Winter

13. Türchen:

7. “Ich würde ihnen gerne die Vorschriften zitieren, aber ich weiß, Sie werden das alles ignorieren.“ -Star Trek XI/ Teil 2

Wahrnehmen ist in dieser Welt übrigens das Stichwort, zumindest seit der Jahrtausendwende. Seit dem Unfall des Gen-Konzerns Phyton gab es so einiges was man zwar nicht sehen oder hören konnte, dafür aber wahrnehmen, durch die unterschiedlichsten siebten Sinnen oder Auswüchse. Giftgasexplosionen mit anschließender Flucht von künstlich hochgezüchteten humanoiden Wesen war nicht zu unterschätzen. Zumal sich humanoide Wesen gerne mit Homo sapiens paarten. Heraus kamen Hybriden, die sich von ihren Sapiens Verwandten äußerlich kaum unterschieden, außer durch ihre hin und wieder auftretenden minimalen Besonderheiten. Von voll und ganz ausgenutzter Hirnkapazität bis hin zu Menschen mit fledermausähnlichen Ultraschallfähigkeiten war vermutlich alles dabei. So genau konnte das allerdings niemand beweisen, weder Konzerne noch die Regierung… Eine genaue Beweisführung existiert bis heute nicht, weshalb die Betroffenen entweder verjagt wurden, in jungen oder weniger jungen Jahren in der Verbrennungsanlage zur Stromerzeugung endeten oder zur Gattung gehörten, die begann gegen das bestehende  System Widerstand zu leisten. Zu dieser Gattung gehöre ich übrigens auch. Kleiner Prozentsatz mit großem Potential.

Denn nachdem der Skandal der gesamten Nation bewusst wurde rüsteten sie nach und zwar mit denelben humanoiden Wesen wie unsere Elternteile es gewesen waren, nur mit dem Unterschied, dass diese komplett auf die Bedürfnisse sowie Wünsche der Zivilbevölkerung geeicht waren. Bloße Sklaven ohne jeglichen Charakter. Zugeben einen Vorteil hatte ihre Daseinsform, sie bekamen all dies was ich niemals bekommen hatte. Aufmerksamkeit, Bildung, Geborgenheit, ein Dach über dem Kopf, eben all diese süßen Versuchungen. Gut, das Dach hatte zwar existiert nur war es eher weniger dicht gewesen und sobald der Frühjahrsregen einsetze musste ich nachts zusehen, dass ich nicht im Schlaf ertrank.

Sie sollten sogar so etwas wie Privatsphäre besitzen, ich dagegen ließ mich zwar gerne hin und wieder beschatten aber dieses „gläsern“ sein sobald man irgendwie in die Gesellschaft eintrat war mir schon immer gehörig gegen die Schuppen gegangen. Zumindest gab es etwas Abhilfe, besonders mit speziellen Algorithmen wurde ich sehr schnell, sehr unsichtbar. Was das ganze perfekt abrundet ist, sich kein „Handheld“ anzueignen… Diese kleinen TouchPads waren nicht nur dein bester Freund wie von der Werbung suggeriert sondern ebenfalls Freund der Regierung. Dieses Ding zeichnete alles auf was man ihm bewusst oder unbewusst zu fressen gab: Kaufverhalten, sämtliche physische sowie psychische Daten über dich und beim Benutzen der Kamera deine Einrichtung. Innerhalb seines Lebens bekam man eigens eine extra Akte nur für sich angelegt. Von dem Moment des Erstkontakt des „Handheld“ bis zum letzen Atemzug, denn schließlich konnte dieses kleine Wunderwerk der Technik im Alter als Schrittmacher dienen. Ob diese Menschen dann freiwillig ins Gras gebissen haben kann ich bis heute leider nicht nachweisen. Die Spuren werden nach Ableben sofort unwiderruflich verschlüsselt, gesichert und verstreut. Selbst ich mit meinen recht flinken Fingern kam diesem Mechanismus nicht mehr hinterher.

