Ferien

Gesammelte Schätze des Monats des Arbeitskrieges

Erste Ankündigung am Ende des Monats: Ich habe wirklich richtige Semesterferien, was so viel bedeutet wie: Ich habe meine drei Leistungsnachweise fertig geschrieben. Zwei davon sind bereits abgeben und den dritten muss ich nun fertig formatieren. Das wird noch ein Spaß, Inhaltsverzeichnisse in Word sind wirklich nicht mein Steckenpferd. Ich bewundere die Menschen, die sich das jeden Tag erneut antun (müssen). Leider weiß ich auch, dass weder InDesign noch Latex die Lösung sind. Besonders letzteres nicht, ich habe es versucht und selbst der Versuch eines lieben Menschen hat mich davon überzeugt. Ein Programm in dem der Text programmiert wird, jedoch nur in Standardformaten ist absolut untauglich für kulturwissenschaftliche Texte. Ihr merkt, ich war vorher bereits ein wenig misstrauisch und wurde in meinen Vorurteilen nun wieder bestätigt und ich gebe gerne zu, dass ich es gerade ein wenig auskoste à la Das hätte ich dir auch schon vorhersagen können! Ebenso habe ich wieder demonstriert bekommen, dass keiner der Menschen bin, der andere Menschen um Hilfe bitten kann. Also schon, aber in alltäglichen Aufgaben erledige ich meinen Mist lieber selbst. Selbst wenn die besagten Menschen mir freiwillig zugesagt haben. Meine Verantwortung bleibt eben doch meine Verantwortung, was nicht heißt, dass ich die Verantwortung anderer gerne übernehme. Damit komme ich nämlich gleich zum nächsten Punkt:

Ihr habt einen Aushilfsjob, dessen Entlohnung gerade so über dem Minimum liegt. Soweit so gut. Den Arbeitsvertrag, den ihr damals vorgelegt bekommen habt sagt nichts über gewisse Schulungen oder Teamabende aus. Weshalb auch? Ihr arbeitet gerade Mal 10 Stunden pro Woche auf fünf Tage verteilt dort. Die zwei Teamabende, die mal angesetzt worden waren galten nie wirklich ausdrücklich für euch. Plötzlich hängt dort ein neuer Aushang im Pausenraum (normales Druckerpapier, kein offizieller Briefkopf!) für eine zweistünde , abendliche Besprechung an einem Samstag. Ihr wisst jetzt schon, dass ihr dort nicht könnt vergesst aber aufgrund der Klausurphase, Referatsstress, einem ignoranten Professor sowie Mitarbeiter, einer geballten Ladung Bürokratie und einer recht launischen Psyche der Chefin abzusagen. Irgendwann fällt es euch wieder ein, bekommt Angst da der Termin erheblich näher gerückt ist und verdrängt es wieder. Ihr wollt keine Umstände machen, wegen des Verschiebens und wenn ihr nicht auftaucht wird es wohl nicht so schlimm werden. Ihr seid ja schließlich nur eine Aushilfe. Dann hat die Chefin auch noch Urlaub und letztendlich sagt ihr zwei Tage vorher ab und die Welt explodiert. Die Weltexplodiert noch mehr, als die anderen zwei Aushilfen ebenfalls absagen. Natürlich bekommt ihr den Ärger ab, denn ihr wart an erster Stelle. Ein dreitägiges Drama inklusive Standpauken, passiv-agressive Kommentare und einem wirklich fiesen Arbeitsklima folgen.

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Gesammelte Schätze des Monats der „Freiheit“

Falls in dem letzten Monatsrückblick viele Fehler enthalten waren, tut es mir bereits jetzt leid. Nur schreibe ich den Beitrag meistens mit dem Verlauf des Monats und werde sozusagen betriebsblind. Irgendwann bin ich dann so genervt und ungeduldig davon dass der Text immer noch nicht fertig ist, dass es mir zu blöd wird. Nichtsdestotrotz geht es diesen Monat weiter und der Monat fing weit besser an, als ich es mir je erhoffen durfte. Die Belohnung nach der Klausurphase war ein Wochenende im Sauerland mit den besten Freunden, die man sich nur wünschen kann. Egal was schief lief, die Stimmung war konstant genial, keiner hat irgendjemanden ans Bein gepinkelt und wir waren alle ganz wundervoll fluffig.

