아이고 it’s spreading!

Nachdem ich den Schock des Donners- bzw. Freitags so einigermaßen verdaut habe, geht es musikalisch gleich weiter. Allerdings wesentlich fröhlicher wofür ihr und ich vermutlich sehr erfreut seid…

Mit dem Release von PSYs Gangam Style erfreut sich der Trend des sogenannten K-POPs immer mehr in aller Welt. Bevor ihr nun angsterfüllt reiß aus nehmt bleibt bitte an der dritten Abzweigung stehen, stoppt, atmet durch und kommt ganz langsam zurück. Weder beiße ich, noch werde ich zu einem Fangirl aller erster Klasse mutieren für Songs die ich nicht verstehe, Bandmitgliedernamen die ich mir nicht merken kann oder gar irgendwelche konzipierten Persönlichkeiten unterstützen. Jedoch muss ich zugeben, dass meine Barriere gegenüber K-Pop im letzen Jahr stark gesunken ist. Der Grund ist schlicht weg der, dass sich in meinem Freundeskreis mittlerweile recht viele Otakus tummeln und diese nicht nur die japanische Kultur besonders schätzen, sondern nun sich ebenso auf die Musik der Koreaner stürzen. Sie ist ähnlich schrill, exotisch und unterhalten wie so mancher Anime. Je mehr ich mit diesem Thema anfangs Zwangskonfrontiert wurde, wurde ich zugegebenermaßen immer neugieriger. Was ist an diesem Genre, denn so besonders, dass es inzwischen so derartig angepriesen und fanatisch geliebt wird?

Um euch vielleicht ein wenig aufzuklären gibt es hier einen etwas größer gewordenen Einblick, damit ihr vielleicht auch nicht jedes Mal vor einer kreischenden Teenagermenge steht und verblüfft feststellt, dass weder ein Justin Bieber, EdSheeran oder ein irgendein anderer westlicher Star zu sehen ist.

Fangen wir mit den Basics an: K-Pop ist eine Abkürzung für Korean Pop und bezeichnet inzwischen zwei Formen. Zum einen den ursprünglichen koreanischen Pop, der sich um 1945 etablierte und sich bis in die 1990s hielt und zum anderen, dass danach folgende Phänomen des zeitgenössischen K-Pops. Denn in den Neunzigern erfuhr die Szene eine gewaltige Veränderung. Der Gesang war nicht mehr schlicht, sondern wurde beschleunigt, elektronisch unterlegt, mit Rap-Bridges verfeinert und man begann Sprachen miteinander zu vermixen. Das schwierige dabei ist ein genaues Genre für K-Pop zu definieren. Eine weitere Besonderheit dieses Business ist es, dass es eben keine musikalische Begrenzungen gibt von Hip- Hop, über Rap, Pop, Soul, Eurodance oder R&B ist vieles vertreten. Darüber hinaus ist es sogar typisch, dass selbst innerhalb eines Songs mehrmals die musikalischen Genres gewechselt werden. Eintief emotionale Ballade die binnen Sekunden sich als Dupstep- Tanznummer outet ist dort keine Seltenheit.

Neben den typischen Pop-Themen der Welt wie zuckersüße Liebe, Erfolg oder das Leben zu genießen gibt es hier und da auch kritischere Themen, welche oftmals in Form von Metaphern publiziert werden. Natürlich wissen sowohl die Plattenfirmen als auch manche Fans, um die augenscheinliche Rebellion das tut dem Hype allerdings keinen Abbruch. Was ähnlich schräg (wie das Verhalten der Fans) anmutet, sind die Lyrics der einzelnen Songs. Oft auf Koreanisch, immer häufiger mit Nonsenssilben versehen und getopt von einer Prise Englisch.

