Noch mehr schwarze Augen….

Hey Ho,

wer sich noch an meinen gestrigen Bericht erinnern kann war ich ja im Theater mit meiner Klasse, also genau genommen in einem Stück im Stück, denn die Geschichte ist wie gesagt wie ein Tag der Offenen Tür, eines betreuten Wohnens, gestaltet.

Wir kamen gerade so pünktlich an und schon ging die Tür der externen Spielstätte auf und eine Ärztin begrüßte uns, neben ihr stand ein vielleicht 30 jähriger, der uns eher gruselig und böse anlächelte und neben ihm saß eine junge Frau in einem rosa-weißfarbenem Kleid, die glaube ich mit einem Teddy herumspielte. Als nächstes mussten wir uns alle in einer zweier Reihe aufstellen und nach und nach durfte man dann eintreten, aber bloß nicht zu schnell, denn sonst wurde der junge Mann (ich finde junger Frankenstein trifft es eher, sehr sah nämlich genauso aus) unruhig und aggressiv. Anschließend nachdem alle ihren Platz gefunden hatte, gab es die ersten Wilkommensgrüße und die Einführung in das Projekt Haus Lebensbaum, seiner Geschichte, und natürlich Ablaufspläne und die Hausordnung. Dabei lernte man schon die ersten „besonderen“ Maria Kinder kennen, deren Väter wurden uns nun zugeteilt und man wurde in 5er oder 6er Gruppen in die jeweiligen Wohnungen geführt.

Wir durften als aller erstes Familie Millenstein besuchen (Luke seine Schwester, seine Mutter und seinen Vater). Da Frau Millenstein Geburtstag hatte sollten wir ihr ein Ständchen singen, als Kanon (den Klang will ich euch ersparen) anschließend gab es Kuchen oder Geburtstagsgurke, dabei erfuhren wir die Vorgeschichte noch einmal in allen Details und das Lukes Mutter als Gerds Ehefrau arpatisch war uns seit einem Jahr nicht mehr redete und nur noch im Bett lag. Nach einiger Zeit wurden wir dann von Luke in seine Anti-Materie Forschungen eingeweiht; Trauung, Kaffeepulver Segnung und einem Anti-Materietest bei einem selbst; inklusive (Laut Luke bestehe ich aus 84,12% gutem Licht). Mitten in seinem Vortrag kippte dieser, aber einfach um und lien regungslos liegen. Die Nicht-Schauspieler, also wir sahen uns verdattert an und fragten erstmal ob alles okay sei, der vager schaute aber lediglich auf die Uhr und meinte wir müssten uns erst Sorgen machen, wenn er über 3 Minuten liegen bleiben würde, ansonsten wäre alles ganz normal. Also warteten wir und siehe da nach binnen zwei Minuten war Luke wieder quietschfidel und schickte mich zu seinem Freund Donnie Wagner.

Und Donnie war mein persönliches Abend Highlight, denn Donnie ist mit mir dann in seinen Verschlag/Nest geklettert und mich ungelogen 20 Minuten ohne Punkt und Komme zu gelabert über einen riesen Tintenfisch bis zu dem unendlichen Universum und seiner Merkwand, auf der jeder Besucher ein Wort schreiben musste, dass er in die neue Welt mit nehmen wollte. Im Gegenzug sollte der aber auch ein Wort auf die Wand schreiben. Ich wollte das Wort „Freude“ mitnehmen und habe „Kirschblüten“ aufgeschrieben worauf Donnie wieder anfing zu reden, wie ein Wasserfall. Laut meinem Klassenlehrer, der neben an saß, wunderte sich und fragte meine Freundin immer wieder ob ich da noch immer drin sei… Antwort: Ja ist sie… Während meiner Nestzeit, redeten meine Freundin mit John aß etwas und machte noch Sportgymnastik mit Partie alias dem Franksten, der in der Tür am Anfang stand.

