#Geschichten

Die gesammelten Schätze des Monats des Unerwarteten

Gut diesen Monat zusammen zu fassen wird wieder eine Aufgabe für Einstein oder jemanden der sehr gut darin ist waghalsige Abenteuer auf drei Sätze hinab zukürzen. Nur ist mein Blog kein Klappentext eines Buches, weshalb ich euch meine Erlebnisse der letzen Tage lang und breit erzählen darf. Mit allen (un)wichtigen Details. Übrigens bin ich doch sehr froh, dass mein Blog kein Klappentext ist, denn es gibt leider sehr viele, sehr sagenhaftschlechte. Wer will die schon lesen?

Auf dem Weg zur Arbeit

Genauso will man übrigens Kieferorthopädiebroschüren lesen, welche in der zahnärztlichen Notaufnahme auslagen. Wir erinnern uns: Mein Retainer hatte sich an einer Stelle verabschiedet und die Gefahr, dass der Rest auch noch flöten gehen würde machte mir extreme Sorgen. Zumal kauen nur auf einer Seite erlaubt war und ich davon gehörig Muskelkater bekam. Normaler Kieferorthopäden nehmen einen übrigens nicht in Irland an, auch nicht als Notfall. Hätte ich keine Krankenkassenkarte oder gar einen deutschen Pass hätte mich meine Behandlung auch noch 70€ gekostet. Überhaupt kann ich wohl froh gewesen sein, dass die Damen am Empfang mich aufnahmen, denn normalerweise würden sie keine Retainer reparieren. Erst recht keine ausländischen… Mein Glück bestand in einem Zahnmedizinstudenten, der seinen Schein machen musste. Beziehungsweise musste dieser üben wie man Retainer austauscht, da kam ich wie gerufen. Da ich da noch halbtags arbeitete kam von der Ecke keine Beschwerde.

Dafür aus einer anderen Ecke um so lauter. Mein Vermieter ließ vermelden (per SMS) noch nicht einmal persönlich, das sich ihm ja noch Miete schulden würde. Diese Miete, die er haben wollte war allerdings nicht abgemacht gewesen weshalb ich erst ein Mal blöd aus der Wäsche guckte. Zumal ich diese SMS abends las, nach dem ich bereits schon einmal geschlafen hatte. Der Schlaf war hin und wäre da nicht eine gewisse Fee gewesen, wäre ich vermutlich durchgedreht. Es hat sich dann innerhalb von fünf Stunden wieder geklärt… da war es dann 3.00 Uhr morgens. Vielen Dank auch…

Dementsprechend freute ich mich auf den Samstag, an dem es ausschlafen hieß (ich versuchte es zumindest). Es stand nichts besonderes an, weshalb die Zeit genutzt wurde um das Paket für die Heimat zuschnüren um potenzielles Übergepäck vorzubeugen. Sweater, Schuhe, Deko, Bücher, CDs alles war dabei sowie das vermeintlich halbe Kilo Koks, was sich später als Maismehl entpuppte. Ich kenne zwar 60% der Dubliner Junkies und hätte den Zugang gehabt und damit ausgesorgt, jedoch will man die Zöllner ja nicht allzu sehr strapazieren. Übergepäck hatte ich übrigens trotzdem, sage und schreibe 7 Kilo zu viel und ich musste zahlen… Die Dame am Schalter empfahl mir ja noch umzupacken. Ja, klar sieben Kilo atme ich mal eben ein oder was? Zumindest war mein Koffer, der Einzige der einen großen knall orangefarbenen Sticker mit dem Wort „heavy“ verpasst bekam.

Die weiteren Tage wurde mit Abschiedsgeschenken Malen sowie Karten kaufen verbracht, was leichter gesagt als getan war. Der Valentinstag stand vor der Tür und außer I love you, Be my Valentine oder Happy St. Paricksday war es recht schwierig adäquate und noch bezahlbare Karten zu finden. Am Ende wurden es ultra-kitschige Katzen, sind unverbindlich und gehen immer.

