Cannaredgio, das Schlaraffenland

Gut Cannaredgio ist nicht direkt das Schlaraffenland, denn dort gibt es keine Fressbuden, aber einige sehr gute Bäckereien und Restaurants. Nicht Touristenüberlaufen, leider allerdings aus sehr schattenlos, sodass ein Spiergang in der Mittagssonne eher mäßige Begeisterung berührte und unheimlich gemütlich/ venezianisch. Fast noch venezianischer als die Hauptinsel.

Baden!... Scherz. Darf man nicht

Baden!… Scherz. Darf man nicht

Doch auf der Hälfte der Strecke dorthin haben wir gemerkt, wir waren viel zu früh ausgestiegen und mussten nun restliche Entfernung laufen. Unterwegs konnten wir sogar einer verwirrten Touristengruppe helfen (ahnungslose deutsche Tagestouristen), die gerade mit dem Autozug angekommen waren und nun am Fährhafen herumstanden. Ihr Ziel: S. Marco… Ich hoffe sie haben sich einen Stadtplan besorgt, denn sie waren auf der Anderen Seite der Insel, weiter weg von San Marco konnte man nicht sein. Immerhin hatten sie Glück und das nächste Vaporetto fuhr genau in diese Richtung. Wir dagegen liefen immernoch weiter, auf der Suche nach dem Eingang des jüdischen Viertels ehemals des ersten jüdischen Ghettos. Schließlich fanden wir es, den kleinen Eingang in eine Seitengasse wurde anscheinend gerne übersehen.

Noch Fragen?

Noch Fragen?

Währender selbst mehr oder weniger organisierten Führung, lernten wir das es heutzutage eigentlich immer noch Ghetto hieß oder Ghetto Novo (Es wurde Aufgrund von schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen gegründet), denn um 1797 lebten die Juden zwar schon von der restlichen Bevölkerung separiert, aber genossen auch gleichzeitig den Schutz durch die Regierung denn übergriffe auf sie waren strengsten verboten. Der Name Ghetto kam ursprünglich von dem Namen geto das so viel wie Gießerei bedeutet.

So habe ich mir immer Teils der Winkelgasse vorgestellt

So habe ich mir immer Teils der Winkelgasse vorgestellt

Nachdem wir mit der Grundbesichtigung fertig waren kamen wir auf einen kleinen Platz, der voll mit orthodoxen Juden war. Sofort wurden wir angesprochen von einen jugen vollbärtigen Mann, der uns fragt ob wir denn jüdisch seien. Und wir eher etwas irrtiert verneinten. Ich finde wir hätten ruhig mal ja sagen können mal schauen was sie dann mit uns gemacht hätten. Vermutlich wäre es eh nur eine Besichtigungstour gewesen. Immerhin ich konnte wieder auf Englisch antworten und musste nicht auf das Französische zurückgreifen. Die Bestellung im Restaurant funktionierte ebenfalls wieder. Was es mit den anscheinend nicht vorhandenen Adressen im Reiseführer auf sich hatte wurde ebenfalls gelöst. Die vierstelligen Zahlen die neben dem Bezirk standen waren nicht die jeweiligen Postleitzahlen, nein es waren die Hausnummern. Wobei wir das Restaurant auch erst nach drei Anläufen gefunden haben, es hatte sich auch noch umbennant. Aber die Pizza war super lecker, wenn auch sehr klein. doch die hat dann auch für den gesamten Tag satt gemacht.

Hunger...

Hunger…

Nach weiterem herum Gerenne auf der Suche nach der nächsten Vaporetto Station (Es wollte keiner mehr ins Museum 😦 ) ging es dann auch schon wieder nach Hause. Wobei bei der Hitze war es vielleicht gar nicht so schlecht, unglücklich war nur: Es ist warm, man muss in Venedig mit dem Boot fahren und unsere Wohnung liegt gleichzeitig auf der Badeinsel. Ihr könnt euch denken die eigentlich spägestens ab S. Marco entspannt werdendere Überfahrt wurde zur Hölle. Keine Luft, lauter Menschen, Enge, Gequetsche und dann auch noch plärrende Kleinkinder während die Mutter noch lauter telefonierte und dies alles in dreifacher Ausführung. Italienisch, Russisch, und ich glaube auch Spanisch. Eine Seefahrt die ist lustig… Klar immer.

