Urlaub

Cannaredgio, das Schlaraffenland

Gut Cannaredgio ist nicht direkt das Schlaraffenland, denn dort gibt es keine Fressbuden, aber einige sehr gute Bäckereien und Restaurants. Nicht Touristenüberlaufen, leider allerdings aus sehr schattenlos, sodass ein Spiergang in der Mittagssonne eher mäßige Begeisterung berührte und unheimlich gemütlich/ venezianisch. Fast noch venezianischer als die Hauptinsel.

Baden!... Scherz. Darf man nicht

Baden!… Scherz. Darf man nicht

Doch auf der Hälfte der Strecke dorthin haben wir gemerkt, wir waren viel zu früh ausgestiegen und mussten nun restliche Entfernung laufen. Unterwegs konnten wir sogar einer verwirrten Touristengruppe helfen (ahnungslose deutsche Tagestouristen), die gerade mit dem Autozug angekommen waren und nun am Fährhafen herumstanden. Ihr Ziel: S. Marco… Ich hoffe sie haben sich einen Stadtplan besorgt, denn sie waren auf der Anderen Seite der Insel, weiter weg von San Marco konnte man nicht sein. Immerhin hatten sie Glück und das nächste Vaporetto fuhr genau in diese Richtung. Wir dagegen liefen immernoch weiter, auf der Suche nach dem Eingang des jüdischen Viertels ehemals des ersten jüdischen Ghettos. Schließlich fanden wir es, den kleinen Eingang in eine Seitengasse wurde anscheinend gerne übersehen.

Noch Fragen?

Noch Fragen?

Währender selbst mehr oder weniger organisierten Führung, lernten wir das es heutzutage eigentlich immer noch Ghetto hieß oder Ghetto Novo (Es wurde Aufgrund von schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen gegründet), denn um 1797 lebten die Juden zwar schon von der restlichen Bevölkerung separiert, aber genossen auch gleichzeitig den Schutz durch die Regierung denn übergriffe auf sie waren strengsten verboten. Der Name Ghetto kam ursprünglich von dem Namen geto das so viel wie Gießerei bedeutet.

So habe ich mir immer Teils der Winkelgasse vorgestellt

So habe ich mir immer Teils der Winkelgasse vorgestellt

Nachdem wir mit der Grundbesichtigung fertig waren kamen wir auf einen kleinen Platz, der voll mit orthodoxen Juden war. Sofort wurden wir angesprochen von einen jugen vollbärtigen Mann, der uns fragt ob wir denn jüdisch seien. Und wir eher etwas irrtiert verneinten. Ich finde wir hätten ruhig mal ja sagen können mal schauen was sie dann mit uns gemacht hätten. Vermutlich wäre es eh nur eine Besichtigungstour gewesen. Immerhin ich konnte wieder auf Englisch antworten und musste nicht auf das Französische zurückgreifen. Die Bestellung im Restaurant funktionierte ebenfalls wieder. Was es mit den anscheinend nicht vorhandenen Adressen im Reiseführer auf sich hatte wurde ebenfalls gelöst. Die vierstelligen Zahlen die neben dem Bezirk standen waren nicht die jeweiligen Postleitzahlen, nein es waren die Hausnummern. Wobei wir das Restaurant auch erst nach drei Anläufen gefunden haben, es hatte sich auch noch umbennant. Aber die Pizza war super lecker, wenn auch sehr klein. doch die hat dann auch für den gesamten Tag satt gemacht.

Hunger...

Hunger…

Nach weiterem herum Gerenne auf der Suche nach der nächsten Vaporetto Station (Es wollte keiner mehr ins Museum :( ) ging es dann auch schon wieder nach Hause. Wobei bei der Hitze war es vielleicht gar nicht so schlecht, unglücklich war nur: Es ist warm, man muss in Venedig mit dem Boot fahren und unsere Wohnung liegt gleichzeitig auf der Badeinsel. Ihr könnt euch denken die eigentlich spägestens ab S. Marco entspannt werdendere Überfahrt wurde zur Hölle. Keine Luft, lauter Menschen, Enge, Gequetsche und dann auch noch plärrende Kleinkinder während die Mutter noch lauter telefonierte und dies alles in dreifacher Ausführung. Italienisch, Russisch, und ich glaube auch Spanisch. Eine Seefahrt die ist lustig… Klar immer.

