E3

Längst vergangener Spielewahnsinn

Neben der NordCon und dem Bereich Studium und mich vor einer Krise zu bewahren, wurde indirekt die E3 abgearbeitet. Die Live-Streams sparte ich mir allerdings, Ferien hin oder her aber nachts extra für Spieletitel aufzustehen ist mir dann doch ein wenig zu viel des Guten. Erst Recht wenn es um Firmen wie EA oder Bethesda geht, denn seit Sony raus ist spielen die zwei sich mächtig auf ohne wirklichen Grund. Ihre Firmenpolitik ist grauenhaft und ihre Leistungsbereitschaft nahezu inexistent. Hält sie natürlich nicht davon ab diverse Spielereien aufzukaufen und zu ruinieren, in dem sie nur noch halb fertige Spiele herausbringen. Aber sich dann wundern, weshalb Projekte wie Fallout 76 grandios scheitern. Ein wahnwitziges Träumchen. 

Haken wir zu anfangs gleich den Blockbustertitel der Messe ab: Cyberpunkt 2077. Seit dem CD Project Red The Witcher 3 erfolgreich auf den Markt und vor allem an die Spielenden gebracht hat, haben sie nahezu Narrenfreiheit. Egal welches Projekt sie angehen, es muss gut werden schließlich war es The Witcher 3 und die beiden DLC auch. Dieser Annahme bin ich auch gefolgt, denn schließlich ist es zumindest für einen kurzen Augenblick einfach zu schön sich der Illusion hinzugeben dass zumindest ein Spielentwickler vernünftige, solide Qualitätsarbeit leistet. 

Un dann wurde Footage einer zweifelhaften In-Game Werbekampagne veröffentlicht und Twitter protestierte und wie es protestierte. Es ging um dieses Plakat, was offensichtlich eine Frau mit Penis abbildet. Darunter der Slogan: “16 flavours you’d love to mix.” Die Phrase bezieht sich sowohl auf das eigentliche angeworbene Produkt dem Energydrink als auch auf die Geschlechter/ Geschlechtsidentitäten unserer beziehungsweise des Spieleuniversums Cyberpunk 2077. Wie auch immer Twitter explodierte und die entstehenden politischen Lager steinigten sich gegenseitig. Das Ergebnis? Es gibt nicht wirklich eins… CD Projekt hält sich fein raus, einzig und alleine die verantwortliche Künstlerin dieser Werbekampagne steht Rede und Antwort. Vermutlich wäre das Ganze nicht so eskaliert, hätte die PR Abteilung ihres Unternehmens eine nicht ganz so problematische Vergangenheit mit fragwürdige Tweets. Ganz zu schweigen von ihrer Tochterfirma, die sich ein paar Monate zuvor ähnlich zwiespältig verhielt. CD Project äußerte sich zu beiden Sachverhalten eher mäßig schnell und am Ende verschwindet de ganze Vorfall so wie dieses Jahr wieder in Schall und Rauch.

Ich persönlich blicke da mittlerweile absolut nicht mehr durch und oftmals sind mir die Diskussionen einfach zu anstrengend. Meine persönliche Hauptfrage, die diese gesamte Diskussion jedoch aushebeln würde wäre weshalb es überhaupt Sex sells Anzeigen geben muss, selbst im Jahre 2077. Ich meine selbst in der Zukunft haben wir es immer noch nicht geschafft, die neoliberale Marktwirtschaft zu besiegen oder eher auf Qualität zu setzen, als auf freizügige Werbung? Ich weiß schon, weshalb ich nicht vorhabe unfassbar alt zu werden. Deprimierende Aussichten…

Kommen wir daher zu wesentlich erfreulicherem beispielsweise dazu, dass Trials of Mana tatsächlich erstmalig in Europa oder überhaupt auf dem westlichen Markt erscheint (es wurde niemals außerhalb Japans publiziert) und den Tailer von und Ghostwire Tokyo feiern, obwohl wir absolut noch nichts von diesem Spiel wissen… Außer das es sich in Planung befindet

 

Elden Ring

Release: Vermutlich vor den beiden GoT Büchern…

Eine mystische Fusion zwischen dem Sekiro Shadow dies Twice Schöpfer und R. R. Martin. Diese Prämisse setzt schon einmal hohe Erwartungen vor raus, mein Problem dabei ist der Trailer. Cinematisch eine Augenweide, inhaltlich absolut nichts sagend: Der Sprecher redet kryptisches Zeugs, es wird vermutlich ein Fantasy Rollenspiel werden, vielleicht Open World noch dazu? und es gibt noch nicht einmal ein Releasedatum geschweige denn Gameplayaufnahmen. Mittlerweile denke ich mir eher, braucht die Welt wirklich noch ein weiteres Fantasy-RPG? Davon hat der Markt eigentlich genug. Zumal Mr. Martin eigentlich noch zwei Bücher offen hat, aber was weiß ich schon.

