Teenager

Analyse der vier magischen Heime Teil I

Ehe man sich versieht läuft einem eines Tages der Gedanke über den Weg, sich doch mal wieder mit Harry Potter zu beschäftigen. Lesen wäre zu einfach und so wurde es der grafische Aspekt. Beschäftigen wir uns doch mal mit den Wappen und den Häusern. Hier habt ihr zumindest den ersten Teil.

Das Hause Slytherin:

Das Haus, was sich selbst so erschaffen hat wie wir es heute kennen. Ich denke jeder kennt die weit verbreitetsten Vorurteile gegenüber Slytherin: böse, arrogant, hochnäsig sowohl feige als auch elitär. Kurz um, Mitglieder dieses Hauses sind die perfekten Antagonist von Harry und seinen Freunden. Leider, denn Slytherin ist mit Hufflepuff wohl eines der missverstandensten Häuser überhaupt. Das Problem liegt sehr viel tiefer als „alle Slytherin sind böse“.

Es fing damit an, dass der Gründer Salazar Slytherin nicht mit den Auswahlkriterien der anderen Hausgründer übereinstimmte. Er strebte nach größerem, besserem. Er wollte ein eindeutiges Indiz für die Identifizierung seiner Schüler, denn Leistung oder Charakterzüge konnten sich im Laufe eines Lebens ändern. Was sich jedoch nicht so leicht ändern ließ, war die eigene Blutlinie. Reinblut, Mischblut oder gar Schlammblut. In Salazars Augen war man nur dann ein echter Zauberer wenn auch eigenen Eltern, Großeltern und Urgroßeltern schon welche gewesen waren. So kam Slytherin zu seinem zwiespältigen Ruf, der sich im Laufe der Geschichte noch verschlimmerte.

Es gibt unter den Slytherin-Potter-Fans übrigens zwei verschiedene Stellungsnahmen zu dieser Vorgeschichte. Die einen (und damit auch ein Großteil) schüttelt darüber nur den Kopf und entschuldigt sich inständigst für den Rassismus „ihres“ längst verstorbenen Hausherren.

Die andere Gruppe versucht das ganze historisch zu rechtfertigen (und entschuldigt sich danach, im besten Falle). Die Zaubererwelt war nicht immer so versteckt gewesen. Mensch und Zauberer sollen einst dicht nebeneinander gelebt haben bis es zu einer Zeit kam, in der die Menschen angefangen haben die Zauberer und ihre Kultur zu verteufeln, zu verbannen und zu hassen. Die Zauberer mussten fliehen, untertauchen und so verfrachteten sie ihre gesamte Welt mal eben ins Unsichtbare. In dieser Zeit der Verfolgung wurde anscheinend Hogwarts gegründet. Salazar wollte somit nur sicher gehen, dass weder Spione noch anderweitig manipulierte Schüler in sein Haus kommen könnten. Denn jeder Schüler, der mindestens ein menschliches Elternteil hatte war natürlich ein Spion oder geisteskrank oder ein Monster, am besten alles zusammen… Ihr seht Salazar war ein ganz klein wenig paranoid unterwegs.

Die Kammer des Schreckens unterstützt diesen Gründungsmythos auch noch hervorragend. Die einen meinen sie sei lediglich als Verteidigungsinstrument gegen den Feind gedacht, andere vermuten dass Salazar die Kammer des Schreckens als Folterkammer für muggelstämmige Schüler genutzt hat. Salazar war womöglich nicht nur rassistisch sondern auch noch verdammt rachsüchtig. Kein angenehmer Zeitgenosse. Biegen wir von den Mythen zurück auf den Pfad der Realität und stützen wir uns auf Dinge, die wir tatsächlich wissen.

Beispielsweise die Symbolik der Schlange. Da fällt mir besonders ein Wort ein: ambivalent. Selbst heute halten sich diverse Vorurteile gegenüber der bösen Schlange hartnäckig und lassen dieses Tier mehr als Mordmaschine als ein bloßes Reptil dastehen. Ganz anders sieht es dagegen in Ost-Asien (Indien) aus, wo noch heute die Schlange als Schutzpatronin verehrt wird. Auch im antiken Griechenland stand die Schlange für Heilung. Nicht umsonst haben wir das Ärztesymbol mit der Schlange des Asklepios über jeder Apotheke hängen. Ebenso war in Rom Asklepios einer der meist verehrtesten Götter und damit einhergehend das Symbol der Schlange. Wenn nicht die Bibel um die Ecke gerauscht wäre, würde die Schlange vermutlich nach wie vor ihr nobles Ansehen genießen können. Dann plötzlich wurde die Schlange zur „bösen“ Verführung Gottes der Adam und Eva nicht standhalten konnten. Zack, Bum wurden sie aus dem Paradies herausgeschmissen. Selbst Schuld…

Des weiteren gehören Eigenschaften wie Ehrgeiz, Willenskraft sowie List ebenfalls zur Schlange.

Erinnert irgendwie an das charakterliche Komplettpaketes eines Politikers, Hegemons, Waffenhändler, Lobbyist, Bänker oder Intrigants.

Sie alle haben eines gemeinsam sie wollen ihre Machtposition auf keinen Fall verlieren, ergo keine Veränderungen im System damit sie die Kontrolle behalten können. Vielleicht hatte Salazar auch nur vor Kindern Angst, die beide Seiten der Gesellschaftsmedallie kannten: Schlammblüter sind mit beiden Kulturen aufgewachsen, können sich in beiden womöglich bewegen und haben in beiden gute Beziehungen. Wenn es in einer der beiden Welten nicht klappt, dann passt es immer noch woanders. Schlammblüter sind nicht so einfach zu beeinflussen wie reine Zaubererkinder. Wer weiß, vielleicht ahnte Salazar auch dass sich manche Schlammblüter besonders beweisen wollen würden. Schaut man sich Hermine Granger an, weiß man plötzlich weshalb er auch soviel Angst hatte. Mit dem Mädchen will sich vermutlich keiner so schnell anlegen.

Wie bei so vielem, gibt es einen großen Haken: Die Zeit. Sie schreitet voran und Dinge, Werte etc. verändern sich und damit der Umgang oder Regeln für das zwischenmenschliche Miteinander. Wenn aus der Not irgendwann Tradition wird, da es als schicker Lebensstil gilt dann ist man irgendwo ganz falsch abgebogen. Das Streben nach Höherem, Wissen, Macht, Reichtum oder schlichtweg Ehrgeiz sind ganz besonders leicht zu instrumentalisieren, es braucht nur einen Tom Riddle.