Ich war doch froh zu Hause zu sein. Bei der Hitze wäre die spätere Überfahrt nach dem Museum wahrscheinlich noch schlimmer geworden. Und das Gefühl eines anfangenden Sonnenstichs will man auch nicht weiter aussführen. Kaum hatte man sich wieder erholt mussten wir auch schon wieder los in Richtung S. Zacharia, kurz vor 19:30 wurden wie dann vor dem Theater quasi ausgequetscht. Nun hieß es wiederholt auf das Navi Gerät zu hören und so zu tun als sei man trotz Navi- Gerät einheimisch. Klappte eher so mittelmässig, aber eine Familie vor uns schlug genau den gleichen Weg ein wie wir und so wurde der virtuelle Stadtplan eingesteckt und wir folgten den Vieren hoffnungsvoll. Das wir zu früh da waren hat sich definitiv geloht, meine Güte das Theaterfoyer war schon ein einziger Kornenleuchter- Kristall park und wenn man sich nun in den eher kleineren Theatersaal hinsetzte fielen mir ersteinmal die Augen aus dem Kopf. Gold, Gold und nocheinmal Gold. Barock hoch 2. Und die Bilder bzw. Engelsfiguren aus Stuck es gibt nur ein Wort dafür unglaublich oder überirdisch. In an Betracht dessen, dass das Theater schon zweimal abgebrannt ist (Wenn auf jedem Kronleuchter damals Kerzen brannten wen wunderts) und die Venezianer dieses Theater jedesmal genauso nachgebaut haben unglaublich. Das muss warer Stolz sein. Die Feuerwehrleute die dort anscheinend Wache hielten sahen allerdings schwer gelangweilt aus. Wobei wenn die jednen Abend für Umsomst die Stücke dort ansehen dürfen, ich wünschte ich dürfte das.

Wahnsinn

Wahnsinn

Übrigens aus dem modernen Tanz wurde ersteinmal traditionelleres Ballet.  Versteht mich nicht falsch ich mag Ballet, würde es selbst nie tanzen wollen, aber wunderschön ist es trozdem. Allerdings sind gefühlt 10 Pa de deuxs doch etwas zu viel des Guten und ich war leider ein bisschen kurz davor einzuschlafen. Bis der erste Lichtschein kam, ein Auszug aus dem Nachmittag eines Faunes, sehr schönes Kostüm sehr interssante und amüsietende Tanzeinlagen. Danach kamen wieder Pa de deuxs wobei die zwei Paare definitiv etwas neues mitbrachten und hatte der Eine eine unglaubliche Sprungkraft und setze kurzzeitig die Schwerkraft und sämmtliche phsykalische Gesetze außer Kraft und der Erste konnte unfassbar gut Ballet tanzen. Unheimlich. Dazu vollführte er seine Solos ohne einen Fahler…

Später wurden die Tänze etwas moderner. Ein Pärchen tanzte das Innenleben von einer Maschine bzw. eines Motores komplett in schwarz. Sehr abstrakt, sehr cool. Dann kam noch eine andere Solotänzerin die einem spielenden Kleinkind im Kurzen Kleidchen ähnelte, aber stark im Ausdruck war. Ich persönlich bekam schon Gute Laune nur vom Zuschauen und auch danach fühlte ich mich um 3 Stufen positiver. Schafft nicht jeder.

Zum Schluss gab es noch einen der einem der Pärchentänzer unheimlich ähnlich sah, ich glaube es waren Zwillinge. Dieser tanzte komplett in Weis und ebenfalls sehr modern mit ein paar Balletgrundschritten, mir fällt immer wieder das Nomen ‚Sommer ‚ dazu ein. Ich finde er sah aus wie der Sommer der den Winter vertreiben wollte. Und das der Fühling fehlt ist Absicht.

Nach der Veranstaltung ging es noch einmal im Dunkeln zum Markusplatz. Fazit: Nachts ist er am schönsten. Nicht Menschen leer, aber die Lichter von Venedig und die Wärme (Angenehme Wärme angemerkt) und keine Tauben reißen doch einiges wieder heraus.

Ein Lichtermeer

Ein Lichtermeer

Die Überfahrt glich ebefalls einem sehr entspannten Chill Out und nicht dem gefühlten Fallout vor 6 Stunden.

Fotos kommen noch versprochen ;)

Nachtrag: Fotos sind und da, und der nächste Bericht kommt bald, da ich mir dazu noch einmal das ganze Messeinformationszeug noch einmal durchlesen möchte/ muss.

