Gesammelte Schätze des Monats, der Mikroherzinfakte

Schon wieder einen Monat vergangen… Die Zeit rast aber auch, die Halloweendeko wird durch Lametta und Weihnachtsmänner ersetzt, die Tage werden kürzer und irgendwie macht mir das alles nicht wirklich viel aus. Also es macht mir nichts aus, dass die Zeit rast. Der letzte Monat war extrem anstrengend und die Dramatik des Septembers konnte noch einmal getoppt werden. Gefühlsausbrüche ungeahnter Kraft sowie eine wenig hilfreiche Chefin sind niemals eine gute Kombi, ähnlich wie Bohnen und Zwiebeln. Meine Chefin begann damit zu predigen, wie sehr man sich lieben sollte, was die Macht der Sprache alles ausmachen könne, dass Heimweh immer einen tieferen Grund hätte und dass man die eigenen Eltern auf keinen Fall mit negativen Dingen belasten sollte. Die Welt drehe sich schließlich nicht immer um einen selbst.

Nein tut sie nicht? Da habe ich wohl etwas verpasst, ich dachte immer über seine Gefühle zu sprechen könnte helfen? Es tut mir ja leid für sie und für mich, dass meine Freunde nicht meine Babysitter sind. Dumm gelaufen. In Zukunft werde ich alles für mich behalten, alles in mich hineinfressen und einfach wieder im Krankenhaus landen wie vor zwei Jahren. Wird sicherlich super, schließlich sind alle guten Dinge drei und nein ich schalte meinen Zynismus nicht aus verdammt nochmal! Was raus muss, muss eben raus. Weshalb ich auch weiter hin meine Freunde mit extrem ausfallenden Sprachnachrichten begrüßen werde. Ich warne sie mir per SMS fairerweise vor… Übrigens wenn ein Mann mit einem Pitbull an euch vorbeigeht und er den völlig desinteressierten Hund zur Seite nimmt und euch misstrauisch bis verschreckt anschaut, dann wisst ihr dass ich gerade verdammt laut brüllt und nicht gerade vertrauenserweckend ausseht. Wie war dass nochmal mit den Gefühlsausbrüchen?

Ich weiß übrigens sehr wohl was ich wem erzählen darf und vor allem wieviel. Ich bilde mir ein meinen Familien- Freundeskreis sehr viel länger zu kennen als sie. Auf die Idee ist sie vermutlich noch nicht einmal gekommen. Eins muss ich übrigens feststellen, sie ist Meisterin darin Salz in so ziemlich jede offene Wunde zu streuen. »Alles zu deinem Besten« könnte sowohl ihr Lebensmotto als auch der Weltuntergang sein. Ich finde es jedenfalls ein Unding, über private Probleme mitten im Bus zu sprechen und dann einen auch noch von gewissen Lebensweisheiten überzeugen. Eins muss ich der Schule lassen, sie hat mich hervorragend darauf trainiert redende Menschen auszublenden.

Was ist denn eigentlich passiert, dass meine Gefühlswelt so aufgewirbelt wurde? Ganz einfach, das Ableben zweier lieber Vierbeiner, inklusive des Fast-über-den-Jordan- Gehens des eigenen Stubentigers. Ich sage fast, er ist mittlerweile wieder einigermaßen auf dem Damm. Mein Vermieter machte es mir nicht leichter, denn teilweise legte der ein Verhalten an den Tag … Traditionelle Erziehung hin oder her, dieser Mann braucht eine feministische Dusche. Zumal er mittlerweile die  Vertretung für Väterchen Frost angetretenist. Keiner darf mehr gute Laune haben, nur weil er Trübsal bläst. Zu guter letzt geriet ich dann auch noch in zwei sehr (für meine Wahrnehmung) unangenehme Situationen, sodass ich plötzlich anfing zu schwitzen. Das Zittern kam einige Sekunden später und die Übelkeit eine Minute danach, Kreislauf sackte ab. Hallo Panikattacke… Ich dachte ich sei euch losgeworden. Die nächsten neunzig Minuten lag ich einfach nur regungslos auf meinem Bett und tat gar nichts, außer ununterbrochen mit irgendjemandem per Sprachnachricht zu reden und zwar über alles erdenkliche. EBen alles was die Panik in dem Moment so zu bieten hatte. Bester Satz: „Das goldene Huhn spielt Tik Tak To“. Übrigens hat der Satz in dem damaligen Kontext Sinn ergeben, keinen Grund zur ernsthaften Sorge.

