#Freude

Die gesammelten Schätze des Monats der Musik

Ich dachte gerade ernsthaft, der Oktober sei bereits vorbei und war dezent irritiert. Nun gut, dem ist nicht so. Wobei mir jetzt einfällt, dass ich dringend unseren Tofuvorrat im Kühlschrank verspeisen sollte. Soja hält sich zwar, aber überstrapazieren will man die Pflanze ja auch nicht.

Das erste Wochenende des Septembers war ganz dem MPS gewidmet. Die ganze Aktion fing jedoch relativ hollprig an aufgrund von Verspätungen, Feierabendverkehr und einem Zeltaufbau, der eher einem Wir-halten-alles-fest-damit-nichts-zusamen-kracht erinnerte. Es blieb leider bei einem Zelt, denn das zweite war so Wacken geschädigt, dass wir es gleich entsorgten. Unsere Platznachbarn, waren auch ganz froh darüber hatten sie uns helfen müssen. Was lernen wir darauf, die Jungs sind absolut fit darin Soft sowie Hardware zu erneuern, aber ein Zelt aufstellen?

Schwierig…

Der Grill wurde dann gegen 22 Uhr angeschmissen, wir hatten also eine Verspätung von nur zwei Stunden. Ich memte mal wieder die Grillmeisterin (irgendwie ironisch so als Vegetarierin), aber das Fleisch wurde wohl erstaunlich gut. Es waren wohl alle überrascht, am meisten ich selbst. Anschließend unterhielten wir uns über Gott und die Welt, sangen Disneylieder und sämtliche Balladen aus naja Game of Thrones… Kommt schon, was habt ihr erwartet?!

Die Nacht war dementsprechend kurz und wir waren alle sehr erfreut über den morgendlichen Weckruf. Nicht. Neben unserem Zelt hauste der Timelord des Mittelalters. Sein Highlight zu jeder Stunde war es, sein Horn zu blasen und die Uhrzeit zu schreien. Wären die Bewohner des Campingplatzes nicht völlig im Eimer gewesen, wir hätten ihm die Gurgel umgedreht. Es war nämlich sieben Uhr morgens als er anfing. Es folgt die acht und um neun erbarmten wir uns schließlich aufzustehen, es nütze ja doch nichts. Wir wollten schließlich frühstücken, uns umziehen, mit den anderen noch shoppen gehen und das erste Konzert sollte bereits um 13 Uhr starten. Um neun Uhr, hat der Herr mit dem Horn dann übrigens ausgesetzt… Eine Welle aus unflätigen Wörtern folgte. Um zehn ertönte erneut sein Horn. Ich sehe, hier war man sich schnell einig.

Bin ich eigentlich die einzige Person, die das Wort „Gewandungen“ zwar episch findet, aber auch gleichzeitig sehr merkwürdig? Gegen dass sich nun vor uns erstreckende Meer aus Pfauenfedern, Rüstungen, Holzplatten, Stoffbergen, Flechtfrisuren und Make-Up konnten wir unmöglich ankommen. Zu uns gesellten sich Paladine, Samurais, Faune, Drachenblüter, Saurons, Gandalfs, Zwerge, Orks, Piraten und natürlich ein paar wunderbaren Elfen und wir alle pilgerten zur großen Wiese… So fing der Reigen an und die Eröffner waren Ye Banished Privateers. Eine Piraten(rock?)band, deren Musik uns ordentlich in Schwitzen gebracht hat. Piraten sind schon ein hartes Volk. Auf dieselbe Partyweise bestritten wir dann den Tag mit Waldkauz, Versengold, Saltatio Mortis, Knasterbard, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Fiddlers Green, und Faun.

Waldkauz wäre an dieser Stelle mein Geheimtipp. Eine Mischung aus Faun und Omnia, wobei sie musikalisch eher an Faun andocken und im Gegensatz zu Omnia, die englischen Texte singen können ohne dass es lächerlich wirkt.