 

italienischer Entspannungstag

Nach der gestern eher mäßigen Feierei, waren wir am darauf folgendem Tag unglaublich müde. Und das Aufstehen zog sich über Stunden hin, und keiner wollte zurück auf die Hauptinsel. Lieber Lido erkunden, das Wetter war auch nicht zu heiß und so sind wir mit dem Bus nach Alberoni gewackelt, was am anderen Ende des Eilandes liegt, das ist übrigens sehr lang. Am Ende der Schaukel- Juckel Partie wurden wir im Niemandsland ausgespuckt, vor uns ein hässsliches pfirsichorangefarbenes Häusschen das auf ein Naturschutzgebiet hinwies. Weit und Breit nur Sand, Binsen, Grass und ein paar Steine. Ein unscheinbarer Schmodder ehemals sicherlich Sandpfad führte zum verlassenen Naturstrand. Irgendwie war ich froh, dass der Hauptbadestrand immer geglättet und gesäubert wurde. Doch wer sich an purer Natur nicht stört, ihr also keinen perfekten Strand braucht (Nein dort liegen keine Müllberge, der einzige Müll war eine angeschwemmte Plastikflasche), der kann dort gerne Baden oder Muscheln sammeln gehen. Da dort keine allzu vielen Touristen oder Einheimische waren, sahen die Muscheln nicht als zu zertreten aus und einige hübschere Exemplare waren auch dabei. Der Strand hat sogar noch einen Heimatbonus, es sieht aus wie an der Nordsee sogar die frische Brise wehte.

Nach ein paar Stunden Entspannung und Kreuzworträtsel lösen ging es zurück in nach Alberoni und von da an liefen wir zurück, beziehungsweise es war irgendein Dorf zwischen Alberoni und unserem Ort. Genau 2.1 Kilometer laut Navi am Strand entlang, tatsächlich führte und das kleine Gerät zuverlässig nach Hause, ich hatte schon wieder lustige Horror-Szenarien im Kopf, dass wir erst drei Stunden später anglommen würde oder die dunkeln Vergessen Katakomben erkunden würden. Das Abenteuer blieb und erspart… Dafür kam uns auf halben weg ein zweiter Hulk entgegen. Ich kann ja verstehen warum die meisten Six-Pack Männer oder Jungs am Strand lauern (Eitelkeit, Urlaubsflirt usw.), aber der Typ war nicht auf flirten aus. Das war ein Shaolin- Mönch zumindest gefühlte 2.50 groß und naja Hulk nur ohne grün sondern braun gebrannt. Unsere Meinung, Hallo Anabolika.

Danach war auch ersteinmal Schluss mit Bewegung und es ging erst nach dem Abendessen wieder hinaus, diesmal aber nur zu einem kleinen Verdauungsspaziergang durch die andere Gassen auf der anderen Seite, dort ein riesigen Palazzo entdeckt der anscheinend ein ehemaliges Hotel war dich schließen musste. Es sah aus wie die Ultimative Kulisse für Phantom der Oper aus. Irgendwie ähnelte es dem Bahnhofsgebäude von Tours.

Ein sehr ruhiger Tag.

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Isola grande

Dritter Tag: Hauptinsel! Das Abenteuer kann Beginnen.

Da ich unbedingt den totalen Touri spielen wollte, sind wir heute mit dem Vaproretto in Richtung Hauptinsel, also Markusplatz, Dogenpalast etc. gefahren. (Natürlich brav mit dem Handy und der Kamera unterwegs). Ab der Haltestelle Biennale wurde es auch schon schlauschig und man hatte das Gefühl ein Huhn auf einem nicht Biohof Stufe 3 zu leben.

Das Gruppenkuscheln dauerte noch bis zur Rioalto Brücke, dort stiegen wir dann aus. Nach kurzer Stadtplantauscherei und vor allem ersteinmal großer Suche wo Norden sei, ging es dann als erstes Richtung Palazzo Contarini del Bovolo, brüht für seine äußeren Treppenturm steht er in einem winzigen Hinterhof. Nun eigentlich ist der Palazzo an sich, sicher riesig doch von dem kleinen Hinterhof sahen wir nur das hübsche Treppenhaus. Für die Öffentichkeit ist der Palast auch nicht zugänglich. Ansich nicht wirklich spannend, doch was sehr schön war ist der Platz. Sogar Wohnungen waren dort, müssen sicherlich ein Vermögen kosten.

