Starke Frauen in Filmen

Da die letze Ausgabe schon ein wenig her ist und zwar gefühlt sehr sehr lange her, gibt es hier nun gehörigen Nachschub. Ich habe nichts unversucht gelassen, um mal wieder an ein paar Perlen zu gelangen. Vielleicht kennt der ein oder andere unter euch meine Paradebeispiele, (da sie wie der Polarstern am Firmament funkeln) vielleicht auch nicht (kann ja nicht jeder ein Alpha Ursae Minoris sein). Allerdings muss ich auch noch erwähnen, dass ich mich wirklich bemüht habe die weiblichen Charaktere aus reinen Drehbüchern zu entnehmen. Keine Roman, Comic, Videospielvorlage.  Falls mir trotzdem eine Romanverfilmung dazwischen gerutscht sein sollte, tut es mir Leid. Wobei eigentlich tut es mir nicht leid, denn jeder macht mal Fehler. Vergesst einfach was ich gesagt habe. Statt dessen widmen wir uns noch kurz drei Frauen, welche ich nicht unerwähnt lassen möchte: Kate Fitzgeralt (Beim Leben meiner Schwester), die Protagonistinnen aus Grüne Tomaten sowie Clarice Starling (Hannibal) oder Joy Newsome (Raum). Jetzt aber zum Eingemachten.

 

Die Braut (Kill Bill)

Als Attentäterin mit dem eigenen Chef liiert zu sein hat einige Vor-Nachteile. In Kiddos Fall, letztendlich mehr Nachteile denn nachdem sie erfährt, dass sie schwanger ist taucht sie unter und entscheidet sich für ein normales Leben außerhalb des blutigen Milieus. Dumm nur, dass ihr Geliebter und eigentlicher Ehemann einer der größten Verbrecher Amerikas ist und ihre gesamte Familie sowie die Angehörigen ihres folgenden Ehemannes bei der Probe ihrer Hochzeit erschießt. Was sie allerdings weiß und der Ex-Eheman bzw Ex-Chef Bill erfährt, ihre Tochter lebt… Obwohl Kiddo einer anderen Attentäterin am Tag ihrer Entscheidung nur knapp entkommen ist.

Was macht man, als Mutter wenn man aus einem vier- jährigen Koma erwacht und das Junge vermisst? Richtig, man fängt an abgrundtief zu hassen und so schwört sie sich alle ihre ehemaligen Mitarbeiterinnen umzubringen. Einer nach dem anderen, wozu gibt es ansonsten To-do Listen?

Ihr kennt den Verlauf des Films oder? Jeder muss dran glauben, egal ob ihre Kolleginnen nun selbst Mütter sind oder single. Der Terminator ist nichts gegen diese Frau, sie braucht ja noch nicht einmal ein Gewehr. Ihr ist jedes Mittel recht Messer- Katana, Gift. Sie hat ein Ziel und dass setzt sich auch verdammt noch mal in die Tat um. Sie erleidet schmerz, Panik, angst und vor allem trauert. Ihr wurde alles genommen und nun holt sie sich dass zurück was ihr geblieben ist. Ihre Tochter… Da kann selbst Bill nichts mehr ausrichten, egal wie er ihr ersucht ins Gewissen zu reden. Wenn ein Mensch einmal abgöttisch geliebt hat, dann kann Verrat genau das Gegenteil bewirken. Dabei verliert sie allerdings keine Ehre, denn Angehörigen ihrer Opfer ist Rache durchaus erlaubt.

 

Eini (Granny is dancing on the Table)

