Gesammelte Schätze des Monats der Verabschiedungen

Der Oktober verabschiedete sich mit einem Magendarminfekt und der November hatte absolut nichts gegen meinen Okkupanten einzuwenden. Statt den magischen drei Tagen blieb der Gast eine ganze Woche, der All-Inklsuiv Urlaub für die gesamte Viren-Belegschaft. Darüber hinaus gab es dann auch noch eine Standpauke der Chefin weil man ja trotz Krankheit zur Arbeit kommen würde. Wobei ich lediglich die eine Stunde überbrücken wollte in der sie nicht da gewesen ist. Es war nicht meine Schuld, dass sie letztendlich ganze zwei Stunden später als geplant kam. Das akademische Viertel scheinen hier die Wenigsten zu kennen. Der aufgezwungene Urlaub wurde leider nicht mir Artikelvorschreiben genutzt, da ich schlichtweg nicht in der Lage dazu war. Vielmehr entdeckte ich mal wieder Netflix für mich. Mein Retter in der Not, denn nach Attack on Titan oder Thief ist es wieder stiller geworden. So ging es gleich mit ID-0 weiter. Kurze Notiz an euch: ID-0 ist eine der Netflixeigenproduktionen und besitzt eine Staffel à 12 Folgen. Was soll ich sagen um drei Uhr morgens angefangen abends um 19 Uhr beendet. Es kommt recht selten vor, dass ich eine Serie an einem Tag durchschaue. Kann nur für die Serie sprechen. Alles in allem lag ich zwei Tage im Bett (okay eher im Bad) Trotz selbstgemischter Elektrolyte: Zucker, Salz, Zitronensaft und Kartoffelmöhrenbrei wurde dann auch erst einmal eine Art Herpes entwickelt. Es war zwei keiner, aber die Schuppenflechte oder trockene Haut breitete sich immer weiter aus bis der Angriff mit der Geheimwaffe namens Vitamin A Salbe beendet wurde. Auf mein Magen-Darm-Infekt folgte eine ebenso fette Erkältung und die langersehnte Ankunft meiner Mitbewohnerin.

Diese fand meine Entwicklung natürlich überhaupt nicht prickelnd, weshalb min Körper erst die volle Ladung Zink, Eisen und Vitamin C bekam. Abermals einen Tag Bett gehütet, wobei es an dem Tag wirklich nur aus Eimern geregnet hat… Nicht wirklich etwas verpasst.

Meine Chefin war in der Zeit vor der Ankunft meiner Mitbewohnerin umso anstrengender. Es reichte ja schon, dass ich zwei Tage nicht bei der Arbeit gewesen war… Demnach sagte sie mir am Donnerstag Nachmittag, dass ich dich bitte am Freitag kommen solle, da sie ihre Freundin zum Flughafen wollen würde. Freitag ist mein freier Tag und ich hatte schon genug zu tun von Sport machen einkaufen, Zimmer reinigen, Betten beziehen sowie weiter Zeichnen üben und den Schrank umräumen. Zwei Personen haben in einem Raum ein anderes Teilungsverhältnis.

Ich machte sehr deutlich, dass mir das dieses Wochenende zu knapp sei und ich nicht könnte aus eben so genannten Gründen und eine ellenlange Diskussion brach aus. Also sie Diskutiere bzw. hielt Vorträge über Fleiß, Disziplin sowie Buisness-Benehmen. Wie gut dass ich zur deslben Zeit zuhören, vergessen und ignorieren kann. Sonst hätte es vermutlich Tote geben.

Ihr Ansprüche orientieren sich an einem Full-time Job, was gerade bei ihr und bei zwei meiner Ex- Kollegen auch zutraf. Nur eben nicht bei mir. Ich funktioniere gänzlich anders, ich werde für meine Arbeit nicht bezahlt noch anders honoriert. Erst recht nicht spiele ich freiwillig das Zimmermädchen, welches den Dreck anderer Leute wegmacht. Die elendige Auseinandersetzung hielt mich dennoch nicht davon ab, pünktlich am nächsten an der Bushaltestelle zu stehen und auf meine Mitbewohnerin zu warten, die mich besuchen kam. Zusammen verbrachten wir eine wunderbare Woche, ich fror mir dank dem biologisch eingebauten Heizkörper meiner neuen Zimmergenossin nicht mehr den Arsch ab, eher schwitze ich. Der vernachlässigte Schlaf wurde aufgeholt und gen Nachmittag besichtigten Museen, Kaufhäuser, Parks und ich nutze die Gelegenheit aus und räumte die Supermärkte leer.

