Schule

Gesammelte Schätze des Monats der Reisevorbereitungen

In dem Moment in dem ihr dies lest, sitze ich bereits in einem hoffentlich wundervollen Zimmer mitten in Dublin. Ich schreibe diesen Bericht ganz frech vorab, meine letzte Freizeit bewusst zu nutzen. Die Behördengänge sind erledigt, mein Führungszeugnis ist ebenfalls angekommen diverse Abonnements sowie Beitragszahlungen gekündigt und nun sitze ich hier, warte nur darauf das die Sonne aufgeht um Dublin vollständig zu erkunden. Als allerstes steht natürlich das Touri-Pflichtprogramm an…

Sämtliche Museen, Büchereien und natürlich das Trinity College, was genau wird sich dann wohl dort herausstellen. Ich weiß nur, dass ich hoffe daran zu denken mich noch mit der irischen Geschichte auseinander zu setzen, sonst wird es peinlich.

Aber zurück zum Anfang des Monats. Mein Geburtstag wurde entsprechend ein letztes Mal zelebriert. Also nicht ein allerletztes Mal, sondern lediglich ein letztes Mal mit den mir bis dato bekannten Gesichtern. Erste Erkenntnis des Monats, ich werde nie eine glorreiche Gastgeberin. Ich liebe es zwar Vorträge über jeden erdenklichen Krams zu halten, vier von grundauf verschiedene Freundeskreise zusammenzubringen ist eine Herausforderung, die ich in Zukunft dankend ablehnen werde. Lieber vier Mal Geburtstag feiern…

Am Ende wurde es dann doch ganz romantisch, nur war das gar nicht so beabsichtigt gewesen und nach kurzen Eklat wurde es dann endlich ruhig und ich konnte endlich schlafen. Weshalb muss jeder in meinem Freundeskreis auch eine Nachteule sein… Dank Schlafmangels, emotionaler Unentschlossen bis Genervtheit ging ich die nächsten Tage auf dem Zahnfleisch.

Was meinen Zustand allerdings erheblich verbesserte, war der eher kurzfristige Besuch einer neu gefundenen Freundin und ich stand mit Vergnügen Pate als sie in meine Heimatstadt kam, um ihr zumindest all dass zu zeigen wo sie vorher noch nicht gewesen war. Das „Alles“ unter den wachsamen Augen der Hundertschaft… Damit uns ja nichts geschah.

Hat geklappt, darüber hinaus verwandelten wir zwei uns in eine verwandte Form der Shadowhunters, uns wurde die Ehre erwiesen in dem Moment an einem Drogeriemarkt vorbeizugehen in dem ein junge Dogge sich gerade ihres Halsbandes entledigte. Plötzlich stand das unglaublich niedliche Riesending zwanzig Meter neben seiner Leine, völlig verängstigt da weder Herrchen oder Frauchen zu sehen waren und trabte immer weiter die Straße herunter. Je weiter wir uns dem Hund näherten um ihn von der Hauptverkehrsstraße wegzulocken desto schneller wich er zurück in Richtung Autos. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ein LKW-Fahrer das arme Ding zusammenhupte und der Hund nun panisch in die entgegensetze Richtung durch startete. Uns entgegen rennend versuchten wir in aufzuhalten, was nicht klappte. Ich reagierte blitzschnell und rannte hinter ihr her, meine Freundin rannte ins Geschäft um den Besitzer zu finden. Hungrig, eine junge Dogge zu jagend ist nicht dass was ich in meiner Freizeit möchte. Vor allem wenn die Kreuzung zweier Hauptverkehrsadern immer schneller entgegen rückt. Zumal ich das Gefühl bekam, dass hinterher sprinten sie nur noch panischer werden ließ. Aber ich durfte sie weder aus den Augen lassen, noch zu lassen dass sie auf die Straße lief.

Ich weiß nicht warum, aber dem Himmel sei dank rannte der Doggenteenager in die nächst gelegene Metrostation und Himmel sei dank öffnete kein anderer den gegenüberliegenden Eingang, weshalb sie nun in der Falle saß. So wartete ich in gebührendem Abstand auf den Besitzer und auf meine Freundin. Von der Ferne aus panische Hunde zu beruhigen habe ich noch nie versucht und wirklich begnadet bin ich darin auch nicht, aber zumindest hat es dafür gereicht dass sie nicht auch noch auf die Gleise sprang. Schließlich kamen dann die zwei Herrchen bzw. Frauchen. Mutter und Tochter. Was für ein Nervenkitzel…

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Gesammelte Schätze des Monats, der abgelegten Reifeprüfung

Halleluja was hat sich diesen Monat alles ereignet? Vieles, wäre meine Antwort wenn ich noch wüsste was alles… Der Monat ist an mir vorbei gerast. Denn die bejammerte Langeweile verflog schlagartig als die Bestätigung beider Praktikas via Mail vor meinen Augen aufploppte.

Das angekündigte Bewerbungsgespräch via Skype seitens der Isländer hat mich übrigens eine Menge an Zeit, Geduld sowie Nerven gekostet. Ich bin definitiv kein Skype- Experte, weshalb die Kontaktanfragen erst einmal entfielen. Danke an der Stelle an meine mitfiebernde Helferin, die mir das Schritt für Schritt beigepuhlt hat. Leider hat meine Bewerbungsgesprächspartnerin ebenso wenig Ahnung gehabt wie ich, darüberhinaus kam auch noch eine extrem schlechte Internetverbindung so klappte es erst beim dritten Versuch… Wenn auch nur per Zufall aufgrund einer halbdurchwachten Nacht war ich so fertig, dass ich die isländische Zeitzone schlichtweg nach vorne verschob. Deshalb saß ich um Punkt 10.00 Uhr morgens vor meinem Laptop, als keiner auftauchte klappte ich wütend den Bildschirm herunter widmete mich stinkig meinem Tagesgeschäften. Zufälligerweise kam ich um 14.00 Uhr mehr oder minder zurechnungsfähig wieder nach Hause und wurde mit einer Nachricht meines Handys darüber hinformiert, dass meine Bewerbungsgesprüchspartnerin nun online war und es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Ich also noch in Straßenklamotten in mein Zimmer gehechtet und den Laptop hochgefahren. Ergebnis die Verbindung funktionierte mal wieder nicht und sie beschloß mir die Bewerbungsfragen per Mail zu schicken. Warum denn nicht gleich so? Es hätte mir jede Menge Stress erspart.

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Gesammelte Schätze des Monats der puren Freiheit

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Wie schnell so viele freie Wochen an einem vorbei ziehen, unglaublich. Wobei ich darf nicht meckern, mir bleiben noch gute zwei Wochen Freiheit… Insgesamt wären dass die längsten Sommerferien, die ich je gehabt habe. Merkwürdiges Gefühl nie wieder an Ferien denken zu müssen. Von nun an heißen die freien Tage Urlaubstage. Dabei empfinde ich auch nur zu einem sehr geringen Prozentsatz Schadenfreude, wenn ich morgens die noch verpflichteten Schüler sehe wie sie sich abhetzen um pünktlich zu kommen. Um ehrlich zu sein nimmt der Pünktlichkeitsfanatismus mit den Jahren ab meist nur in bestimmten Fächern. Irgendwie beginne ich jetzt die kinderlose Erwachsenen zu verstehen, die nie wussten ob und wann man Ferien bekam. Für mich ein Ding der Unmöglichkeit, eine wahre Wissenslücke. Heute bin ich einer von Ihnen, ich weiß noch nicht einmal wann Pfingsten statt findet. Die Daten meiner drei relevantesten Termine der Schulzeit schlecht hin habe ich im Kopf und mehr muss ich auch nicht wissen.