Die Höhepunkte (im Guten wie im Schlechten und im Absurden) wären gewesen:

 

  1. Der Weg zum meinem Treffpunkt war schon eine Odyssee. Meine wehrte Öffi-App hat es nicht so mit genauen Angaben. Man braucht entweder die Hälfte der berechneten Zeit oder die Doppelte. In diesem Falle fuhr ich eigentlich viel zu früh los, wurde dann jedoch zur falschen Bushaltestelle geschickt, sah meinen eigentlichen Bus aus dem Augenwinkel wegfahren und stand dann dort. Der nächste Bus sollte nämlich nicht in 10 Minuten fahren wie die App es mir kundgetan hatte, nein das miese Ding fuhr gerade mal alle 20. Die Strecke konnte ich dann laufen, zu spät würde ich so oder so kommen. Ein Hoch auf meine grauen Zellen, welche den Weg aufgrund eines Festivals noch irgendwie zusammen bekamen. Ich brauchte trotzdem weitere 10 Minuten um diese Hausnummer zu suchen, an der wir uns treffen sollten. Ich und Hausnummern, wir stehen seit meiner Geburt irgendwie auf dem Kriegspfad. Wie auch immer, ich sah niemanden und so langsam beschlich mich das Gefühl, dass wir uns vielleicht am alternativen Treffpunkt treffen würden. Das alles wäre nicht so dramatisch gewesen, wenn mein Handy funktioniert hätte. Ich kann damit (aus Gründen) derzeit weder SMS verschicken, noch telefonieren, noch ins Internet. Was also tun, wenn man quasi nicht erreichbar ist? Richtig, man versetzt sich in die 90er Jahre zurück und sucht sich ein Festnetztelefon. Mir fielen zwei Architekten in ihrem Büro zum Opfer, die mich sichtlich irritiert anstarrten als ich dort mit Wanderrucksack, Isomatte, einem Jutebeutel und einer Nerdmütze im Türrahmen stand. Beide dachten allen ernstlich ich wollte das Telefon klauen. Es löste sich dann übrigens alles in Wohlgefallen auf. Die Gruppe fand sich zusammen und ab ging die Post. Fast…

 

  1. Die Autobahnfahrt sollte so fünf Stunden dauern, ohne Feierabendverkehr. Den wir am Ende tatsächlich auch nicht hatten, denn kurz nach dem wir losgefahren sind bewaffnet mit Snacks, Musik und guter Laune begann unser Fahrer Witze darüber zu machen wie toll sein Auto wäre und dass es noch nie Probleme gemacht hätte. Ihr wisst bereits worauf es hinaus laufen wird oder? Richtig: Zu erst viel die Servo-Lenkung aus, dann meckerte die Kühlwasseranzeige und auf der Auffahrt zu einer Tankstelle an der wir die zweite Gruppe treffen wollten rauchte das Auto komplett ab. Unsere Motorhaube glich dem Eyjafjallajökull, der 2010 mit seiner riesigen Aschewolke gesamt Europa in Atem gehalten hat. Während wir die Anderen benachrichtigten und unsere Sachen vor noch viel Schlimmeren in Sicherheit brachten, nahm sich ein russischer LKW-Fahrer dem Ganzen an und das Ergebnis war: Der Keilriemen war gerissen und ist anscheinend so heftig gegen den Kühlwasserschlauch geschlagen, dass dieser schließlich geplatzt ist. Es folgten Anrufe an den gelben Engel, die Familie des Fahrers, an diverse Autovermietungen sowie weitere Freunde. Während sich zwei bis drei Menschen damit beschäftigen ein neues Auto aufzutreiben, vertrieben wir uns die Zeit an der Tankstelle und amüsierten uns köstlich. Bereits nach 2,5 Stunden ging es weiter in Richtung Mitteldeutschland wobei der Neuwagen sehr schnicke aussah und dank mir einen doppelt so großen Kofferraum hatte wie unser Wagen davor. Kombis sind eben klasse, zumal wir dadurch endlich den Rückspiegel benutzen konnte. Während die Snacks gereicht wurden, wechselte die musikalische Untermalung von Queen über K-Pop durch bis wir abmachten nur noch Trash zu spielen. Bevorzugt aus den 80er oder 90ern und ab und zu gab es mal auch was aus den 2000ern. Kilometerlang dröhnte aus unserem Auto (bei geöffnetem Fenster) I would like to move it move it, Rasputin, Moskau, Ice Cube, Willst du mit mir Drogen nehmen?, Crazy Town, Captain Jack, Mambo No. 5, Hyper Hyper oder Mr. Vein, High Way to Hell sowie YMCA es endete schließlich in einem Potpourri aus Rammstein, Knorkator, Marylin Manson, Linkin Park, Green Day, und diversen Songs aus Tanz der Vampire. Nicht zu vergessen das Pokémon Theme. Ich bin mir sicher die Dörfer, die wir irgendwann passieren mussten haben sich über die 5 Sek. lange Beschallung gefreut.