Es ist eine Sache einen monsterschweren Koffer einen sehr kurzen Weg von der Haustür zur Bushaltestelle und von der Endhaltestelle zum Check-IN zu bringen. Eine ganz Andere eben diesen Koffer über einen völlig verschneiten sowie vereisten riesen Parklatz zu zerren. Noch schöner ist es, dann fest zu stellen dass man beim falschen Shuttle- Bus gelandet ist. So musste der Koffer den ganzen Weg zurück und noch viel weiter in die entgegengesetzte Richtung. Beim Shuttle-Bus angekommen wurde ich vom Busfahrer belächelt, was ich jedoch recht schnell unterbinden konnte.

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24./ 25. Türchen:

Ja, das letzt Türchen ließ auf sich warten ich weiß, aber ich weiß auch, dass ich gestern einfach mal frei und Weihnachten haben wollte. Statt einer Geschichte müsst ihr euch heute einfach mal mit einem Echtzeitbeitrag begnügen. In Anbetracht dessen, dass Weihnachten ist sicher auch kein Problem da man im Allgemeinen eh noch Weihnachtshopping betreibt.

So genau weiß ich auch gar nicht, was ich euch schreiben soll. Denn eigentlich ist schon alles gesagt. Vielleicht zu gegeben Anlass einfach mal eine Danksagung? Schließich scheint es ja im Trend zu liegen sich gen Ende bei jedem zu Bedanken. Verlegern, Illustratoren, Lektoren, der Familie und sonst noch irgendwelchen Personen.  Dürfte bei mir zwar recht klein ausfallen, aber probieren kann ich es ja trotzdem einmal. Denn so ein zwei Menschen fallen mir tatsächlich ein.

Der größte Helfershelfer ist nämlich mein Mitbewohner nicht nur das fetteste Dankeschön der Welt fürs Korrekturlesen, nein auch fürs Dichthalten gegenüber sämtlichen Mitmenschen. Schließlich bekam er die ersten 30 Seiten schon Mitte November geliefert und musste still schweigend bis eben zum 21. Türchen durchhalten. Was soll ich sagen, er hat es mit Bravour gemeistert. Ich hätte das nicht gekonnt, ich hab es ja so schon kaum geschafft meinen Mund zu halten.

Zumal meine Geschichten zu korrigieren ein absoluter Graus ist. Meistens schreibe ich sie in einem rutsch durch und das Blatt ist dann nicht mehr nur schwarz weiß sondern eben schwarz, weiß, rot und davon ganz schön viel. So wird Lektor spielen zu einer Freizeit Herausforderung aller erster Güte. Also danke an dieser Stelle noch einmal.

So, rein theoretisch könnte ich hier auch schon Schluss machen mit Danke sagen, denn mehr Helfershelfer gab es nicht. Mehr Motivationsgeber auch nicht. Zum einen ist das Schade zum anderen zeigt es mir erneut, dass der einzige Mensch an den man glauben muss man selbst ist. So oft wie ich gehört habe: Dein Geschreibsel ist ganz nett. Will ich gar nicht aufzählen. Früher hat mich das getroffen, heute weniger. Mag sein, dass mein Geschreibsel ganz nett ist, aber mit Geschreibsel füllt man keine 24. Tage. Mit Geschreibsel füllt man auch nicht seine gesamte Freizeit. Mit Geschreibsel bringt man keine Menschen zum weinen…

Deshalb noch einmal ein großes Dankeschön an mich selbst, fürs Durchhalten. An dieser Stelle eine kurze Notiz an die Nachwelt:

Sollte man anfangen von seinen Romanfiguren zu träumen verbringt man definitiv zu viel Zeit mit ihnen. 

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Gesammelte Schätze des Monats des Windmonds

Tatsächlich gibt es auch diesen Monat nicht wirklich viel neues zu Berichten. Dachte ich… Denn meine wiederentdeckte Liebe zu Metall und der weiteren Erkenntnis meiner zwei neuen Lieblingsband lässt mich jeden Morgen wesentlich bessere Laune haben. Sehr zu Leiden meiner Umwelt. Ich bin gespannt wie lange es dauert, dass mich jemand mit den Devil Horns grüßt… Und ob man es glaubt oder nicht, ich resozialisiere mich (Standing Ovations sind durchaus erwünscht).