Ich bin nämlich raus.

Es sei denn ich hätte alle Prüfungen so derartig in den Sand gesetzt, dass ich mich noch einmal nachprüfen müsste. Das Fach mit höchsten Fehlerquote wäre dann Mathe. Es ist unglaublich wie man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, vor allem eigentlich sind es doch nur Zahlen. Warum fangen die an zu tanzen? Sie sind doch in dicke Papierfasern statisch festgestanzt worden. Nach 45 Minuten sah es für mich jedenfalls so aus als ob ich ein drittel des Abiturs leer hätte abgeben müssen. Mehrere Panikattacken später hatte ich gut 80% ausgefüllt, wenn die mal richtig sind…

Tut mir Leid für dich, dieses mal haben wir leider kein Abitur für dich. Mit Stil gescheitert, immerhin.

Wie ernst es allerdings wirklich um mich steht erfahre ich erst Ende Juni… Zwei Tage vor meiner Präsentation. Dieser Umstand lindert die Aufregung natürlich extrem.

Nichtsdestotrotz nutze ich die neu gewonnene Freizeit hauptsächlich zwar um mich abzulenken, aber wen stört es? Es wurde gezeichnet, gemalt, geschrieben, gesportelt und sogar geresozialisiert und zwar mit Gleichaltrigen.

Das passiert übrigens, wenn man seine Post-Abitur-Gothik-Phase auch beim Essengehen auslebt…

Selbst mein Thema Studienwahl und Auslandsjahr/ Praktikum bin ich weiter gekommen und zwar ein ganzes Stück. Im Glauben, dass sich die Iren nicht mehr melden würden habe ich mich vor gut einer Woche auch noch in Island beworben und ich schwöre euch ich habe am ein und dem selben Tag beide Zusagen bekommen. Irland sowie Island… Jetzt habe ich Anfang Juni mein erstes Bewerbungsgespräch in meinem Leben per Skype, auf Englisch und mit Zeitverschiebung. Entweder ganz oder gar nicht. Wenn alles klappt könnte ich Ende Juli/ Anfang August nach Irland und dann im Februar weiter nach Island, ebenfalls in eine moderne Kunstgalerie. Dabei habe ich gestern erst bemerkt, dass wenn ich zurückkomme, ich stein alt bin. Die Professoren an der Uni werden sich freuen. Übrigens drückt mir gefälligst die Daumen! Ich brauche den Freiraum ;D

So und nun zu einem weitaus mehr in der Ferne liegenden Thema: Das Studienfach.

Ursprünglich hatte ich geplant Freie Kunst zu studieren und begang dann den Fehler mir die Bewerbungsmappen anderer Bewerber anzuschauen. Tut. Dies. Nicht. Niemals! Eine längere Identitätskrise folgte und auch der Satz: „Professoren suchen Rohdiamanten und keine fertigen Künstler“, machte mir keinen Mut. Der Rohdiamant namens Moi müsste nämlich erst aus dem Berg gesprengt werden, bevor man überhaupt in die Gelegenheit käme ihn zu schleifen.

Mappenabgabe hin oder her, dass bei den wenigsten Hochschulen ein vorgegebenes Alter der Werke angeben wird macht mir wiederum Hoffnung. Zumal Freie Kunst auch nicht immer technisches Zeichnen bedeutet… Bitte nicht…

Eines der wenigen, brauchbaren Fotos vom Konzert

Ansonsten fällt der Master sowohl in Geschichte als auch in Kunstgeschichte flach, denn Voraussetzung für beide Studiengänge wäre das Latinum. Schön, dass ich genau zwei Wörter auf Latein kann und eins davon ein Fluch ist. Es gäbe zwar die Möglichkeit den Geschichtsmaster in Berlin zu machen, (dort könnte ich Französisch anstatt Latein angeben wenn ich die Moderne studieren würde), aber die Frage der Jobaussichten ohne Latein ist eben eine ganz Andere.

Für Kunstgeschichte spricht man übrigens am Besten nicht nur Latein, Englisch und Französisch sondern ebenso Russisch und Chinesisch. Je mehr Sprachen, desto besser die Jobaussichten. Wozu war noch einmal die Weltsprache Englisch gut? Richtig, dass man sie konsequent ignoriert…

Wer mir jetzt kommt mit, dann lern doch neben dem Studium Latein der kann gleich wieder gehen. Ich werde nämlich kein Latein lernen, aus dem einfachen Grund dass diese Sprache mausetot ist. In der Zeit, die ich für Latein benötigen würde könnte ich gleich die Sprache lernen für die man ursprünglich Latein lernt um besagt Zielsprache wesentlich schneller zu lernen. Zwei Sprachen lernen, um eine dann zu nutzen? Bin ich die Einzige die meint, dass das kein guter Deal ist wenn man Profit darauf schlagen möchte?

Zumal ich mir sicher bin, dass Latein außerhalb der romanischen Sprachen allzu effizient ist. Schaue ich mir nämlich die Struktur des Chinesischen oder des Farsi an schwinden die Gemeinsamkeiten mit Lichtgeschwindigkeit dahin.

Aber wenn die Kunstgeschichte fehlt so öffnen sich andere Türen, in meinem Falle: Kulturwissenschaften, Theaterwissenschaften, Regie/ Drehbuch, Journalismus/ Kreatives Schreiben. Ihr seht alles Fächer die brotlose Kunst nach sich ziehen und ich es dennoch durchziehen will. Beworben würde sich gefühlt in ganz Deutschland… Auch in den allerkleinsten Studentenkaffs. Ob allerdings überhaupt bei der Wahl bleibe dürfte sich gut erst in einem Jahr entscheiden. Gut Ding will eben Weile haben.

Ich bin übrigens ganz dezent begeistert über den Release der 2 Staffel von iZombie. Dagegen finde ich es ausgesprochen ärgerlich, dass Streaming in Deutschland endgültig verboten worden ist. Woher bekomme ich jetzt die restlichen Game of Thrones Folgen? Aus dem Orbit?

Ansonsten habe ich das endgültige Glück im Besitz von zwei Onigiriförmchen zu sein und sie sind die Erfindung meines Lebens! Zusammen mit den Natto-Bohnen sind eines meiner neuen Hauptnahrungsmittel (Haferbrei jetzt mal ausgeklammert, denn der geht immer und überall).

 

Wenn ich nicht jedes Mal erschossen oder aufgefressen würde:

»Wenn es so verdammt leicht ist, warum träumst du dann nicht mehr?«

S. 14- GoodDreams: Wir kaufen Träume von Claudia Pietschmann

 

Sein Abitur zu pokern ist etwas für Überlebenskünstler:

»Du hast unfassbares Glück gehabt«, sagte er. »Und du warst unausprchlich dumm, obwohl das bei dir ein und daselbe zu sein scheint.«

S. 151- Das dunkle Herz des Waldes von Naomi Novik

 

Unser gegenwärtiges Klima lässt sich Momentan leider eher so beschreiben….

Der Himmel ist hier ganz anders. In Norddeutschland ist der Himmel riesengroß und er erdrückt einen fast. Manchmal fällt es einem schwer, unter einem norddeutschen Himmel gescheit zu atmen. Dann steht man da, auf dem flachen Land, und diese großen dunkelgrauen Wolken ziehen über einen weg, und dann bekommt man keine Luft mehr, so, als ob die Lungen das kommende Gewitter nicht ertragen könnten. Aber hier unten im Süden ist alles anders. Hier ist der Himmel ein Teil des Landes, ein Teil der Welt. Wenn es hier gewittert, dann ist das eben eine ganz ruhige und milde Sache, und nicht so ein Wagner-Nazigewitter wie da oben im Norden.