Erstaunlicherweise habe ich in dieser Nacht geschlafen wie ein Stein, obwohl ich auch noch wahnsinnige Angst vor dem Einschlafen hatte… Die nächsten Tage plante ich danach eigentlich unglaublich ruhig anzugehen, was eher nur so semi funktionierte.

Meine Chefin hatte mir Angeboten Malstunden zu geben. Unterricht wie er auch auf der Fachhochschule unterrichtet würde. Das grundlegende Problem an der Sache ist, dass ich zu 90% behaupten kann bereits all das Basiswissen zu besitzen es aber nur nicht umsetzen kann. Schon gar nicht wenn es um Malstudien geht. Da bin ich völlig raus, leider. So ereignete es sich, dass ich in hochemotionalem Zustand zu ihr ins Studio kam und erst einmal stehen gelassen und dann vollgetextet wurde. Ich fing schließlich damit an mich zu beruhigen, um nicht wieder völlig durchzudrehen. Heikel wurde es erst recht, als ihr alter Freund (Kunstprofessor) eintrat. Nun hatte ich zwei sich viel zu ernstnehmenden Künstler vor mir, die gleichzeitig auf mich einredeten. Dabei hatte ich gerade zweimal den Pinsel über das Papier gezogen. Hinterher malte meine Chefin eh alles wieder über, aber dass wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Auf die Spitze getrieben hat es schließlich der einfühlsame Finanzberater, der kam nämlich auch noch vorbei. Sobald er auch nur erahnte, dass ich etwas künstlerisches machen wollte ging er systematisch mit seinen Finanzfakten auf mich los. Was denn Selbstständigkeit bedeuten würde, wie viel ich für was einplanen müsste etc. Zum Schluss schloss er mit den Worten: Art is worthless ab. Wisst wir was? Meine Chefin sagte nichts und der Kunstprofessor auch nicht… Sie bekamen noch nicht einmal den Mund auf. Ich hielt mich raus, ich war erledigt. Mich von drei Menschen gleichzeitig kritisieren zu lassen und dabei noch Haltung zu bewahren ist eine Nummer für sich, zumal das Studio wunderbar verglast ist. Demnach bot sich für die vorbeiziehenden Touris ein wunderbares Drama. In dem Moment wünschte ich mir entweder einen eisernen Vorhang oder einen Puck, der mit den Worten: »Nun gute Nacht! Das Spiel zu enden, Begrüßt uns mit gewognen Händen!« Die Touris vorbeischleust, nach dem Motto hier gibt es absolut nichts zu sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit verschwand der Finanzberater wieder in seinem Loch, woraus er hervorgekrochen sein musste und der Kunstprofessor zog seiner Wege. Wehe er kommt eines Tages zurück. Nachdem sich selbst meine Chefin verabschiedet hatte durfte ich endlich anfangen zu malen.

