Gesammelte Schätze des Monats, der Talfahrten

Und hier geht es zur lieben Administratorin dieses Projektes

 

Der September startete durchwachsen. Ihr erinnert euch sicherlich an die Erwähnung meinerseits über das Babysitten spielen? Das wurde knallhart durchgezogen. DramaQueen war zwar gewillt ein wenig zu helfen, dennoch war ich plötzlich der Chef. Die Ansprechpartnerin für zwei pubertierenden Jungs, die kaum englisch Sprachen und nicht wirklich eine Ahnung von Kunst noch von Computern hatten. Beides ganz schlechte Voraussetzungen. So kam es, dass ich durch mehr oder weniger erfolgreichen Scherzen erfuhr, dass ich als Chef für die beiden von meiner Chefin strafbar gemacht werden konnte. Nicht Eltern haften für ihre Kinder, sondern Praktikantin haftet für zwei Praktikanten der Praktikantin. Zwei Tage später war es dann nur noch einer. Der Andere war zu einem weiteren Projekt versetzt worden. Nun hatte meine Chefin die grandiose Idee dem Jungen die Aufgabe zu überlassen, die PowerPoint Präsentation erstellen zu lassen welche ihren geplanten Vortrag vor dem Bürgermeister der Stadt untermalen sollte. Wichtiger Termin und ganz wichtige Präsentation. Wir Erinnern uns der Junge konnte nicht mit Computern um gehen, geschweige denn mit englischen Texten umgehen… Die ganze Idee war also definitiv keine Glanzleistung. Zumal sich herausstellte, dass er noch nicht einmal wirklich Ahnung von unserem Projekt hatte. Ihr dürft also eins und eins zusammen zählen und euch denken wie die Präsentation ausgesehen hat. Die Computer hassten ich wohl ähnlich, denn der eine funktioniert bis heute eher schlecht als recht und der andere besitzt eine zu alte Betriebsversion, die nicht mehr geupdatet wurde. Es musste also an meinem privatem Laptop gearbeitet… Arbeitet mal zu zweit an einem Projekt ohne eine wirkliche Aufteilung zu haben. Die unternahm ich zwar, jedoch scheiterte es schon an der Mitteilung dieser. Gleichzeitig war ich für den jungen Herren verantwortlich ergo ebenso für die Fertigstellung einer vernünftigen PowerPoint.

Kurz gesagt ich hatte eine Woche lang abends keine Freizeit mehr, sobald ich nach Hause kam wurde sich erneut vor den Laptop begeben und weiter gearbeitet. Aus den Textzitaten, die über mehrere Zeiten gingen) wurden Stichpunkte, Layout sowie Fotos wurden angepasst. Nein, ich tat es beim besten Willen nicht für den Praktikantin. Ich tat es um meine Haut zu retten sowie den Ärger so zu minimieren wie es nur möglich war.

Dem ganzen Streß auseinandergesetzt zu sein fan mein Körper wohl nicht so genial. Ich wachte dank extrem trockener Nase eines nachts mit laufender Nase auf. Kein Problem dachte ich und wichte sie im dunkeln ab und drehte mich um. Das Problem die Flüssigkeit lief weiter und es fühlte sich weder nach Nasensekret noch nach dem guten alten Schnodder an. Was war es dann Böses Ahnen schlich ich ins Badezimmer und siehe da. Richtig vermutet, ich sah aus wie eine der Jungfrauen in den alten Vampirromanen, die gerade gebissen worden waren. Sexy und musste schmunzelnd da ich eher so etwa wie ein Zombiegesicht erwartet hatte. Das Gefühl hielt allerdings nicht lange. Denn was alles andere als sexy war, war der Umstand dass sich alles wie wild zu drehen anfing. Meine Beine zu Pudding zerflossen, mein Herz anzurasen anfing und ich wie blöd anfing zu schwitzen. Vielleicht war ich unterzuckert? In die Küche wankend, stellte ich fest einen Müsliriegel zu verspeisen wurde zu einer Unmöglichkeit, den Notruf zu holen ebenso und ich war mir nicht sicher ob, wenn ich mich jetzt, hinlegen würde mich nicht ernsthaft verletzte. Also den Weg zu der Freundin meiner Vermieterin gewankt, die ja nun zwei Wochen bei mir wohnte.