S. 101- Faserland von Christian Kracht

 

Hätte ich den Ruf mal vor den Prüfungen empfangen:

Der Berg rief nach mir. Ich musste einfach weglaufen. Ich konnte nicht anders.

S. 9- Die wirkliche Wahrheit von Dan Gemeinhart

 

Glaubt mir ich Lächle mittlerweile jeden Morgen einfach nur aus Schadenfreude:

»Alle scheinen morgens immer mit einem Lächeln auf den Lippen aufzustehen… und du denkst, wieso kann ich das nicht? Wieso kann ich nicht ganz normal sein? Warum muss ich so anders sein als die anderen?« »Und das ist es am Ende, was dich fertigmacht, stimmt’s?«

S. 129- Jessicas Geist von Andrew Norriss

 

Mein derzeitiges Verhältnis zum Schreiben:

Früher war das alles so schön pubertär hingerotzt und jetzt ist es angestrengte Literatur.

S. 9- Axolotl Roadkill von Helene Hegemann

 

Ich bin mittlerweile definitiv älter und es geht mir immer noch so?!

Ich bin sechzehn Jahre alt und momentan zu nichts anderem mehr in der Lage, als mich trotz kolossaler Erschöpfung in Zusammenhängen etablieren zu wollen, die nichts mit der Gesellschaft zu tun haben, in der ich zur Schule gehe und depressiv bin. Ich bin in Berlin.

S. 24- Axolotl Roadkill von Helene Hegemann

 

Faust aufs Auge, mein Lieber. Faust aufs Auge…

Ich will nicht, dass man versucht zu verstehen, warum ich so bin, wie ich bin, weil ich die Erste sein möchte, die es versteht. Und ich verstehe es noch nicht. Ich will nicht, dass man sich einmischt. Ich will nicht, dass man in meinem Kopf herumstochert und meine kaputten Teile ausgräbt. Wenn Freunde so was tun, dann will ich keine. Er lächelt. Ein echtes Lächeln. Dann lacht er. »Du hast wirklich ein Riesenproblem damit zu akzeptieren, dass du anderen nicht egal bist!« Ich sage nichts dazu. Er hat recht.

S. 248- Solitaire von Alice Oseman

 

Haha und ehe ich es vergesse 😉 Teil 2 meiner Geschichte ist draußen, also als Hörbuch ebenso wie Teil 3, Teil 4 und Teil 5, Teil 6 und 7… Ich hab mir die Einteilung nicht ausgesucht^

 

Thy Art is murder #2

Der Inhalt des letzen Beitrages war dabei übrigens nur die Spitze des Eisbergs was ich in dem kurzen Semester leisten musste… gut geleistet habe, denn müssen musste ich gar nichts. Aber es geht hier um das Prinzips des Meckerns also musste ich.

Das I-Tüpfelchen des im Laufe der Jahre gebackenen Kuchens bestand aus meiner Präsentationsleistung für die 12. Klasse. An alle, die das Abitur noch machen wollen ein kleiner Tipp: Legt eure Präsentationsleistung ins dritte Semester, es ist so viel entspannter als noch zwei Wochen vor Beginn der unterrichtsfreien Zeit noch eine Klausurersatzleistung auf die Beine zu stellen.

Was dazu kam war, ich habe begonnen zu pokern. War eine mittelmäßige Idee. Mein Plan war gewesen meine Präsentationsleistung in Kunst zu machen, weil ich ursprünglich gedacht hatte ich würde Frei/ Bildende Kunst nach der Schule studieren wollen. Ich hatte also am Anfang der 12 Klasse die Wahl zwischen dem Thema Architektur und einem völlig unbekannten Gefilde. Der an gedachte viere Bereich war aus meiner Kunstlehrerin damals auch nicht rauszukriegen gewesen… Meine Hoffnung war das Them Alltagskultur gewesen. Wie er schon ahnen könnt war dies nur das Übergeordnetethema. Konkret wurde es eben der Bereich Mode- Paper Dress. Ich wusste meine Klausurersatzleistung würde in Modedesign enden statt meiner Hoffnung Verpackungsdesign. So bekam ich parallel zum realen Paper Dress auch noch diese Aufgabe:

Ich sollte für eine überregionale Tageszeitung eine Fotoreihe zum Thema Kleidung und Gefühle kreieren. DieChefredakteuri der Zeitung gäbe mirein Kleidungstück in Auftrag, welches vollständig aus Papier bestehen sollte zum Unterthema Winterschlaf/ Frühlingsgefühle.

Ich sollte ein Kleidungsstück im Miniaturmodell designen sowie gestalterische Überlegungen und Vorarbeiten abgeben. Alle Papierexperimente, Recherchen sowie Alternativideen sollten ebenso in angemessener Form präsentieren.

Mein Verhältnis zu Mode lässt sich in dem Titel einer berümten Buchreihe beschreiben: Das Lied von Eis und Feuer, kurzum ambilvalent. In Verbindung mit solch lustigen Dingen wie Emotionen war das noch ein viel ambivalenterer Kontext als vermutet.

Ich muss nicht erwähnen, dass meine anderen zwei Profilkameradinnen um längeren coolere Themen hatten wie: Entwerfen Sie ein Kleid zum Thema nachhaltige Mode oder designen Sie einen Hut welcher die Ostasiatische- Hanseatischen Beziehungen symbolisiert. Ebenfalls alles aus Papier, nur eben ohne Gefühle.

Dummerweise wusste ich bis dato auch noch nicht so ganz, was sie nun von mir erwartete: Ein Kleidungsstück zum Thema Winterschlaf oder Frühlingsgefühle oder beides? Das Slashzeichen steht bekanntlich im Wortlaut für ein „oder“, jedoch traute ich meiner Kunstlehrerin durchaus irgendwelche Hintergedanken zu. Eine Wahl würde sie mir nie lassen… Wie bekam ich also beide Emotionen in einen sinnvollen und logischen Konzept untergebracht?

Dass ich gleichzeit Heines Wintermärchen noch einmal las, für die Prüfungen machte die ganze Situation nicht besser eher schlimmer, denn mein Thema war eben Winterschlaf und nicht Wintermärchen bzw. die Politik des 19. Jhr in Deutschland.

Welche Parameter waren den gegeben: Mode, Papier und Gefühle… Ich war nicht viel schlauer daraus geworden. Ich ging einen Schritt weiter, ich begann ein grobes Konzept zu entwerfen. Papiermode zu drei verschiedenen Themen: Frühlingsgefühle, Winterschlaf und die Kombination aus beiden, also Frühlingschlaf…. oder so ähnlich.

Sechs Outfits zu jedem Thema, machte insgesamt 18 Reinzeichnung ergo eine kleine Kollektion. Gegen eine gesamte Kollektion könnte meine Lehrerin nichts einwenden…

Bevor ich anfing mein Bleistift zu schwingen, stand ich vor dem nächsten Problem. Wie sah Kleidung überhaupt aus, wie sollte meine Kollektion aussehen?

Ich griff jeden Morgen halbwegs blind in den Kleiderschrank und hatte zu 99% einfach Glück, das es ansehnlich war. Bewusst komponiert hatte ich nie wirklich, wozu auch. Eins wusste ich dennoch: Meine Mode sollte auf keinen Fall wie normale Alltagsmode aussehen. Normal konnte jeder, kannte jeder und war schlichtweg stink langweilig. Wie wäre es mit etwas Extravagantem? Kurzerhand ließ ich die Online-Shops der hippen Modemarken links liegen und tauchte ab in die Bühnenkostüme der Heavy- Metal/ Gothik Bands. Das war Extravaganz die mir gefiel, die zu mir passte und die ich vor allem vertreten bzw. verkaufen konnte.