Nach einer guten halben Stunde war ich nun wirklich fix und alle… Ja, Gegenstände zu studieren ist tatsächlich anstrengend. Die Konzentration Formen und Farben genauestens zu erfassen fordert mich immens, weshalb meine Chefin mir nun auch noch versuchte mir das Kunststudium auszureden. Mit der Begeisterung, die ich nicht an den Tag legte würde ich es niemals schaffen oder auch du solltest niemals etwas tun, was dich erschöpft etc. Tja ich übe halt nicht gerne, aber ich habe ein Ziel einen Traum um genauer zu sein und für den werde ich verdammt noch mal arbeiten. Schluss. Punkt. Aus. Fertig. So bescheiden ich mich dabei auch fühle… Ich sehe keinen Grund weshalb ich keine Kunst studieren sollte. Picasso wurde auch zu Studien gezwungen, der hatte darauf auch keine Lust. Was ist aus ihm geworden? Auf Menschen, die mir ihre Meinung aufdrücken wollen reagiere ich der Zeit sehr allergisch.

Da meinen Tag bereits eh abgeschrieben hatte unterrichtete ich nun meiner Chefin von meinen Panikattacken. Auf der einen Seite wusste ich wirklich nicht mehr weiter, auf der anderen Seite tat ihr ein schlechtes Gewissen mir gegenüber vielleicht ganz gut. So redete sie mit ihrem ehemaligen Studenten ergo meinem Vermieter in der nächsten Zeit, doch ein wenig umsichtiger zu sein, besonders was sein Verhalten anging. Ich stabilisierte mich zusehends, war froh über den Tag abgelenkt zu sein und telefonierte von dort an jeden zweiten Tag mit meiner Mitbewohnerin.

Dann kam auch noch der große Tag, einer der besten Tage meines Lebens. Ich durfte Blade Runner 2049 schauen und ein kleiner Traum wurde war, denn Villeneuve hat ihn nicht vergeigt. Er ist anders, er ist moderner, jedoch auf keinen Fall schlecht oder gar eine Kopie. Ich muss zugeben, dass ich bereits während des Anfangs und des Endes wie ein Schlosswundwelpe geheult habe. Irgendwie ist es immer schön sich heimisch zu fühlen… was bei Angesicht des Settings auch gar nicht gruselig sein könnte. Was ist bei mir nur falsch gelaufen? Ich wäre gerne noch länger im Kinosaal sitzen geblieben, doch leider war mir dieses Glück nicht vergönnt. Meine Chefin war nämlich so überarbeitet, dass sie fast während des Films eingeschlafen wäre. Im Allgemeinen hatte sie recht schlechte Laune, was den nach Hauseweg nicht sonderlich angenehm machte. Aber ihre Lebensweisheit ist ja, die Welt dreht sich nicht immer um einen… Wenn man den anderen, allerdings den Abend verdirbt aufgrund der eigenen schlechten Laune dann wäre Daheimbleiben vom Vorteil gewesen.

Die Tage darauf war nun voll von zu wenig Schlaf. Der Vollmond nervte und das hier ebenso ansäßige Baby schreit unablässig. Es zahnt, hat deshalb Fieber sowie Schmerzen und beide Elternteile sind vollkommen überfordert. Glaubt aber ja nicht, dass er seiner Freundin hilft. Er schläft weiter glücklich im Wohnzimmer… Das einzig amüsante was mir so untergekommen ist, war der Orkan Ophelia. Nicht dass extrem Wetter lustig wäre, aber die Iren sind solche Wettermemmen. Jammern bei jedem kleinsten Regentropfen und titulieren Ophelia als den schlimmsten Sturm seit 50 Jahren. In meiner Heimatstadt kommt ein solcher Orkan mindestens einmal pro Jahr vor. Nur sagt unser Wetterdienst lediglich “Sturm“ an und nicht „Wir werden alle sterben“. Ab Mittags war die komplette Innenstadt leer gefegt. Sämtliche Geschäfte waren geschlossen, verrammelt und wir? Wir hielten dem Sturm stand. Solange nicht die Polizei käme, um uns nach Hause zu schicken hatten wir geöffnet. Auf dem nach Hauseweg hatte ich das Gefühl durch eine Geisterstadt zu wandeln. So schnell war ich noch nie zu Hause gewesen… Was schleichende Touristen so zeitlich alles ausmachen können. Der witzigste Punkt, ereignete sich aber eher am Vormittag. Denn ca. gegen 8.00 Uhr oder später bekam ich eine Mail meines Fitnessstudios, welches urplötzlich bekannt gab um 9.00 zu schließen. Die Wetteralarmstufe wäre zu hoch und sie wollten keinen ihrer Mitarbeiter gefährden. So weit so gut, so löblich dumm nur dass recht viele „Berufskraftsportler“ außerhalb der Stoßzeiten trainieren wollen. So las ich auf dem Instagramaccount des Studios Kommentare wie: Thanks gym, flying around the house now oder, God bless you I already took my pre-workout oder I am going riot now!!!!!!!!

