#Klausur

Thy Art is murder #2

Der Inhalt des letzen Beitrages war dabei übrigens nur die Spitze des Eisbergs was ich in dem kurzen Semester leisten musste… gut geleistet habe, denn müssen musste ich gar nichts. Aber es geht hier um das Prinzips des Meckerns also musste ich.

Das I-Tüpfelchen des im Laufe der Jahre gebackenen Kuchens bestand aus meiner Präsentationsleistung für die 12. Klasse. An alle, die das Abitur noch machen wollen ein kleiner Tipp: Legt eure Präsentationsleistung ins dritte Semester, es ist so viel entspannter als noch zwei Wochen vor Beginn der unterrichtsfreien Zeit noch eine Klausurersatzleistung auf die Beine zu stellen.

Was dazu kam war, ich habe begonnen zu pokern. War eine mittelmäßige Idee. Mein Plan war gewesen meine Präsentationsleistung in Kunst zu machen, weil ich ursprünglich gedacht hatte ich würde Frei/ Bildende Kunst nach der Schule studieren wollen. Ich hatte also am Anfang der 12 Klasse die Wahl zwischen dem Thema Architektur und einem völlig unbekannten Gefilde. Der an gedachte viere Bereich war aus meiner Kunstlehrerin damals auch nicht rauszukriegen gewesen… Meine Hoffnung war das Them Alltagskultur gewesen. Wie er schon ahnen könnt war dies nur das Übergeordnetethema. Konkret wurde es eben der Bereich Mode- Paper Dress. Ich wusste meine Klausurersatzleistung würde in Modedesign enden statt meiner Hoffnung Verpackungsdesign. So bekam ich parallel zum realen Paper Dress auch noch diese Aufgabe:

Ich sollte für eine überregionale Tageszeitung eine Fotoreihe zum Thema Kleidung und Gefühle kreieren. DieChefredakteuri der Zeitung gäbe mirein Kleidungstück in Auftrag, welches vollständig aus Papier bestehen sollte zum Unterthema Winterschlaf/ Frühlingsgefühle.

Ich sollte ein Kleidungsstück im Miniaturmodell designen sowie gestalterische Überlegungen und Vorarbeiten abgeben. Alle Papierexperimente, Recherchen sowie Alternativideen sollten ebenso in angemessener Form präsentieren.

Mein Verhältnis zu Mode lässt sich in dem Titel einer berümten Buchreihe beschreiben: Das Lied von Eis und Feuer, kurzum ambilvalent. In Verbindung mit solch lustigen Dingen wie Emotionen war das noch ein viel ambivalenterer Kontext als vermutet.

Ich muss nicht erwähnen, dass meine anderen zwei Profilkameradinnen um längeren coolere Themen hatten wie: Entwerfen Sie ein Kleid zum Thema nachhaltige Mode oder designen Sie einen Hut welcher die Ostasiatische- Hanseatischen Beziehungen symbolisiert. Ebenfalls alles aus Papier, nur eben ohne Gefühle.

Dummerweise wusste ich bis dato auch noch nicht so ganz, was sie nun von mir erwartete: Ein Kleidungsstück zum Thema Winterschlaf oder Frühlingsgefühle oder beides? Das Slashzeichen steht bekanntlich im Wortlaut für ein „oder“, jedoch traute ich meiner Kunstlehrerin durchaus irgendwelche Hintergedanken zu. Eine Wahl würde sie mir nie lassen… Wie bekam ich also beide Emotionen in einen sinnvollen und logischen Konzept untergebracht?

Dass ich gleichzeit Heines Wintermärchen noch einmal las, für die Prüfungen machte die ganze Situation nicht besser eher schlimmer, denn mein Thema war eben Winterschlaf und nicht Wintermärchen bzw. die Politik des 19. Jhr in Deutschland.

Welche Parameter waren den gegeben: Mode, Papier und Gefühle… Ich war nicht viel schlauer daraus geworden. Ich ging einen Schritt weiter, ich begann ein grobes Konzept zu entwerfen. Papiermode zu drei verschiedenen Themen: Frühlingsgefühle, Winterschlaf und die Kombination aus beiden, also Frühlingschlaf…. oder so ähnlich.