Eini wohnt zusammen mit ihrem autoritären und überwachenden Vater in einer kleinen Holzhütte mitten im schwedischen Nirgendwo. Freunde hat sie keine, denn Isolation von der Außenwelt ist das oberste Gesetz des Vaters. So bleibt die Bildung aus, obwohl Eini keineswegs dumm ist. Sie kann sich helfen, sie weiß wie man überlebt. Vor allem weiß sie wie man den eigenen gewalttätigen Vater überlebt, welcher regelmäßig cholerische Anfälle bekommt und sie seit Jahren schlägt. Weg kann sie nicht, denn jedes Mal würde sie wieder eingefangen werden. Es ist nicht so, als dass sie es nicht schon versucht hätte. Das einzige was ihr bleibt ist eine Fantasiewelt, die sie sich mithilfe des Tagebuchs ihrer Großmutter aufrecht erhält. In diesem entdeckt Granny die Welt, fährt nach Amerika und lernt jede Menge spannende Menschen kennen. Ihre Schwester dagegen heiratet einen Farmer der später ebenso gewalttätig wird… Einis Situation spitzt sich über die gesamte Laufzeit immer mehr zu. Irgendwann ist Eini in dem Alter der Pubertät angelangt.  Darüberhinaus beginnt sie zu hinterfragen und eins weiß sie: Sie hat genug von dem Ganzen, genug von  der Isolation, ihrem Vater und vor allem von ihrem bisherigen Leben. Grannys Abenteuerlust hat auf sie abgefärbt. So lässt Eini ihren mittlerweile entstandenem Hass freien Lauf und zurück bliebt ein freies Mädchen ohne Bleibe und ohne Bezugsperson. Glaubt ja nicht, dass dieses Mädchen auch nur einmal zurückgeschaut hat. Die Tage in denen sie sich nur mithilfe ihrer Fantasy am Leben gehalten hat sind wohl endgültig Vergangenheit.

 

Andrea Sachs (Der Teufel trägt Prada)

Eine Komödie über das Thema Mode. Wie klischeehaft kann das schon sein? Mit anderen Worten, in einer solch frauenbehafteten nur auf Kommerz aus seienden Welt gibt es stark Frauen? Oh ja, erstens unterschätzt keine Models und zweitens das war jetzt nicht wirklich das Thema auf dass ich hinaus wollt. den ei wenig erinnert der Teufel trägt Prada schon an House of Cards. Selbst im realen Leben wimmelt es in diesem von Frauen dominierten sowie komerzorientiertem Business gerade zu von Intrigen und Masterplänen für den ultimativen Erfolg. Vermutlich eben wegen der hohen Frauenquote.

Der Hauptcharakter Andrea Sachs, welche so ganz anders ist als jeder in dieser Branche, wird in diesen Dschungel hinein geschmissen und wirst erst einmal zersetzt. Nicht sprichwörtlich jedoch mit Blicken, Worten sowie Taten. Keiner liebt sie, keiner will sie kennen. Dennoch behauptet sie sich gegen all die Gemeinheiten, gegen all die miesen Kommentare und Verachtungen. Nur mit ein wenig Hilfe (die sie auch erst lernen muss anzunehmen), krempelt sie ihr Leben vollständig um, passt sich an und wird zu einer hochprofessionellen Assistentin, die mit allen Wassern gewaschen ist. Der entscheidende Moment ist allerdings, der Moment in dem sie feststellt dass dieser Job und möglicherweise sogar eine Beförderung weder ihre Welt noch ihr Leben wird sein können. All das was sie sich so hart erarbeitet hat und all dass was alle jungen Frauen so unglaublich missen, mit so genialem Gehalt, Partys, Treffe und anderen Möglichkeiten verlässt sie nur um ihrem wahren Traum, der Zeitungsjournalistin zu folgen.

 

Gerda Wegener (The Danish Girl)

Es ist zwar eine Biographieverfilmung, der jedoch ein wenig Interpretationsfreiheit zu Gute kam. Ein Film „nach einer wahren Geschichte zu drehen“, bedeutet ganz schnell, dass Independence Day auf einem „ernst zu nehmenden“ Geschwisterstreit basiert. Der große, böse Bruder ist in das Zimmer der kleinen Schwester eingedrungen, um ihr einen noch böseren Streich zu spielen. Demnach ist diese Charakterwahl noch völlig legitim.

Es heißt: In guten wie in schlechten Tagen. Was ist jedoch, wenn sich die Bedeutung von „gut“ und „schlecht“ völlig relativiert? So wird ein weibliches Model eines Tages unerwartet krank, weshalb Gerdas Ehemann Einar erst zögernd dann zunehmend begeistert einspringt. Seiner Frau gelingt ein grandioses Abbild des Models und bald erlangt das Kunstwerk eine gewisse Berühmtheit. Dank dieser sitzt Einar immer öfters Model für seine Ehefrau. Im Laufe der Zeit wird die Kunstfigur („Lili Elbe“), welche er darstellt immer mehr zu Einar oder Einar immer mehr Lili. Gerda ist trotz offener Sexualität zuerst leicht irritiert, dann zunehmend verwirrt, dann verzweifelt.