Sie erschreckte sich tierisch. Spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem ich mich zu erklären versuchte: Denn Löffel abgeben, war unter dem Gefühl des Dahinscheidens schwierig zu erklären.   ins Englische schwer zu übersetze für einen  versuchte ihr verständlich zu erklären, dass ich Dementsprechend verstand sie erst einmal nichts. Ihr Freund dafür umso mehr, der war nämlich von meine Kollaps wachgeworden. Ich erspare euch die genauen Informationen und ich dachte so etwas kommt nur in Filmen vor. Wie auch immer, außer drehen konnte ich nicht wirklich viel. Einer der Gründe, weshalb ich von meiner Mitbewohnerin runter rollte.

Während beide beratschlagten was beste und vor allem schnellste Weg ins Krankenhaus wäre lag ich mehr oder minder daneben. Krankenwagen war anscheinend keine Option, denn anscheinend traf das englische Klischee: Der Pizzabote wär zuverlässiger als der Krankenwagen wohl auch auf Irland zu. Darüberhinaus würden wir eh viel zu nah dran wohnen. Diese Feststellung half mir in dem Moment verdammt wenig. Den Gedanken zu laufen verwarfen sie gott sei Dank binnen Sekunden. Inzwischen ging es mir soweit besser, dass ich das gesamte Drama mitbekam und mir bereits dachte wenn ich gerade einen Herzinfarkt gehabt hätte wäre ich bereits tot. Letztendlich wurde sich auf ein Taxi geeinigt, was allerdings erst geholt werden musste. Nicht per Telefon sondern mehr Straßenhüpfperformance im schneidendem Regen und undankbaren Temperaturen.

Nach neun Stunden Notaufnahme, jede Menge Dösen und fast vom Stuhl fallen, Langeweile und vielen Diskussionen mit den dortigen Schwestern lautete meine Diagnose… Ein ganz kleines Fitzel zu wenig Eisen im Blut. Ich bekam eine Krankschreibung für zwei Tage und ein Rezept für ein schickes Eisenpräparat, welches ich dann auch noch selbst zahlen durfte.

Die Krankschreibung ignorierte ich dagegen gezwungener Weise. Erstens gab es nun nicht wirklich einen ersichtlichen Grund, da es mir erheblich besser ging  und zweitens hatte ich den lieben Praktikanten an der Wange… Meine Chefin war aufgrund eines Missverständnisses eh schon erheblich schlecht auf mich zu sprechen, da durfte ich jetzt wirklich nicht mehr großartig fehlen. Darüberhinaus waren alle älteren Kollegen gar nicht in der Stadt, sondern im Süden Irlands und vergnügten sich auf einem Kunstfestival. Die Weckversuche meiner Mitbewohnerin am Sonntagnachmittag habe ich übrigens überhaupt nicht mitbekommen.

Nach diesem Zwischenfall verstand ich mich um längen besser mit der zeitweiligen Mitbewohnerin und ihrem Freund. Die beiden, waren mir nämlich am Sonntag den ganzen Tag über ergo, die neun Stunden nicht von der Seite gewichen. Sehr nett und später umso sympathischer. Umso weniger sympathischer wurde mir meine Chefin, dass sie Mitte des Monats kommen wollte passte mir plötzlich so gar nicht mehr ins Konzept, genauso wenig als mein Vermieter aus dem Urlaub zurück kam und über den Vorfall eher weniger begeistert war was in einem nicht enden wollenden Vortrag über Hülsenfrüchte und Gewürze endetet. Ich war ja schon froh, dass die zuständige medizinische Fachkraft mich gleich in eine Entzugsklinik gesteckt hat, denn Nasenbluten und Festivalbändchen sind vor allem in Irland keine gute Kombi.