Während ihrer Gesangs- Schullaufbahn müssen die Sänger meist mehr als nur eine Fremdsprache erlernen. Neben Englisch stehen häufig Japanisch, Chinesisch oder sogar Russisch auf dem Stundenplan. Das Ganze ergibt sogar Sinn hält man sich vor Augen, dass viele K-Pop Gruppen nicht nur durch Korea touren sondern mittlerweile sich international bewegen. Zumal ihre Alben regelmäßig vollständig ins Japanische oder Chinesische übersetzt werden. Die Idee dahinter: Mehr Reichweite, noch mehr Fan Interaktion sowie Identifikation. Die Boy-Group EXO ist sogar extra in eine koreanische sowie chinesische Subgruppe gesplittert, die einen singen auf koreanisch (EXO-K) die anderen auf Mandarin (EXO-M).

Neben dem Gesang einer Band spielt das Auftreten und vor allem das Image eine enorme Rolle. So gehören aufwendig produzierte Musikvideos zum Pop- Business dazu. Mehrere nahezu filmreife ausgestattete Sets sind ein Muss ebenso wie extravagante Kostüme und Make- Up. Wovon aber die koreanische Musikszene hauptsächlich lebt, sind die einzelnen Performer, Künstler oder Musikgruppen. Wobei K-Pop hier eindeutig den Focus auf Boy bzw. Girlsgroups legt. Einzelne Künstler gibt es hier kaum und wenn, dann oftmals weil sie sich mehr oder weniger freiwillig abgespalten haben. Die Sänger selbst werden Idols gennant und sind nichts anderes als gewöhnliche Popstars. Nur dürft ihr, dass gewöhnlich ganz schnell als Beschreibung streichen, denn sind wir mal ehrlich was macht Asien aus? Richtig, das Leistungsprinzip und ich sage euch das Leben eines Popstars in den USA ist dagegen Urlaub. Idol wird man mal eben nicht einfach so, aus gut Glück oder weil Daddy eine eigene Plattenfirma hat. Oh, nein…

Bevor man überhaupt diesen Traum vom perfekten K- Popstarleben träumen darf, muss man durch mehre Castings, diese werden teilweise in wöchentlichem Rhythmus von so genannten Entertainments veranstaltet. Dieser Entertainments sind die Plattenfirmen der zukünftigen Goldgruben und sortieren ihre Anwärter im zarten Alter von 9- 10 Jahren gnadenlos aus. Nicht nur Talent muss vorhanden sein, nein auch das gewisse Etwas. Wer das große Glück hat wird genommen und unterzeichnet einen Vertrag der die Ausbildung zum Star bis ins kleinste Detail regelt. Was folgt ist meist ein Umzug, Schulwechsel und ein völlig neues Leben. Denn die neue Schule kooperiert im engsten Rahmen mit dem jeweiligen Entertainment. Sobald die jungen Anwärter in dem Wohnheim für die Trainees angekommen sind, zählt nur noch die Ausbildung. Diese kann zwischen zwei bis fünf Jahre variieren und beinhaltet neben den gewöhnlichen Schulfächern auch Tanz sowie Gesangsunterricht, Seminare zum Umgang mit Fans, Paparazzis, Etiketten und idealem Benehmen. Außerdem findet eine Persönlichkeitsoptimierung statt. Haltung sowie Ausstrahlung werden verbessert, selbst der Kleidungsziel. Nichts wird dem Zufall überlassen, weshalb Schönheitsoperationen ein offenes Geheimnis sind. Der erste Eindruck zählt eben am allermeisten.

Spätestens beim Thema Schönheitsoperation wurde ich stutzig. Mit Unterzeichnung des Vertrages haben die Azubis nichts mehr zu sagen. Das jeweilige Entertainment und ihr straffer Stundenplan bestimmen nun ihr Leben weder für Familie noch für eine Beziehungen bleiben Zeit. Zumal es für die Marketingstrategien äußerst vom Vorteil den Fans einen Dauersingle präsentieren zu können. Dauer Single= mehr Leidenschaft und Verehrung seitens der Anhänger.

