muss man durch mehre Castings, diese werden teilweise in wöchentlichem Rhythmus von so genannten Entertainments veranstaltet. Dieser Entertainments sind die Plattenfirmen der zukünftigen Goldgruben und sortieren ihre Anwärter im zarten Alter von 9- 10 Jahren gnadenlos aus. Nicht nur Talent muss vorhanden sein, nein auch das gewisse Etwas. Wer das große Glück hat wird genommen und unterzeichnet einen Vertrag der die Ausbildung zum Star bis ins kleinste Detail regelt. Was folgt ist meist ein Umzug, Schulwechsel und ein völlig neues Leben. Denn die neue Schule kooperiert im engsten Rahmen mit dem jeweiligen Entertainment. Sobald die jungen Anwärter in dem Wohnheim für die Trainees angekommen sind, zählt nur noch die Ausbildung. Diese kann zwischen zwei bis fünf Jahre variieren und beinhaltet neben den gewöhnlichen Schulfächern auch Tanz sowie Gesangsunterricht, Seminare zum Umgang mit Fans, Paparazzis, Etiketten und idealem Benehmen. Außerdem findet eine Persönlichkeitsoptimierung statt. Haltung sowie Ausstrahlung werden verbessert, selbst der Kleidungsziel. Nichts wird dem Zufall überlassen, weshalb Schönheitsoperationen ein offenes Geheimnis sind. Der erste Eindruck zählt eben am allermeisten.

Spätestens beim Thema Schönheitsoperation wurde ich stutzig. Mit Unterzeichnung des Vertrages haben die Azubis nichts mehr zu sagen. Das jeweilige Entertainment und ihr straffer Stundenplan bestimmen nun ihr Leben weder für Familie noch für eine Beziehungen bleiben Zeit. Zumal es für die Marketingstrategien äußerst vom Vorteil den Fans einen Dauersingle präsentieren zu können. Dauer Single= mehr Leidenschaft und Verehrung seitens der Anhänger.

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»But in the end it doesn’t even matter…«

Ich weiß weder wie ich anfangen soll, noch was ich überhaupt zu sage hätte. Ich weiß, dass die Sonne scheint, ich durchgeschwitzt und verstört bin, restlos bis zum Ende. Ich weine mehr als bei dem Tod meiner Großmutter und ich weiß nicht ob ich mich dafür schämen sollte oder nicht. Hinnehmen muss ich es so oder so. Der Tod lässt sich nicht wieder rückgängig machen und die Entscheidung sich umzubringen ist endgültig. Ich weiß nicht ob ich es in Worte fassen kann was mir diese Lieder gegeben, bedeutet oder mich gelehrt haben. Depressionen sind hart, das Leben als Teenager sowieso. Missverstanden, allein und fremd… Dabei hat mir Linkin Park geholfen, dass alles zu verkraften, zu akzeptieren. Mir irgendwie klar gemacht, dass es irgendwie okay ist sich so zu fühlen. Man ist doch nicht alleine, obwohl man es glaubt. Hoffnung war dabei das Stichwort genauso wie Verständnis. Numb, Castle of Class, In the End oder Wastelands waren dabei irgendwie die Wichtigsten.

Sie waren mein Einstieg zum Rock, Hard Rock, Metal und überhaupt dazu mal die Musik laut aufzudrehenden, denn dass ist an heißen Sommertagen einfach wunderbar.  Heute geht es mir besser und daran sind Linkin Park und vor allem Chester Bennington nicht ganz unschuldig. Zum Glück! Ich habe zwar in dem letzen Jahr mich mehr auf Metal fokussiert, dennoch LP war und wird ständig in meinem Herzen bleiben.