Die große Aftershowparty gipfelte dann in einem Fiddlers Green Konzert und Holy Hell, die Jungs sind echte Rampensäue. Wurde vorher schon ordentlich getanzt wurde es hier auf die Spitze getrieben. Brüllen, Johlen, Grölen, Tanzen, Springen, Moshpid, Wall of Folk, alles inklusive und am Ende des Konzerts hatten 80% des Publikums keine Oberteile mehr an. Geschlechts und Gender unabhängig… Ein riesen Spaß! Ich merke an dieser Stelle an, die Band war keine Metalband sondern spielte irish Speedfolk.

Der Weg zum Zeltplatz war dagegen weniger amüsant. Zu wenig Licht und nun ja Winter is comming war plötzlich Gegenwart geworden. In dem Moment hätte ich gerne den schwarzen Ikeaflokati aka Mantel des Kommandanten der Nachtwache gehabt. Ein grobgewebtes Leinencape musste herhalten und unter jeder Menge Gegröle und Gehopse (Das Grölen war eher einem Röcheln und das Springen eher ein Humpeln) kamen wir zumindest beim Zelt an, ohne vorher zu Eis erstarrt zu sein.

Dumm nur, dass diese Nacht das Lagerfeuer nicht ganz so brennen wollte wie letzte Nacht. Plötzlich erschien uns die Nacht durchzumachen irgendwie doch nicht mehr so verführerisch wie am Tagesanfang und so wurde um kurz vor vier Uhr das letzte Handylicht ausgeknipst. Am nächsten Tag mussten wir feststellen, dass es zwei von uns sogar nicht mehr in ihre Zelte geschafft hatten, sondern einfach draußen geblieben waren. Die beiden, wurden dann jeweils auch wirklich fies krank. Aber auch wir bekamen am nächsten Morgen die Quittung. Unser Hornbläser verschlief übrigens sowohl sechs, als auch sieben und acht Uhr. Kurz vor neun ertönten die ersten hämischen Rufe à la Na wie spät ist es denn jetzt?, Hat da jemand zu viel gesoffen? und natürlich kam auch der Wackeninsider wieder hoch, der ewige Ruf nach: HELGA!

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olympische Gedankenspiele…

Wie sich nun auch meine Sommerferien dem Ende neigen sind die größten sportlichen Spiele der Neuzeit vorbei…

Denn vor 4000 Jahren fanden die ersten Spiele im ursprünglichen Austragungsort Olympia statt. Die Siegerlisten sind bis 733 v. Chr sogar noch erhalten geblieben die Zeit der olympischen Spiele mit der stets dazwischen statt finden Olympiade… Dem Zeitraum zwischen den Spielen… damals gab es im Gegensatz zu heute stets feste Austragungsorte die da gewesen sind: die Pythischen Spiele in Delphi, die Nemeischen Spiele in Nemea und die Isthmischen Spiele auf dem Isthmus von Korinth (Olympia mit eingeschlossen).

Zugegeben heutzutage huldigen wir weder Zeus noch anderen Göttern und dank der Römer ist es nun nicht mehr nur Griechen möglich an den Wettkämpfen teilzunehmen, zumal 99% der Athleten nicht mehr um Leben oder Tod kämpfen müssen, aber trotz all dieser kleinen Fortschritte kam dieses Jahr für mich kein olympisches Feuer auf.

Ohne diese eine Radioankündigung hätte ich wohl die olympischen Spiele dieses Jahr eiskalt verschlafen ähnlich wie die WM… oder war es die EM? Ihr wisst was ich meine… So war ich zumindest vorgewarnt und nicht allzu überrascht als ich den Gigantismus der Eröffnungsfeier erzählt bekam. Statt nun begeistert vor den Live-Übertragungen zu kleben und wie in Kindheitstagen die Athleten anzufeuern verschlief ich ebenso die meisten Disziplinen. Vieles reizte mich nicht… Der Beigeschmack Rios viel mehr Brasiliens Situation erübrigten den Rest und so boykottierte ich mehr aus sportlicher Nichtbereitschaft diese eigentlich wundervolle Ideologie.