Museumsbesuche zu zweit sind gleich so viel schöner… Besonders wenn man sich sowohl gemeinsam an Kunst erfreuen kann als auch sich fragen darf ob das Ausstellungsstück nicht wirklich in die Mülltone könnte oder zumindest an seinen ursprünglichen Einsatzort. Meine Chefin kontaktierte mich und fragte wie es laufen würde, nebenbei erwähnte sie wie anstrengend die Arbeit doch sei, sie dringend eine Pause bräuchte etc. Weder ich noch meine Mitbewohnerin wollten ein zweites Mal an den Ort der Arbeit zurückkehren, weshalb ich fleißig weiter krank spielte. Ich würde meinen wohl verdienten Urlaub, für den ich sogar noch kämpfen müsste für nichts und niemanden hergeben. Es hätte alles so perfekt weiter laufen können, wäre mein Stubentiger nicht schon wieder am abnibbeln gewesen. Zwei mal Lungenpunktion, dann Stabilisierungsphase etc. Diverse Tage sowie Heul und Wutanfälle später die Diagnose. Symptome eines bösartigen Tumors ohne Tumorzellen… Als er wieder zu Hause war wurde er beschmust und gefüttert und zwar mit Fischbrei und Garnelen à la Mitbewohnerin. Gute zwei Wochen später gab es zum Abend mehrere kryptische Nachrichten per SMS und mir war klar, das Kerlchen würde ich lebend nicht wiedersehen. Am nächsten Tag kam dann auch die Bestätigung. Irgendwie war ich in dem Moment verdammt froh, dass meine Vermieter gerade im Urlaub waren. Um ehrlich zu sein, weiß es auch noch keiner außer eine gute Freundin und nun ihr.

Aber zurück in die noch weit aus vergangenere Vergangenheit (gibt es das Wort überhaupt?) bevor die Hiobsbotschaft in mein Leben trat und mich erneut von den Füßen fegte. Denn ich verbrachte mit meiner Mitbewohnerin noch weitaus schöne Tage. Zumal wir eine sehr leckere Restaurantkette entdeckt haben. Nachdem meine Mitbewohnerin wieder ins Flugzeug gestiegen war ging es mit mir erneut bergab. Wer denkt man hat sich nach einer Woche gefangen liegt leider falsch. Der Schlaf wurde kürzer, die Laune erneut schlechter. Der Höhepunkt waren zwei Gespräche die folgten. Das erste fand zwischen meiner Chefin, einer Zeichnerin und mir statt. Die Zeichnerin wollte ich schon lange treffen, denn sie ist großartig. Dann waren wir zusammen und fingen uns an uns zu unterhalten. Über das Leben, das Universum und natürlich über meine Bewerbung für die Kunsthochschule, weil meine Chefin von meinem privaten Kram immer noch nicht die Finger lassen kann. Was folgt war eine endlose Litanei über das Leben, die Probleme welche die beiden hatten, wie sie sie lösen mussten, dass sie so viel mehr erfahrener seien als ich, dass meine Kunst nicht so düster sein solle, ich mehr Studien malen müsste. etc. Mich nervte es zusehends von gleich zwei Menschen in die Mangel genommen zu werden… Ich würde gerne mehr Zeichnen, ich habe aber nicht die Zeit dazu entweder ich bin krank oder muss arbeiten oder mein Alltagsleben auf die Reihe bekommen unfallfrei… Das ist nicht einfach! Zum anderen nervt es mich ständig belehrt zu werden. Ich weiß was für mich gut ist und was nicht. ich weiß wie ich mit mir umgehen müsste und im allgemeinen ist mir verdammt vieles sehr Bewusst, denn ein Jahr Intensivtherapie gehen an einem nicht spurlos vorbei.

Irgendwann endete der Tag und ich fühlte mich irgendwie in die Welt des Circles versetzt. Meine Chefin vertrat wohl den Vorsatz charing is caring. Kann bitte irgendjemand einen zweiten Snowden bringen, der dieses Netzwerk in die Luft gehen lässt? So sehr sie es liebt die Probleme andere zu diskutieren, so schwer schweigt sie ihre Probleme tot. Schließlich möchte sie keinen damit belasten, sie sei alt genug mit ihren Problemen alleine klar zu kommen, sie müsse es lernen etc. Die alte Leier des letzend Monats und ich rollte die Augen was dass Zeug hält. Gefühle in sich hinein fressen ist und endet niemals gut.

