Zukunft

13. Türchen:

7. “Ich würde ihnen gerne die Vorschriften zitieren, aber ich weiß, Sie werden das alles ignorieren.“ -Star Trek XI/ Teil 2

Wahrnehmen ist in dieser Welt übrigens das Stichwort, zumindest seit der Jahrtausendwende. Seit dem Unfall des Gen-Konzerns Phyton gab es so einiges was man zwar nicht sehen oder hören konnte, dafür aber wahrnehmen, durch die unterschiedlichsten siebten Sinnen oder Auswüchse. Giftgasexplosionen mit anschließender Flucht von künstlich hochgezüchteten humanoiden Wesen war nicht zu unterschätzen. Zumal sich humanoide Wesen gerne mit Homo sapiens paarten. Heraus kamen Hybriden, die sich von ihren Sapiens Verwandten äußerlich kaum unterschieden, außer durch ihre hin und wieder auftretenden minimalen Besonderheiten. Von voll und ganz ausgenutzter Hirnkapazität bis hin zu Menschen mit fledermausähnlichen Ultraschallfähigkeiten war vermutlich alles dabei. So genau konnte das allerdings niemand beweisen, weder Konzerne noch die Regierung… Eine genaue Beweisführung existiert bis heute nicht, weshalb die Betroffenen entweder verjagt wurden, in jungen oder weniger jungen Jahren in der Verbrennungsanlage zur Stromerzeugung endeten oder zur Gattung gehörten, die begann gegen das bestehende  System Widerstand zu leisten. Zu dieser Gattung gehöre ich übrigens auch. Kleiner Prozentsatz mit großem Potential.

Denn nachdem der Skandal der gesamten Nation bewusst wurde rüsteten sie nach und zwar mit denelben humanoiden Wesen wie unsere Elternteile es gewesen waren, nur mit dem Unterschied, dass diese komplett auf die Bedürfnisse sowie Wünsche der Zivilbevölkerung geeicht waren. Bloße Sklaven ohne jeglichen Charakter. Zugeben einen Vorteil hatte ihre Daseinsform, sie bekamen all dies was ich niemals bekommen hatte. Aufmerksamkeit, Bildung, Geborgenheit, ein Dach über dem Kopf, eben all diese süßen Versuchungen. Gut, das Dach hatte zwar existiert nur war es eher weniger dicht gewesen und sobald der Frühjahrsregen einsetze musste ich nachts zusehen, dass ich nicht im Schlaf ertrank.

Sie sollten sogar so etwas wie Privatsphäre besitzen, ich dagegen ließ mich zwar gerne hin und wieder beschatten aber dieses „gläsern“ sein sobald man irgendwie in die Gesellschaft eintrat war mir schon immer gehörig gegen die Schuppen gegangen. Zumindest gab es etwas Abhilfe, besonders mit speziellen Algorithmen wurde ich sehr schnell, sehr unsichtbar. Was das ganze perfekt abrundet ist, sich kein „Handheld“ anzueignen… Diese kleinen TouchPads waren nicht nur dein bester Freund wie von der Werbung suggeriert sondern ebenfalls Freund der Regierung. Dieses Ding zeichnete alles auf was man ihm bewusst oder unbewusst zu fressen gab: Kaufverhalten, sämtliche physische sowie psychische Daten über dich und beim Benutzen der Kamera deine Einrichtung. Innerhalb seines Lebens bekam man eigens eine extra Akte nur für sich angelegt. Von dem Moment des Erstkontakt des „Handheld“ bis zum letzen Atemzug, denn schließlich konnte dieses kleine Wunderwerk der Technik im Alter als Schrittmacher dienen. Ob diese Menschen dann freiwillig ins Gras gebissen haben kann ich bis heute leider nicht nachweisen. Die Spuren werden nach Ableben sofort unwiderruflich verschlüsselt, gesichert und verstreut. Selbst ich mit meinen recht flinken Fingern kam diesem Mechanismus nicht mehr hinterher.

Im Moment kam ich kaum auch nur irgendetwas hinterher. Erst recht nicht meiner herrlichen, glorreich miefenden Zukunft. Doch hatte ich schon immer Paradoxien geliebt, weshalb ich überhaupt auf diesen sicheren Weg gestoßen war. Schließlich braucht ein Undertaker wie ich neben überleben eben eine Freizeitbeschäftigung, die ähnlich die der normalen Bewohner dieses Landes vergleichbar wäre. Zweckmäßig durchforstete ich deshalb regelmäßig die Arbeitsanzeigen in unseren lokalen Datenträgern. Denen, die ich jetzt folgte war besonders kryptisch gewesen.

Auf den ersten Blick hatte es wie eine Anzeige für die Beschäftigung einer Mechatronikerin eines Robotorsekretärs ausgesehen, doch für ein Wesen mit solch geübten Augen wie mich hatte dieses Inserat einige Schwächen wie beispielsweise diese Doppelschicht… Dieses Angebot hatte zwei übereinander liegende Ebenen. Mir war es nur durch eine winzige Unregelmäßigkeit im Quellcode aufgefallen. Einmal die original Datenmenge ausgegraben, sah es mit der Arbeitsstelle schon ganz anders aus: Kost und Logie frei, Sperrstundenausweis dazu 500 Bitcoins Taschengeld pro Monat. Als Gegenleistung sollte man lediglich einige Datentransfere betreuen. Selbstverständlich rund um die Uhr. Fast schon zu rosig sah die gesamte Sache aus. Nur war ich im Moment nicht wirklich in der Situation irgendwelche Ansprüche zu erheben. Darüber hinaus, falls es eine Falle der Regierung sein würde, könnte ich mich immer noch wimpernklimpernd als kleines Mädchen mitten in der Reifezeit ausgeben. Datentransfere waren in unserer heutigen Zeit doch völlig der Norm entsprechend… und dieses rund um die Uhr ebenso, Server konnten schließlich jeder Zeit zusammenbrechen unter solcher Last. Die Doppelschicht könnte ich ja durch wildes Herumklicken umgangen haben oder durch eine über die Tastatur laufende Ratte.

Den verschieden farbigen Linien folgend bestritt ich jetzt schon die zehnte Route in meinem neuen  nun folgendem Lotterleben. Die letzen neun waren eine Gleichung gen null gewesen. Zu eigensinnig, zu primitiv, zu eigenbrötlerisch war ich betitelt worden… Dies hieß in meiner Sprache: zu vorbestraft.

