#Fantasy

Analyse der vier magischen Häuser Teil II

So hier kommt der zweite Teil und damit auch der letzte ;) Ich bin gespannt, was hier dieses Mal hierraus zieht.

 

Das Haus Ravenclaw:

Sind Ravenclaws wirklich solche Streber wie immer alle sagen? Ich bin da etwas zwiegespalten, denn das Wappentier von Ravenclaw ist nämlich gar kein Rabe sondern ein Adler. (Im Film haben sie auch noch die Hausfarben geändert… Statt Blau/Bronze sind sie Blau/weiß)

Der Adler als Symbol steht für Klarheit, Freiheit und Wagemut. Gleichzeitig deklariert der magische Hut das Haus als als weise, klug intelligent sowie lernwillig. Alles gar nicht so weit voneinander entfernt, aber eben auch nicht dasselbe. Der „König der Vögel“ ist bekannt dafür über den Dingen zu stehen. Der Adler fliegt hoch über der Erde und hat von dort so ziemlich alles und jeden unter Beobachtung. Seinen Augen entgeht nichts, wenn er eingreifen möchte dann ist er in Null Komma nichts an gewünschter Stelle und auch sonst ist er durch seine Imposans und seinen Freiraum verdammt schlecht zu fassen.

Ein perfektes Beispiel für einen wahren Denkersgeist. Frei von Klischees, normierten Konzepten/ Werten/Gedanken sowie Lösungsansätzen. Je kreativer der Mensch desto freier seine Denke (häufig), wen ein Ravenclaw ein altes Problem aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachtet ist die Miete vermutlich schon halb gewonnen. Habe ich schon erwähnt, dass trotz Strebsamkeit und Bücherliebe der Ravenclaws keiner von ihnen zwingend Belesen sein muss. Es gibt tausend verschiedene Arten von Intelligenz, hier ein par Beispiele:

Sprachliche oder linguistische Intelligenz

Musikalische Intelligenz

Logisch-mathematische Intelligenz

Räumlich-bildliche Intelligenz

Körperlich-kinästhetische Intelligenz

Intrapersonale Intelligenz

Interpersonale Intelligenz

Ich will damit sagen, dass Ravenclaws vermutlich viel mehr von den oben genannten Intelligenzarten natürlicherweise in Sich tragen, als sich alles wie Hermine aus Büchern bei zu bringen. Schauen wir uns die wirklich einzig bekannten Vertreter dieses Haus an steigt nämlich die Wahrscheinlichkeit immens.

Als erstes wäre dort Luna Lovegood, das sehr schräge, sehr spezielle, aber auch verdammt schlaue Mädchen aus dem Off. Sie scheint mir nicht gerade die größte Streberin der Welt zu sein, jedoch ist sie stets aufmerksam und beobachtet/ analysiert extrem gerne. Sie bildet sich gerne unabhängig von Leuten ihre eigene Meinung, ist neugierig und erneut kreativ. Sie lebt in ihrer etwas eigenen Welt und kümmert sich gelinde gesagt einen feuchten Dreck darum, was andere Menschen von ihr denken. Zum Beispiel macht sie keinen Hehl daraus unbedingt mal diesem sagenumwobenen Wesen hinterher reisen zu wollen, nur um dessen Existenz zu bestätigen (sie glaub als einzige an dieses Wesen)

Als zweites hätten wir dort Cho Chang, ich lehne mich sehr jetzt sehr weit aus dem Fenster denn ich wage zu behaupten, dass was man von ihr mitbekommt ist typisch asiatisch. Zurückhaltend, still, vermutlich hart arbeitend und keinesfalls dumm. Sie geht mit Harry aus obwohl er zu diese Zeitpunkt unfassbar unbeliebt ist /zur Zeit des trimagischen Tuniers, Cedric Digory ist gestorben und Harry wird mitschuldig an der Miserie) und lässt sich nicht beirren, gleichzeitig hälst sie zu ihm. Nicht unbedingt öffentlich wie einer der Hufflepuffjungs oder das gesamte Hause Gryffindor, doch sind die zwei allein bekräftigt Cho ihren Unzweifel umso mehr. Sie macht sich ähnlich wie Luna lieber ein eigenes Bild einer Person ohne auf die vorgefertigten Meinung anderer zu hören.

Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer vermeintlichen Intelligenz beteiligen sie sich seltenst an Intrigen/ Machtspielen der Slytherins. Sie sind eher die regelkonformen Beobachter, die sich mehr im Hintergrund halten und von dort alles schalten und walten. Weder Luna noch Cho bekennen sich öffentlich der Unterstützung Harrys. Ernie Macmillan macht es genau anders herum, nur ist er auch ein Hufflepuff und Loyalität ist eben die erste Priorität.

Ravenclaw besitzt dieses Gemeinschaftsgefühl gar nicht, sie streben gar nicht nach politischer Macht, politischen Schlachtrufen oder irgendwelchen symbolträchtigen Gesten. Von daher überrascht es fast schon nicht mehr, dass eine Ravenclaw Dumbledors Arme an Umbridge verpfeift. Nur verfolgte Marietta gar keinen bösen Schlachtplan, sie fand lediglich das dieser Club nicht regelkonform gewesen sei. Demnach bedroht sie das bestehende System und muss demnach beseitigt werden.

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Thy Art is murder #8

Einer meiner Zeichenziele ist es ja irgendwann mal einen Cyborg zeichnen zu können und zwar wirklich zeichnen, ohne Vorlage, ohne Abpausen. Bis dahin ist es zwar noch ein sehr langer Weg jedoch könnte ich ja schon einmal mit etwas anfangen was in diese Richtung geht.

Künstliche Organe klappen bereits ganz gut. Deshalb dürft ihr sie nun bewundern und lobpreisen oder andernfalls mit imaginären Tomaten beschmeißen. Nur unter der Prämisse, dass die  Anatomie überhaupt nicht stimmt. Das Anatomiebuch war auch nur aus dem Zeitalter des viktorianischen Londons ;)

Dickdarm, Hohlevene bzw. Arterie und die Niere

 

 

Ein Herz, was sonst…. und ja das Design dürfte den älteren unter euch aufgrund eines U-Bootes sehr bekannt vorkommen

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NordCon 2017, Live und in Farbe

Was macht man, wenn man in seiner posttraumatischen Abiturdepression versinkt? Richtig, man sucht sich Arbeit. In diesem falle sogar sinnvolle und freiwillige Arbeit, ergo ohne Bezahlung. Ich etabliere mich immer mehr in die sozialen Strukturen unseres Systems ob mir das so gefällt….? Ich bejahe pauschal kopfnickend. So ganz ohne Bezahlung stimmt übrigens nicht ganz, denn die Crew bekam nicht nur freien Eintritt sondern ebenso freie Kost sowie ein semi-modisches Kurzarmshirt. Auf dem groß der Name der Veranstaltung steht, in diesem Jahr ist es nämlich nicht die Magnology statt dessen prangt in großen Lettern auf meinem Bauch: Nordcon 2017.

Da ich das Thema Cosplay für diesen Lebensabschnitt genug durchekzoerziert und in gewisser Weise auch zelebriert habe waren nun LARP, Tabletop sowie Pen& Paper dran. Übrigens Messerhelfer zu sein ist wirklich „lukrativ“, sicherlich man würde als professioneller Helfer bezahlt doch auch so hatte ich jede Menge Spaß und war sogar gezwungen mit Menschen beziehungsweise Gestalten zu reden, denn ich bekam glatte zwei Schichten an der Garderobe zugeteilt. Einmal von abends bis nachts und einmal nachmittags bis abends. Der Overkill für meinen Biorythmus, jedoch nicht für meine Geruchsnerven denn ich musste zu Glück weder die Müllkörbe leeren noch die Sanitäranlagen reinigen.

Und weil diese zweieinhalb Tage recht einscheinend waren möchte ich euch darüber ein wenig berichten, in der Hoffnung das ihr vielleicht auch mal eines Tages dort als Helfer auftaucht denn das Ganze Spektakel basiert wirklich nur auf freiwilligen Arbeit….

Aber was ist überhaupt diese NordCon?