K-Pop lebt vom Fan-Service, die jeweiligen Bands geben ihren Verehren genau dass was sie haben wollen um sie bei der Stange zu halten. Ähnlich wie im Wrestling ist dabei vielleicht gerade mal 10% „echt“. Die unzähligen Girl-/ Boygroups werden somit bis ins kleinste Detail nach Konzept entworfen. Weshalb es diese Castings überhaupt gibt, ohne Casting bei dem sämtliche Mitglieder aufeinander abgestimmt werden keine Band. So ist es völlig natürlich, dass die Mitglieder (Member) im Rahmen ihrer Persönlichkeitsoptimierung an ihre spätere Bandrolle herangeführt werden. Jedem Angehörigem wird später eine eigene Rolle zuteil, welche natürlich entwickelt werden muss. Welche Rollen existieren werden entscheidet ebenfalls das Entertainment. Ein paar Beispiele: Sweatheart, Tollpatsch, Badboy, Künstler, schüchternen Philosoph de Bandbreite wirkt groß, doch auf den zweiten Blick gibt es klare Strukturen solcher Konzepte. Man hat stets eine/ einen eines Typs und die jeweiligen Stützen sind Goodgirls-/boy sowie Badgirls-/boys. Man nehme die eher zurückhaltende Sandara Park aus der Band 2NE1, ihr Markenzeichen ist der ausgefallene Kleidungsstil aber ihr denkt doch wohl nicht das sie in ihrem Privatleben so herumläuft?

Was ich ein wenig schockierend fand war der Umstand, dass ein Begriff existiert welcher den Umstand beschreibt wenn sich zwei Idols scheinbar nicht bestens verstehen. Zwischen oder innerhalb der Bands ist dabei einerlei. Idols die nicht immer miteinander die perfekte Welt spielen können werden als Co-Worker bezeichnet und manche Fans machen sich ein Spaß daraus ihre Stars damit zu necken. Diese Konditionierung, macht sich besonders deutlich während Konzerten bemerkbar.  Oft sind die Konzerte der jeweiligen Bands eine Mischung aus Show und Komedie/ Bühnendrama zwischen den Mitgliedern der Band nur um das Publikum zu amüsieren. Ist kein Auftritt geplant kommen die Fans in den Genus einer breiten Social Media Auswahl, Livestreams, Snaps, Tweets, Messenger mittlerweile TV-Auftritte in Game, Reality Shows. K-Dramen ist dabei das koreanische Pendant zu Bollywood und erfreut sich mindestens genauso viel Beliebtheit. Besonders bei den Behind the Scenes Videos sollen die Idols so natürlich wie möglich erscheinen. Identifikationsmöglichkeiten für die Jugend sind aber auch was tolles.

Zurück zum Thema der Rollenvergabe innerhalb der Band. Neben den verschiedenen Charakteren müssen verschiedene Posten/ Aufgabenfelder verteilt werden, die da wären: Vocal, Dancer, Rapper, Visual and Face of the Group. Dabei wird noch einmal zwischen Lead und Main unterschieden:

Der Lead Vocalist einer Band ist in Gesang äußerst herausragend oft besitzen die Personen ein charakteristisches Stimmtimbre, weshalb sie häufiger und mehr Gesangspassagen zugeteilt bekommen als die restlichen Mitgliedern.

Der Main Vocalist hat dagegen ein besonders großes Stimmvolumen, deshalb dient er als unterstützer des Lead Vocalist.

Ähnlich sieht es bei den Tänzern aus, beispielsweise ist der Main Dancer das Bewegungstalent der Group schlechthin. Er/ Sie führt hauptsächlich die Choreographien an oder ist der Vortänzer.

Der Lead Dancer ist nicht unbedingt der beste hat dafür aber bestimmte Performancefähigkeiten wie beispielsweise Tao von EXO-M, denn er trainiert seit Jahren im Bereich Martial Arts und ist selbstverständlich für die Salti, Flick Flacks und Backflips in den Musikvideos zuständig.

Neben den musikalisch relevanteren Positionen gibt es zwei, die eher das Marketing betreffen: Zum einen das Visual sowie Face of the Group.