Einmal Hoffnung geschöpft ging es dann bald ans Werk und die ersten Entwürfe entstanden. Sowohl für Frauen als auch für Männer…

Für die Frauen hatte ich sogar schon ein herrliches Konzept ausgearbeitet mit dem ich das herrliche Ballkleid sowie das schwarze enge Korsage rechtfertigen konnte. Das Kleid wäre die Kälte, die das Wesen im Winterschlaf heimsucht und das schwarze Äquivalent dazu der Tod, welche die Tiere erwartet wen die Kälte eben überhand nimmt.

Das Konzept allerdings auf alles auszuweiten wäre allerdings schwierig geworden, zumal sämtliche Frauenkleider mir entweder nicht gefielen oder schlichtweg „zu viel“ waren. Eine Verbesserung meiner Art für Frauen zu designen wurde nicht besser weshalb ich nach kurzer Hand beschloß doch die Frauenmode vollständig zu streichen. Männer wollten eben auch gut gekleidet sein. Punkt. Fertig. Aus.

Ich weiß übrigens bis heute nicht, warum ich bei Männermode einfach weiß wie der Hase laufen muss….

Aufgabe für die nächsten Wochen: Extravagante Gothik/ Metal/ Punk-Mode aus Papier für die Herren. Ganze vierzehn Tage und sehr, sehr vielen arbeitsintensiven Stunden später stand dann auch schon die gesamte Kollektion. Aus insgesamt 71 Reinzeichnungen hieß es nun 18 auszusuchen und in die entsprechende Präsentationsform zu bringen. Ich sage euch, dass war der schwerste Prozess überhaupt. Ein schwacher Trost dafür war, dass ich die restlichen 53 Entwürfe in einen extra Ordner heftete und mit abgab.

Dabei habe ich übrigens mehrere Dinge gelernt zum Beispiel, dass ich Alexander McQueen mag. Hätte ich nie erwartet. In meinen Augen war er immer der zweite Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent gewesen und Spießigkeit ist dass letzte was ich mag. Zudem finde ich, dass sich Lady Gaga als ebenbürtige Inspirationsquelle eignet. Ja, auch für Männermode…

Nur wie sollte ich nun die drei unterschiedlichen Bereiche und Kollektionen in ein schlüssiges Konzept quetschen? Die drei Themen waren ungefähr so ähnlich wie ein Huhn und das dazugehörige Ei. Sinnvolles Wissen zu Themen wie Gefühlen zu finden war ebenso eine Sache… Gefühle waren keinesfalls logisch und dank des Biolexikons stellte sich das Thema Winterschlaf eher als unspannend bis einschläfernd heraus.

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich keine Lösung gehabt hätte. Keiner konnte so gut interpretieren und assoziieren, was ich dann auch tat. Nach einem regelrechten Suchmaschienenbalett stand folgendes, informatives Skelett.

Die jeweiligen Sachinformationen ordnete ich den jeweiligen Unterthemen zu…

Winterschlaf- Moodbild

Menschen waren anscheinend auch in der Lage Winterschlaf zu halten, viel mehr eine Art Winterruhe. Unsereins besitzt nämlich urzeitliche Schaltergene, welche man rein theoretisch de-aktivieren könnte. Angeblich soll ein sibirischer Volksstamm vor mehreren Hundert Jahren tatsächlich Winterschlaf gehalten haben. Über das ganze Jahr verteilt wurde Holz und Essen gesammelt beim ersten Schneefall wurde sich schlafen gelegt. Einmal pro Tag stand man auf aß, trank etwas und legte sich dann wieder Schlafen. Nur so waren sie in der Lage gewesen zu überleben.

Es gab übrigens ähnliche Phänomene in unsere näheren Gegenwart. Die Menschen gelangten allerdings eher unfreiwillig in einen solchen Zustand. Aufgrund von verschiedensten Unfällen waren sie entweder unter Schnee und Eis begraben, im kalten Wasser eingefroren oder schock gefrostet worden. Wieder aufgetaucht hatten sich diese Menschen allesamt vollständig erholt ohne bleibende Schäden. Der Forscher Marc Roth begann diese Ereignisse zu erforschen und entwickelte letztendlich eine Theorie zu Herbeiführung des Winterschlafes.

Menschen alleine einzufrieren wäre laut ihm die falsche Taktik, statt wie bei wechselwarmen Tieren benötigt das menschliche Herz beim Frieren viel mehr Sauerstoff  als bei durchschnittlichen Plusgraden. So würden wir ersticken bevor wir hätten schockgefrostet werden können.

Um das Ersticken zu verhindern, müsste man zuerst den Stoffwechsel derart verlangsamen dass das Herz sehr viel weniger Sauerstoff trotz frieren benötigte. Die Lösung? Die Erhöhung der natürlichen Schwefelsulfidkonzentration im eigenen Blut, eine zu hohe Konzentration wäre allerdings wiederum tödlich. Die höhere Konzentration an Sulfidmolekülen würde das Binden von Sauerstoff im Körper verhindern und so länger verfügbar halten. Der Mensch müsste weniger aktiv Atmen und könnte schlafen geschickt werden… Dummerweise funktioniert das nur bei Lebewesen bis 30 Kilogramm, wer schwerer als ein Labrador ist den muss ich leider enttäuschen.

Frühlingsmoodbild

Übrigens sind Frühlingsgefühle gar nicht so uninteressant. Sie existieren nämlich wirklich und seine bloße Redensart. Damit diese wunderbaren Frühlingsgefühle entstehen müssen zwei besonders relevanten Faktoren gegeben sein. Licht und wärmere Temperaturen, als im Winter. Die wichtigste Rolle spielt allerdings das werte Licht selbst. Aufgrund der wieder länger werdenden Tage gelangt mehr Sonnenlicht an die Haut und der Körper schüttet ein vielfaches an dem muntermachenden Hormon Serotonin aus. Das müdemachende Melatonin wird vertrieben und das Ego fühlt sich fitter.

Ein netter Nebeneffekt der Wärme ist die leichter werdende Kleidung der Mitmenschen… Mehr nackte Haut für die Libido kann schließlich auch nicht schaden.

Den Geruch nach frischem Gras mögen wir übrigens deshalb so gerne, weil dies das Signal für die Steinzeitmenschen war dass der Schnee schmilzt und der elendige Winter vorbei war.

Übrigens erlebt jede Kultur der Erde den Frühling anders. Die Menschen am Äquator kennen beispielsweise den Frühling gar nicht und damit keine wirklichen Frühlingsgefühle. Das Emotionalewechselspiel der melancholischen Winterdepression und der anschließenden darauf folgenden euphorischen Frühlingsgefühlen fehlt.

Jetzt kam ich zum springenden Punkt meiner Präsentation, das Konzept der Kombikollektion fehlte schließlich noch. Das beste Konzept um Gegenteile miteinander zu verbinden und die beider Symbiose zu rechtfertigen wäre Yin und Yang. Das chinesisch, philosophische Weltbild stand quasi für mich Pate:

Das in sich gekehrte des Winterschlafes sowie dem später daraus resultierenden Extrovertiertem aufblühen. Bei der Betrachtung der kurz hintereinanderfolgenen Ereignisse viel mehr neben der Bipolarität die Koevolution beider auf. Beides kann ohne das Äquivalent nicht geschehen. Würden Tiere nicht in den Winterschlaf fallen würden sie die Kälte womöglich nicht überleben, gäbe es den Frühling mit seinem Licht nicht würden die Tiere ewig weiterschlafen und sterben. Könnten also nie wieder in den Winterschlaf verfallen. auf den ersten blick so unterschiedlich erscheinende Dinge bilden einen ewigen Kreis. Das philosophische Äquivalent lässt sich unter dem weltweiten Prinzip des Yin und Yang zusammenfassen. Dieser Dualismus der Natur dem sich kein Lebewesen entziehen kann ist das traditionelle Ordnungsprinzip der chinesischen Weltsicht. Es sind Polaritäten, die sich wechselseitig hervorbringen und gegenseitig bedingen. Das eine Prinzip kann ohne das andere nicht existieren.  