Im Moment kam ich kaum auch nur irgendetwas hinterher. Erst recht nicht meiner herrlichen, glorreich miefenden Zukunft. Doch hatte ich schon immer Paradoxien geliebt, weshalb ich überhaupt auf diesen sicheren Weg gestoßen war. Schließlich braucht ein Undertaker wie ich neben überleben eben eine Freizeitbeschäftigung, die ähnlich die der normalen Bewohner dieses Landes vergleichbar wäre. Zweckmäßig durchforstete ich deshalb regelmäßig die Arbeitsanzeigen in unseren lokalen Datenträgern. Denen, die ich jetzt folgte war besonders kryptisch gewesen.

Auf den ersten Blick hatte es wie eine Anzeige für die Beschäftigung einer Mechatronikerin eines Robotorsekretärs ausgesehen, doch für ein Wesen mit solch geübten Augen wie mich hatte dieses Inserat einige Schwächen wie beispielsweise diese Doppelschicht… Dieses Angebot hatte zwei übereinander liegende Ebenen. Mir war es nur durch eine winzige Unregelmäßigkeit im Quellcode aufgefallen. Einmal die original Datenmenge ausgegraben, sah es mit der Arbeitsstelle schon ganz anders aus: Kost und Logie frei, Sperrstundenausweis dazu 500 Bitcoins Taschengeld pro Monat. Als Gegenleistung sollte man lediglich einige Datentransfere betreuen. Selbstverständlich rund um die Uhr. Fast schon zu rosig sah die gesamte Sache aus. Nur war ich im Moment nicht wirklich in der Situation irgendwelche Ansprüche zu erheben. Darüber hinaus, falls es eine Falle der Regierung sein würde, könnte ich mich immer noch wimpernklimpernd als kleines Mädchen mitten in der Reifezeit ausgeben. Datentransfere waren in unserer heutigen Zeit doch völlig der Norm entsprechend… und dieses rund um die Uhr ebenso, Server konnten schließlich jeder Zeit zusammenbrechen unter solcher Last. Die Doppelschicht könnte ich ja durch wildes Herumklicken umgangen haben oder durch eine über die Tastatur laufende Ratte.

Den verschieden farbigen Linien folgend bestritt ich jetzt schon die zehnte Route in meinem neuen  nun folgendem Lotterleben. Die letzen neun waren eine Gleichung gen null gewesen. Zu eigensinnig, zu primitiv, zu eigenbrötlerisch war ich betitelt worden… Dies hieß in meiner Sprache: zu vorbestraft.

Schon in einem von 198 Slums als Drag eingestuft zu werden sahen nicht viele gern. Wobei ihre Datenbank mein restliches Leben gar nicht kannte. Niemand außer mir selbst wusste wer ich wirklich war und selbst ich hatte schon einige Probleme mit der Identitätenzuordnung gehabt, was zeitweilig zu einigen Komplikationen geführt hatte. Meine unfreiwillige Auszeit war nur eine der damaligen Konsequenz gewesen. 190 Identitäten zu verwalten war eben kein Zuckerschlecken. Erst dann nicht, wenn zwischen diesen über tausende von Ecken, Sicherheitsmaßnahmen und Mittelsmänner lagen. Ich war sozusagen eine Art moderne Puppenspielerin. Es wurde Zeit, dass nach all den Jahren eine neue Lebensweise ans Tageslicht gelangte. Adé Agneta Kinnon – willkommen Lilith Zeller. Mein bescheidenes Ich-selbst, zumindest mein 5- jähriges Ich-Selbst in der Zeit in dem Computer oder Spyware noch Fremdwörter für mich darstellten. Vielleicht bewirkte die Unkreativität meinerseits etwas in den Gehirnzellen meines Gesprächspartners… Wieso nicht einmal mit etwas offeneren Karten spielen? Ich konnte es mir zwar nicht leisten zu verlieren, doch half die 191ste Identität nicht gerade dabei. Jedes Mal einen neuen Pass zu beantragen hieß erneut lügen, bestechen sowie alte Beziehungen aufwärmen und für all dies außer fürs Lügen fehlte mir schlichtweg das Geld und die Nerven. Man könnte meinen das staatliche Kapital für Resozialisierte könnte saftig ausfallen, aber 800 Bit-Coins zeigen eher das Gegenteil. Zudem war ich es leid jedesmal ein anderes zuckersüßes Püppchen zu spielen, welches stumm ertrug wie blöde Säcke sich an ihrem Arsch nicht satt sehen konnten. Prostitution war in den meisten Slums seit Jahren verboten worden, aber wie es die biochemische Zusammensetzung des Menschen so wollte waren die Verbote eher ein netter Ratschlag. Zwar versuchte der Rat mit regelmäßigen Datenkriegen dem ein Ende zu setzen, nur waren die Attacken machtlos. Zumindest jenseits des zweiten Sektors und unter uns, für so manches Entgeld ließ man sich auch gerne ins Zentrum der Reichen und Schönen schmuggeln…

