Was ich so höre #3

Anlässlich des alljährlichen Jubiläums des virtuellen Versandunternehmens mit dem lächelnden, orangefarbenen Pfeil geht nicht nur deren Umsatz durch die Decke sondern ebenso die Warnungen und Leek-Berichte diverser dort angestellten Personen, die erneut schildern wie mies die Arbeitsbedinungen dort und in den jeweiligen Partnerfirmen sind. Nichts neues, aber vielleicht doch immer wieder erwähnenswert. Was wesentlich interessanter ist, ist die Liste der Nebenfirmen denn schaue ich mir die so durch fallen mir so ein zwei Unternehmen ins AUge bei denne ich es entweder nicht gedacht hätte oder wohl irgendwie verdrängt. Demnach die berühmte Höbuchplattform bei der man ein ein monatliches Hörbuch gratis bekommt gehört dazu ebenso wie eine maerikanische Biomarktkette und dem sehr berühmten Streaterplattform.

Demnach würde ich sagen rücken wir alle ein wenig weg vor allem von der Hörbuchplattform und wenden wir uns unserem extravaganten und absolut individualistischen Potchatcher zu, der brav jeden Tag das World Wide Web für euch nach neuen Audioformaten durchsucht. Der schläft auch nie und sollte neben dem Lob für die Versandhausmitarbeiter auch mal ein Lob bekommen. Wobei letztere lebendige Wesen viielicht trotzdem mehr Annerkennung verdent haben. Wie auch immer Podcasts sind cool und ich werde nicht müde, einige euch an den Kopf zu werfen

 

Stadt. Land. Schwul (deutschsprachig)

Der Name sagt eigentlich schon alles. Der kleine, völlig eigene Szenepodcast (?) von zwei homosexuellen nicht gebürtigen Berlinern (ursprünglich vom Lande), die aus ihrem Alltag und ihrem Subkulturleben erzählen. Lacher und vor allem anzügliche Wortspiele inklusive…

 

Hell Yeah, Hell No (deutschsprachig)

Sie hören: Drei weibliche Nerds loben und nehmen gleichzeitig diverse Inhalte unserer heutigen Popkultur auseinander. Von völlig überholten Klischees jeder Art, abgefrühstückten Handlungsverläufen, typische Anfängerfehlern beim Schreiben oder Konzipieren von Geschichten aller Art, ganzen Analysen von popkulturellen Werken und Charakteren. Inklusive lebenswichtigen Fragen wie: Welche Eigenschaften sollte eine authentische heldenhafte Person haben? Und wie verhält es sich mit deren Gegenspieler? Weshalb ist die remastered Version von „Die Königin und das Biest“ vielleicht dort gar nicht so schlecht? Inwiefern brauchen wir Charaktertode und wie sollte man sich auf keinen Fall geschehen lassen… Zu meinem Bedauern wird der Podcast mangels Zeitgründen, aller drei Beteiligten nicht mehr produziert. Dennoch die 16 Folgen, die existieren bieten einmaliges Unterhaltungs- sowie teils auch Bildungspotenzial.

 

Golden Age of Islam (englischsprachig)

Wäre diese eine nervenaufreibende Vorlesung nicht gewesen, ich hätte diesen Podcast nicht entdeckt. So gesehen hatte die gesamte Aktion vielleicht doch einen Mehrwert, denn mein Verständnisses und Interesse diesbezüglich der Geschichte des Vorderen Orients und vor allem des Islams, kann ich nun weiter privat ihn meinem Tempo, ohne Leistungsdruck und schlechte Präsentationen weiterführen. Eine eindeutige Win-Win Situation für mich und vielleicht für euch sofern ihr euch für die Geschichte des Vorderen Orients interessiert. Jedoch solltet ihr des Englischen mächtig sein und nicht allzu lange aus der Übung, denn trotz angenehmen Sprechtempo und kaum vorhandenem Akzent findet umfassendes Infodumping statt und wer völlig unvorbereitet in die Folgen reinläuft wird erst einmal nur Bahnhof verstehen.

Art History for all (englischsprachig)

Ein solcher Podcast musste schließlich irgendwann mal kommen. Was sehr viel erwähnsenswerter ist, dass es eine der wenigen Sendungen ist über Kunst/ Kunstgeschichte (eher weniger Kunstbuisness), die mich nicht nach den ersten Minuten bereits nerven. Einerlei, die Moderatorin hat sich das Ziel gesetzt Kunst und vor allem das vermeintliche trockene und langweiligen Bereich der Kunstgeschichte der Allgemeinheit näher zu bringen. Mit spannenden, frischen Themen, leicht verständlich und einen globale Kontext beleuchtend. Egal ob Kunstliebhaber, Kunststudent oder völlige Kunstleihe hier darf und kann jeder mithören (sofern er des Englischen mächtig ist). Einen ganz großen Pluspunkt gibt es für die Folgentransskripte, welche auch Screenreader geeignet sind un durch Fußnoten ergänzt wurden. Die einzelnen erwähnten Personen, Artikel oder Quellen können also sogar nachvollzogen werden.

 

endlich. Podcast (deutschsprachig)

Meine mobile Psychotherapie, aber eine die erfrischend undogmatisch daher kommt und sich vor allem auf ein Thema spezialisiert hat: den Tod, das Sterben. Eines der Tabuthemen schlechthin, was bei der Relevanz eigentlich fatal ist, denn es die einzige Konstanze in unserem Leben. Bedauerlicherweise sprechen die zwei Moderatorinnen aus reichlich Erfahrung, was das Ganze jedoch so authentisch und real wirken lässt. Trauerbewältigung bei Kindern/ Erwachsenen, Darstellungen von Tod und dem Sterben in den verschiedensten Medien und Ländern, Vor- und Nachsorge für den eigenen Tod und den von Anderen oder Suizid, sie lassen absolut kein Thema anbrennen egal wie tabuisiert es sein mag. Ein ernsthaftes Muss, was jedoch mitunter wirklich durch Mark und Bein gehen kann. Fürs mal eben Weghören denkbar ungeeignet. Nehmt euch Zeit und habt Muse, alles andere wäre auch schlichtweg undankbar.

 

Was denkst denn du? (deutschsprachig)

Der Titel des Podcasts trifft den Nagel auf den Kopf. Alltägliche Themen werden hier hinterfragt und auf ein neues Level gehoben. Die beiden Moderatorinnen laden ein zum Mit -denken, -philosophieren und -beobachten ein. Nicht selten saß ich in der Bahn oder war unterwegs und mir ging schlichtweg ein Licht auf, den Dinge zu hinterfragen und gleichzeitig aufbereitet zu bekommen ist eine tolle Sache. Vor allem wenn man etwaige Gedanken, sich schon einmal selbst gestellt hat sich aber nie getaucht hat diese ein oder andere Ding anzusprechen. Ein Podcast bei dem man nach jeder Folge immer schlauer ist als vorher, obwohl es eigentlich gar keine Lösung gibt.

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2 Kommentare

  1. Ich mag Podcasts auch gern, am liebsten lustige.
    Was die Arbeiter bei A angeht….man arbeitet fieberhaft an Robotern. Die meckern nicht, arbeiten 24/7 und ihnen unterlaufen weniger Fehler. In den nächsten 20 Jahren wird die Welt, wie wir sie kennen, enorm verändern.

    Gefällt 1 Person

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