Podcast

Was ich so höre #4

Das letzte Update ist zwar noch gar nicht so lange her, aber weg sagt denn dass die einzelnen Beiträge immer meilenweit auseinanderliegen müssen? Aus heutigem Anlass, mal wieder etwas Regenbogenfarbener denn heute ist der International Comming Out Day. Ob die Menschheit nun einen solchen Tag braucht ist eine eigene Diskussion wert. Fakt ist vielen hilft es vielleicht so eine Art festen Termin für sich auszusuchen wann sie sich outen wollen, sofern sie sich outen wollen oder möchten. Darüber hinaus und was eigentlich viel wichtiger ist, gibt es heutzutage leider immer noch Menschen in bestimmten Ländern, die sich immer noch nicht outen können, weil beispielsweise Homosexualität immer noch im Gesetz als illegal behandelt wird. Dass dies ein Ding der Unmöglichkeit ist, da sind wir uns glaube ich alle einig. Betrachten wir den Tag heute eher als Anreiz, die Welt wie auch immer eben für diese Menschen ein klein bisschen besser zu machen. Mein Beitrag ist vielleicht ein mü- großer Schritt in diese Richtung. Viel Spaß beim Lesen!

Busenfreundin- der Podcast (deutschsprachig)

Es ist nicht alles gay, was glänzt!, ist die Prämisse des Podcasts und trifft den Nagel auf den Kopf. Hier wird mit Klischees nur so um sich geworfen, nur um sie gleich wieder zu hinterfragen, es werden Busenfreundinnen (der Begriff Lesbe ist ja sowas von 2000er) unterstützt/vorgestellt, Vor- Nachteile des Gayseins abgewogen und wer mit dem ganzen immer noch nicht so wirklich was anfangen kann, der lauscht einfach der wahnsinnig sympathisch klingenden Hostin und lässt sich auf eine Welt ein, die der eigenen vielleicht so gar nicht gleicht.

Whats in your pants? (deutschsprachig)

Whats in your pants oder auch: Die Suche nach dem heiligen Penis. Klingt merkwürdig, ist es aber nicht. Nur ein bisschen, manchmal. Der Protagonist dieses Podcasts ist Tobi und Tobi ist trans. Die aller erste Aufnahme wurde gestartet kurz bevor Tobi sein erstes Mal Testosteron gespritzt bekommen hat und seitdem ist unfassbar viel passiert. Am besten hier hört euch diesen Podcast von Anfang an (ja ganz am Anfang!) an und dann der Reihe nach durch. 

Denn sowohl Tobi als auch sein Begleiter Jörn nehmen kein Blatt vor den Mund, was die Wahrheit rund um das Thema trans Sein angeht. Jede Folge ist ein Wechselbad der Gefühle und scheint es auf den ersten Blick meist unfassbar komisch absurd zu sein, so ist die Transition (selbst hier in Deutschland) eigentlich noch eine sehr kraftraubende Angelegenheit. Dabei ist dies nur die bürokratische Seite, die eigene emotionale Reise ist meist viel intensiver. Ich empfehle diesen Podcast wirklich jedem, weil es mittlerweile ne kleine Herzensangelegenheit geworden ist. 

Diaspor.Asia (deutschsprachig)

Ein Podcast über die panasiatische-queere Identität im Hier und Jetzt. Mit allem was dazu gehört:  Vor- Nachteile, Eigenheiten und Probleme. All dies wird mit einer ordentlichen Prise Empowerment gekoppelt und damit erst ja nicht die Gefahr besteht, dass es zu einseitig werden könnte finden sich regelmäßig Gäste auf der Tonspur wieder. Ein tolles Projekt, bei dem ich auch schon eine ganze Menge lernen durfte.

Rice and Shine Podcast (deutschsprachig)

Ich liebe die beiden Gastgeberinnen schon für den Namen ihre Podcasts. Minh Thu Tran & Vanessa Vu haben sich auf einer Schule für Journalismus kennen gelernt und beschlossen. Wir brauchen mehr Repräsentation der vietnamesischen Menschen in Deutschland. Gesagt getan, hier ist der wunderbare Podcast über vietnamesischen Identität einhergeht, dem teils vorhandenen inneren Zwiespalt zwischen zwei Kulturen zu stehen, Elternliebe, Kulturclash, Politik und natürlich auch mal übers Essen.

