Fantastisches Gemecker

Ich gebe zu ich spiele gerne ab und zu die verbitterte alte Dame im Bus. Ihr kennt das, die „Früher- war- alles- besser“ Masche, hat eich damals auch schon genervt oder? Ich sage, es nervt immer noch, tierisch.

Aber ich mecker heute trotzdem, nicht über die heutige Jugend, nein es geht um etwas viel wichtigeres (liegt im Auge des Betrachters. Es geht um Bücher oder über ein Büchergenre…

Das allzeits beliebte Fantasy, Harry Potter prägte das Genre wie ein anderes, vergleichbar mit Nintendo damals Mitte der 80ziger. Nur Nintendo rettete damals den Spielemarkt. Harry Potter statt dessen, stand laaaaange Zeit, heute auch noch, komplett für sich allein. Ich habe keine Ahnung wann es anfing, aber ich glaube nach einem bestimmten Vampir Buch, ging alles den Bach hinab. Ich war früher riesiger Fantasy Fan auch heute noch, ich habe damals Menschen verflucht die meinten, Fantasy sei nur leichte Kost. Klar, Elric von Melniboné ist super erheitern genau… Aber ich gebe zu, wie oben auch schon angemeckert, das Genreniveau befindet sich nicht mehr auf der Höhe der ISS, sondern fällt wie ein Stein durch den Marianengraben hindurch und landet hoffentlich nie im Erdkern. Davor sollte lieber der Markt geschlossen werden.

Seit Jahren gibt es eine feste Masche bei Fantasyromanen. Die epische Schlacht zwischen Gut und Böse (in den Büchern meist auch besonders schwarz weiß definiert), gewisse mittelwichtige Personen sterben, wichtige Persoen laufen über und im Allgemeinen sterben meist alle, außer die Hauptperson und ihre große Liebe.

Nun habe ich nichts gegen das Klichee, es trifft eben meisten zu. Das Genre ist schließlich so unergründlich wie Metal. Wenn das Buch aber eine wunderschöne/spannende/herzzereißende/ weise Geschichte erzählt und der Autor einfach ein Talent zum Schreiben besitzt, dann ist mir das sich immer wiederholende Schemata schnurz piepe, da es in dem Moment, wo ich das Buch lese in eine Welt mit hinein gesogen werde. Oft bleibt man in eben dieser auch so lange gefangen, bis die letzte Seite gelesen ist und der Buchrücken zu geschlagen wird. Ich verlängere das auf drei Tage, was zu lustigen Begegnungen führen kann, aber dazu ein andere Mal. Doch was ich immer wieder in der Fantasyabteilung sehe, ist nun ja… Sehr nett ausgedrückt: ein Abklatsch. 0815- Storys, mit Charakteren die ungefähr so viel Tiefe besitzen wie eine Pfütze, und der Schreibstil flüssig, ruft aber keine Emotionen hervor.

Nachdem 300sten Buch kann konnte ich solche Ware langsam nicht mehr sehen/lesen.

Wo sind die guten Schmöcker wie Gregor, Spiderwick, Kinder des Chin, Nocturna oder Lerchenlicht hin? Ausgewandert? Vermutlich.

Viele Autoren (gerade Fantasy-Schreiber) liegen einem meist im Ohr, wie schwer es sei mit ihrem Buch einen Verlag zu finden, denn diese Anzugträger seien ja so wählerisch.

Meine Meinung dazu: Welche Verlage hat der Autor bitte angeschrieben? Ich meine, außer dem einen oder anderen Verlag, ist der Rest alles andere als wählerisch. Die lassen es doch zu, das der gesamte Markt geflutut wird!
Wenn es eine Börse für Fantasy geben würde… Gute Nacht, wir wären alle… nicht so gut vertreten.

Ich würde die Verlagsvorsitzenden gerne mal kennen lernen, die noch einen gewissen Stolz haben.
(Immer noch auf das Genre Fantasy bezogen)

Aber weg von den Anzugträgern, wenn keine Qualität in Sicht ist rentiert sich eben Quantität. Also was machen diese Autoren? Haben die denn gar kein Mitleid mir ihren Lesern und was müssen das für Menschen sein die Zulassen, dass 500 Bäume für ihren ,nennen wir es literarischen Tiefpunkt, gefällt werden. Sind die tief in ihrem Herzen
Peter Brabeck oder was?
Kann mir mal jemand, das mal bitte erklären? Ich meine wenn schon bäume sterben, dann bitte doch nur für gute Bücher.

So…. Das musste jetzt mal raus. Man, Man, Man. Jetzt mal husch zu erfreulicheren Themen.

Wie gesagt ich war in der Bibliothek. Bücher abgeben, Bücher ausleihen. Viele Bücher, denn es steht noch ein kurz Urlaub bevor. Insgesamt sieben Neuzugänge, nein es ist nichts aus der Fantasyabteilung! Eins läuft unter Sci-Fi, und da bin ich mal gespannt, das Genre ist fast so schlimm wie Fantasy.

Also folgende neue Mitbewohner haben sich eingenistet:

1. Zweiundzwanzig von Jean-Philippe Blondel

2. Buntschatten und Fledermäuse von Axel Braun

3. 28 Tage lang von David Safier

4. Menschen lesen von Joe Navarro

5. Nach dem Schnee von Sophie D. Crockett

6. Abaton, das Ende der Angst von Christian Jeltsch

7. Das absolute wahre Tagebuch eines Teilzeit- Indianers von Sherman Alexie

Insbesondere habe ich mich über die Titel Zweiundzwanzig, 28 Tage lang, und Buntschatten und Fledermäuse gefreut. Die stehen schon, sagen wir etwas länger, auf meiner Liste der Schande und galten gestern auch wieder als ausgeliehen. Entdeckt habe ich sie nur duech zu Fall, Intuition. Denn zum Schluss schaute ich nocheinmal auf den Stapel frisch zurück gekommener Bücher und genau meben meinen alten standen die zwei, das dritte Buch habe ich oben gefunden eingequetscht zwischen zwei riesen Schinken, in der untersten Feihe.

Mittlerweile habe weiß ich sogar wie man mit Hilfe des Computers die Bücher in der Bibliothek findet. Verstehen tue ich es aber noch lange nicht. (Soviel das kürzel McI steht für Psychologie…. und so geht das nur so.)

Wie auch immer, ich denke, bei dem was ich so angelesen habe wird auch die ein oder ander Empfehlung angeschlichen kommen. Ich hänge zurzeit immer noch an dem Text zur Biennale…

Ich versuch mich da mal durch zu kämpfen.

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