Sechs Outfits zu jedem Thema, machte insgesamt 18 Reinzeichnung ergo eine kleine Kollektion. Gegen eine gesamte Kollektion könnte meine Lehrerin nichts einwenden…

Bevor ich anfing mein Bleistift zu schwingen, stand ich vor dem nächsten Problem. Wie sah Kleidung überhaupt aus, wie sollte meine Kollektion aussehen?

Ich griff jeden Morgen halbwegs blind in den Kleiderschrank und hatte zu 99% einfach Glück, das es ansehnlich war. Bewusst komponiert hatte ich nie wirklich, wozu auch. Eins wusste ich dennoch: Meine Mode sollte auf keinen Fall wie normale Alltagsmode aussehen. Normal konnte jeder, kannte jeder und war schlichtweg stink langweilig. Wie wäre es mit etwas Extravagantem? Kurzerhand ließ ich die Online-Shops der hippen Modemarken links liegen und tauchte ab in die Bühnenkostüme der Heavy- Metal/ Gothik Bands. Das war Extravaganz die mir gefiel, die zu mir passte und die ich vor allem vertreten bzw. verkaufen konnte.

Einmal Hoffnung geschöpft ging es dann bald ans Werk und die ersten Entwürfe entstanden. Sowohl für Frauen als auch für Männer…

Für die Frauen hatte ich sogar schon ein herrliches Konzept ausgearbeitet mit dem ich das herrliche Ballkleid sowie das schwarze enge Korsage rechtfertigen konnte. Das Kleid wäre die Kälte, die das Wesen im Winterschlaf heimsucht und das schwarze Äquivalent dazu der Tod, welche die Tiere erwartet wen die Kälte eben überhand nimmt.

Das Konzept allerdings auf alles auszuweiten wäre allerdings schwierig geworden, zumal sämtliche Frauenkleider mir entweder nicht gefielen oder schlichtweg „zu viel“ waren. Eine Verbesserung meiner Art für Frauen zu designen wurde nicht besser weshalb ich nach kurzer Hand beschloß doch die Frauenmode vollständig zu streichen. Männer wollten eben auch gut gekleidet sein. Punkt. Fertig. Aus.

Ich weiß übrigens bis heute nicht, warum ich bei Männermode einfach weiß wie der Hase laufen muss….

Aufgabe für die nächsten Wochen: Extravagante Gothik/ Metal/ Punk-Mode aus Papier für die Herren. Ganze vierzehn Tage und sehr, sehr vielen arbeitsintensiven Stunden später stand dann auch schon die gesamte Kollektion. Aus insgesamt 71 Reinzeichnungen hieß es nun 18 auszusuchen und in die entsprechende Präsentationsform zu bringen. Ich sage euch, dass war der schwerste Prozess überhaupt. Ein schwacher Trost dafür war, dass ich die restlichen 53 Entwürfe in einen extra Ordner heftete und mit abgab.

Dabei habe ich übrigens mehrere Dinge gelernt zum Beispiel, dass ich Alexander McQueen mag. Hätte ich nie erwartet. In meinen Augen war er immer der zweite Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent gewesen und Spießigkeit ist dass letzte was ich mag. Zudem finde ich, dass sich Lady Gaga als ebenbürtige Inspirationsquelle eignet. Ja, auch für Männermode…

Nur wie sollte ich nun die drei unterschiedlichen Bereiche und Kollektionen in ein schlüssiges Konzept quetschen? Die drei Themen waren ungefähr so ähnlich wie ein Huhn und das dazugehörige Ei. Sinnvolles Wissen zu Themen wie Gefühlen zu finden war ebenso eine Sache… Gefühle waren keinesfalls logisch und dank des Biolexikons stellte sich das Thema Winterschlaf eher als unspannend bis einschläfernd heraus.

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich keine Lösung gehabt hätte. Keiner konnte so gut interpretieren und assoziieren, was ich dann auch tat. Nach einem regelrechten Suchmaschienenbalett stand folgendes, informatives Skelett.

