Fantasy hat viele Seiten

Mein erster besuchter Vortrag auf der Leipziger Buchmesse, der davor wurde nämlich aufgrund irgendwelcher undurchsichtigen Gründe gekänzelt. Diese Vorlesung hatte ich mir ausgesucht, weil ich für mich persönlich das Genre Fantasy wieder zurecht rucken wollte. Das sah eine Zeit lang nicht wirklich gut aus. Während der Vorlesung habe ich nun tatsächlich wieder neue Hoffnungen und mehr Erkenntnisse dazu gewonnen. Herr Hohlbein hatte mir dazu den Anstoß dazu gegeben, denn er mag den Begriff Fantasy ebenfalls nicht. Fantasy impliziert für mich schon den Begriff eines Genre, das man nicht ernst nehmen kann. Fantasy ist doch etwas für kleine Sensibelchen, die gerade heranwachsen und auf ihre süßen Märchenwelten stehen. Das ist natürlich völlig in Ordnung, aber als junger Erwachsener oder auch Erwachsener will man damit nicht unbedingt sofort in Verbindung stehen, da das Genre durchaus mehr bieten und sehr ernst sein kann. Deshalb ist der Begriff Fantasy, meines Erachtens, mittlerweile völlig überholt. Das Genre würde laut Herrn Hohlbein viel besser Fantastik lauten. Und ich gebe ihm recht. Ich persönlich komme mit dem Begriff Fantastik besser klar, es trägt den Pudels Kern des Genres, die Fiktion an sich, viel besser. Weiteres Beispiel: Die Schublade Science-Fiction. Nur weil ein Roboter im Buch vorkommt, ist es automatisch Science-Fiktion. Eben nicht! Also erneuter Vorsatz fürs Neue Jahr: Schubladendenken abschaffen!

Nach dieser kleinen Einleitung durften dann die Zuhörer, also wir und die Reporterin Fragen stellen…

 An Herrn Hohlbein: Ob man nicht den Überblick verlöre, über die ganze Handlung oder die Geschichten oder Formulierungen

Er meine er hoffe nicht, dass sich seine Handlungen wiederholen, sicher die eine oder andere Formulierung aber generell sei es ihm noch nicht untergekommen. Das sei aber nicht seine Hauptangst. Seine größtes Problem sei, dass er zu viele Geschichten erzählen möchte. Er müsse sich ständig zusammenreißen um sich auf den Hauptplot konzentrieren zu können.

An Herrn Hohlbein: Was der Sinn des Endes von Infinity sei

Es sei der erste Teil, mit dem zweiten würde alles schlüssiger. Der Sinn hinterem Titel, könne er aber auch nicht erklären, da sich der Verlag diesen ausgedacht hätte. Für ihn selbst bliebe es immer: Der Turm

Was die Gründe für Lisowskys literarischen Anfänge in der Fantastik seien, und ob ihn Hohlbein nicht dazu inspiriert hätte

Hohlbein hätte ihn inspiriert, denn er sei mit den Büchern aufgewachsen. Er habe Hohlbein noch vor Tolkien etc. gelesen. Das erste Buch was er damals gelesen hätte war Jurassic Park gewesen, und in seinen Gedanken hätten sich die Dinosaurier in Drachen verwandelt. Er liebe die Bücher: Die Töchter der Drachen und die Enwor Saga.

Weshalb Lisowsky in seiner neusten Reihe einen Halboger, Schurken und eine Zauberin als Protagonisten gewählt hätte

Er wollte etwas Conan-der-Barbar-artiges schaffen, nur etwas aktualisierter. Die Helden sollten auch greifbarer sein, deshalb der Schurke. Und die Zauberin ergänze die Nichtintelligenz des Schurken hervorragend. Abgerundet würde dies noch durch den Halboger.

Wie Herr Hohlbein die Entwicklung des digitalen Zeitalters sähe/ fände

Hohlbein: Er hoffe nicht, dass alles bald nur noch über Facebook liefe (Er sei selber nicht auf Facebook). Er verstehe aber vollkommen, dass dieser elektronische Briefwechsel sehr viel angenehmes bieten würde, wenn man verantwortungsvoll damit umgehe. Er möge neue Technik, fände aber man bräuchte einen Ausgleich.

Niedlich: Er meine, es würde alles etwas übertrieben und schwarz gemalt. Vieles würde sicherlich mehr werden, vor allem die sozialen Netzwerke und die damit einhergehende Überwachung, aber das sei eben unsere Zeit.

