Meine 3 Monate Island in Bildern

Ich dachte ich zeige euch mal meine schönsten Schnapschüße. Ich hoffe sie gefallen euch und keine Angst, Dublin kommt auch noch. Da brauche ich nur mehr Zeit schöne Fotos auszuwählen denn dort habe ich wesentlich mehr gemacht.

Advertisements

Die gesammelten Schätze des Monats der Kreislaufattitüden

The Master is back! So seit dem 4. Mai bin ich wieder im Land und es ist himmlisch!

Kurzer Teaser, den alle meine Freunde und Bekannten sich schon anhören mussten: Ich habe wieder eine Wasch-, Spülmaschine und einen leckeren gefüllten Kühlschrank!

Die Abreise verlief erstaunlich entspannt, nur organisieren können isländische Taxiunternehmen nicht wirklich. Da ruft man schon an und bestellt ein großes Taxi (großer Koffer und Übergepäck) und was kommt? Das kleinste Taxi von ganz Island, mit einem Fahrer der beim Aussteigen fast an seinem eigenen Raucherhusten erstickt. Den Koffer haben wir dann doch noch irgendwie versaut bekommen….

Das kam dann übrigens auch zwischenzeitlich, denn es waren immerhin noch -2°C und der Schnee wollte sich wohl noch einmal in seiner ganzen Pracht zeigen. Eine wahre Naturgewalt, die mir fast den Flug verdorben hat. Glücklicherweise hielt er gerade mal eine Stunde an, und die Räumungsfahrzeuge in Reykjavik sind extra schnell.

Danach ging es weiter zu Security, die übrigens sämtlichen Südeuropäern oder Arabern Ehre gemacht hätte. Sie reden laut und gestikulierend wild dabei, half mir allerdings auch nicht sie zu verstehen. Es ist recht schwierig sich an irgendwelche angeblichen Ansagen zu halten, wenn man diese nicht versteht und keiner einem hilft sie zu verstehen. So stand ich dort mehr oder minder völlig verloren, bis sich mal ein Herr dazu erbarmte mir zu erklären was denn die Dame letztendlich wollte. Fazit: Sie wollte, dass ich eine zweite Schale für meinen Rucksack holte. Die Verweigerung Englisch zu sprechen vermisse ich definitiv nicht!

Was das Sicherheitskontrollpersonal übrigens immer hassen, sie aber nichts dagegen tun können ist eine leere Trinkflasche mitzunehmen. Sie können euch die nicht wegnehmen und ihr könnt sie hinter der Security wieder auffüllen. Übrigens, selbst die Duty-Free Shops sind auf Island teuer. Allerdings haben sie eine hervorragend sortierte Spirituosenabteilung. Für einen Festbetrag und dem Vorzeigen des eigenen Passes dürft ihr euch sogar an einer der Bars dort besaufen. Ich sag mal so, als ich an ihr vorbeischlurfte war es gerade mal sieben Uhr morgens und sie war voll. Denkt euch den Rest.

Mehr kann ich eigentlich gar nicht mehr erzählen. Alleine Reisen ist in Kombination mit dem isländischen Flughafen ist nicht allzu spannend. Es sei denn ihr seid zwei ältere Isländer, die ins falsche Flugzeug aussteigen und plötzlich rausbegleitet werden müssen. Diese zwei älteren Herren, saßen in meiner Maschine und waren fest der Überzeugung, dass sie nach Oslo fliegen würden. Ich frage mich heute noch wie man dies Verwechseln kann. Beide Städte sind unterschiedlich groß, werden Unterschiedlich geschrieben und liegen überhaupt wo ganz anders. Sobald die zwei in ihrem richtigen Flugzeug saßen starteten wir auch schon.

Wobei sich zuvor noch ein sehr übervorsichtiger Vater bei der Stewardess genau erkundigte wie genau man denn die Schwimmweste unter dem Sitz hervorholen kann. Als nächste Frage kam dann auch noch ob das Flugzeug auch sicher sei… Am liebsten hätte ich ihm erzählt, dass die Tragflächen eines Flugzeugs lediglich geklebt werden.

Ich hatte übrigens eine Sitzreihe für mich alleine, schlafen war trotzdem nicht drin. Es macht Stewardessen immer wieder Spaß die wehrlosen Füße von Passagieren mit ihrem verdammten Wagen zu traktieren. Ich habe es dann irgendwann aufgeben und bei dem besorgten Vater durch die Sitzlücke erneut Dunkirk geschaut. Irgendwie ironisch. Ein total überfürsorglicher Vater, der vermutlich eine leichte Flugangst hat schaut sich Dunkirk zur Beruhigung an? Die Kompensationsmethoden von Menschen sind schon faszinierend. (mehr …)

Ein Dutzend Dinge, die ich während meines „Auslandsjahr“ gelernt habe

Seit gut drei Wochen bin ich mittlerweile wieder im Lande und bin einigermaßen angekommen. Deshalb bin ich auch erst jetzt dazu gekommen mir so wirklich Gedanken um die letzten neun Monate zu machen. Hier sind ein Paar meiner Einsichten, die ich mal aufgeschrieben habe. Villeicht wird zu dem Thema noch mehr kommen nur ist in-sich-hinein-gehen ein relativ anstrengender Prozess und ich bin mal wieder überall und nirgendwo unterwegs….

