Venedig

Gefühl der Erinnerungen

Kennt ihr das, wenn ihr noch irgendwo alte Kartons findet mit selbst gemachten Kunstwerken, diese aber schon Jahre alt sind? Oder sogar noch aus eurer Kindheit?

Und kennt ihr dabei dieses Gefühl, dass dabei mit hoch kommt? Dieses Gefühl ist allerdings leider nicht mehr mit dem Hochgefühl von damals oder dem Stolz zu vergleichen. Konträrer könnten diese Gefühle nicht sein, denn in diesem Moment denkt man einfach nur Was ist das? Warum war ich damals, als ich es schuf darauf so versessen wie Bolle und Oskar zusammen? Die schönen Erinnerungen sind ja ganz nett, aber eigentlch können diese Dinge auch weg.

Genauso geht es mir jetzt gerade, bei diesem Anblick dieses Bildes hier. Ich hatte es nach meiner Venedigreise für meine beste Freundin gezeichnet und bin doch irgendwie froh, es ihr warum auch immer, nicht gegeben zu haben… Hilfe. Wildstyle will gelernt sein und dann auch noch 3-D. Yeah… Diese Farbenkombination. Himmel! :D

Früher...

Biennale, Tag 1

Endlich, hier der Beitrag. Eigentlich dachte ich ich hätte, ihn schon längst veröffentlicht, aber dank wordpress hat sich der Artikel weiter hinten versteckt und wurde nie als veröffentlicht angezeigt. Grmpf. Wie auch immer. Hier bitte schön:

Die Biennale, eine Architekturmesse, wenn nicht DIE Architekturmesse. Noch ist sie bis zum 11 November in Venedig und wir dachten wenn wie schon einmal da sind, dann müssen wir diese auch besichtigen, obwohl ich von Architektur keine Ahnung habe. Gut Christopher Wren oder Frank Lloyd Wright kenne ich dann wieder, aber ihr wisst was ich meine.

Aber selbst als Leihe habe ich das meiste Verstanden, denn das eigentliche Thema lautet fundamentals, das ist ein relativ offenes Thema. Und so wurde die Architektur, geepart mit der Geschichte oder der Politik des einzelnes Landes, in Szene gesetzt/ verbunden.

Vorweg: Ich schreibe nicht zu jedem Land einen riesigen Bericht, dass würde weiß Gott zu lange dauern, aber ich versuche so viel wie möglich hinein zu packen. Je nach dem wie viel es zu jedem Pavillon zu schreiben gibt. Also auf geht’s:

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italienischer Entspannungstag

Nach der gestern eher mäßigen Feierei, waren wir am darauf folgendem Tag unglaublich müde. Und das Aufstehen zog sich über Stunden hin, und keiner wollte zurück auf die Hauptinsel. Lieber Lido erkunden, das Wetter war auch nicht zu heiß und so sind wir mit dem Bus nach Alberoni gewackelt, was am anderen Ende des Eilandes liegt, das ist übrigens sehr lang. Am Ende der Schaukel- Juckel Partie wurden wir im Niemandsland ausgespuckt, vor uns ein hässsliches pfirsichorangefarbenes Häusschen das auf ein Naturschutzgebiet hinwies. Weit und Breit nur Sand, Binsen, Grass und ein paar Steine. Ein unscheinbarer Schmodder ehemals sicherlich Sandpfad führte zum verlassenen Naturstrand. Irgendwie war ich froh, dass der Hauptbadestrand immer geglättet und gesäubert wurde. Doch wer sich an purer Natur nicht stört, ihr also keinen perfekten Strand braucht (Nein dort liegen keine Müllberge, der einzige Müll war eine angeschwemmte Plastikflasche), der kann dort gerne Baden oder Muscheln sammeln gehen. Da dort keine allzu vielen Touristen oder Einheimische waren, sahen die Muscheln nicht als zu zertreten aus und einige hübschere Exemplare waren auch dabei. Der Strand hat sogar noch einen Heimatbonus, es sieht aus wie an der Nordsee sogar die frische Brise wehte.

