Blogparade „starke“ Frauen in der Literatur

An dieser Stelle Danke ich der lieben Nomnivor, die diese herausragende Idee hatte…

Eigentlich hatte ich nie vor mich in dieses Thema starke Frauen einzumischen, das es jedes Mal ganz leicht in eine dieser Wir-sind-Feministinnen-ergo-wir-müssen-die Männer-unterdrücken- Diskussionen endet. Zumal war mir das Thema nie allzu wichtig, in der Realität gab es genug Beispiele und um ehrlich zu sein war ich mir immer mein besten Beispiel, denn ich bin ich und keine Judy Dench, Hannah Arendt, Frida Kahlo oder Katharine die Große. Was nützt es ein Vorbild zu haben, wenn man sich eh nicht an ihm orientiert und wenig später alles in den Wind schießt? Richtig gar nichts…

Wenn ich mal zu Jugendbüchern greife, dann meist zu Exemplaren der Jungenabteilung.

Ich kann euch sogar sagen weshalb: Betrachtet man heutzutage in den großen Buchhandlungen die Regale der Coming-Of Age Sparte so reihen sich Klischee an Klischee aneinander bis ins Nirvana. Boy meets Girl. Das Girl ist dabei stets entweder die Außenseiterin/ graue Maus und wird am Ende des Romans zur Ikone oder das Girl ist dumm, naiv, zu nichts zu gebrachen und wird vom Macho wie ein Stück Dreck behandelt und läuft ihm dennoch hinter. 50 Shades of Grey für fünfjährige quasi. Willkommen in der Restaurationspolitik der Jugendliteratur, in der sowohl Männer als auch Frauen stets Peach oder Hulk sein müssen.

Um ehrlich zu sein, habe ich beschlossen diese Werke aus meinem Leben zu sperren. Für solchen Kontext maße ich mir an zu reif, intelligent und stolz zu sein. Meine Alternative: Serien, Filme und sogar mittlerweile Videospiele. Ich kenne mehr starke weibliche Videospielcharaktere als weibliche Charaktere in der Literatur. Irgendwie traurig….

Dafür war ich umso neugieriger als ich auf Umwegen von Nomnivors Aufruf zu dieser Blogparade erfahren habe. Sucht euch zehn starke Frauen aus der Literatur heraus und stellt sie uns vor. Dass hörte sich doch nach einer angenehmen Herausforderung an, schließlich konnte ich daran nur wachsen und lernen… Oder nicht? Vielleicht ist ja auch alle Hoffnung bereits verloren.

Ich lese wohl die falschen Bücher, denn wie bereits erwähnt es ist mir echt schwer gefallen diese zehn Auserwählten zu finden. Dabei gibt es sicherlich genügend… Dabei fielen mir sofort ganze drei ein, sogar auf Anhieb doch nach meiner Definition sind sie nicht unbedingt stark sondern einfach nur unheimlich authentisch menschlich… Damit diese allerdings nicht verlorenen gehen, das es wirklich geniale Geschichten sowie Romane sind führe ich sie hier dennoch auf:

Sky aus Love Letters to the Death

Ghandhi/ Antonia aus Tage mit Leuchtkäfern

Eleanor aus Eleanor und Parks

Thursday Next aus Der Fall von Jane Eyre

Wenn ich gerade schon mal dabei bin, ich versichere euch in dieser Liste werdet ihr weder Katniss Everdeen noch Beatrice Prior finden, die beiden gingen mir mit Fortlaufender Handlung zusehends auf den Geist. Selbst Sarah J. Maas Charakter werden fehlen, allerdings eher aus dem Grund dass ich noch keinen Roman von ihr gelesen habe. Ob ich das jemals tun werde steht dabei auch noch in den Sternen.

Kommen wir nun zu den grundlegenden Dingen… Der Definition einer starken Frauen. Absolut trivial auch im Kontext, doch will ich eben meinen Send dazu geben. Nicht nur für die männlichen Bewohner des Planeten, sondern insbesondere für die weibliche Hälfte oder eben alles was dort sonst noch so zwischen liegt. Urban Dictionary hat übrigens hervorragende Vorarbeit geleistet.