Und bitte an alle, die ihn feige nennen wegen seiner Familie. Denkt ihr ernsthaft, dass er sie vergessen hat, verstoßen, verdrängt aus dem eigenen Leben? Dass er sie gehasst hat nach seinen Scheidungen? Ich weiß es nicht, aber ich denke nicht. Vielleicht hat er sie nicht so geliebt wie er sie hätte lieben wollen: Drogen, Tourneen, Musikerleben… Alls das ist anstrengend, mörderisch und unheimlich vereinnahmend. Dennoch er wollte mit seinem Tod vermutlich keinem eins auswischen wie ein nerviger Erstklässler einem Freund. Es gibt tausend mögliche Gründe für einen Selbstmord. Wer selbst an Depressionen/ Suchterkrankungen litt/ leidet weiß dies auch. Man plant meist nicht von langer Hand einen Selbstmord, man weiß oftmals noch nicht einmal wie bestechend so ein Gedanke werden kann! Wie verzweifelt muss also ein Mensch sein, seine Familie, Freunde, Band, Kollegen und Fans „zurück zu lassen“?

Was mich damals schon an Robin Williams Suizid schon unheimlich genervt hat, war dieses lamentieren, ausschlachten… Wie schlimm Depressionen doch seien, oder Drogen, oder Missbrauch. Im Allgemein psychische Probleme, man müsse den Kampf dagegen aufnehmen, für mehr Aufklärung sorgen. Das war 2014… und was ist seit dem passiert? Nichts.

Die Massen fallen weiterhin sensationsgeil über jeden Fehltritt eines Promis her. Normale Menschen, werden untergebuttert wie auch? Jeden Tag begeht jemand Selbstmord. Dennoch hat sich schon mal jemand Gedanken um die Selbstmorde von Chris Cornell, Fran­ti­sek Ra­j­to­ral oder Kazim Akboga Gedanken gemacht? Ich weiß es nicht….

Ich will keinen belehren. Ich weiß ich genauso wenig wie der Rest der Welt, weshalb Chester Benninton sich umgebracht hat. Vermutlich war und wird er der einzige sein, der es wusste. Falls er es wirklich wusste.

Worum ich dennoch bitten würde und zwar jeden der dies ließt. Lasst die betroffenen Menschen doch in Ruhe trauern, denn tot ist tot. Daran wird sich nichts ändern, daran kann keiner etwas ändern und Nachtreten ist dass letzte. Insbesondere für die Familie. Können wir ihn nicht einfach gehen lassen? In Frieden wäre am schönsten. Danke…

Rezension zu »Sontland«

Lang lang ist es her, dass ich ein Rezensionsexemplar des Herren Peter Georgas- Frey angefragt sowie wenig später in einem Briefkasten hatte. Ich gebe zu ich hatte des dementsprechend zügig durch, doch was kam nicht alles dazwischen. Abitur, mündliche Prüfung und diverses Privates… Jetzt aber, jetzt bin ich wach genug mich vernünftig diesem Werke zu widmen.

(Zur Quelle kommt ihr in dem ihr auf das Bild klickt)

Der erste Eindruck gilt dem Cover des Buches, zu sehen ist nicht viel außer ein Denkmal bestehend aus Mutter und Kind, welche zum Gedenken gewisser Kriegsopfer errichtet wurden. Was ich daran hervorheben möchte, ist dass es ein anderes Design als jeder x-beliebige Banhofsbuchhandelthriller einschlägt. Es ziert weder Bilder einer Postapokalyptischen Welt noch teuflische Symbolik noch hat es einen reißerischen Titel, der eher an die Boulevardpresse erinnert.

Ohne zu viel zu verraten stimmt in etwa die Botschaft des Denkmals mit dem Thema des Romans überein, die Statuen dagegen eher weniger. Aber vielleicht ist dies Interpretationssache.

Die Handlung des Buches spielt in Sontland einem kommunistisch, diktatorisch geprägtem Land welches sich jedoch im Wandel befinden. Sowohl Ost als auch West rütteln ganz gehörig an den Werten, kulturellen Fixpunkten und die Jugend spaltet sich zusehends von ihren älteren Vorgesetzten ab. Die Menschen sind arm, suchen nach Freiheit und Veränderung sind aber zu unwissend um zu begreifen wo man denn nun genau in diesem komplexen Staatssystem anpacken muss, damit sich zumindest eine Forderung erfüllt.