Nach ein paar Stunden Entspannung und Kreuzworträtsel lösen ging es zurück in nach Alberoni und von da an liefen wir zurück, beziehungsweise es war irgendein Dorf zwischen Alberoni und unserem Ort. Genau 2.1 Kilometer laut Navi am Strand entlang, tatsächlich führte und das kleine Gerät zuverlässig nach Hause, ich hatte schon wieder lustige Horror-Szenarien im Kopf, dass wir erst drei Stunden später anglommen würde oder die dunkeln Vergessen Katakomben erkunden würden. Das Abenteuer blieb und erspart… Dafür kam uns auf halben weg ein zweiter Hulk entgegen. Ich kann ja verstehen warum die meisten Six-Pack Männer oder Jungs am Strand lauern (Eitelkeit, Urlaubsflirt usw.), aber der Typ war nicht auf flirten aus. Das war ein Shaolin- Mönch zumindest gefühlte 2.50 groß und naja Hulk nur ohne grün sondern braun gebrannt. Unsere Meinung, Hallo Anabolika.

Danach war auch ersteinmal Schluss mit Bewegung und es ging erst nach dem Abendessen wieder hinaus, diesmal aber nur zu einem kleinen Verdauungsspaziergang durch die andere Gassen auf der anderen Seite, dort ein riesigen Palazzo entdeckt der anscheinend ein ehemaliges Hotel war dich schließen musste. Es sah aus wie die Ultimative Kulisse für Phantom der Oper aus. Irgendwie ähnelte es dem Bahnhofsgebäude von Tours.

Ein sehr ruhiger Tag.

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Isola grande

Dritter Tag: Hauptinsel! Das Abenteuer kann Beginnen.

Da ich unbedingt den totalen Touri spielen wollte, sind wir heute mit dem Vaproretto in Richtung Hauptinsel, also Markusplatz, Dogenpalast etc. gefahren. (Natürlich brav mit dem Handy und der Kamera unterwegs). Ab der Haltestelle Biennale wurde es auch schon schlauschig und man hatte das Gefühl ein Huhn auf einem nicht Biohof Stufe 3 zu leben.

Das Gruppenkuscheln dauerte noch bis zur Rioalto Brücke, dort stiegen wir dann aus. Nach kurzer Stadtplantauscherei und vor allem ersteinmal großer Suche wo Norden sei, ging es dann als erstes Richtung Palazzo Contarini del Bovolo, brüht für seine äußeren Treppenturm steht er in einem winzigen Hinterhof. Nun eigentlich ist der Palazzo an sich, sicher riesig doch von dem kleinen Hinterhof sahen wir nur das hübsche Treppenhaus. Für die Öffentichkeit ist der Palast auch nicht zugänglich. Ansich nicht wirklich spannend, doch was sehr schön war ist der Platz. Sogar Wohnungen waren dort, müssen sicherlich ein Vermögen kosten.

Nachkurzem Verlaufen ging es dann weiter anhand des Spaziergangs und wir trappten durch kleine Gassen und Kanäle, zu geben, dort konnte man definitiv sagen einige müffelten wirklich nicht einladend. Ubd plötzlich traten wir aus dem Schatten der all zu kleinen Gassen hinaus ins Freie und standen auf einem riesigen Platz… Und erblickten ein schiefen Turm… meine erste Reaktion war, Hoppala Pisa 2.0? Nein, nicht Pisa. Der Kirchenturm von der katholischen Kirche Chisea di Santo Stefano. Der Bau wurde im Jahre 1294 aufgenommen, doch wurde erst im Jahre 1325  fertiggestellt. Am Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche bis auf die Grundstrukturen verändert, die Veränderung sind bis heute existent.

