TV; GmBH und Co. KG

Bücher, Apps, Serien, Filme, Musik… Was ich eben gerne weiter empfehle

Mixtape des familiären Zusammenlebens

Wenn man sich schon auf einem Selbstfindungstrip befindet flammen in Gedanken immer wieder dieselben Partykillerthemen auf wie: Familie, Freunde, Gesellschaft, Identifikation, Zukunft und noch sehr viele mehr… Manche mehr, manche weniger philosophisch verpackt. Nichtsdestotrotz lässt sich nicht von der Handweisen, dass vorausblickend das Wort Zukunft in fetten Großbuchstaben über mir steht sowie rückblickend der Schriftzug: Familie. Man kann sie sich eben nicht aussuchen, sodass es häufig zu zwei Pendants tendiert: Geliebt oder verhasst. Davon mal abgesehen braucht der Mensch dennoch ein Rudel obwohl er über Abgrenzung funktioniert. Faszinierende Wesen diese Menschen, aber ich schweife mal wieder ab.

Ich persönlich bin ich kein Großfamilienmensch, war ich nie und ich finde die Vorstellung persönlich grauenhaft. Ich war allerdings auch noch nie in der Situation mit einer „blutsverwandten“ Horde Kontakt aufnehmen zu müssen… Vorteile: Weniger Anfahrtskosten zu diversen Hordentreffen die eher einem Speeddating ähneln, weniger Klatsch und Tratsch, weniger Wangenknuffen und der Stress irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen stinkt.

 

Nachteile: Man hat eben nicht den coolen Cousin (er war es mal, bis er seinen Berufswunschäußerte) oder die coole Cousine, die Seelenverwanten gleichen wie in vielen jungen Erwachsenen Romanen, eine möglich geringere Sozialkompetenz und man bekommt weniger Geschenke. Gut, letzterer Punkt wäre zu kapitalistisch und zu undankbar als ihn jemals zugeben zu wollen.

Mein innersten Kreis würde ich als Kleinstfamilie bezeichnen, den größeren Bereich dagegen eher als Standard. Selbst dort fangen die Grenzen an zu verschwimmen, denn bereits dort verschwindet die „Blutsverwandtschaft“ und weicht der, der „geistigen Wellenlänge“. Was ich damit eigentlich sagen will, egal wer oder was eure Familie bildet ihr werdet ihr fehlen bemerken… Vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht an den fehlenden Geräuschen in der Küche oder dem Bad, aber in irgendetwas immer. Weshalb es jetzt irgendwie eine Art Abrechnungspflaster gibt, denn trotz fehlendem Liebesglück gab es wie bei allem nicht immer nur die Honigkuchenseite. Jedoch darf ich stolz behaupten, dass ich wie immer gerne polarisiere. Mir ging es nicht halb so schlecht wie man annehmen könnte. Sonst hätte ich hier noch ganz andere Sachen aufgefahren.

 

Jede Familie hat ihr eigenen Leichen im Keller:

 

Dennoch, Familie als Ganzes betrachtet ist schon irgendwie was tolles:

 

Wie hält man eigentlich bis zur Eisernen Hochzeit durch?

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Starke Frauen in Serien

Ich hatte ja  bereits angekündigt, diese Serie jetzt weiter zu führen. Zuvor gab es die stärksten beziehungsweise realistischsten Charaktere in der Literatur und nun geht es mit den Serien weiter. Ich hoffe natürlich, dass ich Rollen ausgewählt habe, die euch nicht allzu bekannt sein dürften hoffentlich. Ergo keine Claire Underwood, keine Jessica Jones, weder eine Annalise Keating oder gar Carol Peletier. Dafür jede Menge andere Spoilerwarnungen… Ich bin eben schlecht im Umschreiben und wenn es um die Genialität von Charakteren geht, muss man eben Dinge auf den Punkt bringen Gott verdammt nochmal!  Jetzt gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, außer habt Spaß und erfreut euch an der Diversität der Menschheit und TV- Branche.

