College

Misanthropenherz klärt auf, vierter Versuch (Studiumsedition II)

Hilfe

Ein Thema was immer mehr Aufmerksamkeit bekommt und vermutlich trotzdem nie genug bekommen wird. Es geht um Hilfe, nicht um die physische (hier gibt es genug Angebote der Uni), sondern um die psychische Komponente. Hilf-Hotlines sind zwar präsent und werden immer mehr propagiert, aber das Stigma um sie ist, glaube ich immer noch zu groß, als dass sich wirklich viele Studierende Vorstellen könnten dort anzurufen. Was nicht so sein sollte, denn Hilfe ist es etwas völlig Natürliches was jedem zugänglich sein sollte. Auch Nachteilsausgleiche können vom Vorteil sein, leider ist die Vergabe dieser oftmals immer noch sehr zwielichtig und undurchsichtig. Was dagegen klasse ist, sind bei größeren Universitäten die Fachbereiche der Psychologie, denn diese bieten meist eine Hochschulklinik. Oftmals leider nur für ein zwei Behandlungsschwerpunkte, sofern jemand dort allerdings hineinpasst geht dort hin. Die „Therapiezentren“ haben zwar einen Lehrauftrag (kann also sein, dass anonymisiert Studien erhoben werden in Form von Umfragebögen), allerdings kann jeder jederzeit ablehnen. Hier gibt es die Chance auf neuste Behandlungsmöglichkeiten und vor allem kurze Wege, den meist befinden sich diese Institutionen am Hauptcampus.

Regelstudienzeit

Auch wenn ich gerade eine wenig auf der relativ freien Studienstruktur der Geisteswissenschaften herumreite, jede studierende Person sollte (insofern sie es sich leisten kann) von der Regelstudienzeit verabschieden. Die Regelstudienzeit ist eine beliebige Vorgabe des Arbeitsmarktes, um möglichst viele junge Menschen genauso schnell durch die Uni zu hetzten wie durch die Schule mit G8. Es drohen Bafög-Kürzungen oder sogar Streichungen, was sehr großer Unfug ist, weshalb unsere Fakultät bereits Seminare dazu anbietet. Zur Not können jeder Zeit ältere Semester oder auch gerade die Tutor_innen gefragt werden, denn die können einem meistens weiterhelfen. Studieren ist ein Privileg, mehr als genießen und vor allem nutzen kann keiner. Denn letztendlich fließt die Zeit in die eigene Bildung und das ist immer der bessere Weg.

Scheißt auf Noten

Die Lektion meines Lebens, ich bin mir selbst genug. Denn den eigenen Fortschritt kann ich eigentlich nur an mir selbst messen und nicht in Form von Vergleichen bei anderen. Vielleicht wenn meine Ergebnisse häufig entweder extrem gut oder schlecht sind, sollte sich vielleicht jeder mit dem eigenen Arbeits- oder Lernsystem auseinandersetzen, aber um ehrlich zu sein ist Bestehen doch immer die Hauptsache. Wenn Menschen bereits bei 28 Leistungspunkten im Semester ausbrennen, obwohl 30 der Standard sind, ja dann ist das so. Menschen sind unterschiedlich mit Schwächen und Stärken. Noten zeigen nur einen Bruchteil dessen, sofern es sich jemand leisten kann verzichtet auf einen 1,0 oder meinetwegen auch auf einen 1,7 oder sogar 2,0 Schnitt oder noch darunter!

Fachtexte und Fachvokabular:

Mein Perfektionismus treibt mich teilweise selbst im reinen Alltag in den Wahnsinn, aber innerhalb des Studiums potenziert sich das Ganze gern einmal. Vor allem in den höheren Semestern wird es dahingehend schwierig, dass ich mir ständig Vorwürfe mache da ich dieses oder jenes noch nicht weiß. Dass sämtliche Semester egal, ob im Bachelor oder Master zusammen die Seminare besuchen macht die ganze Sache nicht besser. Allerdings haben mir diverse Gespräche mit höheren Fachsemestern geholfen. Denn die verzweifeln teilweise genauso an den Fragestellungen der Dozent_innen oder noch besser an der Fachlektüre, egal ob Englisch oder Deutsch manche Texte sind einfach kompliziert oder noch schlimmer bescheiden formuliert. Da darf jeder davor zusammenbrechen. Deshalb Googleübersetzer, Freunde oder (selten) andere Texte über dasselbe Thema sind manchmal eine großartige Hilfsstellung.

Kommilitonen, Sozialleben und AGs

Mitschüler sind gerade in der Mittelstufe alles andere als hilfreich, höflich oder überhaupt ertragbar. Hormone hier Hormone dort und als Krone die Gruppendynamik. Das wird in der Oberstufe oft mals besser und im Studium ist das Grauen nahezu verschwunden. Was nicht zuletzt daran liegt, das an der Uni definitiv die Alterspanne absolut weit gefächert ist. Da ein Großteil sich sogar für den Studiengang interessiert, den sie gewählt haben hat, jeder in der Theorie schon mal eine Grundlage, die dank der mehr als dämlichen Kennlernspiele der Tutor_innen unfreiwillig ausgebaut werden. Anhaltspunkte sind also gegeben, ansonsten bieten viele Einführungswochen noch gemeinsame Kneipenabende an oder gemeinsames Brunchen. Wer jeden und alles innerhalb seines Fachbereiches meiden möchte, es lohnt sich bei universitären Angeboten nachzuschauen. Es gibt eine uniinterne Theatergruppe, Gärtner AG, Hochschulsport, super viele soziale Projekte, selbst meine Pen and Paper Organisation ist eine studentische Vereinigung (es ist wirklich für jeden etwas dabei).