12. Türchen:

7. “Ich würde ihnen gerne die Vorschriften zitieren, aber ich weiß, Sie werden das alles ignorieren.“ -Star Trek XI/ Teil 1

Angespannt trat ich in die grelle Außenwelt hinaus. Hinaus aus dem Schutz des Untergrundes und hinein in die urbane Hässlichkeit des dritten Ringes. Freiheit hin oder her, warum musste meine letzte Chance ausgerechnet sinnbildlich an der Endstation des sozialen Gefüges liegen? Eindeutiger konnte das verfluchte Leben einem auch nicht in den Hintern treten. Aber ich würde meinen Stolz nicht verlieren, selbst hier nicht; in einem Meer aus Müll, alten Leuchtreklamen deren blitzende Kabel in die Gegend stachen und unglaublich viel zersplittertem Glas. Woher das stammte blieb mir ein Rätsel, selbst durch die extra geschliffenen Gläser meiner Maske war es mir nicht möglich irgendwelche Fenster oder Gebäude in Reichweite auszumachen… Das Einzige was vor mir lag war ein sich schier endlos erstreckender Sektorenplatz, der nach römischen Vorbild erbaut worden war. Nun ein römisches Meer aus Müll. Wie lautete noch gleich das Sprichwort mare nostrum? Was wohl „unser Müll“ auf Latein hieß… Die reale Deponie lag zumindest nach offiziellem Plan auf der gegenüberliegenden Seite des Ringes. „Offiziell“ war heutzutage allerdings zu einem sehr dehnbaren Begriff geworden, ebenso wie „legal“ oder „Freundschaft“. Gewundert hätte es mich jedenfalls nicht, wenn unsere Regierung sich spontan dazu entschieden hätte, der Deponie einen kleinen Außenposten zukommen zu lassen, als Präsent für was-auch-immer. Der Vorteil in dieser Region war zumindest, dass es niemanden ernsthaft störte. Viel mehr begrüßten es wohl manche Einwohner, denn neben möglichen erst halb vergammelten Rationen existierten ebenso vielleicht noch nicht vollkommen zerstörte Ausrüstungsgegenstände. Eine Reparatur war meist langwieriger als ein Neukauf, doch sparte es erhebliche finanzielle Belastungen und wie bereits erwähnt legal war mittlerweile relativ. Um ehrlich zu sein schuldete selbst ich solchen Bergen den einen oder anderen Dank, besonders in der nahen Vergangenheit, nach meiner Entlassung um genauer zu werden, waren sie meine Hauptanlaufspunkte gewesen. Durch sie war es mir überhaupt erst möglich mich wieder halbwegs auszurüsten. Man würde meinen, dass staatliche Haftanstalten sich vor Bürokratie kaum retten konnten nur war das wohl in einem anderen Jahrhundert gewesen, denn all meine Sachen waren innerhalb meiner Bedenkzeit entweder eiskalt verschlampt oder geklaut worden. Schadensersatz war übrigens ein Wort, dass quasi auf der roten-Liste der heimischen Linguistik stand. Zwar bekamst du als recht gutbetuchter Bewohner des oberen zweiten Ringes Versicherungen für solche Fälle vorgezeigt, nur deckten die nur ein Bruchteil des Gesamten ab. Wirklichen Schadenersatz bekamst du nur indem du deinem Schädiger ein Auge ausstachst oder ihm etwas anderes klautest. Mittlerweile gab es sogar gewisse feige Menschen, die andere Menschen damit beauftragten für sie selbst diese Drecksarbeit zu erledigen. Solche Menschen waren für mich ein einziges Rätsel. Beauftragten andere Menschen mit Ihren Problemen und gingen darüber hinaus sogar noch das Risiko ein dabei erwischt zu werden. Schlaue Menschen oder Auftragnehmer machten regelmäßige Backups der Kunden, denn solche Informationen lassen sich hervorragend als Kreditkarte für den zweiten Bankautomaten nutzen. Kritisch wird es dann allerdings wenn man zu viel wusste… Zumal ich mir nichts vormachen sollte, im zweiten Ring war ich selten gewesen, Höchstens um meine damaligen schon stinkreichen Mitschüler zu ähm.. nennen wir es von ihrem überflüssigen Kram zu befreien. Unter uns, sie stanken wirklich und zwar anders als wir, statt Müll und Brackwasser nach künstlich-chemischen Himbeeren oder noch schlimmer nach Zuckerwatte. Das Zeug bekamst du selbst mit dem guten Kaffeesatz nicht mehr aus deiner Nase.

