Buchtopia 2017….

Soso meine Liebe Franzi, das Jahr ist gefühlt schon fast wieder hlab rum weil so viel passiert aber dennoch… Hier gibt es die angekünditen und versprochenen Buchvorsätze. Was versprochen wird auch nicht gebrochen! Oder einer für alle und alle für einen wie auch immer. In Anbetracht der Leseverzögerung des letzten Jahres durch den 1600 Seitenklopper habe ich die Buchvorsätze des letzten Jahres immer noch auf meiner Have-to-Read-Liste weshalb ich sie einfach übernehme.

Ps: Mit deinen obercoolen Actionkatzenfotos kann ich leider nicht mithalten, weshalb es statt dessen einfach ein virtuelles auf Drogen seiendes Wesen als Ersatzprodukt gibt… Ein Hoch auf die damalige Ausstellung….

Katzen, Katzen überall

 

Buchvorsätze von letzem Jahr:

Gödel, Escher, Bach ein endloses geflochtenes Band– Douglas Hofstadter

Geschlossene Gesellschaft– Satre

Diestelfink– Donna Tartt

Der Marsianer– Andy Weir

Neuromancer- William Gibson

Der Graf von Monte Christo– Alexandre Dumas

Die dazugehörigen Anmerkungen sowie exte findet hier mal wieder hier….

Und wer jetzt noch nicht entsetzt die Hande über den Kopf geschlagen hat, der möge jetzt weiter lesen für dieses Jahr.

Dieses Jahr:

Das Herz des dunklen Waldes- Naomi Novik

Ein Jugendbuch, dass Magie beinhaltet, Schlachten, Blut und tatsächlich sogar eine Freundschaft zwischen Junge/ Mann? und Mädchen/Frau… Die wohl auch bei Freundschaft bleibt, in den Jahren von 50 Shades of Mr. Geheimnisvoll, Obsidian oder anderer missglückter Literatur ein geradezu fremdartiger Umstand. Die Leseprobe hat mir zumindest sehr zugesagt, ausufernder Schreibstill, märchenhaftes Setting mit finsterer Note sowie endlich ein genauso missgelaunter Charakter wie ich. Wich ich den Zauberermeister jetzt schon liebe. Was will man mehr… Ich bin gespannt, wann das Schätzchen mir in die Hände fällt. Es gibt genau zwei Exemplare in dem gesamten Bibliotheksbestand unserer Stadt. Rein theoretisch wären diese beiden sogar wieder erhältlich, das Problem dabei: Diese beiden Bibliotheken liegen mal eben am anderen Ende der Stadt und zwar so weit draußen, dass ich noch nicht einmal weiß an welchem Ende. Ich brauche wirklich eine lebenslange Befreiung von Buchkaufkosten.

Der Fall Jane Eyre- Jasper Fforde

Gehypte, gelobt, geliebt selbst von meiner Lieblingsbookyoutuberin, die einzige die ich überhaupt schaue und das will was heißen. SO bin ich besonders neugierig auf die Geschichte. Denn diese Reihe spielt sich innerhalb von Büchern ab.

Und es geht um Diebstahl, Spionage, Werwölfe, Zeitreisende, Vampire, literarische Insider und Jane Eyre… Dazu muss man sagen, dass nicht nur der Buchtitel spoilert sondern ebenso das Cover. Nichtsdestotrotz, gepaart mit Steampunk geht’s noch besser?! Nein, deshalb: Es. Muss. Vernichtet. Werden!

Everybody’s GYPSY Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt- Dotschy Reinhart

Ich wage zu behaupten, dass ich ganz grob einige wenige Gypsys kenne. Um nun mal mit den, leider vorhandenen, Vorurteilen gegenüber Zigeunern, dem fahrenden Volk (oder wie auch immer man diese Bevölkerungsgruppe bezeichnen möchte) aufzuräumen widme ich mich diesem Jahr diesem Buch. Außerdem ist das Ganze wohl verpackt in einen Roadtrip gepaart mit der jeweiligen Alltagskultur und das hört sich sehr, sehr interessant an!

Osama- Lavie Tidhar

Es ist schräg, dass dieses Buch den World Fantasy Award 2012 erhalten hat. Ich weiß auch überhaupt mich zwischen den Buchdeckeln erwarten…. Einen Klappentext exestiert ebenso wenig wie aufschlussreiche Lesermeinungen, zumindest im und am Buch. Das einzige was ich weiß, ist dass dieses Buch mal wieder die Leserschaft spaltet. Ähnlich wie das dunkle Herz des Waldes. Irgendwie habe ich wohl ein Faible für umstrittene Bücher. Falls jetzt irgendjemanden einfallen sollte mich vorher aufzuklären: Lasst. Es. Bleiben! Dankeschön. Ich freue mich mal ohne irgendein Vorteil an ein Buch heranzutreten.