Lasst mich das zusammenfassen, erweitern und verfeinern.

Kurz um: Ich bin eine bekennende Anhängerin des widerlichen Anglizismus: Bad ass. In aller Munde, von jedem genutzt, ein Bild assoziierend nur ohne Definition….

Wenn eine Frau ein Bad Ass ist….

Sie ist selbstbewusst. Sie weiß was sie will und was nicht, sie weiß was ihr gut tut und was nicht. Sie ist sich eben ihrer Selbst bewusst. Sie kennt ihre Stärken und Schwächen darüberhinaus weiß sie wie man sie einsetzt oder an ihnen arbeitet. Sich seiner selbst treu sein/ bleiben ist dabei besonders wichtig. Als Beispiel: Lasse Hilfe zu, beispielsweise beim Umzug, bei wichtigen Entscheidungen, beim Lernen etc. Niemand ist perfekt und es wird immer jemanden geben der besser ist als ihr. Nutzt es, zu eurem Vorteil.

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion kann dabei helfen. Zudem ist es eine Fähigkeit die man selbst braucht um sich selbst besser kennen zu lernen und sich zu verändern. Ins schlechte sowie ins gute, denn wenn es einem nicht passt kann sie es schließlich wieder verändern… Sie macht sich dessen eben bewusst. Für seine Fehler einzustehen ist ein Zeichen von Chuzpe sowie sich für schwächere einzusetzen oder gar selbst zu denken.

Darüber hinaus ist sie unabhänig/ selbstständig. Sie kann gut für sich alleine sorgen ohne die Hilfe anderer. Wie dies tut, solange es ihr gut dabei geht ist mir persönlich egal. Das heißt aber nicht, dass Frauen von nun an zu diesen männerphoben Feministinnen werden die verbittert ihre Brüste der Öffentlichkeit entgegenstrecken. Nein, eine Frau hat absolut das Recht auf einen Partner/ eine Partnerin. Schließlich kann sie sich selbst versorgen, doch ist es immer schon wenn jemand zu Hause auf einen wartet, man ein leckeres Essen serviert bekommt oder man einem Seelenverwandten schlichtweg alles erzählen kann.

Wer sich treu bleibt hört eben auf sich selbst und seine Gefühle. So gehören Stimmungsschwankungen genauso dazu wie Neid zuzulassen oder Leidenschaft, Wut etc. Wir sind schließlich alle nur Menschen. Sich selbst zerfleischen gehört da eher weniger dazu.

Die wichtigste Lebensweisheit ist allerdings: Gib niemals auf! Sei ein Stehaufmännchen. Egal was geschieht, dein Leben geht weiter. Seien die Wunden noch so tief, mehrmals drüber geleckt geht es irgendwann wieder bergauf. Lebend kommt man aus dem Leben eh nicht wieder heraus, also was soll’s?

Ganz wichtig: Spolier Warnung, es wird durchweg kalt, inbrünstig und unmoralisch gespoilert..

Wer die einzelnen Werke, also nocht nicht vollständig gelesen hat der möge diese bitte überspringen!

Nadia Santo

Nadia Santos

Einer meiner Lieblingscharaktere aller Zeiten. Isabell Allende hat ein Gespür für ideale Charaktere. Ideal bedeutet keineswegs perfekt, Nadja hat beispielsweise Höhenangst und ist recht dickköpfig. Vielleicht auch ein wenig übermütig, doch nur deshalb rettet Nadja mit ihrem Freund nicht nur den Amazonas sondern einen Stamm der Ureinwohner. Dadurch, dass ihr Mutter schon früh starb und ihr Vater viel arbeitet war sie schon immer selbstständig und eine reine Autodidaktin, ihr einfacher Lebensstil äußert sich in ihrem gern vertretenem Minimalismus.

