Geburtstag

Heute hat meine Welt Geburtstag

Ich denke ich habe mich nun lange genug gedrückt, jetzt ist es soweit. Heute, morgen oder wann auch immer feiere ich klammheimlich und gar nicht groß das Jubiläum meines Blogs. Der Beitrag kommt zwar ein wenig verspätet (schließlich ist es schon Mitte August), aber ich habe ja gesagt ich habe mich lange gedrückt. Allerdings gab es noch nie einen solchen Beitrag, ich wollte immer Geburtstagsbeiträge schreiben wusste nur nicht wie. Wirklich was zu feiern gab es nicht, spannendes bezüglich meines Blogs auch nicht und irgendwie fand ich sowieso alles über bewertet. Bei fünf Jahren kann man dann schließlich mal eine Ausnahme machen.

Ich weiß übrigens immer noch nicht über was ich schreiben sollte. Fünf Jahre ist eine verdammt lange Zeit. Insbesondere für jemanden der mit 15 angefangen hat diesen Blog zu schreiben…

Damals war das Ganze ja mehr eine Schnapsidee oder Trotzreaktion auf unsere unfassbar schlechte Schülerzeitung und dann bin ich irgendwie kleben geblieben. Woche für Woche und Jahr für Jahr. Es verwundert mich übrigens heute noch, dass es damals wirklich Menschen gab, die sich für mein Geschreibsel interessiert haben.

Wenn ich mir meine ersten Beiträge so anschaue will ich eigentlich vor Scham im Boden versinken. Es sind quasi meine alten Tagebüchereinträge, faszinierend und wie gesagt ein wenig fremdschämend dabei weiß ich noch nicht einmal wirklich richtig warum.

Ich habe übrigens mal vor zwei Jahren versucht sämtliche Rechtschreibfehler aus vorherigen Beiträgen zu korrigieren. Nette Vorstellung, aber ich bin haushoch gescheitert es waren schlichtweg zu viele zumal ich wirklich versucht war sie komplett neu zu schreiben. Das kam mir dann auch wieder falsch vor, deshalb habe ich es gelassen und danke noch einmal alle Menschen die mich früher gelesen und kommentiert haben, die gekommen sind um zu bleiben, die mich über all die Jahre mitverfolgt haben und natürlich will ich auch denen danken, die erst seit kurzem dabei sind. Was wäre ein Blog, ohne Leser? Ohne Leser, ist es doch arg einsam…

Wenn ich die Jahre zu Revue passieren lasse, ist es doch immer wieder erstaunlich was alles in einer solch „kurzen“ Zeit passieren kann. Nicht nur innerhalb des Bloglandes, besonders außerhalb des ganzen virtuellen Raumes. Als ich diesen Blog angefangen habe war ich erst in der 8. Klasse und heute fange ich im Oktober an zu studieren. Dazwischen gab es natürlich jede Menge Höhen, Tiefen, Dramen, Reisen, Praktika, Konzerte, Theaterstücke und vor allem neue Freundschaften. Manche hielten nur wenige Wochen, andere kommen so langsam in die Jahre.

Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass ich langsam erwachsen werde. Nicht wirklich klischeehaft erwachsen, eher reifer? Ich meine altklug und frech war ich schon immer, ich meine eher das Stadium sich selbst zu mögen. Mit all den Ecken und Kanten, die man eben so hat. Darüber hinaus fange ich so ganz langsam wirklich feste soziale Kontakte zu knüpfen. Ich bin kein Grottenolm Meer, eine Runde Applaus für mich bitte. Wenn du mich jedoch zur Zeiten der Rush Hour in ein öffentliches Verkehrsmittel steckt, relativiert sich alles ganz schnell wieder.

Kehren wir trotzdem zu einer Frage zurück, die mich schon etwas länger begleitet. Die Frage lautet: Welchen Rat würdest du deinem jüngeren- Ich erteilen, wenn du es jetzt könntest?

Mal abgesehen von der Wahrscheinlichkeit, wie wahrscheinlich es ist dass dieses Szenario eintrifft hätte ich auch absolut keine Antwort. Ich muss nichts mehr an meiner Vergangenheit verändern. Ich habe mit ihr abgeschlossen. Ich bin mir zu 95% immer selbst treu geblieben, ich habe immer an mich geglaubt (wenn ich es nicht getan habe, hatte ich Freunde die es für mich getan haben) und vor allem war ich meistens immer ehrlich. Die 5%, die ich dann abgewichen bin haben mich einiges gelehrt und das wars. Ich bin damit zufrieden nicht immer zu 100% zufrieden sein zu können. Manchmal muss man eben seine Suppe auslöffeln, und manchmal wird das äußerst fies, unangenehm und man fühlt sich allein, hoffnungslos, bescheiden, wertlos und ich kann euch sagen auch wenn ihr euch so fühlt, dass ihr es garantiert nicht seid. Weder wertlos, noch hoffnungslos, noch allein. Man muss zwar die Suppe allein auslöffeln, aber es gibt dort draußen ganz viele nette Menschen, de dir dabei gerne helfen. Selbst wenn du die Suppe mehrmals auslöffeln musst, denn daSs wirst du müssen glaub mir. Ich habe das Gefühl, das Leben ist ein einziges Suppenbuffet bzw. ein You have to eat(mehr …)