Sowohl die Schlange als auch die Slytherin sind ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sieht man eindeutig die Bösen wie Bellatrix, Voldemort aber es gibt auch auf der anderen Seite graue Schatten wie Snape oder sogar Draco Malfoy. Snape als der Doppelagent schlechthin und Draco als ein hilfloser völlig verkorkster Teenager, der überhaupt so gar keine Ahnung hat was sein Platz in der Welt ist. Ich meine, er konnte/wollte Dumbledore nicht töten, er kann gar nicht so böse sein.

Zu aller letzt will ich hier auch noch Narzissa Malfoy erwähnen, die hat Harry letztendlich gerettet. Ich bezweifle allerdings stark, dass sie erleuchtet wurde. Ich glaube eher dass ihre Entscheidung bloßes Kalkül war. Ihr war Ehrverlust unter den Todessern lieber, als mit ihnen nach Askaban zu gehen. Ein wenig feige, vielmehr durchtrieben, berechnend und listig. Eine Slytherin durch und durch, was Harry jedoch geholfen hat.

Zum Schluss möchte ich noch einmal eine kleine Pointe in den Raum werfen, denn der sprechende Hut erwähnte in Buch Eins, dass man vielleicht in Slytherin seine wahren Freunde finden könnte…

Ob es heißt, dass wenn man weiß wie man ein zweischneidiges Schwert führt freundschaftlich ausgesorgt hat? Vielleicht.

Das Hause Hufflepuff: 

Im Gegensatz zum Hause Slytherin findet man hier sehr viele „nette“ Leute. Sympathisch, lustig, loyal, treu und womöglich auch gerne ein wenig treudoof bzw. naiv. Es war das Haus, was ich von Anfang an nicht mochte und völlig unterschätzt habe. Vermutlich wäre ich trotz heutigem Wissensstand persönlich beleidigt, würde man mich als Hufflepuff bezeichnen. Trotzdem sind sie so viel mehr als die augenscheinlich netten Ottonormalverbraucher der Zaubererwelt.

Wie sooft ist die Geschichte des Hauses nicht ganz unschuldig an der gegenwärtigen Darstellung des Hauses. Der Legende nach soll Helga Hufflepuff geäußert haben „sie nähme auch den Rest, der in kein anderes Haus passe.“ Auf der einen Seite sticht das Wort „Rest“ schon sehr penetrant ins Herz. „Rest“ bezeichnet normalerweise Dinge, die oftmals verschmäht werden oder schlichtweg übrig bleiben. Von einer ganz anderen Seite betrachtet ergibt sich durch den „verschmähten Rest“ die größte Vielfalt an Menschen auf relativ engem Raum. Es besteht aus Menschen, die sich womöglich nicht richtig einordnen lassen können, die vielleicht sogar zu sehr Freigeist sind um feste Charakterzüge oder Denkweisen zu besitzen. Sie selbst könnten schlichtweg schwerer zu beeinflussen sein als die restlichen Mitglieder der anderen Häuser. Da fällt die Wahrscheinlichkeit von Gegnern instrumentalisiert zu werden beträchtlich.

Gerne wird den Hufflepuffs ebenso vorgeworfen, dass sie faul sein. Zwar sieht oder vielmehr liesst man von

ihnen recht selten, dass sie entweder in der Bibliothek lernen oder sich gar an irgendwelchen anderen Orten der geistigen Horizonterweiterung aufhalten. Jedoch betonte Helga, dass für sie nicht anderes als harte Arbeit zählt, ob an sich, an der Umwelt oder sonst wo im Harry Potter Universum wird offen gelassen.

Im Laufe der Bücher und der Jahre gewinnt Hufflepuff ein wenig mehr an Plastizität. Es werden immer mehr Anforderungen für die Hausmitglieder bekannt und seien wir ehrlich, Sie sind keineswegs un-anspruchsvoll. Ein guter Hufflepuff sollte folgende Werte in sich tragen: Treue, Loyalität, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit sowie Aufrichtigkeit. Das ist eine ganze Menge und gleichzeitig kenne ich sehr wenig Menschen, auf die diese Eigenschaften zutreffen. Wer von euch kennt denn einen Menschen, dem er blind alles erzählt oder ihm sein Leben anvertrauen würde. Im besten Falle maximal zwei oder? (Falls nicht… Was hast du bitte für geniale Freunde/Familie?!)

Um das ganze noch ein wenig salonfähiger zu machen präsentiere ich euch an dieser Stelle mal den beispielhaftesten Hufflepuff, den wir in Harry Potter treffen: Cedric Digory. Ich weiß nicht mehr in welchem Band Harry und Cedric gleichzeitig (während des Quidditschspiels) den Schnatz jagen, aber am Ende gewinnt Cedric. Allerdings nicht ganz fair, denn Harry wäre schneller gewesen wäre er nicht urplötzlich und uneigenverschuldet vom Besen gefallen. Cedric hätte die Situation so hin nehmen können und sich freuen können gegen Harry Potter gewonnen zu haben, jedoch bietet er Harry an das Spiel zu wiederholen. Der Moment sei so unfair gewesen. Wie oft hört man diesen Satz in unserer Welt?

Spinnen wir das Rad noch weiter, man sagt dass ein Hufflepuff jedem hilft sofern er sich dazu berufen fühlt. Cedric hätte Harry nicht während des trimagischen Turniers helfen müssen und dennoch hat er es gleich zwei Mal getan (zum einen mit dem Drachen und zum anderen Mal mit der Spinne). Wer hätte denn das Turnier am Ende gewonnen? Richtig Cedric, nicht Harry….

Hat J. K. Rowling eigentlich auch die Wappentiere zu den Häusern gezeichnet? Sie wird sie sich zwar grob ausgedacht haben, aber so genau konzipiert? Es bedarf Nachforschungen. Schaut man sich das Hausemblem erneut genauer an, sollten nach meiner Erläuterung bitte ein paar magisch erhellende „Ahhhhs“ und „Ohhs“ durch die Luft fliegen.