Nachkurzem Verlaufen ging es dann weiter anhand des Spaziergangs und wir trappten durch kleine Gassen und Kanäle, zu geben, dort konnte man definitiv sagen einige müffelten wirklich nicht einladend. Ubd plötzlich traten wir aus dem Schatten der all zu kleinen Gassen hinaus ins Freie und standen auf einem riesigen Platz… Und erblickten ein schiefen Turm… meine erste Reaktion war, Hoppala Pisa 2.0? Nein, nicht Pisa. Der Kirchenturm von der katholischen Kirche Chisea di Santo Stefano. Der Bau wurde im Jahre 1294 aufgenommen, doch wurde erst im Jahre 1325  fertiggestellt. Am Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche bis auf die Grundstrukturen verändert, die Veränderung sind bis heute existent.

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Gläserne Insel

So… Auflösung des Ratespiels, wo wir eigentlich waren. Kay hatte schon Recht, ich war in Venedig, die Stadt der Lagunen, geflügelten Löwen, Brücken und Touristen. Letztere sind etwas anstrengend, aber da darf ich mich selbst nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Zu meiner Freude habe ich keine Socken in Sandalen gesehen. Die obligatorischen Deutschlandtrikots und den bayrischen grünen Jäger/Trachtenhüte waren allerdings, trotzdem zahlreich vertreten. Auf den Vaporettos hielt sich dennoch alles in Grenzen. Da waren andere Nation sehr viel lustiger zu beobachten, aber dazu später mehr. Kommen wir zurück zu Venedig. Als ich gestern das erste Mal mit einer der großen Linien hier gefahren bin (Linie 1), war ich ersteinmal geplättet. Normalerweise stellt man sich eine Stadt oder ein Land ganz anders vor und dann kommt es doch ganz anders als erwartet ob besser oder schlechter, ist danach erst einmal egal…

In diesem Falle war es zwar auch so, aber viel extremer. Die Gebäude waren schöner, größer und vor allem auch farbenfroher. Die Innenstadt, aber genauso überfüllt Himmel Herr Gott wie Salzburg eine einzige Touristenstadt (Zitat meiner besten Freundin). Die Studenten folgen aber gleich danach. Dazu ist es unmöglich eine bestimmte Bauepoche für Venedig zu finden. Da finden sich Barok, Gotik, Renessaince neben römisch angehauchte Bauten. Selbst die Neubauten auf Murano sahen italienisch aus bzw. venezianisch.

Haus am Canale Grande

Und da wären wir wieder beim Ursprungspunkt. Murano, das heutige Reiseziel. Jeder kennt Murano, es liegt nördlich der venezianischen Allstadt und ist für seine Glasbläsereien bekannt. Ich wollte dort eigentlich nicht wegen des Glases hin sondern wegen gewissen Büchern und Kassetten, die meine Kindheit prägten, aber die Insel kann man auch ohne Kindheitserinnerungen als Reiseziel mit ein planen, am besten ihr nehmt einfach die Linie verde oder eine der anderen Alilaguna Linien, wer will kann auch meines Wissens mit der Linie 14 fahren, doch dafür würde ich jetzt keine Hand ins Feuer legen. Dort angekommen ging es erst einmal hinein in die Glasbläserateliers, denn die Fabriken waren zuerst für die Öffentlichkeit geschlossen. Übrigens durften die damaligen rund 500 Glasbläserunternehmen ihr Wissen, außer an ihre Söhne niemands  weiter geben unter Todesstrafe war es verboten. Und die Todesstrafe war dort damals noch nicht so harmlos… Damalige Verbrecher durften erst… Ah vergesst es lieber. Ich glaub ihr wollt das gar nicht wissen. ;) Es folgten sehr, sehr viele Glasgeschäfte in denen neben jeder Menge Kronleuchter, Tierstatuen, oder merkwürdige Scherbenteller auch Bilderrahmen erhältlich waren. Fotografieren durfte man nicht, mit Verlaub es tut mir Leid das auszusprechen, schließlich ist Glasblasen eine Kunst für sich, aber die Stücke die man dort erwerben konnte waren (außer ein paar Vasen) alle durchgehend hässlich, deshalb lohnt sich das fotographieren auch nicht. Als wir überlegten eine wirklich hübsche Vase näher in Betracht zu ziehen, gab es das nächte Problem es stand kein Preis dran. So hatte sich das Thema auch wieder erledigt. Wie soll man eigentlicheren so riesigen Kronen leuchtet nach Deutschland schaffen?!