Own your Shit

Die wichtigste Sache, die ich wohl während meiner neun Monate Ausland gelernt habe wäre: Own your Shit. Gerade in Beziehungen zu Partner(n), Freundin, Arbeitgeber, Kollegen oder wen auch immer. Lerne dich deiner selbst Bewusst zu sein. Lerne dich selbst zu hinterfragen und beseitige Probleme wie Eifersucht, schlechte Laune, Streitereien oder Ansprüche. Denn ganz oft ist es nicht die Kleinigkeit die jemand erwähnt hat, die uns durch die Decke gehen lässt. Meist ist es etwas ganz anderes, etwas was viel tiefer sitzt. Die eigene Unsicherheit sollte nicht die Ursache dafür sein, dass ihr jeden zweiten Tag jemanden mit verbalen Molotowcocktails bewerft. Ich bin ein Paradebeispiel dafür, ich habe konsequenterweise jeden Boten erschossen. Jetzt weiß ich, ich muss nicht an der Person arbeiten, der mir den Boten geschickt hat. Nein, ich muss an mir arbeiten. Zwischenstand: Es klappt in vielen Fällen schon besser. Zynisch werde ich wohl immer bleiben.

 

Abgrenzen

Der obige Punkt aus einer anderen Perspektive. Denn auch ich war des öfteren schon in meinem Leben ein Bote oder in irgendwelche größeren/ kleineren Konflikte involviert. Immer habe ich mir den Schuh angezogen, dass ich Schuld hätte. Egal bei was: Zwei meiner Freunde streiten sich? Ich war Schuld. Der Lehrer flippte aus? Ich war Schuld. Mein Haustier ist gestorben, weil es einen Tumor hatte? Ich war Schuld. Ist auf Dauer dezent ungesund und anstrengend.

Für das Leben anderer bin ich in der Regel nicht verantwortlich. Ich kann Hilfe anbieten, mehr aber auch nicht. Wenn die Hilfe nicht erwünscht wird, dann lasse ich es. Nur weil jemand unglücklich ist, muss ich automatisch mit unglücklich sein. Nein, nein, nein… und es heißt auch darüber reflektieren zu können, ob man nun wirklich Mist gebaut hat oder ob die andere Person einen gerne als Sündenbock hinstellen würde, weil er/sie sich nicht eingestehen kann dass er/sie Mist gebaut hat.

 

Kommunikation ist alles

Gehört mit in diesen riesigen Korb namens Own your Shit. Denn wenn du dich deines Selbst bewusst bist, dann rede drüber. Rede über deine Gefühle, deine Ängste, Erwartungen, Wünsche was auch immer. Es macht ein Leben ein wenig leichter und sei es nur ein: Entschuldigung ich bin gerade nicht ansprechbar, weil ich tierisch Hunger habe und erst einmal was Essen muss ansonsten gehe ich gleich an die Decke. Es ist eine Ansage, können die meisten Menschen nachvollziehen und man hat für 20 Minuten seine Ruhe. Viele Streitereien entstehen aus Missverständnissen, weil man nie drüber geredet hat oder sich dachte was der andere denken würde bzw. könnte. Wie gesagt nicht denken, sondern reden und zwar miteinander.

 

Kill them with kindness

Mein persönlicher Grad an passiver Aggressivität ist (wenn ich sauer bin) nicht zu übertreffen. Wenn andere verbale Molotowcocktails schmeißen komme ich gut und gerne mal mit einer Panzerfaust vorbei oder gleich mit einer Wasserstoffbombe. Ich sage euch, damit kommt man nicht weit. Man macht zwar seinem Ärger Luft, aber dann kommt der Gegenwind. Trotzreaktionen von anderen Menschen sollte man nicht unterschätzen und dann stehen sich zwei Sturköpfe gegenüber und man hat sich ineinander so verkeilt wie Deutschland und Frankreich 1916 in Verdun. Für das Erreichen eines bestimmten Ziels weniger Vorteilhaft. Erst recht, wenn man von der Person auf die man sauer ist abhängig ist und sich damit so einiges einhandeln würde. Eine Regel, die ich dann selbst lernen musste und immer noch muss: (die Macht der Panzerfaust bleibt eben extrem Stark) bleibe freundlich. Egal was passiert: lächel und winke. Damit entwaffnest du deinen Gegenüber im Zweifel, denn er kann nichts tun. Wenn seine Wut abprallt, dann verraucht sie ins nichts und er ist gezwungen sich auf einen Lösungsweg einzulassen.