Nach dem kleinen Dauervortrag wurde ich auch schon wieder weiter geschickt zur Familie Kiebuzinski, die ganz oben wohnten und ich ihn glaube ich etwas mitbringen sollte. Ich ließ mir mit dem Treppenaufstieg eher viel Zeit, damit ich das erste erlebte erstmal verarbeiten konnte. Doch die Pause dauerte nicht lange, denn plötzlich Kamm mir ein anderer Junge entgegen gerannt rief meinen Namen umarmte mich sehr stürmisch und rief ich liebe dich… Ich muss den Schauspielern ein lassen, Berührungsängste hatten die nicht geschweige denn eine Peinlichkeitsgrenze! Der Junge (später fand ich heraus er war Dennis Sternlieb) ließ dann auch ganz schnell wieder von mir ab und entschwebte meinem Sichtfeld.

Danach war ich mir gar nicht so sicher ob ich überhaupt noch die anderen Familien kennen lernen wollte, aber meine Neugierde siegte und ich lief die restlichen Treppen hoch. Isabella Kibuzinski stellte sich als sehr fröhliches aber ruhiges Mädchen heraus die so sensibel war, dass die das ganze Lied eines Menschen in sich Aufnehmen könnte und es in gute Energien zu verwandeln versuchte. Mit ihr habe ich dann auch einige Bilder gemalt die ihre befühle darstellen wollte und ich erfuhr mehr über die große Reise und ihren Visionen. Zum Schluss bekam ich dann noch eine Haarlocke von Donni geschenkt bekommen und sollte zu Mitzi gehen. Diese wohnte mit ihrer Familie einen Stock weiter unten wo ich dann auch wieder auf eine Klassenkameradin traf.

Mit Mitzi und ihrer Schwester Loredana haben wir uns ebenfalls sehr lange unterhalten wobei Mitzi uns eher à la Stasi ausfragte, und wir uns teilweise nicht sicher waren ob wir wirklich so viel über uns erzählen sollten. Nach einer Weile sollten wir dann noch unsere guten Energien im Raum verteilen danach ging es mit Mitzi ab zur Entspannungsreise, wo wir noch mehr von unserer Klasse mehr oder weniger verstört wieder trafen. Dort konnte man dann einer Geschichte, lauschen und sich ausruhen von unten hörte man nur leider die Schreie der Anti-Agressionstheraphie, die laut meiner Freundin ein einer großen Prügelei endete.

Nach gut 30 Minuten wieder alleine uns klopfte an der nächsten Wohnungstür an, dies war die Wohnung von Carlo, Sally und der Mutter Traub. Nun Carlo hatte die Rolle eines Tyrannen sein erster Auftritt war ein Streit mit Franz einem anderen Vater, der ihn anscheinend beschimpft haben sollte, (ichversuchte dann mit einer fremden Frau den Streit zu schlichten, was zu 80% auch gelang) Danach rannte Carlo aber wieder hinaus und ich war mit der Mutter und dem Klassenkameraden wieder alleine. So hat die Mutter uns alle 97 Puppen gezeigt, welche Carlo anscheinend sammelte…. inklusive aller elektronischen Stofftiere die sie besaßen. Kurze Zeit später fanden wir uns aus einem Meer aus Plüsch und dem Geruch von alten Bratfett wieder, denn die Mutter hatte anscheine erst vor kurzem irgendwas gebratenen. Gleich danach kam Carlo wieder hinein wollte mit uns „Old McDonald has a farm“ singen, auf Deutsch laut Frau Traub brauchten wir natürlich noch ein Schwein, also musste ein Klassenkamerad ein Schweinekissen überziehen und tanzen und grunzen wie Eines… Ein weiterer Zwischenfall war, dass Carlos hinein gerannt kam alle seine Puppen im Kreis aufstellte und dann zu „Jingle Bells“ seine Puppen in alle Richtungen schleuderte und nach uns warf.. Als Beruhigung kam dann ein rotes Blinklicht zum Einsatz und Frankenstein mit seinen Entspannungsübungen. Das war dann der Zeitpunkt als ich floh.

