Jahresrückblic

Die letzten 365 Tage irgendwie zusammengefasst

Wieder ein Jahr rum und so viel ist passiert, aber auch wieder nicht. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, weil ich noch nicht einmal weiß was genau passiert ist. Wie gesagt das einzige was mir momentan einfallen würde, wären drei relevante Punkte: Ich habe mein Abi bestanden, ich bin im Ausland und arbeite hier und mein Stubentiger ist gestorben. Vielleicht reichen die Ereignisse für ein Jahr, vermutlich schon. Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht auch aus einem Jahresrückblick eine Wissenschaft machen könnte. Einen Jahresrückblick meinerseits lasse ich an dieser Stelle allerdings aus, denn wozu habe ich die Schätze des Monats und weitere Meilensteine hier schriftlich festgehalten. Rückblickend sollte ich vielleicht überlegen was ich dieses Jahr so alles gelernt habe… oder zumindest denke gelernt zu haben.

Was ich noch nicht praktiziere/tue allerdings bereits verinnerlicht habe ist, dass ich mich weniger über Dinge aufregen sollten die nicht in meiner Macht stehen. Es gibt Dinge auf die hat man eben keinen Einfluss und deshalb sollte man nicht seine Lebensenergie darauf verschwenden sich ständig über solche Sachen aufzuregen. Gelassenheit und das Beste aus der Situation zu machen hilft dort schon eher. Vielleicht ergeben sich dadurch sogar neue Möglichkeiten. Wer weiß?

Was Dinge betrifft, kann man auch auf Menschen beziehen. Denn solange man jemanden nicht aktiv angreift oder etwas für sein Unwohlsein aktiv dazu beiträgt sollte man sich abgrenzen. Ich muss mich lernen abzugrenzen, denn wie gesagt ich kann nichts dafür das Person X, Y oder Z schlecht gelaunt, grumpy oder mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. Das ist dann das Problem dieser Person. Seid trotzdem höflich ihr habt dann auch keine Lust angemeckert zu werden. Netter sein, ja klingt blöd und ich werde mich damit erst recht schwertun. Ich bin zu fremden Menschen immer Höflich. Bitte, Danke, Hallo, auf Wiedersehen sind Dinge die in den Alltag gehören. jedoch was ich meine, was ich hier in Irland beobachte. Die Leute sind so freundlich. da wechselt die Kassiererin mit jedem Kunden mindestens einen Satz, der Busfahrer wünscht dir eine gute Fahrt. und die Marktfrau plaudert mit dir über die Welt und de Blumenverkäuferin will dir sogar ein zweites paar Handschuhe schenken, weil du angeblich so kalte Hände hast. So etwas würden Norddeutsche einfach nie tun.

Kommunikation ist alles. Redet über Dinge, wenn man sich nicht mitteilt redet und kommuniziert kommt es zu Missverständnissen und man kommt nichts dazu etwas zu ändern. bis sich dieser zustand ins fiese steigert… redet. es hilft schon dabei dinge zu finden, Aufgabenstellungen zu spezifizieren und nicht jedes mal völlig auszurasten. Es gibt niemanden der dich retten wird. Es gibt keinen absolut keinen Menschen, der dir die arbeiten abnehmen wird.

Zu guter Letzt, mal einen Punkt machen. Dich wird niemand retten, ergo bist du für dich verantwortlich. Wenn dir etwas guttut, mache es weiter. Bringt dich etwas oder jemand nicht nach vorne schmeiße ihn/ es aus deinem Leben. Ich meine es ernst, das Leben ist zu kurz um die Zeit zu verschwenden und damit meine ich Freizeit, denn Steuererklärungen oder Hausputz sind Dinge die sollte man ab und zu mal angehen.

Ps: Hier muss ich doch noch einmal etwas einschieben, ich habe dieses Jahr wirklich eine wunderbare Person getroffen und kennen gelernt. Wir kennen und zwar erst seit März, aber es ist unglaublich wie schnell man sich verstehen kann. Bisher war diese Person auch immer für mich da und hat mic mit vielem Geflausche wieder aufgebaut. An dieser Stelle, falls du es jemals lesen wirst… Danke!

Meine Vorsätze konnte ich sogar zur Hälfte erfüllen. Ich war zwar nicht mehr im Kino, jedoch konnte ich während meines Auslandsabenteuer weiter bloggen, ich habe mein Abitur bestanden und wenn man es nicht so genau nimmt habe ich sogar mehr gelesen. Auch wenn es mehr Schullektüre und historische Texte waren, dennoch lesen ist lesen.

Für nächstes Jahr wollte ich mir ursprünglich gar nichts vornehmen. Viele jüngere Menschen behaupten stets, dass sie keine Neujahrsvorsätze brauchen da man jederzeit von heute auf morgen etwas ändern könnte. Es stimmt, jedoch hat Ottonormalverbraucher nicht unbedingt Zeit sich in seinem Alltag Gedanken um sich und sein Umfeld zu machen. Ich denke es ist immer gut Selbstreflexion zu üben und wenn es nur an einem Tag ist im Jahr (eben an Silvester), dann ist das besser als nichts. Das Problem an Neujahrsvorsätzen, dass es meist unrealistische Ziele sind, viel zu viele oder man überhaupt gar kein Plan hat wie man spezifische Dinge umsetzt. Dieses Jahr steht viel für mich an, ich werde nach Island fliegen wieder zurück in die Heimat und mich um einen Studienplatz kümmern, vermutlich wird auch ein Nebenjob gebraucht das ich meinen Mitbewohnern nicht ewig auf der Tasche liegen will. Das sind alles notwenige Dinge, sage ich mal… Da brauche ich nicht noch freiwillige Ziele, denn auch ohne Schule wird es stressig genug. Zumal habe ich von dem ganzen Selbstoptimierungs-hype die Nase voll. Ich bleibe mittlerweile einfach so scheiße wie ich bin. Entweder man mag mich oder man hält sich fern.

(mehr …)