 

 

Baldurs Gate 3

Release: Voraussichtlich 2021

Es ist das Computerspiel für Dungeons and Dragon Fans, denn schließlich spielt die Baldurs-Gate bald Trilogie eben innerhalb dieses Universums. Seit meinem Beginn meiner Rollenspielkarriere kann ich mit dem Titel sehr viel mehr anfangen, als all die vorherigen Jahre. Daher meine aufrichtige Begeisterung und Vorfreude. Es wäre der erst Teil, dem ich mich mal witmen würde wie so viele. Was ich begrüße ist, dass es auf dem Regelwerk der fünften Edition basiert. Alle vorangegangenen Versionen, neigten zu teils abstrusen Werten und schrägen Regelkonzeptionen. Wie sie die Regeln für die digitale Spielwelt letztendlich anpassen ist natürlich die alles entscheidende Frage und auch gewissermaßen die Basis für ein gutes Spiel. Sie sollten die Königsdisziplin zumindest erfüllen. 

Was mich völlig im dunkeln stehen lässt, ist die Prämisse der Story. Liegt nich daran, dass sie völlig abwegig ist nur spiele meine Runden in der persönlichen Welt meines DMs und bis her haben wir noch keine Mind Flayer (humanoide Oktopusse, die mit ihren Tentakeln einem das Gehirn aussaugen wollen) angetroffen, die mit dem wiederentdeckten Wissen der Luftfahrt die Oberwelt bedrohen. 

Gemischten Gefühlen stehe ich ja auch dem Bekanntheitsgrad des Spieles gegenüber. Denn anlässlich zu der Ankündigung wurde vom Verlag/ Firma Dungeons and Dragons ein Starter Kit mit den wichtigsten Informationen und Regelwerken herausgebracht. Die Community wächst und wächst und ich bin mir sehr unsicher ob mir der Zuwachs gefällt. Sicherlich, ein Großteil davon findet sowieso in den USA statt und wird uns nicht weiter beeinflussen. Dennoch neigen extrem große Communitys zu unverhältnismäßig extremer Gruppendynamik Stichwort: Star Wars oder Game of Thrones und ich habe jetzt schon keine Lust auf die möglichen Diskussionen im Netz, nur weil irgendjemand mal wieder irgendetwas in den falschen Hals bekommen hat. Aber da es vermutlich erst 2021 erscheinen wird, weshalb jetzt schon Gedanken machen?

 

 

Doom Eternal (Switch, PC, Xbox One, PlayStation 4)

Release: 22. November 2019

Doom Eternal ist vermutlich der einzige Titel, den Bethesda sowohl dieses Jahr als auch in nächster Zukunft nicht vollkommen in den Sand gesetzt hat. Ihre Firmenpolitik wird von Jahr zu Jahr irgendwie immer schlimmer und ich frage mich so langsam ob die realisieren, dass ihre Fangemeinde gerade alles andere als gut auf sie zu sprechen ist oder ob sie sich immer noch von ihrem harten Kern beweihräuchern lassen, da diese Menschen scheinbar alles genial finden was das Unternehmen so raus oder oder eben gerade nich raushaut. Einerlei, buntes, völlig übertriebenes Aliengeschnetzel geht irgendwie immer. Ich hoffe lediglich, dass der Battlemode nur optional und kein Muss ist. Ich bin wirklich kein Fan von Player gegen Player, es sei denn es ist Borderlands… oder Left4Dead. Bei beiden ist der Spielemodus, aber auch einfach wirklich das Kaufargument. Wobei es dieses Jahr bei Doom tatsächlich auf den Himmel hinauslaufen könnte. Denn Doom und Himmel?! Wie?? Offiziell existiert kein Himmel, es sei denn der Himmel ist noch schlimmer als die Hölle… 

Ps: Liebes Bethesda, du solltest dich für nächstes Jahr wirklich um gute Moderatoren kümmern. Es gibt einen Grund, weshalb „Entwickler“ die Videospiele entwickeln und nicht vermarkten. Charisma kann selbst für ein schlechtes Spiel eine einigermaßen passable Präsentation hinzaubern, so dass sich die Fans nicht völlig an der Nase herumgeführt fühlen. Gameplay präsentieren könnt ihr schließlich immer noch nicht. 

 

(mehr …)