Visual bezeichnet denjenigen der Band der besonders attraktiv ist. Auf den ersten Blick ist es oberflächlich auf den zweiten auch. Hier in Europa ist ein stillschweigendes Gesetz, dass man Menschen natürlich nie nach dem Äußeren beurteilen sollte sondern nur nach den inneren Werten.

In Asien vielmehr in Japan, (Süd)-Korea sowie China ist das ein klein wenig anders, wer dort dem allgemeinen Schönheitsschemata entspricht wird als schön empfunden. Wer nicht, der neben nicht. Deshalb ist das Untersmesserlegens sogar oft von vielen Anwärter erwünscht. Je schöner man ist, desto besser sind die Chancen auf einen Partner, Job, sozialen Stand. Visuals haben demnach die längste Screentime in Videos, Shows, Interviews, bekommen die meisten Model- Fernsehverträge und starten meist als erstes in der Schauspielbranche durch.

Das Face of the Group besitzt eine repräsentative Funktion. Sein/ Ihr Name fällt als erstes, wenn man über die jeweilige Band spricht. Faces werden besonders von den Entertainments gefördert, man könnte sie als Capitan im Mannschaftsport sehen oder als Klassensprecher. Aufgrund n ihrer Rolle nehmen nehmen sie sowohl in Choreographien als auch im Gesang eine zentrale Position ein… Deshalb auch manchmal die Beinamen Center oder einfach Lead, wenn er der Älteste ist.

Um die zuvor Kritik noch einmal aufzunehmen, mir scheint es schleierhaft warum sich die Jugendlichen solch einem Druck aussetzen. Jedoch fängt die Indoktrination mit Hilfe von den Medien schon im Kinderbett an, weshalb es an ein Wunder grenzt dass ein Kind nicht vom perfekten Leben eines Stars träumt. Der Schönheitswahn nach Schema wird etabliert wie die Ehre der Familie, den Ruhm etc. So erscheinen die Knebelverträge bald nur noch halb so schlimm. und werden stoisch hingenommen. Denn die Entertainments brauchen ihr teuer investiertes Geld in die Ausbildung der Anwärter schließlich wieder zurück. Ein Leben in Saus und Braus sind unmöglich, denn das Leben der Stars wird eben bestimmt durch den Ausbau des Erfolges.

Wirklich reich werden die Stars selten nur durch die Musik. Vielmehr konzipieren oder lassen eigene Ideen konzipieren. Wer genug Geld besitzt eröffnet seine eigene Frozen Jogurt Kette, Modelabel oder Coffee Shops. Die Schauspielkarriere oder Werbeverträge sind die eigentliche Haupteinnahmequelle, diese finden sogar noch vor dem Debüt einer erstgegründeten Band an. EXO hatte vor Release ihres ersten Albums schon eine riesen Fanbase, einfach weil sie bei SM Entertainment unter Vertrag stehen. Was diese Company produziert muss einfach nur gut sein. Wie schon angedeutet wurde der kapitalistische Umschwung der alten Pop Szene von der Regierung hervorgerufen worden, denn der K-Pop Hype rentiert sich und zwar in vielfältigster Weise.

In Anbetracht dessen, dass die Songs selten selbst geschrieben sind kann der Staat durch Text, Attitüden der Idols, Kleidungsstil etc. das Auftreten der koreanischen Jugend lenken. Daneben hat sich seit den 90igern ein eigener Wirtschaftszweig um die Branche gebildet. Konzertkarten, Merchandise, die Alben, Klamotten all das wird nicht nur verkauft sondern exportiert. Andersherum sind die Fans von ihren Vorbildern so begeistert, dass sie eine Menge Geld für Geschenkkörbe ausgeben. All das Geld nützt dem Staat natürlich wieder. Der internationale Status hilft dem Ganzen abseits des Exportes von Fanartikeln wollen nicht Koreaner die Sprache lernen, das Land bereisen und die Kultur kennen lernen.