 

Rita (Rita)

Jedes Mal wenn ich gewisse Top Ten der unterbewertetsten Serien auf Netflix Beiträge einsehe, werde ich jedes aufs neue enttäuscht. Noch nie war Rita dabei. Wer kennt diese Serieeigentlich noch außer mir und zwei Personen aus meinem weiteren Umfeld. Mit der einen habe sich diese Serie fast am Stück durchgeschaut von der anderen habe ich es empfohlen bekommen. Warum kennt sie niemand. Sie hat so viel Mehrwert, denn gesellschaftlich ist sie nicht ganz uninteressant. Zeigt sie dich das Leben einer dänischen Lehrerin Anfang/ Mitte Vierzig an der Folkeskole. Nicht nur dass, es erwartet den Zuschauer kein Schuldrama im Sinne vom Krankenhausseriendrama sondern ein viel realeres. Schüler sowie Lehrer haben Probleme mit dem Schulsystem, Schüler mobben Lehrer und umgekehrt, ebenso haben Schüler und Lehrer neben der Schule ein eigenes Leben mit ihren eigenen Dramen. So kommt es, dass Rita nicht nur an der vordersten Front für ihre eigene Familie kämpf, sondern ebenso an der Front contra Schulpolitik, Liebeslebens sowie Sozialpolitik. Sie ist alles andere als perfekt und auch ihre Methoden könnten für das Empfinden aller anderen wesentlich bürokratischer und kooperativer sein, dennoch wen sie schätzt dem rettet sie das Leben komme was wolle.

 

 

 

Galina „Red“ Reznikov (Orange is the new Black)

Um ihrer rebellischen Art etwas Luft zu machen arbeitete sie in ihrer Heimat im Schwarzhandel mit. Später erschlich sie sich gemeinsam mit ihrem Freund ein Visa sowie Greencard. Dort angekommen und einigermaßen immigriert führte sie ihre rebellische Art fort und demonstrierte weiter gegen das vorherrschende System. Bis dahin verläuft ihr Leben relativ legal, bis eines Tages sie aus Wut Körperverletzung begeht. Um der Strafe zu entgehen lässt sich das Paar auf Hilfsarbeiten der ansäßigen russischen Mafia ein. Immer tiefer rutschen sie in die Bredouille und ehe sie es sich versehen muss Red in ihrem russischen Feinkostladen fünf Leichen verstecken, in der Tiefkühltruhe. Selbstverständlich werden die vermissten Personen gefunden. Um ihren Geliebten zu schützen, wandert sie statt dessen hinter Gittern und stößt zu den anderen Gefangenen in Litchfield.  Angekommen arbeitet sie sich sehr schnell zur Chefköchin der Gefängnisküche hoch und gewinnt damit schnell an Respekt . Recht und Ordnung sind ihre Prinzipien und die gehören erfüllt. Dank Charisma sowie Intelligenz ist sie das Pendant zu McGonagall: Streng, gerecht, absolut ehrlich und so ziemlich die einzige zuverlässige Person im gesamten Gefängnis. Wenn man ihre mütterliche art für sie gewinnt bleibt man sich gegenseitig treu bis zu Entlassung.

 

 

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Rezension zu »Sontland«

Lang lang ist es her, dass ich ein Rezensionsexemplar des Herren Peter Georgas- Frey angefragt sowie wenig später in einem Briefkasten hatte. Ich gebe zu ich hatte des dementsprechend zügig durch, doch was kam nicht alles dazwischen. Abitur, mündliche Prüfung und diverses Privates… Jetzt aber, jetzt bin ich wach genug mich vernünftig diesem Werke zu widmen.

(Zur Quelle kommt ihr in dem ihr auf das Bild klickt)

Der erste Eindruck gilt dem Cover des Buches, zu sehen ist nicht viel außer ein Denkmal bestehend aus Mutter und Kind, welche zum Gedenken gewisser Kriegsopfer errichtet wurden. Was ich daran hervorheben möchte, ist dass es ein anderes Design als jeder x-beliebige Banhofsbuchhandelthriller einschlägt. Es ziert weder Bilder einer Postapokalyptischen Welt noch teuflische Symbolik noch hat es einen reißerischen Titel, der eher an die Boulevardpresse erinnert.

Ohne zu viel zu verraten stimmt in etwa die Botschaft des Denkmals mit dem Thema des Romans überein, die Statuen dagegen eher weniger. Aber vielleicht ist dies Interpretationssache.