 

  1. Hier übrigens ein kleiner Tipp für ein Partyspiel, welches man in großen Runden spielen kann, verdammt viel zu lachen hat und man sich weder blamiert noch fremdschämt. Es handelt sich um eine Stillepostvariante, nur zeichnet man das Wort, welches man bekommen hat. Das Ganze läuft so ab: Jeder Spieler bekommt einen Haufen von Post-Its oder Notizzetteln auf denen er bequem zeichnen kann. Die Anzahl der Zettel entspricht der jeweiligen Spieleranzahl. Jetzt schreibt jeder verdeckt einen Begriff auf seinen Zettel, um ihn dann verdeckt an den linken Nachbarn weiter zu geben. Der schaut sich verdeckt den Begriff an, packt diesen Zettel ganz nach hinten und zeichnet den Begriff auf das neue leere Blatt. Ist er fertig gibt er den gesamten Stapel abermals nach links weiter und der, der den Stapel bekommen hat muss anhand der zeichnen den Ursprungsbegriff erraten. Viel mehr schreibt er den begriff auf bei dem er denkt, dass die Zeichnung ihn darstellen soll. Wir haben Tränen gelacht, es kann und konnte übrigens keiner von uns wirklich Zeichnen. Das ist nämlich auch der Witz an der Sache. Es gibt dann sehr viele interessante Interpretationen an sich eigentlich sehr vielen Alltagsbegriffen. So wurde aus dem Fischbrötchen am Ende Nekrophilie, aus dem Kaiserschmarrn UV-Strahlungen und aus einem Dice20 ein Looping einer Achterbahn. Desweitern hielten sich ikonische Begriffe wie Gravitationswellen (recht lange) oder Fotosynthese. Was völlig schief ging war das Wort Ehre… Aber wie soll man Ehre auch Zeichnen? Ich habe es erstaunlich gut hinbekommen, wobei es dennoch falsch gelesen wurde. Immerhin die Intention war da…. Das Ganze wurde dann drei Wochen später erneut auf einem Geburtstag gespielt.

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Gesammelte Schätze des Erntemonats

Irgendwie werde ich den August mehr vermissen als alle anderen Monate des bisherigen Jahres einfach aus dem Grund, dass ich irgendwie die entspanntesten Tage des Jahres genießen konnte. Denn ab morgen heißt es wieder Schulbank drücken und paucken so viel wie eben nur geht. Mein einziger Trost, dass es für mich das letze Jahr ist. Mein gottverdammt letztes Jahr! Ich bin mir sicher, dass ab Januar eher weniger kommen wird… Schade eigentlich, ich hätte gut und gerne noch drei weitere Wochen Ferien haben können. Erst ab der vierten Woche hat die Entspannung angefangen zu greifen. Worauf ich allerdings wirklich verzichten kann sind diese 30°. 30! Noch mehr Klimaerwärmung vertrag ich nicht mehr…

Bin mal gespannt wie sich das Klima auf die Lernatmospähre ausübt. Garantier grandios wie eh und je wobei ich bete, dass ich dieses Jahr meine gewünschten Lehrerwechsel bekomme. Schließlich fehlt ein Drittel unserer Stufe und ich habe insgesamt zwei Kurse weniger. Herrlich… Aber nun blicken wir bitte einmal 24 Stunden in die Zukunft

… denn ich weiß jetzt schon einmal wie sich das Aufstehen gestalten wird:

»Doon«, flüsterte Gatley.

Ein Wagen kommt für Gatleys Geschmack etwas zu schnell die Straße runter. Alles, was einen Insassen nach der Sperrstunde auf dem Gelände zustößt, fällt in seinen Verantwortungsbereich, hat di Geschäftsführerin unmissverständlich klargestellt.

»Doon.«

Groteskerweise ist es das untere Auge, das zu Gatley hochrollt.

»Don.«

»Doon«

»Don Doon die Hexe ist tot.«

»Doon, Green muss deinen Wagen umstellen.«

»Schwarzes Töfftöff, Don.«

S. 874- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Ist der erste Adrenalinausstoß und die erste zugebene irgendwie leider doch vorhandene Affinität verflogen werde ich alljährlich bemerken:

Dieser Ort bewegt sich seit fünfzig Jahren rückwärts in der Zeit, und ein lausiges Urteil wird daran nichts ändern. 

S. 8-9- Der Gerechte von John Grisham

 

Wunderbare Beschreibung mancher Zeitgenossen:

Grausamkeit ist kein Charakterzug. Grausamkeit ist eine Angewohnheit.  

