„Die Bauern haben gewonnen. Wir haben Verloren“

8. “Die Bauern haben gewonnen. Wir haben Verloren“

-Die Sieben Samurai

Das Spiel neigte sich dem Ende zu.

Und ich konnte nichts tun, als zu zusehen wie mein Königreich dem Untergang geweit war. Unser Oberhaupt hatte versagt, der Gegner zu stark. Ich starrte weiter gerade aus, wie gern hätte ich jetzt meinen König angesehen um ihm Hoffnung zu schenken doch ich konnte mich nicht bewegen, ich war wie aus Stein. Fest in der Brandung und unbesiegbar; bis heute. Heute würden wir unsere erste Niederlage erfahren, bestürzt sah ich vor mir auf das Schlachtfeld. Wir hatten viele verloren, unzählige Bauern, einer unserer besten Läufer ebenso wie die beiden Türme und Pferde. Ein Jammer sie hatten in in ihrer Rüstung so prachtvoll ausgesehen, wie die blutrote Morgensonne.

Wie hatte das nur passieren können? Meine Männer waren gefallen wie die Dominosteine, nicht wie ehrenhafte Bauern. Nur noch ein Wunder konnte uns retten.

Ich kniff die Augen zusammen. Hatte sich das Pferd bewegt? Ja doch. Nur wozu? Welche Strategie Verfolge unser Gegner? Gespannt wartete ich wieder, welchen Zug würde unser Oberhaupt wählen? Setzte er mich oder die Königin, gesegnet sei ihre Seele? Ich spürte wie sich glatte, kalte Finger um mich schlossen und ich zwei Felder nach vorne gezogen wurde. Es war ein verzweifelter Zug, eine letzte Rebellion damit es den Anschein hatte, dass wir doch nicht so leicht aufgeben würden. Obwohl wir längst verloren hatten.

Wie gern würde ich mich bewegen, notfalls würde ich es alleine mit 100 Gegnern aufnehmen. Aber vergebens, an mir rauschte ein Bauern vorbei, dann hörte ich einen Schrei. Nein, dass war nicht passiert, das konnte und durfte nicht passiert sein. Nicht die Königin! Wenn ich ein Mensch wäre würde ich jetzt weinen, aber ich war keiner. Ich würde auch nie einer werden. Von hinten erklangen Klageschreie, dann ein Zischen eines Schwert, was zum Schlag ausholte. Dann wieder Stille. Dann wieder Hufgetrappel, nein die gegnerische Garde rügte an, jetzt konnte nur noch der König zurück weichen. Gott stehe ihm bei. Dann ein weiterer Schrei. Es dauerte erst ein Paar Minuten bis ich Verstand hatte, wessen Schrei es gewesen war.Der Schrei meines Königs, unseres König. Die Bauern haben gewonnen. Wir haben verloren.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s