Genderswapped Podcast (deutschsprachig)

Bereits nach dem ersten Male angefixt gewesen. Aber wie kann es auch anders sein, wenn Rollenspiel oder Pen and Paper in der Beschreibung steht. Geleitet wird das Projekt von zwei Roll-Inclusive Mitgliedern, die sich mit Emanzipation im Pen and Paper beschäftigen. Denn noch in den 70ern gab es unterschiedliche Charakterfähigkeiten abhängig vom binären Geschlecht. Frauen bekamen einen Bonus auf Beauty/ Charisma, Männer auf Stärke. Was heute völlig antiquiert wirkt, ist leider noch spielmechanisch in vielen Regelsystemen verankert. Dies gilt es zu ändern und die beiden Powerfrauen haben es sich zur Aufgabe gemacht in dem Bereich mal richtig aufzuräumen. Für jeden rollenspielliebenden Menschen ein absolutes Muss. 

Darf sie das? (deutschsprachig)

Die Beschreibung: Albtraum alter, weißer Männer oder trinkt zum Kaffee am Morgen gerne ein Glas Männertränen nehme ich dieser Gastgeberin sofort ab. Ihr habt einen frauenfeindlichen Chef, glaubt mir er dir nach so mancher Podcastfolge weinend in der Ecke sitzen. Denn hier bekommt jeder Mensch mit einem toxischen, konservativen, rassistischen und sexistischen Weltbild sein Fett weg. Systematisch belegt, Stück für Stück in eiskaltem Tom. Nichts für schwache Gemüter.

Was ich so höre #3

Anlässlich des alljährlichen Jubiläums des virtuellen Versandunternehmens mit dem lächelnden, orangefarbenen Pfeil geht nicht nur deren Umsatz durch die Decke sondern ebenso die Warnungen und Leek-Berichte diverser dort angestellten Personen, die erneut schildern wie mies die Arbeitsbedinungen dort und in den jeweiligen Partnerfirmen sind. Nichts neues, aber vielleicht doch immer wieder erwähnenswert. Was wesentlich interessanter ist, ist die Liste der Nebenfirmen denn schaue ich mir die so durch fallen mir so ein zwei Unternehmen ins AUge bei denne ich es entweder nicht gedacht hätte oder wohl irgendwie verdrängt. Demnach die berühmte Höbuchplattform bei der man ein ein monatliches Hörbuch gratis bekommt gehört dazu ebenso wie eine maerikanische Biomarktkette und dem sehr berühmten Streaterplattform.

Demnach würde ich sagen rücken wir alle ein wenig weg vor allem von der Hörbuchplattform und wenden wir uns unserem extravaganten und absolut individualistischen Potchatcher zu, der brav jeden Tag das World Wide Web für euch nach neuen Audioformaten durchsucht. Der schläft auch nie und sollte neben dem Lob für die Versandhausmitarbeiter auch mal ein Lob bekommen. Wobei letztere lebendige Wesen viielicht trotzdem mehr Annerkennung verdent haben. Wie auch immer Podcasts sind cool und ich werde nicht müde, einige euch an den Kopf zu werfen

 

Stadt. Land. Schwul (deutschsprachig)

Der Name sagt eigentlich schon alles. Der kleine, völlig eigene Szenepodcast (?) von zwei homosexuellen nicht gebürtigen Berlinern (ursprünglich vom Lande), die aus ihrem Alltag und ihrem Subkulturleben erzählen. Lacher und vor allem anzügliche Wortspiele inklusive…

 

Hell Yeah, Hell No (deutschsprachig)

Sie hören: Drei weibliche Nerds loben und nehmen gleichzeitig diverse Inhalte unserer heutigen Popkultur auseinander. Von völlig überholten Klischees jeder Art, abgefrühstückten Handlungsverläufen, typische Anfängerfehlern beim Schreiben oder Konzipieren von Geschichten aller Art, ganzen Analysen von popkulturellen Werken und Charakteren. Inklusive lebenswichtigen Fragen wie: Welche Eigenschaften sollte eine authentische heldenhafte Person haben? Und wie verhält es sich mit deren Gegenspieler? Weshalb ist die remastered Version von „Die Königin und das Biest“ vielleicht dort gar nicht so schlecht? Inwiefern brauchen wir Charaktertode und wie sollte man sich auf keinen Fall geschehen lassen… Zu meinem Bedauern wird der Podcast mangels Zeitgründen, aller drei Beteiligten nicht mehr produziert. Dennoch die 16 Folgen, die existieren bieten einmaliges Unterhaltungs- sowie teils auch Bildungspotenzial.