S. 158- Fünfte Welle

 

Ebenso werde ich mir wiederholt diese Frage stellen. Jährlich grüßt das Murmeltier sozusagen:

„Ich frage mich, was die Welt lieber will: Fantasie oder Realität?“  

S. 453- Mind Games

 

Pemulis und ich würden uns so unglaublich gut verstehen:

Warum genau Michael Pemulis Dr. Rusk hasst, ist unklar und variiert anscheinend , Hal bekommt von Pemulis jedes mal eine andere Antwort.

S. 738 – Unendlicher Spaß von David Foster Wallace 

 

Mein neuer Sportkurs… Hoffentlich:

»Interessante Schrittfolge, Id, das muss ich dir lassen.«

S.827- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Neue Biothemen, hoffentlich ebenso in einem neuen Biokurs. Ich halte das Geschrei einfach nicht mehr aus…

»Nein. Es war ein transmuraler Myokardininfakt. Machte eine ganze Herzkammer platt. Seine ganze Familie hatte eine Herzgeschichte. Der Pathologe fand es erstaunlich, dass er so lange durchgehalten hatte.«

S. 885- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Wir werden eine neue Geschichtslehrerin bekommen und so ungefähr wurde uns ihre Mentalität geschildert. Na Prost Mahlzeit…

»Das Fernsehen der Terrestri und der- wie sagte man das?- Passivität. »Genau. Terrestrisches Fernsehen. Die fragliche Serie hieß MASH.«

S. 921- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

In dem Moment habe ich erfahren, dass diese eine asiatisches Schnellrestaurant in den sechs Wochen wohl erheblich aufgestockt hat. Den Nachmittagsunterricht wird man vergessen können:

»Hast du schon gegessen?«

Hal wölbte den Bauch, tätschelte ihn und sah weiter an die Decke.

»Das Raubtier hat gemordet und sich den Bauch vollgeschöagen und liegt jetzt im Schatten des Baobab.«

»Kapiert.«

»Besieht sein treues Rudel.«

»Ich habs kapiert.”

S. 807- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

und ich wünsche mir, dass unsere Abschlussreise nächste Woche nicht jeden Abend ungefähr so enden wird:

»Bitte nötige nicht Bettelung von ich, Idris Arslanian.«

»Die östliche Konkavität steht natürlich auf einem ganz anderen schrill gefärbten Blatt als die von Inc sogenannten öden eliotischen Wüsteneien der westlichen Konkaviätät, das kann ich dir sagen.«

«Du kannst mir alles sagen, wofern du es mir über dem Porzellan einer Toilette sagst.«

S. 910-  Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

So dass wars jetzt für den wundervollen August. Falls ihr mir etwas zum letzten Schuljahr schenken wollt, schenkt mir Schnee! Ich gehe hier noch ein…

Sommerliche Pause mit Hilfe von unsommerlichen Kritzeleien

So meine Lieben, falls ihr das hier lest was ich ja wohl sehr stark hoffe heißt das für mich gerade: Wohlverdiente Sommerpause…

Das ist auch der Grund weshalb ich hier mehr halb stumm vor mich hinvegetiere, allerdings durchweg positiv denn die Ferien kommen bei mir auch endlich mal an… Keine Pflichten zu haben ist auch mal schön. Genauso wie Lesen, Schlafen, Spazierengehen, Zeichnen und Rezepte ausprobieren. Demnach habe ich für euch einen kleinen Museumsrundgang vorbereitet, der so ziemlich meine anfänglichen Aquarelle oder die Versuche zeigt. Angefangen habe ich letzes Jahr Ende Oktober nach meinem zugegeben etwas fehlgeschlagenen Filmpraktikum, dessen einziger Sinn es war mir zu zeigen dass Zeichnen für sich wirklich Spaß machen kann… Denn von meinem damaligen Chef habe ich als Hausaufgabe für mein restliches Leben einen kleinen Tuschkasten sowie ein Zeichenbuch bekommen welches ich mittlerweile zur Hälfte gefüllt habe. Die Prämisse sagt aus, nicht lange zeichnen sondern nur grob skizzieren… Habe ich bei einigen Bildern nicht einhalten können, sie sehen dafür trotzdem hübsch aus.

Nun habt Spaß, genießt den Sommer und betrachtet dabei gerne meine gemalten Kritzeleien… Die kennt übrigens außer euch und meine Mitbewohner niemand also psssssst.