(mehr …)

Thy Art is murder #13

Die folgenden Werke zeigen übrigens meinen Wiedereinstieg ins Aquarellieren. Zu dem Zeitpunkt hatte ich ungefähr drei bis vier Monate Pause gehabt. Dafür habe ich relativ viel gezeichnet, denn dass muss ich eigentlich auch noch immer noch üben. Aber man kann sich ja bekanntlich vor allem drücken. Übrigens war es sowohl in Dublin als auch in Reykjavik kurz oder sogar unter dem Gefrierpunkt und da lassen sich draußen schlecht Vorlagen zeichnen.

Die beiden Tiere entstanden noch im Naturkundemuseums in Dublin und ich würde sagen sie blieben ungefähr fünf Monate in ihrem schwarz/ weißen Rohzustand bis ich dann beschloß, mich mal wieder im aquarellieren zu üben. So gesehen war die schwarz weiß Zeichnung ein Wiedereinstieg in Tiere zeichnen und kolorieren ebenso. Man sieht es ihnen ehrlich gesagt auch ein wenig an. Die Proportionen sind Beim Vogel nicht so wirklich was geworden und die Perspektive genauso wenig. Den Hasen habe ich ergo nur daneben gesetzt damit ich noch so eine Art Gegengewicht habe. Ich wüsste er würde mir gelingen.

 

Für dieses Motiv habe ich übrigens mehrere Anläufe gebraucht. Eigentlich gilt dies für alle folgenden Werke. Ich sehe es als Studien, was meine Mitbewohnerin nicht so sieht… Ich und Studien wir stehen aber auch auf Kriegsfuß. Wie auch immer beim ersten Mal war die Katze zu schwarz und völlig ohne Struktur. Beim Zweiten mal war der Hintergrund missglückt und beim dritten Mal passte irgendwie alles. Die Struktur von Holz mit Aquarellfarbe zu darzustellen ist übrigens sau schwierig…

 

Hier haben wir noch ein mal wieder eines meiner Lieblingsbilder aller Zeiten. Ihr wisst schon, die berühmt berüchtigte Familiengruft. Ich weiß das Originalbild ist wesentlich grau-blauer, aber erstens bekam ich die Farben nicht wirklich korrekt gemischt und zweitens war das abends meiner letzten Bilder und ich war schon genug durch, um mich nicht wirklich mehr konzentrieren zu können. Aber die Lichtsetzung und Perspektive stimmen übrigens.

 

Das Motiv hatte ich auf meiner Wanderung zum Leuchtturm in Reykjavik gemacht. Deshalb, ja es ist morgens und in Anbetracht dessen dass ich das Foto gemacht habe, habe ich keinen Schimmer wer diese Person auf dem Foto ist. Sie saß schon vor mir dort und hat Yoga gemacht. Ich ging auch wieder früher als sie. Ich weiß noch nicht einmal ob sie Isländerin oder eine Touristin war,  beides wäre möglich gewesen.

Die ersten Versuche sind übrigens genauso missglückt wie die Versuche von den anderen Motiven davor. Zwar war der Himmel und das Meer besser, jedoch war jeder Steinhaufen eine einzige farbliche Katastrophe. Genauso wie die Perspektive oder die Struktur des Bodens, den ich in diesem Bild einfach weggelassen habe. So kann man die Probleme auch lösen.

Thy Art is murder #12

Hurra, Hurra die Zeichungen sind da oder so. Ich gebe es ja zu, zwar schreibe ich momentan doch bin ich so unendlch langsam dass es noch einige Wochen dauern kann bis mal wieder etwas adäquates auf dem immaginären Tisch landet. Reisen ist anstrengend vor allem dann wenn man bei der heimatlichen Ankunft feststellt, dass  der Enst des Lebens jetzt erst so richtig anfängt. Eine Anleitung wie so etwas dann läuft gibt es natürlich auch nicht… Deshalb, letztes Mal gab es ein paar Kritzeleien zu bestaunen, dieses Mal biete sogar akkurate Illustrationen. Wunderbar in Szene gesetzt, mit der besten Beleuchtung die es auf Erden gibt. Nicht.

Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass gut gesetztes verdammt viel bringt nur war das mit dem Licht im Winter ein wenig schwierig. Egal ob Morgen- oder Abendlicht, es passte nie und tagsüber war ich auf der Arbeit. Schlechte Bedingungen für ein Fotoshooting. Immerhin habe ich jetzt wieder meine Tageslichtlampe wieder, jetzt muss ich nur noch einen Winkel finden aus dem keinen Schatten auf meine Zeichnungen werfe. Ich übe einfach fleißig weiter und ihr freut euch einfach über die Zeichnungen einverstanden?