Schon in einem von 198 Slums als Drag eingestuft zu werden sahen nicht viele gern. Wobei ihre Datenbank mein restliches Leben gar nicht kannte. Niemand außer mir selbst wusste wer ich wirklich war und selbst ich hatte schon einige Probleme mit der Identitätenzuordnung gehabt, was zeitweilig zu einigen Komplikationen geführt hatte. Meine unfreiwillige Auszeit war nur eine der damaligen Konsequenz gewesen. 190 Identitäten zu verwalten war eben kein Zuckerschlecken. Erst dann nicht, wenn zwischen diesen über tausende von Ecken, Sicherheitsmaßnahmen und Mittelsmänner lagen. Ich war sozusagen eine Art moderne Puppenspielerin. Es wurde Zeit, dass nach all den Jahren eine neue Lebensweise ans Tageslicht gelangte. Adé Agneta Kinnon – willkommen Lilith Zeller. Mein bescheidenes Ich-selbst, zumindest mein 5- jähriges Ich-Selbst in der Zeit in dem Computer oder Spyware noch Fremdwörter für mich darstellten. Vielleicht bewirkte die Unkreativität meinerseits etwas in den Gehirnzellen meines Gesprächspartners… Wieso nicht einmal mit etwas offeneren Karten spielen? Ich konnte es mir zwar nicht leisten zu verlieren, doch half die 191ste Identität nicht gerade dabei. Jedes Mal einen neuen Pass zu beantragen hieß erneut lügen, bestechen sowie alte Beziehungen aufwärmen und für all dies außer fürs Lügen fehlte mir schlichtweg das Geld und die Nerven. Man könnte meinen das staatliche Kapital für Resozialisierte könnte saftig ausfallen, aber 800 Bit-Coins zeigen eher das Gegenteil. Zudem war ich es leid jedesmal ein anderes zuckersüßes Püppchen zu spielen, welches stumm ertrug wie blöde Säcke sich an ihrem Arsch nicht satt sehen konnten. Prostitution war in den meisten Slums seit Jahren verboten worden, aber wie es die biochemische Zusammensetzung des Menschen so wollte waren die Verbote eher ein netter Ratschlag. Zwar versuchte der Rat mit regelmäßigen Datenkriegen dem ein Ende zu setzen, nur waren die Attacken machtlos. Zumindest jenseits des zweiten Sektors und unter uns, für so manches Entgeld ließ man sich auch gerne ins Zentrum der Reichen und Schönen schmuggeln…

12. Türchen:

7. “Ich würde ihnen gerne die Vorschriften zitieren, aber ich weiß, Sie werden das alles ignorieren.“ -Star Trek XI/ Teil 1

Angespannt trat ich in die grelle Außenwelt hinaus. Hinaus aus dem Schutz des Untergrundes und hinein in die urbane Hässlichkeit des dritten Ringes. Freiheit hin oder her, warum musste meine letzte Chance ausgerechnet sinnbildlich an der Endstation des sozialen Gefüges liegen? Eindeutiger konnte das verfluchte Leben einem auch nicht in den Hintern treten. Aber ich würde meinen Stolz nicht verlieren, selbst hier nicht; in einem Meer aus Müll, alten Leuchtreklamen deren blitzende Kabel in die Gegend stachen und unglaublich viel zersplittertem Glas. Woher das stammte blieb mir ein Rätsel, selbst durch die extra geschliffenen Gläser meiner Maske war es mir nicht möglich irgendwelche Fenster oder Gebäude in Reichweite auszumachen… Das Einzige was vor mir lag war ein sich schier endlos erstreckender Sektorenplatz, der nach römischen Vorbild erbaut worden war. Nun ein römisches Meer aus Müll. Wie lautete noch gleich das Sprichwort mare nostrum? Was wohl „unser Müll“ auf Latein hieß… Die reale Deponie lag zumindest nach offiziellem Plan auf der gegenüberliegenden Seite des Ringes. „Offiziell“ war heutzutage allerdings zu einem sehr dehnbaren Begriff geworden, ebenso wie „legal“ oder „Freundschaft“. Gewundert hätte es mich jedenfalls nicht, wenn unsere Regierung sich spontan dazu entschieden hätte, der Deponie einen kleinen Außenposten zukommen zu lassen, als Präsent für was-auch-immer. Der Vorteil in dieser Region war zumindest, dass es niemanden ernsthaft störte. Viel mehr begrüßten es wohl manche Einwohner, denn neben möglichen erst halb vergammelten Rationen existierten ebenso vielleicht noch nicht vollkommen zerstörte Ausrüstungsgegenstände. Eine Reparatur war meist langwieriger als ein Neukauf, doch sparte es erhebliche finanzielle Belastungen und wie bereits erwähnt legal war mittlerweile relativ. Um ehrlich zu sein schuldete selbst ich solchen Bergen den einen oder anderen Dank, besonders in der nahen Vergangenheit, nach meiner Entlassung um genauer zu werden, waren sie meine Hauptanlaufspunkte gewesen. Durch sie war es mir überhaupt erst möglich mich wieder halbwegs auszurüsten. Man würde meinen, dass staatliche Haftanstalten sich vor Bürokratie kaum retten konnten nur war das wohl in einem anderen Jahrhundert gewesen, denn all meine Sachen waren innerhalb meiner Bedenkzeit entweder eiskalt verschlampt oder geklaut worden. Schadensersatz war übrigens ein Wort, dass quasi auf der roten-Liste der heimischen Linguistik stand. Zwar bekamst du als recht gutbetuchter Bewohner des oberen zweiten Ringes Versicherungen für solche Fälle vorgezeigt, nur deckten die nur ein Bruchteil des Gesamten ab. Wirklichen Schadenersatz bekamst du nur indem du deinem Schädiger ein Auge ausstachst oder ihm etwas anderes klautest. Mittlerweile gab es sogar gewisse feige Menschen, die andere Menschen damit beauftragten für sie selbst diese Drecksarbeit zu erledigen. Solche Menschen waren für mich ein einziges Rätsel. Beauftragten andere Menschen mit Ihren Problemen und gingen darüber hinaus sogar noch das Risiko ein dabei erwischt zu werden. Schlaue Menschen oder Auftragnehmer machten regelmäßige Backups der Kunden, denn solche Informationen lassen sich hervorragend als Kreditkarte für den zweiten Bankautomaten nutzen. Kritisch wird es dann allerdings wenn man zu viel wusste… Zumal ich mir nichts vormachen sollte, im zweiten Ring war ich selten gewesen, Höchstens um meine damaligen schon stinkreichen Mitschüler zu ähm.. nennen wir es von ihrem überflüssigen Kram zu befreien. Unter uns, sie stanken wirklich und zwar anders als wir, statt Müll und Brackwasser nach künstlich-chemischen Himbeeren oder noch schlimmer nach Zuckerwatte. Das Zeug bekamst du selbst mit dem guten Kaffeesatz nicht mehr aus deiner Nase.