Nach all dem Aufruhr und noch vor der Rückkehr hieß es dann sowohl die Post meines Vermieters als auch mein Paket von der Post abzuholen. Denn der liebe Bote hatte zwar Benachrichtigungen  hinterlassen, nur fand ich die erst vier Tage später. Der Haken an der Sache, nach fünf Tagen herumliegen im posteigenen Lager werden diese wieder zurück verschickt. Ein Paket kann so gesehen sehr schnell, sehr teuer werden. China und Deutschland sind eben nicht die Nachbarsländer. Ich geriet deshalb leicht in Panik, zumal ich die Id-Karte meines Vermieters nich mehr finden konnte. Ohne Pass bekam ich kein Paket. Zurück schicken lassen wollte ich es aber auf keinen Fall, weshalb ich mich einmal quer durch seine Akten wühlte. Siehe da ich fand einen kompletten Kartenstapel mit den verschiedensten Mitgliedsausweisen etc. Den Stapel nahm ich zur Post und zusammen mit meinem zombiehaften Aussehen, aus dem Atemsein inklusive der recht schräge Geschichte kaufte mir der Man tatsächlich ab (es war ja auch alles wahr) und ich hatte die zwei Pakete nun unter meine Fittiche.

Hatte ich schon erwähnt, dass Kommunikation trotz oder gerade wegen der zeitgenössischen Messanger eine verdammt schwierige Angelegenheit ist? Ist immer noch einer der Gründe, weshalb meine Chefin und ich uns teilweise in den Haaren liegen. Ich schreibe etwas was sie nichts versteht und als sie sich hier eingearbeitet hatte nach ihrer Ankunft bemerkte sie ab und zu etwas, meint es lediglich als einen guten Ratschlag diese Dinge doch bitte zu verbessern und ich kriege es immer noch stets in den falschen Hals. Kurz um war und bin ich teilweise immer noch den ganzen Tag damit beschäftigt nicht völlig auszurasten.

Meine Chefin lässt sich beschreiben. Eine Tatkräftige Frau, die wohl wie viele Menschen unter einem gewaltigen Minderwertigkeitskomplex leidet. Sie möchte perfekt sein versucht es auf biegen und brechen und scheitert daran maßlos. In Anbetracht dessen, dass sie keine Verantwortung abgeben kann ist sie überall, schafft nichts von dem was sie sich vorgenommen hat zu tun und schiebt es dann auf andere. Gleichgestellte oder gar Kollegen kann sie weniger haben, denn wie gesagt sie hat das Kommando und alle müssen nach ihrer Pfeife tanzen. Sie ist ein Mensch bei dem du ständig eine Kopie, der Kopie anlegen musst da du darauf wetten kannst, dass ihr die zehntausend Änderungen, welche sie dir aufgetragen hat doch nicht gefallen. Wahnsinnig kräftezehrend und das einzige was man dort tun kann, ist auf Durchzug schalten. Alles vorbei rauschen lassen und nur den Fuß in die Tür stellen, wenn etwas für einen selbst gefährlich werden könnte.

Es gibt immer noch Tage an denen ich wie oben beschrieben einfach nur versuche nicht in jeglicher Hinsicht auszurasten, da es mir schlichtweg zu viel wird. Sich selbst zu erklären ist eines der schwersten Dinge auf der Welt, in Englisch ist es noch mal schwieriger. Frau Schlaufrau weiß dass ganz genau und nutzt es gerne mal, um mir noch einmal einen hineinzuwürgen.

Dank des nervigen Hormonzyklus war ich überlegt wirklich alles hinzuschmeißen, nach Hause zu fahren und den ganzen Mist hinter mir zu lassen. Nur wusste ich es würde sich wieder legen… Zumal hatte ich ganze 12 Jahre für dieses Jahr gekämpft und ich würde es nun gott verdammt durchziehen. So schwer konnte dass ja nicht sein. Falsch gedacht, diese Woche war die Hölle. Kam eben auch dazu, dass wir gleichzeitig in dieser Woche die gesamte Gallery renovierten. Versucht mal die Arbeit von drei Monaten in eine Woche zu pressen. Die Überstunden wollte ich in einen Heimaturlaub investieren, wobei dann meine Mitbewohnerin nicht zu mir kommen könnte. Wurde letztendlich deshalb gecancelt. Zumindest konnte ich in dieser Woche gut schlafen. Von der Arbeit heimkommen und fast im selben Moment schlafen gehen. Nutzte trotzdem nichts ich war erledigt und zwar so erledigt, dass ich irgendwann vor meinem Bett eingeschlafen bin. Ja vor meinem Bett und nicht in meinem Bett. Ist mir auch noch nie passiert. Die Probleme mit meinem Vermieter, da er nun auch langsam durchdreht klammere ich an dieser Stelle lieber aus. Ich war ja versucht zwischenmenschliche Energien zu leugnen, aber wenn du die Wohnung betrittst und die Atmosphäre dich quasi erstickt dann will man am liebsten gleich wieder gehen.