Ihr Mann scheint sich immer mehr „un“-normal zu verhalten und über das Paar wird bereits getuschelt. Aber was macht eine liebende Ehefrau? Richtig, auch wenn sie ihren Mann oder bereits ihre Frau nicht mehr ganz versteht, sie bleibt bei ihm/ ihr. Trotz aller Beschimpfungen, Gerüchten sowie Risiken. Gerade bekräftigt ihren Ehemann schließlich darin, seinen Traum von Lili Elbe zu verwirklichen. Von dort an kümmert sie sich um ihre Ehefrau, umsorgt und beschäftigt sie. Bis zum Schluss bleibt Gerda Wegener die Frau von Lili Elbe, welche schließlich einer gescheiterten Operation unterliegt.

 Joy Mangano (Joy- Alles außer gewöhnlich)

Joys Begeisterung hält sich in Grenzen, als ihr Vater plötzlich auf der Türschwelle steht und ihr verkündet er wolle wieder einziehen. Genau in den Keller, in dem bereits ihr Ex-Freund/ Mann wohnt. Die beiden verstehen sich natürlich bis auf den Tod nicht. Joy hätte eigentlich mit ihrer bettlägerigen Mutter, ihren Kindern und dem Haus schon genug zu tun, jedoch wird sie quasi in die Rolle der aufopfernden Tochter hineingezwungen. Die einzige Person, die ihr irgendwie Kraft spendet ist ihre Großmutter. Jedoch wird es Joy irgendwann zu bunt den Job Stewardess sowie Supermama unter einen Hut zu bringen. Kurzerhand schlägt sie erneut den Weg der emanzipierten Frau und arbeitet von dort an an ihrem Traum aus der Kindheit. Sie wird Erfinderin. Ihre Erfindung? Der perfekte Putzmopp, der Frauen wirklich das Säubern erleichtert. Von einer Frau für Frauen. Mag sexistisch wirken, jedoch weshalb nicht die Frauen dort abholen wo die meisten starten? Trotz allen ihrer Bemühungen erfährt sie herbe Rückschläge. Patentrecht, zu hohe Hypotheken, Familienkriesen, Ausnutzungsversuche sowie Betrug. All dies lässt Joy nicht nur einmal ins Gefängnis kommen auch verfällt sie fast der Verzweiflung. Wäre sie nicht Joy: Joy, das Mädchen deren Großmutter immer an sie geglaubt hat. Joy, das Mädchen welches ihrer Familie zeigen will das Träume war gemacht werden können, dass sie nicht nur eine Hausfrau ist. Sie will es allen zeigen, jeder der an ihr jemals gezweifelt hat und was diese Frau sich in den Kopf gesetzt hat, das setzt sie auch gottverdammt noch einmal durch. Koste es was es wolle…

Eine Frau voller Tatendrang und Ideen, jedoch menschlich weshalb sie keinesfalls unfehlbar ist. Einer meiner Lieblingsfilme übrigens.

 

Maggie Fitzgerald (One Million Dollar Baby)

Sie wurde im Dreck geboren, ist mit dem Abschaum der Stadt groß geworden, hat sich versucht empor zu graben, scheiterte und lebt seitdem mehr oder weniger mittellos und arm ihr Leben. Sie ist nicht dumm, dass Leben als Kellnerin ist nicht einfach jedoch hat sie einen Traum: Sie will Boxerin werden und dabei legt sie einen solchen Ehrgeiz, eine solche Stur- Entschlossen- und Hartnäckigkeit an den Tag, dass sie (mit Hilfe eines Hausmeisters) den „Frankie“ letztendlich dazu überredet sie im Boxen zu trainieren. Der Kampf bis zur Spitze ist gnadenlos, kein Manager will sie und alles scheint verloren bis sich Frankie doch endlich dazu erbarmt ihr erneut zu helfen. Von nun an ist der etwas, was er nie sein wollte: SowohlTrainer als auch Manager. Trotz Differenzen und seinen Bedenken werden die beiden ein wirklich unschlagbares Team. Niemandem macht Maggie etwas vor, selbst die amtierende britische Meisterin wird geschlagen zurückgelassen. Eine gebrochene Nase ist nichts gegen die Aussicht auf die Weltmeisterschaft in Las Vegas.