Etwas zu feiern was unabhängig von leidlichen Problemen ist und nur auf reine Können beruht. Jede Nation sollte mitfiebern dürfen, jede Nation sollte ihren kleinen Nationalhelden bewundern oder der beste Weg: Jeder sollte sich für jeden und seine erbrachte Leistung freuen können, denn Spitzensportler sind sie alle.

Wir leben eben nicht mehr in der dunklen Vorzeit bei denen die Spiele in so vieler Hinsicht mehr Gladiatoren Kämpfen ähnelten.

Ebenso lädt der Standortwechsel gerade dazu ein die Länder dieser Welt kennen zu lernen in ihrer vollen und ganzen Realität. Ungeschönt. Weshalb man deshalb IOC-Mitglieder bestechen muss, sich haushoch verschuldet, die Nachhaltigkeit über den Haufen wirft sowie die eigene Bevölkerung unterdrückt ist mir ein Rätsel. Zwar bin ich meist für die ungeschminkte Wahrheit, aber ich würde niemals eine Nation wirtschaftlich unterstützen wollen welche dermaßen instabil ist sozial, politisch ökonomisch eben in fast allen Bereichen.

Ich will niemanden diskriminieren schon gar nicht Bewohner eines Landes dessen Regierung quasi noch nicht einmal existiert, aber man hat doch schon in der Vergangenheit der Spiele spätestens seit 2012 bemerkt, dass selten die ganzen Kosten gedeckt werden oder sogar etwas Profit abwerfen. Mit diesem finanziellen Verfahren werden die Brasilianer keine Scheiße zu gold machen.

Wie unverantwortlich ist es also von der FIFA, IOC, FIS gegen die vorherrschenden Umweltprobleme rein gar nichts zu unternehmen oder überhaupt gegen alle Probleme? Die brasilianische Regierung betreibt Gentrifizierung vom feinsten, interessiert sich einen feuchten Dreck für ihre wunderbaren Buchten, Wälder etc. und die gesamte Welt schaut zu? Selbst wenn es zu Doping-Fällen kommt? Die Bevölkerung wird von den Einnahmen der Spiele nie auch nur einen Peso zu fassen bekommen, die Buchten, Wälder werden weithin abgerissen und verschmutzt und die Favelas werden weiter wachsen. Was ich allerdings ebenso an den hiesigen Zeitungen nicht verstehe ist: All diese Probleme waren seit Jahren bekannt weshalb regen sich so viele Menschen plötzlich über die Guanabara Bucht auf? Dieses Umweltthema haben wir bereits vor vier Jahren im Geographieunterricht besprochen. Vor vier Jahren…

Nach all diesen Geschichten finde ich die Boykottierung dieser Spiele durchaus gerechtfertigt… wie die von Sotchi sowie die WM in Brasilien die ebenso symbolisch eher einer Falle glich. Ich fände definierte Kritikerin für eine Austragungslizenz durch aus angebracht… so müssen erst die Menschenrechte erfüllt sein bevor irgendetwas passiert.

Weshalb muss man also solch edle Gedanken mit Dreck beschmeißen so dass viele Menschen diese Idee langsam anfangen zu hassen und zu ignorieren? Wieso diskriminiert ein Libanese und ein ägyptischer Sportler jeweils einen Israeli? Seit wann schreiben wir das Jahr 1936…? Nicht nur Diskrimierung fanden Einzug, nein auch Ausraubung sowie Intoleranz feierten fröhlich den brasilianischen Fasching. Was mich daran stört ist viel weniger der Umstand, dass solche Dinge passieren als dass  nichts dagegen unternommen wurde. Die Bevölkerung ist arm, neidisch und wütend Konfliktpotenzial pur und dann wundern sich sämtliche höheren Mächte warum es zu Ausschreitungen kommt? Sehr aufmerksam.

Ich denke solange die Spiele eben andauern könnte man ruhig den symbolischen Ringen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken und solange die Spiele andauern die Menschheit an sich feiern.