Die Handlung des Buches spielt in Sontland einem kommunistisch, diktatorisch geprägtem Land welches sich jedoch im Wandel befinden. Sowohl Ost als auch West rütteln ganz gehörig an den Werten, kulturellen Fixpunkten und die Jugend spaltet sich zusehends von ihren älteren Vorgesetzten ab. Die Menschen sind arm, suchen nach Freiheit und Veränderung sind aber zu unwissend um zu begreifen wo man denn nun genau in diesem komplexen Staatssystem anpacken muss, damit sich zumindest eine Forderung erfüllt.

Hier greift der Autor die Handlung auf und lässt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte erzählen. Mal aus der Sicht des diktatorischen Präsidenten mal aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln der einzelnen Oppositionsanhänger. Vielschichtigkeit ist hier die Devise und wird unglaublich gut erfüllt. Aufgrund der großen Diversität der Charaktere bekommt der Leser einen umfassenden Einblick in einen solch komplizierten politischen Prozess. Das Staatsoberhaupt ist nicht per se böse nur weil er augenscheinlich das alles beherrschende Staatsoberhaupt ist. Weshalb er so regiert wie er regiert, hat durchaus seine berechtigten Gründe. Denn es wäre ein leichtes zu sagen, er wäre der Alleinherrscher des Landes schlecht hin.

Auch sieht es ähnlich bei der oppositionellen Formation aus, jede erdenkliche Gesellschaftsschicht wurde vertreten: jung, alt, revolutionär, sicherheitsliebend, fremd, Akademiker oder Handwerker. Das Ganze bildet eine komplexe Plausibilität von Dingen die Funktionieren oder genau deshalb nicht, da Menschen oft zu unterschiedlich sind, als dass sie an einem Strang ziehen können. Zwar haben alle ein ungefähr übereinstimmendes Ziel die demokratische Revolution doch der Weg dorthin, was danach kommt und das Verständnis von Demokratie sind von Grund auf verschiedene. So verschwimmt Gut und Böse ein einem vermeintlich grauen Einheitsbrei und der Leser wird arg auf die moralische Probe gestellt mit wem er nun mitfiebert.

Darüber hinaus ist der Schreibstil dem Setting hervorragend angepasst worden pragmatisch, schnörkellos und präzise damit werden die sowohl politischen als auch gesellschaftlichen Denkanstöße und Philosophien verständlich auf den Punkt gebracht.

Was ich anmerken muss, dass es sich trotz pragmatischem Schreibstil anfangs etwas zieht. Die Geschichte will nicht recht voran kommen. Man ahnt worauf es hinaus laufen wird, man will dass die Revolution endlich seinen Anfang nimmt und doch brauchen die Charaktere Zeit sich zu entfalten. Was keineswegs schlecht ist, denn wie oben schon beschrieben werden die einzelnen Figuren Träger verschiedener Perspektiven. Auch wenn es mir schwer gefallen ist, das erste Drittel braucht dieses Buch dennoch um schlichtweg authentisch zu bleiben, denn selbst die Französische Revolution entflammte innerhalb einer Nacht.

Ein Spannungsbogen der sich immer mehr aufbaut, immer unheilvoller wird und sich am Ende entlädt und als ob das nicht schon genug wäre bekommt der Leser oder viel mehr alle Charaktere die Folgen zu spüren. Hier wird nichts geschönt, nichts und niemand vergessen ein Schicksal dagegen zumal in dieser Konstellation scheint mir dagegen nicht geschönt doch etwas sehr weit hergeholt. Nicht unwahrscheinlich, jedoch absolut nicht aus dem Kontext und Thema des Buches begründbar.

Ich wäge gerade ab was mir helfen würde das Buch am Anfang besser aufzunehmen. Es genau so zu lassen, da die etablierten Bedingungen erst gezeigt werden müssen, damit die Figuren mehrdimensional werden oder diesen Polit-Thriller tatsächlich mit mehr politischer Kritik füttern um eine Miniaturabhandlung zu schaffen. Potenzial hätte die fiese Geschichte auf jeden Fall dazu! Denn die angesprochenen Themen wie Revolutionsarten, politische Vorstellungen, Veränderungen, Verhaltensweisen im Volk sowie Regierung und vor allem wie die Regierungen funktionieren könnten noch sehr viel mehr vertieft werden.

Trotz allem ein sehr empfehlenswertes Buch und für Menschen, welche weder Geschichte noch Politik studiert haben gerade das Richtige.