Die armen Jungs, nur zum Verständnis: Einer der neusten Hardcore-Booster enthält pro Portion 300mg hochkonzentriertes Koffein, 200mg entsprechen vier 330ml Flaschen der braunen Limonade. Ihr könnt euch nun also die Energie vorstellen die, die Herren nun hatten?

Ich selbst hatte allerdings keine bessere Nacht. Irgendjemand oder mehrere irgendjemande hatte wohl die Wäsche draußen hängen lassen… Nun klatschte im halb bis Stundentakt, dass ein oder andere Kleidungsstück an die Fensterscheibe, Blätter, Äste oder anderer Straßenmüll. Ich dachte die ganze Zeit, es wären verirrte Vögel und wollte schon jedes Mal panisch aus dem Bett springen, um den Unglücksraben zu retten. Zumindest hatten wir am nächsten Morgen eine interessante Menge an fremder Wäsche auf dem Balkon, darunter sogar eine Kniebandage! Sie passt sogar einigermaßen, ein wenig zu groß wobei es sie kleiner vermutlich nicht gibt. Nun habe ich sowohl mit der noch vorhanden OP-Kompressionsstrumpfhose als auch der neuen Kniebandage regelmäßig Spaß an den Deadlifts. 3 Sätze à 8 Wdh. mit 60kg sind da schon mal drin. Neue Bestleistung… Die Tage danach lag ich allerdings wie ein sterbender Schwan auf meinem Bett. Heiliger Muskelkater!

Das letzte Glück im Unglück Erlebnis war, dass ich an einem eigentlich gemütlichen Samstag mich mit einem anderen deutschen Mädchen im Museum treffen wollte. Vorher noch ein paar Besorgungen machen etc. Dumm nur, dass es regnete nicht stark nur bei 90 Minuten relativiert sich die Stärke des Regens. Ich war komplett bis auf die Unterhose nass, die Ausstellung wurde trotzdem besucht, danach noch ein wenig durch die Stadt gebummelt und als ich dann mit dem Wochenendwohungsputz fertig war bemerkte ich, dass sich hinter meiner Kameralinse meines Telefons Kondenswasser gebildet hatte. Wie bekam man Wasser hinter einer Linse wieder heraus?! Meine erste Vermutung war, gar nicht die Kamera wäre somit hin gewesen und damit alle meine Fotos, die ich noch in der Zukunft machen wollte. Meine letzte Hoffnung war der Trockenreis meiner Vermieter, in der ich kurzer Hand das Handy versenkte. Trockenreis zieht hervorragend Feuchtigkeit. Siehe da, am nächsten Morgen war nur noch ein milchiger Film auf den Fotos zu sehen. Als ich mein Mobiltelefon dazu noch in meiner warmen und trockenen Jackentasche aufbewahrte, weil ich letztendlich los musste. Knapp eine Stunde später war die Kamera im Vorregenzustand und ich wieder glücklich auf Wolke sieben schwebend.

Immerhin die letzte Wochen waren sowohl mein Vermieter als auch meine Chefin im Urlaub.