Sprachen und andere Anforderungen:

Über die Eckdaten sowie Anforderungen des vorschwebenden Studiengangs sich vorher zu informieren erscheint logisch oder? Dennoch ist mir im Vorwege tatsächlich so manches durch die Lappen gegangen, denn vieles erfahren Studierende erst in der Einführungswoche. Berauschend ist es auf keinen Fall, aber es kann passieren. So steht mir noch das (große) Latinum bevor. Überhaupt scheinen Sprachen ein Ding im Studium zu sein, denn Studierende müssen diverse Sprachen beherrschen. Deutsch und Englisch sind absolute Pflicht, sowie eine zweite und dritte Fremdsprache. Was so viel bedeutet wie: Schüler_innen die Latein als zweite Fremdsprache in der Schule hatten, müssen (sofern sie keine dritte Fremdsprache bereits können) noch eine während des Studiums lernen (meist Spanisch, Italienisch oder Französisch). Wer in der Schule dagegen Französisch hatte, muss das Latinum nachholen. Inwiefern Latein noch zeitgemäß ist, darüber möchte ich jetzt allerdings nicht streiten, es würde den Rahmen schlichtweg sprengen.

Nebenfach:

Es gibt Studienfächer wie Medizin, Jura, Physik oder Ingenieurswissenschaften, die bestehen lediglich aus ihrer eigenen Fachdisziplin. Alles andere wäre verständlicherweise auch zu viel. Ich weiß nicht, wer sich diese Regelung für Kunstgeschichte ausgedacht hat, aber dieser Mensch gehört auf den Scheiterhaufen. Ich verstehe die Intention/ Annahme, dass Kulturwissenschaftler vom Wissensaustausch und dem fächerübergreifenden Lernen profitieren, aber irgendwie hapert es an der Umsetzung oder an der Koordination beider Fachbereiche. Oftmals sind die Nebenfächer, nämlich alles andere als „Neben“-fächer. Weshalb man in beiden Fächern wenig lernt, weil das jeweilige andere mir zum Beispiel immer dazwischen funkt. (An dieser Stelle Kulturanthropologie soll das ultimative Nebenfach sein, aufgrund des wenigen Aufwands.)

Was viele leider nicht mitbedenken, unterschiedliche Fachbereiche besitzen unterschiedliche Anforderungen. Was so viel bedeutet wie die Biologen, Physiker oder Informatiker zitieren anders als die Soziologen und Erziehungswissenschaften und diese zitieren wieder rum anders als die Kunstgeschichte. Ihr merkt, es wird in Sachen Studienanforderungen und Bedingungen ein gehöriges Durcheinander geben so fern jemand den Fachbereich wechselt.

Thy Art is murder #10

Ich gebe zu diese Reihe an Bildern hat mir besonders Spaß gemacht zu zeichnen, jedoch hatte ich mal wieder eine leicht Phase. Dürfte so um das Ende des Oktobers gewesen sein.

Ich habe ab und zu meine wiederkehrende Opernphase, in der ich mit dann tatsächlich die ein oder anschaue beziehungsweise Ausschnitte. Neben der Oper kamen dieses Mal Ballett sowie Musical hinzu, weshalb ich dann irgendwann bei Schwanen See gelandet bin. Was alleine schon wegen Tschaikowsky musikalischer Untermalung hören und sehenswert ist. Schwanensee, sowie eine recht fatalistische Einstellung und nach langer Zeit mal wieder die Zeitung gelesen formt dann das ein oder andere Bild in Form einer Message…

Beauty in the Breakdown

 

Wer erkennt die Schlüsselsymbole und das Zitat? Mehr muss ich dazu dann eigentlich auch nicht mehr sagen, außer dass ich die Version noch irgendwie mehr ausbauen wollen würde. Oder ich zeichne eben eine völlig Neue, auch eine Möglichkeit!

It’s too bad she won’t live! But then again, who does?

 

Meine Interpretation der nordischen Weltesche, welche den gesamten Kosmos symbolisiert. Die Natur ist das Leben, die Natur spendet Leben, ohne Leben kann die Natur nicht existieren. So erfreue dich bitte an beidem gleichermaßen.

Yggdrasil

 

Da muss ich irgendwie noch mal rann. Ein wenig mehr Details wären schön, aber ich glaube auch so weiß man worum es geht.

Mein Herz brennt…

 

Ja, dass bin ich. Aber ich denke jeder hat diese Situation schon einmal erlebt zwischen Herz-Gehirn, zwischen Passion- Vernunft hin und her gerissen zu sein. Egal ob beim Umziehen, Job kündigen oder einfach nur einen Tag frei haben, um die beste Freundin zu besuchen oder sein Buch zu beenden. Im Volksmund ebenso wie bei Psychologen heißt es Pubertierende bzw. Jugendliche seien besonders anfällig für so ziemlich alle Arten von psychischen Krankheiten, Manipulationen oder Stimmungsschwankungen. Nur sind Mädchen vielmehr Frauen mit 18 Jahren damit normalerweise durch… Ich habe das Gefühl, auch hier ist mein Körper wohl ein Spätzünder. Wie auch immer, irgendwie ist es einer meiner Lieblingsbilder und irgendwie auch meine Lebensgeschichte.

Heartbreacking

 

Die große Preisfrage an mich selbst ist nun ob das Skelett nun weinte oder sich übergab. Ich denke letzteres, denn Ende Oktober war ich wie heute ziemlich angefieselt auf meine Chefin. Diese Frau hat teilweise alles und gleichzeitig nichts im Griff und da ich damals ein Graffiti entdeckte, was meine Laune passend widerspiegelte griff ich zum Bleistift worauf hin dann das entstand.

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