Die zweite Unterhaltung ging erneut über eben angesprochenes Thema, über Lebensphilosophien und endlich gab es einem Menschen der ähnlich dachte wie ich. Eine großartige Frau übrigens und eine ebenso großartige Straßenkünstlerin dazu. Fazit mit dem ich konform gehen kann, man sollte aus jeder Erfahrung die man im Leben macht etwas positives ziehen. Sollte deshalb, weil Ausnahmen immer wieder die Regel bestätigen jedoch gibt es derartige Schicksalsschläge recht selten. Was mich fertig gemacht hat, war umso mehr die Tatsache, dass wir Stunden gebraucht haben um zu diesem Punkt zu kommen. Jede Minute, die ich die beiden Frauen diskutieren hörte wurde mir schlechter und elendiger, das ich dieses philosophieren ums große und Ganze nicht ertragen kann. Ich will mir keine Gedanken über den Sinn des Lebens machen, über den perfekten Lebensstil, über das Sein im Kollektiv. Ich will eifach nur leben, eifach nur ich sein und einfach nur genommen werden wie ich bin mit allen Vorzügen, Fehlern, Macken und Talenten. So mache ich es bei meinen Freunden doch auch, wenn ich bei einsam anderen nicht kann meide ich ihn eben. Schluss. Fertig. Aus. Zum Schluss gab es die große Frage Wer bist du eigentlich?, damit ist das reine „Ich“ gemeint und darauf hatte keiner wirklich eine Antwort. Ich habe nun eine dank meiner Mitbewohnerin, die mich irgendwie daran erinnert hat. Eigentlich war es mehr der Fuchs mit dem ich früh morgens an der Ampel. Ich glaube ich will gar nicht wirklich wissen wer ich genau bin. Wenn man jede Reaktion von sich kennt und jeden Winkel, dann kann man doch gar nicht mehr überrascht von sich selbst sein. Kann weder Herausforderungen annehmen oder wirklich leben, denn man kennt sich ja schon im kleinsten Detail. Würde dieser Zustand eintreten kann man doch sterben, es lohnt ich ja nicht mehr irgendetwas zu tun. Deshalb ich bin für kontrolliertes Umherwabern im inneren Selbst. Wer macht mit?

Gleichzeitig maximierte sich meine Schlaflosigkeit durch den Umstand, dass eine Band aus Belgien bei uns übernachtete für ganze vier Nächte. Mein Vermieter hatte sie nach Dublin eingeladen damit sie endlich hier spielen konnten und da alle Hostels entweder ausgebucht oder zu teuer waren wurde kurzer Hand das Apartment zum Hotelzimmer bzw. das Wohnzimmer. Deshalb schliefen anstatt nur einem Mann nun vier Männer dort mitsamt Instrumenten und allem, was man als Band so braucht. Glaubt mir der zweimalige anderthalbstündige Soundcheck wäre mir gern erspart geblieben, auch die Livemusikssessions auf der After-Shop Party um ein Uhr nachts mit Tanzeinlage von knapp zehn Leuten. Es überrascht mich, dass die Nachbarn so lange durchgehalten haben. Selbst als sie sich beschwert haben waren sie immer noch höflich, zumindest was ich davon mitbekommen habe. An diesem Wochenende fand ich zwar keinen Schlaf, aber erneuten Gefallen am Tanzen. An einem Abend wurde in eine Bar eingeladen, die Band spielte Balvolk live und wir tanzten in die Nacht. Ich tanze sogar Tänze, die ich gar nicht konnte. Wie das funktioniert? Einen Partner finden, der diesen Tanz tanzen kann und dann einfach diesem Partner folgen. Augen zu machen und die eigenen Füße genau dort hin setzen wo die Füße des Partners eine Sekunde zuvor gestanden hatten. Die Minuten verfliegen wie im Flug und das Gefühl ist genial. Weshalb ist es mit allem nicht so einfach? Unglücklicherweise war meine Chefin auch da sie wollte Tanzen unbedingt mal ausprobieren und war nach zwei Tänzen schon bedient. Ich nicht, ich hatte meinen Spaß und sie verdrückte sich an die Bar und sittete den Sohn meines Vermieters. Was sie überhaupt nicht verstand warum ich die Augen geschlossen hatte beim Tanzen. Ganz einfach, es unterstützt die Nicht-Benutzung des eigenen grauen Zellen. Wir tanzen es übrigens in ganz normalen Alltagsklamotten und ungefähr doppelt so schnell als im zweiten Video.

 

Kurz um, mit Abstand eines der schönsten Erlebnisse meiner bisherigen Zeit. Einer der Bandmitglieder ist passionierter Metalhead was logisch betrachtet sogar gar nicht so unwahrscheinlich gewesen war. Balvolk hat eine sich überschneidende Community von Pagan-Metal oder Folk-Metal dementsprechend wurde auch noch über eine Stunde über diverse Stellvertreter der entsprechenden Genre gefachsimpelt und er kannte, vielmehr mochte Rammstein. Selbst Equlilibrium!

