Rezension zu »Sontland«

Lang lang ist es her, dass ich ein Rezensionsexemplar des Herren Peter Georgas- Frey angefragt sowie wenig später in einem Briefkasten hatte. Ich gebe zu ich hatte des dementsprechend zügig durch, doch was kam nicht alles dazwischen. Abitur, mündliche Prüfung und diverses Privates… Jetzt aber, jetzt bin ich wach genug mich vernünftig diesem Werke zu widmen.

(Zur Quelle kommt ihr in dem ihr auf das Bild klickt)

Der erste Eindruck gilt dem Cover des Buches, zu sehen ist nicht viel außer ein Denkmal bestehend aus Mutter und Kind, welche zum Gedenken gewisser Kriegsopfer errichtet wurden. Was ich daran hervorheben möchte, ist dass es ein anderes Design als jeder x-beliebige Banhofsbuchhandelthriller einschlägt. Es ziert weder Bilder einer Postapokalyptischen Welt noch teuflische Symbolik noch hat es einen reißerischen Titel, der eher an die Boulevardpresse erinnert.

Ohne zu viel zu verraten stimmt in etwa die Botschaft des Denkmals mit dem Thema des Romans überein, die Statuen dagegen eher weniger. Aber vielleicht ist dies Interpretationssache.

Die Handlung des Buches spielt in Sontland einem kommunistisch, diktatorisch geprägtem Land welches sich jedoch im Wandel befinden. Sowohl Ost als auch West rütteln ganz gehörig an den Werten, kulturellen Fixpunkten und die Jugend spaltet sich zusehends von ihren älteren Vorgesetzten ab. Die Menschen sind arm, suchen nach Freiheit und Veränderung sind aber zu unwissend um zu begreifen wo man denn nun genau in diesem komplexen Staatssystem anpacken muss, damit sich zumindest eine Forderung erfüllt.

Hier greift der Autor die Handlung auf und lässt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte erzählen. Mal aus der Sicht des diktatorischen Präsidenten mal aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln der einzelnen Oppositionsanhänger. Vielschichtigkeit ist hier die Devise und wird unglaublich gut erfüllt. Aufgrund der großen Diversität der Charaktere bekommt der Leser einen umfassenden Einblick in einen solch komplizierten politischen Prozess. Das Staatsoberhaupt ist nicht per se böse nur weil er augenscheinlich das alles beherrschende Staatsoberhaupt ist. Weshalb er so regiert wie er regiert, hat durchaus seine berechtigten Gründe. Denn es wäre ein leichtes zu sagen, er wäre der Alleinherrscher des Landes schlecht hin.

Auch sieht es ähnlich bei der oppositionellen Formation aus, jede erdenkliche Gesellschaftsschicht wurde vertreten: jung, alt, revolutionär, sicherheitsliebend, fremd, Akademiker oder Handwerker. Das Ganze bildet eine komplexe Plausibilität von Dingen die Funktionieren oder genau deshalb nicht, da Menschen oft zu unterschiedlich sind, als dass sie an einem Strang ziehen können. Zwar haben alle ein ungefähr übereinstimmendes Ziel die demokratische Revolution doch der Weg dorthin, was danach kommt und das Verständnis von Demokratie sind von Grund auf verschiedene. So verschwimmt Gut und Böse ein einem vermeintlich grauen Einheitsbrei und der Leser wird arg auf die moralische Probe gestellt mit wem er nun mitfiebert.

Darüber hinaus ist der Schreibstil dem Setting hervorragend angepasst worden pragmatisch, schnörkellos und präzise damit werden die sowohl politischen als auch gesellschaftlichen Denkanstöße und Philosophien verständlich auf den Punkt gebracht.