Falls ihr jetzt denkt ich werde die neue Homecomming Queen, nein dass nicht. Aber was tausendmal besser ist als Homecomming Queen zu werden ist ein Teil einer  Pen& Paper Community zu sein. Gleichaltrig sind sie zwar alle nicht, aber die Hoffnung in meinem Alter eine/einen Gleichgesinnten zu finden hängt immer noch im Minusbereich. Wenn wir gerade schon mal dabei sind… Hat jemand von euch kreative Lösungsansätze für folgendes Problem?

Ein schizoider Schnabeltierbärenschmuggler der des Feuerbändigens mächtig st, hat sich mal eben mit dem König der Stadt sowie der Palastwache angelegt…. In dem er sie leicht an der Nase herumgeführt har und seine illegalen Geschäfte leicht in Gefahr sind. Na Ideen wie man einen König besänftigt kriegt? Darüber hinaus wurde er aus noch sehr unerfindlichen gründen zu einem Mitglied einer verschwundene Elitetruppe ernannt und darf nun als Ehrenmann die Stadt beschützen.

Weiteres besteht darin, dass mich meine Klausuren freizeitmäßgig einfach killen, obwohl ich mich ganz brav nur noch auf meine ABI-Fächer konzentriere… Da hilft eben nur mein Nebenjob als Ausgleich. Ja, ich habe endlich einen Nebenjob als Hunde-Gassigängerin. Ich sage euch, ich liebe ihn… Besser als acht Stunden in irgendeinem Supermarkt an der Kasse zu hocken. Ich verdiene dafür zwar keine 450€ im Monat, aber mein Verdienst reicht aus. In der Aussicht stehen noch weitere Hunde. Ansonsten warte ich sehnsüchtig auf iZombies Staffel 2 auf Netflix…. und Vikings Staffel 4 Teil 2. Darüber hinaus dürft ihr mir nun endlich wahrhaftig Masters nennen, denn das Problem mit der Stochastik wurde eliminiert. 35 Stunden lernen lohnen sich…. und mit den Basic für Volltrottel anzufangen auch. So gesehen war es doch ein wenig mehr Erlebtes als gedacht. Habe ich übrigens schon erwähnt, dass unser Theaterleiter nicht mehr der wahnsinnigen Idee verfallen ist noch ein Theaterstück zu machen? Unsere Aufführung wurde in den Februar vertagt, womit wir gerettet sind und zwar vor dem Irrenhaus. Textlernen innerhalb drei Wochen mit Klausuren, Präsentationen sowie Hausarbeiten… Man kann auch vor Schlafentzug sterben. Das gesucht/ gefundene Stück (nach wirklich sehr langem Hin und Her) nennt sich der zerbrochene Krug, wurde in der neunten gelesen und ist uns allen recht wohl gesonnen im Gegensatz zu Kafkas der Verschollene oder Brave New World. Letztendlich bin ich zu Veit geworden.

Kure Zusammenfassung des Charakters:  Sein Sohn steht vor Gericht und er selbst vertraut ihm an sich doch während des Prozesses schwankt sein vertrauen und so zieht er gnadenlos Konsequenzen und stellt die Wahrheit über Vaterliebe. 

Was ich von der Rolle halten soll weiß ich noch nicht. Ich weiß nur, dass ich wieder voll motzen darf und das finde ich mal eine nette Abwechslung. Übrigens (das Beste kommt bekanntlich zum Schluss) ich war auf einer Party. Ja einer waschechten Geburtstagsparty, mit allem drum und dran und sogar Gleichaltrigen! Es hat sogar für ganze 6-mal tanzen gereicht. Ich sage nur: Disco, Disco Partisani im nüchternen Zustand auf der Tanzfläche ist definitiv ein Liebesbeweis an meine Freundin. Von wegen ich sei herzlos. Bevor ich jetzt endlich zum Zitatehimmel komme noch eine kleine Aufforderung den Artikel komplett zu Ende zu lesen, denn unten wartet eine Ankündigung auf euch.

 

Ich fordere als Adventwunsch weiße Weihnachten, für jedermann!