Halb mit den Ureinwohner aufwachsend lernt sie mit dem Herzen zu hören, sich unsichtbar zu machen und ist in der Lage mit Tieren zu sprechen. Der Schein trügt, denn nach außen hin scheint sie ein kleines, unscheinbares Mädchen zu sein. Zart wie ein Grashalm aber zäh wie Leder und weise wie der älteste Schamane. Vorurteile gehören nicht in ihren Wortschatz.

 

Wisperwind

Wisperwind

Auch wenn ich Herrn Kai Meyer recht skeptisch gegenüber stehen, muss ich eines zu geben und zwar hat er ein ebenso glückliches Händchen für Charaktere wie Isabell Allende. Beispielsweise die oben erwähnte Nugua oder die Schwertkämpferin Wisperwind.

Hatten die Japaner ihre weiblichen Samurai, die durchaus ihren männlichen Kollegen das Wasser reichen konnten. So beherbergt die chinesische Kultur ähnliche Kaliber. Beispielsweise Hua Mulan, deren Balade sowohl für eine Realverfilmung diente als auch als Vorlage des Disneyfilms.

Oder Mu Guiying, die später dank ihrem unerschütterlichen Willen zu den wenigen weiblichen, chinesischen Ikonen wurde. Man vergesse nicht die Rebellenführerinnen Tang Saier und Tochter eines Martirial Arts Masters. Überträgt man die inspirierenden Vorbilder auf Wisperwind (an irgendwelchen Beispielen muss sich Meyer ja orientiert haben!), hat man die perfekte Mischung.

Traditionelle chinesische Kampfkunst besteht nicht nur aus Waffen schwingen. QiGong sowie das Shaolin tragen dazu beide ihre Anteile bei. Beide vereinen physische und psychische Stärke, halt man diese Schule gut und gerne 20 Jahre durch ist man würde ich sagen härter als Kruppstahl.

Ich muss nicht erwähnen, dass man Wisperwind diese Schule anmerkt oder? Sie rettet nicht nur einmal auf abenteuerlichste Weise mehreren Personen das Leben, sie tritt ihrem unfreiwilligen Schicksal eben unerschütterlich entgegen. Ich hätte den Krieg zwischen Xian, Pangu, Monstern, dem Aether und Drachen sowie Menschen jedenfalls nicht überlebt. Darüber hinaus ist sie durchweg schlau/ intelligent, denn als Vagabundin ist sie komplett auf sich allein gestellt. Vielmehr hat sie in der Vergangenheit ihre beiden Waffen erstohlen von niemand geringerem als einer Xianschülerin selbst. Ich ziehe meinen Hut vor einer solchen List.

Auch sie ist nicht perfekt, laut Erinnerungen hat sie nämlich ihren Clan verlassen und es war nicht freiwillig. Das wiederum bedeutet, sie muss gegen eine der Regeln verstoßen haben oder gegen sich gegen Befehle, Meinungen widersetzt haben. Sie redet wohl niemandem nach dem Mund.

Was mich ein wenig unschlüssig macht, ist dass sie gen Ende ihre Freund und speziell einen guten Freund verlässt, weshalb bleibt lediglich ihr vorbehalten. Ich denke es ist zum einen der Kodex, den sie geschworen hat sich niemals zu binden und der Umstand, dass die Dame leichte Bindungsängste hat und deshalb ihrem Ehrenkodex treu bleibt. Beides ist ein Zeichen von Stärke, insofern sie es sich bewusst macht, wobei ein wirklich starker Charakter dem Freund treu geblieben wäre. Die Frage ist eben ob er genauso für sie empfunden hätte… Da liegt der Hacken.

 

Jane Eyre

Jane Eyre

Natürlich, welche Liste wäre ohne diesen Charakter ausgekommen? Zumal er vermutlich mit der Dame hierunter die zeitlosen Paradebeispiele für starke Frauen bilden. Kommen wir aber zu Jane im speziellen. Vom Charakter eher still und ruhig und dennoch voller Ideen, Intelligenz und Vorstellungskraft. Sie vertritt gerne ihre eigene Meinung und wenn man sie nicht lässt kann sie schon mal ein wenig hitzköpfig werden.