Das Schiff des Theseus- V. M. Straka

Ich hatte es gleich nach dem 1600 Seitenklopper angefangen. Schließlich konnte es geisitig kaum mehr anspruchvoller werden und so freute ich sowie mein Intellekt auf eine recht amüsanten obgleich nicht weniger spannenden Abenteuerroman. Das Resultat? Nach 15 Seiten lag ich tot auf dem Boden. Erschossen von der Stilistik des Autors bzw. Autoren… (J.J Abraham, warum tust du mir das an?)

Das Schiff des Theseus ließt sich zwar sehr spannend, besitzt unglaublich viel Potenzioal nur ist die Hauptgeschichte zu der man am Anfang sogleich hineingeschmißen wird auch noch mit Fußnoten gespickt. Eine Zweithandlung, darf deshalb ebenso wenig fehlen. Stilistisch wird diese über eine Unterhaltung zweier Studenten per Anmerkungen erzählt, darüber hinaus exestiert auch noch so einiges an Extramaterial in Form von losen Flugtickets, Briefen, Notizen und weiterem Schriftwerk. Wenn diese allerdings erst einmal hinaus gerutsch sind gibt es kein zurück und man hält kontextlose Informationen in den Händen. Himmel hilf.

Für die Schule (Re-Reads):

So sehr Anna Karenina, die leiden des jungen Werthers, Nathan de Weise oder auch Faust na mir vorbeigeht (wobei FaustHoch3 wieder ein ganz anderer Schnack ist), so mag ich doch die diesjährigen Abiturwerke. Mein Glück, denn die Werke des letzten Jahrgangs hätten mir den aller letzen nerv geraubt. So hörtet und lauschet und genießet was ihr bedauernswerter Weise im Deutsch Leistungskurs verpasst habt oder auch nicht…

Deutschland. Ein Wintermärchen- Heinrich Heine

Herrlich amüsant. Im Ernst, ich finde der liebe Heine hatte einen wundervollen bissigen und schwarzen Humor. Beachte man das Vorwort so weiß der Leser auch wie oft der Autor zensieren musste damit er überhaupt irgendwann veröffentlicht werden durfte und dann auch nur unter großem Risiko. Zumal er damals noch nicht einmal im Kaiserreich wohnte wohnte sondern in dem lieben Nachbarstaat Frankreich. Normalerweise stehe ich nicht auf Versepen schon gar nicht in Gedichtform, aber dies hier werde ich liebend gerne wiederholt lesen.

Woyzeck- Georg Büchner

Wie ich dieses Stück liebe gleich neben Tosca mein Nummer ein Hit der Bühnenliteratur. Im Theaterstück war ich gleich begeisterte zwei Mal und bin beide Male nicht eingeschlafen… (Die höchste Auszeichnung, die ein Stück von mir bekommen kann)

Der einfache Soldat Franz Woyzeck ist auf jede Münze angewiesen die er nur bekommen kann. Denn er ist frischer Vater eines unehelichen Sohnes, die Mutter? Seine Freundin Marie. Eine Schande. So verpflichtet er sich als persönlicher Diener seines Hauptmanns, der ihn allerdings lediglich verspottet und nicht nur das. Im Verlauf des Dramas mutiert Woyzeck auch noch zum menschlichen Versuchskaninchen für den Militärdoktor. Auch hier wird er lediglich als Sach- Forschungsobjekt oder Bestie betrachtet. Psychisch und physisch Demütigungen ebenfalls in Reinkultur. Kurz um ein wahrlich bescheidenes Leben, was sich auch nicht verbessert als auch noch der wohlhabende Tambourmajor ein Auge auf Marie wirft. Sie in Geldnot und nahe der Verzweiflung geht mit diesem verfluchten Kerl eine Liaison ein und dies bemerkt irgendwann selbst Woyzeck. Die kleinen Stimmen sorgen schließlich dafür dass er seine Freundin ersticht.

So gesehen freut es mich riesig, dass es Abiturthema ist. Und um ehrlich zu sein war es meine beste Deutscharbeit, die ich jemals geschrieben habe.