»Ich mag es, wenn es so richtig früh schneit und dass hier ist das beste Fenster, aber du hast deine Lektion gelernt.«

S. 768 – Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Auch nicht wenn ich ganz dolle bitte, bitte sage und dabei auf jemanden anderen zeige?

»Wow! Magnus, das klingt super. Kann ich auch mal unter furchtbaren Qualen sterben?“ Nein. Könnt ihr eben nicht.

S. 11- Magnus Chase- Das Schwert des Sommers von Rick Riordan

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Gesammelte Schätze des Monats der Sommersonnenwende

Im Monat der Sommersonnenwende widmen wir uns nun der der eigenen Identitätsfindung… vielleicht diesmal sogar mit mehr Erfolg als im Monat der Hexen…

So nun aber, schließet die Augen und stimmt mit ein in ein lautes:

»KIAIII!«, brüllt der Mann, der sich auf die Nonne stürtzt und dabei eine Motorsäge schwingend. Die taff aussehende Nonne brüllt »KIAIII?« zurück und tritt ihn formvollendet, wobei sich der Rock ihres Habits komplex um sie bauscht.

S. 1006- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Und die erste Identität kommt zum Vorschein:

Mein Name ist Andre Gage. Als ich aus dem See stieg , war ich sechsundzwanzig Jahree alt. Ich wurde mit emines Vaters Kraft geboren, doch ohne seine Müdigkeit; mit seinr Beharrlichkeit, doch ohne seinen Schmerz. Ih wurde dazu aufgerufen, das werk zu ende zu führen, das mein vater begonnen hatte: eine aufgabe, die er sichvorgenommen hatte, für die sich aber geschaffen worden war.

S. 1- Ich und die Anderen von Matt Ruff

 

Es geht sogar noch dramatischer…

»Mein Name ist übrigens Henrey Thoren. Meinetwegen kannst du mich auch ›Puppenspieler‹ nennen. Die Geschich- ten schreibt allerdings ein anderer.«

S. 37- Die Blausteinkriege I von T.S. Orgel

 

…in der Verbindung mit dem hier:

„Weil Ihr der Puppenspieler seid.“ Sie nickte in Richtung des Flammentempels. „Ich habe Euch auf der Bühne gesehen. Ihr sagt den Adligen dort oben, welche Rolle sie zu spielen haben, nicht wahr?“

„Eine interessante Feststellung.“ Der Glatzkopf wischte sich mit dem Ärmel über den Mund. „Wenn ich der Puppenspieler sein soll, wer sind dann deiner Meinung nach die Marionetten?“

S. 36- Die Blausteinkriege I von T.S. Orgel

 

… und hier wohne ich:

Diese Villa ist meine Welt. Das Kaminzimmer ist mein Asien, die Bibliothek mein Europa, die Küche mein Afrika. Nordamerika liegt in meinem Arbeitszimmer. Mein Schlafzimmer ist Südamerika, und Australien und Ozeanien liegen auf meiner Terrasse.

S. 6- Die Falle von Melanie Raabe

 

… und dies ist meine Hobby:

„Weswegen bist du hier?“, hatte die andere gefragt. Sie wirkte hart und zugedröhnt und war offensichtlich auf einem ganz anderen Spielplatz unterwegs gewesen, als sie verhaftet wurde.

„Mord“, hatte Claire geantwortet, da sie beschlossen hatte, das Ganze einfach nicht ernst zu nehmen.

S. 14- Pretty Girls von Karin Sluaghter 

 

Was soll man dazu denn noch sagen?

Marathe zuckte mit den Schultern.» Die Besessenen sind oft zäh.«

S. 931- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

und jetzt zu dir mein lieber Leser

Du bist die Assitusse mit den zwei Jahre alten Sneakers. Du bist die, über die alle hinter ihrem Rücken witze machen: Ich habe neulich Nele gesehen Pfandflaschensammeln am Hauptbahnhof.