Der Dachs ist auf den ersten Blick kein besonders beliebtes/populäres Tier. Das einzige was ihm Wiedererkennungswert gäbe, wäre sein schicker schwarz-weißer Streifen auf dem Rücken. Doch das erste Erscheinungsbild des Dachses täuscht gewaltig. Er ist ein verdammt fleißiges Tier, seine Tunnelsysteme erstrecken sich häufig über hunderte von Metern darüber hinaus sagen die Ureinwohner Nordamerikas ihm heilende Kräfte nach. Ob die Huffplepuffs besonders medizinisch bewandert sind sei mal dahin gestellt, jedoch sind sie ähnlich unbeliebt wie die Dachse aber eben auch genauso fleißig. Cedric wäre nicht soweit gekommen, wenn er so faul gewesen wäre wie alle es den Hufflepuffs immer unterstellen würden.

Anderes Beispiel: Nymphadora Tonks. Ich denke da sind keine weiteren Erklärungen mehr nötig. Sie ist alles nur nicht faul, beschränkt oder gar etwas langsamer.

Vorurteile hin oder her die meisten Hufflepuffs arbeiten hart, sie sind die Helden der zweiten Reihe. Sie sind die Menschen, die eine Stadt/ Zivilisation am Laufen halten ohne groß in der Öffentlichkeit zu stehen. Sie brauchen weder besonders viel Aufmerksamkeit noch Ruhm oder Skandale um sich wertgeschätzt zu fühlen. Ein Danke, Nicken oder einfaches Lächeln reicht bereits, denn sie tun diese Dinge um ihren Selbstwert. Krankenpfleger, Pädagogen, Erzieher möglicherweise auch Handwerker wären ihre bevorzugten Berufe, vielleicht auch Straßenkehrer oder Pfleger von magischen Geschöpfen. Interessant dabei ist, dass viele Menschen (ja du und ich) Hufflepuffs als den idealen Freundestyp ansehen und sie liebend gerne hätten, nur möchte gleichzeitig niemand ein Hufflepuff sein eben aufgrund der Vorurteile.

Es kommt sogar noch besser, Hufflepuff ist wohl eines der loyalsten Häuser schlecht hin. Selbst ein größerer Unsympath wie Zacharias Smith (Quidditsch- Jäger der Hufflepuffs, Kommentator, Jenny fliegt in seine Sprecherkabine) würde niemals jemanden hinters Licht führen. Auch wenn Smith niemals von Harry oder gar Dumbledors Armee begeistert war.

Ich spanne mal den Faden weiter zu den Wappenfarben: Schwarz, Gelb. Geld ist eine der Primärfarben und steht für folgende Attribute: Freundlich, glücklich, optimistisch. Schwarz dagegen bedeutet selten etwas gutes, es kann jedoch in der richtigen Kombination die andere Farbe zusätzlich hervorheben. So wie bei dem Wappen, das Schwarz ist mehr funktional als wirklich symbolisch.

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Starke Frauen in Videospielen

Die Reihe, sie lebt wieder! Gut, sie war eigentlich nie tot. Ich brauchte nur eine kleine Verschnaufpause, die sich mächtig in die Länge zog aufgrund ellenlager Recherche. Ich möchte eins sagen, es gibt verdammt viele starke Frauen in Videospielen nur muss man diese eben erst einmal finden. Ihr wisst ich bin kein Freund von Mainstream. Zumindest nicht in dem Sinne, dass man populäre Charaktere nicht noch breiter treten muss als sie schon sind. Ihr versteht? Nahezu jeder Gamer kennt Ellie aus The Last of Us, Samus Aran aus Metroit, Bayonetta oder Claire Redfield aus Resident Evil, aber was nützt uns dass? Die kennen wir, sie sind auf ihre eigene Art wunderbar ber wir wollen noch Neues. Also hier kommt das Futter. Übrigens möchte ich anmerken, dass ich noch gerne so viel mehr Charaktere hier eingebaut hätte, aber wirklich stark wären diese nicht gewesen. Eher gebrochen oder einfach nur Bad-Ass. Die zwei Eigenschaften tauchen hier auch hin und wieder auf (zwei bekannte Charaktere musste ich hier auch einfach einbauen), jedoch soll es ja nicht das Haupkriterium werden. Übrigens wer wissen will wie alles angefangen hat, der darf hier klicken… und wer dann noch Lust hat auf Film sowie Serien, der ist herzlichst eingeladen sich das ebenso zu Gemüte zu führen.

Nariko aus Heavenly Sword

Narikos Geburt stand eigentlich unter einem perfekten Stern. Im Jahre des Feuerpferdes, sollte ein göttlicher, junger Krieger geboren werden, der später die Gottesklinge beherrschen konnte und Frieden sollte einkehren. Aus dem jungen Krieger wurde jedoch eine junge Kriegerin und ihre Mutter starb kurz nach der Geburt. Der Vater war außer sich, seine Tochter umbringen konnte er jedoch auch nicht. Von dort an lebte das Volk in dem Glauben, dass die Prophezeiung vielleicht etwas ungenau gewesen war.

Das Böse ließ nicht lange auf sich warten und so forderte eines Tages der machthungrige König Bohan das heilige Schwert. Sein Ziel? Natürlich die Weltherrschaft. Wieder Nariko noch ein anderer Angehöriger ihres Stammes kann dies zulassen und so kommt es zur Schlacht. In der bekommt sie die berühmt berüchtigte Gottesklinge in die Hand gedrückt, zusammen mit dem Auftrag so ziemlich alles und jeden damit einmal zu Schaschlik zu verarbeiten. Nur besitzt dieses Schwert einen großen Haken, das Schwert zu führen kostet enorme Kraft. Lebenskraft. Ist man kein göttlich Auserwählter, sieht es damit irgendwann verdammt schlecht aus und in diesem Moment soll sich das Schwert gegen den Träger richten.

Den Haken ignorierend kämpft Nariko wie eine Furie. Sie wird entführt, besiegt und traumatisiert. Dennoch rappelt sie sich immer wieder auf, woran ihr Vater und ihre Schwester (?) nicht ganz unschuldig sind. Zum Schluss jedoch nützt es alles nichts und sie stirbt. Doch selbst dann ist es für sie noch nicht ganz zu Ende, denn sie schließt einen Pakt mit dem Schwert. Sie darf noch einmal wiederkehren, um König Bohan zu besiegen, sich an ihm zu rächen und ihr Volk zu retten. Als Gegenzug muss sie dann endgültig sterben.