Ich war doch froh zu Hause zu sein. Bei der Hitze wäre die spätere Überfahrt nach dem Museum wahrscheinlich noch schlimmer geworden. Und das Gefühl eines anfangenden Sonnenstichs will man auch nicht weiter aussführen. Kaum hatte man sich wieder erholt mussten wir auch schon wieder los in Richtung S. Zacharia, kurz vor 19:30 wurden wie dann vor dem Theater quasi ausgequetscht. Nun hieß es wiederholt auf das Navi Gerät zu hören und so zu tun als sei man trotz Navi- Gerät einheimisch. Klappte eher so mittelmässig, aber eine Familie vor uns schlug genau den gleichen Weg ein wie wir und so wurde der virtuelle Stadtplan eingesteckt und wir folgten den Vieren hoffnungsvoll. Das wir zu früh da waren hat sich definitiv geloht, meine Güte das Theaterfoyer war schon ein einziger Kornenleuchter- Kristall park und wenn man sich nun in den eher kleineren Theatersaal hinsetzte fielen mir ersteinmal die Augen aus dem Kopf. Gold, Gold und nocheinmal Gold. Barock hoch 2. Und die Bilder bzw. Engelsfiguren aus Stuck es gibt nur ein Wort dafür unglaublich oder überirdisch. In an Betracht dessen, dass das Theater schon zweimal abgebrannt ist (Wenn auf jedem Kronleuchter damals Kerzen brannten wen wunderts) und die Venezianer dieses Theater jedesmal genauso nachgebaut haben unglaublich. Das muss warer Stolz sein. Die Feuerwehrleute die dort anscheinend Wache hielten sahen allerdings schwer gelangweilt aus. Wobei wenn die jednen Abend für Umsomst die Stücke dort ansehen dürfen, ich wünschte ich dürfte das.

Wahnsinn

Wahnsinn

Übrigens aus dem modernen Tanz wurde ersteinmal traditionelleres Ballet.  Versteht mich nicht falsch ich mag Ballet, würde es selbst nie tanzen wollen, aber wunderschön ist es trozdem. Allerdings sind gefühlt 10 Pa de deuxs doch etwas zu viel des Guten und ich war leider ein bisschen kurz davor einzuschlafen. Bis der erste Lichtschein kam, ein Auszug aus dem Nachmittag eines Faunes, sehr schönes Kostüm sehr interssante und amüsietende Tanzeinlagen. Danach kamen wieder Pa de deuxs wobei die zwei Paare definitiv etwas neues mitbrachten und hatte der Eine eine unglaubliche Sprungkraft und setze kurzzeitig die Schwerkraft und sämmtliche phsykalische Gesetze außer Kraft und der Erste konnte unfassbar gut Ballet tanzen. Unheimlich. Dazu vollführte er seine Solos ohne einen Fahler…

Später wurden die Tänze etwas moderner. Ein Pärchen tanzte das Innenleben von einer Maschine bzw. eines Motores komplett in schwarz. Sehr abstrakt, sehr cool. Dann kam noch eine andere Solotänzerin die einem spielenden Kleinkind im Kurzen Kleidchen ähnelte, aber stark im Ausdruck war. Ich persönlich bekam schon Gute Laune nur vom Zuschauen und auch danach fühlte ich mich um 3 Stufen positiver. Schafft nicht jeder.

Zum Schluss gab es noch einen der einem der Pärchentänzer unheimlich ähnlich sah, ich glaube es waren Zwillinge. Dieser tanzte komplett in Weis und ebenfalls sehr modern mit ein paar Balletgrundschritten, mir fällt immer wieder das Nomen ‚Sommer ‚ dazu ein. Ich finde er sah aus wie der Sommer der den Winter vertreiben wollte. Und das der Fühling fehlt ist Absicht.

Nach der Veranstaltung ging es noch einmal im Dunkeln zum Markusplatz. Fazit: Nachts ist er am schönsten. Nicht Menschen leer, aber die Lichter von Venedig und die Wärme (Angenehme Wärme angemerkt) und keine Tauben reißen doch einiges wieder heraus.

Ein Lichtermeer

Ein Lichtermeer

Die Überfahrt glich ebefalls einem sehr entspannten Chill Out und nicht dem gefühlten Fallout vor 6 Stunden.

Fotos kommen noch versprochen 😉

Nachtrag: Fotos sind und da, und der nächste Bericht kommt bald, da ich mir dazu noch einmal das ganze Messeinformationszeug noch einmal durchlesen möchte/ muss.

 

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