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Gläserne Insel

So… Auflösung des Ratespiels, wo wir eigentlich waren. Kay hatte schon Recht, ich war in Venedig, die Stadt der Lagunen, geflügelten Löwen, Brücken und Touristen. Letztere sind etwas anstrengend, aber da darf ich mich selbst nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Zu meiner Freude habe ich keine Socken in Sandalen gesehen. Die obligatorischen Deutschlandtrikots und den bayrischen grünen Jäger/Trachtenhüte waren allerdings, trotzdem zahlreich vertreten. Auf den Vaporettos hielt sich dennoch alles in Grenzen. Da waren andere Nation sehr viel lustiger zu beobachten, aber dazu später mehr. Kommen wir zurück zu Venedig. Als ich gestern das erste Mal mit einer der großen Linien hier gefahren bin (Linie 1), war ich ersteinmal geplättet. Normalerweise stellt man sich eine Stadt oder ein Land ganz anders vor und dann kommt es doch ganz anders als erwartet ob besser oder schlechter, ist danach erst einmal egal…

In diesem Falle war es zwar auch so, aber viel extremer. Die Gebäude waren schöner, größer und vor allem auch farbenfroher. Die Innenstadt, aber genauso überfüllt Himmel Herr Gott wie Salzburg eine einzige Touristenstadt (Zitat meiner besten Freundin). Die Studenten folgen aber gleich danach. Dazu ist es unmöglich eine bestimmte Bauepoche für Venedig zu finden. Da finden sich Barok, Gotik, Renessaince neben römisch angehauchte Bauten. Selbst die Neubauten auf Murano sahen italienisch aus bzw. venezianisch.

Haus am Canale Grande

Und da wären wir wieder beim Ursprungspunkt. Murano, das heutige Reiseziel. Jeder kennt Murano, es liegt nördlich der venezianischen Allstadt und ist für seine Glasbläsereien bekannt. Ich wollte dort eigentlich nicht wegen des Glases hin sondern wegen gewissen Büchern und Kassetten, die meine Kindheit prägten, aber die Insel kann man auch ohne Kindheitserinnerungen als Reiseziel mit ein planen, am besten ihr nehmt einfach die Linie verde oder eine der anderen Alilaguna Linien, wer will kann auch meines Wissens mit der Linie 14 fahren, doch dafür würde ich jetzt keine Hand ins Feuer legen. Dort angekommen ging es erst einmal hinein in die Glasbläserateliers, denn die Fabriken waren zuerst für die Öffentlichkeit geschlossen. Übrigens durften die damaligen rund 500 Glasbläserunternehmen ihr Wissen, außer an ihre Söhne niemands  weiter geben unter Todesstrafe war es verboten. Und die Todesstrafe war dort damals noch nicht so harmlos… Damalige Verbrecher durften erst… Ah vergesst es lieber. Ich glaub ihr wollt das gar nicht wissen. ;) Es folgten sehr, sehr viele Glasgeschäfte in denen neben jeder Menge Kronleuchter, Tierstatuen, oder merkwürdige Scherbenteller auch Bilderrahmen erhältlich waren. Fotografieren durfte man nicht, mit Verlaub es tut mir Leid das auszusprechen, schließlich ist Glasblasen eine Kunst für sich, aber die Stücke die man dort erwerben konnte waren (außer ein paar Vasen) alle durchgehend hässlich, deshalb lohnt sich das fotographieren auch nicht. Als wir überlegten eine wirklich hübsche Vase näher in Betracht zu ziehen, gab es das nächte Problem es stand kein Preis dran. So hatte sich das Thema auch wieder erledigt. Wie soll man eigentlicheren so riesigen Kronen leuchtet nach Deutschland schaffen?!

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Auf in den Süden!

Sommerferien. Frei. Urlaub. Und zwar … mit Marvinchen* und deren Familie.

Koffer war schon am vor Tag gepackt, viel zu groß wog aber nur 16kg. Innen drin war es doch halb leer, aber so hate man zumindest Platz für mögliche brauchbare Dinge, als Andenken oder so.