Was ich anmerken muss, dass es sich trotz pragmatischem Schreibstil anfangs etwas zieht. Die Geschichte will nicht recht voran kommen. Man ahnt worauf es hinaus laufen wird, man will dass die Revolution endlich seinen Anfang nimmt und doch brauchen die Charaktere Zeit sich zu entfalten. Was keineswegs schlecht ist, denn wie oben schon beschrieben werden die einzelnen Figuren Träger verschiedener Perspektiven. Auch wenn es mir schwer gefallen ist, das erste Drittel braucht dieses Buch dennoch um schlichtweg authentisch zu bleiben, denn selbst die Französische Revolution entflammte innerhalb einer Nacht.

Ein Spannungsbogen der sich immer mehr aufbaut, immer unheilvoller wird und sich am Ende entlädt und als ob das nicht schon genug wäre bekommt der Leser oder viel mehr alle Charaktere die Folgen zu spüren. Hier wird nichts geschönt, nichts und niemand vergessen ein Schicksal dagegen zumal in dieser Konstellation scheint mir dagegen nicht geschönt doch etwas sehr weit hergeholt. Nicht unwahrscheinlich, jedoch absolut nicht aus dem Kontext und Thema des Buches begründbar.

Ich wäge gerade ab was mir helfen würde das Buch am Anfang besser aufzunehmen. Es genau so zu lassen, da die etablierten Bedingungen erst gezeigt werden müssen, damit die Figuren mehrdimensional werden oder diesen Polit-Thriller tatsächlich mit mehr politischer Kritik füttern um eine Miniaturabhandlung zu schaffen. Potenzial hätte die fiese Geschichte auf jeden Fall dazu! Denn die angesprochenen Themen wie Revolutionsarten, politische Vorstellungen, Veränderungen, Verhaltensweisen im Volk sowie Regierung und vor allem wie die Regierungen funktionieren könnten noch sehr viel mehr vertieft werden.

Trotz allem ein sehr empfehlenswertes Buch und für Menschen, welche weder Geschichte noch Politik studiert haben gerade das Richtige.

Thy Art is Murder #3

Eine moderne Volksweisheit besagt, dass man neben der Schule oder viel mehr nachdem Abitur ein Leben auf einen wartet. Wer es glaubt oder nicht, es stimmt indirekt zumindest war ich alsbald wieder in er Lage und vor allem in Stimmung dazu ein wenig mehr zu zeichnen. Wobei die Betonung hier eher nicht auf zeichnen ist sondern irgendwo ganz woanders… Grafisch aufbereiten trifft es eher. Die Motive haben übrigens definitiv unter meiner posttraumatischen Abiturphase gelitten, aber seht selbst.

Anlässlich des Finales meiner Pen& Paper Runde im Avatar- Herr der Elemente Universum nahm ich mir vor dem bekannten Elementemandala ein wenig mehr kreativen Reiz zu verpassen und um es ein wenig aufzupeppen. Nichts großes, aber als Wiedereinstieg ins künstlerische Dasein vielleicht ganz nett.

 

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„Realistische“ Männer in der Literatur

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde der letzte Beitrag diesbezüglich starker Frauen in der Literatur wäre nicht eingeschlagen wie eine Bombe wiederhole ich das Ganze doch einfach. Nur nicht mehr mit Frauen, sondern mit Männern. Gleichberechtigung ist hierbei durchaus erwünscht, weshalb es hier weder um Hexer (Gerald von Riva), Zwerge oder den perfekten Schwiegersohn (Augustus Walters) gehen wird geschweige denn um die beliebten Bad Boys (Daemon Black), welche noch nicht einmal im Ansatz das Prädikat menschlich verdienen. Selbst Männer haben ein recht darauf sensibel, gefühlvoll, zickig, ängstlich zu sein. Dabei habe ich allerdings auch hier drauf geschaut, dass besagter Charakter nicht bloß in Selbstmitleid versinkt und als bloßer Sidekick dient (Peter Mellark). Der Umstand ist genauso schlimm die der perfekte Schwiegersohn oder das öberflächliche, naive Mädchen. Ich nenne diese Reihe also nicht  starke Männer in der Literatur sondern eben reale Männer/ Jungs. Denn stark finde ich in diesem Zusammenhang allzu missverständlich. Übrigens für alle Quellenangaben einfach auf das jeweilige Foto klicken….