Yin oder auch die weibliche Seite gennant repräsentiert dabei die eher passive empfangende Seite, sie kühlt und lässt Energien eher absteigen als aufsteigen weshalb ich das Yin zu den Eigenschaften des Winterschlafs interpretiere und es sogar gleichsetze.

Die männliche Seite, Yang gennant entspricht dem genauen Gegenteil. Es wärmt, lässt Energien aktiv werden und baut sowie erhält den Organismus eines Lebewesens aufrecht.

Verbunden mit der Sonne und der Helligkeit ist es eine hervorragende Äquivalenz zu den Frühlingsgefühlen, die ein Individuums nach der langen passiven Phase des Winterschlafes aktiviert und aus der höhle treibt um sich nur um potentielle Balzzpartner zu kümmern sondern ebenso die Nahrungsversorgung zu starten.

-Mein Konzepttext…

 

Aber es fehlte immer noch die beginnende Leitfrage für meinen Vortrag, die es dann galt zu beantworten. Halleluja… Man ist ja auch nicht in der Lage selbst zu denken und sich die Frage selbst zu beantworten, aber was tut man nicht alles für eine Klausurersatzleistung…

So half ich nicht nur der verrückten Hutmacherin mit ihrer Frage sondern mutierte gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin zu einem Esoterikpärchen…

Inwiefern hängt Yin und Yang mit unserem Biorhythmus zusammen und wie tragen wir unserem Biorhythmus nach außen?

Dieses Phänomen tragen wir mithilfe der Mode nach außen. Nicht umsonst gibt es wärmende Winterkollektionen in gedeckten Farben, mit langen Schnitten und Plüsch- oder Fellapplikationen. Das Ganze kann man mithilfe dickerem Papier, Papiermodifikationen sowie passende Farbgebung ebenfalls darstellen.

-Mein Konzepttext

Alles in allem wurde das Ganze aber wirklich knapp, ich wurde gerade am Vorabend der Präsentation fertig, aber dafür lief alles wie geschmiert. Das Einzige was mich ein wenig aus den Konzept brachte waren die Fragen meiner Lehrerin im anschließenden Prüfungsgespräch ich sollte auf einmal fotographische Inszenierungen beschreiben. In der Aufgabenstellung stand schließlich etwas von einer Fotoreihe. Ich hätte ihr lieben gerne die Meinung dazu gesagt, jedoch habe ich brav gelächelt und irgendwas von künstlerischerer Intuition geantwortet und von der jeweiligen Schnittform des Kleidungsstückes sowie dem jeweiligen Modeltypen. Kurz um was ich eigentlich meinte, Sie erwarten gerade von mir dass ich so viele unbekannten Parameter und Variablen festlege das ihre Aufgabenstellung völlig überflüssig ist das es zu einem beliebigen Fallbeispiel führt. Eine vollkommen ausgedachte Statistik ist schließlich auch nich relevant in der Weltgeschichte, es sei denn man fälscht sie und präsentiert sie dennoch in der Öffentlichkeit etc.

Nach gut 45 Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei inklusive durchgängigem Lob. Eine Freundin von mir fragte dagegen wie es denn sein könne, dass mein Konzept auf den ersten Blick völlig austauschbar aussähe aber bei näherer Erläuterung sich als absolut komplett logisch und passend ergab. Das bin eben ich… Ich kriege alles begründet.

Und da ich bekanntlich kein Unmensch bin gibt es hier natürlich auch die Kollektion…

Kollektion zum Thema Winterschlaf:

Frühlingskollektion:

  Und die endgültige Kombikollektion: 

 

 

Gesammelte Schätze des Monats der leeren Kugelschreiberpatronen

Hurra, ich lebe noch! Oder zumindest wieder. Ich hatte ja schon angekündigt, dass es ein wenig eng werden könnte und recht hatte ich gehabt, aber dazu in einem anderen Beitrag mehr… Um es kurz zu umreißen, ich habe es irgendwie geschafft alle drei Male ohne Pause durchzuschreiben und in Deutsch sowie Geschichte eine gesamte Kugelschreiberpatrone zu leeren…. Zumindest habe ich meine geistigen Ergüsse gut verpackt, jetzt muss nur noch der Inhalt tragen. Halleluja. Aber auch ohne Klausuren war der April voll genug: Beispielsweise mit unserer Motto-Woche oder auch Schüler-bekommen-provisirsch-Schuhlhofverbot-aufgrund-zu-hohem-Alkoholkonsum… Das „Provisorisch“ hat sich rentiert. Zumindest für die unteren Stufen obwohl einige den kleinen Aufklärungsunterricht erteilten in dem sie ihnen mehr oder weniger charmant beibrachten was es denn mit dem Thema Rotlichtviertel auf sich hat. Dass die meisten Jungs in String, Over-Kneestiefeln und BH auftauchten irritierte die Kleinen dennoch, weshalb die Themen Transvestieten und Transsexualität gleich hinter her geschoben wurden.

Es ist übrigens interessant wie unterschiedlich „detailreich“ bestimmte Themen umgesetzt wurden, der klare Trend der Zensur der freien Sexualität ist auf den allgemeinen-normalen Schulen wesentlich geringer als in den Vierteln der gut behüteten Kindheit durch Nannys anstatt von den eigenen Eltern. Diese tingeln aufgrund der vielen Arbeit gerne durch die Welt und sic der eigene Nachwuchs spätestens als Teenager fragt warum diese Menschen überhaupt einen gezeugt haben. Vermutlich nur als biologische/r Erbe/bin des Vermögens. Genug gelästert, kommen wir zum Eingemachten wie dass ich eine neue Runde Pen and Paper Spiele. Statt einem Feuerkugel-umher-werfenden Schmugglerboss bin ich jetzt eine Wikinderkönigin und Mutter von Loki, die zusammen mit ihrem Team durch die zeit reist. Ach ja und statt eines Langschwertes besitze ich natürlich ein Lichtschwert, was auch sonst.

Unser derzeitiges Problem besteht übrigens darin, dass Napoleon mal eben sechs Jahre zu früh gestorben ist und die Piraten der Karibik die AK-47 in die Hände bekommen haben so um 1800 herum. Hier könnt euch vorstellen, dass das Empire Nassau doch größer als historisch korrekt gewesen wäre geworden ist?

Viel mehr ist dann aber dennoch nicht passiert oder zumindest wäre es dann doch zu viel um es hier in aller Ausführlichkeit auszubreiten… Deshalb würde ich gleich mal sagen. Vorhang auf für die Schätze des Monats!

Und das Beste überhaupt, was ich jetzt gerade erst gelesen habe (ich habe seit gestern wieder so etwas dass man Privatleben nennen kann: Das Schloss der Träumenden Bücher soll im Herbst erscheinen. Im Herbst! 2017! Lang lebe der Schattenkönig!

 

Evolution in Biologie ist nicht witzig, vor allem wenn man Extremitäten vergleichen muss:

Scheiße, das müssen weitere Schmetterlingsschwärme sein. Monsterschmetterlinge.

S. 33- Almost von Anne Eliot

 

Warum hat Schulleben eigentlich keine Vorspultaste?