Ps: Wer errät die beiden Städte? Zugegeben Stadt Nummer eins ist recht einfach… Stadt Nummer Zwei dagegen nicht mehr so

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Gepriesen sei der gute Mensch von Sezuan…

Disclaimer: Diser Artikel ist absolut ungeordenen und chaotisch. Wer Struktur sucht ist hier falsch. Dazu wird empfohlen das Stück: Der gute Mensch von Sezuan zu kennen. Wer nun Panik schiebt, ganz ruhig. Der klicke einmal bitte hier für eine Zusammenfassung und hier für eine Zusammenfassung als Video.Ich bin so etwas von überarbeitet und dem Schauspieler Burn-Out nahe, aber ich denke dass ist bei 2 Wochen Proben und eine Woche lang nur 5 Stunden Schlaf normal…

Während alle anderen Schüler in meinem Bundesland und Restdeutschland dass Näherkommen der großen Ferien feiern und eigentlich nur noch schwänzen oder Eis essen, durften mussten wir seit letzten Donnerstag von 8.30 bis 22.30 Uhr in der Aula hocken und proben. Unser Abschiedstheaterstück stand an und da unser Klassenlehrer leicht  größenwahnsinnig ist, fand er die Idee den Guten Menschen von Sezuan auf zu führen wunderbar… 142 Seiten Text von Brecht in genau 17 Tagen durchprügeln? Kein Problem… Ähm doch!

Wir hatten zwar ein Schuljahr lang Zeit, für dieses Stück, aber warum nicht das Schuljahr auf die letzen 17 verkürzen? Kann man doch viel intensiver Arbeiten… Kurz um, ich wollte eigentlich einen der Götter spielen. Ein wenig Text, ein wenig Theater spielen, aber nicht allzu viel Stress. Mein Plan ging aber leider nicht auf. Ich bekam zwar weder die Rolle der Shen Te oder Suns, dennoch ich wurde als Wang, der Wasserverkäufer zu geteilt. Nun musste aus meinem Plan A, ganz schnell ein Masterplan werden… Das ich diesen Charakter immer noch nicht verstehehe half mir nicht weiter. Ein armer Betrüger, der ständig den Sündenbock spielen muss und leider herzensgut ist? Na super… Meine Traumrolle.

Wie beginnt man also eine Rolle zu lernen, die das Stück eröffnet und zwar mit einem 2.34 minütigen langen Monolog, der über zwei Seiten geht? M kneift den Ars… zusammen und knüppelt sich den Text irgendwie ins Gehirn. Morgens, mittags, abends. Auch in den Schulstunden. Andere Lektüren schloss ich weg und die Noten standen fest. Die meisten Lehrer waren einfach nur froh, dass wir endlich einmal still waren und sie ihr Ich-tue-mal-so-als-ob-ich-alles-im-Griff-hätte-und-mache-Scheinunterricht-Ballet in Ruhe celebrieren konnten. Die Hauptrollen hatten in den letzen Wochen erstaunlich viele Arzttermine oder Familienfeiern. Wer leider weder Krankheiten noch eine Großfamilie aufweisen konnte, wurde kreativ im Textlernen.

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Darf ich vorstellen?… Léon

 

-"Du liebst deine Pflanze, hab ich Recht?" -"Sie ist mein bester Freund. Sie ist immer fröhlich. Keine Fragen. Und sie ist wie ich: keine Wurzeln."

-„Du liebst deine Pflanze, hab ich Recht?“
-„Sie ist mein bester Freund. Sie ist immer fröhlich. Keine Fragen. Und sie ist wie ich: keine Wurzeln.“

Dies war mein neuer Mitbewohner, aber nur für zwei Wochen. Die Ferien hatten begonnen und wie jedes Jahr gab es die berüchtigte Frage: Wer nimmt die Pflanzen mit? Normalerweise drücken sich davor alle haarsträubend. Wie auch ich, wehement habe ich mich gegen diesen sozialen Beweis an die Klasse verweigert. Zum Einen weil ich absolut keine Lust hatte mich um etwas oder um jemanden zu kümmern, aber auch weil ich das gar nicht kann. Meine grünen Daumen sind nach meiner Geburt sofort schwarz angelaufen und abgefallen. Seitdem wars dass mit meiner Gärtnerkarriere. Doch dieses Jahr war ich leider zu langsam, beziehungsweise ich musste dummerweise noch einmal zurück in den Raum, mangels gesunden Menschenverstandes. Der Herr Pädagoge wollte sofort wissen, ob ich mit zu einem Ausflug mit kommen würde oder nicht. Ergo, Rücksprache gehalten und als ich ihm ein Veto an den Kopf knallte drückte er mit nur lächelnd die Pflanze in die Hand. Völlig unkonventionell und unverbindlich. Ich würde das sicherlich schaffen, schließlich gingen Palmen nicht so leicht ein. (Bei mir gehen selbst Kakteen über den Jordan). Aber gut, so durfte ich dann am letzten Schultag vor den Ferien durch die halbe Stadt mit einer Palme wackeln, die fast so groß war wie ich. Keiner hat mich merkwürdig angeschaut, also war auch dass kein Problem. Nur sind Bus und Metrotüren nicht wirklich für große Pflanzen ausgelegt, wodurch der Mitbewohner viele seiner grünen Blätter verlor. Gut, hatte ich mir die Arbeit mit den gelben Blättern rausschneiden auch gespart.