Plötzlich hatte ich auf der Arbeit so etwas wie Ruhe. Kein Eichhörnchen auf Speed neben mir, was keine Sekunde still sitzen kann. Sogar zu Hause konnte ich mich einigermaßen entspannen und zwar morgens, mittags und abends. Trotz zahnendem Baby…

Ich habe übrigens nun endgültig angefangen an meiner Mappe zu arbeiten, was leider letztes Wochenende wieder ins Stocken geriet. Ich hoffe ich komme diese Woche und vor allem die nächsten Wochen dazu. Zumindest durfte ich einmal den irischen Zwilling eines sehr renommierten Möbelhauses besuchen. Ihr wisst schon: Idioten kaufen immer alles. Es sieht nicht sehr viel anders aus als die deutsche Schwester, wobei ich mir einbilde dass die deutschen bessere Showrooms haben. Irland ist glaube ich das einzige Land, in dem es günstiger ist in diesem Möbelhaus essen zu gehen als irgendwo anders. Des weiteren habe ich festgestellt dass ich sowohl Gnocci als auch Schupfnudeln machen kann. Wann die Kekse dran kommen weiß ich noch nicht, da momentan leider die Zeit dazu (mal wieder) fehlt.

Dafür wieder rum habe ich nun Attack on Titan komplett geschaut sowie The Witcher 3 beendet. Nicht nur das Spiel an sich sondern ebenso die zwei DLCs. Da sind ungefähr 12.645 Minuten also ungefähr 527 Tage. Das sind fast anderthalb Jahre, die ich mit den Charakteren verbracht habe. Zumal ich es im April angefangen habe. Anderthalb Jahre auf sieben Monate verdichtet, natürlich habe ich am Ende geweint. Ähnlich wie bei Blade Runner ein Hollywood Weinen. Still, leise und irgendwie sehr merkwürdig denn es snd weder echte Personen noch ist an dieser Geschichte ein Fünkchen Realität enthalten. Aber sie sind mir trotzdem ans Herz gewachsen und die Familie aus sieben Monaten will nun irgendwie ersetzt werden, was nicht geht. Dies habe ich schon am nächsten Tag gemerkt. Jetzt fehlt mir noch ein kleines Stückchen mehr Familie aus noch im August oder September. Doch es braucht keinen Ersatz wenn es eine Alternative gibt und zwar eine die weder gegen Ausländer noch gegen den Euro oder gar Europa ist.

Als ich erfuhr, dass Rutger Hauer eine Synchronrolle in Observer zuteil wurde, durfte dieses Spiel ebenfalls nicht fehlen. Einziger Nachteil, ich darf es mir nicht nach 17 Uhr geben. Ansonsten heißt es schlaflos in Dublin. Ein wirkliches Horror- Game ist es nicht, eher eine Psychoreise ins Unterbewusste von traumatisierten Menschen. Aber da es sich um Rutger Hauer handelte war ich irgendwie nicht überrascht. Ich glaube dieser Mann hat noch nie in irgendeinem Rosa-Rote-Brillen-Film mitgespielt.

Zusätzlich habe ich nun die erste Staffel von Life is Strange Before the Storm beendet. Warte nun sehnsüchtig auf die Beendigung der zweiten Staffel. Wiedererwartend ist das Prequel trotz anderem Entwicklerstudio gelungen. Es hat zwar bis jetzt nicht die emotionale Spannung vom ersten Teil, aber ich habe die leise Hoffnung das der Plot noch einiges an Fahrt aufnehmen wird, ähnlich wie im ersten Teil. Leider kenne ich das Ende bereits eben aus dem eigentlichen ersten Teil, dass macht das ganze weniger berührend. Trotzdem die Anspielungen auf internationale Pop-Kultur und vor allem der Soundtrack haben es mir angetan…

 

Ich habe das Gefühl, genauso funktioniert unseres heutigen Staatensystems:

»Wir kauen Statuen?«

»Ob Sie wollen oder nicht. Sie, Moment, World Tennis, Self InterLace, das Publikum. Die Zuschauer in Italien sogar buchstäblich. Liegt in der Natur des Spieles. Das ist die Maschiene, der sie sich alle in den Rachen stürzen wollen. Sie kennen die Maschine nicht. Aber wir (…).«

S. 953- Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

 

Wenn dies so wäre, wir sähen alle unheimlich, ich hässlich aus:

Niemand sieht so aus, wie er in Wirklichkeit im Inneren ist. Du nicht. Ich nicht.