 

  1. Dante

Der Titel ist scheiße, aber er vermittelt genau das was Jungs/ Männern heutzutage vermittelt wird. Sie dürfen um alles in der Welt nicht weinen jetzt frage ich mich allerdings weshalb? Wirkt das unmännlicher? Ich meine wenn Frauen weinen zeigt keiner mit dem Finger auf sie und ruft „schwul“ (den Zusammenhang habe ich auch noch nie verstanden) oder Pussy… Wenn Frauen weinen, wollen Menschen erst einmal helfen. Wieso denn zur Hölle nicht bei Männern? Können wir bitte auf die Steinzeitrollenverteilung verzichten? Das war vor gut 5500 Jahren….

Aber zurück zum Buch. Dante hat gerade mal mit 17 Jahren sein Abitur bestanden und gar nicht mal so schlecht. Was ihm vorschwebt? Ein Germanistikstudium und später den Beruf des Journalisten. Nur wäre da nicht seine Ex- Freundin, denn die steht eines Tages samt Baby vor der Tür drückt es ihm in die Hand und verschwindet dann. Schließlich ist er der Vater und nun ist er mit Kümmern an der Reihe. Sie verschwindet darauf hin spurlos und Dantes Träume zerplatzen.

Er hat ein Kind am hacken, eines was sich noch nicht selbst versorgen oder gar reden kann. Herzlichen Glückwunsch! Willkommen im Reality TV. Statt sich der Vaterrolle jedoch zu verweigern, reißt sich der Junge gehörig zusammen (sein Vater spielt dabei keine unerhebliche Rolle) und beginnt zu lernen, zu lieben und irgendwie sein gesamtes Leben mit Baby auf die Reihe zu bekommen. Es dauert, er macht Fehler, aber er lernt daraus. Der Leser bemerkt sehr wohl, dass er am Ende des Romans alles für seine Tochter tun würde und sie für nichts in der Welt abgeben möchte. Dies gilt übrigens auch für seinen Bruder… Der im Gegensatz zu seinem besten Freund mein persönlicher Held ist (neben Dante).

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Gesammelte Schätze des Monats, der abgelegten Reifeprüfung

Halleluja was hat sich diesen Monat alles ereignet? Vieles, wäre meine Antwort wenn ich noch wüsste was alles… Der Monat ist an mir vorbei gerast. Denn die bejammerte Langeweile verflog schlagartig als die Bestätigung beider Praktikas via Mail vor meinen Augen aufploppte.

Das angekündigte Bewerbungsgespräch via Skype seitens der Isländer hat mich übrigens eine Menge an Zeit, Geduld sowie Nerven gekostet. Ich bin definitiv kein Skype- Experte, weshalb die Kontaktanfragen erst einmal entfielen. Danke an der Stelle an meine mitfiebernde Helferin, die mir das Schritt für Schritt beigepuhlt hat. Leider hat meine Bewerbungsgesprächspartnerin ebenso wenig Ahnung gehabt wie ich, darüberhinaus kam auch noch eine extrem schlechte Internetverbindung so klappte es erst beim dritten Versuch… Wenn auch nur per Zufall aufgrund einer halbdurchwachten Nacht war ich so fertig, dass ich die isländische Zeitzone schlichtweg nach vorne verschob. Deshalb saß ich um Punkt 10.00 Uhr morgens vor meinem Laptop, als keiner auftauchte klappte ich wütend den Bildschirm herunter widmete mich stinkig meinem Tagesgeschäften. Zufälligerweise kam ich um 14.00 Uhr mehr oder minder zurechnungsfähig wieder nach Hause und wurde mit einer Nachricht meines Handys darüber hinformiert, dass meine Bewerbungsgesprüchspartnerin nun online war und es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Ich also noch in Straßenklamotten in mein Zimmer gehechtet und den Laptop hochgefahren. Ergebnis die Verbindung funktionierte mal wieder nicht und sie beschloß mir die Bewerbungsfragen per Mail zu schicken. Warum denn nicht gleich so? Es hätte mir jede Menge Stress erspart.