Die jeweiligen Sachinformationen ordnete ich den jeweiligen Unterthemen zu…

Winterschlaf- Moodbild

Menschen waren anscheinend auch in der Lage Winterschlaf zu halten, viel mehr eine Art Winterruhe. Unsereins besitzt nämlich urzeitliche Schaltergene, welche man rein theoretisch de-aktivieren könnte. Angeblich soll ein sibirischer Volksstamm vor mehreren Hundert Jahren tatsächlich Winterschlaf gehalten haben. Über das ganze Jahr verteilt wurde Holz und Essen gesammelt beim ersten Schneefall wurde sich schlafen gelegt. Einmal pro Tag stand man auf aß, trank etwas und legte sich dann wieder Schlafen. Nur so waren sie in der Lage gewesen zu überleben.

Es gab übrigens ähnliche Phänomene in unsere näheren Gegenwart. Die Menschen gelangten allerdings eher unfreiwillig in einen solchen Zustand. Aufgrund von verschiedensten Unfällen waren sie entweder unter Schnee und Eis begraben, im kalten Wasser eingefroren oder schock gefrostet worden. Wieder aufgetaucht hatten sich diese Menschen allesamt vollständig erholt ohne bleibende Schäden. Der Forscher Marc Roth begann diese Ereignisse zu erforschen und entwickelte letztendlich eine Theorie zu Herbeiführung des Winterschlafes.

Menschen alleine einzufrieren wäre laut ihm die falsche Taktik, statt wie bei wechselwarmen Tieren benötigt das menschliche Herz beim Frieren viel mehr Sauerstoff  als bei durchschnittlichen Plusgraden. So würden wir ersticken bevor wir hätten schockgefrostet werden können.

Um das Ersticken zu verhindern, müsste man zuerst den Stoffwechsel derart verlangsamen dass das Herz sehr viel weniger Sauerstoff trotz frieren benötigte. Die Lösung? Die Erhöhung der natürlichen Schwefelsulfidkonzentration im eigenen Blut, eine zu hohe Konzentration wäre allerdings wiederum tödlich. Die höhere Konzentration an Sulfidmolekülen würde das Binden von Sauerstoff im Körper verhindern und so länger verfügbar halten. Der Mensch müsste weniger aktiv Atmen und könnte schlafen geschickt werden… Dummerweise funktioniert das nur bei Lebewesen bis 30 Kilogramm, wer schwerer als ein Labrador ist den muss ich leider enttäuschen.

Frühlingsmoodbild

Übrigens sind Frühlingsgefühle gar nicht so uninteressant. Sie existieren nämlich wirklich und seine bloße Redensart. Damit diese wunderbaren Frühlingsgefühle entstehen müssen zwei besonders relevanten Faktoren gegeben sein. Licht und wärmere Temperaturen, als im Winter. Die wichtigste Rolle spielt allerdings das werte Licht selbst. Aufgrund der wieder länger werdenden Tage gelangt mehr Sonnenlicht an die Haut und der Körper schüttet ein vielfaches an dem muntermachenden Hormon Serotonin aus. Das müdemachende Melatonin wird vertrieben und das Ego fühlt sich fitter.

Ein netter Nebeneffekt der Wärme ist die leichter werdende Kleidung der Mitmenschen… Mehr nackte Haut für die Libido kann schließlich auch nicht schaden.

Den Geruch nach frischem Gras mögen wir übrigens deshalb so gerne, weil dies das Signal für die Steinzeitmenschen war dass der Schnee schmilzt und der elendige Winter vorbei war.

Übrigens erlebt jede Kultur der Erde den Frühling anders. Die Menschen am Äquator kennen beispielsweise den Frühling gar nicht und damit keine wirklichen Frühlingsgefühle. Das Emotionalewechselspiel der melancholischen Winterdepression und der anschließenden darauf folgenden euphorischen Frühlingsgefühlen fehlt.