Die Gabe sich zu Widersetzen behält sie selbst nach ihrer schrecklichen Kindheit, denn ihre Verwandten behandelten sie keineswegs gut. Auch als sie auf ein Internat geschickt wird, als Maßnahme noch konservativerer Erziehung bleibt sie standhaft. Sie entwickelt sich zu einem Charakter der stoisch alle Ungerechtigkeiten hin nimmt und versucht es so positiv zu sehen. Natürlich sie könnte weglaufen, aber das war in der damaligen Zeit keine Alternative schon gar nicht in noch so jungen Jahren. Ihre wahre Stärke liegt tatsächlich darin die grauenvollsten Schicksalsschläge zu überstehen. Selbst Tod ihrer eigenen Bezugsperson Helen Burns lässt sie nicht aufgeben, sie bleibt sogar in diesem grauenvollen Internat als Lehrerin um vieles besser zu machen und den nachfolgenden Mädchen ein besseres Leben zu geben als dass sie hatte. Dass sie Lowood dennoch verlässt, lieg denke ich an der Unterforderung. Denn Jane will mehr, als nur eine einfache Lehrerin sein. Sie nimmt ihr eigenes Schicksal in die Hand und lässt sich eben nicht herumschubsen, sie sucht aktiv nach ihrem Glück und treibt nicht passiv durch ihr Leben.

Genauso wie sie sich später einem geistlichen Widersetzt und damit quasi gegen Gottesgebot aufbegehrt… Wäre selbst heute in so manchen Kreisen ein Skandal. Zumal ich meine sie vergibt ihrer Tante, die sie zu Lebzeiten unglaublich schlecht behandelt hat. Ich meine Harry hat den Dursley niemals verziehen, ich könnte das ebenso wenig. Rache wäre so ziemlich mein einziger Gedanke, auch wenn die werte Dame auf dem Sterbebett liegt. Frommheit würde ich als Kleingedrucktes gekonnt ignorieren.

 

Lizzy

Elizebeth Benet

Wie war das noch mal mit dem historischen Kontext? Richtig, entscheidend. Denn im 18. Jahrhundert hatten junge Damen (überhaupt Frauen, wer hätte es gedacht) nichts zu sagen, außer vielleicht welche Farbe das jeweilige Kleid haben soll, wann die Kinder ins Bett müssen und ich denke selbst bei der Männerwahl und der Heirat gab es eine recht enge Meinungsfreiheit.

Elisabeth Bennet, auch gennant Lizzy verfolgt ganz andere Pläne, welche weiß sie selbst noch nicht so genau… Aber früh verheiratet zu werden ist für sie ebenso keine Option wie für mich. Sie gibt auch nicht auf dem Druck ihres Vaters auf, der mit fünf Töchtern so einige Bauchschmerzen bei Lizzys Verhalten bekommt. Als sie dann ihre Eigensinnigkeit, Schlagfertigkeit sowie Selbstbewusstsein einem der reichsten Männer der Lande präsentiert brodelt es nicht nur zu Hause ganz schön…

Ihre Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit hindert siech dem gesellschaftlichen System zu unterwerfen. Allerdings ist sie gen Ende trotz Sturheit springt sie über ihren eigenen Schatten. Sie erkennt und räumt ihre Schwächen und Fehler ein und verzeiht nicht nur sich sondern auch ihr wisst schon?