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NordCon 2017, Live und in Farbe

Was macht man, wenn man in seiner posttraumatischen Abiturdepression versinkt? Richtig, man sucht sich Arbeit. In diesem falle sogar sinnvolle und freiwillige Arbeit, ergo ohne Bezahlung. Ich etabliere mich immer mehr in die sozialen Strukturen unseres Systems ob mir das so gefällt….? Ich bejahe pauschal kopfnickend. So ganz ohne Bezahlung stimmt übrigens nicht ganz, denn die Crew bekam nicht nur freien Eintritt sondern ebenso freie Kost sowie ein semi-modisches Kurzarmshirt. Auf dem groß der Name der Veranstaltung steht, in diesem Jahr ist es nämlich nicht die Magnology statt dessen prangt in großen Lettern auf meinem Bauch: Nordcon 2017.

Da ich das Thema Cosplay für diesen Lebensabschnitt genug durchekzoerziert und in gewisser Weise auch zelebriert habe waren nun LARP, Tabletop sowie Pen& Paper dran. Übrigens Messerhelfer zu sein ist wirklich „lukrativ“, sicherlich man würde als professioneller Helfer bezahlt doch auch so hatte ich jede Menge Spaß und war sogar gezwungen mit Menschen beziehungsweise Gestalten zu reden, denn ich bekam glatte zwei Schichten an der Garderobe zugeteilt. Einmal von abends bis nachts und einmal nachmittags bis abends. Der Overkill für meinen Biorythmus, jedoch nicht für meine Geruchsnerven denn ich musste zu Glück weder die Müllkörbe leeren noch die Sanitäranlagen reinigen.

Und weil diese zweieinhalb Tage recht einscheinend waren möchte ich euch darüber ein wenig berichten, in der Hoffnung das ihr vielleicht auch mal eines Tages dort als Helfer auftaucht denn das Ganze Spektakel basiert wirklich nur auf freiwilligen Arbeit….

Aber was ist überhaupt diese NordCon?

NordCon steht eigentlich Für NordConvention. Eine Convention ist ein Zusammentreffen von Gleichgesinnten um sich auszutauschen, spaß zu haben und zusammen Passanten mit Tomaten zu bewerfen die neugierig über den Zaun starren. Wer das ethisch nicht mit sich vereinen kann, der widme sich den mannigfaltigen Angeboten von den bereits erwähnten LARP, Pen& Paper, Tabletopspielen und Brettspielen. Genug Programm hättet ihr und zwar für die gesamten 48 Stunden die diese Versammlung tagt. 48 NonStop, ein sehr cooles Konzept übrigens. Zwar haben die Stände geschlossen, doch die Pen& Paper Runden finden die ganze Nacht über statt. Wer seit 1997 besteht, der hat Klasse und es beweist die Geselligkeit von Menschen immerhin mit bis zu 7.000 Besuchern.

Natürlich musste sie wachsen, angefangen hat es in einem winzigen Rahmen und heute finden Vorträge von Spielentwicklern, Spielleitern und Autoren statt. Neben bei werden Trainingsstunden sowie Vorführungen

zum mittelalterlichen Fecht sowie Schwertkampftechniken angeboten. Wer lieber seinen Geist bemühen will, der beschäftigt sich mit Magic the Gathering, Strategiebrettspielen oder schmiedet Strategien in stressigen Situationen man von Zombies gejagt wird live, in Farbe und in echt Zeit.