Missmutig werdend von den eigens ins Bewusstsein zurückgerufenen Erinnerungen durchwühlte meine Hand abwesend die abgegriffene Patchwork-Leder-Imitation. Ich glaubte zumindest, dass es Leder imitieren sollte, möglicherweise war es sogar „echtes“ Leder. Das würde die fehlenden madenähnlichen Würmer erklären, die sonst an allem halb verbrauchten hingen und schmatzen, alles zersetzten was sich nicht mit Feuer und Haaren retten konnte. Diese konnte man, hatten sie sich erst einmal in etwas verbissen, nicht wie normale Maden abzupfen, auch vielen sie nicht wie Egel herunter. Nein, um sie loszuwerden musste man sie ausbrennen, am besten funktionierten Zigaretten, schön gefüllt mit beißendem japanischen Tabak. Radioaktivität bewirkte Wunder. Nur war ihre Abstinenz damals ein Zeichen für mich gewesen. Wie auch immer, damals unbezahlbar -heute kaum noch einen Cent wert. Wenn man eben zuviel wusste würde man in Zukunft dazu gezwungen werden eben auf solche Müllversammlungen zurück zu greifen. Schließlich konnten selbst zwei Kreditkarten überzogen werden oder gesperrt – für immer und ewig. Glücklicherweise fanden gewisse Dinge sich von ganz allein ohne dass ich etwas großartiges tun musste, außer ein wenig nachhelfen. Eben dieses Nachhelfen hatte mich wohl in die verflixte Kreditkartensituation gebracht. Heute nun, einige Jahre später rettete es mir mein Leben. Ich hatte nicht nur die noch halb funktionierende Gasmaske aus einem vollständig abgefackelten Herd herausgezogen sondern auch noch genießbare Essensrationen sowie meinen von dort an treusten Weggefährten –  meinen völlig analogen Stadtplan.

Zugegeben am Anfang war es recht knifflig mit diesem unhandlichen Fetzen Papier zu gehen und dabei nicht aufzufallen, aber nach einigen Stunden wurde das Einordnen diverser Punkt für mich wesentlich leichter als vorher. Grün stand für einwandfreie Schlafplätze, gelb für mögliche Schlafplätze die allerdings nur mit großer Vorsicht zu genießen waren. Lilafarbene Markierungen standen für verschiedene Versorgungstellen wie Müllberge oder Container und blau war mein heutiger Weg. So neu und rein, das es fast schon wieder stank… natürlich nach Brackwasser und nicht nach Zuckerwatte. Das einzig Positive bis jetzt.

