Gedankenschnipsel zum Oscar 2018, Teil II

Tapfer geht es mit dem zweiten Teil (hier geht’s zum ersten). Ich bin schon unglaublich gespannt wer von euch bis zum Ende durchhält… Übrigens, im vorherigen Teil habe ich die Trailer der einzelnen Filme nur im Titel des jeweiligen verlinkt. In diesem und im nächsten Teil allerdings direkt eingefügt, einfach weil ich will dass die kleineren Streifen mehr Aufmerksamkeit bekommen…

Kategorie: Beste Regie

Christopher Nolan:

Der Mann hängt mir langsam zum Hals raus. Ich habe das Gefühl, der haut jedes Jahr mindestens einen Film raus… Der Markt ist auch irgendwann übersättigt

Jordan Peele:

Der Typ scheint echt nur aufgrund von Get Out so gehypt zu werden. Wenn der Film so gut ist vermutlich gerechtfertigt?

Paul Thomas Anderson:

There will be Blood war absolut grandios, wenn auch nicht ohne.

Guillermo del Toro:

Ich weiß nicht wie viel er Regie geführt hat und wie frei die Schauspieler waren, jedoch ist das Endprodukt ein sehr Gutes genauso wie Pans Labyrinth.

Greta Gerwig:

Eine Frau? Das sieht man selten? Freut mich, vor allem weil ich mir Ladybird echt anschauen möchte. Ob sie gewinnen sollte? Da gehe ich ganz nach dem Leitsatz, der Beste hat’s verdient.

Ich meine ich habe zwar Schauspielerische Erfahrung, jedoch bin ich immer noch eine Laie. Erst recht in den Kategorien: Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Originaldrehbuch… Weder habe ich die Original Vorlagen noch die Drehbücher gelesen noch weiß ich was ein gutes Drehbuch so wirklich ausmacht. Genauso wie Schnitt oder Ton. Ich habe absolut keine Ahnung von Technik und bin froh, wenn ich mit Klick sowie Doppelklick oder Neustart durch den Alltag stolpern kann.

Kategorie: Bester Dokumentarfilm

Abacus- Small Enough to Jail:

Halleluja, ist der Film als kontrovers betitelt worden. Für alle die ihn nicht kennen, definitiv sehenswert. Es geht um Bank, die tatsächlich vor Gericht verurteilt wurde. Normalerweise ist der Satz Too big too fail Programm. Es wird alles daran getan, die Zentralbanken finanziell zu stabiliesieren, egal wie viel Geld sie verschwulden oder falsch investieren. Alles nur damit das globale Finanzsystem nicht einbricht. Dass dies seit Jahren trotzdem der Fall ist, wird knallhart ignoriert. Noch ist es ja nicht so weit. Aber zurück zum Film. Abacus war wohl ein Vorreiter. Besonders in China, dumm nur dass die internationalen Kräfte es gar nicht mögen, wenn jemand neues, einflussreiches auf der Fläche erscheint. Never touch a running system, weshalb hin und wieder gerne mal künstlich Sand ins Getriebe der Konkurrenz geworfen wird. Hoppala, tja Kolleteralschaden. Abakus war ebenso schon so groß genug Konkurenz zu bieten, jedoch immer noch zu klein um in den Ring der Too big too fail-Leader aufgenommen zu werden. Das sollte ihr Untergang werden…

 

Faces Places:

Eine schöne Geschichte, nur erinnert es mich eben mehr an reine Street Art. Es ist eben ein tolles Projekt, aber dann würde ich dem Film eben mehr einen Kunstpreis geben für Street Art als einen cineastischen wenn ihr versteht was ich meine.

 

Icarus:

Der russische Doping-Skandal diesbezüglich Olympias. Jetzt mal ernsthaft, ein Skandal ist es doch nur, wenn man damit nicht gerechnet hat. Welcher naive Depp denkt denn bitte heute noch, dass bei Olympia nur Amateure herumlaufen?! Ich meine Olympia ist das Spiel der Besten der Besten… Der sportliche Machtkampf der Weltnationen. Da stecken so unglaublich viele Milliarden dahinter, da gilt es Gold zu gewinnen und nichts Anderes. 100% Leistung reichen da schon lange nicht mehr aus. Weshalb ich denke, dass 99% der Olympioniken gedopt sind. Selbst die Anwärter aus den klitzekleinen Staaten, denn die bekommen schließlich auch internationale Fördergelder von Sponsoren.