Missmutig werdend von den eigens ins Bewusstsein zurückgerufenen Erinnerungen durchwühlte meine Hand abwesend die abgegriffene Patchwork-Leder-Imitation. Ich glaubte zumindest, dass es Leder imitieren sollte, möglicherweise war es sogar „echtes“ Leder. Das würde die fehlenden madenähnlichen Würmer erklären, die sonst an allem halb verbrauchten hingen und schmatzen, alles zersetzten was sich nicht mit Feuer und Haaren retten konnte. Diese konnte man, hatten sie sich erst einmal in etwas verbissen, nicht wie normale Maden abzupfen, auch vielen sie nicht wie Egel herunter. Nein, um sie loszuwerden musste man sie ausbrennen, am besten funktionierten Zigaretten, schön gefüllt mit beißendem japanischen Tabak. Radioaktivität bewirkte Wunder. Nur war ihre Abstinenz damals ein Zeichen für mich gewesen. Wie auch immer, damals unbezahlbar -heute kaum noch einen Cent wert. Wenn man eben zuviel wusste würde man in Zukunft dazu gezwungen werden eben auf solche Müllversammlungen zurück zu greifen. Schließlich konnten selbst zwei Kreditkarten überzogen werden oder gesperrt – für immer und ewig. Glücklicherweise fanden gewisse Dinge sich von ganz allein ohne dass ich etwas großartiges tun musste, außer ein wenig nachhelfen. Eben dieses Nachhelfen hatte mich wohl in die verflixte Kreditkartensituation gebracht. Heute nun, einige Jahre später rettete es mir mein Leben. Ich hatte nicht nur die noch halb funktionierende Gasmaske aus einem vollständig abgefackelten Herd herausgezogen sondern auch noch genießbare Essensrationen sowie meinen von dort an treusten Weggefährten –  meinen völlig analogen Stadtplan.

Zugegeben am Anfang war es recht knifflig mit diesem unhandlichen Fetzen Papier zu gehen und dabei nicht aufzufallen, aber nach einigen Stunden wurde das Einordnen diverser Punkt für mich wesentlich leichter als vorher. Grün stand für einwandfreie Schlafplätze, gelb für mögliche Schlafplätze die allerdings nur mit großer Vorsicht zu genießen waren. Lilafarbene Markierungen standen für verschiedene Versorgungstellen wie Müllberge oder Container und blau war mein heutiger Weg. So neu und rein, das es fast schon wieder stank… natürlich nach Brackwasser und nicht nach Zuckerwatte. Das einzig Positive bis jetzt.

Hier draußen scherte es offensichtlich niemanden. In Anbetracht dessen, dass niemand hier war erschien mir dies als eine relativ einfache Tatsache. Hatte ich gesagt niemand? Nachdem ich die dritte Ecke passiert hatte bemerkte ich eine Art zusammengesetzter Unterschlupf aus unterschiedlichsten Materialen was zur Folge hatte, dass dieses Gebilde mehr nach einem Fliegenpilz als nach einem Heim aussah. Beim Passieren im gebührenden Abstand stellte ich allerdings fest, dass offenbar niemand dieses Bretter-Metall Kunstwerk zu bewohnen schien, laut nun lesbarem Aushang war dies offensichtlich ein Laden, der die wundervollsten Dinge anpries. Durch die bunt anmutenden Flecken neugierig geworden, signalisierte ich per Pupillenbewegung, dass sich mein Sichtfeld doch bitte so vergrößern sollte, dass die Beschriftungen zu erkennen waren: Mohrenköple, Stangeneier, Adukibohnen sowie Fensterblätter wobei ich mir sicher war, dass keine dieser Lebensmittel tatsächlich unter seiner Theke lauerten. Vielmehr waren es entweder Riegel mit den jeweiligen Zusatzstoffen oder passend bemalte Heimware. Original organische Lebensmittel zu finden, insbesondere hier draußen, war schlichtweg unmöglich und damit meine ich wirklich unmöglich. Selbst für den gerissensten aller Jäger war es hier draußen aussichtslos. Was hier regierte waren Rationen und selbst dann nur in toten Briefkästen oder im Inneren von unappetitlichem. Neben dem Eingangstor entdeckte ich nun auch noch eine abgelegte Maske, aber mit eingerissenem Riemen, also nutzlos… Für den Besitzer wohl ebenso. Entweder er hatte bereits eine neue oder ihm waren Kiemen gewachsen mit denen er die Luft filtern konnte. Ich hoffte auf letzteres, denn ohne Maske konnte er mich nicht war genommen haben und Unauffälligkeit war hier trotz offensichtlicher Menschenleere ratsam… Menschen waren nicht die vertretene Hauptrasse…

Ein alter Neuanfang

Eigentlich sollte es jetzt mit dem Reisebericht weiter gehen, aber gerade gibt es dringenderes. Ja es gibt tatsächlich etwas wichtigeres als Reisen und zwar Frustabbau und so werfe ich euch nun unfreiwillig zurück in die Zeit in der ihr selbst noch keinen Abschluss hatten, frustriert an euren Schreibtischen saßt und euch tausendmal vorgestellt habt welche Schwarzpulvermischung das hübscheste Feuerwerk zum Schulevernichten sein würde.

Zugegeben es ist nicht jeden Tag der Fall, aber so mancher und letztendlich möchte ich lediglich die kinderlosen unter euch erzählen was und ob sich überhaupt etwas in den letzten Jahren verschlimmbessert hat. Schließlich ist jetzt quasi die erste Hälfte auf dem Weg zur Halbzeit des ABIs vorbei und ich denke ihr habt ein gutes recht darauf auf dem laufenden gehalten zu werden.

Falls ihr euch nicht erinnert könnt, könnt ihr hier nochmal meine Wünsche und Hoffnungen für das neue Schuljahr Revue passieren lassen wer es nicht möchte oder braucht auch fein, dann lest einfach weiter.

Fangen wir ganz am Anfang an, denn im Gegensatz zu all den anderen Jahren in denen wir erst einmal eine Woche lang gemütlich im Schulstoff herum dümpelten und aller machten außer etwas zu lernen wurden wir dieses Jahr sofort ab der dritten Stunde in den Stoff hineingestoßen. Zuvor gab es aber tatsächlich noch den Versuch unserer Tutoren in einem gemeinsamen pädagogischen Gespräch sich für das Theater-Drama ihrerseits zu entschuldigen. Denn am letzten Tag sowie am besagten Schicksals- Zeitungs- Dramen-Tag hatte sie unsererseits beschimpft weshalb wir denn nicht zum Wandertag gekommen wären aber für unseren Lehrer nun doch in der schule auftauchten. Darüber hinaus beschwerte sie sich ebenso, dass unser Stück viel zu heftig gewesen wäre. Sie benutze noch nicht einmal Wörter wie anstößig, experimentell oder verstören nein nur heftig kam ihr in den sinn. viele hatten extrem auf ihre ebenso extreme Haltung reagiert, nämlich mit konsequenter Ablehnung.