Hier draußen scherte es offensichtlich niemanden. In Anbetracht dessen, dass niemand hier war erschien mir dies als eine relativ einfache Tatsache. Hatte ich gesagt niemand? Nachdem ich die dritte Ecke passiert hatte bemerkte ich eine Art zusammengesetzter Unterschlupf aus unterschiedlichsten Materialen was zur Folge hatte, dass dieses Gebilde mehr nach einem Fliegenpilz als nach einem Heim aussah. Beim Passieren im gebührenden Abstand stellte ich allerdings fest, dass offenbar niemand dieses Bretter-Metall Kunstwerk zu bewohnen schien, laut nun lesbarem Aushang war dies offensichtlich ein Laden, der die wundervollsten Dinge anpries. Durch die bunt anmutenden Flecken neugierig geworden, signalisierte ich per Pupillenbewegung, dass sich mein Sichtfeld doch bitte so vergrößern sollte, dass die Beschriftungen zu erkennen waren: Mohrenköple, Stangeneier, Adukibohnen sowie Fensterblätter wobei ich mir sicher war, dass keine dieser Lebensmittel tatsächlich unter seiner Theke lauerten. Vielmehr waren es entweder Riegel mit den jeweiligen Zusatzstoffen oder passend bemalte Heimware. Original organische Lebensmittel zu finden, insbesondere hier draußen, war schlichtweg unmöglich und damit meine ich wirklich unmöglich. Selbst für den gerissensten aller Jäger war es hier draußen aussichtslos. Was hier regierte waren Rationen und selbst dann nur in toten Briefkästen oder im Inneren von unappetitlichem. Neben dem Eingangstor entdeckte ich nun auch noch eine abgelegte Maske, aber mit eingerissenem Riemen, also nutzlos… Für den Besitzer wohl ebenso. Entweder er hatte bereits eine neue oder ihm waren Kiemen gewachsen mit denen er die Luft filtern konnte. Ich hoffte auf letzteres, denn ohne Maske konnte er mich nicht war genommen haben und Unauffälligkeit war hier trotz offensichtlicher Menschenleere ratsam… Menschen waren nicht die vertretene Hauptrasse…

Mixtape der körperlichen Ertüchtigung

Zugegeben der Titel ist grausig, aber ein besseres Synonym für Sport in dieser kalten, ungemütlichen Tagen fiel mir einfach nicht ein. Regen und Wasser von oben wohin man nur schaut und morgens eine Glätte… Ich musste heute gleich fünf Fahrradfahrern helfen sich wieder in die Senkrechte zu begeben. Der Trend des Streuens bleibt dieses Jahr wohl irgendwie out? Zurück zur Überschrift, mir ist da noch etwas unerhörteres eingefallen wie Leibeserziehung… Was sich so herrlich leicht im Sommer mal eben von der Stange brechen lässt, braucht im Winter gefühlt doppelt so lange. Geht zumindest mir so, und da dachte ich mir eben warum euch nicht helfen. Die das Selbe Problem haben dürfen sich jetzt freuen, Abhilfe geschaffen damit schafft ihr alles und jeden. Für die Kuschelfreunde unter euch lehnt euch zurück und dreht aber die Anlage mit ganz auf. Sonst ist es einfach nicht das Selbe. Ich empfehle Ohropax

 

Hier ersteinmal etwas zum Wach werden, vor allem für diejenigen die nicht allzu viel Testosteron produzieren:

 

 

Falls das immer noch nicht reicht, bitte nun sämtliche Trainingsszenen von Rocky vor dem inneren Auge aufführen dann wird das schon. Ich kann besonders den Baumstamm empfehlen, im Schnee und für die ganz Fitten unter euch den Gletscher hoch:

Zum wahren Einstieg, gibt es jetzt erst einmal eine kleine Homage an Charlie und Wonka und an ihre Helfershelfer:

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Unendliche Sonne…

Ich hatte hier und auch mal hier ganz am Anfang meiner geplanten Grafitti-karriere Wildystyle ausprobiert. Damals eher mit mäßigem Erfolg, aber vor einem halben Jahr habe ich es noch einmal versuchte. Die Hoffnung stirbt schließlich als letztes. Inspiriert von Fisek began ich nun zu zeichnen an. Nur kam ich nicht so wirklich auf einen grünen Zweig. Der Schwierigkeitsgrad lag immens hoch wie mein Anspruch an mich selbst. Ergo, Anspruch zurückschrauben auch wenn es schwer viel.Ich wollte zumindest irgendetwas schaffen. Eine Vorstellung von den Buchstaben hatte ich schon, die ungefähre Form auch. Aber wie verband ich diese entfremdeten Schriftzeichen? Letztendlich entdeckte ich aber dope87. Dope87 mein Retter. Mit seiner Schrift konnte ich etwas anfangen. Mehr noch, ich mocht sie viel, viel mehr. Ich konnte mich besser in die Formen eindenken und die Verbindungen der einzelnen Buchstaben waren ebenfalls mehr mein Stil. Schnell war ein Wort gefunden. Es sollte bloß nicht zu lang werden, dass würde wieder meine Anfängergene schon wieder überfordern. Drei Letters sollten ersteinmal genügen. So kam ich auf den Namen: Sol. Lateinisch für Sonne.

Die Verbindungsstellen der Drei waren aber immer noch fraglich. Wie bekam man diese Formen hin? Ich suchte, probierte, radierte, bekam Tobsuchtsanfälle, aber ich fand keine Lösung. Nichts gefiel mir vor allem passte nichts zueinander. Alles war eine Katastrophe, bis mir meine Hose half. Ja, richtig gelesen. Ich entdeckte nämlich, dass der Gürtel meiner Jeans auf meiner Haut am Bund diese weniger schönen Abdrücke hinterlassen hatte. Jedoch repräsentierten diese Abdrücke genau die Formen die ich brauchte. Manche mahlte ich direkt ab andere Formen holte ich mir noch aus einer anderen Formenquelle: Platinen. Glaubt aber ja nicht, dass ich das sofort aufmalen konnte, bis diese Endversion fertig war dauerte es Tage. Ich pauste durch, zeichnete sauberer, änderte immer wieder einzelne Linien, pauste noch mehr durch.

Heilige Mutter Sonne!

Heilige Mutter Sonne!

Ganz zum Schluss änderte ich wiederholt den Schriftzug um es dem T-Shirtdrucker zu erleichtern, denn das Motiv sollte auch noch gedruckt werden und das Motiv oben war definitiv viel zu kompliziert dafür.