Unterwegs wurde noch einmal rekapituliert woher Bert eigentlich seinen Namen hatte. Ich war nämlich nicht eingeweit, im Gegensatz zu meinen zwei Mitfahrerinnen die anscheinend im Sommer die Gelegenheit genutzt hatten um diesem putzigen grünen Monster einen Namen zu verpassen. Inspiriert von der damaligen chinesischen Sage des Huhns Mei-Nung und seinem treuen Gefährten Schäd-Ling wollten die beiden wieder ein Dreamteam erschaffen. Nur gab es so viele gute Teams in der Welt der Kindheit: Der blaue Bär aus dem blauen Haus mit Luna, Lotte und Bruno, Flipper und Lopaka, Ritter Rost und Burgfräulein Bö, Benjamin Blümchen und Otto. (Ich denke ihr habt es verstanden) … Aber nichts wollte passen. Don Quijote konnte war auch kein adäquater Name für eine Topfpalme. So die Meinung von Marvinchen* und SuperWoman*. Ich hätte ja gerne Rosinante oder eben den Herrn Quijote gesehen, aber ich wurde mal wieder komplett übergangen.

Weiter erzählte mir meine Mitfahrerinnen, dass sie damals fast kurz vor dem Aussteigen gewesen waren und in dem Moment ein Kind mit einem riesigen Luftballon hereingekommen war. Er war blau und zeigte… Bingo, das Krümelmonster. Nun kann man eine Palme weder Krümelmonster noch Keks nennen und so kamen die zwei dann auf Ernie und Bert. Es roch nämlich auch plötzlich nach frischen, warmen Kuchen, den die Mutter des Kindes trug. Wenn meine eine Freundin, ebenso wie ich, irgendwo die Wörter Krümelmonster oder Kuchen zu hören bekommt fangen wir an zu summen: Hätt ich dich heut erwartet, hätt ich Kuchen da…. 

Und das singt eben Ernie. Fest stand, Ernie und Bert waren das Dreamteam aus der Kindheit, und Bert war ein sehr guter Name für ein Palme. Fanden beide. Ich hatte nach wie vor meine Bedenken.

Zu Hause habe ich sich erst einmal vor der Tür abgestellt. Das Argument, dass wir Platzmangel hätten ließ der Pädogoge nicht gelten, obwohl es stimmt. In unsere Wohnung passt absolut keine riesige Palme hinein. Besonders wenn die Tiere das Hobby pflegen, Erde umzugraben. Nein! Auch waren meine menschlichen Mitbewohner eher semi-angetan von Bert. Wohin mit dem Grünzeug? Vor die Tür konnte Bert nicht, viel zu kalt. In die Wohnung auch nicht, also was blieb? Er stand die zwei Wochen im Treppenhaus neben den Briefkästen in der sonnigsten Ecke die wir noch finden konnten. Die Palme bekam einen Dankeszettel, auf dem Stand: Bitte nicht giessen+ bin auf Urlaub und bald wieder weg… Mahalo!

Ein kleines bisschen war ich stolz auf Bert… Vor allem das er kein Heimweh bekommen hat, sein Kumpel Ernie war bei einer Klassenkameradin. Insgeheim nannte ich Bert über diese 2 Wochen auch nicht mehr Bert, er war ja nun inkognito im Urlaub. Wenn das Nachbarskind von oben mitbekommen würde das er Bert hieß Halleluja… Der kleine Engel würde sich zum fiesen Pflanzenkascher entwickeln… So wurde Bert zu Léon. Das machte etwas mehr her. Nur schleppte ich Léon weder über all hin noch musste ich ihn auch nicht jeden Tag rein und wieder raus stellen. Nein, ich habe ihn wohlbehalten zurück gebracht. Nur musste er noch einmal viele Blätter lassen. Was mich immer noch am meisten beschäftigt ist die Frage: Welche Palmenart ist dass? Yuka? oder doch eine andere. Das Neuland konnte mir auch nicht weiter helfen. Also falls ein Hobbybotaniker unter euch ist…