NordCon steht eigentlich Für NordConvention. Eine Convention ist ein Zusammentreffen von Gleichgesinnten um sich auszutauschen, spaß zu haben und zusammen Passanten mit Tomaten zu bewerfen die neugierig über den Zaun starren. Wer das ethisch nicht mit sich vereinen kann, der widme sich den mannigfaltigen Angeboten von den bereits erwähnten LARP, Pen& Paper, Tabletopspielen und Brettspielen. Genug Programm hättet ihr und zwar für die gesamten 48 Stunden die diese Versammlung tagt. 48 NonStop, ein sehr cooles Konzept übrigens. Zwar haben die Stände geschlossen, doch die Pen& Paper Runden finden die ganze Nacht über statt. Wer seit 1997 besteht, der hat Klasse und es beweist die Geselligkeit von Menschen immerhin mit bis zu 7.000 Besuchern.

Natürlich musste sie wachsen, angefangen hat es in einem winzigen Rahmen und heute finden Vorträge von Spielentwicklern, Spielleitern und Autoren statt. Neben bei werden Trainingsstunden sowie Vorführungen

zum mittelalterlichen Fecht sowie Schwertkampftechniken angeboten. Wer lieber seinen Geist bemühen will, der beschäftigt sich mit Magic the Gathering, Strategiebrettspielen oder schmiedet Strategien in stressigen Situationen man von Zombies gejagt wird live, in Farbe und in echt Zeit.

Jetzt wisst ihr zumindest wo ich war und was ich so ungefähr getan haben könnte. Wobei ich euch ein wenig enttäuschen muss, dass ich den Freitag mehr oder minder verschlafen habe. Denn am Ankunftstag abends ist bei der Garderobe so gut wie nichts los. Zumal der Arbeitsplatz noch eingerichtet werden musste, woran ich scheiterte denn ich bekam weder Stuhl noch Tisch zu greifen weshalb ich mich provisorisch seitlich neben der Tür positionierte mit amateurhaft vor mir liegenden Kleidertickets.

Insgesamt durfte ich den gesamten Abend übrigens genau auf fünf Gepäckstücke aufpassen von vier Personen. Ein adliger Jungbursche, ein Waldläufer mit riesigem fake Kuschelwolfsfell, ein Bauerssohn und zu guter letzt ein irischer Kobold später dann ein Mensch in Zivilkleidung. Die drei Gefährten des Ringes (Bauerssohn, Waldläufer und Kobold) hatten es sich wohl zur Aufgabe gemacht zu den Gefährten des Vergessens zu mutieren, denn in der ersten Stunde nach Ankunft wollte jeder von ihnen mindestens einmal an seine Tasche, da er etwas vergessen hatte. War ich froh, dass ich weder Tisch noch Stuhl besaß… Ich hätte deren Gepäck nicht über die beiden bekommen, statt dessen wurde fleißig hindurch gewunken. Zumindest hatte ich ein gutes Buch, meine Zeichensachen sowie mein Handy dabei um Musik zu hören… Der Empfang selbst war nur vorhanden wenn man sich direkt vors Fenster setzte. Wofür ich sehr dankbar war, war dass ein sehr lieber Mensch vorher daran gedacht hat in der Garderobe ordentlich durchzulüften. Denn der Raum war an sich eine Mädchenumkleidekabine. Vorprogrammierter, klischeehafter Käsesockengeruch blieb mir so zumindest erspart.

Ab 20.30 schaltete sich dann der Bewegungsmelder ein… Das hieß, energiesparend wie die modernen Gebäude sind, dass das Licht ausging. Welch Überraschung ich weiß, nur war ich irgendwann so müde dass ich es aufgab alle fünf Minuten aufzustehen nur damit meine Augen wieder anfingen zu brennen. So blieben meine Augen zwar verschont doch die Müdigkeit stieg, verschlimmbesserte meinen Zustand eher.

Wäre das Gepäck nicht gewesen… Denn es kamen schließlich genügend Menschen auf dem Gang vorbei, die potenziell neugierig genug sein könnten um mal vorbei zu gucken.

So ereignete es sich irgendwann, dass ich begann im sitzen zu dösen. Kapuze auf, Musik an und dösen… Im Dunkeln. So ereignete es sich, dass ich ähnlich wie Léon quasi im Semischlafzustand verharrte. Sobald jemand vorbei kam und das Licht anging saß ich dort bewegungslos. Ich kann euch sagen, die meisten haben sich tierisch verjagt und ich hatte mein neues Hobby für folgende zwei stunden entdeckt. Herrlich… So ging der Abend ereignislos ins Land und gen Ende meiner Schicht ging es dann ans Abschließen und ich durfte nach Hause….