S. 6-7-  Ghetto Bitch Gernot von  Gricksch

 

Gesammelte Schätze- Monat der Hexen

Der größte Stress ist überstanden… Halleluja und ich lebe noch. Zusammengefasst kam der Monat so daher: Die Ferien, waren keine Ferien da ich in der letzen Woche drei Referate halten musste, davon eine als Klausurersatzleistung sowie eine Hausarbeit abgeben und zu guter letzt natürlich noch eine Klausur schreiben musste. Ich habe den Japantag verpasst, den Star Wars Tag sowie den Gratis Comic Tag…. Ich bin leicht angezickt. So nun genug gemeckert kommen wir zur alternativen Beruhigungstherapie.

Nach der Sache mit der Katze, dem Durchfall und dem Stunk mit D. R. Glynn, der an der Südwand des oberen Flurs zusammengesackt war und sich den Bauch hielt, sagt sich Lenz also, was zu viel ist, ist zu viel, er reißt ein kleines Viereck von der Vorratsrolle Alufolie ab, die Don G. unter der Ennet- Spüle aufbewahrt, geht hoch und holt sich ein halbes Gramm, höchstens ein Gramm aus den Notfall Depot in dem Höhlending, das er aus den Prinzipien der Naturvorlesungen rausrasiert hat.

S. 807  – Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

So fühle ich mich jeden Montagmorgen… und Dienstagmorgen sowie abends, eigentlich die ganze Zeit:

»Du bist ein Mensch…«

»Ich…war…«

»Du bist ein Mensch, Kelos.«

»Ich spühre nicht mal Schmerzen, Pjotr. Ich habe … sie ausgeschaltet. Was bin ich schon für ein Mensch…«

»Kelos! Hör mir zu, du Idiot!«

S. 502 Sternenschatten von Sergej Lukianenko

 

Pausenspiel extreme:

»Eene, meene, meck- und du bist weg«, sagte ich leise. »Oder muss ich dich doch erst vergraben?«

S. 536 – Sternenschatten von Sergej Lukianenko

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Bücher schreiben leicht gemacht. Nicht.

Und hier das Wort zum Sonntag ein kleiner Rückflug zur Leipziger Buchmesse… wieder einmal.

Dieses Mal ging es in Halle 5 zum Stand B600 einer Self-Publishing Vereinigung (Epubli) beziehungsweise einer Autorenschule aus Berlin: Der Schreibhain… Ob Autorenschulen oder Self-Publishing wirklich von Nöten sind, sei dahin gestellt. Besonders, da sich die beiden Moderatorinnen als Leiterinnen der Schreibschule entpuppten und so diese „Tipp-Reihe“ mehr einer Werbeveranstaltung ähnelte als ein informativer Vortrag für angehende Freizeitautoren, die tatsächlich das Zeug zum Schreiben besitzen. Doch möchte ich euch den Inhalt dieser Halbenstunde, dennoch nicht vorenthalten. Vielleicht helfen euch diese Hinweise.

So beginnt die folgende Tippliste:

Nutzung der Adjektive

Ein solcher Satz/ Text ließt sich nicht wirklich flüssig oder hübsch…

Er sah aus dem Fenster, vor ihm stand eine Mauer. Sein Schuh hielt er in der Hand und stellte sich ab. Danach ging er zum Kühlschrank, denn er hatte Hunger. 

Denn wie wir schon alle seit der Grundschule wissen machen Adjektive Texte interessanter sowie lebendiger, besonders ausdrucksstarke oder bestimmt konnotierte Adjektive helfen der Vorstellungskraft des Lesers und malen Bilder in seinem Kopf, kurz um sie schaffen Raum. Ei gutes Mittel ist die sechs Sinne oder auch den siebten Sinn anzusprechen. So sollte man bei einem Kapitel des Abendessen den Geruchs des fertig gedämpften Gemüses, der Geschmack des trockenen Weines, die Geräusche der Salonmusik oder der lärmenden Köche die im letzten Stress das Abendmahl hinaustragen wollen. Es sind quasi die Gewürze der Buchstabensuppe welche einmal eine Geschichte werden soll. Man darf sie nicht über aber auch nicht unter dosieren…

So könnte der Satz bald so aussehen:

Sich nachdenklich am Kinn kratzend starrte er angstrent aus dem Fenster, auf die mit Graffiti beschmierten Wand. Seine rechte Hand hielt immer noch seinen topfnassen Schuh, dessen Wasser ihm langsam den arm hinunter lief und seinen frisch gewashenen Anzug durchnässte. Zu Elvis plärrendem Gesang mischtesich auch noch sein laut knurrender Magen….