S. 149- Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

 

Kleiner Hinweis:

Für alle die an Zwangsstörungen leiden. Hoffnung findet man selten allein.

S. 4- Daniel is different von Wesley King

 

Erste Lebensweisheit:

Das Leben ist echt scheiße. Wirklich wahr. Und das ist auch so was, das ich nicht verstehe: warum alle immer so tun als wär das nicht so.

S. 36- Die wirkliche Wahrheit von Dan Gemeinhart

 

Zweite Lebensweisheit:

Das Schöne an mir ist, dass ich einfach hinnehme, dass sich im Leben eben nicht alles findet. Nur Trottel glauben, dass es gut ausgeht.

S. 34- Die Ballade von der gebrochenen Nase von Arne Svingen

 

Diese Selbstreflexion:

Du bist verschlossen und pessimistisch. […] Du tust gern so, als wäre dir alles egal, und wenn du so weitermachst, wirst du in den Abgrund stürzen, den du dir selbst erdacht hast.

S. 57- Solitaire von Alice Oseman

 

Ich dachte diese Tage wären vorbei, aber nein:

Vielleicht will ich manchmal einfach nur rauslassen, was ich wirklich fühle, statt dieses glückliche, lächelnde Gesicht aufsetzen zu müssen, das ich mir jeden verdammten Tag ins Gesicht klebe, nur damit ich bei so blöden Schlampen wie dir nicht langweilig rüberkomme.

S. 337- Solitaire Alice Oseman

 

Die Gedanken eines Dubliner Junkies:

Wie bei jeder drogenabhängigen Minderjährigen mit Reflexionsvermögen äußert sich mein Hang zur Realitätsflucht in einer ausgeprägten Lesesucht.

S. 14- Axolotl Roadkill von Helene Hegemann

 

Die Frage, deren Antwort der Sinn des Lebens wäre:

Dieses Leben ist eine Sentimentalfahrt, deren Ziel nicht mehr bestimmbar ist, es gilt nur, in der Spur zu bleiben. Es bleibt eine Frage offen, die uns in die Gemüter flüstert: Wenn man die Kurve kriegt, was macht man dann damit?

S. 50- Ich habe die Unschuld kotzen sehen 3 von Dirk Bernemann

 

Trotz aller Probleme bin ich froh kein soziales Jahr im Kindergarten machen zu müssen:

»Du bist zwar derart anständig und solide, dass einem das Kotzen kommt, aber selbst du wirst schwerlich den Rest deines jämmerlichen Lebens hier verbringen wollen.«

S. 331- Thursday Next von Jasper Fforde

 

Eine rechte gute Zusammenfassung des Monats:

Der Herbst kam über das Tal wie ein Seufzer.

S. 226- Das Seelenhaus von Hannah Kent

3 Kommentare

  1. Puh, was für ein Monat 😳. Aber Du lebst und hast WLAN 😉. Mein Tierheimbufdi entwickelt gerade kriminelle Energien: Schlich sich ins Büro, suchte den Router -der in eine Glasvitrine eingeschlossen war – organisierte den Schlüssel und fotografierte das PW ab. Hätte ich sie damals bloß nicht Kim Possible schauen lassen 😂😂😂. Und ja, sie ist zu 90% am putzen. Studiert innerlich die Menschen dort und will das aber durchziehen, weil sie die Fellnasen liebt. Glücklicherweise sind Deine und ihre Zeit des Praktikums ja endlich 😉
    …und die Mitbewohnerin freut sich schon wie Bolle auf ihre nächste Reise ins Grüne 😉😃
    Liebe Grüße ❤️❤️❤️

    Gefällt 2 Personen

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