Hier greift der Autor die Handlung auf und lässt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte erzählen. Mal aus der Sicht des diktatorischen Präsidenten mal aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln der einzelnen Oppositionsanhänger. Vielschichtigkeit ist hier die Devise und wird unglaublich gut erfüllt. Aufgrund der großen Diversität der Charaktere bekommt der Leser einen umfassenden Einblick in einen solch komplizierten politischen Prozess. Das Staatsoberhaupt ist nicht per se böse nur weil er augenscheinlich das alles beherrschende Staatsoberhaupt ist. Weshalb er so regiert wie er regiert, hat durchaus seine berechtigten Gründe. Denn es wäre ein leichtes zu sagen, er wäre der Alleinherrscher des Landes schlecht hin.

Auch sieht es ähnlich bei der oppositionellen Formation aus, jede erdenkliche Gesellschaftsschicht wurde vertreten: jung, alt, revolutionär, sicherheitsliebend, fremd, Akademiker oder Handwerker. Das Ganze bildet eine komplexe Plausibilität von Dingen die Funktionieren oder genau deshalb nicht, da Menschen oft zu unterschiedlich sind, als dass sie an einem Strang ziehen können. Zwar haben alle ein ungefähr übereinstimmendes Ziel die demokratische Revolution doch der Weg dorthin, was danach kommt und das Verständnis von Demokratie sind von Grund auf verschiedene. So verschwimmt Gut und Böse ein einem vermeintlich grauen Einheitsbrei und der Leser wird arg auf die moralische Probe gestellt mit wem er nun mitfiebert.

Darüber hinaus ist der Schreibstil dem Setting hervorragend angepasst worden pragmatisch, schnörkellos und präzise damit werden die sowohl politischen als auch gesellschaftlichen Denkanstöße und Philosophien verständlich auf den Punkt gebracht.

Was ich anmerken muss, dass es sich trotz pragmatischem Schreibstil anfangs etwas zieht. Die Geschichte will nicht recht voran kommen. Man ahnt worauf es hinaus laufen wird, man will dass die Revolution endlich seinen Anfang nimmt und doch brauchen die Charaktere Zeit sich zu entfalten. Was keineswegs schlecht ist, denn wie oben schon beschrieben werden die einzelnen Figuren Träger verschiedener Perspektiven. Auch wenn es mir schwer gefallen ist, das erste Drittel braucht dieses Buch dennoch um schlichtweg authentisch zu bleiben, denn selbst die Französische Revolution entflammte innerhalb einer Nacht.

Ein Spannungsbogen der sich immer mehr aufbaut, immer unheilvoller wird und sich am Ende entlädt und als ob das nicht schon genug wäre bekommt der Leser oder viel mehr alle Charaktere die Folgen zu spüren. Hier wird nichts geschönt, nichts und niemand vergessen ein Schicksal dagegen zumal in dieser Konstellation scheint mir dagegen nicht geschönt doch etwas sehr weit hergeholt. Nicht unwahrscheinlich, jedoch absolut nicht aus dem Kontext und Thema des Buches begründbar.

Ich wäge gerade ab was mir helfen würde das Buch am Anfang besser aufzunehmen. Es genau so zu lassen, da die etablierten Bedingungen erst gezeigt werden müssen, damit die Figuren mehrdimensional werden oder diesen Polit-Thriller tatsächlich mit mehr politischer Kritik füttern um eine Miniaturabhandlung zu schaffen. Potenzial hätte die fiese Geschichte auf jeden Fall dazu! Denn die angesprochenen Themen wie Revolutionsarten, politische Vorstellungen, Veränderungen, Verhaltensweisen im Volk sowie Regierung und vor allem wie die Regierungen funktionieren könnten noch sehr viel mehr vertieft werden.

Trotz allem ein sehr empfehlenswertes Buch und für Menschen, welche weder Geschichte noch Politik studiert haben gerade das Richtige.