 

 

Cersei Lennister

Gehasst, verhasst und von mir bewundert… Nicht angebetet- bewundert sondern die Art von Bewunderung wie sie ein Privatdetektiv empfindet, wenn er erkennt das der gesuchte Täter (gerne Mörder) seiner Intelligenz würdig ist und der Zuschauer allmählich bemerkt, dass wenn der Bösewicht nicht sofort geschnappt wird die Kacke am Dampfen ist. Seien wir mal ehrlich Cersei ist selbstbestimmt in einer mittelalterlichen Welt, in der Frauen genauso wenig Rechte haben wie ein Stein. Sie fand das typische Frauen leben schon immer uninteressant und schloss sich stets ihrem Bruder an. Jedoch widersetze sie sich nicht, als sie zur Hofdame erzogen wurde vielmehr erkannte sie die Vorteile des weiblichen Postens. Intrigen und die unterschätztet ihrer Gegner nutzend macht sie sich einen Namen, der letztendlich auf dem Thron endet…

Rational und berechnend hält sie ihren Posten, doch nicht aus purer Selbstliebe… Sondern um ihre über alles geliebten Kinder zu beschützen und sie zu rächen.

 

Arya Stark

Arya Stark

Bleiben wir dich gleich in Westeros und wenn wir schon beim Thema sind. Ebenso wenig wie Cersei die Welt der Frauen im Fantasy- Mittelalter Setting verschmäht so ähnlich ist ihr Arya. Jedoch bleibt sie der Merida-Linie treu…

Denn nachdem sie mehrere Trauma erleidet ergibt sie sich nicht ihrem Schicksal sondern tarnt sich als Junge und zieht in permanenter Begleitung durch die Lange. Sie gewinnt Freunde, verliert sie wieder, lernt das wahre Kämpfen und schwört sie dabei jeden Abend vor dem Schlafen gehen die Menschen umzubringen die sie in ihrem Leben gelernt hat zu hassen. Einer davon ist ein Söldner der sie im Kämpfen unterrichtet und sie sagt es ihm ins Gesicht… Ob purer Mut oder pure Dummheit kann jeder selbst entscheiden. Mein Punkt der mich fasziniert, dass sie weder tot zu kriegen ist und dann jedes Mal wie ein Phoenix aus der Asche wie neugeboren aufsteht und mit doppelter Macht zurückschlägt.

 

Johanna Mason

Johanna Mason

Sie hat die Hungerspiele lediglich aufgrund ihrem herausragenden Schauspieltalent gewonnen. Gerissen gab sie sich als naives, dummes, schwaches Klischee Mädchen so wurde sie herrlich unterschätzt und irgendwann vergessen. Die Tribute dezimierten sich zusehends nur sie blieb… Geduldig wartete sie bis nur noch wenige ihrer Konkurrenten übrig waren und dann schlug sie zu. Laut ihrer selbst konnte sie schon eine Axt halten bevor sie laufen konnte, sagt alles oder? Zum Charakter passt wohl die Standard- Phrase: Titan Schale und darunter ein Kern aus Buttercreme.

Trotz immer wieder Beteuerns wie sehr sie einige ihrer späteren Mitkämpfer hasst, aufgrund von psychischer Inkompetenz rettet sie sie am laufenden Band. Ihre eher anti- soziale Haltung wird zunehmend sozialer was diverse Bündnisse sowohl in den zweiten Hungerspielen als auch in der späteren Revolution zeigen. Sie überwindet ihren Argwohn gegenüber Katniss und hilft nicht nur ihr, sie erträgt das Sterben mehrere ihre Freunde und sie hält der schrecklichen Folter des Kapitols stand zumindest für eine lange Zeit. Zwar ist sie fürs das Militär unbrauchbar geworden, doch ihr Wille für die Revolution bleibt bestehen. Sie steht immer wieder auf und was ich am meisten Bewundere ist, dass sie sich nicht unter Wert verkauft. Wer das Buch kennt, weiß das Präsident Snow gut und gerne mit Kaiser Tiberius gleichgesetzt werden darf und wenn jener von einer Dame verlangt sich ihm anzubiedern und sie für Geschlechtsverkehr missbrauchen will und wen diese ihm dann widersetz und er dafür ihre gesamte Familie umbringen lässt und sie immer noch oder genau deshalb wieder aufsteht ist das ganz großes Kino.