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Auf in den Süden!

Sommerferien. Frei. Urlaub. Und zwar … mit Marvinchen* und deren Familie.

Koffer war schon am vor Tag gepackt, viel zu groß wog aber nur 16kg. Innen drin war es doch halb leer, aber so hate man zumindest Platz für mögliche brauchbare Dinge, als Andenken oder so.

Leider auch viel zu aufgeregt gewesen um ein zu schlafen, eine Sache die bei mir vor „großen“ Reisen oder Ausflügen nie funktioniert. Da ich aber um 4 Uhr (ja morgens) wieder raus musste, da man vor her nicht die Koffer aufgeben konnte stand ich dann um 5 Uhr morgens, in der Kälte mit meinem Vater vor Terminal 2 und wartete. Die Spannung stieg je später es wurde, denn eigentlich sollte der Flug am vor Tag noch von Terminal 1 aus los fliegen. Anscheinend hatte sich dort etwas verschoben, nur wusste das meine beste Freundin. Ja sie wusste es, nur das Taxi war etwas später angekommen als erwartete, und so konnten wir relativ schnell und ohne Gehetze einchecken…  Danach wurde noch einmal schnell im Bücher laden gestoppt und dann ging es in Richtung Security- Chef. Mein Highlight an Flughäfen. Jedes Mal ein Wunderbares vergnügen. Wer steht nicht auf Gehetze, ale Privaten Dinge öffentlich ausbreiten, nervige Diskussionen über seine Handgepäckstücke (Die haben mir damals ein Kind, meine Kinderschere und meinen Pritstift entrissen) und fachmanische Abtastungen, wo man sich kurzzeitig seiner Privatsphäre beraubt fühlt.

Diesmal war es okay. Ich konnte durch den Detektor durch gehen und es piepste nichts. Triumphierendes Lächeln meinerseits. Wenn jemand ein Flugzeug entführen oder explodieren lassen möchte, dann tut er das auch. Dafür brauch man sogar keine Terroristen mehr, das erledigen mittlerweile die Raketenabwehrsysteme von Staaten über die man fliegt.

Nach gut 1,5 Stunden Flugzeit die einem noch kürzer vorkamen, landeten wir auch schon wieder. Der Landeanflug war übrigens spektakulär, laut Schwester der Freundin. Leider saßen wir auf der Flaschen Seite, dafür kamen unsere Koffer fast als erstes und wir konnten ganz schnell in Richtung Bus spurten im dem wir dann wieder gute 40 Minuten sitzen durften. Danach ginge in ein Boot und wir durften auf eine nah gelegene Insel fahren, nach kurzer Zeit stiegen die Touristen immer mehr aus und irgendwann wurde die Überfahrt zu nehmends entspannter und wir konnten ebenfalls endlich die Landschaft, mit frischen Fahrtwind genießen. Heil angekommen! Glückssocken sind eine wunderbare Sache, auch wenn sie zwei verschiedene Größen, Farben und Muster besitzen. Und dann, ging die Haustür auf und wir standen in unsere Wohnung für die nächsten Tage. Mittlerweile war es 10 Uhr, das Adrenalin hatte nachgelassen und so schmißen wir uns alle auf unsere Betten und schliefen bis 14 Uhr. Nach verwirrtem Aufwachen, nahmen wir die Pfärte zum nahe glegen Supermarkt, denn der Kühlschrank bestand aus 2 Zuccinis, ein Litermilch, Eiswürfeln und zwei Packungen Eis.

Beim Einkaufen traten wir alle in das erste Fettnäpfchen, denn hier zog der Einkäufer sich erst Plastikhandschuhe über, damit das Grünzeug nichtbeschädigt oder gar beschmutzte wurde, anschließend packten man wir in eine Tüte (die jweiligen Sorten in eine), lief zu einer Wage tippte die entsprechende Nummer ein und promt spuckte die Maschine einen Klebesticker darauf mit Barcode, auf dem wahrscheinlich die Zahlungsdaten standen. An der Kasse wurde nun alles durchgezogen und wir durften wieder nach Hause, danach ging es an den Strand. Das Meer war so warm und die Sonne auch, wunderbar.