Verständlich oder?

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Gesammelte Schätze- Der Monat des Islands Wetters

Urf, Stress lass nach… Der April ist hoffentlich lebend überstanden und meine Zellen sind hoffentlich auch noch alle am richtigen Platz, trotz des Gefühls des Durch- den- Fleischwolf- gedreht- worden. Es kann nur besser werden. Aber ich hoffe ich kann euch mit ein paar wenigen Abschlusssätzen den Monat noch einmal aufwerten, zumindest meinen Monat. Übrigens, falls ihr euch doch noch einmal anschließend wollt Hier geht’s noch einmal zu den Bedigungen…

 

Nette Begrüßung:

»Du siehst nicht gut aus«, sagte Grigori mitleidig, als er aus dem zweiten Bus stieg. Es folgte die übliche Kranken-Therapie: Eine Wodkaflasche wurde gezückt, ein Becher voll geschenkt, ich urde zum Trinken genötigt. Die Umstehenden tranken mit, bis wir uns auf dem gleichen Trunkenheitslevel befanden. 

S. 105Sibirski Punk von Merle Hilbik

 

Welch ein bescheidener Samariter:

»Du hast mir das Leben gerettet«, sagte sie noch ein- mal. »Wenn mich das getroffen hätte, wäre ich tot.«

»Ich muss mich irgendwie bei dir verhakt haben«, behauptete Didi. »Hab dich wohl mitgeschleift , ohne es zu merken.«

S. 4 – Laurin von Wolfgang Hohlbein

 

Ich möchte mir niemals einen Chip transplantieren lassen, aber so bionische Tattoos oder Menschen haben doch irgendwie ihren Reiz:

Drei Hinweise darauf, dass ich ein Cyborg bin:

1. Ich habe seit Jahren keinen Tropfen mehr gepinkelt.

2. Im Laufe der nächsten Minuten wird mein gesamtes Blut meinen Körper verlassen, und das ist völlig okay.

3. Ich hänge an einer anderthalb Meter hohen Maschine oder die Maschine an mir. Wie man’s nimmt.

S. 6 – Ein Teil von uns von Kira Gembri

 

Genau diese Aussage trifft mein derzeitiges Leistungsniveau so ziemlich auf den Punkt:

Heute könnte ich höchstens was in der art beitragen. »Hey, Timo neulich habe ich es geschafft, eine Treppe freihändig… runterzusteigen!« Nope, es ist wohl besser, ich höre einfach nur zu.

S. 8 – Ein Teil von uns von Kira Gembri 

 

Warum kann ich nicht auch so produktiv in Mathe sein?

Das Naheliegendste konventionelle, analoge, das mir zur Beschreibung dieser Figur einfiel, war eine Zykloide, L’Hôpitals Lösung für Bernoullis berühmtes Brachistotron- Problem, die Kurve, die ein fester Punkt auf dem umfang eines über eine stetige Fläche rollenden Kreises beschreibt.

S. 725 – Unendlicher Spaß von David Foster Wallace 

 

Ungefähr dieses Szenario spielt sich zu Hause ab, wenn ich mal Mist gebaut habe. Ich bin ja ein so böser Teenager ;-)

Weder Hal, der sich das Kinn ständig nach Speichelspuren absucht, noch der lesende und hopsende Pemulis, Ann Kittenplan oder Trevor Axford- der heute nicht die geringste spur blau an sich hat- sind momentan dafür in Stimmung, alle warten auf den administrativen Fallout, der nach dem entsetzlichen Eschaton-Fiasko am Sonntag zu erwarten ist. 

S. 736 – Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Mehr gibt es nicht zu sagen:

Zeit fürs Aspirin, nach so vielen Wörtern. Du hast gewonnen. Schau dir woanders an wie’s schneit.

S. 775 – Unendlicher Spaß von David Foster Wallace