 

Prinzessin Luxa

Luxa

Zu Anfangs hochnäsig und unausstehlich wie Xantippe, später dann reifer, kälter und erheblich erwachsener (lebenserfahrener). Um ihren Charakter zu beurteilen sollte man tatsächlich die gesamte Pentalogie gelesen haben. Sie verliert einen geliebten Menschen im ersten Band in doppelter Hinsicht, ähnlich in fortführenden Bänden. Weshalb sie sich eben von der hochnäsigen, infantilen Nervensäge in eine erwachsene Königstochter verwandelt. Sie liebt die Abenteuer immer noch und ist teilweise ein wenig sehr mutig, doch würde sie ihre Freunde bis auf den tot verteidigen. Darüberhinaus setzt sie ihre Macht zunehmend sinnvoll ein, hilft somit den Unterdrückten und hält stets ihr Wort! Gen Ende scheucht sie sich nicht, Friedensbewahrerin einer gesamten Welt zu werden. Wenn dass nicht mal eine Entwicklung ist.

 

Tori Wu

Tori Wu

Ihre Lebensgeschichte sagt relativ viel aus, wenn man sich mit dem gesellschaftlichen System der Trilogie ein wenig auskennt. Für alle Nichteingeweihte hier eine kurze Zusammenfassung:

Tori Wu wurde in der Fraktion der Ken hineingeboren, die vergleichbar mit den Ravenclaw Schülern sind. Sie werden zu lernwilligen, neugierigen und hinterfragenden Menschen herangezogen die später die besten Anforderungen erfüllen um in der Wissenschaft zu arbeiten.

Wissenstechnisch, mach ihnen keiner etwas vor und lieben sie es auch Meinungen auszutauschen und zu diskutieren/ debattieren. Ihre eigene Meinung vertreten kann sie zumindest, ebenso ist sie ideenreich was ihr schon häufiger aus der Misere geholfen hat.

Als sie sechzehn wird muss sie wie jeder andere sechszenjährige Bürger dieser Welt einen Eignungstest unterlaufen, da man mit sechsehnzjahren auf seine wahren Attribute die man in sich trägt getestet wird. man hat dann die Wahl zwischen in seiner Fraktion bleiben oder die Fraktion zu wechseln. in jedem fall gilt es eine Aufnahmeprüfung zu bestehen, erst dann zählt man als vollständiges Mitglied der Fraktion.

Das Problem an Tori ist, dass sie nicht eindeutig einer Partei zugeordnet werden kann, da sie mehrere Attribute in sich trägt. Dieses Phänomen nennt man unbestimmt und für gewöhnlich wird man umgebracht wenn das Geheimnis gelüftet wird. So verliert sie nämlich ihren Bruder. trotz Gefahr die Aufnahmeprüfung nicht zu bestehen wechselt sie zu den Ferox, deren Aufgabe es ist die Bewohner vor Gefahren zu schützen. Es ist die Fraktion der Soldaten/ Polizisten. Jedoch liegt deren Hauptaugenmerk darauf sich seinen Ängsten in einem Art Holodeck zu stellen und sie zu besiegen und das gelingt Tori.

Ich stelle euch jetzt die Frage ob ihr euch in der Lage haltet eurer größten Angst entgegen zu treten und sie zu besiegen? Ich weiß nicht ob ich das könnte…

Weitere wichtige Aspekte sind ihre treue zur Hauptperson, denn sie ist ebenfalls unbestimmt und Tori hilft ihr trotz Gefahr des Erwischens mit exekutiert zu werden ihre Identität geheim zu halten. Ebenso kennt sie wohl viele weitere Personen, denn sie gehört zu den Tattoowieren und die kennen so ziemlich jede Bedeutung der Tattoos der Ferox. Quasi eine Psychologin mit ausgeprägten Zeichentalent. Die Autorin lässt übrigens durchscheinen, dass Tori kein Geheimnis eines Kunden verrät.

 

Hier dürft ihr mangels Bildmaterial, mal eure Fantasie anstrengen. Bitte, Dankeschön!