Nehmen wir doch als wunderbares Beispiel den ägyptischen Judoka nur ihn noch einmal so richtig schön als Arschloch da stehen zu lassen. Ein intolerantes Arschloch muss eben einmal sein Fett wegbekommen, denn einer der Tugenden des Judos besagt klipp und klar, dass man sich die gegenseitige Anerkennung stets zeigt. Respekt sowie Ehre und Wertschätzung stehen hier ein für alle mal in Stein gemeißelt und sind eben Pflicht wie das Amen in der abendländischen Kirche! Deshalb habe ich diesen Sport so gemocht und deshalb bleibt er auch in der Theorie für ewig in meinem Sportlerherzen. Man respektiert sich gegenseitig. Immer.

Egal wer dort steht oder ob man gesiegt oder verloren hat. Man wertschätzt die Erfahrung wer das nicht begreift ist kein Sportler… Der Volldepp gehört nicht disqualifiziert sondern gesperrt bis ans Lebensende. Es kann nicht sein, dass ein erwachsener Mann seine dämliche Ehre nicht bezwingen kann für den Sport. Für Sport, der nichts mit der Politik seines oder der Nation des Gegners zu tun hat. Dieser israelische Judoka konnte genauso wenig wie er etwas dafür, dass sich ihre Völker gegenseitig zerfleischen. Vermutlich leidet ihr beide gleich mies darunter und dieser Arsch begreift es einfach nicht. Diese Begebenheit das Sport verbinden sollte verstehen koreanische Teenager aber nicht Islam El Shehaby?!

koreanische Teenager

So sollten sich Sportler benehmen… und nicht anders

Bis dato wollte ich auf die sportliche Repräsentation des Judos und Teakwondos nicht verzichten. Es gab quasi über die Jahre verteilt kaum einen Wettkampf beider Disziplinen der tatsächlich wirklich live übertragen wurde. Vielleicht einmal die Übertragung vor Ort, einige Jahre später manchmal sogar über dubiose live Übertragungen per Internet bei denen man entweder Glück haben musste überhaupt Netz zu finden oder seinen Computer quasi nach Japan transferieren musste nur um die dortige live Version zu ertragen. Und nein, ich bin kein Fan von japanischen Fernsehen. Es ist mir schlichtweg einfach zu hysterisch und zu exotisch. Ich brauche einen ruhigen Reporter der ohne Sprechblasen und Geblinke auskommt. So war ich eigentlich froh friedlich die Judo-Wettkämpfe betrachten zu dürfen bis zu dem Kampf. Von dort an war mir der Geschmack der Menschlichkeit abhanden gekommen weshalb ich gar nicht erst ins Taekwondo- Fieber gekommen bin. Schade…

Denn für mich sind diese zwei Sportarten wohl die einzigen bei denen Doping vielleicht keine allzu große Rolle spielen dürfte. Denn hier allein entscheidet die Technik und durch pure Kraft oder verbesserte Schnelligkeit unterlaufen einem nur Fehler… jeder deiner Fehler ist quasi ein Punkt für deinen Gegner. Selbst Schmerzmittel helfen im Judo nur gelinde, denn ist der Arm einmal gebrochen oder wurde man zu Ohnmacht gewürgt ist der Kampf ebenfalls vorbei und man außer Gefecht.

Selbst im Taekwondo ist Technik ein essenzieller Baustein für eine gute Performance leider könnten ihr Aufpuscher oder Schmerzmittel mehr bewirken damit man eben länger durchhält falls es einen Tritt gegen den Kiefer gibt.

Ich hoffe für alle dass die nächsten Spiele alles in allem sehr viel positiver werden. In Tokio werden uns hoffentlich nicht all zu viele Dramen von Todesfällen, Doping- Meldungen oder unterschlagene Anerkennung ereilen. Noch einmal zum Thema Doping über Russland möchte ich mich nicht mehr aufregen ebenso wenig über China was mir viel mehr Sorgen macht, ist der mögliche Sachverhalt, dass viele Athleten gar nicht wissen könnten dass sie gedopt sind/ wurden. Ich meine eine kleine Pille in den isotonischen Proteinshake und dort noch einmal eine kleine Tropenimpfung für Brasilien… Welcher Sportler würde denn seinem Arzt nicht blind vertrauen? Diese Menschen retten quasi ihr Sportlerleben regelmäßig. Übrigens Hochachtung meinerseits an die Japaner, denn 12 Goldmedaillen sind eine reife Leistung.