In dem Gespräch jedenfalls sprach sie nun ihre 180° Wendung in Sachen Meinung über unser stück, denn sie habe am letzen Schultag mit einer Kollegin gesprochen de ihr noch einmal das gesamte Konzept des immersiven Theaters erklärt hatte und plötzlich schwärmte sie uns nur so vor wie toll unser stück gewesen sei… sie hatte es noch nicht einmal ganz zu Ende gesehen.

Es wäre schön gewesen, wenn ich ihr das hätte glauben können nur leider ist unsere Tutorin eine der Menschen, die an einem absoluten Helfersyndrom leidet plus an egomanischer Harmoniesucht. Alles was sie schlecht dastehen lässt muss beseitigt werden, ergo: Ich. Wenn Blicke töten könnten…. ich bin nicht umsonst mit einer Katze großgeworden. Menschen mit dem Allerwertesten nicht anzugucken beherrsche ich einwandfrei, so wurde ich gleich zweimal alleine zu ihr diktiert ohne Vorwarnung oder mit der Unterstützung meiner Freunde, denn ich hätte schließlich ein persönliches Problem mit hier und dass könne man ja ganz erwachsen regeln. Tatsächlich kann man als Erwachsener auch einfach mal akzeptieren, dass man es verbockt hat und seinen Fehler einsehen.

Das Gespräch verlief deshalb recht einseitig sie redete ich nickte lächelte und schaute sie beim hinaus gehen immer noch nicht mit meinem Allerwertesten an. Menschen die Schüler nur interessant finden wenn sie entweder schleimen oder bedürftig sind brauche ich nicht in meinem Leben. Genauso wenig wie Lehrer die Schülern weiß machen wollen sie würden ihre Schüler so unglaublich toll finden und wir seien ja alle eine große Familie mit rosa Wolken und Einhörnern. Meine Einhörner können übrigens Feuerspucken brennen und haben Laseraugen…

So wurde übrigens aus dem angestrebten Tutorenwechsel nichts oder dem englisch Kurswechsel, denn laut Lehrerin: Sei ja jetzt alles geklärt und wir wäre ja wieder ganz dicke. Hmmm…. Wo sind die Laseraugeneinhörner wenn mal sie mal braucht? Jetzt darf ich mich jeden Dienstag sowie Freitag auf ihre Stunden einlassen und muss jedes mal neunzig Minuten mich stark zusammen reißen um ein einigermaßen neutralen Gesichtsausdruck zu wahren und zu lächeln und zu winken. Manchmal beneide ich Menschen mit Tourette—Syndrom, eigentlich beneide ich sie nur um ihren Attest.

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Das Mixtape der großen Feier

So in Anbetracht dessen, dass ich vermutlich gerade in völligem Reisestress stecke oder einfach völlig am Ende bin dank irgendwelcher schulischen Aktivitäten hier einmal ein abermaliger Ausflug in meine Zukunft. Zwar habe ich noch ungefähr neun Monate hier fristen muss teile ich mit euch bereits ein Stück der nun bereits etablierten Routine. Oder zumindest der geplante Alauf der Horror-Woche. Musikalisch Unterlegt macht dass Ganze mehr her als bloße mündliche Weitergabe.

Wir steigen gleich völlig episch in die Momente vor der Prüfung ein, irgendwie möchte man ja auch mit Klasse ins Schlachtfeld geführt werden…

 

 

Dieses Realisieren, dass man nach einer Woche Horror fast schon mit einem Bein in der Freiheit steht… We need some
Action!

 

 

Dieser Song wird vermutlich bei mir gedanklich Laufen während ich mein Abizeugnis empfangen werde…

 

 

… und schließlich folgt einach das große Gefühl, das Gefühl der Gefühle. Freiheit!

 

 

….und jetzt heißt es sich einfach nur noch musikalisch die Kante geben:

 

 

Ja bitte, einmal die gesamte Umgebung abfackeln, jetzt gibt keine Chance mehr auf Schulverweis… Ich wäre dann ämlich raus

 

 

…und da dass noch nicht reichen wird, wird es noch den Fallout obendrauf geben:

 

 

….und plötzlich kommt diese gewisse Melancholie

 

 

Gut, die hält vielleicht wenige Sekunden

 

 

Nun ja… nachdem Feiern heißt es dann wohl

 

 

Gesammelte Schätze des Erntemonats

Irgendwie werde ich den August mehr vermissen als alle anderen Monate des bisherigen Jahres einfach aus dem Grund, dass ich irgendwie die entspanntesten Tage des Jahres genießen konnte. Denn ab morgen heißt es wieder Schulbank drücken und paucken so viel wie eben nur geht. Mein einziger Trost, dass es für mich das letze Jahr ist. Mein gottverdammt letztes Jahr! Ich bin mir sicher, dass ab Januar eher weniger kommen wird… Schade eigentlich, ich hätte gut und gerne noch drei weitere Wochen Ferien haben können. Erst ab der vierten Woche hat die Entspannung angefangen zu greifen. Worauf ich allerdings wirklich verzichten kann sind diese 30°. 30! Noch mehr Klimaerwärmung vertrag ich nicht mehr…

Bin mal gespannt wie sich das Klima auf die Lernatmospähre ausübt. Garantier grandios wie eh und je wobei ich bete, dass ich dieses Jahr meine gewünschten Lehrerwechsel bekomme. Schließlich fehlt ein Drittel unserer Stufe und ich habe insgesamt zwei Kurse weniger. Herrlich… Aber nun blicken wir bitte einmal 24 Stunden in die Zukunft

… denn ich weiß jetzt schon einmal wie sich das Aufstehen gestalten wird:

»Doon«, flüsterte Gatley.

Ein Wagen kommt für Gatleys Geschmack etwas zu schnell die Straße runter. Alles, was einen Insassen nach der Sperrstunde auf dem Gelände zustößt, fällt in seinen Verantwortungsbereich, hat di Geschäftsführerin unmissverständlich klargestellt.

»Doon.«

Groteskerweise ist es das untere Auge, das zu Gatley hochrollt.

»Don.«

»Doon«

»Don Doon die Hexe ist tot.«

»Doon, Green muss deinen Wagen umstellen.«

»Schwarzes Töfftöff, Don.«

S. 874- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Ist der erste Adrenalinausstoß und die erste zugebene irgendwie leider doch vorhandene Affinität verflogen werde ich alljährlich bemerken:

Dieser Ort bewegt sich seit fünfzig Jahren rückwärts in der Zeit, und ein lausiges Urteil wird daran nichts ändern. 

S. 8-9- Der Gerechte von John Grisham

 

Wunderbare Beschreibung mancher Zeitgenossen:

Grausamkeit ist kein Charakterzug. Grausamkeit ist eine Angewohnheit.  