 

Nachdem ich es irgendwann aufgegeben hatte ein Portrait von Medusa zu zeichnen, kam ich zu dem Schluss doch bitte mal etwas anderes zu versuchen. So wurden die Schlangenhaare zu Wasser beziehungsweise zum Meer und statt den Betrachter anzustarren wurde eben nach einem Luftballon geschnappt. Ursprünglich stand auf dem Luftballon Hopes& Dreams geschrieben, nur sah das in rein Bleistift leider nur halb so gut aus wie vorgestellt weshalb ich es am Ende einfach weggelassen habe. Medusa wurde sozusagen zu einer alten Meerjungfrau die Hoffnungen und Träume mit Vergnügen verspeist.

 

Mr. Totenschädel hat mir die reinsten Nerven gekostet. Im Gegensatz zur Realität, besitzt dieser Schädel eine Menge Perspektiven. Eigentlich ist es nur eine, aber dann auch gleich die schwierigste. Sämtliche Seitenlinien verkürzen sich, um wie viel kann man sicherlich total logisch ermitteln. Ich dagegen war mal wieder Lust. Weshalb muss es auch so etwas wie Raum geben?

Genug gemeckert, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Mir gefällt allerdings die linke Version nur mit Fineliner definitiv besser als die Blei- Buntstiftversion. Aber es war einen Versuch wert.

 

Das Abschiedsgeschenk an meine Chefin. Ich dachte mir ich konnte ja mal so etwas wie ein eigenes Mandala zeichnen und da bot sich die Hand der Fatima irgendwie an. Schließlich soll sie vor dem bösen Blick schützen. Kann als Künstlerin ja nur helfen. Leider hat sie die Bedeutung nicht wirklich verstanden, sie kannte das Symbol auch gar nicht. Ich glaube sie fand es im allgemeinen einfach zu negativ oder finster. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und ich werde mich garantiert nicht mehr verstellen. Zumal ich es gar nicht so negativ finde…

 

Das Serien-ABC

Entdeckt bei der lieben Miss Booleana und es war die Herausforderung wert. Viel Spaß damit!

A – Amazon Prime or Netflix

Gezwungener Maßen- Netflix. Ich würde ja gerne mal Amazon Prime ausprobieren, nur kann ich mir sowohl Netflix als auch Prime nicht gleichzeitig leisten. Mal eben den Netflix-Vertag kündigen, nur um Prime auszuprobieren? Nein, danke. Ich weiß es gibt ein 30-Tage-lang-kostenloses-testen, jedoch möchte ich dafür dann wirklich Zeit haben. Was sollte nach dem Probemonat auch passieren? Ich wüsste höchstens wie viele gute Serien Prime anbietet und würde mich nur noch mehr ärgern es nicht zu haben. Freunde fragen ist auch keine Lösung, da die wenigsten Prime besitzen und wenn sie es tuen dann es nicht teilen wollen. Ich nutze es einfach aus, dass ich nicht ganz genau weiß was dort läuft und vielleicht werde ich mir eines Tages Legion einfach so kaufen können. Es wäre die einzige Serie, an der ich momentan interessiert bin.

 

B – Binge Watching or „One Episode per Week“

Weder noch, beziehungsweise so wie es gerade passt. Im Durchschnitt schaue ich definitiv mehr als eine Folge einer Serie pro Woche. Wenn ich mir die Zeit nehme, dann sogar meist mehr als eine Folge pro Abend. Je nachdem wie lang diese Folge dann ist, gibt es schon mal zwischen einer und drei. Nach spätestens drei Folgen muss ich dann allerdings ins Bett, schlafe direkt ein oder wechsle die Serie. Ich schaue gerne Serien parallel, je nach Komplexität des Plots können dies schon einmal bis zu fünf Stück sein. Ich langweile mich einfach zu schnell. Ich finde vom Binge Watching hat man auch nicht soviel, denn innerhalb kürzester zeit prescht man durch alles durch wofür manche Menschen Jahre gebrauch haben. Weshalb die Arbeit dann nicht in kleineren Häppchen genießen. Macht länger Spaß, baut die Spannung auf und lässt einem noch genug Zeit am Tag um Dinge zu erledigen oder um nachts zu schlafen.

 

C – Cast Love (Who is your favourite Cast from a TV-Series?)

 Eine solche Frage einer Person zu stellen, die sich immer noch nicht wirklich mit Schauspielern auseinandersetzt wird nicht wirklich auf fruchtbaren Boden fallen, aber ich versuche es einfach mal. Spontan fällt mir ein Grüppchen ein, die einen ganz hervorragenden Job gemacht hat.