 

Das schockierende/ interessante Dabei ist neben der Oberflächlichkeit der Umgang mit dem Geschlecht. Zwar ist Südkorea wesentlich fortschrittlicher und westlicher orientiert als sein böser Bruder aus dem Norden, jedoch erkennt man dennoch viel sexuellen Kontext. Auch wenn es nie zum Skandal kommt, ist deutlich das  Motto: Sex Sells zu spüren vor allem bei den Mädchen läuft dies unter dem Deckmantel des Fan- Services. Ebenso besteht die feste Rollenverteilung von Mann und Frau. Das Klischee des Bad/ God Boys wird hochgelobt während viele Girl Bands zwar auf Bad Girls tun, jedoch die Grundmessage stets bei Ein Bad Girl zu sein sei schlecht endet.

Als Bad Girl würde man Familie und Freunde verletzen sowie einen schlechten EInfluss auf andere ausüben. Bei den Jungs ist dagegen die Darstellung des Bad Boys/ Player gerade zu erwünscht. Da wünsche ich mir definitiv mehr Emanzipation wünschten. Entweder jeder darf betrügen, badass sein, ein/ mehrere gleichzeitig Partner haben keiner. Punkt. Ende der Diskussion. Wie ihr sicher ahnt, es gibt auffällig wenig Aussteiger. Falls es jemals zu einem solchen Fall kommt ist es gerade zu ein Skandal. Seit 2014 besteht EXO-M aus zwei Mitgliedern weniger. Kris sowie Luhen reichten Klage ein gegen SM Entertainment. Das Thema: Zu schlechte Behandlung der Bandmitglieder im allgemeinen oder auch: Verletzung der Menschenrechte. Später folgte auch Tao.

Andere wie Jay Park wurden aus der Band gefeuert aufgrund von sozialem Fehlverhalten. Ein solcher Eklat bedeutet für viele meist, das Land verlassen zu müssen, denn das jeweilige Entertainments wird dafür sorgen dass dein Leben in Zukunft nicht mehr so sorglos verlaufen wird. Was sie vorher gemanagt, gezahlt und unterstützt haben wird brach liegen ebenso wie die Ehre und der Ruf. Bands die ihr eigenes Konzept vertreten sind äußerst selten, meist sind es Rap-Gruppen wie LeeSsang oder Menschen wie Tiger JK, die auf die Meinung anderer nicht viel geben was sie dementsprechend laut kundtun.

Ich mich gerne tiefer in die Materie eingraben, dennoch kann ich als Außenstehende immer nur an denselben oberflächlichen Informationen kratzen. Wie der Prozess, der nun Ex-Mitglieder ausgegangen ist wird nirgendwo groß beschrieben. Allein Wikipedia brachte mir Gewissheit. Sicherlich es gibt hier und da den ein oder anderen Post, allerdings nur auf koreanisch. Und da ich leider nicht zu den Polyglotten dieses Planeten gehöre, bleibt mir der Inhalt schlichtweg versperrt.

Der Trick der Regierung, die Jugendliche für ihre eigene Sprache zu begeistern geht also auf. Trotz Fremdsprachenunterricht ist es selten, dass ein Idol einwandfrei eine weitere Fremdsprache spricht. Bei dem Lebensplan ist, dass auch kein Wunder. Man nehme beispielsweise BTS’s Album Suga, viele englischsprachige Menschen müssen wohl jedes Mal über deren Sprachvermögen schmunzeln. Zumindest hat einer der Sänger mehrere Jahre in Neuseeland studiert, dennoch spricht er weniger gut Englisch als sein Bandkollege Rapmonster. Dieser darf dann während der Interviews für alle anderen übersetzen.