S. 158- Fünfte Welle

 

Ebenso werde ich mir wiederholt diese Frage stellen. Jährlich grüßt das Murmeltier sozusagen:

„Ich frage mich, was die Welt lieber will: Fantasie oder Realität?“  

S. 453- Mind Games

 

Pemulis und ich würden uns so unglaublich gut verstehen:

Warum genau Michael Pemulis Dr. Rusk hasst, ist unklar und variiert anscheinend , Hal bekommt von Pemulis jedes mal eine andere Antwort.

S. 738 – Unendlicher Spaß von David Foster Wallace 

 

Mein neuer Sportkurs… Hoffentlich:

»Interessante Schrittfolge, Id, das muss ich dir lassen.«

S.827- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Neue Biothemen, hoffentlich ebenso in einem neuen Biokurs. Ich halte das Geschrei einfach nicht mehr aus…

»Nein. Es war ein transmuraler Myokardininfakt. Machte eine ganze Herzkammer platt. Seine ganze Familie hatte eine Herzgeschichte. Der Pathologe fand es erstaunlich, dass er so lange durchgehalten hatte.«

S. 885- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Wir werden eine neue Geschichtslehrerin bekommen und so ungefähr wurde uns ihre Mentalität geschildert. Na Prost Mahlzeit…

»Das Fernsehen der Terrestri und der- wie sagte man das?- Passivität. »Genau. Terrestrisches Fernsehen. Die fragliche Serie hieß MASH.«

S. 921- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

In dem Moment habe ich erfahren, dass diese eine asiatisches Schnellrestaurant in den sechs Wochen wohl erheblich aufgestockt hat. Den Nachmittagsunterricht wird man vergessen können:

»Hast du schon gegessen?«

Hal wölbte den Bauch, tätschelte ihn und sah weiter an die Decke.

»Das Raubtier hat gemordet und sich den Bauch vollgeschöagen und liegt jetzt im Schatten des Baobab.«

»Kapiert.«

»Besieht sein treues Rudel.«

»Ich habs kapiert.”

S. 807- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

und ich wünsche mir, dass unsere Abschlussreise nächste Woche nicht jeden Abend ungefähr so enden wird:

»Bitte nötige nicht Bettelung von ich, Idris Arslanian.«

»Die östliche Konkavität steht natürlich auf einem ganz anderen schrill gefärbten Blatt als die von Inc sogenannten öden eliotischen Wüsteneien der westlichen Konkaviätät, das kann ich dir sagen.«

«Du kannst mir alles sagen, wofern du es mir über dem Porzellan einer Toilette sagst.«

S. 910-  Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

So dass wars jetzt für den wundervollen August. Falls ihr mir etwas zum letzten Schuljahr schenken wollt, schenkt mir Schnee! Ich gehe hier noch ein…

Mein Leben besteht aus Umschwüngen

Soso. Hier sitz ich nun mit meinem Pferfferminztee bei viel zu heißen 28° und freue mich irgednwie, aber irgendwie auch nicht.

Unser Schreibwarenladen gibt schon jetztauf alle Schulartikel goßzügig Rabatt, der Campus ist wie ausgestorben und selbst die Auslandssemsterstudenten sind nun glücklich wieder zu Hause bei ihren Familien. Alles in allem sehr ruhig, außer im Park. Dort ist jeden Tag die Hölle los, manchmal vermisse ich den Winter. Aber wir haben Sommer viel mehr Sommerferien.

Darüber bin ich ebenfalls eher so halbfroh, denn die letzen knappen drei Wochen waren geprägt von Spannung, Chaos, Entspannung vor der Anspannung und Stress. Die Klausuren einmal komplett außen vor gelassen standen mir nämlich ganze vierzehn Tage Profilwochen oder Leistungskurswochen bevor. Das hieß für mich intensive Theaterproben wie schon letztes Jahr, nur würden sie dieses Jahr ganz besonders werden. Unser recht größenwahnsinniger Theaterpädagoge hatte sich in den Kopf gesetzt unsere gemeinsame Zeit ganz dem immersiven Theater zu widmen. Eine Eigenproduktion inspiriert von der experimentellen SIGNA-Gruppe sollte dabei erschaffen und am Ende astrein performt werden. Das Gute daran war ich musste keine 100 Seiten Text lernen. Das war allerdings schon alles Gute, denn dieses Mal wurden die eigenen Grenzen nicht überschritten sondern einfach niedergeschossen dank Panzerfäusten.

Fliegendes Hack war nur der Bruchteil des Eisberges…. Es folgten Lockerungsübungen mit einer Klobürste, wilde Party-Tänze zu „Laudato Si“, tröstende Gemälde für Jesus oder Judas, Bodypainting, das Anschreien einer weißen Wand, die Reise in den Wohlfahrtsstaat und interne Listen wer der schönste und klügste sei. Für den späteren Zusammenhang es gab da noch weit aus dubiosere Situationen nur kann ich die hier nicht weiter erläutern, da es für außenstehende Menschen zu unverständlich erscheinend wird. Das mag jetzt vielleicht arg arrogant klingen, aber wenn ihr noch einige Absätze weiter lest werdet ihr wissen warum…

Denn es gab eben Gründe weshalb unser Stück innerhalb einer geschlossenen Gesellschaft statt gefunden hat. Wir luden Gäste ein von denen wir wussten, dass sie damit hätten umgehen können. Nur leider was dennoch ein schwarzes Schaf darunter, welches wohl völlig empört zur deutschen Klatschzeitung lief und uns quasi anklagte.

Die Anschuldigungen war so etwas von absurd und NICHT zutreffen dass es mir heute noch absurd vorkommt. Nach knapp vier Aufführungen und einem Ab/ Umbau Marathon von ungefähr neun Stunden (stets nachts) kamm uns allerdings alles normale enorm absurd vor. Doch toppte eine sehr scharfe wütend formulierte E-Mail an unseren Lehrer alles. Am nächsten Tag wurde er in das Schulrektorburü zitiert und jeder behandelte ihn wie einen gefassten Massenmörder. Jeder Kollege schien Angst vor ihm zu haben und wir wussten noch nicht einmal warum. Wir sahen zwar aus wie Zombies, aber so schlimm? Erst dann hat der Rest von der potenziellen Artikelanfrage dieser Zeitung erfahren…

Status quo nach 90 Minuten Gespräch: Unser Lehrer sollte seinen Job verlieren und wir müssten alle in psychologische Beratung. Könnt ihr euch das vorstellen?! In der letzen Schulwoche?