Aus Angst davor, depressiv zu werden, habe ich also in den ersten Kapiteln alles aneinandergereiht und mich schnell mal eben erwachsen werden lassen. Heutzutage liest man ein Buch doch sowieso erst ab Seite fünfzig. Es sei denn, es geht um Vampire.

S. 100- Splitterfasernackt von Lilly Lindner

 

Dass hätte ich dem freundlichen Herren gleich sagen können…

Wenn man auf die Erde kam, um nach logischem Sinn zu suchen, war man am falschen Ort.

S. 347- Ich und die Menschen von Matt Haig

 

Weil der Himmel doch alles andere als rosig ist…

Better to reign in Hell, than to serve in Heaven.

Buch 1. V. 262- Paradise Lost von John Milton

 

Gilt das auch für nicht- dreizehnjährige?

Es ist komisch, den Tag zu mögen, aber für mich – eine magere, exentrische, dreizehnjährige soziale Absurdität mit nur einem richtigen Freund – birgt er wahre Lichtblicke.

S. 5- Daniel is different von Wesley King

 

“The mind is its own place, and in itself can make a heaven of hell, a hell of heaven..”

Buch 1. V. 254- 55- Paradise Lost von John Milton

 

Wer redet denn hier von mittelmäßigen Büchern? Abiturklausuren sind das wahre Übel!

Das Problem ist: Um Geld zu verdienen – viel Geld! – brauchen wir keine grandiose, makellose Literatur. Was wir brauchen ist Mittelmaß. Ramsch, Schrott, Massenware. Mehr und immer mehr. Immer dickere, nichtssagendere Bücher. Was zählt ist das verkaufte Papier, nicht die Worte, die darauf stehen.

S. 352- Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers

 

Wenn man pokern kann, dann verliert man gefälligst alles mit Stil:

“Großer“, sagte sein Vater und beugte sich zu ihm vor. „Geschichten gehen nicht immer gut aus.“

S. 144- Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness, Siobhan Dowd

 

Demnach ich schaue mal was ich in nächste Zeit so alles niedergeschrieben bekomme 😉

Gesammelte Schätze eines Monat, der ständig macht was er will

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Hier dürft auch ruhig bei der Administratorin dieser „Challenge“ vorbeischauen, dazu einfach auf Bild klicken…

Der Februar steht bis jetzt dem Januar in Sachen Ereignissen im Nichts nach. Ich habe das Gefühl ich würde geradewegs nur so durch Zeit und Raum fliegen… Nichtsdestotrotz werde ich die Lernphase genießen, einfach mit dem Ziel dass das bald alles vorbei sein wird.

Mein erhofftes Metal-Shirt gab es natürlich nicht, dafür hatten wir zumindest eine Bühne bei unserem Theaterstück und es lief doch recht solide, trotz einer Vielzahl von Textaussetzern, falschen Standpunkten und falschen Handlungen. Ich fand für mich heraus: Drei Sätze zu sprechen in einem 90 Minuten langem Stück ist verdammt bescheiden. Der Schwierigkeitsgrad hebt sich deutlich, ernsthaft. Denn um seine Einsatzwörter nicht zu verpassen musste ich mich die ganze Zeit ungeheuer konzentrieren, zumal der Inhalt und diese Stichwörter sich stets ähnelten. Wenn dann jemand anderes seinen Satz nicht genauso zitierte wie er im Skript stand, stimmte zwar der ungefähre Rahmen aber mein Codewort fehlte.

Der Grund: Die wenig variierenden Gesprächsthemen während des Gerichtsprozesses entweder geht es um Eve, um Adam oder um den Krug selbst und das über 70 Minuten… Sich zu konzentrieren, wenn mir das Thema nicht am Herzen liegt ist quälend.

Zudem durfte ich als eher schlechtgelaunter Bauer den Hot Curves Kalender meines Sohn Ruprecht vorführen und ich darf definitiv behaupten der Pirelli Kalender entspricht mehr meinem Geschmack. Zumal mich mein Lehrer an wies bloß nicht jedes Bild zu zeigen, da manche zu explizit seien. Ich merke an: Man sah ähnlich wie beim Playboy nie irgendwelche relevanten Körperpartien! Aber gut genug der Fotogenität von Frauen. Kommen wir zu Emanzipation meinerseits… Mein introvertiertes Haifischmadenbaby- Dasein habe ich ab Ende Januar endgültig abgelegt und mich zu einem feschen Wolpertinger geoutet. Gemerkt habe ich es an meiner plötzlichen Courage für mich selbst. Ich schlucke nicht mehr jeden Satz gegenüber Lehrern herunter, nur weil sie Lehrer sind… Ebenso demonstrierte ich meinen inneren Protest gegen ein solches Wesen deutlich.

Will heißen: Neben unserer wunderbaren Mathelehrerin durfte ich mal wieder einen grauenvollen Matheleerer kennen lernen. Dank des unglaublich gut ausgefallenen Mathematikvorabiturs hat sich unser Bildungsminister dazu durchgerungen uns Zusatzstunden anzubieten, um den Stoff noch einmal zu vertiefen und zu wiederholen parallel zum normalen Unterricht. Dies ist eine sehr noble Geste und viele von uns haben diese überaus erfreut war genommen trotz Wochenende, nur war da eben dieser neue Leerer. Uralt, schwerhörig und absolut unerfahren im Umgang mit moderner Technik. Das waren nicht allzu gute Voraussetzungen, doch man will ja keine Vorurteile haben… Die Vorurteile bestätigten sich spätestens bei folgendem Dialog:

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Ich, als was-auch-immer

Soso… meine liebe Franzi hat mich mal wieder im Nacken gepackt und jetzt hast den Salat bzw. den Liebsten Award 😉 Ich habe mich tierisch gefreut! (Wir erinnern uns, ich liebe Fragebögen, danke dafür…) Manche Fragen haben mich sogar richtig ins Schwitzen gebracht, so hoffe ich einfachmal dass du dich mit meinen Antworten zufrieden gibst und auf so manche erlesene Kreativität verzichten kannst. Die liegt im Moment wieder bei Zeichnen und beim Lesen… Kollidiert gerade mit der Klausurenphase ganz schlechte Kombi. Wie auch immer, allzeit Vorhang auf und los geht’s….

In welcher Situation hast du dich das letzte Mal so richtig typisch deutsch gefühlt?

Um ehrlich zu sein, sobald ich aus der Tür trete und feststelle das der Bus mal wieder eine Minute zu spät ist oder das sämtliche Menschen wohl zu undiszipliniert sind um ihre Jobs richtig ausführen zu können. Insbesondere Menschen und E-Mailverkehr bzw. Beratungsgespräche sind mir inzwischen ein Graus. Da bereitet man sich extra vor, geht alle Unterlagen noch einmal durch, überfliegt die Notizen und der Gesprächspartner am anderen Ende hat eine Ahnung von? Richtig: Nichts. Man darf ihm alles noch einmal doppelt und dreifach vorkauen, weil der oder diejenige es nicht gebacken bekommt mit zuschreiben.

Warum zur Hölle können nicht alle Menschen den Calvinismus gefressen haben? Ich meine von der angeblichen Leistungsgesellschaft bekomme ich jedenfalls nichts mit. Sorry… Ihr seht… Ich bin so Erz- Deutsch, dass es fast schon wieder undeutsch ist…

Meine liebe zu Kartoffeln zählt übrigens nicht, denn diese stammen nämlich aus Südamerika.

Hattest du eine Eigenart als Kind, die dir jetzt im Nachhinein doch recht exzentrisch vorkommt?