So möchte ich allerdings noch einmal eine Frage an euch stellen: Versteht hier weshalb BMX, Golf und rhythmische Sportgymnastik olympische Disziplinen sind? BMX könnte man ja als ein extremeres Abbild des Radfahrens erklären aber die anderen zwei? Rhythmische Sportgymnastik ist das harmlosere Bodenturnen aber Golf? Und in Tokio wird es noch abenteuerlicher Karate, Baseball, Klettern, Skateboard, Surfen… aber Golf?! Weshalb Golf?!

Entschuldigung aber alles außer Karate kann ich überhaupt nicht mehr nachvoll ziehen. Kampfsportarten lassen sich noch durch das antike Pankration erklären aber der Rest?

und um nun nicht ganz so negativ von dannen zu ziehen hier tatsächlich noch einmal einige erfreulichere Seiten Olympias, denn für die Athleten ist es sicherlich in vielerlei Hinsicht ein Lebenstraum und eine wunderschöne Erinnerung.

Weitere Bildquellen gibt es übrigens hier und hier….

 

You decide…

…und schon bin ich bei dem eigentlichen Thema. Ein Thema, welches mich zusehends nervt, allerdings noch nicht einmal halb so wichtig wäre als dass es von irgendjemand registriert werden könnte. Darüber hinaus ist es noch nicht einmal das wirkliche Thema sondern nur ein Überthema… Aber da ihr mir zu Zeit doch recht gut zu redet und mir seelischen Beistand leistet(davon gehe ich jetzt mla sehr selbstüchtig aus, lasst mich!) dachte ich mir könnten wir das Thema mal gemeinsam anpcken? Und uns selbst und anderen mal etwas gutes tun…

Wie bei Vielem in der Welt gibt zu einem Thema viele wundervolle Aspekte, aber auch die weniger wundervollen. Vor allem in den Medien wie Film, Theater, Musik spalten sich bekanntlich sowohl die Geschmäcker als auch die eigenen Meinungen. Es gibt zwar immer einen gemeinsamen Nenner wie beispielsweise: einfache Tags auf Hauswänden (bekannt als Schmierereien) sind blöd, doch von diesem Nenner gibt es nun eine ganze Menge Abspaltungen Gaugin, Bacon, Pollok, LadyDiva… alles vertretbare Ideale.

Selbst in der Werbung gibt es heutzutage wahre Meisterleistungen die zwar nicht immer etwas mit dem Produkt zu tun haben, allerdings dafür humoristisch, kreativ und sogar politisch fantastische Botschaften in die Welt hinaussenden.

Nur wie gesagt… da wären noch die weniger wundervollen

Nehmen wir doch als herrliches Beispiel diesen Slogen: You decide.

Ich weiß nicht wie viele von euch diese Marke kennen oder sogar konsumieren aber ich hoffe mal keiner von euch! Wenn doch…

Rauchen ist scheiße. Punkt aus Ende. Nun folgt übrigens der altbekannte Vortrag, den euch jedes Biologiebuch sowie jeder vernünftige Arzt euch halten würde:

Es tut nichts für eure Gesundheit, es kostet nicht gerade wenig Geld und ihr mieft, vielmehr stinkt ihr. Eure Ausdünstungen bestehend aus Blausäure, Toluol, Butan, Kohlenmonoxid, Chrom, Kadmium und Polonium-210 kann nicht überdeckt werden weder von Kaugummi oder Wodka noch Chanel 5°.

Aber letztendlich ist es euer Privatleben und um ehrlich zu sein stört mich sehr viel mehr die Werbung als die Raucher, denn ihr werdet nicht wieder aufhören. Das Suchtpotential ist zu stark.