Der erste Punkt, der mich entspannte war das der private Streß meiner Chefin nachließ… Ab dem Punkt, konnte ich mich zumindest mit ihr unterhalten ohne gleich zu exo- implodieren. Ratschläge bringen trotzdem nichts, werden sie wohl auch nie. Der zweite Punkt, war dass die körperliche Arbeit nachließ ergo ich durfte Rahmen, Passepartouts zuschneiden sowie Bilder bekleben. Herrlich entspannen, wer braucht schon die Malbücher für Erwachsene?!

Dank der Arbeitsweise meiner Chefin waren wir noch nicht einmal halb mit dem durch was sie ursprünglich geplant hatte. Der große Show Down stand dennoch an und der kam auch. Man rahmt nicht umsonst über 30 Bilder und man streicht nicht umsonst, putzt, rümpelt aus, erneuert den Boden und was- was-ich-nicht-noch alles… Zumindest die Vorbereitungen an dem Tag der Entscheidung waren recht lustig. Meine Musikauswahl wurde von vielen gelobt, es wurde heillos mit Nationenklischees gespielt und alle waren damit beschäftigt unsere Chefin wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen, damit sie uns nicht völlig durchbrannte.

Die Vernissage der Ausstellung viel mit der Culture Night (Lange Nacht der Museen) zusammen, weshalb ihr euch vorstellen könnt wie voll es hier war…. Über fünf Stunden immer wieder dieselbe Introduktion wieder geben, immer lächeln und die Verkaufstrommel rühren. Alles Dinge die ich hasse. Ich will Leuten nichts aufschwatzen müssen, Menschen sind in der Lage zu lesen weshalb muss ich ihnen alles noch mal erzählen? Ganz besonders beliebt machte sich DramaQueen, der mit seinem Kollegen/ Freund/ Künstler die Außenwand neu besprühte. Nur ist die Außenwand gleichzeitig die eine tragende Wand der Galerie, dank schlechter Isolierung begann das Lager allmählich auszudünsten. Selbst schwere Theatervorhänge konnten den Geruch nicht abhalten, weshalb uns irgendwann die Möglichkeit geboten wurde gratis High zu werden. Jedes Mal wenn wir also auf Toilette wollten oder etwas nachfüllen mussten hieß es Luft anhalten.

Alles in Allem ein gelungener Abend. Ich habe trotz gebetsmühlenartigem Gefasel recht viele interessante Menschen kennen gelernt und viel wichtiger ich hatte sogar Spaß dabei. Ein spanischen Künstler Ehepaar, die fast schon unglaubwürdig exzentrisch waren. Ein junger Man, denn man glatt für einen Amish halten hätte können wenn er denn einer gewesen wäre. Der Herr war in Neu Seeland geboren worden, wurde in Singapur groß gezogen studierte dann in London und arbeitet nun hier in Dublin und eine amerikanische Großfamilie aus Graceland mit denen ich mich knapp 30 Minuten unterhalten habe: Elvis, Paul Simon und Island waren die Top Themen des Abends.