So schön der gelebte Traum auch ist, und das Preisgeld von einer Millionendollar zum greifen nahe wirkt so schnell holt Maggie die Realität wieder ein. Unfaire Gegnerin, unfaires Leben. Diagnose: Halswirbelbruch ergo vom Lähmung vom Hals abwärts für immer. Familienbesuch? Fehlanzeige, statt dessen versucht Maggies Mutter die Lage ihrer Tochter schamlos auszunutzen

um an ihren gesamten Besitzt zu gelangen. Daraufhin bricht die Tochter, den Kontakt zur Mutter schockiert und verletzt ab. Ihr Zustand verschlechtert sich zusehends. Aufgrund von auftretenden Durchblutungsstörungen wird ihr ein Bein amputiert. Maggie wurde immer wieder vom Leben gezeichnet und verraten. Dennoch stand sie immer wieder auf, trotze dem Elend und durfte vor ihrem Ende ihren Traum Leben. Eines weiß sie: Sie will nicht jämmerlich vorsichhin siechen wie eine Leiche im See. Wann sie geht und wie sie geht ist ihre Entscheidung. So beißt sich sich zweimal fast die gesamte Zunge ab, denn was bleibt einem übrig wenn man vom Hals ab gelähmt ist. Zuletzt realisiert Frankie, wie sehr Maggie gehen möchte auf ihre Art und Weise. Im Adrenalin schwelgend nimmt Maggie schließlich Abschied vom hier und jetzt.

 

Wadjda (Das Mädchen Wadjda)

Wadjda ist elf Jahre alt und das einzige Mädchen, ja überhaupt das einzige Kind der wohlhabenden, muslimischen Familie. Sie besitzt gerade zu alles was ein Kinderherz so begehren kann, gut fast alles. Wäre dort nicht dieses wunderschöne, grüne Fahrrad an dem sie jeden Tag auf dem Weg zur Schule vorbeiläuft und es sich sehnlichst herbei träumt. Das größte Problem ist jedoch: Frauen, die dem Islam angehören ist jeglicher Sport untersagt. Fahrradfahren gehört definitiv dazu, auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern oder Verwandten kann sie also nicht hoffen. Auf den wunderbaren Drahtesel will sie allerdings auch nicht verzichten. Vor allem nicht, als sie erfährt das ihr Name in dem rein männlichen Familienstammbaum gar nicht erst aufgeführt wird. Kurzerhand fängt sie an mit Mixtapes (auf denen westliche Musik zu hören ist), auf dem Schulhof handeln. Natürlich fliegen ihre illegalen Machenschaften auf und natürlich hat sie einen Alternativplan. Den ersten Preisdes schulischen Koranzitierwettbewerbs gewinnen, das Preisgeld würde locker für das Fahrrad reichen.

Hätte sie ihr Vorhaben bei der Preisgeldübernahme nicht verkündet, hätte dass alles wunderbar geklappt. So wird das Preisgeld wieder einkassiert und nach Palästina gespendet. Enttäuscht und wütend läuft Wadjda nach Hause, nur um von ihrem Vater zu Erfahren dass die Hochzeit mit seiner  zweiten Frau feststeht. Seine Tochter soll dies bitte seiner Frau sagen.

Mitten in der Nacht findet das junge Mädchen ihre Mutter auf dem Dach des Hauses wieder. Nach Tröstaktion seitens der Tochter, um die eigene Mutter wieder aufzuheitern zeigt die Mutter schließlich Wadjda ein gewisses grünes Fahrrad… Das Geld was sie sich zur Seite gelegt hatte, um ihren Ehemann mit einem neuen Kleid zu beeindrucken brauchte sie nicht mehr.

Eigentlich könnte man hier gleich zwei Frauen anführen. Zum einen die junge Wadjda, die  sich trotz der muslimischen Erziehung den Vorschriften widersetzt und willig ist mit elf Jahren ihr eigenes Geld zu verdienen, zum anderen die Mutter, welche sich zugunsten der Mutterliebe gegen den Koran (inklusive der gesamten Gesellschaft) und ihren Ehemann stellt.