Der Verbrecher aus verlorener Ehre- Friedrich Schiller

Hat man das Originalvorwort Schillers überlebt, ist die Geschichte an sich tatsächlich recht lehrreich und vor allem verständlich…. Das Vorwort dagegen selbst ist literarische Folter, exotische Ausdrücke in seitenlangen Bandwurmsätzen, unverständliche gesellschaftliche Disharmonien und noch so vieles mehr. Ein Traum eines jeden Schülers…

Die Geschichte ist recht einfach: Der Protagonist Christian Wolf (später Sonnenwirt) wird aus Geldnot Wilderer, um seine einzig wahre Liebe Johanne mit Geschenken zu überhäufen. Dies hätte auch fast geklappt wenn nur sein Konkurrent Jäger Robert ihn nicht erwischt sowie verpfiffen hätte.

Sonnenwirt kann sich zwar freikaufen, aber lernt nichts dazu und wildert weiter bis er erneut von Robert ertappt wird. Das Ganze geschieht noch einmal und dieses Mal wird Wolf nicht nur zum größten Punk der literarischen Aufklärung und erschießt schließlich Robert im Wald nachdem sein Gehirn einen Kurzschluss erlitten hat. Die darauf erfolgende Euphorie geht menschlicherweise in Panik über und so flieht unser Mörder über Stock und Stein um auf einen Räuberchef zu treffen. Dieser rekrutiert unseren mittlerweile gar nicht mehr so rebellischen Punk und nimmt ihn mit in sein Räuberversteck. Von nun an verwechselt unser neuer Räuberanführer Sonnenwirt Zuneigung mit Anerkennung. Bis irgendwann ihm erneut dämmert, dass all die erfolgten Morde, Raubzüge, Brandstiftungen oder auch Geiselnahmen sein Seelenheil nicht wirklich verbessert haben. Reumütig sieht er seine Fehler ein und… Den Rest dürft ihr selbst lesen. Wobei, ich den spannenden Moment des Cliffhängers gleich wieder zunichte mache in dem ich euch vorhersage, dass es kein Happy Ende gibt.

Was an der recht kurzen Schilderung interessant ist, ist eben ein die Gattung namens Kriminalbericht. Es wird lediglich sachlich geschildert, nicht blumig und brutal ausgeschmückt wie es in sämtlichen Romanen damals so üblich war. Schiller wollte den Mensch als Mensch behandeln, als Wesen mit Gefühlen sowie psychischen Tiefen/ Höhen und nicht als mordendes Wesen von Satan geschaffen.

Bahnwärter Thiel- Gerhart Hauptmann 

Ich habe zwar eine gewisse Affinität zur Natur, dass ich jedoch mal auf den Naturalismus abfahren würde hätte ich niemals gedacht. Zola hin oder her Dostojewski und Tolstoi gehen ähnlich wie Faust an mir vorbei… Bis Hauptmann mit seinem Bahnwärter um die Ecke kam. Neben unglaublich dichten Beschreibungen von Natur und Umgebungen ist dieses wahre Familiendrama nicht nur schrecklich modern sondern auch noch realistisch? Zumal der Leser wirklich mitleidet und zwar mit dem späteren Täter.

Making a Murderer kann sich gegen Hauptmanns Werk sowie Schillers Kriminalbericht gehackt legen. Nichts ist so verständlich wie die Gefühle Thiels… und ich kenne bis heute keine so introvertierten Protagonisten, der mir nicht auf den Geist gegangen ist.

Mal schauen vielleicht sollte ich mir die Weber fürs Geschichts-Abitur auch noch als schmackhaftes Häppchen zubereiten… Anstatt den Buddenbrooks, wer ließt freiwillig die Buddenbrooks?! Von Emily Brontë gibt es zumindest ja noch einen Film…

Vorschlag zu einem Magazin einer Erfahrungsseelenkunde- Karl Philipp Moritz

Gut, dieses Werk war mit Abstand das trockenste und vor allem langweiligste an unserer literarischen Reise durch deutsches Kulturgut. Hat man sämtliches Interpretations- sowie Lehrmaterial zu Woyzeck und dem Verbrecher durchgeackert, so ist dieser Text bloß mühsame Wiederholung, die absolut nicht zur Sache tut. Könnte ich mir also sparen… Die Betonung liegt auf „könnte“.

Ihr sehr ich habe zu tun, Abstinent werde ich dennoch nicht bleiben… So ist er eher eine Wunschliste und keine Reading-Challange. Wenn ich eins herausgefunden habe ist das ein Buch auf Zwang zu lesen absolut grauenvoll ist und ich mir dass nicht mehr antun möchte. Siehe der Wolkenatlas, unheimlich spannend aber überirdisch sich dahin ziehend…

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7 Kommentare

  1. … großartige Inszenierung und Bühnenbild… Expression des sozialen Netzes, dessen vermeintliche Standardnorm der eines Kondoms gleichkommt… wer schwimmt in welche Richtung… du schwimmst garantiert gegen den Strom und ich denke du findest die Quelle des erfrischenden… 😉

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