 

Golden Age of Islam (englischsprachig)

Wäre diese eine nervenaufreibende Vorlesung nicht gewesen, ich hätte diesen Podcast nicht entdeckt. So gesehen hatte die gesamte Aktion vielleicht doch einen Mehrwert, denn mein Verständnisses und Interesse diesbezüglich der Geschichte des Vorderen Orients und vor allem des Islams, kann ich nun weiter privat ihn meinem Tempo, ohne Leistungsdruck und schlechte Präsentationen weiterführen. Eine eindeutige Win-Win Situation für mich und vielleicht für euch sofern ihr euch für die Geschichte des Vorderen Orients interessiert. Jedoch solltet ihr des Englischen mächtig sein und nicht allzu lange aus der Übung, denn trotz angenehmen Sprechtempo und kaum vorhandenem Akzent findet umfassendes Infodumping statt und wer völlig unvorbereitet in die Folgen reinläuft wird erst einmal nur Bahnhof verstehen.

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Was ich so höre #2

Teil zwei, der Reihe die wohl noch ein ganzes Weilchen länger gehen wird als gedacht. Gut für mich, gut für euch und deshalb legen wir auch gleich los. Als erstes kommen natürlich wieder die englischsprachigen Runden, denn irgendwie will ich mein gutes Hörverstehen ja beibehalten. Lesen will ich es nämlich nicht, denn da harpert es dann doch noch manchmal bei mir.

Englischsprachig:

 

Crazy; in Bed:

Dieser Podcast ist eine einzige Selbsthilfegruppe für mich und vermutlich auch für andere. Bestehend aus zwei jungen Frauen, manchmal auch mit Gast und auf der anderen Seite der Erde. Rückblickend war es eine wundervolle Entdeckung, denn endlich versteht jemand mal wie es einem geht/ ging und vor allem bekommt jeder hier seine Tagespackung an schwarzen Humor ab.

Nein es geht nicht um Sex oder Geschlechtsverkehr, sondern viel mehr um die eigene Mentale Gesundheit, die bei den beiden eher in der Größe eines Tennisballs vorhanden ist. Das Beste irgendwie daran ist, dass Alyssa und Mai sind keine ausgebildeten Psychologinnen sind die eben versuchen aufzuklären sondern eben ihr Leid mit eine Teilen und man gemeinsam mit ihnen sich die Wunden lecken kann, eben weil man keiner Lust mehr hat auf den hunderttausendsten Selbsthilfepodcast. Die zwar alle ihre Berechtigung haben, aber irgendwann will man dann mal frei haben vom jeweils eigenen Laser, egal ob: PTBS, Suchterkrankungen, Ess-, Zwangs-, Angststörungen oder schlichtweg Depressionen.

 

Stuff Mom never told you:

Der Name ist Programm, hier wird alles Thematisiert was man zumindest nicht in der Schule lernt und vermutlich auch eher weniger von seinen Eltern. Zumindest wenn wir jetzt als Beispiel, die durchschnittliche gut situierte, weiße Mittelstandsfamilie aus einem US-amerikanischen Vorort nehmen. Alle Themen sind auf eine Art und Weise feministische angehaucht, aber nichtdestotrotz für jeden hörenswert. Dank ihnen kenne ich jetzt die berühmt und berüchtigten (im guten Sinne) schwarzen Frauen im Punk-Rock. Vorher kannte ich noch nicht einmal weiße Frauen im Punk-Rock. Ebenso sehr empfehlenswert wäre die Dilogie über das Thema Fan Fiktion. Ihr seht jedes Thema von B-W ist vertreten.

 

History of Westeros:

Fansein ist tatsächlich aufwendiger als man denkt. Schließlich will man ja über alles und jeden Bescheid wissen und da mich das Privatleben von anderen Leuten eher selten juckt, müssen eben fiktive Charaktere her. Dumm nur, dass die Hörbücher (insbesondere die deutschen) eher weniger gut sein sollen und mir die sechs Originalausgaben zu holen ist zeitlich gerade nicht drin. Dieser Podcast bietet sofortige Abhilfe. Alleine zur Blackfire Rebellion existieren acht- Podcastepisoden, die länger sind als zwei Stunden. Ihr wird eben alles diskutiert, was es zu diskutieren gibt und alles erzählt, was Mr. Martin eben so her gibt. Neben den Hintergrundinfos, zu Westeros besprechen die zwei Herren auch noch die jeweiligen neuen Game of Thrones Episoden, wobei es dort erst 2019 wohl oder übel weitergeht.