Cleaner bzw. Auftragskiller ist keine eingetragene Gattung von Palmen auch nicht gelber Star aus Sesamstrasse.

italienischer Entspannungstag

Nach der gestern eher mäßigen Feierei, waren wir am darauf folgendem Tag unglaublich müde. Und das Aufstehen zog sich über Stunden hin, und keiner wollte zurück auf die Hauptinsel. Lieber Lido erkunden, das Wetter war auch nicht zu heiß und so sind wir mit dem Bus nach Alberoni gewackelt, was am anderen Ende des Eilandes liegt, das ist übrigens sehr lang. Am Ende der Schaukel- Juckel Partie wurden wir im Niemandsland ausgespuckt, vor uns ein hässsliches pfirsichorangefarbenes Häusschen das auf ein Naturschutzgebiet hinwies. Weit und Breit nur Sand, Binsen, Grass und ein paar Steine. Ein unscheinbarer Schmodder ehemals sicherlich Sandpfad führte zum verlassenen Naturstrand. Irgendwie war ich froh, dass der Hauptbadestrand immer geglättet und gesäubert wurde. Doch wer sich an purer Natur nicht stört, ihr also keinen perfekten Strand braucht (Nein dort liegen keine Müllberge, der einzige Müll war eine angeschwemmte Plastikflasche), der kann dort gerne Baden oder Muscheln sammeln gehen. Da dort keine allzu vielen Touristen oder Einheimische waren, sahen die Muscheln nicht als zu zertreten aus und einige hübschere Exemplare waren auch dabei. Der Strand hat sogar noch einen Heimatbonus, es sieht aus wie an der Nordsee sogar die frische Brise wehte.

Nach ein paar Stunden Entspannung und Kreuzworträtsel lösen ging es zurück in nach Alberoni und von da an liefen wir zurück, beziehungsweise es war irgendein Dorf zwischen Alberoni und unserem Ort. Genau 2.1 Kilometer laut Navi am Strand entlang, tatsächlich führte und das kleine Gerät zuverlässig nach Hause, ich hatte schon wieder lustige Horror-Szenarien im Kopf, dass wir erst drei Stunden später anglommen würde oder die dunkeln Vergessen Katakomben erkunden würden. Das Abenteuer blieb und erspart… Dafür kam uns auf halben weg ein zweiter Hulk entgegen. Ich kann ja verstehen warum die meisten Six-Pack Männer oder Jungs am Strand lauern (Eitelkeit, Urlaubsflirt usw.), aber der Typ war nicht auf flirten aus. Das war ein Shaolin- Mönch zumindest gefühlte 2.50 groß und naja Hulk nur ohne grün sondern braun gebrannt. Unsere Meinung, Hallo Anabolika.

Danach war auch ersteinmal Schluss mit Bewegung und es ging erst nach dem Abendessen wieder hinaus, diesmal aber nur zu einem kleinen Verdauungsspaziergang durch die andere Gassen auf der anderen Seite, dort ein riesigen Palazzo entdeckt der anscheinend ein ehemaliges Hotel war dich schließen musste. Es sah aus wie die Ultimative Kulisse für Phantom der Oper aus. Irgendwie ähnelte es dem Bahnhofsgebäude von Tours.

Ein sehr ruhiger Tag.

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Isola grande

Dritter Tag: Hauptinsel! Das Abenteuer kann Beginnen.

Da ich unbedingt den totalen Touri spielen wollte, sind wir heute mit dem Vaproretto in Richtung Hauptinsel, also Markusplatz, Dogenpalast etc. gefahren. (Natürlich brav mit dem Handy und der Kamera unterwegs). Ab der Haltestelle Biennale wurde es auch schon schlauschig und man hatte das Gefühl ein Huhn auf einem nicht Biohof Stufe 3 zu leben.

Das Gruppenkuscheln dauerte noch bis zur Rioalto Brücke, dort stiegen wir dann aus. Nach kurzer Stadtplantauscherei und vor allem ersteinmal großer Suche wo Norden sei, ging es dann als erstes Richtung Palazzo Contarini del Bovolo, brüht für seine äußeren Treppenturm steht er in einem winzigen Hinterhof. Nun eigentlich ist der Palazzo an sich, sicher riesig doch von dem kleinen Hinterhof sahen wir nur das hübsche Treppenhaus. Für die Öffentichkeit ist der Palast auch nicht zugänglich. Ansich nicht wirklich spannend, doch was sehr schön war ist der Platz. Sogar Wohnungen waren dort, müssen sicherlich ein Vermögen kosten.