Gen Ende traf ich sogar auf drei Mädchen, die ungefähr in meinem Alter sind. Wir werden sehen, was daraus wird mit der einen traf ich mich gleich drei Tage später und wir stellten fest, dass wir recht unterschiedlich aber auch merkwürdige Gemeinsamkeiten haben. Spätestens dann, wenn eine liebe Kollegin auf die Idee kommt ihren Kaffee mit Wein zu verfeinern ist der Punkt gekommen an dem alle nach Hause gehen sollten, was viele auch taten. Der Abend war somit vorbei und das darauf folgende Wochenenden wurde nur zur Erholung genutzt. Die ich eigentlich immer noch brauche. Neben der ganzen Renovierungsarbeiten gab es dann auch noch Probleme mit meinen Wahldokumenten, die einfach nicht ankommen wollten sowie Probleme mit gewissen Meldeämtern. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich musste tatsächlich meine Wahl per Express nach Deutschland versenden. Ich find es ziemlich unverschämt, dass man mittlerweile zahlen muss um wählen zu dürfen nur weil die heimische Wahlstelle es nicht schafft die Unterlagen pünktlich loszuschicken. Also falls sie mir freundlicherweise das Geld zurückzahlen würden Frau Bundeskanzlerin? Dankeschön…

Über die Wahlergebnisse muss man denke ich nicht wirklich großartig diskutieren. Ich lasse die Kirche übrigens nicht im Dorf, denn ich verstehe nicht wie jemand solche Werte unterstützen kann. Dass was gewisse Menschen bieten kann keine Alternative sein, denn dann wäre die Alternative eine Republik die auf Egoismus aufbaut und jegliche Unterstützung für nicht Ur-Deutsche abkappt. Zumal ich mittlerweile diese Meinungsmache nicht mehr verstehe. Es gibt in den Tagen des Internets viele Fehlinformationen, es gibt jedoch genauso viele Seiten die verifiziert sind. Setzt euch doch bitte mal auf eure Hintern und lest selbst nach, bevor ihr alles nachplappert.

Das Wahldrama verblasste bei der Meldung, dass es meinem Stubentiger nicht gut ginge, mein Reizdarm inzwischen eine riesen Home-Party feierte von der ich nicht ganz einverstanden war, ich eine recht kurze aber dennoch recht unangenehme Diskussion mit meinem Vermieter hatte und ich letztendlich weinend auf der Arbeit saß. Geschuldet sei es der Katze, das Thema Heimweh und meinen privaten Kram verschwieg ich und so saß meine Chefin neben mir versuchte mich zu trösten und fing letztendlich auch na zu weinen da ihr Lieblingshund kurz vor ihrem Ablauf gestorben war und dann kam auch noch eine der Künstlerinnen und berichtete ihre Mutter sei verschieden. Glaubt mir den Tag hätte man getrost aus dem Kalender streichen können. Vor allem kamen dann auch noch Kunden. Leben kann unheimlich anstrengend sein. Zu allem Überfluss sind die geliehenen Kopfhörer meines Mitbewohners am Kabelbruch verendet genauso wie das zweite Billigpaar, welches schon nach drei Stunden Betrieb Schwächen zeigt. Welcher Dummkopf hat an genau diesem Tag nicht an die Rechnung gedacht oder hat es vergessen? Ich ohne Kopfhörer ist wie ein Zebra ohne Streifen. Zumal ich nicht weiß, wo ich so schnell Ersatz für diese beiden finden soll. Sport ohne Musik ist noch viel schlimmer als ein Zebra ohne Streifen…. Sag mal wer hat noch ein Problem damit, dass jetzt schon das Festtagsgebäck in den Supermärkten steht? Eins kann ich sagen, ich hoffe es bleibt nicht dabei sonst haben die Iren nämlich eine miserable Weihnachtskultur….

Trotz des Katastrophenmonats gibt es zumindest ein wenig Erfreuliches erzählen: Ich habe zwei meiner Zeichnungen verkauft sowie ein halbes Kilo Kokosmehl weniger als zwei Euro gekauft… Im Haferbrei köstlich. Das Beste ist, dass mein Knie nun wieder das Alte ist. Hat ja auch lange genug gedauert. Ehe ich es vergesse, wenn man schon mal abends völlig erschöpft, fertig und müde auf dem Bett liegt dann kann man gleich nach neuer Musik suchen. Nach einigen Klicks findet man ein recht nichtssagendes ThumpNail, jedoch sieht es dem eine änlich nach dem man schon immer gesucht hat. In dem Glauben nun den ukrainischen Rapper gefunden zu haben, der nun auf Muttersprache dir sämtliche Gesellschaftskritik um die hören haut klickte ich auf das Video und…. Es war zwar kein Rapper, aber die Jungs sind dennoch genial und das liegt nicht nur daran das sie Saltos, Spagat sowie Grand jeté gesprungen und geführt auf 12cm High Heels beherrschen. Ich kann auf den Dingern noch nicht einmal stehen.