Bevor ich mit dem Artikelmarathon der zwei Tage beginne kommen hier allerdings noch einmal selbst geschriebene Erläuterungen. Damit ihr zumindest eine Ahnung habt wovon ich rede.

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Das Herz des dunklen Waldes von Naomi Novik

Halleluja und noch eine Buchrezension, als ob es nicht schon genug davon gäbe. Dennoch irgendetwas will schließlich produziert werden und da sich meine geistlichen Ergüsse im Moment tendenziell eher auf die Geschichte der DDR sowie der reinen deutschen Nationalgeschichte sowie schicke Binomialkoeffizienten (langsam fange ich dieses Wort an zu lieben, obwohl die Sache an sich völlig irrational ist) Tabellen konzentrieren, gibt es noch einmal eine Rückmeldung zu einem literarischen Happen.

Ich hatte mir vor Jahren geschworen den Valentinstag nie zu zelebrieren, doch aus irgendeinem Grund gab es nicht nur einen Strauß weißer Rosen von meiner Mitbewohnerin (den ich vergeblich versucht habe schwarz zu färben), sondern ebenso ein unverhofftes Buchpaket der lieben Kathrin, dank meiner Reihe der gesammelten Schätze. Fortuna war mir so hold um mir die lang ersehnte Lektüre „Das Herz des dunklen Waldes“ zu bescheren (an dieser Stelle danke nochmals an die liebe Kathrin), was ich innerhalb von weniger als einer Woche verschlungen habe. Dieser Umstand ist deshalb so erwähnenswert, da dieses Phänomen des Sich-nicht-mehr-los-reißen-könnens vorher mir seit Jahren nicht mehr bekannt war. Ich habe sogar dafür eine Nacht quasi halb durchgelesen, denn einmal angefangen kann man das Ding nicht so einfach weglegen trotz einiger Macken. Aber kommen wir nun zum Wieso, Weshalb, und vor allem Warum:

Das Drumherum scheint auf den ersten Blick recht unscheinbar… Ein typisches Fantasysetting mit Fabelwesen, Magie, Königreichen und einem bösen Antagonisten. Was das ganze weit interessanter macht sind die Charaktere. Diese sind nämlich verdammt vielfältig und in den unterschiedlich, geschichtseigenen Konstellationen herrlich amüsant, grausam oder einfach nur irre. Nun kommen wir zum Plot:

Das Mädchen Agnieszka führt ein recht glückliches Leben zusammen mit ihrer Familien und besten Freundin in einem beschaulichen Dorf, dummerweise liegt jenes nur allzu nah am „Dunklen Wald“.

Denn der „dunkle Wald“, ist wie der Name schon vermuten lässt, kein gewöhnlicher Wald zum Pilze und Feuerholz vielmehr hat er die Eigenart unvorsichtige Bewohner, die sich in ihn hineinwagen zu verschlucken und nie wieder herausrücken oder wenn man Glück hat lediglich verstümmelt oder gar gleich getötet zu werden. Natürlich nicht ohne unmenschliche magische Quälereien durchzustehen. Um dieses Monstrum von schwarzer Zauberkraft sowie dessen Ausbreitung zu unterbinden haust seit Jahrzehnten ein angsteinflösender Magier in seinem Turm nahe des Waldes/ Dorfes.

Als Gegenleistung für seine Tat(en) fordert der Herr alle zehn Jahre ein Mädchen des Dorfes. Das jeweilige Mädchen wird dazu aufgefordert sofort das Dorf und Familie verlassen um dem Drachen zu dienen. Mehr ist nicht bekannt, außer dass nach diesen 10 Jahren das auserwählte Mädchen entlassen wird und reich bestückt in die nächst größeren Städte um dort ihr Leben weiter zu leben.

Als Voraussetzung um überhaupt erwählt zu werden muss dasjenige Mädchen entweder unbeschreiblich hübsch sein oder besonders begabt. Beides trifft auf Agnietzsckas beste Freundin zu und so wird dieses Kind von klein auf auf die Aufgabe vorbereitet ihrem spätere Herren zu dienen. Im Gegensatz zu Agnietschka, ihr Leben ist das genau Gegenteil. Der reinste Wildfang vom Charakter, tollpatschig und strohmt gerne in den umherliegenden Wäldern sowie an der Grenze zum Dunklen Wald herum. Zwischen den Zeilen, ließt man eindeutig die Schande für ihre Familie heraus, trotz ihrer Gabe ständig irgendwelche nützlichen Dinge zu finden wie beispielsweise tragende Beerensträucher im tiefsten Winter.