Eine Woche später folgte eine kleine Vernissage meines Kollegen der mit seiner Künstlergruppe ein Malbuch  herausgebracht hat. Es ist aber kein gewöhnliches Malbuch, sondern eines für den guten Zweck. Die Eigenverleger ist die Gruppe „Blind elephant“ und könnte als Selbsthilfegruppe beschrieben werden, welche sich für Menschen mit Depressionen einsetzt. Der Erlös des Malbuches geht direkt in die Gruppe zurück und hilft denen weitere Projekte zu starten und die Gruppe zu vergrößern. und der erlös der verkauften Malbücher gehen entweder in die Selbsthilfegruppe oder zu anderen Projekt, die menschen mit Depressionen helfen sollen wieder gesund zu werden. Ganz groß!

Die Woche darauf, beschäftige ich mich endlich mit der genaueren Islandplanung. Nach einem Zimmer suche ich ja verzweifelt seit Monaten. Doch alles lag entweder zu weit draußen, war definitiv zu groß, war ein Mehrbettzimmer, war zu teuer oder nur zu ganz bestimmten Daten beziehbar. Nach Monaten der Verzweiflung und erfolglosen Akquirierung aller meiner Kontakte, die ich in die Richtung besitze fand ich auf der berühmt und berüchtigten Internetseite für Ferienzimmer oder Wohnungen ein kleines Zimmer in Reykjavik 101. Zwar zu einem immer noch horrende teuren Preis, der aber zumindest nicht mehr utopisch war. Was mich davon abhält, diese Unterkunft zu bezahlen war meine Bank. Die Flüge dorthin gaben sie mir, aber kein Dach über dem Kopf na wunderbar. Hallo Zahlungsmaximum. Es hat mich über anderthalb Stunden und einen gesamten Tag schwitzen gekostet um das Problem zu beheben… Glaubt mir dieser Selbstfindungstrip wird eher zum Survivaltrip und ich bin der Prototyp McGyvers und Bear Grylls.

An diesem Punkt wäre bei mir wohl nervlich endgültig das Ende gewesen. Überhaupt ist mir bis heute ein Rätsel, weshalb ich nicht eigentlich schon heulend zu Hause liege. Ich schiebe es auf meine Zähigkeit und die neue Wunderwaffe Vitamin D3 und K3 sowie Magnesium. Ich dachte immer, es würde völlig überbewertet jedoch muss ich zugeben, dass die Investition sich gelohnt hat. Mit den Tropfen geht es mir tausendmal besser als vorher. Demnach kein Fehlkauf, aber dennoch knirscht mein Portemonnaie arg bei den Preisen… Wehe ich werde nicht Hundert in einer Art Superheldenkondition…

Weshalb gibt es während des Black Thursdays, Fridays oder Cybermondays eigentlich 50% Rabatt auf Kleidung, die eh nur 5€ kosten und 33% auf irgendwelche Kosmetikartikel aber kein bis nur 10% auf Gesundheitslebensmittel, Lebensmittel oder Art Supplies (mir ist derzeit die deutsche Vokabel dafür entfallen). Ich glaube es nicht, da hört man 48 Stunden überall bescheidene Werbung nur für diese Rabatt Tage an denen die alles quasi entgegen geworfen wird aber die wirklich nützlichen Dinge, welche die Welt sogar verbessern würden bleiben weiterhin in unerreichbarer Ferne.

Dafür kommt Weihnachten immer näher, was meine Laune nicht unbedingt anhebt aber auch nicht verschlechtert. Weihnachtsmärkte gibt es eigentlich nur einen und der findet gerade mal drei Tage statt. Die Beleuchtung steht dafür seit Halloween und meine Chefin fliegt demnächst wieder zurück in die Heimat. Das bedeutet für mich, ich habe wieder mehr Zeit für den Blog, für mich und für euch. Es nervt mich, dass ich in letzter Zeit so abwesend war, zumal ich weder einen Blogadventskalender noch sonst irgendetwas anderes Vorbereitet habe. Immerhin wisst ihr jetzt weshalb es so still war und ich gelobe Besserung. Die Feiern bleiben mir zumindest erspart denn anstatt einer, machen wir eine Gruppenaustellung mit allen Künstlern unseres Projektes die Zeit und Lust hatten drei Sketches anzufertigen, welche gerahmt und ausgestellt werden. Das war auch noch ein Akt die anzufertigen, auch wenn ich sie lediglich abgepaust habe…

Halleluja nun aber genug berichtet und gejammert kommen wir zum eigentlichen Sinn, des Ganzen Palavers:

 

Kann mir dann jemand bitte die Postleitzahl des Regenwaldes verraten?