Fran Fine- Fran Drescher

Maxwell Sheffield- Charles Shaughnessy

Niles- Daniel Davis

C.C. Babcock- Lauren Lane

Dieses Quartett hat mich durch einen Großteil meiner frühen Jugend begleitet und es wurde sehnlichst Samstagabend herbei gewünscht, an dem es oft drei bis fünf Folgen hintereinander gab. Die wurden dann bis spät in die Nacht alle geschaut, zur Not bin ich auf der Couch eingeschlafen. Ich meine die Chemie zwischen den vieren ist einfach perfekt. Ich kenne diese Schauspieler als nichts anderes und sie werden für mich auch immer diese Charaktere bleiben. Ich könnte sie mir auch in keinem anderen Film/ Serie vorstellen. Natürlich ist alles geskripted, aber allein die Hass-Liebe zwischen C.C. Babcock und Niles ist herrlich, was habe ich gelacht. Genauso wie die späteren Flirtversuche von Fran Fine und ich meine Frans Familie kann man einfach nicht in Worte fassen. Sie sind so herzlich wie schräg und so unheimlich sympathisch klischeehaft jiddish.

 

D – Drink of Choice while watching a TV-Series

Ich finde es ja immer wahnsinnig interessant, wenn Menschen daraus so eine Art Philosophie draus machen. Mir ist das irgendwie viel zu kompliziert, zumal ich mir gar nicht so viele Getränke vorstellen kann. Für mich gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Tee oder Wasser. Je nach Uhrzeit oder Jahreszeit. Grüner Tee am morgen, anderer Tee oder Wasser am Abend. Absolut langweilig ich weiß.

 

E – English (o-Ton) vs German (Synchro)

Ich möchte hier nur mal anmerken, dass bei weitem Englisch nicht immer der Original- Ton sein muss. Es dürfte manchen überraschen, aber es gibt auch Serien neben HBO und Century Fox. Wollte ich nur mal kurz loswerden…

Zum Thema Synchronisation kann ich nur sagen sowohl O-Ton, als auch Übersetzung haben absolut ihre Berechtigung. Ich werde jetzt nicht alle Gründe aufzählen, weshalb man natürlich vorbildlich und immer die Originalvertonung wählen sollte. Denn dass tue ich manchmal selbst nicht und mir gehen diese ganzen Idealisten meistens ziemlich auf den Keks. Denn falls man diese Leute dann fragst ob ihr (neu)philologischer Teil des Ichs dann befriedigt sei, schauen die einen nur völlig verwirrt an und drehen sich genervt weg. So viel zum Thema, wir tun das alles nur für die Liebe zur Sprache an sich (Ja klar). Ich wollte jetzt eigentlich auch gar keine keine Pro-Argumente für deutsche Synchros schreiben, jedoch habe ich mich malwieder so in Rage geschrieben, dass ich es jetzt hier trotzdem tue.

Punkt 1: Wie gesagt es gibt nicht nur Englisch als O-Ton. Selbst nicht auf Netflix oder Amazon Prime. Es gibt Japanisch, Chinesisch, Dänisch, Russisch, Norwegisch oder auch Portugiesisch. All diese Serien habe ich in einer Synchro geschaut. Aus dem einfachen Grund, dass ich keiner dieser Sprachen spreche und auch nie sprechen werde. Trotzdem möchte ich die teils genialen Geschichten mir nicht entgehen lassen.

Punkt 2: Ich wage zu behaupten, dass sich viele Legastheniker auch recht schwer tun Sprachen zu lernen. Man kommt noch nicht einmal mit der Verbindung aus Lauten und Buchstaben in der eigenen Muttersprache klar und dann wird noch eines oben draufgesetzt. Es braucht einfach länger und während alle Klassenkameraden fröhlich The Big Bang Theory auf Englisch schauen konnten und angeblich die ganzen physikalischen Anspielungen/ Witze natürlich verstanden haben, versuchte ich mich noch mit deutschen Untertiteln am englischen ALF. (ALF ist tausendmal cooler als TBBT)

Punkt 3: Du willst als Schüler nach 10 Stunden Schule, Hausaufgaben und deinem Privatleben einfach nur Mal abends abschalten. Genauso wie ein/e alleinerziehende/r Mutter/ Vater mit einen oder sogar mehreren Kindern oder als vollzeitarbeitendes Pärchen mit mehreren Kindern oder als Mensch, der einen verdammt noch mal anstrengenden Tag hatte. Da will man sich nicht mehr anstrengen. Da will man genießen und entspannen und wenn er/sie/es keine Kraft mehr hat sich auf eine Fremdsprache zu konzentrieren dann schaut man eben auf Deutsch!