Gut dieser Gast hatte sehr, sehr in seinen Schilderungen übertrieben Nur war das der Zeitung egal und so stand nicht nur unser Ruf der Schule auf Messerschneide sondern ebenso unsere Sicherheit.  Religiöse- Satire ist in unseren heutigen Zeiten wohl automatisch zensiert. Nach weiteren vielen Stunden bibbern und Gespräch folgten:

Ängste, Petitionen, Beschuldigungen, Streitereien, Hasspredigten, Emotionsausbrüche etc. Richtig großes Drama mit Krisensitzung auf dem Supermarktparkplatz.

Ergebnis: Wir sind mit Theater seit 6 Jahren aufgewachsen, wir haben Theater und Kunst als Leistungskurse… Das Klischeé des ungewöhnlichen Künstlers trifft auf 99% unserer Darsteller zu! Wir haben nicht einen einzigen, der die Bezeichnung psychisch stabil verdient. Wir haben Extrovertierte, Borderliner, Introvertiert, Helfer-Syndrome, ADHS, ADS alles dabei. Um ehrlich zu sein war das Theaterstück genau das was alle gebraucht haben. Man kann so etwas nicht it jedem machen mit uns schon… wir sind durch geknallt genug weshalb einige sogar gebremst werden mussten… Exhibitionismus  war da noch das geringste vorgeschlagene Übel (keiner in unserem Stück war nackt, keiner!!)

So gab es durch viele, viele Petitionen und Aufrufe weder einen Artikel, noch Rufmord noch eine Kündigung sondern nur eine absurd hohe Anzahl an Zensuren und Auflagen… Ich wusste nicht das Pressefreiheit wohl nicht für Schüler gilt. Das einzig weiter befremdliche war, dass an dem Tag der Entscheidung (letzter Schultag) einige Lehrer verabschiedet wurden, die gehen sollten und so herrlich zynisch wie wir sind hatten wir fest mit unserem Lehrer gerechnet…

Deshalb bin ich froh den Stress hinter mir zu haben, wobei plötzlich so viel Freizeit vor mir steht die ich gar nicht zu nutzen weiß… oder doch?

Denn ich plane gerade einiges zu Beispiel mein Abitur. Meine anfänglichen 36 Stundenwochen sind auf 32 gefallen was ich sehr begrüße denn so wenig Unterricht hatte ich seit der fünften Klasse nicht mehr. Vor allem weil ich die vollkommen inkompetente Geographie-Referandin endlich abwählen konnte. mein leben hat einen sinn. Der schulsport bleibt leider. Zumindest habe ich meine Erstwahl bekommen und das ist…. Paartanz sowie Volleyball! Die Entschuldigung lautet: Es ist das gerinste Übel!! Jetzt darf der Kurs nur nicht auf Freitag fallen.

Zu den Prüfungen am Ende des Jahres lässt sich jetzt schon sagen: Mir ist sau schlecht, aber so sieht es wohl aus…

Mathe (schriftlich), Deutsch (mündlich), Geschichte (schriftlich), ein viertes Fach ist optional aber ob ich mir das wirklich noch antuen möchte weiß ich noch nicht…

Ich könnte nämlich auch Biologie (mündlich), Deutsch (schriftlich), Englisch (?) und Geschichte (schriftlich) nehmen. Aber Englisch möchte ich mir und meiner Umwelt zu liebe nicht antun. Schon gar nicht als viertes Prüfungsfach… Für jeden den es interessiert meine Leistungskurse beziehungsweise Kurse auf erhöhtem Niveau sind: Englisch und Deutsch wobei Kunst, Theater, Kunsttheorie sowie Geschichte darüber hinaus noch meine Kernfächer sind…. Auch wenn wir nicht sonderlich viel lernen müssen, unsere Kunstlehrerin macht uns die Farbhölle heiß…. das reicht für drei Fächer.

Was nachdem ABI kommt kann ich bis jetzt nur spekulieren. Eigentlich will ich einfach erst einmal nur weg…

Zur Wahl steht ein ökologisches freies Jahr oder eben Work and Travel und das alles entweder in Kanada, Island oder Thailand wovon meine beiden Mitbewohner eher mäßig begeistert sind. An sich dachte ich tatsächlich auch mal an China, allerdings war mir das dortige Panda-Projekt ein wenig zu untransparent.  Was mich alles an Papierkram erwartet durfte ich schon einmal in den letzen Tagen vor fühlen von Visum bis zu irgendwelche absurden Einreisedokumente mit der Kennzeichnung -XYDiamant ist alles dabei. Sogar gleich zwei ärtzliche Zeugnisse.

Dachte ich in der Klausurenphase ich hätte viele E-Mail geschrieben, habe ich mich heute mit neun tatsächlich selbst übertroffen. Eine ging an einen potenziellen Nebenjob, den ich doch bitte bitte bekommen möge da ich min. 12 Monate Vorerfahrungen in der Arbeitswelt brauche für die meisten Auslandsprogramme. Die zweite war eher unwichtig und die letzen sieben gingen an alle Organisationen die, die Themen: Zöliakie, Pescetarier-tum sowie fehlender Führerschein behandelten. Dank eines Mailwechsel, weiß ich schon mal dass ich nur noch eine Auslandsoption für ISland habe und nicht mehr zwei. Denn Zöliakie geht anscheinend auf Island nicht. Gemüse und Obst sei zu teuer… Der Einwand, dass es ja noch Reis, Kartoffeln und Mais gäbe zählte nicht. Auch Selbstversorgung war keine Option. Übrigens an alle Vegetarier oder Veganer da draußen isländische Farmarbeit könnt ihr vergessen. Zu kompliziert…

Was ich ein wenig schade finde ist, dass (fast) alle Programme nur bis zu 12 Wochen gehen… Ich habe 52 Wochen frei! Zur Not wird dann eben noch der Jakobsweg dran gehängt.

Und nach dem Jahr, ja nachdem Jahr will ich dann anfangen zu studieren. Leider weiß ich noch nicht wirklich was, da ich zur Zeit noch etwas schwanke…

Kreatives Schreiben, Tibetologie, Journalismus, Kultur Wissenschaften, Astrophysik oder Bühnen/Szenenbild.

Das Problem am kreativen Schreiben ist, dass es eben eine private Hochschule sein wird und sich die Preise gewaschen haben. Ob ich dafür ein Stipendium bekomme? Ich habe keine Ahnung….

Wer hat denn Erfahrungen im Journalismus Studium? Ist vielleicht eine Ausbildung zur Journalistin besser, wegen des größeren Praxisanteils?

Ich denke Astrophysik werde ich als erstes streichen, da ich davor erst einmal ein normales fünf jähriges reguläres Physik beziehungsweise Mathematikstudium hinter mich bringen müsste…. Um ehrlich zu sein wären diese fünf Jahre mein Tod. Dann lieber Medizin :D

Den Traum vom Szenenbild hat mir mein Praktikum leider ein wenig verhagelt. Dieser Job hängt leider sehr von anderen Menschen ab. Sehr, sehr unschön.