Traurig und doch irgendwie wundervoll. Ich meine, es gibt wohl keinen größeren Einsatz als das eigene Leben. Zumal Nariko sich erst einmal eingestehen musste, dass sie eben nicht der göttliche Krieger ist für den sie immer alle gehalten haben. Wenn das eigene Lebensbild mal eben flöten geht… Und trotzdem opfert sie sich für ihre Familie und ihren Stamm. Die emotionale Bindung war mir ein Erwähnen wert. Seien wir ehrlich wie wahrscheinlich ist es, dass von dort an ihr Volk auf ewig friedlich weiterleben wird?

Terra Branford

Terra Branford ist Soldatin, eigentlich die Soldatin schlechthin. Unterstellt ist sie Imperator Gestahls sowie Kefka Palazzo jedoch nicht ganz freiwillig. Sie trägt eine Art Sklavenhalsband, was jegliche Ungehorsam verbietet.

Während einer „missglückten“ Mission wird der Knechtreif endgültig zerstört und Terra ist frei. Die plötzliche Freiheit nützt ihr dagegen wenig, denn sie leidet von dort an unter Amnesie.

Da sie die Rebellen gefunden haben wird sie so unfreiwillig zum Instrument ihrer ehemaligen Gegner und ehe sie es sich versieht wird sie zum Spielball der beiden Parteien.

Für Terra zählt reichlich wenig, sie hält nicht viel von Politik weshalb sie sich auf dieses politische Machtspiel mal einlässt mal nicht. Das Einzige was für sie zählt, ist die Wiedergewinnung ihres Gedächnises. Mit der Zeit fügen sich alles wieder zusammen, weshalb sich Terra in einer völlig neuen Rolle sieht.

Ihr Standpunkt verändert sich abermals mit dem Anbruch der großen Apokalypse. Nach dieser riesigen Katastrophe fängt ihr selbstbestimmtes Leben erst richtig an. Terra wird Ersatzmutter für Waisen, deren Eltern während des Unglücks gestorben sind. Ruhe wird ihr trotzdem keine gegönnt, denn Kefka ist immer noch auf Terras Spur. Je bedröhlicher Kefka für die Kinder wird, desto stärker wird Terras Willen.

Plötzlich ist sie gar nicht mehr so verloren. Denn wenn jemand versucht ihren Lieben (die einzigen Wesen zu der sie eine positive emotionale Bindung hat) etwas anzutun ist Schluss mit lustig. Terra beschließt endlich für etwas in ihrem Leben aktiv Partei zu ergreifen und sie beginnt zu verstehen was Liebe ist, Freundschaft bedeutet und dass das Schreckensregime ein Ende haben muss. Was gibt es besseres und stärkeres als eine junge Frau die sich selbst findet? Recht wenig würde ich behaupten.

Cerys an Craite

Das Witcher Universum hat so einiges an starken Frauen zu bieten. Ich persönlich würde mich weder mit Yennefer noch mit Triss oder mit einer anderen Zauberin der Loge und erst recht nicht mit Ciri anlegen.

Nun haben alle diese Frauen das Glück mit übernatürlichen Kräften gesegnet zu sein. Die Fähigkeit zu zaubern oder durch Zeit und Raum zu reisen setzen den Badass-Faktor erheblich nach oben. Es ist nicht wirklich ein Wunder, dass sich jeder vernünftige Mensch in the Witscher von diesen Damen fernhält. Deshalb ist es gerade hier wichtig, ein wenig Abseits des Trubels zu schauen. Abseits der ganzen Höfe, Burgen, Schlachtfeldern, Schlössern oder Festungen. Auf in den hohen Norden!

Aufgrund tragischer Umstände suchen die Skelliger eines Tages nach einem neuen Anführer. Jemanden der die zerstrittenen Stämme wieder zusammenbringt und dafür sorgt, dass Skellige sich sowohl wirtschaftlich als auch territorial positiv entwickelt.

Es gibt mehrere Anwärter, darunter Cerys. Eine Frau als Anführer? Für die Skelliger etwas völlig revolutionäres, aber auch nicht völlig abwegiges. Wenn sich Geralt aka der Spieler sich nicht allzu blöd anstellt gewinnt Cerys den. Sie ist keinesfalls auf den Kopf gefallen, stur wie ihr Bruder, hat jedoch einen entscheidenen Vorteil. Sie weiß wie wichtig Kommunikation vor allem miteinander ist. Mit ihrem strengen jedoch diplomatischen Führungsstil bringt sie frischen Wind in den eisigen Norden. Falls sie Anführerin bei euch wird kann ich euch verraten, dass sie ihren südlicheren Rivalen ziemlich auf den Kopf haut. Das schaffte vorher keiner ihrer männlichen Vorfahren, durch sie erlebt Skellige einer der besten Zeiten seit seiner Gründung. Wer kann schon von sich behaupten, dass er mit Köpfchen ein gesamtes Königreich besiegt hat?

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Die gesammelten Schätze des Monats der Kreislaufattitüden

The Master is back! So seit dem 4. Mai bin ich wieder im Land und es ist himmlisch!

Kurzer Teaser, den alle meine Freunde und Bekannten sich schon anhören mussten: Ich habe wieder eine Wasch-, Spülmaschine und einen leckeren gefüllten Kühlschrank!

Die Abreise verlief erstaunlich entspannt, nur organisieren können isländische Taxiunternehmen nicht wirklich. Da ruft man schon an und bestellt ein großes Taxi (großer Koffer und Übergepäck) und was kommt? Das kleinste Taxi von ganz Island, mit einem Fahrer der beim Aussteigen fast an seinem eigenen Raucherhusten erstickt. Den Koffer haben wir dann doch noch irgendwie versaut bekommen….

Das kam dann übrigens auch zwischenzeitlich, denn es waren immerhin noch -2°C und der Schnee wollte sich wohl noch einmal in seiner ganzen Pracht zeigen. Eine wahre Naturgewalt, die mir fast den Flug verdorben hat. Glücklicherweise hielt er gerade mal eine Stunde an, und die Räumungsfahrzeuge in Reykjavik sind extra schnell.

Danach ging es weiter zu Security, die übrigens sämtlichen Südeuropäern oder Arabern Ehre gemacht hätte. Sie reden laut und gestikulierend wild dabei, half mir allerdings auch nicht sie zu verstehen. Es ist recht schwierig sich an irgendwelche angeblichen Ansagen zu halten, wenn man diese nicht versteht und keiner einem hilft sie zu verstehen. So stand ich dort mehr oder minder völlig verloren, bis sich mal ein Herr dazu erbarmte mir zu erklären was denn die Dame letztendlich wollte. Fazit: Sie wollte, dass ich eine zweite Schale für meinen Rucksack holte. Die Verweigerung Englisch zu sprechen vermisse ich definitiv nicht!