Die Tonqualität macht mir manchmal zu schaffen oder das Englisch, denn ich muss mich teilweise schon ziemlich konzentrieren um bei all den Informationen und Zusammenhängen mit zu kommen. Vor allem bei der Thronfolge der Targaryens, weshalb müssen die quasi ständig dieselben Namen geben.

Deutschsprachig:

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Was ich so höre #1

Während meiner neun Monate Ausland war ich auf Hörbuchsuche gewesen und natürlich habe ich keine gefunden. Genauer gesagt ich habe keine Hörbücher für wenig Geld gefunden, die mir zugesagt hätten. Später ist mir dann auch eingefallen, dass ich sie eh nicht hätte abspielen können. Die Hörbuchplattform im Internet war mir zu teuer und ein gratis Monat bei neun Monaten machte den Unterhaltungsfisch nicht sonderlich fetter. Deshalb stöberte ich mal wieder auf der allseits beliebten Katzenvideoplattform, dort gab es jedoch

mehr oder weniger schlecht geschriebene Thriller. Irgendwann kam ich dann aufgrund von einer Videoempfehlung zum Thema Podcast und arbeitete mich mal ein bisschen mehr in die Materie ein. Dabei ist folgendes herausgekommen (eigentlich noch vieles mehr, aber man muss ja mal irgendwo anfangen)

Deutsch:

Eine Stunde Historie

Das kommt davon, wenn man den Schulgeschichtsunterricht so vermisst. Was den Podcast eigentlich schon allein rechtfertigt beziehungsweise rechtfertigen würde. Ich will euch trotzdem noch ein bisschen mehr Inhalt bieten.

Ergo, eine Stunde History ist ein Format des Deutschlandfunkes Nova und beschäftigt sich eben mit der Historie der Menschheit. Von der Antike bis hin zur Neuzeit bleibt nichts unangerührt. Ich muss allerdings sagen, dass es jetzt auch keine Tiefenanalyse eines Themas. Dafür sind die meist 40 Minuten langen Aufnahmen dann doch zu kurz. Ich sehe deshalb viel mehr als Auffrischung meines Allgemeinwissens, denn seien wir ehrlich der Geschichtsunterricht deckt weiß Gott nicht die gesamte Weltgeschichte ab.

PodGedichtung:

Shame on me, die neuste Folge ist seit sechs Tagen draußen und ich habe sie noch nicht gehört. Junge, ambitionierte coole Socke, die auch noch Song schreibt, singt und es auch noch kann. Ohne sie würde ich vermutlich 24/7 meine Old School Metal Playlist hören, einfach weil ich momentan nicht die Zeit dazu habe aktiv nach guter Musik zu suchen. Darüber hinaus redet sie auch noch über Bücher sowie soziale/ gesellschaftliche Themen. Übrigens fette Daumen nach oben, dass sie (fast) die einzige weibliche Person in meinen Bekannten ist, der ch ewig zuhören könnte ohne nich schreiend wegzurennen. Ich will damit sagen, dass junge Menschen keinesfalls unreflektiert und völlig desinteressiert gegenüber ihrer Umwelt sind.

Soziologisches Kaffeekränzchen

Dieser Podcast stand tatsächlich auf der Empfehlungsliste, welche ich via YouTube gefunden habe. Irgendwie war ich dann von der ersten Minute an angefixt. Die Kaffeetafel zählt drei Personen und wohl das hübscheste Maskottchen dass ich kenne: Flocke, die Hundedame.

Zu den menschlichen Mitgliedern der Kaffeerunde zählen eine Soziologin, der man wirklich nicht im Dunkeln begegnen möchte, ein studierender/ angehender Soziologe, der unfassbar viel über Tee weiß und ein Soziologie-Englischlehrer, der gefühlt schon alles mal studiert hat und bei dem ich mich immer wieder frage weshalb er eigentlich in Bayern wohnt.

Zu dritt diskutieren sie über recht freie Themen wie Identität, Selbstoptimierung, Inklusion-Exklusion oder über Trauer und Tod. Sehr interessant, sehr lustig, und unfassbar lehrreich. Selbst für eine Leihe wie mich, die mit Adorno und Soziologie bis dato so viel anfangen konnte wie ein Vogel mit einem Flugzeug.

Ich habe durch die drei mehr gelernt, als von sämtlichen Personen denen ich begegnet bin innerhalb meines Auslandjahres. Deshalb: Empfehlung des Jahres!

Nachtrag: Ich hatte ganz vergessen ihren supercoolen Introsong zu erwähnen.

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