Am liebsten würde ich natürlich in Berlin studieren. Berlin ist genial kulturell als auch menschlich… Zudem ist es groß genug, denn kleiner als München groß ist könnte ich nicht wohnen. Das wären mir  wieder rum zu wenig Menschen und zu wenig Platz trotz meiner Abneigung gegen Mneschen. Versteh das einer… Nur sind Lüneburg oder eben Hildesheim ebenso sehr gute Unisversitäten, wobei ich mir immer wieder denke: Was soll ich in Hildesheim?! oder Lüneburg?!

Falls ich im Studium feststelle, dass das doch nichts für mich ist kann ich in Berlin noch locker, gemütlich wechseln. Ich denke es wird für den Bachlor Berlin und für den Master? Vielleicht sogar Montréal? Ein Auslandssemster wollte ich mir nämlich auch noch geben.

Und zu guter letzt suche ich gerade eien Abnehmer für meine Briefmarkensammlung. Also falls jemand interesse hat, der altertümliche Sammler hat mich nach dreizigsekunden wieder hinausgeschmissen ohne sich auch nur zu verabschieden. Für meine Bücher gibt es mittlerweile das Internet. Wunderbar… Da verbrauche ich endlich mal unsere gesamten leeren Umzugskartons, die wimmern schon seit Jahren weil sie nichts zu tun haben.

Darüber hinaus suche ich gerade einen Aushilfe beziehungsweise Teilzeitjob, natürlich gerne im Buchhandel… Glaubt mal ja nicht, dass die Angebote (den Buchhandeltraum habe ich mittlerweile aufgeben) mir hier ins Haus flattern. Die einzige Rettung wäre jetzt noch der Bäcker. Ausgerechnet ein Bäcker… Nun ja, No risk no fun.

Wie gestaltet ihr den Sommer?

 

Ich werde langsam wahnsinnig vor lauter Liebe…

So meine Liebe Outofjointließ einfach :D Ich sage nur 10 Stunden Bahnfahrt zwischen lauter betrunkenen Deutschlandfans, mit nur drei Stunden Schlaf… Viel Spaß!

Was denkst du bei wie vielen dieser „Würdest du eher …“-Entscheidungen man im wahren Leben doch anders entscheiden würde als man es bei einem Online-Quiz tut?

Zu 99% tatsächlich nein würde ich nicht. Da meine Veranlagungen in der Implusivität und auf der Ehrlichkeit beruhen fallen mir solche oft Nichtigen-Entscheidungen sehr leicht. Geht es um Essen, bin biologisch und ethisch eh eingeschränkt und geht es um Action bevorzuge ich dass worauf ich lust habe, aber nicht Todesangst empfinden würde… Da ist mein Selbsterhaltungstrieb zu groß.

Ein Beispiel gefällig? Wir mussten mal geschlossen als gesamte Klasse an einem sogennanten GESA-Test teilnehmen zur Berufsfindung nach unserem Abschluss. Dieser Test war für 90 Minuten angesetzt und obwohl ich ähnlich lange bei den Intelligenz sowie Allgemein Fragen wie die Anderen brauchte, war ich nach gut 60 Minuten fertig.

Der Grund war der persönliche Präferenzen- Block…  Wünsche, Fähigkeiten, Selbsteinschätzung, Referenzen all das wurde abgefragt und zu jeder Frage wusste ich binnen Sekunden eine Antwort.

Ich weiss, dass ich nicht mit Menschen umgehen kann also fällt alles soziale weg, ebenso sind Zahlen nicht unbedingt meine besten Freunde mit denen ich den Rest meines Lebens teilen möchte genauso verhält es sich mit Duftstoffen.

So lässt sich das ziemlich leicht übertragen… Wozu Eiscreme in einer Churro-Schale essen, wenn ich erstens keine Churros mag und zweiten ich dafür Aubgerinen Pakohra bekommen würde!

Ich hätte auch lieber große Ohren, als eine lange Nase. Die Ohren könnte man zusammen binden, ich könnte besser höen und vielleicht sogar damit fliegen…

Kurz um ich übertrage Would you rather Fragen immer in die Realität, weshalb ich in der Realität auc nicht anders antworten würde.

Was hältst du von Networking? Sinnvoll, hilfreich, unterhaltsam oder anstrengend, fake und nutzlos?

Schaut man sich die Mencheitgeschichte so and fäll auf dass es so einige Verbände oder Netzwerk gab angefangen im 2.600.000 v. Chr in der Altseinzeit, als es verschiedene Ansammmlungen von Menschenrudeln exestierten, die zusammen jagten und sammelten. Zusammenarbeit sicherte damals das Überleben. Im Laufe der Geschichte etablierten sich Netzwerke, als Gruppierungen, Verbände, Orden, Gilden oder weiteren Stämmen… aus religiösen, ethischen oder etwaigen anderen Gründen. Beispielweise die genannten Beispiele (ich habe versucht wirklich jede geschichtliche Periode abzudecken plus jeweile Kontinente, die Aufzählung ist also etwas länger gworden. Entschuldigt, aber dass habt ihr davon wenn die Besitzerin des Blogs gerade mehrere geschichts Referate sowie Hausarbeiten hinter sich hat. Wer sich dies nicht antuen möchte; einfach überspringen)

Also beginnen wir… mit Echnaton, der damals im alten Äghypten die bis dato vereehrten Götter abschffte und mit der Verehrung Atons den Monotheismus angestrebt. Hat ihm allerdings nicht wirklich viel genützt, denn die Bevölkerung war von dem plötzlichen religösen Umschwung nicht wirklich amüsiert… sein Tod ist bis heute ungeklärt.

Krieg zwischen Athen und Sparta… Diese Odysee muss ich jetzt nicht wirklich kriegerisch erläutern oder? Kurz zusammen gefasst: Athener sahen ich selbst als Denker, die Spartaner als Krieger und wenn unterschiedlche Ideologien innerhalb eines engen Raumes aneinander geraten kracht es gerne einmal, vor allem wenn beide führende Staatsmächte sind und expandieren wollen…

Römer und… der Rest? Hat bis ins Jahr 480 n. Chr ganz gut funktioniert bis die Mischung aus Dekadenz und Germanen die römische Verwaltung sowie schier endlose Infrastrukturennetz der Kolonien mal ein wenig dezimierten beziehungsweise dem Erdbodengleichmachten…

Ähnlich wie Sparte und Athen sich bekriegten, war es dank Mohammed irgendwann Medina und Mekka.

Die Tempelritter, das Beispiel für eine funktionierende Allianz aller erste Güte. Immerhin er vereinigte Mönche sowie Ritter unter einem Dach und das knapp 200 Jahre lang. Mit der Hilfe Gottes konnten die jeweiligen Eliteeinheiten tun lassen was ihnen gefällt, solange es nicht gegen das Wort des Papstes oder eine der 72 Ordensregeln verstieß. Ein kriegerisches Netzwerk um die wehrlosen Pilger zu schützen, um dann irgendwann sämtliche Osmanen abzuschlachten.