Die frühen Menschen liefen nackt herum, ohne dass es Probleme gab. Manche Menschen, vor allem in feuchten Regenwäldern, tun es heute noch. Daraus müssen wir schließen, dass Wahnsinn manchmal eine Frage der Zeit ist und manchmal eine Frage der Postleitzahl.

S. 49 –Ich und die Menschen von Matt Haig

 

Die perfekte Beschreibung für meinen derzeitigen Zustand meiner Arbeitskollegen, zumindest teilweise:

Auf der Erde nennt man es Zivilisation, wenn eine Gruppe von Menschen sich zusammentut und gemeinsam ihre Instinkte unterdrückt.

S. 68 -Ich und die Menschen von Matt Haig

 

Siehste, Kommunikation kann so herrlich einfach und direkt sein:

»Fahr zur Hölle, Brekker.«

»Mach deine Arbeit, Zenik«, blaffte er. »Ich habe dich nicht nach Fjerda gebracht, damit du Bestattungsrituale vollziehst.«

Sie hob die Hände. »Wie wäre es, wenn ich deinen Schädel knacke wie ein Rotkehlchenei?«

»Du willst keinen Blick auf das werfen, was in meinem Kopf ist, Nina, Liebes.«

S. 321 –Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo

 

Damit könnte ich problemlos leben:

»Das Letzte, was du in dieser Welt je sein wirst, Mädchen, ist ein Held für irgendwelche Leute.« (…) »Aber du wirst jemand sein, den Helden fürchten.«

S. 25 –Nevernight, Die Prüfung von Jay Kristoff

 

Ich muss mir wohl ein besseres Praktikumsresumé überlegen:

Ich finde meine dissoziative Identitätsstörung interessanter als alles, was diese Stadt mir ununterbrochen ins Gesicht kotzt.

S. 24 –Axolotl Roadkill von Helene Hegemann

 

Mittlerweile kapiere ich, weshalb das Belohnungssystem so weit verbreitet ist:

Weil ich im Dreck sitze, kannst du auf Gehaltsstufe zweiundzwanzig herumtanzen.

S. 10 –Wer hat Angst vorm bösen Wolf von Karin Fossum

 

Ich sage doch, man muss nicht alles wissen:

Aber was wäre, wenn ich dieses Netz aus Geschichte und Wahrheit entwirren würde? Wo bliebe dann der Platz für Fantasien und Träume, mit denen man lange, einsame Teile, Tage und Zyklen überbrücken kann? Manche Mysterien existieren nur dafür: um Träume zu schaffen, die einen durch Raum und Zeit davontragen.

S. 184 –Shattered World, Schattenlicht

 

Bestes Weihnachtsgeschenk, was man bekommen kann:

Im Grunde hinterlasse ich dir das beste Geschenk, den besten Schatz, den du dir wünschen kannst. Es enthält alle Zutaten zu deinem Tragödienaufsatz.

S.14 –So wüst und schön sah ich noch keinen Tag von Elizabeth LaBan

 

Zweites Highlight des Monats:

Denn egal, wie viele Worte es gibt, und egal, wie anmutig man sie benutzen kann, es gibt Momente, da muss man sein Glück für sich behalten, damit die Worte den Klang der wundersamen Stille nicht zerstören. Glück braucht keine Worte. Glück hört man auch so.

S. 162ff. –Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lilly Lindner

 

Kann man die Solaristik auch gegen den amerikanischen Can-Do-Spirit oder den Neoliberalismus ersetzen? Passt genauso… und eine Brücke zwischen Menschlichkeit und Politik schon gleich gar nicht:

Die Solaristik- schreibt Muntius- ist die Ersatzreligion des Weltraumzeitalters, sie ist der Glaube, eingehüllt in das Gewand der Wissenschaft; der Kontakt, das Ziel, dem sie entgegenstrebt, ist ebenso nebelhaft und dunkel wie die Gemeinschaft der Heiligen oder die Herabkunft des Mesias. Die Erkundung kommt einem in methodologischen Formeln existierenden Liturgie-System gleich; die demütige Arbeit der Forscher ist das Warten auf Erfüllung, auf die Verkündigung, denn Brücken zwischen Solaris und Erde gibt es nicht und kann es nicht geben.

S. 228 –Solaris von Stanislaw Lem

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