Layla Gaunt

Layla Gaunt ist eine Dschinn genau genommen eine Marid und damit eine der mächtigsten Dschinn der uns bekannten Welt. Das allein könnte sie schon zu einer starken Frau machen, doch muss ich hier die Hau-Drauf- Attitude eindeutig  zurück stellen. Körperlich ist sie zwar durchaus als attraktiv und wunderschön beschrieben doch ihre positiven inneren Werte sind nichts gegen ihre bedingungslose Liebe gegenüber ihren irdischen Mann und ihren beiden Dschinn Zwillingen.

Aufgrund eine Vorfalls erfährt ihr Eheman von der Macht ihrer Kräfte und steht kurzzeitig unter Schock. So hatte er sich seine Ehe nicht vorgestellt, zumal er von da an Angst hat, dass ihm ein ähnliches Schicksal erweilen könnt wenn Layla aus Wut ihre Macht nicht mehr im griff hat. Um ihn zu schützen und weiter mit ihm zusammen Leben zu können schwört sie ihren Dschinnfähigkeiten vollständig ab und nimmt sich vor als durchschnittlicher Menschen zu leben, ohne magische Hilfsmittel. Das zieht si über Jahre hinweg eiskalt durch.

Bis zu dem Moment an dem ihre Tochter der nächste Blaue Dschinn von Babylon werden soll… Denn ihre Großmutter muss das Amt niederlegen, da sie zu weich wird.

Als Ayesha, der bisherige Blaue Dschinn und Mutter von Layla, bemerkt wie ihre Kräfte nachlassen erwählt sie eigenständige einen Nachkommen. Ayesha weiß, dass ihre Tochter sie hasst und wählt statt dessen Philipa. Das ganze wäre nicht so tragisch wenn der blaue dschinn kein so unangenehmes Amt wäre, denn der Blaue Dschinn entspricht dem obersten richter alle sechs Dschinnstämme und muss stets weiblich sein. Damit kein Dschinn Stamm bevorzugt wird bei der Urteilsvollstreckung wenn der diejenige gegen Gesetze verstößt muss die Richterin vollständig zu einem rationalen Wesen werden. beeinflusst durch den Baum der Logik verliert sich jede art von Emotion und Gefühl. Kalt wie Stein ist noch freundlich ausgedrückt.

Ein solches Schicksal wünscht sich keine Mutter für ihre Tochter und kurzer Hand tauscht Layla mit ihrer Tochter, trotz Hasses auf ihre Mutter und besiegelt somit den Pakt der ewigen Abgestumpftheit. Diese Entscheidung bedeutet auch, dass sie ihren Bruder, Ehemann sowie Kinder und weitere freunde nie wieder sehen wird. zumindest ohne dabei Gefühle zum empfinden.. Ich meine wie stark kann eine Frau bitte sein um diese Entscheidung zu fällen?

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6 Kommentare

  1. Hei! Zwar habe ich nur schnell und quergelesen, es gäbe auch Potential zum Dialog, was ich an sich schon spannend finde, nur hab ich grad nicht die Energie und einen wirklich konzentrierten Fokus zur Verfügung, daher möchte ich nur kurz sagen; ich bin inspiriert und begeistert von deiner Interpretation und Darstellung. :)) Liebe Grüße, Arkis

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  2. Eine sehr gute Wahl! Auch wenn ich nicht alle Charaktere kenne, deine Begründungen gefallen mir. Schön auch, dass nicht die (außer Jane Eyre und Aria Stark) kommen, die man vermutet. Beide passen aber auch für mich.
    Toll geschrieben. Man kann leicht Namen nennen. Viel schwere ist es die Begründung in Worte zu fassen.

    Gefällt 2 Personen

      1. Sie sind zu Recht in der Liste enthalten. Und zehn starke Frauen ist auch gar nicht so leicht. Auf den ersten Blick ist es super leicht, aber wie du schön dargestellt hast….es kommt auf die Definition von „stark“ an. (Und auf die von Frau…wenn ich an 50 shades of bullshit denke)

        Gefällt 1 Person

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