Also seiht ihr quasi vom Dämon befallen und per dreimaligem Rusenkranzrauchen befreit. Die Chefredakteure von Werbefirmen, die Raucherwerbung vertreten gehören dagegen gesteinigt und geteert, denn sie sind die Höllenhunde, die Kinder vermitteln rauchen sei cool.

Dasselbe gilt übrigens für das nicht mehr geltende Verbot, dass man in Filmen nicht mehr rauchen durfte. Warum dürfen Charaktere wieder rauchen?! Wer hat sich das ausgedacht?! Ich hoffe diejenigen sterben früh… und zwar sozialverträglich!

Dr. Grace Augustine wurde für ihre gesamte Scrrening-Time die Zigarette animiert! Ich könnte mich noch ewig so weiter aufregen, aber hier mache ich einen Punkt. Schließlich gibt es Menschen auf der Erde, die weit essentiellere Sorgen haben als der Ort des nächsten Kiosk.

Statt des ganzen Konsums der stinkenden Grassstäbchen könnte man vielmehr Nächstenliebe in die Welt versprühen. Die Methode ist sicherlich keine Wunderheilung, aber zumindest ein Weg um diese bescheidene Werbung durch Nichterwerb einzudämmen, womit ihr mir einen großen Gefallen tun würdet und den Bäumen sowie den Druckern, Plakatierren und überhaupt jedem Betrachter der dieser optischen Hölle verfielen ist. Wenn diese Werbung nämlich gestrichen würde, so könnten viel viel mehr kreative Nachwüchsler ans Werk und ich wäre zufrieden und ihr würdet länger leben und sogar Geldsparen!

Die Alternative von der ich rede nennt sich übrigens Postcrossing.

Das Projekt Postcrossing wurde am 14. Juli 2005 von Paulo Magalhães ins Leben gerufen, inspriert wurde die Idee vom Konzeptes des Bookcrossings und statt Büchern werden hier nun Postkarten versendet. Die Empfänger dabei kennt man natürlich nicht.

Denn das Prinzip ist folgendes:

Euch anmelden, dabei müssen sowohl E-Mail Adresse als auch reale Wohnadresse angeben werden. Postfächer gehen natürlich auch. (Adresse bleibt außer für euren Absender eurer Postkarte unsichtbar)

Ihr erhaltet aus einem imaginären Lostopf die Adresse eines Mitgliedes. Dabei habt ihr die Möglichkeit Adressen aus eurem eigenen Land mit einzubeziehen oder auszusparen.

Nach Erhaltung der Adresse könnt ihr den Steckbrief, desjenigen an den eure Postkarte verschickt werden soll, einsehen. Auf diesem Steckbrief stehen meist persönliche Dinge: Hobbys, Interessen und natürlich die gewünschten Postkartenmotive. So bekommt ihr zumindest einen Anhaltspunkt was eurem Empfänger gefallen könnte.

Nun heißt es den Mut fassen eine Postkarte sowie internationale 90ct Briefmarke zu kaufen…

Danach rann an den Stift je nach belieben dürft ihr dieverse Informationen niederschreiben, etwas Glitzer obendrauf und zu guter letzt abschicken nicht vergessen.

Sobald der Empfänger deine Postkarte bekommen hat registriert er diese mit der sogenannten Postcard-ID. Diese ID bekommst man mit der Adresse des Empfängers per E-Mail zugesendet. Diese sollte man IMMER drauf schreiben…. Andernfalls kommt man nicht in den Genuss einer Postkarte, man nicht in den internationalen Lostopf wandert. Bis zu 14 Tage dauert für gewöhnlich das Empfangen der ersten Postkarte…  Am Anfang darf man bis zu drei Postkarten gleichzeitig verschicken welche sich dann langsam erhöht bis zu zehn am Tag.

Der ganze Spaß ist ab 13 Jahren, also können sogar Nichtraucher in den postalgischen Genuss kommen. So spielt das Ganze auch in der Gefahrenzone von YouTube, Facebook etc. Wobei der Umgangston in dieser Communitiy wesentlich höflicher ist. Ich bin seit einem Jahr dabei und habe noch nie auch nur ein Fünkchen Unhöfflichkeit oder gar Hate erfahren. Sogar diese berühmt berüchtigten anzüglichen Texte auf Postkarten blieben aus.