Punkt 4: Der Rahmen beziehungsweise das Setting in dem die Serie spielt, hängt auch mit Punkt 2 und 3 zusammen. Ich spreche Englisch mittlerweile wirklich gut, trotzdem fehlen mir teilweise Vokabeln. Ein Dr. House wird nicht unbedingt im O-Ton einfacher, genauso wie Vikings, Helix oder Morgan Freeman: Mysterien des Weltalls. Bevor ich dann gar nichts verstehe und 80% der Serie verpasse nur, weil ich mit googeln beschäftigen bin, schaue ich es doch lieber erst auf deutsch mit englischen Untertiteln oder auf Englisch mit deutschen Untertiteln.

Punkt 5: Bedient eigentlich zwei inhaltliche Punkte. Erstens, ich reagiere sehr empfindlich auf Stimmen von Menschen. Mag ich die Stimme eines Menschen nicht, dann höre ich ihm auch nicht zu. Ich machte dicht, schalte gedanklich auf Mute und halte mir die Ohren zu. Es wird dementsprechend ein wenig schwierig, wenn der jeweilige Hauptcharakter oder der Protagonist eine für mich unertragbare Stimme hat. Ich bin mittlerweile einfach dazu übergegangen die Synchro zu wechseln.

Punkt 6: Der ganze Bereich um die Synchronisation schafft Arbeitsplätze. Wir brauchen Arbeitsplätze, ganz, ganz viele. Es mag nicht der größte Einkommenszweig sein, trotzdem würden Menschen ihre Arbeit verlieren und jeder Arbeitsloser ist ein Arbeitsloser zu viel. Insbesondere in der heutigen Zeit, in der die spätere Altersarmut droht.

 

F – Fictional Character you would probably date

 Freiwillig daten? Ich muss daten? Immerhin kein Blind Date, ich habe trotzdem keinen Schimmer davon. Es geht hier glaube ich auch nur um den Charakter und nicht um das ganze Brimborium drum herum. Die Mehrheit meiner Lieblingscharaktere würde ich allerdings gar nicht daten wollen. Nichts gegen Vampire, Psycho- Soziopathen oder Menschen mit einer a-sozialen Störungen, nur ein Date wäre da nicht meine erste Wahl. Wenn man den Umstand annimmt, dass sich aus diesem Treffen etwas längeres entwickeln könnte, möchte nicht zu einer zweiten Harley Quinn werden…

Wie wäre es also mit Ravi? Er ist Gerichtsmediziner und in seiner Freizeit begeisterter Nerd. Ich würde sagen, die Gesprächsthemen sind gesichert. Er hat Humor, ist ausgesprochen intelligent, schlagfertig und versteht durchaus Ironie sowie Sarkasmus versteht. Von seinem niedlichen Lächeln und seinem wunderbaren Londoner Akzent mal ganz zu schweigen.

 

G – Glad you gave this series a chance

Zum einen wäre dort Nobel. Nobel erzählt die Geschichte des norwegischen Soldates Erling, der seit längerem in Afghanistan stationiert ist. Die Serie schildert sein Leben zwischen zwei Fronten, seinem militärischen Dienst und seinem sehr friedlichen Familienleben zu. Gerade diese Ambivalenz bringt die Geschichte hervorragend auf den Punkt. Kriegserlebnisse gehen an keinem einfach so spurlos vorbei. Er, seine Frau sowie sein Sohn haben mit der Belastung zu kämpfen. Wahnsinnig gut gespielt und geschrieben. Das einzige Problem ist, dass ich nicht weiß es ob es Nobel tatsächlich auf NetflixDE gibt.

3% hatte ich erst gar nicht auf dem Schirm, was mich sehr erstaunte da ich von dystopischen Settings meistens sehr angetan bin. Irgendwann habe ich dann hier irgendwo auf WordPress eine Kurzrezension zu dieser Serie gelesen und war angefixt. Zum einen da die Hauptcharaktere Jugendliche sind zum anderen, weil die Beschreibung mich ein wenig an The 100 erinnerte nur sehr viel besser. Der dritte Punkt, der mich neugierig machte war, dass Produktionsland der Serie: Brasilien. Ungewöhnlich, neu und somit interessant. Die Story ist recht simpel. Die Gesellschaft wurde vermutlich nach einem Krieg in zwei Bereiche eingeteilt. Auf der einen Seite die Slums, auf der anderen Seite das Paradies namens Offshore. Ein jeder Jugendliche bekommt im Alter von 20 Jahren die Chance sich für das Leben im Paradies zu qualifizieren. Im Weg steht jedoch ein ausgeklügeltes Auswahlverfahren, welches nur die besten 3% eines Jahrgangs zulässt.