Und eine erstmal eine Vorlesung von dem behandelnden Arzt besuchte, dort traf ich dann wieder meine beste Freundin und viele andere aus meiner Klasse, in Erfahrungen brauchten wir nochmals den ganzen Unfallhergang und mehr Informationen über das Teiresias Syndrom, also dass Syndrom woran die Kinder mit den Schwarzen Augen“ leiden“. Wir bekamen sogar eine echte Broschüre und eine echte visitenkarge und die darauf abgebildete Telefonnummer gehörte sogar dem Arzt.

Um gut 22.30 mussten wir dann runter in den großen Saal wo wir uns dann, dass Stück der Kinder anschauten also quasi ein Stück im Stück.

In dem ging es nochmals um ihre Vision die sie immer wieder ausspielten und die sie besaßen seit dem sie 7 Jahre alt waren. Denn Vor unserer Zeit gab es eine schöne Welt (ich glaube den Garten Eden) doch dann entwickelten sich die Menschen weiter und die gute Materie und das gute Licht wurden von der Anti-Materie und allem schlechten; schwarze „Köter“, Helle Angels; verjagt. Die Aufgabe der Kinder ist es, sich zu vereinen (es gab 10 Kinder jetzt gab es nur noch 6, 2 sind gestorben und 2 sind verschollen, in einer anderen Psychiatrie), sobald dies geschehen ist bricht ein 7 tägiger Sturm herein und danach würden sie sich alle an dem alten Unfallort, dem Trucker Treff, an der a7 treffen und danach für 7 Jahre auf 10 verschieden Wegen getrennt weiter wandern, nach 7 Jahren würden sie mit allen anderen überlebenden ein riesiges Nest bauen und dort hinein alle Schwarze-Antimaterie verbannen und mit Hilfe einer Rakete  wieder in das Schwarze Loch zurück schießen. Wenn die Aufgabe gelänge würde sich dann, nach ihrer Meinung, alles aufläsen und zu etwas neuem zusammen setzten was viel besser sei als die alte Welt (vielleicht ein neuer Garten Eden?)

Gegen Ende des Stückes, viel leider eines der Kinder aus ihrem Rollstuhl, darauf reagierte dann ein anders Kind mit Panik und das Stück endete in einer einzigen Apokalypse.

Das Publikum, fing dann nach einiger Zeit zaghaft an zu klatschen und es wurden weiße Schüsseln auf unseren Tischen verteilt, und anschließend Kekse, die sollten wir laut Luke Millenstein gut kauen aber nicht hinunter Schlucken, dazu sollten wir unseren Namen rufen, dieses Bild wurde dann noch von wunderbarer Orgelzwölftonmusik untermalt, inklusive fröhlich flackernden Scheinwerferlicht (Ja klingt etwas Hirnrissig oder) die einen oder anderen hatten dazu noch einen Lachkrampf und waren eher davor zu ersticken, bis dann die linde kamen und uns anbrüllen dass wir den Keks in die Schale spuken sollten damit sie unsere DNS für die große lange reise haben, so könnten sie uns schließlich immer wieder finden…

fÜR MICH und ich denke für alle anderen im Publikum war so eine Performance absolut neu und ein sehr einprägendes Erlebnis, man konnte die Charaktere alles fragen und sie antworteten, in ihrer Rolle, es gab nie einen der aus seiner Rolle viel und das 4 Stunden….. Ich würde mir gerne die Rollenbiographien mal durchlesen aber ich denke die sind unzugänglich, ebenso hätte ich gerne mit allen Darstellern geredet doch eine Familie und Maria, Maria (die den Truckerunfall verursachte) konnte ich leider nicht „erleben“. Rundum war ich danach beeindruckt und doch sehr erleichtert, dass es nicht zu blutig oder verrückt wurde. Ich muss gestehen ich hatte nämlich verdammt Angst, den  ich hasse Theater in das man eingebunden wird. Aber wie gesagt rundherum einfach nur ein WOW und eine diesen Daumen nach oben, dieser Abend wird glaube ich unvergesslich bleiben.

Ebenso hoffe ich das man den Bericht hier lesen kann und er nicht allzu unverständlich ist. 🙂
Ich habe mein bestes getan.

Und wem das alles noch zu undurchsichtig war kann hier Klicken .

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