Und wem es zu unangenehm ist Fremden eine Postkarte zu schicken, der kann innerhalb der einzelnen Foren ebenfalls Meet and Greet Termine vorschlagen und warnehmen. Ebenso beinhaltet eurer Account eine Erstellung die sich direct Cwap nennt und ihr so mit Menschen direkt Postkarten „tauschen“ könnt. Auch gibt es die so genannte Wall, auf der eure erhaltenden Postkarten registriert werden. Wenn man will kann man die Motivseite abfotografieren und danach hochladen. Andere Postcrosser haben nun die Möglichkeit besser abzuschätzen was euch gefällt, wenn ihr eure schönsten Exemplare mit einem Herz verseht.

Glaubt mir ihr werdet diese Funktion lieben lernen…

Der Mehrwert für euch wäre neben einem fremden Menschen ein lächeln aufs Gesicht zu zaubern, Vorurteile über Länder auszumerzen, Kulturen besser kennen zu lernen, euer geographisches Wissen zu erweitern sowie tatsächliche Freundschaften zu schließen falls der Andere eine Postkarte als Dankeschön zurücksendet. Auch erntet man dabei eine große Anzahl von interessanten Briefmarken und Motiven. Ihr glaubt gar nicht was es für Postkarten gibt!

Darüber hinaus bekommt mal von jemandem anderen Post als nur eurer Bank, der Post selbst oder unnötige Werbung von diversen Liferservicen eures Umfelds, die euch übrigens auch nicht im geringsten helfen! Ihr seid erwachsen versorgt euch selbst…

Im übrigen, da ich gerade am reformieren bin und die Tabakwerbung boykottiere hier eine kleine Rechnung:

Ein Stapel 90ct-Briefmarken kostet 8€ die dazugehörigen Postkarten zwischen 1-2€ so ergibt sich ein Postkartenpreis zwischen 8-16€, der Gesamtbetrag läge somit bei 16-24€ und dafür bekommt man noch etwas zurück!

2016 gaben 44% der Raucher an zwischen 11-20 Zigaretten pro Tag zu rauchen, dass ist knapp eine Packung. Nehmen wir eine Schachtel mit 24 Stück, der Rauscher raucht pro Tag 12 Zigaretten… Die Packung würde zwei ganze Tage halten. Ein Monat hat 30 Tage also 15 schachteln 15 mal 6€…. und ihr meint 24 Euro wären zu viel für Weltfrieden und Glückseligkeit?

Nein oder?

In dem Sinne… kauft statt Zigaretten Postkarten und Briefmarken, damit wäre nicht nur euch geholfen sondern Auch dem Rest der Welt.

Hier übrigens meine schönsten Exemplare

Hier übrigens meine schönsten Exemplare

AH! Freude! Schnappatmung…

Da gucke ich eben gerade ahnungslos in den Briefkasten und was liegt drinn?!
Alda nich nur das wir früher Schluss hatten. Nein dann auch noch diese Überraschung. Mein Leben ist perfekt!
Ihr müsst euch das ungefähr so vorstellen:
Teenager freut sich läuft achreiend in der Wohnung rum und Muddern steht daneben und denkt ihr Kind wäre Verrückt^^
Aber das is so egal, ich bin glüüüüüücklich:) (Ich hatte die schon längst abgeschrieben, weil das gewisse „Helden“ nicht zurück geschrieben haben ist mir schon öfters passiert)

Autogrammkarten

King!

‚Yeah I am the King!‘ Das dachte ich heute zumindest in der Stunde. Endlich mal wat richtiges gesagt, gemacht und sogar ein Lächeln von herzlich schlecht gelaunten Pädagogen einkassiert. Darauf folgte in der nächsten Freistunde das hier. Mal eben mit Buntstift auf einen Zettel gekrakelt.

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