Was das Sicherheitskontrollpersonal übrigens immer hassen, sie aber nichts dagegen tun können ist eine leere Trinkflasche mitzunehmen. Sie können euch die nicht wegnehmen und ihr könnt sie hinter der Security wieder auffüllen. Übrigens, selbst die Duty-Free Shops sind auf Island teuer. Allerdings haben sie eine hervorragend sortierte Spirituosenabteilung. Für einen Festbetrag und dem Vorzeigen des eigenen Passes dürft ihr euch sogar an einer der Bars dort besaufen. Ich sag mal so, als ich an ihr vorbeischlurfte war es gerade mal sieben Uhr morgens und sie war voll. Denkt euch den Rest.

Mehr kann ich eigentlich gar nicht mehr erzählen. Alleine Reisen ist in Kombination mit dem isländischen Flughafen ist nicht allzu spannend. Es sei denn ihr seid zwei ältere Isländer, die ins falsche Flugzeug aussteigen und plötzlich rausbegleitet werden müssen. Diese zwei älteren Herren, saßen in meiner Maschine und waren fest der Überzeugung, dass sie nach Oslo fliegen würden. Ich frage mich heute noch wie man dies Verwechseln kann. Beide Städte sind unterschiedlich groß, werden Unterschiedlich geschrieben und liegen überhaupt wo ganz anders. Sobald die zwei in ihrem richtigen Flugzeug saßen starteten wir auch schon.

Wobei sich zuvor noch ein sehr übervorsichtiger Vater bei der Stewardess genau erkundigte wie genau man denn die Schwimmweste unter dem Sitz hervorholen kann. Als nächste Frage kam dann auch noch ob das Flugzeug auch sicher sei… Am liebsten hätte ich ihm erzählt, dass die Tragflächen eines Flugzeugs lediglich geklebt werden.

Ich hatte übrigens eine Sitzreihe für mich alleine, schlafen war trotzdem nicht drin. Es macht Stewardessen immer wieder Spaß die wehrlosen Füße von Passagieren mit ihrem verdammten Wagen zu traktieren. Ich habe es dann irgendwann aufgeben und bei dem besorgten Vater durch die Sitzlücke erneut Dunkirk geschaut. Irgendwie ironisch. Ein total überfürsorglicher Vater, der vermutlich eine leichte Flugangst hat schaut sich Dunkirk zur Beruhigung an? Die Kompensationsmethoden von Menschen sind schon faszinierend. (mehr …)

Ein Dutzend Dinge, die ich während meines „Auslandsjahr“ gelernt habe

Seit gut drei Wochen bin ich mittlerweile wieder im Lande und bin einigermaßen angekommen. Deshalb bin ich auch erst jetzt dazu gekommen mir so wirklich Gedanken um die letzten neun Monate zu machen. Hier sind ein Paar meiner Einsichten, die ich mal aufgeschrieben habe. Villeicht wird zu dem Thema noch mehr kommen nur ist in-sich-hinein-gehen ein relativ anstrengender Prozess und ich bin mal wieder überall und nirgendwo unterwegs….

Own your Shit

Die wichtigste Sache, die ich wohl während meiner neun Monate Ausland gelernt habe wäre: Own your Shit. Gerade in Beziehungen zu Partner(n), Freundin, Arbeitgeber, Kollegen oder wen auch immer. Lerne dich deiner selbst Bewusst zu sein. Lerne dich selbst zu hinterfragen und beseitige Probleme wie Eifersucht, schlechte Laune, Streitereien oder Ansprüche. Denn ganz oft ist es nicht die Kleinigkeit die jemand erwähnt hat, die uns durch die Decke gehen lässt. Meist ist es etwas ganz anderes, etwas was viel tiefer sitzt. Die eigene Unsicherheit sollte nicht die Ursache dafür sein, dass ihr jeden zweiten Tag jemanden mit verbalen Molotowcocktails bewerft. Ich bin ein Paradebeispiel dafür, ich habe konsequenterweise jeden Boten erschossen. Jetzt weiß ich, ich muss nicht an der Person arbeiten, der mir den Boten geschickt hat. Nein, ich muss an mir arbeiten. Zwischenstand: Es klappt in vielen Fällen schon besser. Zynisch werde ich wohl immer bleiben.

 

Abgrenzen

Der obige Punkt aus einer anderen Perspektive. Denn auch ich war des öfteren schon in meinem Leben ein Bote oder in irgendwelche größeren/ kleineren Konflikte involviert. Immer habe ich mir den Schuh angezogen, dass ich Schuld hätte. Egal bei was: Zwei meiner Freunde streiten sich? Ich war Schuld. Der Lehrer flippte aus? Ich war Schuld. Mein Haustier ist gestorben, weil es einen Tumor hatte? Ich war Schuld. Ist auf Dauer dezent ungesund und anstrengend.

Für das Leben anderer bin ich in der Regel nicht verantwortlich. Ich kann Hilfe anbieten, mehr aber auch nicht. Wenn die Hilfe nicht erwünscht wird, dann lasse ich es. Nur weil jemand unglücklich ist, muss ich automatisch mit unglücklich sein. Nein, nein, nein… und es heißt auch darüber reflektieren zu können, ob man nun wirklich Mist gebaut hat oder ob die andere Person einen gerne als Sündenbock hinstellen würde, weil er/sie sich nicht eingestehen kann dass er/sie Mist gebaut hat.

 

Kommunikation ist alles

Gehört mit in diesen riesigen Korb namens Own your Shit. Denn wenn du dich deines Selbst bewusst bist, dann rede drüber. Rede über deine Gefühle, deine Ängste, Erwartungen, Wünsche was auch immer. Es macht ein Leben ein wenig leichter und sei es nur ein: Entschuldigung ich bin gerade nicht ansprechbar, weil ich tierisch Hunger habe und erst einmal was Essen muss ansonsten gehe ich gleich an die Decke. Es ist eine Ansage, können die meisten Menschen nachvollziehen und man hat für 20 Minuten seine Ruhe. Viele Streitereien entstehen aus Missverständnissen, weil man nie drüber geredet hat oder sich dachte was der andere denken würde bzw. könnte. Wie gesagt nicht denken, sondern reden und zwar miteinander.