Jetzt wisst ihr zumindest wo ich war und was ich so ungefähr getan haben könnte. Wobei ich euch ein wenig enttäuschen muss, dass ich den Freitag mehr oder minder verschlafen habe. Denn am Ankunftstag abends ist bei der Garderobe so gut wie nichts los. Zumal der Arbeitsplatz noch eingerichtet werden musste, woran ich scheiterte denn ich bekam weder Stuhl noch Tisch zu greifen weshalb ich mich provisorisch seitlich neben der Tür positionierte mit amateurhaft vor mir liegenden Kleidertickets.

Insgesamt durfte ich den gesamten Abend übrigens genau auf fünf Gepäckstücke aufpassen von vier Personen. Ein adliger Jungbursche, ein Waldläufer mit riesigem fake Kuschelwolfsfell, ein Bauerssohn und zu guter letzt ein irischer Kobold später dann ein Mensch in Zivilkleidung. Die drei Gefährten des Ringes (Bauerssohn, Waldläufer und Kobold) hatten es sich wohl zur Aufgabe gemacht zu den Gefährten des Vergessens zu mutieren, denn in der ersten Stunde nach Ankunft wollte jeder von ihnen mindestens einmal an seine Tasche, da er etwas vergessen hatte. War ich froh, dass ich weder Tisch noch Stuhl besaß… Ich hätte deren Gepäck nicht über die beiden bekommen, statt dessen wurde fleißig hindurch gewunken. Zumindest hatte ich ein gutes Buch, meine Zeichensachen sowie mein Handy dabei um Musik zu hören… Der Empfang selbst war nur vorhanden wenn man sich direkt vors Fenster setzte. Wofür ich sehr dankbar war, war dass ein sehr lieber Mensch vorher daran gedacht hat in der Garderobe ordentlich durchzulüften. Denn der Raum war an sich eine Mädchenumkleidekabine. Vorprogrammierter, klischeehafter Käsesockengeruch blieb mir so zumindest erspart.

Ab 20.30 schaltete sich dann der Bewegungsmelder ein… Das hieß, energiesparend wie die modernen Gebäude sind, dass das Licht ausging. Welch Überraschung ich weiß, nur war ich irgendwann so müde dass ich es aufgab alle fünf Minuten aufzustehen nur damit meine Augen wieder anfingen zu brennen. So blieben meine Augen zwar verschont doch die Müdigkeit stieg, verschlimmbesserte meinen Zustand eher.

Wäre das Gepäck nicht gewesen… Denn es kamen schließlich genügend Menschen auf dem Gang vorbei, die potenziell neugierig genug sein könnten um mal vorbei zu gucken.

So ereignete es sich irgendwann, dass ich begann im sitzen zu dösen. Kapuze auf, Musik an und dösen… Im Dunkeln. So ereignete es sich, dass ich ähnlich wie Léon quasi im Semischlafzustand verharrte. Sobald jemand vorbei kam und das Licht anging saß ich dort bewegungslos. Ich kann euch sagen, die meisten haben sich tierisch verjagt und ich hatte mein neues Hobby für folgende zwei stunden entdeckt. Herrlich… So ging der Abend ereignislos ins Land und gen Ende meiner Schicht ging es dann ans Abschließen und ich durfte nach Hause….

Bevor ich mit dem Artikelmarathon der zwei Tage beginne kommen hier allerdings noch einmal selbst geschriebene Erläuterungen. Damit ihr zumindest eine Ahnung habt wovon ich rede.

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Mixtape der absoluten Systemkritik

Dies gilt gerade für so ziemlich jedes System, welches mir bekannt ist. Ganz pauschal, unglaublich undifferenziert und aus reinem Trotz… Ich bin gerade in dezenter Punk- Stimmung als Folge von dem Beginn der mündlichen Prüfungsphase und sich wieder an den Schreibtisch zu setzen ist eine Herausforderung, wobei ich nicht meckern darf… Ich liege gut in der Zeit und habe ein cooles Thema. Trotzdem darf ich meinen Unmut über das mich immer noch nervende Bildungssystem kundtun.