Nachkurzem Verlaufen ging es dann weiter anhand des Spaziergangs und wir trappten durch kleine Gassen und Kanäle, zu geben, dort konnte man definitiv sagen einige müffelten wirklich nicht einladend. Ubd plötzlich traten wir aus dem Schatten der all zu kleinen Gassen hinaus ins Freie und standen auf einem riesigen Platz… Und erblickten ein schiefen Turm… meine erste Reaktion war, Hoppala Pisa 2.0? Nein, nicht Pisa. Der Kirchenturm von der katholischen Kirche Chisea di Santo Stefano. Der Bau wurde im Jahre 1294 aufgenommen, doch wurde erst im Jahre 1325  fertiggestellt. Am Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche bis auf die Grundstrukturen verändert, die Veränderung sind bis heute existent.

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Fahrradwochenende

Wochenende 5-6 Juli Wandertag! Eigentlich Wanderwochenende. Reiseziel Sylt, leider nicht Helgoland, aber besser als nichts. Also um 8:30 getroffen und eingestiegen in den Zug. Angekommen und mit dem Fahrrad zur Jugendherberge gefahren. Sicherlich für die Einwohner von Westerland war es sicherlich ein ganz gewöhnlicher Anblick aber die andere Touristen mussten sehr grinsen, als sie uns – 28 Teenager bepackt als ob wir auswandern wollen würden- versuchten zwischen lauter Bussen, Autos und anderen Fahrradfahrern an zufahren. Klappte ganz gut, und irgendwann waren wir auf dem Gelände an unseren Zelten und dann auch später am Strand. Was soll ich sagen, Meer, leerer Strand, Sonne, verhältnismäßig warmes Wasser, so dass man wirklich baden gehen konnte. Ich liebe im Meer baden, vor allem in der Nordsee. Nach einer weile versuchten wir immer über die Wellen drüber zu springen kläglich gescheitert :)

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Bücher jagen… und Abhilfe

Soweit so gut, die letzen Tage waren eher anstrengenden und tot langweilig, aber das Jahr ist fast geschafft, und nein ich glaube nicht an Silvester im Juli oder Juni dafür, aber an die großen Sommerferien.

Die letzte Arbeit wurde am Montag geschrieben (Diesmal nur 2 Stunden, und ohne Ohrwurm). Tatsächlich war es malwieder die Deutscharbeitklausur, man merke sich Deutschklausuren sind immer die letzten Arbeiten die wir schreiben, das Thema beinhaltete ein Buch, Weltlitertatur. Kurz um Der Verschollene von Franz Kafka.

Um es kurz zusammen zu fassen, ich mag Kafka. In an Betracht dessen, wie sein Leben von Statten ging, hat er duch seine Romane doch sehr viel Verarbeitet und so nervig ich Karl Roßman am Anfang auch fand und ihn jede Stunde verwünschte so trautig bin ich jetzt, dass die Knapp 300 Seiten vorbei sind und so ziemlich alle Hinweise darauf hinweisen, dass er sterben muss. Das hat man wohl davon, wenn man nirgends hin passt und von der Gesellschaft verstoßen wird.

(Ich bin ins besonderem sehr begeistern von Oklahama, das Lama von Yokohama Oklahama. Ungelogen darüber habe ich mich über 10 Minuten weg gelacht)

Wie auch immer jetzt gilt es nur noch das Restschuljahr zu überstehen und nicht all zu sehr sich in Mrs. Hide zu verwandeln wenn es um die Notenbesprechungen gilt…

Gestern war ich wieder Bücher jagen. In der hiesigen „Moskauer Universität“. Bilanz: 6 neue Untermieter im Bücherregal von den beabsichtigten 10, davon gerade mal eines was auf der Ausleihliste stand. Das sieht man mal, dass eine Bibliothek noch so groß sein kann, aber man trotz dessen niemals die gewünschten Bücher bekommt. Die Bücher, die ich wollte waren entweder gar nicht erhältlich oder gerade aus geliehen. Wie kann Fachliteratur über Physik und Psychologie und relative unbekannte Jugendromane komplett entliehen sein?! Vor allem warum haben sie nur ein Buch davon… Man, man, man. Jetzt muss ich in sämtlichen Büchernestern suchen. Grmpf!

Zumindest habe ein ein gewünschtes Buch erbeutet, danach fing ich zwei weitere Sci- Fi Romane und erlegte noch zwei weitere Fachwerke plus eine Art Comic. Muss man sich eben selber Abhilfe schaffen.