Das beste an dieser Serie? Die Charaktere sowie die Spannung. Eine unbedingte Empfehlung von mir.

H – Hidden Gem Series

Ich hatte Rita ja schon hier erwähnt und ich erwähne sie gerne immer wieder bis zum Abwinken, da ich diese Serie immer noch genial finde. Sie spiegelt ein authentisches Lehrerleben wieder sowie die Schule und Schülerprobleme (Gut ein fast authentisches Lehrerdasein, die Sache mit dem Rektor lassen wir mal außen vor). Mehr braucht es nicht!

 

I – Important Fangirl moment

 Das ist schwer. Es gibt sicherlich viele Momente in denen ich innerlich gejubelt habe, nur bin ich recht schlecht darin mich an schöne Momente zu erinnern. Wie wäre es ganz klischeehaft mit dem ersten was mir hierzu einfiel? Der Moment in „The Nanny“ in dem Fran, dass erste Mal Max Sheffield küsst. Da habt ihr’s, unglaublich oberflächlich und kitschig aber so verdient. Wer die Serie kennt, weiß wie man von Anfang an darauf hin fiebert. In Anbetracht dessen, dass ich als Kind/ junger Teenager Happy Ends und Kitsch mochte (ja ich geb’s zu auch heute noch) war der Moment ein reiner: YES, SHE DID IT!!!

 

J – Just finished

We Speak Dance. Eine Dokumentationsserie auf Netflix übers (wer hätte es gedacht) Tanzen. Eine Frau reist um die Erde und lernt die verschiedenen dort verbreiteten Tänze kennen. Es muss nicht immer nur Volkstanz oder Standard sein… Denn auch die dahinter stehen Bedeutungen, Kulturen und Sub-Kulturen werden präsentiert. Sehr interessant, sehr zu empfehlen.

K – Kinds of Series you won’t watch

Horror- oder Thrillerserien sind etwas was ich noch nie verstanden habe. Horror ist mir zu gruselig und davon mal abgesehen sollte nicht jede Serie spannend sein? Weshalb brauche ich dann noch extra einen Thrill obendrauf?

Genauso bin ich froh, dass ich nicht mehr in dem Boot der Realityshows drinn sitze. Ja, ich habe sie früher auch geschaut bis ich für mich entschieden habe, dass Gezeigtes nicht mehr mit meinen moralischen Grundsätzen konform geht. Ich verstehe absolut nicht, weshalb sich das Menschen antuen oder gar anschauen. Noch viel schlimmer sind allerdings die (jungen) Leute, die sich das „ironisch“ anschauen… Verprügelt ihr „ironisch“ auch eure Mitmenschen oder nehmt „ironisch“ Drogen?

 

L- Longest running series you have seen

Gut, jeder der Dr. Who jemals gesehen hat wird diesen hier einfügen wie auch ich. Eine über 50-jahrelang laufende Serie kann man eben schlecht toppen. Weit dahinter müsste allerdings Navy CIS folgen, ich dürfte 10 von 15 Staffeln geschaut haben… Abby und Ziva waren ganz weit vorn, dicht gefolgt von Gibbs und Ducky.

 

M – Major Charachter Death you can’t get over

 Der Tod von Special Agent Todd (was für ein Wortspiel!) in NavyCIS hat mich in dem Moment wirklich mitgenommen. Ich konnte es gar nicht fasen, hatte ich bis dato so viel Zeit mir ihr und dem Team verbracht. Was das Ganze dann enorm abgemildert hat, war die anschließende Ankunft von Ziva. Nach ein paar Episoden hatte ich mich auf sie eigestellt und um ehrlich zu sein bin ich froh, dass sie Todd ersetzt hat. Sie ist einfach um Längen besser.

Der zweite Tod, der dann doch weitaus schlimmer war, war der Tod Helgas. Ich bin bekanntermaßen ein kleines Fangirl von Floki, dem leicht irren Schiffsbauer und ehemals bester Freund Ragnar Lodbrok aus Vikings. Aller Fangirl-Manier habe ich mich wahnsinnig für Floki gefreut, als er endlich die Frau seines Lebens gefunden hatte: Helga, sein ein und alles.

Alles verläuft wunderbar, bis zur vierten Staffel. In der stirbt dann nicht nur seine Tochter an Fieber, sondern auch noch Helga. Die Moral der Geschicht: Entführe kein Kind dessen Eltern du getötet hast und erwarte dann ernstlich, dass du geliebt wirst. Ich war trotzdem am Boden zerstört. Seelenverwandte sollten nicht getrennt werden, dass ist ein völlig inkonsequenter Eingriff in den Lebenslauf meiner Lieblingsfiguren.