Und wie es die Geschichte so will, ist eben diese Gabe dafür zuständig das Agnietzscka an dem Tag der Entscheidung mit dem Drachen gehen muss. Nur gefällt ihm dies ebenso wenig wie ihr… Freiwillig ausgesucht hat er sie nicht, denn das oberste Gesetz der Magier ist es noch jüngere / noch unerkannte Novizen auszubilden.

Zuerst war ich recht skeptisch gegenüber dem Buch. Viele Stimmen vergötterten es, andere schrieben Verrisse am laufenden Band und nun hielt ich das Schätzchen in meinen Händen und begann zu lesen.

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Auf schnelle Frage gib langsame Antwort….

Ich habe es geschafft! Nach einer Menge schweißtreibender Gehirnarbeit habe ich es vollbracht! Ein Liebster Award der lieben Freigedichtung! Mich bezwingst du niemals in die Knie ;-) Wobei ich zugebe manche Fragen haben mich echt fertig gemacht, ich hoffe die Antworten machen dich fertig :D

Welche Art von Geschichte wäre die Beziehung zu deinen Nachbarn?

Das kommt tatsächlich ganz auf den jeweiligen Nachbarn an, da ich in einem wunderbaren Mietshaus wohne fallen die Beziehungen zu den teilweise unfreiwilligen Mitbewohnern sehr unterschiedlich aus. Demnach könnte unser Mietshaus ein Crossover aus Urban Fantasy und Psycho Thriller sein, spannend und teilweise irgendwie typisch städtisch- überirdisch… oder unterirdisch je nach Nachbar. Bei einer genaueren Betrachtung der einzelnen Persönlichkeiten wird das allerdings sehr viel klarer.

Fangen wir mit unseren direkten Nachbarn an, ihre Beziehung zu meinem Leben beschreibe ich einfach mal als einen ausgeflippten Reisebericht. Wenn allerdings das Genre der Sitcom bei Büchern existieren würde, wäre dies meine präferierte Wahl gewesen. Aber nun zur Erklärung: Als ich noch klein war (okay als ich noch jünger war) durfte ich ab und an ganze Abende bei besagten mittlerweile Freunden verbringen und war von der Exotik des Essens und der Unterhaltung jedes Mal erstaunt. Schließlich kannten meine kleinen Kinderschweinsknopfäuglein weder Natto noch Akashi-yaki, Gyōza oder Chirimen zansho… Nach jedem Abend viel ich tot müde, verzaubert und gut gesättigt in mein Bett und träumte von Takeshis Castle. Dank Ihnen erfuhr ich, das mein Körper Koffein meiden sollte. Zumindest das Cola Koffein er wirkt nämlich nicht beziehungsweise es bewirkt das Gegenteil von dem was es sollte.

Der am weitesten wegwohnende Nachbar könnte mit dem Genre der Abenteuerromane beschrieben werden, doch unsere zwischenmenschliche Beziehung, die sich auf ein Hi begrenzt ist meinerseits eher der Dokumentation anzufinden. Also ich bin quasi der faszinierte Leser der seinem Helden beim Winnetou- Reinhold Messner- Nicolas Müller-Leben erstaunt beiwohnt und die Seiten gar nicht mehr weg legen mag. Es ist unglaublich, aber ich kenne keinen so unfaßbar ruhigen Menschen, der solch ein Adrenalinjunkie ist. Meinerseits könnte es ruhig mehr solcher positiven Erscheinungen in der Großstadtwildnis geben. Mein Safaribeobachtungsnotizbuch hätte sicherlich nicht dagegen. Wie lerne ich es auf einem Weißkopfadler zu reiten könnte seine Alltagsfrage sein.