Irgendwann abends ging es dann ans auspacken, und Internet besorgen für vielleicht das spätere streamen des Finales.

Und jetzt ein kleines Rätsel:

Wo war ich?

Tipp: Die schmalste Straße, and der schmalsten Stelle misst 53cm, es gibt 150 Kanäle und 120 Inseln. Wuhuu…

So jetzt noch schwarze Gondeln und ihr wisst es oder? ;)

First Station: Nationalpark þingvellir

Wer jetzt hier riesige Action, von wegen Geysire oder feuerspeiende Vulkane erwartet liegt hier falsch. Dieser Park ist eher etwas für ruhige Gemüter, aber hat dennoch ein wenig Flair ;-) Beispielsweise zeigt er wunderbar die geographische Lage der schönen Insel, nein da ist kein riesiger Atlas aufgebaut, sondern man sieht schon auf ein paar Kilometer Entfernung merkwürdige Erdspalten… (Wer damals in Geo aufgepasst hat, ist hier klar im Vorteil) Das kommt nämlich durch die sich bewegenden Tektonischenplatten, denn Island liegt einmal auf der Nordamerikanischeplatte und auf der Eurasischenplatte. Diese gehen immer weiter auseinander und reißen auf Island die Erde auf. Dass ist auch der Grund warum es auf Island so viele aktive Vulkane gibt.

Der Eintritt in die Hölle...

Der Eintritt in die Hölle…

Wem dass zu langweilig ist, der kann gerne ein bisschen Geschichte lernen, denn damals so um 930 n. Chr. ernannte der 36. Clanführer, þingvellir als Versammlungsort für ihr jährlich stattfindendes Aliþng*. Ansonsten kann man auch dort den größte natürlichen See Islands erblicken, den þingvallavatn, (Ja das auszusprechen, ohne das ein Isländer lacht, ist unmöglich. Ich muss es wissen, ich hab’s versucht) mit 84 Qudratkilometern ist der wirklich verdammt groß, baden kann man darin leider nicht, es sei denn man kommt aus dem tiefsten Sibirien….

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Ein Echtzeitreisetagebuch, Day 2

St. Peter- Ording, den 07.06.13 um 4:00Uhr:

Hilfe ich kann nicht schlafen… Bin gerade aufgewacht von den Möwen die anscheinend die Essensanlieferung nicht verpassen wollen. Das ist ein Nachteil wenn man die Fenster offen hat, aber anders hält man es bei der Hitze nicht aus. Ich versuche mal wieder einzuschlafen.

St. Peter- Ording, den 07.07.13 um 09:28 Uhr:

Guten Morgen,

haben gerade gefrühstückt, nicht schlecht das Buffett nur Obst hat gefehlt…. Ansonsten war alles da

Fleisch, Käse, Marmelade, Schokolade, Getränke, Joghurt, Ei… und sogar Rotegrütze und Milchreis

Und jetzt schnell auschecken, das muss man nämlich eigentlich bis 10:00 gemacht haben….

Zwischen den Ortsteilen Dorf und Böhl, den 07.07.13 um 10:30Uhr:

Sachen gepackt fertig gemacht und ab geht’s zum Böhler Strand der andere ist jetzt schon total überfüllt. Und ich glaube nach Ording kommt man heute auch nicht mehr rein, die stehen hier Kilometer lang im Stau…

