Die strahlende Schönheit von Tschernobyl

Hey Ho,

jaja ich weiß die Überschrift ist alt und abgegriffen, aber man kann nichts dran ändern sie passt einfach. Jedenfalls zu dieser Geschichte die „Ein Frühling in Tschernobyl“ erzählt. Es erzählz die Geschichte eines Zeichners, der zusammen mit einem Reporterteam nach Tschernobyl fährt um über diesen Ort eine Reportage zu zeichnen.

Ich habe es damals vor gut nem Jahr auf einer Messe gesehen und wollte es da schon unbedingt kaufen, natürlich war es noch nicht erhältlich. War ja klar, aber diesmal zu Weihnachten durfte ich es endlich in meinen Händen halten. Und jetzt im Februar, okay mittlerweile ist es Mai, habe ich es fertig  gelesenen und habe es gleich nochmal angefangen. Wobei man es nicht wirklich als lesen bezeichnen kann, es ist ein Comic. Dafür sind die Bilder einfach atemberaubend, sie beeindrucken mich immer wieder von neuem, denn der Comic handelt auf zwei Ebenen, am Anfang der Geschichte zeichnet der Künstler noch die gruselige, trostlose Realität so wie es jeder „normale“ Tourist sehen würde, eben eine verlassene tödliche Zone die vollkommen verseucht ist. Die zweite Ebene,  fängt der Zeichner, Emmanuel Lepage* einfach zu malen wie er die Landschaft selbst sieht, nicht schwarz und düster sondern farbig, bunt und unglaublich bizzar (Deshalb wahrscheinlich der Titel „Frühling“). Am Anfang dachte ich persönlich der Protagonist wird verrückt die Bäume dort können nicht blau oder rot sein auch wenn sie verseucht sind, aber im Laufe des Comics versteht man was der Autor damit sagen will. Tschernobyl ist auf die eine oder andere Art wirklich schön eben bizarr, düster und doch voller Natur eben fast ohne Menschen, denn dort (über)-leben immer noch Menschen, denen ihre Heimat so wichtig ist, dass sie lieber langsam zu Grunde gehen und die Angst mit Freude betäuben (und mit massig viel Alkohol) anstatt in einer andere Stadt zu ziehen. Für einen Menschen wie mich, der im Moment so an ihrem Zuhause hängt  wie Nomaden einem festen Wohnort, ist dass eine Erkenntnis die ich zwar so schon kannte aber nie realisiert habe. Und ich finde wegen all diesen Eindrücken und der doch „emotionalen“  Geschichte sage ich nur das Hard Cover kann man sich definitiv antun.  Nein man kann nicht man Muss.

*Kleine Anmerkung meinerseits, warum ausgerechnet ein Franzose der Protagonist ist verstehe ich nicht so ganz, denn mit seinen 58 Atomkraftwerken ist das Land nicht gerade „Umwelt freundlich“. Vielleicht gibt’s da ja einen tieferen Philosophischeren Sinn, der mir verschlossen bleibt, aber ihr könnt mich gerne aufklären, wahrscheinlich genau deshalb, das Frankreich endlich Schlussmacht mit der Atomkraft.

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