Jetzt kam ich zum springenden Punkt meiner Präsentation, das Konzept der Kombikollektion fehlte schließlich noch. Das beste Konzept um Gegenteile miteinander zu verbinden und die beider Symbiose zu rechtfertigen wäre Yin und Yang. Das chinesisch, philosophische Weltbild stand quasi für mich Pate:

Das in sich gekehrte des Winterschlafes sowie dem später daraus resultierenden Extrovertiertem aufblühen. Bei der Betrachtung der kurz hintereinanderfolgenen Ereignisse viel mehr neben der Bipolarität die Koevolution beider auf. Beides kann ohne das Äquivalent nicht geschehen. Würden Tiere nicht in den Winterschlaf fallen würden sie die Kälte womöglich nicht überleben, gäbe es den Frühling mit seinem Licht nicht würden die Tiere ewig weiterschlafen und sterben. Könnten also nie wieder in den Winterschlaf verfallen. auf den ersten blick so unterschiedlich erscheinende Dinge bilden einen ewigen Kreis. Das philosophische Äquivalent lässt sich unter dem weltweiten Prinzip des Yin und Yang zusammenfassen. Dieser Dualismus der Natur dem sich kein Lebewesen entziehen kann ist das traditionelle Ordnungsprinzip der chinesischen Weltsicht. Es sind Polaritäten, die sich wechselseitig hervorbringen und gegenseitig bedingen. Das eine Prinzip kann ohne das andere nicht existieren.  

Yin oder auch die weibliche Seite gennant repräsentiert dabei die eher passive empfangende Seite, sie kühlt und lässt Energien eher absteigen als aufsteigen weshalb ich das Yin zu den Eigenschaften des Winterschlafs interpretiere und es sogar gleichsetze.

Die männliche Seite, Yang gennant entspricht dem genauen Gegenteil. Es wärmt, lässt Energien aktiv werden und baut sowie erhält den Organismus eines Lebewesens aufrecht.

Verbunden mit der Sonne und der Helligkeit ist es eine hervorragende Äquivalenz zu den Frühlingsgefühlen, die ein Individuums nach der langen passiven Phase des Winterschlafes aktiviert und aus der höhle treibt um sich nur um potentielle Balzzpartner zu kümmern sondern ebenso die Nahrungsversorgung zu starten.

-Mein Konzepttext…

 

Aber es fehlte immer noch die beginnende Leitfrage für meinen Vortrag, die es dann galt zu beantworten. Halleluja… Man ist ja auch nicht in der Lage selbst zu denken und sich die Frage selbst zu beantworten, aber was tut man nicht alles für eine Klausurersatzleistung…

So half ich nicht nur der verrückten Hutmacherin mit ihrer Frage sondern mutierte gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin zu einem Esoterikpärchen…

Inwiefern hängt Yin und Yang mit unserem Biorhythmus zusammen und wie tragen wir unserem Biorhythmus nach außen?

Dieses Phänomen tragen wir mithilfe der Mode nach außen. Nicht umsonst gibt es wärmende Winterkollektionen in gedeckten Farben, mit langen Schnitten und Plüsch- oder Fellapplikationen. Das Ganze kann man mithilfe dickerem Papier, Papiermodifikationen sowie passende Farbgebung ebenfalls darstellen.

-Mein Konzepttext

Alles in allem wurde das Ganze aber wirklich knapp, ich wurde gerade am Vorabend der Präsentation fertig, aber dafür lief alles wie geschmiert. Das Einzige was mich ein wenig aus den Konzept brachte waren die Fragen meiner Lehrerin im anschließenden Prüfungsgespräch ich sollte auf einmal fotographische Inszenierungen beschreiben. In der Aufgabenstellung stand schließlich etwas von einer Fotoreihe. Ich hätte ihr lieben gerne die Meinung dazu gesagt, jedoch habe ich brav gelächelt und irgendwas von künstlerischerer Intuition geantwortet und von der jeweiligen Schnittform des Kleidungsstückes sowie dem jeweiligen Modeltypen. Kurz um was ich eigentlich meinte, Sie erwarten gerade von mir dass ich so viele unbekannten Parameter und Variablen festlege das ihre Aufgabenstellung völlig überflüssig ist das es zu einem beliebigen Fallbeispiel führt. Eine vollkommen ausgedachte Statistik ist schließlich auch nich relevant in der Weltgeschichte, es sei denn man fälscht sie und präsentiert sie dennoch in der Öffentlichkeit etc.