„Realistische“ Männer in der Literatur

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde der letzte Beitrag diesbezüglich starker Frauen in der Literatur wäre nicht eingeschlagen wie eine Bombe wiederhole ich das Ganze doch einfach. Nur nicht mehr mit Frauen, sondern mit Männern. Gleichberechtigung ist hierbei durchaus erwünscht, weshalb es hier weder um Hexer (Gerald von Riva), Zwerge oder den perfekten Schwiegersohn (Augustus Walters) gehen wird geschweige denn um die beliebten Bad Boys (Daemon Black), welche noch nicht einmal im Ansatz das Prädikat menschlich verdienen. Selbst Männer haben ein recht darauf sensibel, gefühlvoll, zickig, ängstlich zu sein. Dabei habe ich allerdings auch hier drauf geschaut, dass besagter Charakter nicht bloß in Selbstmitleid versinkt und als bloßer Sidekick dient (Peter Mellark). Der Umstand ist genauso schlimm die der perfekte Schwiegersohn oder das öberflächliche, naive Mädchen. Ich nenne diese Reihe also nicht  starke Männer in der Literatur sondern eben reale Männer/ Jungs. Denn stark finde ich in diesem Zusammenhang allzu missverständlich. Übrigens für alle Quellenangaben einfach auf das jeweilige Foto klicken….

 

  1. Dante

Der Titel ist scheiße, aber er vermittelt genau das was Jungs/ Männern heutzutage vermittelt wird. Sie dürfen um alles in der Welt nicht weinen jetzt frage ich mich allerdings weshalb? Wirkt das unmännlicher? Ich meine wenn Frauen weinen zeigt keiner mit dem Finger auf sie und ruft „schwul“ (den Zusammenhang habe ich auch noch nie verstanden) oder Pussy… Wenn Frauen weinen, wollen Menschen erst einmal helfen. Wieso denn zur Hölle nicht bei Männern? Können wir bitte auf die Steinzeitrollenverteilung verzichten? Das war vor gut 5500 Jahren….

Aber zurück zum Buch. Dante hat gerade mal mit 17 Jahren sein Abitur bestanden und gar nicht mal so schlecht. Was ihm vorschwebt? Ein Germanistikstudium und später den Beruf des Journalisten. Nur wäre da nicht seine Ex- Freundin, denn die steht eines Tages samt Baby vor der Tür drückt es ihm in die Hand und verschwindet dann. Schließlich ist er der Vater und nun ist er mit Kümmern an der Reihe. Sie verschwindet darauf hin spurlos und Dantes Träume zerplatzen.

Er hat ein Kind am hacken, eines was sich noch nicht selbst versorgen oder gar reden kann. Herzlichen Glückwunsch! Willkommen im Reality TV. Statt sich der Vaterrolle jedoch zu verweigern, reißt sich der Junge gehörig zusammen (sein Vater spielt dabei keine unerhebliche Rolle) und beginnt zu lernen, zu lieben und irgendwie sein gesamtes Leben mit Baby auf die Reihe zu bekommen. Es dauert, er macht Fehler, aber er lernt daraus. Der Leser bemerkt sehr wohl, dass er am Ende des Romans alles für seine Tochter tun würde und sie für nichts in der Welt abgeben möchte. Dies gilt übrigens auch für seinen Bruder… Der im Gegensatz zu seinem besten Freund mein persönlicher Held ist (neben Dante).

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Mixtape der absoluten Systemkritik

Dies gilt gerade für so ziemlich jedes System, welches mir bekannt ist. Ganz pauschal, unglaublich undifferenziert und aus reinem Trotz… Ich bin gerade in dezenter Punk- Stimmung als Folge von dem Beginn der mündlichen Prüfungsphase und sich wieder an den Schreibtisch zu setzen ist eine Herausforderung, wobei ich nicht meckern darf… Ich liege gut in der Zeit und habe ein cooles Thema. Trotzdem darf ich meinen Unmut über das mich immer noch nervende Bildungssystem kundtun.

Deshalb… Lasst uns doch alle gemeinsam sämtliche Lobbyisten, Volksverhetzer, Diktatoren oder im allgemeinen Menschen mit bösen Absichten auf die Venus schießen und das Leben genießen.

Ach ja, und da bemüht man sich mal sich in Sachen Musikvideoplattformen weiter zu bilden und dann unterstützt das mal wieder keiner… Folgt einfach dem aufploppenden Link….