Last but not least, dennoch last weil es sonst einfach zu viel werden würde der direkt oben drüber wohnende Teufel. Zu welcher Gattung gehört eigentlich mein Kampf? Propaganda, Autobiografie? Wie auch immer unsere Beziehung meinerseits ähnelt der Stimmung in Mein Kampf relativ gut. Einen intoleranteren, unvernünftigere Menschen habe ich selten erlebt. Kippen vom Balkon schmeißen, leere Kronenkorken in meinen Schuhen oder gerne erpresst werden… All diese Thematiken hatten wir mit dem Mistkerl. Ich weiß nicht, ob der liebe Mr. Universum in einem Schloß groß gezogen worden ist, aber seine nächtlichen Gelage ziehen uns leider mit in seine Scheiße. Denn seine oft nur noch halb bei sinnen seien Gäste klingeln uns gerne einmal wach, da sie das Klingelschild verwechselt haben oder schlafen auch einfach direkt im Treppenhaus…. Wenn ich eines Tages Polizistin werden sollte…

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Hüter des Uhrwerks

Lang, lang ist’s her…. doch auch die Italien sowie Islandreise wird irgendwann mal sein Ende finden. Doch erst wird die Leipziger Buchmesse beendet. Noch nicht mit diesem Post, doch es nähert sich dem Ende. Denn am 15. März 2014 um 12:30 standen wir punktgenau und sehr entspannt in Halle 2 vor der Lesebühne und warteten geduldig sortiert auf Miss Ingrid Pointecker. Nicht, natürlich. Denn um 12:30 stand ich immer noch bei Xiaolu Guo um zu überlegen, ob ich mir wirklich noch ein weiteres pflegebedürftiges, zartbeseiteten Tierchen in mein heimisches Regal holen sollte. Es sah so einsam aus… und die anderen Bücher schienen so agressiv. Ich hielt es quasi schon in meinen Armen, als ich verstohlen auf den Preis schaute. Heiliger Himmel war der happig!  Über das darauf folgende Überlegen und dem gedanklichen Hin und Her vergingen zehn extrem wertvolle Minuten, die ich dann per Sprint quer über die Messe wieder wett machte. Zumindest fast. Denn nach einer Menge Au, Sorry, Entschuldigung und darf ich mal?! War ich pünktlich dort. Nur allein… Da war wohl jemand nicht so schnell gewesen und schon meldete sich mein Mobiltlelfon der Zukunft im Sekundentakt. Mein nun nicht mehr ganz so entspannter Mitbewohner sprach sprach regelmäßig wütend hysterisch aufs Band während ich ihn versuchte zurück zurufen, was allerdings ständig fehlschlug da er mich ja anrief. Irgendwann kam er dann und anstatt sich zufrieden still/ leise neben mich zu setzen entsprang aus seinem Mund (in dem Moment als Frau Pointecker die Bühne betrat) eine Moralpredigt aller erster Sahne. Warum ich denn nicht auf ihn gewartet hätte. Mir hätte was passieren können Blablabla.

Also erstens war ich den voherigen Tag schon die ganze Zeit allein gwesen und zweitens habe ich ihm am Vorabend klipp und klar zu verstehen gegeben wie ich dazu stehe wenn er mitkäme. Mein Zeitplan ginge nämlich über alles, selbst über blutige-sozale Bindungen. Er hat sich dann wieder beruhigt… nach einer Stunde!

Währrend mein Mitbewohner vor sich hin schimpfen (wie ein Rohrspatz) entspannte ich mich zusehends, denn ich war schließlich da. So nun zur Vorlesung. Frau Pointecker hielt zuerst eine kleine Wilkommensrede, danach folgten einige Floskeln inklsuive herzlicher Danksagungen um dann in einer großen Entschuldigung für die lange Wartezeit für den zweiten Band zu enden. Nun Qualität vor Quantität. (Lieber Walter Moers falls Sie, dass jemals lesen sollten… Beeilen Sie sich gefälligst! Ich warte seit Jahren auf en dritten Teil und versauen sie den dritten nicht sowie den zweiten. Der war grausam!) Es fällt definitiv leichter auf Dinge zu warten, die man nicht zu seinem Lebensinhalt erklärt hat. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja…

Frau Pointecker began zu lesen. Da ihr vermutlich genauso wenig über diese Bücher wisst wie ich damals, als ich den ersten Teil aus dem Regal gezogen habe hier ein kleiner Exkurs.

Die Hüter des Uhrwerks ist eine Buchreihe der Autorin Ingrid Pointecker. Die Geschichte beginnt im ersten Teil namens Wegstein.

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