Mein persönliches Fazit für diese gesamte Branche. Ich denke, als erstes sollte jeder diesen Künstlern seinen Respekt zollen. Denn obwohl die meisten eine Kunstfigur verkörpern und in ein fremdes Konzept eingebettet sind es funktioniert und sie liefern ab. Wie gesagt Drogen- Alkoholexzesse oder andere Skandale leisten sich diese junge Menschen nicht und wenn ich mir das so einige Kinderstars aus Hollywood dagegen anschaue Prost Mahlzeit. Was ich den Entertainments zu gute halte, dass sie darauf achten dass ihre Trainees einen Schulabschluss haben und verhältnismäßig gute Noten. Natürlich der Druck wird dadurch nicht kleiner eher im Gegenteil, doch ist die Chance ein Star zu werden so gering, dass es nur vernünftig ist die Schule abgeschlossen zu haben!

In diesem Sinne würde ich die Idols wirklich als Vorbilder für die Jugend nehmen. Sie wissen sich zu benehmen, arbeiten hart und sind diszipliniert. Sie liefern ab künstlerisch, ästhetisch und schauspielerisch und die jeweiligen Mitglieder müssen sich schon mögen sonst könnten sie ihre Rollen nicht über dieJahre so streng beibehalten. Nichtsdestotrotz finde ich deren Glorifizierung durch diverse Werbeprodukte und ihre Oberflächlichkeit in dem Sinne das sie natürlich perfekte menschen symbolisieren schlichtweg unmöglich. Korea ist mittlerweile da Land mit den meisten Schönheitsoperationen und ich finde die Idee einfach unvorstellbar dass die Lebensqualität mit dem Übereinstimmung mit dem Schönheitsideal steigt. Ebenso wie der Umgang mit Sexualität. Wie gesagt entweder jeder darf alles oder keiner. In einer solchen Frage zwischen Geschlecht und Gender zu unterscheiden ist für mich ein klares Tabu. Mag sein, dass die Knebelverträge mittlerweile ein wenig mehr gelockert werden und dreizehn Jahre nur noch eine Ausnahmeerscheinung darstellt, dennoch die Entertainments haben für meinen Geschmack schlicht weg zu viel Macht über die einzelnen Anwärter. Ich weiß eine Balletinternat funktioniert ähnlich, dennoch bin ich ein zu eigenständiger Mensch als dass ich so etwas jemals über mich ergehen lassen könnte. Wer ich bin und wer ich sein möchte, entscheide einzig und allein ich selbst.

Deshalb liebes K-Pop Business ich werde deine künstlerische Ästhetik der Musikvideos weiterhin bewundern und mir das ein oder andere Interview einiger Idols anschauen jedoch werde ich weder ein fanatischer Fan, noch werde ich mir irgendwelche Alben zulegen. Eine solche Maschinerie möchte ich nicht unterstützen.

 

Zu den Quellen der Grafiken geht’s übrigens hier:

Advertisements

8 Kommentare

  1. Ich bin begeistert, awesome Artikel mit vielen Infos, danke dafür! 🙂
    Stiltechnisch finde ich BIGBANG und Exo wirklich cool, aber ich muss sagen, dass sie mir musikalisch dann doch oft nich zusagen. Wenn man sucht, gibt es aber wirklich viel Varianz (sogar, wie du erwähnt hast, innerhalb einzelner Songs), was ich sehr sympathisch finde.
    Kurze Anmerkungen allerdings: Der Link zu den zweiten Karrieren der Kpop-Stars klappt leider nicht (du hast ihn glaub ich doppelt reinkopiert ;)). Und ich möchte kurz anmerken, dass es Rapmonster und nicht Jin ist, der Englisch spricht. Ich hab zwar an sich null Ahnung, aber zumindest das hab ich mir über BTS gemerkt. xD Im Ausgleich zu den Englischkenntnissen sprechen viele dafür ja mehr oder weniger fließend Japanisch. Wobei ich es immer noch verwirrend finde, dass Englisch so eine große Hürde ist, da das koreanische Schulsystem (die Diskussion hatten wir ja grade erst ^^) dermaßen derbe hart ist, dass eigentlich zumindest ein bisschen was hängenbleiben sollte. Aber ich nehme an, dass auch hier wie in Japan zu wenig Wert auf das eigenständige Reden gelegt wird oder vielleicht die Lehrer ein ähnliches Niveau haben. Aaaber ich schweife ab!
    Die ganze Maschinerie rund um die Stars ist wirklich gruselig und die Vorstellung, dass man quasi nichts im Leben selbst bestimmen kann ebenso. Mir geht es da wie dir, ich würde wirklich gerne mehr in die Tiefe recherchieren, aber Koreanisch spreche ich so viel, wie die meisten Bands Englisch. :< Denn teilweise wird ja immer gelobt, dass einzelne Bands alle ihre Texte selbst schreiben und für die Produktion etc. selbst verantwortlich sind, aber wenn das in der Industrie normalerweise eher andersherum läuft "Ihr performt bitte nur, wir sagen euch, was wie und wie ihr dabei auszusehen habt!" … da fragt man sich doch, wieviel von dem "die machen alles selbst" nun wiederum PR ist.
    Ich muss dir aber zustimmen, dass ich es schon gut finde, was für gute Vorbilder (abgesehen von dem Schönheitswahn) solche Stars sein können und ich finde es auch interessant, dass im Gegensatz zu den oft zu recht überforderten westlichen Stars sogar Kurse für den Umgang mit Fans und Paparazzi auf dem Plan stehen. Sehr sinnvoll. 🙂
    Alles in allem, vielen Dank für die vielen Infos! ^-^