 

Kill them with kindness

Mein persönlicher Grad an passiver Aggressivität ist (wenn ich sauer bin) nicht zu übertreffen. Wenn andere verbale Molotowcocktails schmeißen komme ich gut und gerne mal mit einer Panzerfaust vorbei oder gleich mit einer Wasserstoffbombe. Ich sage euch, damit kommt man nicht weit. Man macht zwar seinem Ärger Luft, aber dann kommt der Gegenwind. Trotzreaktionen von anderen Menschen sollte man nicht unterschätzen und dann stehen sich zwei Sturköpfe gegenüber und man hat sich ineinander so verkeilt wie Deutschland und Frankreich 1916 in Verdun. Für das Erreichen eines bestimmten Ziels weniger Vorteilhaft. Erst recht, wenn man von der Person auf die man sauer ist abhängig ist und sich damit so einiges einhandeln würde. Eine Regel, die ich dann selbst lernen musste und immer noch muss: (die Macht der Panzerfaust bleibt eben extrem Stark) bleibe freundlich. Egal was passiert: lächel und winke. Damit entwaffnest du deinen Gegenüber im Zweifel, denn er kann nichts tun. Wenn seine Wut abprallt, dann verraucht sie ins nichts und er ist gezwungen sich auf einen Lösungsweg einzulassen.

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Reiseführer über die Katzenvideplattform #3

Lang, lang ist’s her, jedoch hat sich so einiges in meiner Abonnentenliste getan und dies möchte ich euch nicht vorenthalten. Weshalb so genau weiß ich auch nicht, aber vielleicht bekomme ich den ein oder anderen doch noch dazu den Glauben in die jetzige heranwachsende Generation nicht zu verlieren. Wenn man gut 90% des Inhalts auf der Katzenvideoplattfom ignoriert, klappt das sogar ganz gut. Deshalb bin ich viel mehr durch einen Artikel auf dieses Problem aufmerksam geworden, als durch das reine Betrachten meines Accounts. Die Startseite ist und bleibt bei mir konstant gesperrt. Zum gesamten Artikel geht es übrigens hier, was mich jedoch besonders stutzig gemacht hat war die Aussage, dass YouTube immer radikaler Links setzen würde und zu einem Desinformationsportal verkommen könnte. Ich zitiere:

Wer YouTube-Videos schaut, sagt Chaslot, Zeynep Tufeci, der Guardian und andere, bekommt immer krassere, immer radikalere „weiterführende“ Clips empfohlen. Hierzu gehören vor allem bei politischen Themen Verschwörungstheorien und Fake News. Wer sich beispielsweise Nachrichten-Videos zum Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida ansieht, landet schnell bei anderen Clips, die behaupten, die Tragödie hätte nie stattgefunden und wäre ein Hoax.

Wired, Jonny Haeusler Ausgabe vom 15.03.2018

Zu aller erst: (Es wird kein zweitens folgen, jedoch fällt mir kein besserer Satzanfang an. Jeder Lektor darf sich bei mir beschweren…) Weshalb denken Menschen schon wieder, dass irgendetwas gefälscht ist? Seid mir nicht böse aber menschliche Leichen in einer verdammten Schule wären schon ein extremer Scherz. Ich meine, wer würde so etwas tun? Natur lass es doch bitte Gehirne regnen. So genug aufgeregt….

Davon mal ganz abgesehen, kann ich dem Artikel nicht ganz folgen. Seien wir mal ehrlich, mittlerweile sollte jeder genügend Medienkompetenz besitzen um zu wissen dass heut zu Tage viel mit Clickbait gearbeitet wird oder mit recht interessanten Videotitelbildern. Darüber hinaus muss man die empfohlenen Videos auch nicht anklicken sondern kann statt dessen eiskalt ignorieren oder nicht interessiert wählen. Die besagten Videos werden dann nämlich nicht mehr angezeigt. Wenn YouTube, Google oder sämtliche anderen Firmenmonster schon das Angebot geben euch selbst eine Filterblase zu basteln macht doch mit. Wenn ihr lediglich Bildungskanäle oder eher in der Stimmung links-versiftes Rosabrillenbalett seid, werdet ihr auch nicht so schnell eine eigene Akte beim Bundesnachrichtendienst oder der CIA haben. Gut für euch, weniger Flughafenkontrollen und ihr habt mehr Zeit im Duty-Free Shop. Ich merke, ich werde schon wieder sarkastisch. Damit das Ganze hier nicht ganz so ausufert komme gleich zu meinen neuen Empfehlungen. Denn ich steh auf mein links-versiftes Rosabrillenbalett, bräuchten wir alle viel mehr von.

 

Wolf Performance Coaching:

Ich denke keiner meiner Leser ist sonderlich in die Fitness-Instagram Bewegung involviert. Wenn ich Unrecht haben sollte, dann entschuldigt dies bitte. Ich kann leider nicht hellsehen, um all eure faszinierenden Fassetten warnehmen zu können. Aber darum soll es eigentlich gar nicht gehen. Es soll sich um diesen Herren drehen und darum wie er mit einigen anderen die Bewegung #NoBullshit oder #changetheIndustry ins Leben gerufen hat. Er möchte die Allgemeinheit über die Abzocke von gewissen Fitnessmodeln, Fitness Trainern, Personal Trainern und sogar teilweise Ärzten aufdecken und bekämpfen. Er regt zum Hinterfragen an, zeigt wie Hinterfragen geht und erklärt wie man profane nicht-tragende Argumente entlarven kann. Er räumt mit Ernährungs- sowie Trainingsmythen auf und sorgt hoffentlich dafür, dass Menschen erst selbst denken und dann Unsummen von Geld für etwas zahlen müssen was sie sich auch hätten selbst anlesen können. So kompliziert ist das Ganze gar nicht.