Eine? Ähm… Ich glaube ich war als Kind etwas mehr als exzentrisch… Siehe die Weigerung weder Kleid noch Rock anzuziehen, selbst für Strumpfhosen war eine große Überredungskunst nötig, die auch genau drei mal erfolgreich gewirkt hat. Ansonsten konnte ich eben nur schlafen wenn ich schaukelnd herumgetragen zu werden. Eine Schunkelwiege war ebenso wenig ein Ersatz, es musste schon schön menschenwarm sein.

Das Beste war allerdings meine einzigartige Neinphase. Alles war ein Nein ohne wenn und aber… Der Gipfel des Ganzen war, dass ich meine Mitbewohnerin dazu bewegte mir ein riesen Schild zu basteln auf dem Nein geschrieben stand und dies wurde auch überall mit hin genommen. Befestigt an einer Schnur wurde es quasi mein neues Accessoire und dazu auf längere Zeit.

Tja andere kaufen sich Handtaschen, mir wird ein großes NEIN gebastelt.

In welchen Filmwelten/Serienwelten fühltest du dich als Kind zuhause? Was hast du mit Freunden oder auf dem Schulhof nachgespielt?

Am Anfang war es Petzi, und Petzi war fantastisch und abenteuerlich, aber irgendwann war Petzi nicht mehr genug und ich schwebte hinüber zu Muriel. Und ich sprach: Ich will eine größere Familie! Und Anton und Franz nahmen mich in ihren Reigen auf. Und Ich sah, daß Weihnachten sowie Fehler machen an einem Tag gut war. Da schied ich mich von der Familie Tümpel hinüber dem Bär im blauen Haus. Ich nannte Luna meine Tante und Shadow meine Schwester. Da ward aus Neugier, Wissbegier geworden und Morgen sollte die erste Unterhaltung mit einem Schatten statt finden…. Und nach der Entäuschung,dass mein Schatten nicht antowrtete sprach ich: Es werde ein Held geboren zwischen Grünland und Arktos’s Eispalast und so schied ich gemeinsam mit dem grünen Drachen in Gedanken Grünland von der Eisdecke.

Und dann nannte ich das nun freundliche Eisland Altenberg, da ward aus Fantasie Realität geworden und wir begeben uns in die mehr menschlichere Welt.  Und ich sprach: Es sammle sich das Magische unter dem Himmel an besonderem Orte, daß man gegen Mulgarath kämpfen könne. Und es geschah so. Und ich sprach mit dem Phooka, und verhandelte mit den Elfen. Und ich merkte, daß es gut war.

Und ich sprach: Lauf wie der Fluss, Ripred und die Ratte lief. Lasse die Pest untergehen, die Gesundheit bringen und die Menschen genesen, die im Kampf gegen die grausamen Ratten bestanden haben. Und es geschah so. Und ich sah, daß es gut war. Da ward aus Unterland und New York City die Welt der vier Nationen geworden.

Und ich sprach: Es werden Feuerbändiger an der Feste des Felsens, Erfolg verzeichnen, Zeiten, Tage und Jahre werden vergehen und ein größenwahnsinniger Satan wird erscheinen um Diskriminierung, Zwietracht und Ungerechtigkeit zu sähen. Und es geschah so. Und ich befreite zwei große Lichter: ein großes Licht, das mit über und über mit Fell bedeckt war und ein kleines Licht, das über die vier Elemente herrschen sollte, dazu auch über die Energie. Und das kleine Licht hütete nun das friedliche Reich mit seinen Freunden bis ans Ende seiner Tage.

So wurden vollendet meine kindliche Entwicklung und die heutige begann mit ihrem ganzen Heer an Erinnerungen. Und so vollendete ich meine Reise, die ich unternahm und freue mich noch heute was ich so alles erlebt und mitbewirkt habe.

Welche Legende werden wir in 20, 30 Jahren betrauern? Oder gibt es dann nur noch Youtube- und Realtity-TV-Stars und musikalische Eintagsfliegen?

Um ehrlich zu sein finde ich ziehmt sich die Frage nicht so richtig, ich finde sie impliziert indirekt dass ich nun dazu genötigt werde niederzuschreiben welche genialen Genies die 120 nicht erreichten werden… Deshalb: Für mich werden gewisse Menschen (auch wenn sie mir persönlich gänzlich unbekannt sind) stets weiter leben.

Klischeehafterweise eben in meinem schwarzen Herzen und auf gigantischen Postern. Ich hoffe ganz stark, dass YouTube sowie Reality TV-Stars ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwinden… Denn, dass diese Eintagsfliegen überdauern welche sich wirklich für alles kaufen lassen brauche ich in meinen Erinnerungen und Heldenepen für die Nachwelt nicht. Höchstens als Kanonenfutter.

Was ist dein Lieblingsgericht? Und warum?

Ich muss mich für eins Entscheiden?! Bist du irre? Was sind deine Lieblingsgericht? Und warum? Klingt doch gleich viel besser… Hier nun eine chronologische Reinfolge.

PuddingOats 

Haferbrei mit Pudding, kaltgestellt. Eine genauere Erklärung dieser genialen Schöpfung wird es nächste Woche geben. So lange müsst ihr euch also noch gedulden. Ich sage euch gleich googeln hilft nichts, denn es gibt mehrere Fassungen und nur die eine ist so genial wie schmackhaft.

Haferschleim mit Jogurt

Eigentlich kann man als den besten Jogurt nur dieses eine isländische Milchprodukt anprangern, aber Sojajogurth hat ebenfalls seine Vorteile. Dafür lässt man es dann länger einkochen, ansonsten wird es eher weniger cremig sondern eben nur matschig. Ein sehr leckerer Matsch der getoppt mit Früchten und Nüssen auch noch mal ohnehin schmackhafter wird.

Bananeneis 

Die ganzen hipster Instagrambezechnungen lasse ich hier bewusst außen vor, denn mir geht es eher um den einfachen wie geialen Aspekt einfach Obst in die Tiefkhltruhe zu hauen. Über nacht dort liegen zu lassen um die am nächsten Morgen mit dem Pürierstab/ Mixer zu zerrkleinern und so ein sauleckeres Eis herauszu bekommen. Je nach geschmack dann dort ebenfalls wieder alles mögliche ergänzt werden. Kurkuma, Kakao, Puddingpulver etc. Ein kalter Gaumenschmaus, der mit Erdnüssen einfach der Oberkiller ist.

Sommerollen

Nicht frittierte Frühlingsrollen, die man mit allem füllen kann was der Herr/ die Frau gerade braucht. Süß oder herzhaft beides ist möglich. Herrlich vielseitig, und igiotensicher. Genau das richtige für einen Snack oder leichtes Abendessen. Wer sich nun fragt, was dies für allseits köstliche Kreationen sind der muss sich entweder auf nächste Woche gedulden oder fragt mal eben ganz schnell den allwissenden Gott Google.

Sushi

Gehört mittlerweilezum Mainstreamsortiment eines jeden Foodie, doch ich bin damit quasigroß geworden. Wenn es nicht so kompliziert zu machen wäre… Wobei kompliziert realtiv gesehen werden muss. Eigentlich dauert es nur lange, besonders das Aufräumen hinterher… Die bereits zubereiteten Häppchen sind allerdings zu teuer, als dass man sie jeden Tag schnabulieren könnte.

Hältst du dich für einen intelligenten Menschen? Warum?

Es gibt sicherlich intelligentere Menschen als mich, aber auch weniger intelligentere. Außerdem muss man differenzieren zwischen schlau, intelligent, klug… Man könnte auch noch weise dazu zählen doch das bin ich definitiv nicht (höchstens altklug) somit können wir diesen Charakterzug gleich abhacken. Was bleibt also übrig… Früher inhalierte ich gerade zu jedes Buch, es ist zwar nich alles hängen geblieben aber doch recht viel sodass ich mich durchaus als klug bezeichnen würde. Oberes Mittelmaß, vor jeder Klassenarbeit rette ich jedem dem Arsch bin aber noch menschlich genug um nicht als Stufenstreber abgestempelt zu werden.