Der Leiter des Doping-Labors war einfach nur zu blöd sich erwischen zu lassen. Dumm gelaufen für die Russen, aber ernst kann ich das ganze Theater um den vermeintlichen Skandal nicht nehmen.

Last Men in Aleppo:

Solange wir den Waffenexport nicht stoppen, weiter Merkel sowie die GroKo wählen oder andere Politiker und nicht selbst in den Aktivismus einsteigen wird es weiter solche Filme geben und es wird Menschen weiterhin so bescheiden gehen. Aber das ist den meisten Menschen egal, denn sie sind ja nicht betroffen. Weshalb also sich darum kümmern?

 

Strong Island:

Eine Debatte die eigentlich gar nicht existieren sollte (jedem sollte geholfen werden, egal wie er aussieht oder wo er her kommt). Jedoch war bei diesem Polizeifall nicht die halbe Welt anwesend, wir wissen nicht was passiert ist. Im Grunde wissen wir als Außenstehende wirklich gar nichts…

 

Kategorie: Bester Dokumentar-Kurzfilm

Edith + Eddie:

Oh Gott, der war so schön… und so herzzerbrechend und zeigt auch mal wieder in was wir für einer grauenhaften Gesellschaft leben.

 

Heaven Is a Traffic Jam on the 405:

Vor diesem Film wusste ich gar nicht, dass diese Frau existiert. Schade eigentlich, wenn ich bedenke, dass sie eine starke Frau ist und eine sehr gute Künstlerin ist. Als nächstes würde ich sagen, dass die Thematik uns alle Betrifft: „Mental health“ oder betreffen sollte. Schaue ich mir da meine Altersklasse an sind die meisten nicht aufgeklärt und wenn dann denken sie immer noch brav in Klischees. Psycho bleibt Psycho und da ist es dann auch egal, ob der Psycho vielleicht auch Gefühle haben könnte. Ob Aufklärung hilft, sicherlich… Schaut einfach mal in den Film rein. Dauert auch nur 40min.

 

Heroin(e):

Ich bin bei Netflix Dokumentationen immer recht zweigespalten. Meist sind diese Dokumentationen eher Mockumentarys, wofür Drogenmissbrauch als Thematik ein wenig zu hart ist. Ob ich dem Ganzen deshalb so glauben schenken soll, weiß ich noch nicht.

 

Knife Skills:

Ein tolles Projekt, von denen sollte es öfters welche geben. Unsere Schulkantine hatte ein ähnliches Konzept, leider waren die Basisausbildung sowie Fortbildungen absolut unzureichend, weshalb ich mir dort höchstens mal einen Apfel gekauft habe… Da bin ich immer wieder froh zu sehen, wenn Menschen doch noch eine Chance auf wirklichen Erfolg bekommen.

 

Traffic Stop:

Wieder so ein schwieriger Film. Beziehungsweise eine schwierige Situation, denn soweit ich es verstanden habe hat sie dem Polizisten schon Widerstand gezeigt und ihm Widerworte geben. Gegen Polizei zu widerstehen ist nie eine gute Idee. weshalb ich sage, dass man immer gerne die Opferrolle einnimmt Wäre das Opfer weiß gewesen, wäre der Fall noch nicht einmal in die Lokalzeitung gekommen. Wenn jemand diskriminiert bzw. in der Berichterstattung bevorzugt wird, dann bitte unabhängig von Hautfarbe, Augenfarbe sozialer Schicht etc.

Kategorie: Bester fremdsprachiger Film

Eine fantastische Frau (Chile):

Eine interessante Geschichte, viel Potenzial, gute Schauspieler. Da ist ein Must-See im Anmarsch!

 

The Insult (Libanon):

Von den Machern von Timbuktu und Mustang? Mit so einer Thematik… I am hyped!

 

Körper und Seele (Ungarn):

Sieht interessant aus…?

 

Nelyubov (Russland):

Ich kann den Jungen so verstehen und die Eltern und oah….

 

The Square (Schweden):

Warum sind die Schweden immer so unglaublich, herrlich böse?

4 Kommentare

  1. Kurze Anmerkung Gerwig hat „Ladybird“ gedreht. Nicht „Three Billboards…“ Liest sich im text so, als hättest du das verwechselt :)

    Und ja, ich werde bis zum Schluss durchhalten.

    Gefällt 1 Person

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