 

Lorerunner:

Diesen Herren dürftet ihr auch schon kennen zumindest wenn ihr meine Blade-Runner Analyse gelesen habt. (Sollte dies nicht der Fall sein. Tut. Es. Sofort!) Dabei wären wir eigentlich schon beim Thema seines Kanals. Er produziert verschiedene Formate, die allesamt etwas mit Spielen zu tun haben oder Filmen, oder Serien. Im Großen und Ganzen könnte man die verschiedenen Angebote unter Analysen zusammenfassen. Darunter läuft momentan das gesamte Star Trek Universum dies bedeutet, dass er schlicht weg jede Folge der vollständigen Serie von Raumschiff Enterprise bis Star Trek Enterprise bespricht. Er hat auch die Herr der Ringe-Trilogie inklusive die des Hobbits analysiert oder Star Wars Episode I bis VI. Das waren erst die bekanntesten Vertreter… Er hat Humor, er ist intelligent, er bringt Dinge auf den Punkt und vor allem liebt er Mass Effekt eins bis zwei genauso sehr wie ich (selbst drei, ein bisschen). Einziges Manko: Er spricht lediglich Englisch und seine Videos sind ungeschnitten. Genauso wie seine Spiele-Analysen, die gerne mal sechs Stunden am Stück dauern da er während des Spielens analysiert. Ihr solltet also Zeit mitbringen und euch nicht am Computerspiele-Design der neunziger Jahre stören, da er diese Art gerne als Hauptgestaltungsthema in sämtlichen Videos verwendet. Ich kriege davon regelmäßig Augenkrebs, aber ich bin auch ein verwöhnter Jungspund. Macht es wie ich, hört seine Analysen als Hörspiel da ist die Optik dann auch egal.

 

CocuriRuby:

Die einzige Booktuberin, die ich mir überhaupt anschaue und die es wert ist geschaut zu werden. Es tut mir Leid, falls ich hier Abstriche machen sollte. Jedoch tue ich mich mit der Szene im Allgemeinen eher schwer. Oft sehe ich vor mir keinen Rezensenten, der etwas eloquentes zu sagen hat sondern viel mehr einen völlig über- emotionalen Teenager, der wild gestikulieren jedes zweite Buch in den Himmel lobt und am Ende dann doch nur beispielsweise 3 Sterne vergibt. Die Story, Kontext oder den Plot zu hinterfragen würde im Leben niemandem einfallen und eben genau das tut diese junge Dame. Sie schildert ehrlich und meist sachlich ihre Meinung, gibt konstruktive Kritik und vor allem hinterfragt Dinge. Eine wunderbare Anlaufstelle wenn man sich hauptsächlich für das Genre Contemporary/ Contemporary-Romance und im allgemeinen Jugendliteratur interessiert.

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Die gesammelten Schätze des Monats der Ausnahmezustände

Was für ein Monat. Ich weiß ich schreibe das seit Oktober irgendwie jeden Monat, aber warum muss auch soviel passieren. Ich meine, auf der einen Seite ist es natürlich schön auf der anderen Seite muss ich dann so viel aufschreiben. Ich bemerke auch gerade erst jetzt, dass ich nur noch fünf Wochen habe. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich allerdings noch nicht. Wer mich auf Twitter verfolgt oder ich ihn zwangsweise ungefragt bombardiere weiß, dass dieser Monat recht explosive Phasen hatte. Lag schlichtweg daran, dass unser Museum zwecks Ausstellungswechsel zwei Wochen lang geschlossen war und wir eine Woche lang hardcore renoviert haben und die andere Woche die Ausstellungsstücke aufbauen durften. Nicht sonderlich witzig kann ich euch sagen, aber fangen wir langsam an. Der Monat begann erst einmal mit einem Besuch in dem Museumsarchiv, welches am anderen Ende der Innenstadt liegt. Da ich immer noch scharf auf kostenlose Bustickets war und die Fahrkarten zum Archiv vom Museum gesponsert werden nehme ich mir jedes Mal fest vor dort hin zu laufen. Es ist machbar, aber laufen nennt sich das nicht mehr. Es ist vielmehr eine Wanderung, weshalb zeigt mein Navigationsgerät eigentlich keine Höhenmeter an? Es fängt perfiderweise mit einem sehr langen Stück bergabwärts an, da ich ebenfalls auf einem Hügel wohne und steigt dann aber um so steiler an. Was das ganze dann jedoch ein wenig abgemildert hat war, dass ich auf dem Weg durch eine Art Wald/ Nationalpark wandern durfte. Sehr schön, sehr einsam (wenn man die Gärtner nicht mitrechnet) und sehr überraschend. Dort wachsen nicht nur Laubbäume, nein auch gibt es dort einen kleinen Trail für die ansässigen Islandpferde sowie einen riesigen Stausee.

Das Archiv ist an sich nicht wirklich erwähnenswert. Es steht jede Menge abgefahrenes Zeug herum, was noch abgefahrener wäre, wenn es nicht in Noppenfolie stecken würde. Was nicht gerade zu groß für die Kartons, Regale oder Schubladen ist wird dort drin verstaut. Das Herumstöbern macht Spaß als Archivfotografin tauge ich allerdings weniger. Nicht weil ich nicht fotografieren könnte, nein ich bin meist schlichtweg zu klein für die monströsen Poster oder Modelle, welche die Künstler so fabriziert haben. Da helfen weder Stuhl noch anderes Mobiliar. Wobei ich schon arg schlucken musste, als mir die Archivarin mal eben ihre Kamera in die Hand drückte. Einer dieser herrlichen Spiegelreflex-Kameras mit tausend Optionen… Wie gut, dass der Autofokus an war. Ob die Fotos allerdings wirklich etwas geworden sind werde ich wohl nie erfahren. Zu Gesicht bekommen habe ich sie nämlich nicht mehr. Eines noch, weshalb benutzt man Seidenpapier zum Verpacken von Dingen? Einmal eingepackt, kann man die doch nicht mehr entpacken?! Ich habe schlicht weg über zwei Stunden damit verbracht, das Seidenpapier nicht zu beschädigen. Letztendlich habe ich einfach aufgegeben, weil es mir nicht möglich war. Das Einpacken dafür war die Hölle. Wer braucht schon Texttafeln in einer Größe von 1×2 Metern, die natürlich auf keinen Fall dreckig werden dürfen?!