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Das (war) das Spiel. Keine will so wirklich nach Hause. Keiner will sich verabschieden…

Oder doch? Mögt ihr Silvester, haut hier wirklich rein mit der 1000er Peking Ente die in 30 Sekunden die Schmerzgrenze erreicht oder seid ihr mehr so die gemäßigte Fraktion? Ich gehöre definitiv zu den letzteren. Trotz allem sind die bunten Lichter an Himmel ganz hübsch anzusehen. Wie auch immer. Ich habe das Gefühl, dass diese 356 Tage irgendwie sehr schnell vorbei gegangen sind… Schneller als letztes Jahr, aber ich vermute, dass sagen alle und das sagt jeder jedes Jahr. Feststeht ich habe dieses Jahr wirklich viel, viel mehr erlebt als die letzen Jahre, obwohl ich mir (fast) nichts vorgenommen hatte. Lediglich den Stress dezimieren und gesund werden… Große Aufgaben, die ich zumindest irgendwie ein wenig erledigt habe. An manchen Tagen und dann auch meist nicht alleine sondern mit Unterstützung von meiner beste Freundin, Mitbewohner, meiner ehemaligen immer noch völlig verkorksten, lustigen Klasse und euch….

Ich habe Ofengemüse lieben gelernt, insbesondere alle Kürbis- sowie Süßkartoffelsorten, doch auch außer europäische Lebensmittel wie Natto-BohnenMoschis oder Kimichi durften sich meinem Darm erfreuen. Selbst Tropenfrüchte durften in meine heimische Obstschale einziehen. Mitte des Jahres gab es Cherimoya und heute gab es im Großmarkt sogar eine Kiwano im Angebot. Mal schauen wann ich die verputze, vermutlich morgen. Für euch: Cherimoya ist nicht meins. Zu schleimig, hart und pfefferartig. Ganz, ganz eigen… Ebenso wie das perfekte Pizzarezept. Das einzig wirkliche Rezept was ich dieses Jahr genießbar nachgekocht habe, ohne Hilfe.

Im Verlauf des Jahres kamen, natürlich trotzdem weitere Vorsätze oder Ziele hinzu wie beispielsweise unsere Tür mit Tafelfarbe bestreichen, meinen neuen Netflix-Account voll auszukosten, eine weitere Fahrradtour machen, noch einmal verreisen, einen erneuten Versuch des genießbaren Kochens zu starten, mein Schreibprojekt fortführen, meine kreative Ader zu nutzen, eine Studiumsidee finden und sich somit schon einmal eine Universität aussuchen, mein Zimmer entrümpeln und viele Dinge davon loswerden plus mich für ein Praktika bewerben. Was soll ich sagen? Alles außer einen Punkt habe ich vollstens erfüllt. Die Flohmarktsaison war leider schon vorbei, zudem hatte ich kaum Zeit in den letzen Wochen des Jahres.

Die Tür wurde zwar nur eine Holzplatte, die nun als WG Tafel fungiert, mein Netflix-Account kam beim Wichteln erst richtig zum Einsatz, doch mein Schreibprojekt wurde nicht nur weitergeführt sondern ausgebaut. An dieser Stelle würde ich mal kurz eine Werbepause einschieben.

Mittlerweile ist meine Geschichte in drei Teilen erschienen und was soll ich sagen, ich muss noch verdammt viel lernen Schreibtechnisch, aber ein Loch in den Bauch habe ich mich trotzdem gefreut.

Zum Punkt Studium habe ich auf jedenfalls eine Ahnung was ich schon einmal nicht will… Doch was ich will ist mir immer noch nicht völlig klar. Es gibt unglaublich viele interessante Möglichkeiten. Die Qual der Wahl…

Dank meines Praktikums ist mir bewusst geworden, dass ich mich nicht als Szenenaustatterin bewerben werde. Film ist sicherlich ein super Studium, aber leider war meine Filmcrew menschlich unterirdisch. Die einzig freundlichen Menschen waren wohl die anderen Praktikanten die ebenso wie Dreck behandelt worden sind. Wir konnten noch nicht einmal Kaffe kochen, da die Crew einen Luxus Catering Wagen hatte.

So weiter geht’s im internationalen Bereich… Wie sah das weltliche Jahr 2015 aus? Krisenjahr oder doch mehr das Schlaraffenland? Ehrlich gesagt… Ich plädiere für das Krisenjahr.

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A, B, C, D von ihnen gibt es so viele

Langsam macht mir das wirklich Angst, es ging alles vor gut nem Jahr an mit den Praktikumsbewerbungen. „Ihr solltet diese Chance durchaus nutzen, für die Zukunft“ O-Ton des Lehrers (Ich bin mir sicher er muss das sagen, sein Gesicht sah eher so aus: Entscheidet euch schnell schreibt die Bewerbungen, damit wir das bescheidene Thema abhacken können).
Ich hatte zwar schon ein paar Pläne, aber die habe ich gezwungener Maaßen doch wieder über den Haufen geworfen, rechts rüber und noch nicht mal hinterher geguckt. Und dann dieses Jahr in 3 verschiedenen Fächern wird man plötzlich bombadiert mit der Frage: Weißt du schon was du machen möchtest; nach dem Abi! (Das die sich so sicher sind, dass man bis dahin nicht schreiend weg gelaufen ist, ist ein Wunder….) Meine Antwort: Klar… und schwups wünschten sie hätten nie gefragt. In Wahrheit sieht das eher anders aus… Ich liebe zwar Pläne und man kann immer wieder neue machen oder verwerfen, aber woher soll ich wissen was ich in 10 Jahren machen will oder halt eben nicht! Vielleicht finde ich ja heraus das ich ein Alien bin! (Wäre die Erklärung schlecht hin) Ich finde es persönlich relativ dämlich, dass sie diese Frage stellen… Keiner würde den Herren Pädagogen doch Ernsthaft verklickern, was sie sich Wünschen und was ihre Sorgen sind! Bis zum Abi ist es doch noch ne Weile hin! Und überhaupt, warum fragen sie uns das wenn gerade unser Hirn am umbauen ist! Es macht kein Sinn, außer dass man sich die nächsten Stunden über die Fragen Wie? Wo? Was? Wann? und vor allem über WARUM? den Kopf zerbricht.
Mein Plan ist deshalb immer: Sei planlos passt schon; irgendwie……
Und wenn Plan A nich hinhaut gibt es noch insgesamt 25 andere Bustaben und wenn die nicht reichen, die Umlaute und zur Not auch noch Kyrillisch, Griechisch, Arabisch etc…..