 

Hast du dagegen etwas einzuwenden, hm?

 

Warum nicht? 

 

Wie war das noch mal mit dem unendlichen Wachstum auf einem endlichen Planeten?

 

Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit…?

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Blogparade „starke“ Frauen in der Literatur

An dieser Stelle Danke ich der lieben Nomnivor, die diese herausragende Idee hatte…

Eigentlich hatte ich nie vor mich in dieses Thema starke Frauen einzumischen, das es jedes Mal ganz leicht in eine dieser Wir-sind-Feministinnen-ergo-wir-müssen-die Männer-unterdrücken- Diskussionen endet. Zumal war mir das Thema nie allzu wichtig, in der Realität gab es genug Beispiele und um ehrlich zu sein war ich mir immer mein besten Beispiel, denn ich bin ich und keine Judy Dench, Hannah Arendt, Frida Kahlo oder Katharine die Große. Was nützt es ein Vorbild zu haben, wenn man sich eh nicht an ihm orientiert und wenig später alles in den Wind schießt? Richtig gar nichts…

Wenn ich mal zu Jugendbüchern greife, dann meist zu Exemplaren der Jungenabteilung.

Ich kann euch sogar sagen weshalb: Betrachtet man heutzutage in den großen Buchhandlungen die Regale der Coming-Of Age Sparte so reihen sich Klischee an Klischee aneinander bis ins Nirvana. Boy meets Girl. Das Girl ist dabei stets entweder die Außenseiterin/ graue Maus und wird am Ende des Romans zur Ikone oder das Girl ist dumm, naiv, zu nichts zu gebrachen und wird vom Macho wie ein Stück Dreck behandelt und läuft ihm dennoch hinter. 50 Shades of Grey für fünfjährige quasi. Willkommen in der Restaurationspolitik der Jugendliteratur, in der sowohl Männer als auch Frauen stets Peach oder Hulk sein müssen.

Um ehrlich zu sein, habe ich beschlossen diese Werke aus meinem Leben zu sperren. Für solchen Kontext maße ich mir an zu reif, intelligent und stolz zu sein. Meine Alternative: Serien, Filme und sogar mittlerweile Videospiele. Ich kenne mehr starke weibliche Videospielcharaktere als weibliche Charaktere in der Literatur. Irgendwie traurig….

Dafür war ich umso neugieriger als ich auf Umwegen von Nomnivors Aufruf zu dieser Blogparade erfahren habe. Sucht euch zehn starke Frauen aus der Literatur heraus und stellt sie uns vor. Dass hörte sich doch nach einer angenehmen Herausforderung an, schließlich konnte ich daran nur wachsen und lernen… Oder nicht? Vielleicht ist ja auch alle Hoffnung bereits verloren.

Ich lese wohl die falschen Bücher, denn wie bereits erwähnt es ist mir echt schwer gefallen diese zehn Auserwählten zu finden. Dabei gibt es sicherlich genügend… Dabei fielen mir sofort ganze drei ein, sogar auf Anhieb doch nach meiner Definition sind sie nicht unbedingt stark sondern einfach nur unheimlich authentisch menschlich… Damit diese allerdings nicht verlorenen gehen, das es wirklich geniale Geschichten sowie Romane sind führe ich sie hier dennoch auf:

Sky aus Love Letters to the Death

Ghandhi/ Antonia aus Tage mit Leuchtkäfern

Eleanor aus Eleanor und Parks

Thursday Next aus Der Fall von Jane Eyre

Wenn ich gerade schon mal dabei bin, ich versichere euch in dieser Liste werdet ihr weder Katniss Everdeen noch Beatrice Prior finden, die beiden gingen mir mit Fortlaufender Handlung zusehends auf den Geist. Selbst Sarah J. Maas Charakter werden fehlen, allerdings eher aus dem Grund dass ich noch keinen Roman von ihr gelesen habe. Ob ich das jemals tun werde steht dabei auch noch in den Sternen.

Kommen wir nun zu den grundlegenden Dingen… Der Definition einer starken Frauen. Absolut trivial auch im Kontext, doch will ich eben meinen Send dazu geben. Nicht nur für die männlichen Bewohner des Planeten, sondern insbesondere für die weibliche Hälfte oder eben alles was dort sonst noch so zwischen liegt. Urban Dictionary hat übrigens hervorragende Vorarbeit geleistet.