(mehr …)

Die gesammelten Schätze des Monats des fassungslosen Kopfschüttelns

 

Die ersten Tage des Monats wurden erst einmal zu Hause verbracht, denn es war Ostern und es schneite und wie es schneite. Wirklich Freude kam aber nicht auf, denn Eiersuchen macht alleine keinen Spaß und wozu soll man suchen, wenn niemand etwas versteckt hat. Darüber hinaus hatte ich ein kleines Präsent für meine Vermieter gekauft nur um fest zu stellen, dass ich es wohl an der Kasse haben liegen gelassen haben musste. So viel zum Thema wir sind immer präsent und überhaupt nicht blind… Ich hatte nämlich dreimal kontrolliert ob ich alles habe.

Übrigens Feiertage alleine auf Dauer zu verbringen deprimiert nach einiger Zeit schon ein wenig. Nicht wegen des Feiertages an sich, sondern viel mehr wegen der symbolischen Bedeutung. Überall wird einem suggeriert, dass man an einem Feiertag zur Familie fährt und eine wunderbare Zeit verbringt und vor allem Spaß hat. Dabei haben wir noch nicht einmal Ostern wirklich jemals groß gefeiert.

Sehr lachen musste ich dagegen mal wieder über die Traditionshasen-Debatte. Manchen Menschen kann man auch wirklich nicht mehr helfen. „Das Abendland geht unter!“, ja klar. Da in Deutschland auch so viele aktive Christen leben, die den Kruzifix ehren, jeden Sonntag in die Kirche gehen und streng nach den 10 Geboten sowie Ora et Labora leben. Ich selbst kenne Süddeutsche und selbst die sind nicht aktiv „Christlich“. Vermutlich lebe ich einfach in der falschen Gegend und kenne die falschen Menschen. Für mich stellt es sich mittlerweile so da, als würde das Christentum immer mehr zum Insiderwitz ähnlich wie die Stadt Bielefeld und ihre angebliche Verschwörung.

Übrigens stehen die Chancen recht Hoch, dass Ostern nach einer germanischen Götting/ Monat benannt wurde: Ostara Parallelen lassen sich zur griechischen Euos, der römischen Aurora und der indischen Usha finden. Auch der Brauch Eier zu opfern/ zu verschenken und zu verspeisen kommt ursprünglich von den Germanen. Auch die typischen Ostersymbole wie Hase oder Marienkäfer gehen auf die Germanen zurück, bei ihnen war der Hase ein Symbol des Glücks ebenso wie der Marienkäfer. Dumm nur, dass die Germanen zu beginn alles andere als christlich waren.

Der berühmte Schokoosterhase ist hier auf Island übrigens gar nicht so vertreten. Viel mehr gibt es gigantische Schokoostereier zu kaufen. Meine Alternative waren dafür selbst gebackenen Müsliriegel. Sehr lecker, sehr variabel und sogar vegan, glutenfrei und einfrierbar. Hat mir glatt den Hintern gerettet, denn zu dem Zeitpunkt liefen sämtliche Sonderangebote für Müsliriegel in den Supermärkten aus und Müsliriegel snacken gehört leider zu meinen Hobbys.

Neben dem ganzen Gebacke und Freihaben lief mal wieder eine recht ausgefallene Identitätskrise. Ich hasse es, wenn ich zu viel Zeit zum Denken habe. Ernsthaft, weshalb muss mein Gehirn sich immer eine Freude daraus machen Sachen tausendmal zu zer-denken. Nach drei vollen Tagen des

Dauergrübelns, Nörgelns und durch die Augenschwitzens war es dann auch schon wieder vorbei. Fazit: Selbstfindung war noch nie leicht, aber heutzutage hat man über drölfzigtausend Möglichkeiten und immer diese Gruppen, Sub-Gruppen Bildungen… Ganz ehrlich ich bleibe dabei, ich bin ich und ich habe eine eigene Schublade verdient. Wenn jemand damit nicht umgehen kann, soll er sich bitte auf ewig von mir entfernen.

Was das Ganze nicht wirklich besser machte, was der Umstand, dass ich am ersten April die Nachricht bekam Avatar- The Last Airbender sei auf Netflix erhältlich. Die Wahrscheinlichkeit des Aprilscherzes war ziemlich hoch, nur bestätigten gleich drei meiner Freunde dass es wirklich war sei und schickten mir Screenshots von ihren Computern. Nur ist Netflix Deutschland nicht gleich Netflix Island. Ich muss und musste über einen Monat lang warten um es sehen zu können. Ganze vier verdammte Wochen! Warum Netflix?! Ein Gutes hat es ich und meine Mitbewohnerin haben eine neue Serie für gemeinsame Fernsehabende. Ich bin völlig aus dem Häusschen, sie eher weniger aber das wird. Ich kriege das hin.

(mehr …)