Leider auch viel zu aufgeregt gewesen um ein zu schlafen, eine Sache die bei mir vor „großen“ Reisen oder Ausflügen nie funktioniert. Da ich aber um 4 Uhr (ja morgens) wieder raus musste, da man vor her nicht die Koffer aufgeben konnte stand ich dann um 5 Uhr morgens, in der Kälte mit meinem Vater vor Terminal 2 und wartete. Die Spannung stieg je später es wurde, denn eigentlich sollte der Flug am vor Tag noch von Terminal 1 aus los fliegen. Anscheinend hatte sich dort etwas verschoben, nur wusste das meine beste Freundin. Ja sie wusste es, nur das Taxi war etwas später angekommen als erwartete, und so konnten wir relativ schnell und ohne Gehetze einchecken…  Danach wurde noch einmal schnell im Bücher laden gestoppt und dann ging es in Richtung Security- Chef. Mein Highlight an Flughäfen. Jedes Mal ein Wunderbares vergnügen. Wer steht nicht auf Gehetze, ale Privaten Dinge öffentlich ausbreiten, nervige Diskussionen über seine Handgepäckstücke (Die haben mir damals ein Kind, meine Kinderschere und meinen Pritstift entrissen) und fachmanische Abtastungen, wo man sich kurzzeitig seiner Privatsphäre beraubt fühlt.

Diesmal war es okay. Ich konnte durch den Detektor durch gehen und es piepste nichts. Triumphierendes Lächeln meinerseits. Wenn jemand ein Flugzeug entführen oder explodieren lassen möchte, dann tut er das auch. Dafür brauch man sogar keine Terroristen mehr, das erledigen mittlerweile die Raketenabwehrsysteme von Staaten über die man fliegt.

Nach gut 1,5 Stunden Flugzeit die einem noch kürzer vorkamen, landeten wir auch schon wieder. Der Landeanflug war übrigens spektakulär, laut Schwester der Freundin. Leider saßen wir auf der Flaschen Seite, dafür kamen unsere Koffer fast als erstes und wir konnten ganz schnell in Richtung Bus spurten im dem wir dann wieder gute 40 Minuten sitzen durften. Danach ginge in ein Boot und wir durften auf eine nah gelegene Insel fahren, nach kurzer Zeit stiegen die Touristen immer mehr aus und irgendwann wurde die Überfahrt zu nehmends entspannter und wir konnten ebenfalls endlich die Landschaft, mit frischen Fahrtwind genießen. Heil angekommen! Glückssocken sind eine wunderbare Sache, auch wenn sie zwei verschiedene Größen, Farben und Muster besitzen. Und dann, ging die Haustür auf und wir standen in unsere Wohnung für die nächsten Tage. Mittlerweile war es 10 Uhr, das Adrenalin hatte nachgelassen und so schmißen wir uns alle auf unsere Betten und schliefen bis 14 Uhr. Nach verwirrtem Aufwachen, nahmen wir die Pfärte zum nahe glegen Supermarkt, denn der Kühlschrank bestand aus 2 Zuccinis, ein Litermilch, Eiswürfeln und zwei Packungen Eis.

Beim Einkaufen traten wir alle in das erste Fettnäpfchen, denn hier zog der Einkäufer sich erst Plastikhandschuhe über, damit das Grünzeug nichtbeschädigt oder gar beschmutzte wurde, anschließend packten man wir in eine Tüte (die jweiligen Sorten in eine), lief zu einer Wage tippte die entsprechende Nummer ein und promt spuckte die Maschine einen Klebesticker darauf mit Barcode, auf dem wahrscheinlich die Zahlungsdaten standen. An der Kasse wurde nun alles durchgezogen und wir durften wieder nach Hause, danach ging es an den Strand. Das Meer war so warm und die Sonne auch, wunderbar.

Irgendwann abends ging es dann ans auspacken, und Internet besorgen für vielleicht das spätere streamen des Finales.

Und jetzt ein kleines Rätsel:

Wo war ich?

Tipp: Die schmalste Straße, and der schmalsten Stelle misst 53cm, es gibt 150 Kanäle und 120 Inseln. Wuhuu…

So jetzt noch schwarze Gondeln und ihr wisst es oder? ;)