Lasst mich das zusammenfassen, erweitern und verfeinern.

Kurz um: Ich bin eine bekennende Anhängerin des widerlichen Anglizismus: Bad ass. In aller Munde, von jedem genutzt, ein Bild assoziierend nur ohne Definition….

Wenn eine Frau ein Bad Ass ist….

Sie ist selbstbewusst. Sie weiß was sie will und was nicht, sie weiß was ihr gut tut und was nicht. Sie ist sich eben ihrer Selbst bewusst. Sie kennt ihre Stärken und Schwächen darüberhinaus weiß sie wie man sie einsetzt oder an ihnen arbeitet. Sich seiner selbst treu sein/ bleiben ist dabei besonders wichtig. Als Beispiel: Lasse Hilfe zu, beispielsweise beim Umzug, bei wichtigen Entscheidungen, beim Lernen etc. Niemand ist perfekt und es wird immer jemanden geben der besser ist als ihr. Nutzt es, zu eurem Vorteil.

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion kann dabei helfen. Zudem ist es eine Fähigkeit die man selbst braucht um sich selbst besser kennen zu lernen und sich zu verändern. Ins schlechte sowie ins gute, denn wenn es einem nicht passt kann sie es schließlich wieder verändern… Sie macht sich dessen eben bewusst. Für seine Fehler einzustehen ist ein Zeichen von Chuzpe sowie sich für schwächere einzusetzen oder gar selbst zu denken.

Darüber hinaus ist sie unabhänig/ selbstständig. Sie kann gut für sich alleine sorgen ohne die Hilfe anderer. Wie dies tut, solange es ihr gut dabei geht ist mir persönlich egal. Das heißt aber nicht, dass Frauen von nun an zu diesen männerphoben Feministinnen werden die verbittert ihre Brüste der Öffentlichkeit entgegenstrecken. Nein, eine Frau hat absolut das Recht auf einen Partner/ eine Partnerin. Schließlich kann sie sich selbst versorgen, doch ist es immer schon wenn jemand zu Hause auf einen wartet, man ein leckeres Essen serviert bekommt oder man einem Seelenverwandten schlichtweg alles erzählen kann.

Wer sich treu bleibt hört eben auf sich selbst und seine Gefühle. So gehören Stimmungsschwankungen genauso dazu wie Neid zuzulassen oder Leidenschaft, Wut etc. Wir sind schließlich alle nur Menschen. Sich selbst zerfleischen gehört da eher weniger dazu.

Die wichtigste Lebensweisheit ist allerdings: Gib niemals auf! Sei ein Stehaufmännchen. Egal was geschieht, dein Leben geht weiter. Seien die Wunden noch so tief, mehrmals drüber geleckt geht es irgendwann wieder bergauf. Lebend kommt man aus dem Leben eh nicht wieder heraus, also was soll’s?

Ganz wichtig: Spolier Warnung, es wird durchweg kalt, inbrünstig und unmoralisch gespoilert..

Wer die einzelnen Werke, also nocht nicht vollständig gelesen hat der möge diese bitte überspringen!

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Mixatape der geistigen Irrungen und Wirrungen des Menschen

Ein sehr weiser deutscher Dichter schrieb vor Jahrzehnten und aber Jahrzehnten folgenden Satz:

»In der ganzen Geschichte des Menschen ist kein Kapitel unterrichtender für Herz und Geist, als die Annalen seiner Verirrungen.« -Goethe

So tauchen wir ein in die menschlichen Abgründe, die in letzter Zeit leider immer öfters zu Tage treten. Und in Anbetracht dessen komme ich auf dieses Thema zu sprechen. Lebewesen und Dinge in die Luft zu sprengen ist die eine unmenschliche Seite, eine andere sich selbst zu hassen… Deshalb nutze ich einfach mal die sonnigen Tage, die post-depressive- Abiturstimmung und lasse der Musik freien Lauf

 

Wenn man sich selbst vergewissern will und doch zweifelt….

 

 

Wenn man einfach nur Zuwendung sucht…

 

 

Und dennoch… diese endlose Belanglosigkeit:

 

 

Aber man ist trotzdem nur ein Mensch, der nicht allein sein will:

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