Nach gut 45 Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei inklusive durchgängigem Lob. Eine Freundin von mir fragte dagegen wie es denn sein könne, dass mein Konzept auf den ersten Blick völlig austauschbar aussähe aber bei näherer Erläuterung sich als absolut komplett logisch und passend ergab. Das bin eben ich… Ich kriege alles begründet.

Und da ich bekanntlich kein Unmensch bin gibt es hier natürlich auch die Kollektion…

Kollektion zum Thema Winterschlaf:

Frühlingskollektion:

  Und die endgültige Kombikollektion: 

 

 

Thy Art is murder….

Wer meint ein Kunstleistungskurs sei einfach, der besuche doch mal bitte einen. Wer meint, dass Künstler exzentrische Despoten wären die nichts tun müssen außer den einen oder anderen Strich auf eine Leinwand zu setzen, der liegt ebenfalls verdammt falsch.

Ja vielleicht ist der ein oder andere exzentrisch, manche vielleicht sogar despotisch, aber was auf jeden Fall nicht zutrifft ist das Vorteil des einen Striches. Es sind viele Striche, tausende und aber hunderttausende. Wenn nicht sogar unendlich viele und sie alle müssen perfekt sitzen, nicht als Individuum sondern als Schwarm. Wer kein Fan von Strichen ist, der nehme Punkte oder wahlweise: Zeitung, Pappe, Heftklammern, Kleber oder Fäden.

Viel Erfolg beim ersten Versuch des Nähens von Papierkleidung… Frei nachdem Motto Viel hilft Viel das Ganze noch unter erheblichem Zeitdruck ohne Fingerhut.

Ihr werdet nicht nur physisch bluten sondern auch psychisch. Der Seelenhöllentrip wenn man so sagen kann positiv wie negativ.

Also warum nicht zusammen bluten? Ich meine für einen guten Zweck, Blutspenden zum Beispiel oder Blutplasma. Wäre mal ein sinnvoller Trend.

Beginnen wir doch mal mit etwas einfachem wie dem Anfang unseres Semesterthemas: Paper Dress.

Als Auftakt galt es verschiedene Kleidungstücke aus Papier her zustellen mit unterschiedlichen Arbeitstechniken. Walzen, Nähen, Falten, Knüller, Bemalen, Bekleben, Raffen alles durfte vertreten sein… Wie wir Dinge walzen sollten ohne Walzmaschine ist mir bis heue ein Rätsel aber gut… das war nicht das Einzige was ungelöst bleiben sollte…

Ihr seht:

Eine Tasche/ Korb aus Eierkarton (geklebt sowie zusammengenäht)

Eine Harlekin inspirierte Mütze, gerissen sowie zusammen geklebt

Eine schicke Hawaii- Blütenkette ohne Blüten, weil knüllen sowie viel schöner ist als Blümchen zu malen

Ein Cut-Out- Top, ein Muss für alle Nightmare before Christmas Fans

Ein schickes Abendkleid aus Modemagzinpapier, mal eben schnell zusammengeklebt (das Mal-eben-schnelle-Zusammenkleben kostete übrigens sehr viele Nerven…)

Ein gerafftes Schleifchenarmband was ich nie tragen würde, weil ich es absolut hässlich finde

Last but not least ein Rock aus einem Kaffeefilter und jede Menge gerissener Papierschichten obendrüber gehalten von jeder Menge miteinander vernähter Fäden (Sally lässt erneut grüßen)

Sowie einer weiteren Mütze, dies Malaus aus Backpapier geflochten mit Seidenpapiertentakeln. (An dieser Stelle: Danke an meine Mitbewohnerin)

Nachts, in kreativer Eile zu arbeiten empfehle ich übrigens nicht jedem… Es ist deutlich entspannter im Zeitplan zu bleiben, doch bei einer Probenwoche gestaltet sich dass als recht schwierig.

Ihr seht Kunstlehrer kennen kein Erbarmen, die kleinen Aufgaben gibt es stets in den freien Wochen, in denen weder Klausuren noch irgendwas anderes ansteht und die großen Projekte kommen dann als riesige Welle im Hafen angerollt. Ein Hoch auf Katsushika Hokusai.

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