Hatte ich schon erwähnt, dass ich tierische Kopfschmerzen von Archivluft bekomme? Oder dieser typisch staubtrockenen Luft in Shopping-Malls? Ich sehe gerade, ich benutze zu viele Fragezeichen. Zurück zu einfachen Aussagesätzen wie: Ich habe endlich einen polnischen Supermarkt gefunden. Der liegt nämlich gleich neben meinem zweiten Arbeitsplatz. Es mag ein wenig verrückt klingen, aber ich habe mich ein wenig heimisch gefühlt. Zumindest habe ich dort endlich mal etwas verstanden, und ich konnte die Produkte auseinanderhalten. Was Auslandsabenteuer so alles mit einem anstellen. Was mir dagegen ein bisschen Sorge bereitet ist, dass meine Unterwäsche so langsam den Geist aufgibt. Stoff hält eben auch nicht ewig, und dass was ich so dabei habe ist eben seit knapp acht Monaten im Dauereinsatz. Shoppen gehen möchte ich hier jedenfalls nicht, schon gar nicht Unterwäsche. Wenn ich mir die Frauenabteilung so anschaue, kann ich mir nämlich das Einkaufen auch sparen. Ich will Unterwäsche verdammt noch mal nicht „Nichts“ tragen… Vielleicht gibt es etwas anständiges in der Kinderabteilung. Hobbit sein hat auch seine Vorteile. Wenn wir gerade bei Geldausgeben sind, müsste ich mich auch noch um das Problem mit dem Übergepäck kümmern. Ich bräuchte definitiv einen zweiten Rucksack oder einen großen Beutel. Am liebsten hätte ich ja einen mit Universums-Print, nur wo bekomme ich den her? Ich sehe schon, ich werde Pokern müssen. Drückt mir mal die Daumen, dass es ein Royal Flash wird.

Da wir gerade bei Gewinner-Chancen sind Dublin war mit seinen teilweise streunenden Katzen, Füchsen sowie (Madern?) ein wenig abenteuerlich Reykjavik ist allerdings noch mal ein wenig besser. Hier ist zwar kein Eisbärengucken im Vorgarten angesagt, aber es gibt noch viel mehr Katzen. Der geniale Pluspunkt dabei ist, dass nicht alle scheu wie Rehe sind. Weshalb ich mittlerweile einen Stundenplan habe, wann die Nachbarskatzen draußen sind. Die kann ich nämlich gefahrlos streicheln und bespaßen. Freut beide Parteien und ich habe angenehme Beschäftigungs- sowie Flaumtheraphie. Weil wir gerade bei Katzen sind, ich bin immer wieder erstaunt wo sich alles in der Welt Amseln und Meisen ansiedeln können. Gibt es auch einen Ort, an dem es diese kleinen Piepmätze nicht gibt? Es ist zwar schön, dass hier morgens so viel Leben herrscht aber sie sind laut. Nicht so laut wie die nervige Müllabfuhr, aber die kann ich mittlerweile recht großräumig umgehen. Was tatsächlich noch lauter ist als das ohrenbetäubende Rattern des orangenen Monsters ist das Geschrei der hier ansässigen Nebelkrähen. Offiziell gehören sie anscheinend zu den Singvögeln. Das ich nicht lache. Wenn deren Babygeschrei als Gesang tituliert werden kann, weshalb habe ich damals in Musik keine eins mit Sternchen bekommen? Ich frage mich gerade ob Reykjavik eigentlich einen Zoo hat… Besuchen würde ich ihn zwar nicht, wäre aber mal interessant zu wissen oder zumindest ein Aquarium. Ein aquares-Feeling bekomme ich immer öfters gratis. Es liegt nicht immer am Regen, der ist mehr oder weniger kein Problem. Ich rede ihr von den Meeresbewohnern. Eines schätze ich an meinem Heimathafen mittlerweile besonders. Die Fischabfertigungshalle sofern sie überhaupt eine haben liegt nicht unbedingt im Einzugsgebiet. Hier dagegen schon, genauer gesagt direkt neben meinem Arbeitsplatz, was für mich bedeutet regelmäßig dezentes Fisch Horsd’œuvre genießen zu dürfen. Zu Deutsch: Es stinkt teilweise erbärmlich nach nicht mehr ganz so frischem Fisch. Besonders schön ist es, wenn von den Transportern der ein oder andere Fischrest auf den Boden fällt. Der wiederum bleibt dort erst einmal liegen im Zweifelsfall auch gerne mal länger. Wenn schwere Sturmböen aufkommen dann wehen die euch entgegen und ihr dürft morgens um kurz vor halb elf erst einmal Fischköpfe umarmen. Entgegenkommender Straßensand ist dagegen wirklich angenehm.

Das Gefühl bei fliegenden Fischen relativiert sich übrigens wieder als ich krank wurde. Nicht wirklich richtig krank sondern eher das Level von Männergrippe. Ergo ich war fit genug um zur Arbeit zu schleichen und zu Arbeiten, aber der Rest viel eben flach. Das waren die ersten zwei Wochen des Monats, weshalb ich in dieser Zeit kaum etwas vorproduzieren konnte. Mein Tagesplan sah nichts anderes vor außer Bett und Arbeit… Zumal es sich mit Kopfschmerzen des Todes wirklich schlecht schreiben ließ ebenso wie mit Halsschmerzen schlecht reden. In dieser Zeit vielen auch relativ viele Sprachnachrichten flach, was meinen Frust weiter anwachsen ließ. Genauso wie zwei Wochen ohne Sport… Es klingt lächerlich, aber wenn dir das einzig probate Mittel genommen wird sich selbst auszulasten dann wird das ganze Leben ein wenig schwieriger. Weshalb die zwei Wochen recht schlecht gelaunt durchlebt wurden, wenn ich es vorsichtig ausdrücken darf. Was es am Ende war? Keine Ahnung, in Deutschland grassierte zu der Zeit der Influenza B Virus, ob der zur selben Zeit auch hier in Island angekommen war? Ich bezweifle es.

Was nach meinem Kranksein kam, war allerdings um einiges Schlimmer. Wir sollten für das Museum beziehungsweise für die Galerie die neue Ausstellung aufbauen. Wir müssen es selbst machen, da die Administration zu wenig Geld von der Stadt bekommt wie gefühlt jede kulturelle Institution. Voller Vorfreude sah ich den zwei Wochen entgegen und schon am ersten Tag merkte ich: Sechseinhalb Stunden Tapete von der Wand abzukratzen, die Wand zu waschen und fürs Streichen vorzubereiten ist eine Hausnummer. Die nächsten Tage wurden nicht besser… Wir strichen, putzen, strichen, verputzen Löcher, schliffen Wände ab und putzen erneut. In Anbetracht dessen, dass wir trotz Anweisung unserer Chefin die falsche Farbe benutzt hatten begann alles wieder von vorn. Eine Woche lang hieß es Putzen, Staubsaugen, Steine schleppen, Streichen und wieder Putzen.

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