Ich besitze zwar ein überdurchschnittlich hohes logisches Denkvermögen, allerdings zweifle ich daran mittlerweile denn so manche Logikrätsel verstehe ich selbst mit Musterlösung nicht, da sie stets unlogisch sind. An Transferaufgaben scheitere ich zudem genauso weshalb ich manchmal an meiner Intelligenz zweifle. Ich denke, dass ist menschlich. Hochbegabt bin ich (zum Glück/leider?) nicht.

Und klug…? Laut Pottermore habe ich einen gehörigen Slytherin mir und solange ich gewisse Menschen nicht mag habe ich kein Problem die mal zur Rate zu ziehen. Mathe bringt sich nicht von alleine bei…

Was mir am meisten zu schaffen macht ist die digitale Demenz… Ich habe das Gefühl, dass ich mit Zugang des Internets nicht mehr so viel weiß wie früher. Ich sauge weniger Wissen auf, bzw. brauche dafür wesentlich länger was mich sehr, sehr nervt.

Fazit: Recht schlau, intelligent und klug aber für die Superlative reicht es noch lange nicht 😉

Wann hat dich das letzte Mal ein Mensch durch sein Verhalten etc. überrascht?

Ich gestehe, im Moment überraschen mich so einige Menschen mit ihrem Verhalten und zwar im positiven Sinne, diese sind allerdings nicht in meiner Stufe anzufinden. Es hat den Anschein, dass sich in mein Leben immer mehr sympathische Menschen einfinden. Gruselig…  Weshalb sind Menschen plötzlich so freundlich, eloquent und lustig?! (Ihr seid mitschuldig!) Meine Misanthropie muss ich demnächst womöglich im Schrank einsperren…

Gibt es etwas (ein Gedicht, ein Zitat etc.), was du jederzeit aufsagen kannst?

Ja sogar mehrere… Okay es sind lediglich zwei…  (Den Erlkönig schaffe ich auch noch!)

Ich bleibe jetzt auch nur bei Gedichten, denn meine geistige Zitatesammlung würde hier den Rahmen sprengen…

Das erste Gedicht kenne ich mittlerweile seit gut zehn Jahren. Im zarten Alter von 2920 Tagen (ohne Schaltjahre) bekam ich eine HörprobenCD von meinem Mitbewohner geschenkt, welche anschließend bis zum Umfallen gespielt wurde. Dabei war auch diese eine Rezitation von Paul Maars Meisterwerk aus seinem damaligen brandneuen Gedichtsband. Nach mehrmaligem Vernehmen begann ich die Verse und Strophen aufzusaugen um nach dem gefühlten hundertsten Mal festzustellen, dass sie dort geblieben waren. Bis heute in diesem Moment an dem du mir diese Frage stelltest.

Ich kann dafür allerdings nicht so ganz bestimmen was genau mir an diesem Gedicht so zusagt… Vielleicht finde ich es lustig, vielleicht ist es vielmehr das Spiel zwischen Ja und Nein oder lediglich die Liebe zu einer neologistisch geschaffene Raubkatze.

Jaguar und Neinguar,
die treffen auf ein Schwein.
Das sagt: „Ich lad euch beide
in meine Stallung ein!“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Neinguar bleibt draußen,
der Jaguar geht rein.

Jaguar und Neinguar
besuchen einen Stier.
Der Stier ist hocherfreut und fragt:
„Bleibt ihr heut Abend hier?“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar geht fort,
der Jaguar bleibt da.

Jaguar und Neinguar,
die treffen auf drei Finken.
Die fragen: Wollen wir uns mal
ganz fürchterlich betrinken?“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Neinguar trinkt Himbeersaft,
der Jaguar trinkt Wein.

Jaguar und Neinguar,
die treffen auf ein Huhn.
Das sagt: „Wir sollten alle mehr
für die Gesundheit tun!“
Der Jaguar sagt: „Ja!“
Der Neinguar sagt: „Nein!“
Der Jaguar lernt schwimmen,
der Neinguar Latein.

Das Gedicht hier, durfte ich vor einigen Wochen im Deutschunterricht präsentieren. Im Rahmen des Thema Lyrik sollte jeder ein Gedicht vorlegen, welches ihm besonders viel bedeutet oder er es einfach mag. Nun schätze ich mehrere Gedichte, die meisten davon sind allerdings ziemlich Gassenhauer wie Paul Celans Todesfuge, Goethes Erlkönig oder News von Barbara Köhler. Also musste etwas Frisches her, etwas was nicht jeder kannte und dazu noch einigermaßen witzig war. Denn tiefsinnig und deprimierend würde die Stunde definitiv werden…

So schmökerte ich mich so durch die lyrischen Archive meiner heimischen sowie der heimischen Bibliothek meiner Mitbewohner. Nur fand ich leider nie wirklich das passende Stück zum Problemanteil, bis mir einfiel dass einer meiner liebsten Sänger ja den einen oder anderen Gedichtband veröffentlich hat… Folgendes Werk ist so ehrlich, klar, einfach wie genial. Kurz, humorvoll und wie gesagt unheimlich ehrlich. Zumal ich das lyrische Ich eins zu eins nachvollziehen kann. Hier ist es:

Fleisch

Ich fand Fleisch im Garten
War doch nur ein Stein
Konnte man nicht essen
Warf Scheibe ein

Ich fand Fleisch im Hof
Das wälzte dich im Dreck
Wollte darauf schlagen
Lief schnell weg

Ich fand Fleisch am Bett
Das hatte ein Gesicht
Ich dacht es wäre Liebe
War es aber nicht.

–Till Lindemann: In stillen Nächten
Welche Themen des unnützen Wissens haben sich den größten Platz in deinem Hirn verschafft?

Kein Wissen ist unnütz, aber zum Thema große Interessensgebiete wäre da wohl die Geographie bzw. Topografie. Beispielsweise ist der höchste Berg Sloweniens der Triglav. Bhutans Hauptstadt Timpuh ist die einzige Hauptstadt ohne Ampeln, zumal kann ich sämtliche Hauptstädte der Welt sowie Nationalflaggen aus dem FF. Eine kleine Kostprobe?

Madagaskar: Antananrivo

Burkina Faso: Wagadougou

Myanmar (Burma): Naypyidaw

Liechtenstein: Vaduz

Venezuela: Caracas

Uruguay: Montevideo

Trinidad und Tobago: Port of Spain

Ich sage euch es ist alles zu 100% richtig….

Woher das kommt? Ich weiß es nicht, mein erstes Puzzle war ein Flaggenpuzzle mit den Mitglieds- Beitrittstaaten der EU und irgendwann hat sich das Interesse dann verselbstständigt.

In welche Richtung soll die Unterhaltungsindustrie in Zukunft gehen?

Eine ohne Reality TV, ohne sich verkaufende Jugendvorbilder, ohne Propagandaserien, ohne Unterhaltungsmonopole… Ich denke dass reicht jetzt schon. Wir wollen die liebe Menschheit ja nicht allzu überfordern.

Wann und durch was hat dich das letzte Mal ein Medium deiner Wahl (oder medienrelevante Person) richtig in Rage gebracht?

Zu guter letzt, nominiert euch einfach selbst! Das meine ich völlig ehrlich, denn ich habe versäumt mir eine Strichliste anzulegen wenn ich bereits wie oft nominiert habe und wer dabei überhaupt mitmacht… Also falls euch die Fragen zusagen, ich freue mich aufs Stalken!