Eine digitale Erinnerung an die fast analoge Zeit

Eine weise Kiwi hat mir mal gezwitschert, dass es Menschen geben soll die dich quasi so nehmen wie du bist ohne Nachzufragen, ohne Ansprüche, ohne Hintergedanken oder Bedingungen. Einfach so. Kaum zu glauben, aber ich muss zugeben dass es mir in letzter Zeit immer öfters passiert was mich natürlich tierisch freut. Was mich weniger beglückt ist die Tatsache, dass ich lange lange Jahre und auch immer noch nicht begriff habe dass die ganze Zeit so ein Mensch genau vor meiner Nase saß/sitzt. Früher ist er vor mir aufgestanden und hat liebevoll versucht mir schmackhafte Schulbrote zu schmieren, heute backe ich mir meine lieber selbst. Auch die Linie No. 5 hat das morgendliche Autorasen abgelöst.

Was allerdings geblieben ist, ist die Liebe. Leider äußert diese sich viel zu oft als miesgelauntes, pubertäres Herumnörgeln aber ganz tief innen drinnen würde ich jeder Zeit für diesen Menschen in die Bresche springen. Ich hoffe dass weiß er…

So nun ein kleines digitales Präsent… analog folgt dann in 23 Tagen ;)

 

Jaja, mein lieber Erfolg ist die beste Rache denk daran ;)

 

Für die wunderbar sonnigen Autofahrten mit unserem Dickerchen:

Ich denke dass sollten wir beide noch mal inhalieren: 

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eine kleine, florale Aufmerksamkeit

Gladiolen

Vorne weg, ich bin kein Florafetischist sondern bin lieber der Zuschauer als Blumendomteur aber ein wenig kann ich mich der floralen Anziehungskraft des Blumenmädchens doch nicht entziehen und so entstand zum Ehrentag der Urmutter aller Blümchen nun diese kleine ehrlesene Sammlung musikalischer Naturhappen…

Ich hoffe sie gefällt euch und allen voran natürlichdem Ehrkind des Tages un überhaupt des gesamten Jahres. Mögen dich die Gewäche der Erde dein Leben lang beschützen und behüten, denn du bist mit einer der personen die jeden Tag übersich hinaus wachsen können änlich wie der Bambus.

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Silence, als Geburtstagsgeschenk

Das passiert, wenn man ein Geburtstagsgeschenk braucht, aber zu viele Tim Burton Filme gesehen hat. Fest stand, meine Mitbewohnerin hatte Geburtstag und ich wollte ihr etwas persönliches schenken, das heißt was bleibt denn da, wenn nicht:

Hello, darkness, my old friend
I’ve come to talk with you again
Because a vision softly creeping…

(Übrigens hat Paul Simon, das Lied im Badezimmer komponiert, weil die Akustik so schön war… Er hat immer den Wasserhahn aufgedreht und dann im Dunkeln zu spielen angefangen.) Ich würde im Dunkeln in unserem Badezimmer sterben. Die Schwärze ist noch düsterer, als die eines schwarzen Loches :)

Wie auch immer, lange fehlte mir eine Idee und Tada! Der Schmetterling sitzt dort, weil es eines der Lieblingstiere von meiner Mitbewohnerin ist, dazu brauchte ich danach einen neuen schwarzen Marker.

Silence

 

Das zweite Bild ist schon sehr viel älter, aber ich hatte erst jetzt die Zeit es zu bearbeiten. Unbearbeitet sieht es nämlich ziemlich langweilig aus. Die Vorentwürfe hatte ich zu Hause fertig gemacht, nachdem ich ein Kaligraphiebuch zu Ende gelesen hatte. Mein erstes kaligraphisches Alphabet und sogar antik ;) Die Schwierigkeit lag hauptsächlich darin alle Bustaben verbunden zu bekommen, die Lösung war das ich nur dreier Bustabengruppen zeichnete. Also ABC; DEF; GHI; JKL; MNO; PQR; STU; VWX; YZ. Wenn ich die PQR-Kette mit in die letzte Zeile gescheucht hätte, wäre dort kein Platz gewesen. Und ich finde so hat es auch etwas, ein zentraler Punkt, ein Blickfang auch wenn er sich nicht groß von den Anderen unterscheidet.

antic- alphabet