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Eisland…

Dahin solls gehen

Dahin solls gehen

Ich muss sagen meine schönste Reise, in meinem Verhältnis mäßig jungen Leben, war Island. Wer jetzt staunt, ja ich wollte selber in den Norden und zwar in den Sommerferien. Die einzige Jahreszeit wo es in meiner Heimatstadt nicht regnet und vielleicht die Sonne scheint. Auf das Ziel bin ich durch meinen Klassenlehrer gekommen, er war schon ein paar mal da und schwärmte von den schönen Landschaften. Da dachte ich mir dass will ich auch sehen. Ich habe meine Eltern ein halbes Jahr madig gemacht damit sie die Reise buchen, ich habe sogar gesagt notfalls würde ich meinen Anteil selber zahlen. Hauptsache wir fliegen dahin und siehe da nachdem wir die verse Reisekataloge durch geblättert hatten, war es entschieden. Mein Vater und ich sollten Fliegen. Nur eine weitere große Frage war, wohin? Die Insel war groß und ich wollte so viel wie möglich sehen. Nach langem hin und her haben wir uns dann für eine Busrundreise entschieden  in 10 Tagen einmal um die ganze Insel. Was für ein Abenteuer… Doch desto näher der Abflugtag kam, je nervöser wurde ich… Der Flug ging nur über den Ozean und die Maschine war sicherlich klein und die ganzen Vulkane dort. Eigentlich nicht besonders Touri freundlich, aber ich habe manchmal leider mehr Mut als Hirn (und ich wollte da ja auch hin) und so flogen wir dann um 22:00Uhr los. (Es gibt nach Island fast nur Nachtflüge) Beim Anblick des Flugzeugs wurde mir dann noch schlechter, klein. dünn und nur 60 Plätze … Hilfe! Für fast 3,5 Std Flug, aber wir sind weder Abgestürzt noch in Turbulenzen geraten.

Wolken... Ich habe Hunger auf Zuckerwatte...

Wolken…
Ich habe Hunger auf Zuckerwatte…

Noch mehr Wolken.... Und kein Baum?

Noch mehr Wolken….
Und kein Baum?

Ein Wunder. Nach eine langen nacht mit Ankommen, Gepäck bekommen, richtige Reiseleiterin suchen und finden, plus zum Hotel fahren; ging es am nächsten Tag auch schon pünktlich um 8:00 Uhr  los….

Ein Ei? Seems like it.... ^^

Ein Ei?
Seems like it…. ^^

 

Ein Echtzeitreisetagebuch, Day 1

Heimat, den 6.07.13 um 8:24Uhr:

Guten morgen liebe Leser,

ich sitze gerade im Auto nach St. Peter Ording. Mein Vater und ich hatten uns kurzfristig entschieden, dass wir mal was anderes sehen wollten als nur die Aussicht aus dem Atelier oder der heimischen Wohnung.

Bis jetzt ist noch nicht viel passiert…

Die Nacht war kurz, eigentlich zu kurz, nur 5 Std. Schlaf ….

Denn um 8 Uhr war fahren angesagt, denn O-Ton meines Mitbewohners*: Je früher wir losfahren, desto leerer die Autobahnen. Also rein ins Auto und versuchen irgendwie auf die Autobahn zu kommen, was wirklich schwierig war bei den vielen Baustellen hier im Norden… Jetzt war das nächste Problem: Wie sollten wir meinen MP3 Player in die Station bekommen? Weil die Musikqualität im Radio zusehends Berg ab ging. Normalerweise bin ich der Typ der alles hört, aber heute war der Wurm drin.

Naja als wir es dann bei der nächsten roten Ampel geschafft haben, war ich zufrieden und mein Mitbewohner* erleichtert, dass wir jetzt endlich auf die Autobahn fahren konnten.

Bis jetzt sind die Autobahnen tatsächlich frei, aber mal schauen was der Tag so bringt, es sollen ja noch gut 2.5 Std. Fahrt vor uns liegen. Ein Nachteil ist, wenn die Autobahn leer ist, dass die Autos dann natürlich ein bisschen schneller fahren als normal und hin und wieder Einer mit gefühlten 200km/h an einem vorbei rast und man sich jedes Mal tierisch erschreckt, geht mir jedenfalls so. Wie ihr sicher bemerkt  bin ich kein passionierter Autofahrer bzw. Beifahrer, im Gegensatz zu früher, bis ich die Tagesshow verstanden habe und dann war Schluss…. Was mich persönlich an den Rasern nervt ist, dass:

1. Sie andere Autofahrer nervös machen oder sie auch dazu animieren auch so schnell zu fahren und dann ein Wettrennen à la Monte Carlo zu veranstalten ist nicht unbedingt angenehm.

2. Dass sie immer durch mein Blickfeld fahren, und so kann ich die Verkehrsschilder nicht mehr lesen…

(Ich bin nämlich ein Allesleser und wenn das Buch was ich mitnehmen wollte ganz unten i-wo im Kofferraum liegt, muss man halt ne Alternative finden… und die ist halt eben Verkehrsschilder. (Noch dazu bin ich ein absoluter Geofreak und liebe es Städte auswendig zu lernen) Ich weiß das klingt total komisch, aber wenn wir alle normal wären, wäre es ja langweilig

3. Ich mag im allgemeinen Auto fahren nicht.

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