    PS: Du hast Youtube-Videos eingebaut. Und ich wollte doch heute produktiv sein …

    Gefällt 2 Personen

    1. Alsoooo, erstmal du hast ja nen halben Roman geschrieben….Wunderbar 😀
      Rap Monster und Jin wurden korrigiert, wobei ich mich wundere dass man trotz Auslandsstudium dann immer noch nicht der Beste in Englisch ist. Tja… Sprachen lernen will eben gelernt sein.

      Ps: Woher wusstest du, dass ich den link doppelt kopiert habe? (War der Tag an dem mein Laptop gesponnen hat -.-)

      Dass die koreanischen K-Pop Bands allerdings Dinge selbst produzieren, war bei meinen Recherchen allerdings eher weniger der Eindruck… Viel mehr steuern, dass wohl angeblich auch die Entertainments. Nord Korea geht übrigens soweit, dass ganze als massive Propaganda gegen ihren Staat zu sehen 😀

      Gefällt 1 Person

      1. Immer gerne doch! 😀
        Huh? Aber er kann doch fließend Englisch? Jetzt bin ich verwirrt. 😀 Oder hat Jin auch im Ausland studiert und du meinst ihn? Ich habe meine Kenntnisse nur aus den Videos, in denen Rapmonster Englisch redet, daher keinen Plan, wer wann wo was studiert hat. 😀

        Ah, hab draufgeklickt und dann sieht man das in der Adresszeile. ^^

        Habe ich nur ein paar Mal gehört, weiß aber natürlich nicht, ob es stimmt und bei wem es stimmt, da ich selten in koreanischen Aufnahmestudios unterwegs bin. xD Wäre aber bestimmt mal ne coole Erfahrung. 😀 Das mit der Steuerung kann also gut sein und wie gesagt wäre es megagute PR einfach zu behaupten, dass die Stars fast alles selbst machen. Ist halt die Frage, wie weit man die Fans anlügen möchte … :/
        Hmjaaaa, Nordkorea sieht vieles sehr interessant … -.-

        Gefällt mir

  2. … ein musikalisches fünfjähriges Germany (bzw. koreanisches) ’s Next Topf Modell… OMG… das Blumenmädchen begibt sich hinein in den Gahrungsvorgang… danke dir mal wieder für die Erweiterung meines musikalischen Horizontes BUZZzy

    Gefällt mir

  3. … jetzt bin ich durch mit der synthetischen Droge Mensch und dem Algorithmus vom rechtsfreien Raum der Mash up Musik… aber da gehe ich ganz mit dir, der instrumentalisierte Künstler fühlt sich an wie ein Kunstfehler…

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s