 

Tochter Lucinée (The Cut)

Einer Minderheit anzugehören birgt immer einen großen Risikofaktor. Gerade wenn man der Gruppe christliche Armenier angehört. Noch schlimmer wird es, wenn man als christlicher Armenier auch noch auf türkischem Staatsgebiet wohnt. Nichtsdestotrotz was Lucinée, ihre Familie, ihre Schwester und vor allem ihr Vater durchstehen müssen ist unmenschlich. Niemand kann oder tut etwas, als eines Tages das Familienglück durch türkische Soldaten zerstört wird. Der Vater sowie alle anderen männlichen Angehörigen werden gekidnappt, die Frauen erstmals zurück gelassen nur um kurz darauf vor deinen eignen Augen umgebracht zu werden. Alles unter dem Deckmantel von Hungersnöten, Unfällen oder Umsiedelungmaßnahmen. Nur sind die Unfälle gezielte Hinrichtungen und die Umsiedlungsmaßnahmen Todesmärsche durch die Wüste in  Flüchtlings- Arbeitslager.

Was den beiden Töchtern Lucinée und Arsinée während des Filmes genau wieder fährt kann man nur erahnen. Dank der Bilder, die sich einem während der Laufzeit ins Gehirn einbrennen will man es auch gar nicht so genau wissen. Epidemien, Leichen, Blut, Insekten überall. Korruption, Verrat, Gier, Schmerz sowie Leid daneben. Selbst Folter findet ihren Platz. Doch all dies überleben die Töchter irgendwie. Zufällig gelingt ihnen die Flucht, unglaublicherweise sogar erfolgreich. Minderjährig, mit Traumata versehen, ohne Papiere oder sehr spärlichen Englischkenntnissen schlagen sie sich wohl irgendwie nach North Dakota hindurch. Selbst dort überleben sie, zumindest Lucinée. Für dieses junge Leben, hat diese junge Frau mehr erlebt als so mancher Soldat.

 

Hayley Stark (Hard Candy)

Ich weißt nicht ob dieser Film unter dem Prädikat Feminismus wirklich verkauft werden darf oder unter irgendeinem anderen Stichwort. Beispielsweise: Völlig psycho… und zwar in so ziemlich jedem Aspekt. Aber von Anfang an. Nicht selten erreichen uns schreckliche, schockierende Nachrichten von sexuellen Gewalttaten gegenüber Kindern, Frauen, Jugendlichen und sogar Männern. Das die Täter angemessen bestraft werden müssen hat wohl jeder in dem Moment im Sinn. Ebenso die 14- jährige Hayley, sie inszeniert sich absichtlich als Köder für diesen einen  potenziellen pädohphilen Photographen und er beißt an. Sie treffen sich zunächst, Hayley beeindruckt ihn mit ihrem Intellekt, schließlich darf sie ihn sogar in seiner Wohnung besuchen. Dort entdeckt sie eindeutig zweideutiges photographisches Beweismaterial. Ab dem Zeitpunkt kann Josh Hayleys Psycholspielchen nicht mehr entkommen.

Ich dachte Lolita wäre eine harte Nummer, aber dieser Film setzt noch einen drauf. Welche 14 Jährige übt sich zur Hölle in Selbstjustiz? Dann auch noch so clever? Wie charaktergefestigt/irre muss man sein, um dass alleine durchzustehen? Vor allem dabei so unglaublich präzise zu bleiben? Denn Psychospielchen gelingen nur dann, wenn man Verhalten blitzschnell analysiert und genau die wunden Punkte sucht. Wie auch immer Hayley lässt ihrer Kreativität freien Lauf und letzendlich steht sie als grausame Gewinnern da, was sie mit einer Art Schulterzucken hinnimmt.

 

Ruth Kimke (Fremd in der Welt)

Es gibt ja unterschiedliche Arten wie sich Depressionen äußern, das Gefühl der Aufgeschlossenheit, des Alleinseins, der Hoffnungslosigkeit, der Ohnmacht… Es gibt jedoch mindestens genauso viele Wege wie man diese Gefühle bekämpfen kann. Makramee, reales Gärtnern… Einen solchen Weg findet Ruth auch, nur muss sie dafür erst einmal noch tiefer in das Loch sinken. Sie wird eines Tages überfallen und die örtliche Polizei denkt noch nicht einmal daran ihr zu helfen, schließlich war es in gewisserweise selbstverschuldet. Wütend sowie enttäuscht, beginnt Ruth ihr Leben bzw. den Kriminalfall selbst in die Hand zu nehmen. Ihr Sidekick? Ihr  Nachbar Tony und mit ihm fängt sie so langsam wieder an zu leben. Dies in rasanter Geschwindigkeit:  Freude, Gewalt, Spannung, Freundschaft, Loyalität alles ist dabei. So wird nicht nur der Raub aufgedeckt sondern eher neben her die Depression ein wenig mehr bekämpft.

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