 

Gleich mal als fröhlichen Einstieg wir wollen die Partystimmung ja keinesfalls versauen:

Ja, ich weiß. Wir sind Menschen. Wir reden nicht gern über unsere Gefühle. Im Gegensatz zu anderen Tieren bedecken wir uns mit Kleidung und gehen unserer Fortpflanzung hinter geschlossenen Türen nach. Wir schämen uns, wenn wir nicht richtig funktionieren.

S. 7  –Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben von Matt Haig

 

Setzen wir doch noch mal einen drauf:

Ich wette, wenn man mir den Bauch aufschneiden würde, dann käme die schwarze Qualle der Depression herausgekrochen. Schulpsychologen sagen immer „Man muss nur positiv denken“, aber das ist unmöglich, wenn man etwas in sich hat, was jedes bisschen Glück sofort abwürgt, noch ehe man es richtig spüren kann. Mein Körper ist eine sehr effiziente Maschine zur Vernichtung schöner Gedanken.

S. 59 –Mein Herz und andere schwarze Löcher von Jasmine Warga

 

Gilt wohl auch für meine Chefin:

Es gibt nicht immer einen Guten. Genauso wenig, wie es immer einen Bösen gibt. Die meisten Menschen sind irgendwas dazwischen.

S. 61 –Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness und Siobhan Dowd

 

Nein, einfach Nein…

Wir wirken schwach, weil wir es so wollen.

S. 58 –Gläsernes Schwert von Victoria Aveyard

 

Das gute an Kunst, alle sind gleichberechtigt:

„Es ist schön, einen männlichen Teilnehmer im Kurs zu haben […] Es wäre wundervoll, das Klischee, dass Stricken nur etwas für Frauen sei, endlich ein für alle Mal zu widerlegen.“ „Ja, da fällt mir ein…[…] Ich bin mir nicht sicher, ob meine Freunde viel Verständnis dafür hätten Klischees zu widerlegen.“

S. 52ff. –Ben Fletchers total geniale Maschen von T.S. Easton

 

Eine Stunde brauche ich jetzt zwar nicht, jedoch kommt es dem schon sehr nahe:

Es ist komisch, sein eigener Gefangener zu sein. Als würde man vom eigenen Verstand gemobbt und hätte Angst vor ihm, andererseits ist er aber auch man selbst und das ist extrem verwirrend. (…) Danach brauchte ich eine halbe Stunde, um das Badezimmer zu verlassen, und eine Stunde am Lichtschalter, und als ich endlich im Bett lag, starrte ich ich an die Decke und fragte mich, wozu psychische Krankheiten eigentlich gut sein sollten.

S. 235 –Daniel is different von Wesley King

 

Menschen können ja so überzeugt von einer Sache sein

»Lyds, Baby…! Was glaubst du eigentlich, wer uns bezahlt? Ich bin ja auch für Redefreiheit, aber bitte nicht in meiner Sendung, hmm?«

S. 291 –Thursday Next, der geheime Fall der Jane Eyre von Jasper Fjorde

 

Ich denke deshalb mögen des Menschen nicht kritisiert zu werden:

There’s nothing more stubborn than a fact. That is why you hate them so much. They offend you.

S. 213- Child 44 by Tom Rob Smith

7 Kommentare

    1. Sag ich doch, wer drama haben will der kommt in diesem Monat auf die vollen Kosten… Inzwischen springe ich aber wieder fröhlich durch die gegend. Ersetzt man das „springen“ durch „stapfen“ und das „fröhlich“ durch den typischen Eminem-Gesichtsausdruck hat man sogar noch eine Spur Realität…. 😂

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