Lisowsky: Er selbst habe einen Kurz-Trip nach Dänemark mit einem entfernten Kumpel unternommen und nur aufgrund dessen, dass dieser Kumpel eine Wohnung in Berlin suchte und er ihn damals über Facebook gefragt hatte. Lisowksy wollte ihm ein Zimmer anbieten. Und Schwups seien die zwei in Dänemark gewesen.

Wenn sie die Gelegenheit dazu hätten, was sie den Tod fragen würden

Niedlich: Warum er denn immer ein Strike würfe und warum er damit nichtmal aufhören könne. Und weshalb er seinem Vater nicht noch etwas mehr Zeit hätte geben können oder auch Terry Pratchett oder auch die Famous Last Words mancher berühmten Menschen.

Lisowsky: Irgendetwas was der Tod nur wissen könne. Doch was der Tod genau sei oder was nach dem Leben komme, wolle er gar nicht so genau wissen.

Hohlbein: Er würde sich Dante (den Schurken) schnappen, damit er den Tod betrüge.

Ob sie von Anfang an ein Bild ihrer fantastische Welt hätten, bevor sie anfangen zu schreiben oder ob sie die Welt mir ihren Helden zusammen entdecken würden 

Hohlbein: Er habe einen ungefähren Plan wie: Wüste und in der Wüste stehe eine Burg, aber mehr Informationen möchte er gar nicht haben.

Lisowsky: Hätte gerne den perfekten Plan, aber das währe ihm manchmal auch zu langweilig.

Ob Herr Hohlbein noch genau wisse wann und wo er seine Bücher geschrieben hätte

Nicht bei allen nur manchen. Allerdings habe er eine Wette am laufen mit seinem Verleger, die besagt dass wenn sein Verleger ihm zwei Seiten aus seinen Büchern vorlese, er selbst den Titel genau nennen könne. Bis jetzt habe er die Wette immer gewonnen. Mit einem Satz würde es allerdings nicht klappen…

An Herrn Niedlich: Ob ein zweiter Teil vom Tod geplant sei

Eigentlich nicht, aber er denke er würde gerne einen zweiten Teil schreiben. Er wisse bloß noch nicht wann. Es würde auf jeden Fall dauern.

Wo sie am liebsten schreiben würden:

Hohlbein: Er liebe Leben, er bräuchte Leben. Wenn er zu Hause schriebe, dann immer am großen Esstisch in der Küche. Oder falls er im Urlaub befände, an der Strandbar. Er habe auch ab und zu den Fernseher laufen, um Hintergrundgeräusche zu haben.

Niedlich: Er schriebe gerne zu Hause, da er dort nicht wirklich abgelegt werden könne, außer vom Internet was manchmal auch zu viel sei. In Cafés könne er sich allerdings gar nicht konzentrieren. Er ließe aber auch, wie Herr Hohlbein mal den Fernseher oder eine DVD nebenher  laufen.

Lisowsky: Er schriebe morgens immer eine Stunde. Gerne auch im Bed auf seinem Laptop. Er bräuchte völlige Stille, außer beim Ideen sammeln.

Wie Hohlbein auf seine Hexen- Reihe gekommen sei

Er war im Verlag, und es lag das Titelbild des erstens Bandes auf einem Tisch aus, nur war dieses Cover noch nicht vergeben und so hätte sich Holbein dazu entschieden eine Geschichte zum Titelbild zu erschaffen. Eigentlich sollte es gar keine Serie werden, doch auf Seite 934 hätte er sich dann anders entschieden.

Wie sie die Zukunft der Bibliotheken und des gedruckten Buches sähen

Hohlbein: Er glaube nicht, dass das E-Book das Buch ablösen in naher Zukunft ablösen würde. Er sähe es eher als eine Art Ergänzung für Reisende oder Forscher. Er  liebe es aber noch gedruckte Hardcover zu kaufen. Man kaufe aber auch die Geschichte nicht die Druckerschwärze. Weniger Bibliotheken könnte es geben, aber die großen Sammlungen würden definitiv weiter bestehen.

Niedlich: Er sähe es eher praktisch, er bliebe seinen Büchern aber weiterhin treu.Er vermute, dass es Bibliotheken weiter geben würde.

Lisowsky: Er meine, dass Medien höchstens nur noch spezialisiert würden und nicht mehr vollständig abgelöst. Er möge seine Stammbibliotheken und hoffe, dass es sie weiter geben wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

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