Deshalb… Lasst uns doch alle gemeinsam sämtliche Lobbyisten, Volksverhetzer, Diktatoren oder im allgemeinen Menschen mit bösen Absichten auf die Venus schießen und das Leben genießen.

Ach ja, und da bemüht man sich mal sich in Sachen Musikvideoplattformen weiter zu bilden und dann unterstützt das mal wieder keiner… Folgt einfach dem aufploppenden Link….

 

Hast du dagegen etwas einzuwenden, hm?

 

Warum nicht? 

 

Wie war das noch mal mit dem unendlichen Wachstum auf einem endlichen Planeten?

 

Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit…?

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Blogparade „starke“ Frauen in der Literatur

An dieser Stelle Danke ich der lieben Nomnivor, die diese herausragende Idee hatte…

Eigentlich hatte ich nie vor mich in dieses Thema starke Frauen einzumischen, das es jedes Mal ganz leicht in eine dieser Wir-sind-Feministinnen-ergo-wir-müssen-die Männer-unterdrücken- Diskussionen endet. Zumal war mir das Thema nie allzu wichtig, in der Realität gab es genug Beispiele und um ehrlich zu sein war ich mir immer mein besten Beispiel, denn ich bin ich und keine Judy Dench, Hannah Arendt, Frida Kahlo oder Katharine die Große. Was nützt es ein Vorbild zu haben, wenn man sich eh nicht an ihm orientiert und wenig später alles in den Wind schießt? Richtig gar nichts…

Wenn ich mal zu Jugendbüchern greife, dann meist zu Exemplaren der Jungenabteilung.

Ich kann euch sogar sagen weshalb: Betrachtet man heutzutage in den großen Buchhandlungen die Regale der Coming-Of Age Sparte so reihen sich Klischee an Klischee aneinander bis ins Nirvana. Boy meets Girl. Das Girl ist dabei stets entweder die Außenseiterin/ graue Maus und wird am Ende des Romans zur Ikone oder das Girl ist dumm, naiv, zu nichts zu gebrachen und wird vom Macho wie ein Stück Dreck behandelt und läuft ihm dennoch hinter. 50 Shades of Grey für fünfjährige quasi. Willkommen in der Restaurationspolitik der Jugendliteratur, in der sowohl Männer als auch Frauen stets Peach oder Hulk sein müssen.

Um ehrlich zu sein, habe ich beschlossen diese Werke aus meinem Leben zu sperren. Für solchen Kontext maße ich mir an zu reif, intelligent und stolz zu sein. Meine Alternative: Serien, Filme und sogar mittlerweile Videospiele. Ich kenne mehr starke weibliche Videospielcharaktere als weibliche Charaktere in der Literatur. Irgendwie traurig….

Dafür war ich umso neugieriger als ich auf Umwegen von Nomnivors Aufruf zu dieser Blogparade erfahren habe. Sucht euch zehn starke Frauen aus der Literatur heraus und stellt sie uns vor. Dass hörte sich doch nach einer angenehmen Herausforderung an, schließlich konnte ich daran nur wachsen und lernen… Oder nicht? Vielleicht ist ja auch alle Hoffnung bereits verloren.

Ich lese wohl die falschen Bücher, denn wie bereits erwähnt es ist mir echt schwer gefallen diese zehn Auserwählten zu finden. Dabei gibt es sicherlich genügend… Dabei fielen mir sofort ganze drei ein, sogar auf Anhieb doch nach meiner Definition sind sie nicht unbedingt stark sondern einfach nur unheimlich authentisch menschlich… Damit diese allerdings nicht verlorenen gehen, das es wirklich geniale Geschichten sowie Romane sind führe ich sie hier dennoch auf:

Sky aus Love Letters to the Death

Ghandhi/ Antonia aus Tage mit Leuchtkäfern

Eleanor aus Eleanor und Parks

Thursday Next aus Der Fall von Jane Eyre

Wenn ich gerade schon mal dabei bin, ich versichere euch in dieser Liste werdet ihr weder Katniss Everdeen noch Beatrice Prior finden, die beiden gingen mir mit Fortlaufender Handlung zusehends auf den Geist. Selbst Sarah J. Maas Charakter werden fehlen, allerdings eher aus dem Grund dass ich noch keinen Roman von ihr gelesen habe. Ob ich das jemals tun werde steht dabei auch noch in den Sternen.