T-Shirt Version

Ende gut, Platinen gut…

Eisland…

Dahin solls gehen

Dahin solls gehen

Ich muss sagen meine schönste Reise, in meinem Verhältnis mäßig jungen Leben, war Island. Wer jetzt staunt, ja ich wollte selber in den Norden und zwar in den Sommerferien. Die einzige Jahreszeit wo es in meiner Heimatstadt nicht regnet und vielleicht die Sonne scheint. Auf das Ziel bin ich durch meinen Klassenlehrer gekommen, er war schon ein paar mal da und schwärmte von den schönen Landschaften. Da dachte ich mir dass will ich auch sehen. Ich habe meine Eltern ein halbes Jahr madig gemacht damit sie die Reise buchen, ich habe sogar gesagt notfalls würde ich meinen Anteil selber zahlen. Hauptsache wir fliegen dahin und siehe da nachdem wir die verse Reisekataloge durch geblättert hatten, war es entschieden. Mein Vater und ich sollten Fliegen. Nur eine weitere große Frage war, wohin? Die Insel war groß und ich wollte so viel wie möglich sehen. Nach langem hin und her haben wir uns dann für eine Busrundreise entschieden  in 10 Tagen einmal um die ganze Insel. Was für ein Abenteuer… Doch desto näher der Abflugtag kam, je nervöser wurde ich… Der Flug ging nur über den Ozean und die Maschine war sicherlich klein und die ganzen Vulkane dort. Eigentlich nicht besonders Touri freundlich, aber ich habe manchmal leider mehr Mut als Hirn (und ich wollte da ja auch hin) und so flogen wir dann um 22:00Uhr los. (Es gibt nach Island fast nur Nachtflüge) Beim Anblick des Flugzeugs wurde mir dann noch schlechter, klein. dünn und nur 60 Plätze … Hilfe! Für fast 3,5 Std Flug, aber wir sind weder Abgestürzt noch in Turbulenzen geraten.

Wolken... Ich habe Hunger auf Zuckerwatte...

Wolken…
Ich habe Hunger auf Zuckerwatte…

Noch mehr Wolken.... Und kein Baum?

Noch mehr Wolken….
Und kein Baum?

Ein Wunder. Nach eine langen nacht mit Ankommen, Gepäck bekommen, richtige Reiseleiterin suchen und finden, plus zum Hotel fahren; ging es am nächsten Tag auch schon pünktlich um 8:00 Uhr  los….

Ein Ei? Seems like it.... ^^

Ein Ei?
Seems like it…. ^^

 

Eishöhlen

Der wunderschöne Sommer, endlich bist du da…..
Mann kann in den Park gehen, unendlich viel Eis essen, ins Freibad und endlich alle Fenster aufhaben, ist auch kein Problem. Noch dazu kann ich endlich meine alten schon völlig verstaubten Sommer T-Shirts herausholen… Der einzige Nachteil fast alle sind schwarz, dumm gelaufen. Was jetzt mit dem wunderschönen letzten Freien Tag anfangen? Erstmal mit dem Hund Gassi gehen, dass war so ziemlich die dümmste Idee von allen die ich je hatte. Meine Sweatjacke war nach 5min doch sehr überflüssig. Der Hund konnte auch nicht mehr nach einer kurzen Zeit und somit haben wir uns dann schnell in unsere dunkle kühle Wohnungshöhle verkrochen… Was jetzt tun? Eis essen? Schwimmen gehen? Oder doch Innenstadt? Die Antwort war sofort klar, noch ein Eis.
Nach 3 Kugeln ging es dann doch deutlich besser. Wobei der Weg von der kleinen Eisdiele um die Ecke, wieder zurück zu meiner Wohnhöhle dem Eis sehr viel abverlangte aber es war, Universum Sei Dank, noch einigermaßen fest, so schnell bin ich noch nie gesprintet da bin ich mir sicher. Aber Eis hält leider nicht lange kalt also dann erstmal unter die Dusche bei 10° Wasser. Man sollte mich Väterchen Frost nennen. Vielleicht sollte ich mir von der nächsten Sternschnuppe magische Kräfte wünschen, womit ich Schneestürme herbei wünschen könnte…
Draußen vor den Fenstern sieht man den Asphalt schmilzen und von innen hängen Eiszapfen von der Decke mit ganz viel flockigem Schnee und einem Iglu. Ja meine Wohnhöhle wird zu einer Eishöhle,man könnte sie auch nach unten vergrößern und zu einer Eisgrotte oder Höhlenlandschaft ausbauen. Fehlen nur noch die Frostdrachen und die Schneefüchse. Oder riesige gefrorene Wasserfälle auf denen man surfen könnte im Schnee bei -10°. Und es gäbe auch Eispflanzen mit riesigen Blüten in Blau und Weiß. Der Tagtraum schlecht ihn und siehe es funktioniert mir ist schon kälter. Ich glaube ich werde hier noch öfters in meine Eishöhle zurückkehren.