Kommen wir nun zu den grundlegenden Dingen… Der Definition einer starken Frauen. Absolut trivial auch im Kontext, doch will ich eben meinen Send dazu geben. Nicht nur für die männlichen Bewohner des Planeten, sondern insbesondere für die weibliche Hälfte oder eben alles was dort sonst noch so zwischen liegt. Urban Dictionary hat übrigens hervorragende Vorarbeit geleistet.

Lasst mich das zusammenfassen, erweitern und verfeinern.

Kurz um: Ich bin eine bekennende Anhängerin des widerlichen Anglizismus: Bad ass. In aller Munde, von jedem genutzt, ein Bild assoziierend nur ohne Definition….

Wenn eine Frau ein Bad Ass ist….

Sie ist selbstbewusst. Sie weiß was sie will und was nicht, sie weiß was ihr gut tut und was nicht. Sie ist sich eben ihrer Selbst bewusst. Sie kennt ihre Stärken und Schwächen darüberhinaus weiß sie wie man sie einsetzt oder an ihnen arbeitet. Sich seiner selbst treu sein/ bleiben ist dabei besonders wichtig. Als Beispiel: Lasse Hilfe zu, beispielsweise beim Umzug, bei wichtigen Entscheidungen, beim Lernen etc. Niemand ist perfekt und es wird immer jemanden geben der besser ist als ihr. Nutzt es, zu eurem Vorteil.

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion kann dabei helfen. Zudem ist es eine Fähigkeit die man selbst braucht um sich selbst besser kennen zu lernen und sich zu verändern. Ins schlechte sowie ins gute, denn wenn es einem nicht passt kann sie es schließlich wieder verändern… Sie macht sich dessen eben bewusst. Für seine Fehler einzustehen ist ein Zeichen von Chuzpe sowie sich für schwächere einzusetzen oder gar selbst zu denken.

Darüber hinaus ist sie unabhänig/ selbstständig. Sie kann gut für sich alleine sorgen ohne die Hilfe anderer. Wie dies tut, solange es ihr gut dabei geht ist mir persönlich egal. Das heißt aber nicht, dass Frauen von nun an zu diesen männerphoben Feministinnen werden die verbittert ihre Brüste der Öffentlichkeit entgegenstrecken. Nein, eine Frau hat absolut das Recht auf einen Partner/ eine Partnerin. Schließlich kann sie sich selbst versorgen, doch ist es immer schon wenn jemand zu Hause auf einen wartet, man ein leckeres Essen serviert bekommt oder man einem Seelenverwandten schlichtweg alles erzählen kann.

Wer sich treu bleibt hört eben auf sich selbst und seine Gefühle. So gehören Stimmungsschwankungen genauso dazu wie Neid zuzulassen oder Leidenschaft, Wut etc. Wir sind schließlich alle nur Menschen. Sich selbst zerfleischen gehört da eher weniger dazu.

Die wichtigste Lebensweisheit ist allerdings: Gib niemals auf! Sei ein Stehaufmännchen. Egal was geschieht, dein Leben geht weiter. Seien die Wunden noch so tief, mehrmals drüber geleckt geht es irgendwann wieder bergauf. Lebend kommt man aus dem Leben eh nicht wieder heraus, also was soll’s?

Ganz wichtig: Spolier Warnung, es wird durchweg kalt, inbrünstig und unmoralisch gespoilert..

Wer die einzelnen Werke, also nocht nicht vollständig gelesen hat der möge diese bitte überspringen!

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